{"id":2649838,"date":"2025-11-05T09:27:52","date_gmt":"2025-11-05T09:27:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2649838"},"modified":"2025-11-05T06:28:26","modified_gmt":"2025-11-05T06:28:26","slug":"autonome-der-chaos-computer-club-und-der-volkszaehlungsboykott-infolaeden-als-sterbende-strukturen-emanzipartorischer-bewegungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/11\/autonome-der-chaos-computer-club-und-der-volkszaehlungsboykott-infolaeden-als-sterbende-strukturen-emanzipartorischer-bewegungen\/","title":{"rendered":"Autonome, der Chaos Computer Club und der Volksz\u00e4hlungsboykott &#8211; Infol\u00e4den als sterbende Strukturen emanzipartorischer Bewegungen"},"content":{"rendered":"<p><strong>In einigen St\u00e4dten werden sie noch als Treffpunkte genutzt. Ihre Funktion zur Weitergabe von Informationen, zum Austausch und zur sozialen Begegnung sind \u2013 in ihrer urspr\u00fcnglichen Bedeutung \u2013 Geschichte.<\/strong><\/p>\n<p>Wie vieles andere m\u00fcssten sie neu erfunden werden, was nur gelingen kann, wenn auch engagierte Menschen aus j\u00fcngeren Generationen etwas mit ihnen uns aus ihnen machen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>50 Jahre Infoladen Schwarzmarkt \u2013 best\u00e4ndig widerst\u00e4ndig \u201cUnser Netz hat Knoten\u201d hiess es als Aufruf zu einem der zahlreichen Infoladen-Treffen, die vor einigen Jahrzehnten noch best\u00e4ndig stattfanden. Diese Zeiten sind vorbei, auch viele Ideen eines Infoladens wirken heute aus der Zeit gefallen \u2013 ein R\u00fcckblick und ein Ausblick fallen dennoch facettenreich aus und viele Ideen und Ans\u00e4tze autonomer Infol\u00e4den sind aktueller denn je.<\/p>\n<p>50 Jahre Infoladen Schwarzmarkt \u2013 best\u00e4ndig widerst\u00e4ndig<\/p>\n<p>\u201cUnser Netz hat Knoten\u201d hiess es als Aufruf zu einem der zahlreichen Infoladen-Treffen, die vor einigen Jahrzehnten noch best\u00e4ndig stattfanden. Diese Zeiten sind vorbei, auch viele Ideen eines Infoladens wirken heute aus der Zeit gefallen \u2013 ein R\u00fcckblick und ein Ausblick fallen dennoch facettenreich aus und viele Ideen und Ans\u00e4tze autonomer Infol\u00e4den sind aktueller denn je.<\/p>\n<p>durch kollektive Organisation aller Lebensbereiche unseren Alltag ertr\u00e4glicher machen<\/p>\n<p>Das \u201cInfocentrum Schwarzmarkt\u201d wurde 1975 von Alternativen, Spontis und undogmatischen, anarchistischen Linken als wohl einer der ersten Orte dieser Art im deutschsprachigen Raum in der Bundesstrasse 9 in Hamburg er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndungsgruppe ver\u00f6ffentlichte im April 1975 zwei erste Flugbl\u00e4tter \u2013 eins an die Hausgemeinschaft mit der Einladung, sich an den Werkst\u00e4tten und Angeboten des neuen Projektes wie Autoausleihe f\u00fcr Transporte zu beteiligen, eines an die allgemeine \u00d6ffentlichkeit mit einer Vorstellung der geplanten \u201cGegen\u00f6konomie\u201d und des \u201cInfob\u00fcros\u201d.<\/p>\n<p>Der Ansatz einer \u201cGegen\u00f6konomie\u201d, um sich von allt\u00e4glichen Zw\u00e4ngen des kapitalistischen Alltags zu befreien und das \u201cInfob\u00fcro\u201d mit zahlreichen Karteik\u00e4sten zu verschiedenen Themenbereichen wie Jobs und Wohnen war f\u00fcr die ersten Jahre des Ladens pr\u00e4gend und f\u00fcr die (radikale) Linke innovativ.<\/p>\n<p>Es gab kaum vergleichbare Orte der noch jungen \u201calternativen\u201d Bewegung in Westdeutschland, wohl aber einen grossen linken Buchhandel, dem sich der Schwarzmarkt \u00fcber den VLB (Verband Linker Buchhandel) auch organisatorisch anschloss. Der VLB umfasste Anfang der 80er um die 20 linke Buchhandlungen allein in Hamburg. (Unpolitische) B\u00fccher und Raubdrucke waren vor allem in den 70ern eine wichtige M\u00f6glichkeit, die Miete und andere regelm\u00e4ssige Kosten des Schwarzmarkts zu bestreiten.<\/p>\n<p>Die K-Gruppen (kommunistische, oft hierarchische Gruppen) pr\u00e4gten die radikale Linke Mitte der 70er und waren auf revolution\u00e4re Theorien und Prozesse fokussiert \u2013 sie bel\u00e4chelten meist Ans\u00e4tze wie die des Schwarzmarktes, konkret im Jetzt auch etwas in sozialen und \u00f6konomischen Beziehungen \u00e4ndern zu wollen.