{"id":2651567,"date":"2025-11-12T16:53:28","date_gmt":"2025-11-12T16:53:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2651567"},"modified":"2025-11-12T16:53:28","modified_gmt":"2025-11-12T16:53:28","slug":"rassismus-bei-der-arbeit-wie-schwarze-pflegekraefte-den-alltag-erleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/11\/rassismus-bei-der-arbeit-wie-schwarze-pflegekraefte-den-alltag-erleben\/","title":{"rendered":"Rassismus bei der Arbeit: Wie Schwarze Pflegekr\u00e4fte den Alltag erleben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pflegekr\u00e4fte sind in ihrem beruflichen Alltag immer wieder Rassismus ausgesetzt. Eine Schwarze Pflegerin berichtet von ihren Erfahrungen, wie sie damit umgeht und weshalb sie diesen Beruf trotz der erlebten Diskriminierung liebt.<\/strong><\/p>\n<p><em>von Ralf Waldhart \u00a0(moment.at)<\/em><\/p>\n<p>Es ist fr\u00fch. Julia (Name ge\u00e4ndert) steht vor der Wohnung ihrer ersten Patientin. Heute ist der erste Tag in ihrem neuen Job als mobile Pflegerin bei der Caritas. Als die T\u00fcr aufgeht, erwartet die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin (DGKP) allerdings keine freundliche Begr\u00fc\u00dfung, sondern Abneigung und offener Rassismus: \u201cSchon wieder eine Neue &#8211; und dann auch noch eine Schwarze\u201d, bekommt sie von der alten Dame zu h\u00f6ren, die sie heute betreuen soll. \u201cIch hoffe, sie werden mich \u00fcberhaupt verstehen\u201d, schiebt die betagte Frau nach und macht klar: Julia ist hier unerw\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Diesen Rassismus, dem Pfleger:innen mit Migrationsbiografie oder Nicht-Wei\u00dfer Hautfarbe allt\u00e4glich ausgesetzt sind, kennt Julia bereits. Denn auch wenn das ihr erster Tag bei der Caritas ist &#8211; im Beruf ist sie ein &#8222;alter Hase&#8220;. \u00dcber ein Jahrzehnt war sie zuvor in der Pflege im Krankenhaus t\u00e4tig. Auch dort war Rassismus &#8211; wenn auch seltener &#8211; ein Thema.<\/p>\n<article class=\"wysiwyg-block\">\n<div class=\"wysiwyg-content\">\n<p>Bei der alten Dame ist Julia mittlerweile in die Wohnung eingetreten. Mit all ihrer Erfahrung zwingt sie sich zur Ruhe und erkl\u00e4rt, weshalb sie heute hier ist: Blutdruck und Blutzucker messen, Medikamente auff\u00fcllen, nach dem Rechten sehen &#8211; das \u00dcbliche. \u201cSobald ich gesprochen habe und sie gemerkt hat, dass ich mich verst\u00e4ndigen kann, wurde sie ruhig\u201d, erinnert sich Julia an die Szene. Doch die Ruhe ist nur von kurzer Dauer. Mit einem Messer, das die Kundin noch vom Fr\u00fchst\u00fcck in der Hand h\u00e4lt, beginnt sie zu drohen: \u201cWieso hat man sie \u00fcberhaupt geschickt? Ich will sie hier nicht mehr sehen, sie Schwarze; sie gehen jetzt raus, sonst schlage ich sie!