<\/p>\n<p>Zu den Anf\u00e4ngen des Schwarzmarktes schreibt eine Gr\u00fcnder:<\/p>\n<p>\u201cUns schwebte vor, durch eine kollektive Organisation aller Lebensbereiche unseren Alltag ertr\u00e4glicher zu machen. Es gab Karteik\u00e4sten voller Karteikarten, auf denen W\u00fcnsche und Angebote aller Art standen. An- und Verk\u00e4ufe, Jobs, gute \u00c4rzte und Anw\u00e4lte, Kontakte zu politischen Gruppen. Am meisten genutzt wurde das f\u00fcr die Vermittlung von Pl\u00e4tzen in Wohngemeinschaften und Suche nach Wohnungen, aber auch f\u00fcr Mitfahrgelegenheiten in den Rest der Republik.\u201d<\/p>\n<p>Karteik\u00e4sten im Infoladen, also Boxen mit kleinen Pappzetteln waren neben Zeitungsanzeigen oder speziellen gedruckten Verzeichnissen neben \u201cMundpropaganda\u201d der einzige Weg, an verschiedenste Kontakte zu kommen, da das Internet erst gegen Ende der 90er popul\u00e4r wurde. Diese Form der Informationssammlung und -aufbereitung war \u00fcber viele Jahre ein wichtiger Grund f\u00fcr Linke und andere Menschen, den Infoladen zu besuchen oder dort anzurufen. Ausserdem hatten und haben Gruppen und Initiativen ihre Postadresse in Form eines Postfachs im Infoladen, so dass eine relativ anonyme Kontaktaufnahme m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Ein Zeitzeuge berichtet in einem Gespr\u00e4ch:<\/p>\n<p>\u201cIm Schwarzmarkt gab es auch in den 70ern schon alle m\u00f6glichen Kontakte und Adressen zu linken und linksradikalen Gruppen, ob Antiimps oder Autonome. Das war wichtig f\u00fcr uns, weil es sonst kaum M\u00f6glichkeiten gab, an diese Infos ranzukommen.\u201d<\/p>\n<p>Besonders die Mitfahrzentrale im Schwarzmarkt war eine beliebte Infrastruktur nicht nur unter Linken \u2013 wohl eine der ersten ihrer Art in der BRD.<\/p>\n<p>Zeitzeug*innen berichten, dass die Mitfahrzentrale gut genutzt wurde und Anlass auch f\u00fcr \u201eunpolitische\u201c Leute war, in den Schwarzmarkt zu gehen. Sp\u00e4ter, ab Mitte der 80er gab es mehr und mehr solcher Orte und Telefonkontakte, die die Idee kommerzell vermarktet haben.<\/p>\n<p>Heute, 50 Jahre sp\u00e4ter gibt es noch immer verschiedene, meist kommerzialisierte Angebote und \u201eKontaktb\u00f6rsen\u201c nicht nur zum Mitfahren sondern auch f\u00fcr andere Formen der gemeinschaftlichen Nutzung von Gegenst\u00e4nden, R\u00e4umen oder Waren \u00fcber das Internet. Die Idee einer solchen unkommerziellen Mitfahrzentrale nur mit Postadresse und Festnetztelefon war zu seiner Zeit innovativ und revolution\u00e4r, ebenso wie viele andere Ideen der \u201eMitnutzung\u201c beispielsweise von Autos. Heute braucht es daf\u00fcr keinen Infoladen mehr und auch keine Karteien. Datenbanken im Internet, Messenger und andere Dienste haben die Kommunikation deutlich ver\u00e4ndert und erleichtet. Das heisst aber nicht, dass die Infrastruktur von selbst entsteht, auch Terminkalender und linke Webprojekte m\u00fcssen aufgebaut, gewartet und moderiert werden. Auch besteht ein entscheidender Unterschied zwischen \u201cprofessionellen\u201d und dabei \u00fcberwiegend kommerziellen Diensten und kollektiver, nicht auf Gewinn orientierter Organisierung.Der soziale Aspekt der spontanen Begegnung und des zuf\u00e4lligen Kennenlernens wie beim Trampen oder Abh\u00e4ngens in sozialen Zentren, der fr\u00fcher alternativlos war und heute scheinbar \u201everaltet\u201c, den kann keine Internetplattform und keine Technik ersetzen. Es l\u00e4sst sich schon festhalten, dass Initiativen wie der Schwarzmarkt in seiner Gr\u00fcndungszeit viele Ideen, die heute etabliert sind oder technisch einfacher umzusetzen sind, vorgedacht oder auch initiiert haben \u2013 ein Infocentrum als Internetb\u00f6rse ohne Internet knapp 20 Jahre vor dessen Entstehung.<strong>Strukturen, staatliche Angriffe und Gegen\u00f6ffentlichkeit<\/strong>Nicht nur in der Anfangszeit, in der gesamten Geschichte des Infoladens wurde wenig Wert auf die Dokumentation der allt\u00e4glichen Arbeit gelegt oder es wurde bewusst darauf verzichtet. Konflikte und Zerw\u00fcrfnisse erschweren ebenfalls einen R\u00fcckblick zu schreiben und gemachte Erfahrungen einzuordnen.<\/p>\n<p>Es gab schon von Anfang an ein Archiv, vor allem \u00fcber \u00f6ffentliche Flugbl\u00e4tter und Texte, die im Laden landeten oder dort vertrieben wurden. Dies wurde in den 80er Jahren ein Gr\u00fcndungsbestand des \u201cArchiv der sozialen Bewegungen\u201d, erst in der Thadenstrasse, jetzt in der Roten Flora. Aber interne Treffen und \u00dcberlegungen und Strukturen wurden und werden auch aus guten Gr\u00fcnden meist nicht aufgezeichnet.<\/p>\n<p>Die aktive Vermeidung der Dokumentation einiger Aktivit\u00e4ten hat vor allem den Hintergrund, dass Texte militanter Gruppen ebenso wie staatliche Repression von Anfang an ein pr\u00e4gendes Thema waren. Es gab zahlreiche Hausdurchsuchungen, Razzien und Anzeigen im Laufe der Jahre, vor allem am Anfang im Kontext der massiven Angriffe gegen linke Strukturen im \u201cDeutschen Herbst\u201d 1977 aber auch regelm\u00e4ssig in den 80ern und 90ern. Es wurden Zeitungsausgaben und Texte beschlagnahmt, aber auch allt\u00e4gliche Listen, B\u00fccherbestelllisten oder interne Verwaltungsdokumente. Es gab vor allem Verfahren nach \u00a788a und \u00a7129a, also wegen \u201cVerunglimpfung des Staates\u201d und \u201cWerben f\u00fcr eine kriminelle oder terroristische Vereinigung\u201d, \u2026 Unseres Wissens war das l\u00e4stig, aber es gab wohl keine Verurteilungen oder (Haft)strafen.<\/p>\n<p>Um finanziell durchzukommen und die Miete, (Festnetz)Telefon und Abos zu finanzieren gab es den Aufruf an politische Gruppen, das Geld zu organisieren und es wurde auch einfach zusammengeschmissen, was da war, also Geld aus Gelegenheitsjobs oder anderen Beschaffungsaktionen.<\/p>\n<p>Das Thema \u201cGegen\u00f6ffentlichkeit\u201d war von Beginn an ein zentrales Anliegen im Schwarzmarkt, wie auch in der radikalen Linken allgemein. Es gab viele Zeitungsprojekte, die im Infoladen vertrieben wurden und in deutlich geringerem Umfang noch werden. Dabei gab es meist eine enge Arbeitsteilung zwischen Medienkollektiven (Produktion) und Infol\u00e4den (Logistik\/Distribution), die sich gegenseitig brauchten, um ihre Aufgaben als Infrastruktur einer autonomen Linken erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Der Infoladen hatte verschiedene Schwerpunkte \u00fcber die Zeit und es gab auch immer mal Konflikte mit anderen Gruppen oder auch innerhalb des Ladens Streit und Trennung \u00fcber verschiedene Themen, der Laden vertritt aber auch heute noch im wesentlichen autonome und machtkritische Standpunkte.<\/p>\n<p>\u201cillegalit\u00e4t ist ein wesentlicher bestandteil autonomer politik, denn welche das system bewusst bek\u00e4mpfen, sind fr\u00fcher oder sp\u00e4ter vogelfrei.\u201d<\/p>\n<p>(aus einem Interview mit Leuten der \u201cradikal\u201d, ca. 1989)<\/p>\n<p>Material von Parteien legen wir nicht aus und auch nicht von linken Sekten oder autorit\u00e4ren Str\u00f6mungen. Manch ein Text oder eine Zeitung wurde auch nicht (mehr) ausgelegt, so die \u201cKnipselkrant\u201d und \u201cradikal brechen\u201d in den 80ern wegen menschenverachtender Positionen oder die \u201cbahamas\u201d Anfang der 2000er wegen ihrer antifeminstischen und kriegsverherrlichenden Haltung.<\/p>\n<p>Es gab und gibt immer mal Stellungnahmen des Schwarzmarkt zu inhaltlichen Themen, dies war aber oft auch ein \u201eKraftakt\u201c zu brennenden Themen, zu denen wir uns mehr oder weniger verhalten mussten. Dies war und ist so, da es sich nicht um eine thematisch inhaltlich arbeitende Gruppe handelt, sondern um einen loseren Zusammenhang, der sich vor allem auf Organisatorisches und Infrastruktur beschr\u00e4nkt. Vielleicht ist dies auch ein Fehler, aber dazu gab und gibt es verschiedene Meinungen und Positionen.<\/p>\n<p><strong>Autonome, der Chaos Computer Club und der Volksz\u00e4hlungsboykott<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Entwicklung der autonomen Bewegung und den Jugendrevolten Anfang der 80er entstanden neue Infol\u00e4den in vielen St\u00e4dten. Auch der Schwarzmarkt bewegte sich aus der Alternativ- und Spontiszene mit ihren weitreichenden Vorstellungen weg hin zu einer neuen Generation Autonomer mit Strassenmilitanz, Politik der ersten Person, den Hausbesetzungen und Bewegungen rund um die Hamburger Hafenstrasse und gegen Volksz\u00e4hlung und \u00dcberwachungstechnologie.