\u201d, platzt es aus der Patientin heraus. Sp\u00e4testens jetzt ist klar: Die Situation droht, au\u00dfer Kontrolle zu geraten. Und auch wenn Julia sich selbst als starke Person einsch\u00e4tzt: \u201cDa war ich dann in Panik, und bin weggelaufen\u201d, erinnert sie sich an diese Augenblicke zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Kein Einzelfall, sondern ein Systemproblem<\/strong><\/p>\n<p>Die Drohung mit k\u00f6rperlicher Gewalt ist laut Julia die Ausnahme &#8211; verbale Diskriminierung nicht. Erfahrungen wie sie machen in dieser Branche viele. Wie gro\u00df das Problem tats\u00e4chlich ist, l\u00e4sst sich nicht genau sagen. Es gibt keine zentrale Stelle, bei der F\u00e4lle registriert werden. Nur so viel: \u201cRassismus ist auf jeden Fall ein Problem\u201d, best\u00e4tigt Christoph Ertl, Pressesprecher des Sozialministeriums auf Anfrage.<\/p>\n<p>Auch ihre Kolleg:innen berichten Julia immer wieder von \u00e4hnlichen Situationen mit Patient:innen. Die Betreuung wird verweigert, Beschimpfungen oder T\u00fcren, die einfach wieder zugeschlagen werden &#8211; nur einige Beispiele der Ausgrenzung und Diskriminierung im Berufsalltag, den sie aufgrund ihrer Herkunft und ihres Aussehens erleben.<\/p>\n<p>Trotzdem: Julia liebt, was sie tut. Mit ihrer offenen, kommunikativen und einf\u00fchlsamen Art bringt sie die richtigen Eigenschaften daf\u00fcr mit: \u201cIch sehe das nicht als Arbeit, sondern als Passion\u201d, erz\u00e4hlt sie \u00fcber ihre Berufswahl. Fragt man sie, was ihr daran am meisten Freude bereitet, mag die Antwort angesichts dieser Erfahrungen \u00fcberraschen: \u201cDie Arbeit mit den Menschen\u201d.<\/p>\n<p><strong>Rassismus als Wegbegleiter<\/strong><\/p>\n<p>Gemeinsam mit ihren Eltern und den sechs Geschwistern kam Julia mit 12 nach Wien. Seitdem lebt sie hier. Schon als Kind wollte sie Pflegerin werden. Ihr Vater h\u00e4tte sie lieber als \u00c4rztin gesehen. Im Gymnasium erlebte sie erstmals den Rassismus, der sie bis heute im Alltag begleitet: \u201cDas war am Anfang nicht so einfach in der Schule, weil damals gab es nicht viele Dunkelh\u00e4utige in Wien\u201d, so Julia r\u00fcckblickend.<\/p>\n<p>Nachdem sie die Matura erfolgreich abgeschlossen hatte, begann sie ihre Ausbildung zur Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin &#8211; und war auch dort die einzige Schwarze.<\/p>\n<article class=\"wysiwyg-block\">\n<div class=\"wysiwyg-content\">\n<p>Doch selbst wenn es immer wieder zu kleineren Zwischenf\u00e4llen kam: Richtig zu sp\u00fcren bekam sie das erst am Ende, als es darum ging, sich dort um eine Stelle zu bewerben. \u201cSie haben ausdr\u00fccklich gesagt, sie wollen mich nicht &#8211; Grund daf\u00fcr haben sie keinen genannt\u201d, erz\u00e4hlt Julia vom Einstellungsgespr\u00e4ch. Sie vermutet, dass das auch etwas mit ihrer Hautfarbe zu tun hatte. Keine unbegr\u00fcndete Annahme.<\/p>\n<p>In einer <a href=\"https:\/\/www.arbeiterkammer.at\/interessenvertretung\/arbeitundsoziales\/gleichbehandlung\/Diskriminierungsstudie_2019.pdf\">Studie der AK Wien<\/a> gab jede:r f\u00fcnfte Befragte an, in den vergangenen drei Jahren \u201ceine Schlechterstellung in ihrer Arbeit oder bei der Arbeitssuche erlebt zu haben.\u201d Personen mit Migrationshintergrund waren davon doppelt so h\u00e4ufig betroffen als Personen ohne. Speziell wenn eine andere Herkunft wegen eines Akzents erkennbar war, oder wenn die Person eine Nicht-Wei\u00dfe Hautfarbe hatte, stieg die Gefahr deutlich an, rassistisch diskriminiert zu werden.