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnder des Chaos Computer Club (CCC) trafen sich Anfang der 80er \u00fcber Jahre regelm\u00e4ssig im Infoladen Schwarzmarkt und nutzten diesen als Treffpunkt und \u201eHackspace\u201c, also zum Technik-Basteln, ohne ihn so zu nennen. Vermutlich war der Schwarzmarkt damit einer der ersten \u00f6ffentlichen Hackspaces in Deutschland (Wohnzimmer von Hackern wurden ebenfalls gerne genutzt). Heute, fast 50 Jahre sp\u00e4ter haben sich viele solcher Orte entwickeln k\u00f6nnen, die miteinander vernetzt sind und mehr oder weniger stark die politische Grundidee eines offenen Raumes mit Material, Kommunikationsm\u00f6glichkeiten und wenig Beschr\u00e4nkungen der kreativen Freiheit umsetzen.<\/p>\n<p>Der Schwarzmarkt war bei den Kampagnen gegen die Volksz\u00e4hlungen 1983 und 1987 ein zentrales Material-Verteilungslager und Anlaufstelle f\u00fcr Hamburg und damit sehr aktiv an der Kampagne beteiligt. Vor allem von Anarchist*innen wurde 1983 ein Boykott dieser Z\u00e4hlung angestossen, der schnell breite Kreise zog, auch die Gr\u00fcnen und viele andere sammelten gegen die Volksz\u00e4hlung. Die Volksz\u00e4hlung wurde 1983 verhindert und dabei das Recht auf informationelle Selbstbestimmung als Meilenstein des Datenschutzes durchgesetzt. Einige Jahre sp\u00e4ter, 1986 gab es einen weiteren Anlauf zu einer Volksz\u00e4hlung, der Infoladen Schwarzmarkt war wieder an bundesweiten Treffen zum Volksz\u00e4hlungsboykott beteiligt. Diesmal wurde vom Staat eine millionenschwere mediale Akzeptanzkampagne zur Volksz\u00e4hlung aufgefahren und die Z\u00e4hlung durchgef\u00fchrt, wenn auch mit Hindernissen wie fehlenden oder vertauschten Frageb\u00f6gen.<\/p>\n<p>Umz\u00fcge<\/p>\n<p>1987 begannen im Herbst die \u201cBarrikadentage\u201d in der Hamburger Hafenstrasse, der Konflikt des Senats mit der linksradikalen Szene spitzte sich zu. In dieser Zeit zog der Schwarzmarkt aus dem Univiertel an den Paulinenplatz nach St.Pauli um, auch aus dem Grund, n\u00e4her an der wichtigsten politischen Bewegung der Zeit in der Hafenstrasse zu sein. Es gab auch Redebeitr\u00e4ge auf Hafenstrassen-Demos, auf der sich der Schwarzmarkt solidarisierte und enge Kontakte zwischen den Projekten. Der Laden am Paulinenplatz wurde 1992 vom Eigent\u00fcmer aus politischen Gr\u00fcnden gek\u00fcndigt, so dass sich nach neuen R\u00e4umen umgeschaut werden musste. Das Hausprojekt \u201cKleiner Sch\u00e4ferkamp 46\u201d mit Vorderhaus und Hinterhaus war gerade legalisiert worden und eines der beiden Ladenlokale im Erdgeschoss wurde f\u00fcr den Schwarzmarkt umgebaut und im August bezogen. Hier befindet sich der Infoladen Schwarzmarkt seitdem, also den gr\u00f6sseren Teil seiner Geschichte.<\/p>\n<p><strong>Die 90er Jahre im Kleinen Sch\u00e4ferkamp<\/strong><\/p>\n<p>Im Kleinen Sch\u00e4ferkamp wurde auch ein FrauenLesben-Raum mit eingeplant und eingerichtet, der bis Mitte der 2010er als \u201cFLTI- FrauenLesben-Trans-Inter Raum\u201d bestand, aber irgendwann nicht mehr aktiv betreut oder weiterentwickelt wurde. Sp\u00e4tere Versuche, den Raum zu reaktivieren, scheiterten an Interesse \/ Kapazit\u00e4ten, so dass er Ende der 2010er aufgel\u00f6st wurde.<\/p>\n<p>In den 90ern und 2000ern gab es auch einen FrauenLesben, sp\u00e4ter FLTI Tag, an dem der Laden ohne CIS-M\u00e4nner stattfand. Dies w\u00fcrde auch weiterhin vom aktuellen Ladenkollektiv begr\u00fcsst werden, sollte eine Gruppe Interesse an einem Neustart haben.<\/p>\n<p>Das Thema Antifaschismus wurde ab Mitte der 80er gr\u00f6sser und r\u00fcckte seit Mitte der 90er immer st\u00e4rker als wichtiges Arbeitsfeld f\u00fcr den Schwarzmarkt vor. Anfang der 2000er war es noch so, dass grosse Teile der autonomen Antifa Politik in Hamburg auch \u00fcber den Schwarzmarkt liefen. Sowohl im Archiv als auch in den Publikationen hat das Thema Antifaschismus einen zentralen Platz. Es gab auch mehr als ein Jahrzehnt einen festen \u201cAntifa-Jugend-Tag\u201d im Schwarzmarkt.