<\/p>\n<p><strong>Schwierige Vereinbarkeit mit Privatleben<\/strong><\/p>\n<p>Julia lie\u00df sich von diesem R\u00fcckschlag nicht unterkriegen und suchte anderswo weiter &#8211; mit Erfolg. Sie bekam eine Anstellung im AKH Wien, wo sie fast 1,5 Jahrzehnte im Pflegedienst arbeitete. Als Mutter von drei Kindern lie\u00dfen sich die Dienstzeiten und 12-Stunden-Schichten dort allerdings immer schwerer mit dem Familienleben vereinbaren. Ein <a href=\"https:\/\/www.moment.at\/story\/mobile-pflege-daheim\/\">altbekanntes und trotzdem ungel\u00f6stes Problem<\/a> in der Pflege: 85 Prozent der Besch\u00e4ftigten <a href=\"https:\/\/jasmin.goeg.at\/id\/eprint\/4734\/1\/GBR_JB_2024_bf.pdf\">sind<\/a> weiblich, und die Teilzeitquote <a href=\"https:\/\/broschuerenservice.sozialministerium.gv.at\/Home\/Download?publicationId=784\">liegt<\/a> deutlich \u00fcber dem Durchschnitt anderer Berufe.<\/p>\n<p>Heute arbeitet Julia als Case Managerin bei der Caritas in der mobilen Pflege und ist eine von fast <a href=\"https:\/\/jasmin.goeg.at\/id\/eprint\/4734\/1\/GBR_JB_2024_bf.pdf\">180.000 Menschen in \u00d6sterreich<\/a>, die in einem Gesundheits- und Krankenberuf arbeiten. Als solche ist sie neben den klassischen Pflegeaufgaben auch Ansprechperson f\u00fcr das mobile Personal, f\u00fcr Kund:innen und ihre Angeh\u00f6rigen. Sie \u00fcbernimmt auch Verwaltungsaufgaben, wie die Aufnahme neuer Kund:innen oder die Erh\u00f6hung von Pflegestunden.<\/p>\n<p><strong>Ohne Migration kein Pflegesystem<\/strong><\/p>\n<p>Wie Julia haben viele in dieser Branche eine Migrationsgeschichte. Wie viele genau? Auch das l\u00e4sst sich nicht endg\u00fcltig beantworten. Nicht-\u00f6sterreichische <span class=\"glossary-word\" data-tippy-content=\"In \u00d6sterreich wird die Staatsb\u00fcrgerschaft nach Abstammungsland der Eltern verliehen und nicht nach Geburtsort. \u00dcber eine Million Menschen d\u00fcrfen derzeit in \u00d6sterreich nicht w\u00e4hlen. Tendenz steigend.\">Staatsb\u00fcrgerschaft<\/span>? Geburt au\u00dferhalb von \u00d6sterreich? Ausbildung im Ausland erworben? Zu unterschiedlich sind die Definitionen der erhobenen Daten. Einen Anhaltspunkt liefert das <a href=\"https:\/\/jasmin.goeg.at\/id\/eprint\/4734\/1\/GBR_JB_2024_bf.pdf\">Gesundheitsberuferegister<\/a>: 2024 hatten rund 14 Prozent der Berufsangeh\u00f6rigen keine \u00f6sterreichische Staatsb\u00fcrgerschaft. Ein Gro\u00dfteil davon kam aus EU-Staaten wie Deutschland oder der Slowakei. Doch mehr als ein Viertel stammt auch aus Drittl\u00e4ndern wie den Philippinen, Indien oder Bosnien und Herzegowina.<\/p>\n<p>Bei der Caritas arbeiten Menschen aus 84 verschiedenen Nationen zusammen. \u201cDie Pflege ist bei uns einer der absolut vielf\u00e4ltigsten Bereiche\u201d, erz\u00e4hlt die Diversit\u00e4tsmanagerin der Organisation, Lea Kobler. Ohne Mitarbeiter:innen mit Migrationshintergrund w\u00e4re die Versorgungslage \u201cdramatisch\u201d, best\u00e4tigt sie.<\/p>\n<p><strong>Pflegenotstand und &#8222;Zust\u00e4ndigkeitsdschungel&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Ein Umstand, der auch dem Sozialministerium bewusst ist: \u201cMenschen mit Migrationshintergrund sind ein gro\u00dfer Teil und leisten einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des Pflegesystems in \u00d6sterreich\u201d, hei\u00dft es aus der Pressestelle.<\/p>\n<p>Denn im Land herrscht Pflegenotstand. Der Personalbedarf w\u00e4chst schneller, als er gedeckt werden kann. Soll sich die aktuelle Betreuungssituation nicht verschlechtern, m\u00fcssen bis 2030 rund 43.100 Pflegepersonen neu- oder nachbesetzt werden. Bis 2050 <a href=\"https:\/\/broschuerenservice.sozialministerium.gv.at\/Home\/Download?publicationId=707&amp;attachmentName=Pflegepersonalbedarfsprognose_Update_bis_2050.pdf\">w\u00e4chst der Bedarf<\/a> sogar auf \u00fcber 160.000 neue Arbeitskr\u00e4fte an.<\/p>\n<p>Will man diesen Mangel ausgleichen, braucht es <a href=\"https:\/\/www.sozialministerium.gv.at\/Themen\/Pflege\/Pflegepersonal.html\">strukturelle \u00c4nderungen<\/a>, die den Beruf wieder attraktiver machen. Das bedeutet: mehr Anerkennung, bessere Arbeitsbedingungen, fairere Entlohnung und einen besseren Schutz vor rassistischen \u00dcbergriffen und Diskriminierung.<\/p>\n<p>Um das zu erreichen, w\u00e4re es f\u00fcr Flora Alvarado-Dupuy von der Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) wichtig, klare Zust\u00e4ndigkeiten zu schaffen. Denn f\u00fcr Betroffene sei es oft schwer zu \u00fcberblicken, an wen sie sich wenden k\u00f6nnen: \u201cF\u00fcr Personen in der Privatwirtschaft gibt es das Gleichbehandlungsgesetz &#8211; daf\u00fcr sind wir zust\u00e4ndig. Dann gibt es die Landesantidiskriminierungsgesetze f\u00fcr Landesangestellte und das Bundesgleichbehandlungsgesetz f\u00fcr Personen, die an Universit\u00e4tskliniken besch\u00e4ftigt sind\u201d.<\/p>\n<p><strong>Die Spitze des Eisberges<\/strong><\/p>\n<p>Dieser &#8222;Zust\u00e4ndigkeitsdschungel&#8220; ist nicht nur eine H\u00fcrde im Kampf f\u00fcr die Rechte von Betroffenen. Er ist auch ein Grund, weshalb sich laut GAW nicht genau sagen l\u00e4sst, wie gro\u00df das Problem mit Rassismus in \u00d6sterreichs Pflege tats\u00e4chlich ist. Fest steht: \u201cDie bei uns gemeldeten F\u00e4lle sind sicher nur die Spitze eines Eisberges\u201d, erkl\u00e4rt die Expertin.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass \u201cPersonen, die aus dem Ausland kommen, h\u00e4ufig unsicher sind, wie viel man sagen kann, wann man sich beschweren darf und wo man Grenzen zieht\u201d, bef\u00fcrchtet Kobler und vermutet eine hohe Dunkelziffer. Um all dem entgegenzuwirken, br\u00e4uchte es auch von staatlicher Seite mehr Engagement: \u201cPolitisch sollte es viel mehr Bewusstsein f\u00fcr Diversit\u00e4tsthemengeben &#8211; das ist definitiv unterrepr\u00e4sentiert\u201d, pl\u00e4diert Kobler. Denn viel zu h\u00e4ufig werde diese Verantwortung alleine auf die Arbeitgeber:innen abgew\u00e4lzt.