<\/p>\n<p>Einige wenige M\u00e4nner aus dem Umfeld des \u201eM\u00e4nner-Caf\u00e9 D\u00f6se\u201c im Hamburger Schanzenviertel entschlossen sich 1993 auf den \u201clibert\u00e4ren Tagen\u201d in Frankfurt dazu, ein \u201eprofeministisches M\u00e4nner-Medien-Archiv\u201c innerhalb des \u201eInfoladen Schwarzmarkt\u201c ins Leben zu rufen und eine fortlaufend erscheinende Zeitschrift herauszubringen, den \u201cM\u00e4nnerrundbrief\u201d. Das Projekt im Schwarzmarkt bestand bis 1997, dann l\u00f6ste es sich auf.<\/p>\n<p>Die \u201cInfogruppe Nadir\u201d baute Mitte der 90er Jahre eine Internetpr\u00e4senz auf und wirkte mindestens zu Beginn auch im Schwarzmarkt. Das Projekt gibt es noch heute, allerdings dem Wandel der Zeit geschuldet in einer anderen als der damals angedachten Form. (https:\/\/nadir.org ) Urspr\u00fcnglich hatte Nadir einen Bereich f\u00fcr Aktuelles, Initiativbeschreibungen und digitale Periodika vorgesehen, diese statischen Webseiten wurden aber Anfang der 2000er von indymedia als interaktive Webseite und zahlreichen relativ einfach zu erstellenden Blogs abgel\u00f6st. Nadir hat f\u00fcr die technischen Entwicklungen innerhalb der autonomen Linken wichtige Impulse gesetzt.<\/p>\n<p>In einem Interview im Buch \u201c20 Jahre Radikal\u201d beschreibt eine Person aus dem Schwarzmarkt die Zusammensetzung des Ladens 1996 folgendermassen:<\/p>\n<p>\u201cEs gibt ein w\u00f6chentliches Plenum, und da geht es viel um Technix, was bestellt und geregelt werden muss usw., aber es gibt auch inhaltliche Diskussionen, fr\u00fcher haben wir sogar selbst Papiere verfasst, in denen wir in bestimmten Diskussionen Stellung bezogen haben. In unseren Diskussionen war es schon eine Frage, ob wir \u00fcberhaupt eine politische Gruppe sind und uns gemeinsam verhalten k\u00f6nnen. Das ist inzwischen auseinanderger\u00fcckt, die einzelnen machen die Tage im Laden, und die Tagesgruppen geh\u00f6ren auch enger zusammen, aber das Gesamttreffen ist ein reines Techniktreffen. Ausserdem wird der Frauentag von einer eigenen Frauengruppe gestaltet, die zum Plenum nur delegiert. Genauso wie die Antifa-Jugendfront einen Tag gestaltet und mit Delegierten auf dem Plenum sitzt.\u201d<\/p>\n<p>Weiter wird in dem Text beschrieben:<\/p>\n<p>\u201cFinn: Wieso haben die Durchsuchungen eigentlich abgenommen in den letzten Jahren?<\/p>\n<p>Ella: Wahrscheinlich, weil die Infoladen nicht mehr die Bedeutung haben. Zur 91er-Razzia gab&#8217;s ja z.B. Artikel in der Welt &gt;Autonome trommeln \u00fcber Infol\u00e4den zur Gewalt oder so, da waren sie ja auch noch eine wichtige bundesweite Struktur, Knotenpunkte in den St\u00e4dten. Viele L\u00e4den haben sich aber aufgel\u00f6st, und wir sind in Hamburg auch nicht mehr der Punkt, an dem alle Informationen und Austausch zusammenlaufen. Vielleicht finden die uns nicht mehr so wichtig \u2026\u201d<\/p>\n<p>Die 2000er Jahre<\/p>\n<p>Anfang der 2000er Jahre wurde das Thema \u201cGlobalisierung\u201d in Teilen der radikalen Linken wichtig. Im Jahr 2003 wurde im Infoladen Schwarzmarkt ein \u201epeoples global action Infopunkt\u201c eingerichtet. Dieser bestand aus einem kleinen Regal mit Informationen verschiedener globaler Bewegungen aus dem Graswurzelbereich, anarchistischer und nicht-parteigebundener Gruppen. Die Idee war es, das Netzwerk konfrontativer globaler K\u00e4mpfe lokal zu verankern und durch monatliche \u00f6ffentlicheTreffen ansprechbar zu sein und den Prozess des \u201ethink global, act local\u201c besser r\u00fcckzukoppeln auf die lokale Basis. Die Resonanz war \u00fcber die Jahre immer bescheiden, weder wurde die Hoffnung erf\u00fcllt, die recht eurozentristischen, Stadtteilpolitik- und antifagepr\u00e4gten Autonomen f\u00fcr globale Themen zu gewinnen, noch wurden \u00fcber einzelne kleine Veranstaltungen hinaus globale G\u00e4ste f\u00fcr lokale Veranstaltungen gewonnen. Die Ladenleute reagierten auf die Initiative des Infopunktes positiv, aber relativ passiv. Sie hatten \u00fcberwiegend andere Themen.<\/p>\n<p>Eine Hochphase der Infoladen-Nutzung gab es noch einmal zum G8 Gipfel in Heiligendamm 2007, in der Vorbereitung und w\u00e4hrend der Proteste zum ASEM-Gipfel in Hamburg. Pers\u00f6nliche digitale Ger\u00e4te waren noch kaum verbreitet und soziale Medien gab es nicht ausser Indymedia. Daher wurde das Internetterminal im Schwarzmarkt gut genutzt und auch der Kopierer. In diesem Zeitraum war der Infoladen \u00fcberwiegend deutlich l\u00e4nger und \u00f6fter offen, diente als eine Basis zur Vorbereitung von Demos und Aktionen, zum Kopieren, online Arbeiten und Treffen neben der Roten Flora und einigen anderen Orten, die pl\u00f6tzlich auch durch internationale G\u00e4ste deutlich st\u00e4rker genutzt wurden. Hier spielte der Infoladen seine St\u00e4rke als verl\u00e4ssliche Infrastruktur aus. Sobald die Bewegung nachliess, wurde es auch wieder ruhiger um den Laden.<\/p>\n<p>Anfang der 2010ern gab es einen starken Konflikt und Bruch mit einer Gruppe, die den Laden lange als Treffpunkt nutzte und bei einer \u00d6ffentlichmachung sexualisierter Gewalt die T\u00e4terposition aktiv st\u00fctzte und bei uns im Laden Texte verschwinden liess und andere ohne Absprache auslegte. (siehe Brosch\u00fcre \u201c\u00dcber den Umgang\u2026\u201d auf unserer Homepage). Die Auseinandersetzung, in deren Verlauf wir auch selbst (kurz) schriftlich Stellung bezogen und uns bem\u00fchten, dem Thema auch mehr Raum im Laden zu geben hatte auch pers\u00f6nliche Konsequenzen, die Br\u00fcche zogen sich quer durch die autonome radikale Linke Hamburgs und dar\u00fcber hinaus und betrafen nicht nur diese eine Gruppe.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcndung anderer Infol\u00e4den<\/strong><\/p>\n<p>Im Laufe der 80er gr\u00fcndeten sich im deutschsprachigen Raum zahlreiche Infol\u00e4den in so gut wie allen gr\u00f6sseren St\u00e4dten und teilweise auch in der Provinz. Nach dem Mauerfall 1989 kamen auch Projekte im Osten dazu, so dass der Austausch zwischen den Infol\u00e4den auf den \u00fcberregionalen Treffen auch recht bald die ehemalige DDR einschloss. Die Infol\u00e4den bem\u00fchten sich um eine Vernetzung untereinander, auch \u00fcber Teilbereiche hinweg (z.B. Anti-AKW, Feminismus und Antifa) und waren auch autonomer Lebenszusammenhang. Ziele waren neben der F\u00f6rderung gemeinsamer Diskussion in den zahlreichen verschiedenen linksradikalen und autonomen Gruppen auch der Aufbau einer eigenen Informationsstruktur durch Zeitungen, Archive und Karteik\u00e4sten, dem analogen Vorl\u00e4ufer der Datenbank im Internet, um m\u00f6glichst unabh\u00e4ngig von kommerziellen Medien zu sein. Zur Gr\u00fcndung des auch heute noch bestehenden Buchladens \u201cSchwarze Risse\u201d in Berlin:<\/p>\n<p>\u201cAnfang 1982 bin ich beim damaligen Buchladen \u201cFreunde der Erde\u201d eingestiegen, der haupts\u00e4chlich Literatur zum Thema Umweltzerst\u00f6rung und \u00d6kologie vertrieb, dazu auch selbst B\u00fccher herausgab und dessen Mitglieder in der Anti-AKW-Bewegung aktiv waren. Anfang 1984 \u00e4nderte sich unsere personelle Zusammensetzung. Wir machten zu zweit weiter und \u00e4nderten den Namen in \u201cSchwarze Risse\u201d, weil wir \u00fcber die zweifellos wichtigen Fragen politischer \u00d6kologie hinaus einen linksradikalen Buchladen, der sich politisch im Spektrum der Autonomen verortete, betreiben wollten. Selbst nicht \u201cnur\u201d B\u00fccher anzubieten und zu verkaufen, sondern auch selbst zu machen und zu publizieren, war uns von Anfang an wichtig. Allerdings gelang das aus Kapazit\u00e4tsgr\u00fcnden zu Beginn kaum.\u201d<\/p>\n<p>Der Infoladen Kornstrasse in Hannover schreibt zu seiner Gr\u00fcndung 1986:<\/p>\n<p>\u201eHier in der Region Hannover und Umgebung m\u00fcssen mehr und bessere M\u00f6glichkeiten geschaffen werden, Informationen auszutauschen und zu diskutieren. Wir m\u00fcssen, immer wieder, lernen, voneinanderzu lernen. Insofern sehen wir in der Existenz unseres Ladens ein St\u00fcck Organisationsarbeit f\u00fcr das Zustandekommen eines revolution\u00e4ren Diskussionszusammenhangs.