<\/p>\n<p><strong>Der n\u00f6tige R\u00fcckhalt<\/strong><\/p>\n<p>Seit Julias erstem Tag bei der Caritas sind mittlerweile zwei Jahre vergangen. Von ihrem Arbeitgeber f\u00fchlte sie sich von Beginn an gut unterst\u00fctzt. Dem Problem Rassismus ist man sich bei der Organisation bewusst. Kommt es zu einem Zwischenfall, stehen den Mitarbeiter:innen intern verschiedene Anlaufstellen zur Verf\u00fcgung: \u201cNeben dem Diversitymanagment, der Personalabteilung und dem Betriebsrat gibt es auch noch die Servicestelle Gesundheit, wo sich Betroffene immer hinwenden k\u00f6nnen &#8211; auch anonym \u00fcber eine \u2018Hintbox\u2019\u201d, z\u00e4hlt Kobler auf.<\/p>\n<p>Die meisten w\u00fcrden allerdings den Gang zu den direkten Vorgesetzten bevorzugen, erz\u00e4hlt sie. Denn \u201cda ist das Vertrauensverh\u00e4ltnis einfach am Gr\u00f6\u00dften\u201d. Diesen Weg bevorzugt auch Julia bei Vorkommnissen. Ihre Chefin rufe dann auch schon mal pers\u00f6nlich bei den Kund:innen an oder komme mit zu Terminen, um sich selbst ein Bild der Situation zu machen, erz\u00e4hlt die Pflegerin.<\/p>\n<p>Dieser sp\u00fcrbare R\u00fcckhalt ist auch der Grund, weshalb Julia die alte Dame von Tag eins heute noch betreut. \u201cIch habe lange Zeit bekommen, um mir das zu \u00fcberlegen, aber es ist mein Bereich und meine Zust\u00e4ndigkeit\u201d, erz\u00e4hlt sie. H\u00e4tte sie sich anders entschieden und die weitere Pflege der Kundin abgelehnt, w\u00e4re das kein Problem gewesen: \u201cWenn ich mich unsicher oder unwohl f\u00fchle, kann ich jederzeit sagen, da will ich nicht mehr hin &#8211; darauf wird auch R\u00fccksicht genommen.\u201d<\/p>\n<p><strong>Rassismus auch im Betrieb nicht selten<\/strong><\/p>\n<p>Keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, wie Aufzeichnungen der GAW zeigen. Denn oft sind Pfleger:innen mit Migrationsgeschichte auch intern von rassistischen Beleidigungen oder Benachteiligungen betroffen, best\u00e4tigt Alvarado-Dupuy.<\/p>\n<p>Neben den urspr\u00fcnglichen Vorf\u00e4llen geht es dann auch h\u00e4ufig darum, dass Arbeitgeber nur unzureichend geholfen haben. Im Extremfall wurden Betroffene nach einer Meldung sogar versetzt oder gek\u00fcndigt.<\/p>\n<p><strong>Keine Ausrede<\/strong><\/p>\n<p>Doch wie so oft im Leben gilt: Nicht immer ist alles ganz klar zu beurteilen. Bei Julias Arbeit kommt es auch zu Situationen, die komplizierter sind: Patient:innen mit Demenz. Auch die Dame vom ersten Tag war so ein Fall.<\/p>\n<p>Eine Entschuldigung f\u00fcr das Verhalten ist das nicht. Eine Erkl\u00e4rung nur bedingt. Denn alleine auf die Krankheit l\u00e4sst sich ihr Handeln nicht reduzieren &#8211; zumindest nicht in diesem Fall. \u201cEin Teil ihrer Beleidigungen passierte bewusst\u201d, ist sich Julia sicher. Als sie n\u00e4mlich gemeinsam mit \u00c4rzten des psychosozialen Dienstes auf Hausbesuch bei ihr war, begann sie erst mit der Pflegerin zu schreien, als die \u00c4rzte fertig waren und die Wohnung wieder verlassen hatten, erinnert sich Julia.<\/p>\n<p>Wie Betroffene von Rassismus mit ihren Erfahrungen umgehen und wie sie sie bew\u00e4ltigen, sei ganz unterschiedlich, erz\u00e4hlt Alvarado-Dupuy. Julias pragmatischer Ansatz: \u201cMan muss sich darauf einstellen. Denn wenn sich die Kunden nicht \u00e4ndern, kann man nichts machen. Dann muss man sich selbst \u00e4ndern\u201d. Mittlerweile ist sie erfahren genug, um solche Szenen f\u00fcr sich einzuordnen: \u201cDie haben eine andere Wahrnehmung, sind verwirrt, alt &#8211; deswegen nehme ich das oft auch nicht so ernst\u201d, schildert sie und f\u00fcgt an: \u201cIch kann das schon differenzieren. Das ist die alte Generation &#8211; die kennen das nicht anders.\u201d<\/p>\n<p><strong>Ein raueres politisches Klima<\/strong><\/p>\n<p>Wird es ihr doch einmal zu viel, spricht sie das gegen\u00fcber ihren Patient:innen auch an. Damit das die Situation entsch\u00e4rft, hat sie eine Fortbildung besucht. \u201cIch sage dann klipp und klar: Das, was sie mir sagen, verletzt mich, und ich m\u00f6chte das nicht\u201d, erz\u00e4hlt sie. Die Reaktionen seien oft eine Mischung aus Verwunderung und \u201cSudern\u201d &#8211; zeigen jedoch die erhoffte Wirkung: \u201cDie n\u00e4chsten Besuche sind dann oft schon viel besser\u201d, berichtet die Pflegerin.<\/p>\n<p>Doch in den letzten Jahren sei es immer h\u00e4ufiger zu Zwischenf\u00e4llen gekommen, erz\u00e4hlt Julia. Ihrer Erfahrung nach seien Patient:innen \u00f6fter davon \u00fcberzeugt, dass sie mit rassistischen Beleidigungen ungeschoren davonkommen.<\/p>\n<article class=\"wysiwyg-block\">\n<div class=\"wysiwyg-content\">\n<p>Einen Grund daf\u00fcr sieht sie in der politischen Stimmung im Land: \u201cDie Ablehnung wird offener kommuniziert, immer mehr Menschen verlieren die Scham, ihre Mitmenschen rassistisch zu beleidigen\u201d, teilt sie ihre Beobachtungen. Ein Trend, den auch die Studie \u201c<a href=\"https:\/\/fra.europa.eu\/en\/publication\/2023\/being-black-eu#publication-tab-1\">Being Black in the EU<\/a>\u201d aus dem Jahr 2023 belegte: Rassismus gegen Schwarze hat in \u00d6sterreich stark zugenommen. Das Ergebnis: 72 Prozent der Befragten mit afrikanischer Herkunft f\u00fchlten sich hierzulande aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert &#8211; ein Negativrekord in der EU, knapp hinter Deutschland.<\/p>\n<p><strong>Trotz allem: Die Liebe zum Beruf<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Caritas wird auf W\u00fcnsche der Patient:innen zwar bestm\u00f6glich R\u00fccksicht genommen &#8211; zum Beispiel, wenn Frauen aus Intimit\u00e4tsgr\u00fcnden nicht von M\u00e4nnern gepflegt werden m\u00f6chten. Geht es allerdings um die Herkunft oder ethnische Zugeh\u00f6rigkeit des Pflegepersonals, gibt es keine Diskussion, stellt Kobler klar.<\/p>\n<p>Um rassistischen Vorf\u00e4llen schon vor Beginn eines Pflegeverh\u00e4ltnisses besser entgegenzuwirken, w\u00fcnscht sich Julia, dass potenziellen Kund:innen von Anfang an klar kommuniziert wird, dass auch Menschen mit Migrationshintergrund hier arbeiten. Eine Vorsichtsma\u00dfnahme, die sie oft selbst \u00fcbernimmt: \u201cIch rufe schon vorher an und sage Bescheid, dass ich Schwarz bin\u201d, erz\u00e4hlt sie. Vor allem mit Neukund:innen komme es sonst h\u00e4ufig zu Zwischenf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Doch