\u201c<\/p>\n<p>Der Infoladen Anschlag im AJZ Bielefeld, gegr\u00fcndet 1982, ist einer der \u00e4ltesten und \u00fcber die Zeit auch gut vernetzten und pr\u00e4senten Infol\u00e4den in der BRD. Im Buch zu 30 Jahre AJZ Bielefeld heisst<\/p>\n<p>es:<\/p>\n<p>\u201cDer Infoladen hat in erster Linie die Aufgabe, linksradikale, herrschaftskritische Meinungen und Medien zu verbreiten, die mensch sonst niergendwo in Bielefeld (mit Ausnahmen) bekommen kann. Aus diesem Grundverst\u00e4ndnis leitet sich auch die Politik des Ladens ab, wobei noch zwischen den einzelnen, im Anschlag aktiven Gruppen unterschieden werden muss. Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich aber ein Wille zu gesellschaftlicher Ver\u00e4nderung anf\u00fchren, der sich u.a. im Eintreten gegen Rassismus, Faschismus, Sexismus und andere Unterdr\u00fcckungs- und Ausbeutungsformen zeigt.\u201d<\/p>\n<p>\u2026wir begannen also mal wieder mit Selbstkritik<\/p>\n<p>Die BILT (bundesweite Infoladen Treffen) wurden vom Schwarzmarkt regelm\u00e4ssige mitgestaltet, bis sie Anfang der 2000er einschliefen. Diese Treffen waren wichtig zum Informations- und Erfahrungsaustausch, wurden aber immer auch selbstkritisch als unzureichend betrachtet. Die Beteiligung war unausgeglichen und nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Regionen, es gab immer auch L\u00e4den aus Metropolen mit ganz anderen Themen und Problemen als L\u00e4den in Kleinst\u00e4dten.<\/p>\n<p>\u201cEs kam der Vorschlag, beim Selbstverst\u00e4ndnis der L\u00e4den anzufangen. Dagegen gabs Einw\u00e4nde, weil das auch die einzelnen L\u00e4den nicht diskutiert haben. Es soll lieber dar\u00fcber geredet werden, was wir zusammen machen k\u00f6nnen. Dann doch wieder, wo ist die gemeinsame Bestimmung und auch, welche Rolle haben die L\u00e4den vor Ort. Es kam der Vorschlag, lieber an praktischen Sachen zu diskutieren und dar\u00fcber Gemeinsamkeiten zu erarbeiten weil das theoretische diskutieren am Selbstverst\u00e4ndnis immer so im luftleeren Raum h\u00e4ngt.\u201d<\/p>\n<p>(aus den Protokollen eines der bundesweiten Infoladen-Treffen Ende der 80er)<\/p>\n<p>Es wurde aber auch viel konkret entwickelt und im Vergleich zu anderen autonomen Strukturen in starker Kontinuit\u00e4t gedacht. Die gr\u00f6ssten dieser Treffen scheint es Anfang der 90er gegeben zu haben, zumindest gab es auch in dieser Zeit viele Neugr\u00fcndungen und diverse Treffen.<\/p>\n<p>\u201cInformation alleine ist nicht Widerstand. Diese Ansicht f\u00fchrt zur Bildung eines Wasserkopfes. Information ist jedoch wichtig und notwendig f\u00fcr Widerstand. Die lL (Infol\u00e4den) sind nicht die Zentren des Widerstandes. Die IL sind Teil einer Struktur und haben die Aufgabe, durch Informationsaustausch eine bessere Koordination zu erm\u00f6glichen.Normalerweise gehen von den IL kaum Aktionen aus. Der Informationsaustausch ist die Grundlage einer gemeinsamen Organisierung.\u201d<\/p>\n<p>(aus den Protokollen eines der bundesweiten Infoladen-Treffen Ende der 80er)<\/p>\n<p>Es gab auch Internationale Infoladentreffen und einige Jahre lang eine Zeitung, die \u201cClash\u201d, welche aus dem Treffen hervorging und Europaweit vertrieben wurde und in verschiedene Sprachen jeweils \u00fcbersetzt wurde.<\/p>\n<p>Die Zeitung wurde direkt stark kriminalisiert und konnte nur verdeckt vertrieben werden. Die internationalen Treffen fanden mit einzelnen beteiligten Projekten \u00fcber Jahre hinweg kontinuierlich statt und waren ein wichtiger Bestandteil der Vernetzung und des Austausches von Infol\u00e4den aus mehreren L\u00e4ndern, der Schwarzmarkt hatte dort eine aktive Rolle eingenommen.<\/p>\n<p>Es gab noch ein paar Versuche in den 2010ern zumindest norddeutschlandweit Treffen zu reaktivieren, aber diese kamen kaum \u00fcber einen kurzen Austausch zu den meist desolaten Situationen der L\u00e4den hinaus. Zur Zeit gibt es nur vereinzelte Kontakte aber keinen organisierten Rahmen mehr.<\/p>\n<p><strong>Ausblick<\/strong><\/p>\n<p>Es l\u00e4sst sich feststellen, dass vor allem j\u00fcngere Generationen den Infoladen nicht als Infrastruktur wahrnehmen und das auch schon seit vielen Jahren. Es gab eine Phase Anfang der 2000er, da wurde auf \u201cdas Internet\u201d verwiesen, wo doch alles zu finden sei. Termine, Texte, Infos \u2013 alles findet sich irgendwo im Internet. Der Kopierer wird seltener genutzt, weil sp\u00e4testens seit der Corona-Pandemie alles nur noch digital gelesen und verbreitet wird. Das Internetterminal wurde irgendwann Mitte der 2000er entsorgt, obwohl es eine Diskussion gab, ob es nicht gut w\u00e4re einen Laptop mit TOR-Zugang zur \u00f6ffentlichen Recherche und zum Schreiben etc. als Angebot im Laden zu haben.