nicht immer sind die Pflegebed\u00fcrftigen selbst das Problem. Rassismus erf\u00e4hrt sie auch von den Angeh\u00f6rigen: \u201cDie Schwarze soll wieder da hingehen, wo sie herkommt\u201d, bekommt sie dann schon mal zu h\u00f6ren. Die Liebe f\u00fcr ihren Beruf zeigt sich aber auch genau in solchen Vorf\u00e4llen. Denn an erster Stelle stehen f\u00fcr Julia immer die Patient:innen: \u201cDie Angeh\u00f6rigen ignoriere ich dann einfach und versorge die Kunden\u201d, erz\u00e4hlt sie.<\/p>\n<p><strong>Die Belastung bleibt<\/strong><\/p>\n<p>Von welcher Seite auch immer Julia Rassismus erf\u00e4hrt &#8211; in ihrer T\u00e4tigkeit bleibt sie stets professionell: \u201cIch erledige meine Aufgaben schneller und schaue, dass ich auch schnell wieder wegkomme. Ich denke aber nicht, dass es sich auf meine Arbeit auswirkt\u201d, erz\u00e4hlt die Pflegerin.<\/p>\n<p>Doch trotz ihrer langj\u00e4hrigen Erfahrung: Die immer wiederkehrenden rassistischen Angriffe und Beleidigungen hinterlassen Spuren &#8211; auch bei Julia. \u201cMan macht den Beruf gerne und dann hat man sowas &#8211; das besch\u00e4ftigt mich schon sehr und belastet mich nat\u00fcrlich\u201d, reflektiert sie.<\/p>\n<p>Was ihr dann hilft? \u201cEinfach dar\u00fcber sprechen\u201d. Mit Familie, Bekannten, Arbeitskolleg:innen oder bei der Supervision (berufliche Beratung). Die bietet die Caritas ihren Pfleger:innen regelm\u00e4\u00dfig und bei Bedarf an. Gemeinsam mit anderen Betroffenen kann Julia dann \u00fcber ihre Erfahrungen und Probleme sprechen.<\/p>\n<p><strong>Und manchmal gibt es ein Umdenken<\/strong><\/p>\n<p>Und dann sind da auch noch die sch\u00f6nen Momente. Sie best\u00e4tigen Julia in ihrer Arbeit und motivieren sie weiterzumachen. \u201cKunden, die die T\u00fcr zugeworfen haben, rufen dann im B\u00fcro an und sagen, wie lieb die Schwester war\u201d, erz\u00e4hlt sie von einer der vielen positiven R\u00fcckmeldungen, die sie f\u00fcr ihren engagierten Umgang mit den pflegebed\u00fcrftigen Menschen bekommt.<\/p>\n<p>In Zukunft will Julia irgendwann wieder zur\u00fcck in ihre Heimat. \u201cIn meinem Dorf gibt es keine professionelle Pflege &#8211; das machen alles die Angeh\u00f6rigen\u201d, erz\u00e4hlt sie von ihrem Traum, dort eine soziale Pflegeeinrichtung aufzubauen. Bis dahin wird Julia, allen Widrigkeiten zum Trotz, daf\u00fcr sorgen, dass die Pflege hierzulande weiter funktioniert &#8211; wie so viele andere Pfleger:innen mit Migrationshintergrund in \u00d6sterreich auch.<\/p>\n<p><em>Die von moment.at verfassten Inhalte stehen, soweit nicht anders vermerkt, unter der Lizenz <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/deed.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Creative Commons BY-SA 4.0<\/a>. Inhalte d\u00fcrfen demnach ohne R\u00fcckfrage \u00fcbernommen werden (obwohl wir einen Hinweis sehr sch\u00e4tzen w\u00fcrden), solange Quelle und Lizenz genannt und verlinkt werden. Ver\u00e4nderungen m\u00fcssen ausgewiesen werden. Das gilt auch f\u00fcr Grafiken, die wir erstellt haben. 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