<\/p>\n<p>Selbst Poster werden seltener \u00fcber den Infoladen verteilt, wohl auch weil die \u00d6ffnungszeiten selten (drei Tage die Woche) und auch schonmal unzuverl\u00e4ssig sind, da wir weil wir nicht so viele im Ladenkollektiv sind bei Ausfall immer mal geschlossen blieben. Inhalt und Aussehen des Infoladens ver\u00e4ndert sich \u00fcber Monate und Jahre kaum. Die Sinnfrage im Ladenkollektiv wird alle paar Jahre gestellt, es kommen und gehen Leute und wenige bleiben l\u00e4nger. Da wir nicht so viele Leute im Kollektiv sind, muss bei Ausfall der Laden immer mal wieder geschlossen bleiben.<\/p>\n<p>Aber: Es ist klar, dass manche Dinge heute anders laufen und Termine vor allem digital verbreitet werden. Es ist aber auch klar geworden, sp\u00e4testens seit der Abschaltung von linksunten.indymedia und anderen Internet-Projekten, dass es nicht \u201calles immer\u201d online und digital gibt und geben wird. Und auch, dass es nicht immer sinnvoll und w\u00fcnschenswert ist, seine digitalen Spuren beim Nachlesen und Diskutieren von Inhalten und Aktivit\u00e4ten zu hinterlassen. Digitale Medien sind fl\u00fcchtig, keine gr\u00f6ssere (politische) Struktur k\u00e4me auf die Idee, vollst\u00e4ndig auf Print zu verzichten.<\/p>\n<p>Auch das gemeinschaftliche Nutzen von R\u00e4umen und Werkzeugen und das Lagern von Material, welches in in privaten R\u00e4umen nicht sinnvoll ist, das gemeinsame Treffen und sich kennenlernen und organsieren gewinnt an Stellenwert gerade in Krisenzeiten wie den heutigen. Es macht einen Unterschied, ob wir kommerzielle Dienste nutzen m\u00fcssen oder eigene solidarische Strukturen aufbauen, um beispielsweise Alltagskosten senken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Neugr\u00fcndungen wie der Infoladen Wilhelmsburg (gegr\u00fcndet 2007) oder das Tesch (gegr\u00fcndet 2020) oder das Incito (gegr\u00fcndet 2021) in Hamburg sind erfolgreich und laufen relativ gut als politische Orte, meist verkn\u00fcpft mit Stadtteilbezug, K\u00fcche und regelm\u00e4ssigen Veranstaltungen. Selbst B\u00fccherverkauf und Posterverteilung sind nicht aus der Zeit gefallen \u2013 die Anspruchshaltung an Verf\u00fcgbarkeit und Zug\u00e4nglichkeit sind nur gr\u00f6sser, als wir im Schwarzmarkt es (nebenbei) erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es gab und gibt immer auch Diskussionen ob der Ort gewechselt werden sollte, weil die Schanze nicht mehr Zentrum der linken Szene ist. Es gab \u00dcberlegungen den Infoladen in die Roten Flora oder ins G\u00e4ngeviertel zu verlegen, da dort mehr Laufkundschaft zu erwarten w\u00e4re, z.B. bei Konzerten oder Kongressen. Dagegen spricht aber, dass der Laden dann einseitiger und abh\u00e4ngig von der politischen Ausrichtung dieser Zentren w\u00e4re. R\u00e4ume an verschiedenen Orten erm\u00f6glichen auch eine St\u00e4rke, z.B. bei Grossereignissen mehrere Anlaufpunkte bieten zu k\u00f6nnen. Ausserdem ist die Anbindung an ein Hausprojekt, wie es im Kleinen Sch\u00e4ferkamp l\u00e4uft, welches die R\u00e4ume relativ g\u00fcnstig und sicher zur Verf\u00fcgung stellt eine gute Ausgangslage. Wie in Wilhelmsburg zu sehen ist, entstehen g\u00fcnstige R\u00e4ume in den letzten zwanzig Jahren eher nicht, so dass ein Umzug das Risiko hoher Kosten mit sich bringen w\u00fcrde, die wir realistischerweise kaum stemmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr kleinere Gruppentreffen, als B\u00fcro oder f\u00fcr Sprechstunden ist der Laden gut geeignet. Vielleicht sollten wir dies st\u00e4rker nach aussen tragen, um eine bessere Auslastung des Ortes zu erm\u00f6glichen. Neben einer Sitzecke in einem gem\u00fctlichen Raum gibt es eine Toilette und Kaffeek\u00fcche sowie weiterhin anonyme Postf\u00e4cher f\u00fcr Gruppen und ein bisschen B\u00fcrozeug. Die Schanze hat sich massiv ver\u00e4ndert. Die Nachbarschaft ist ausser Einzelne in ein paar ehemals besetzten H\u00e4usern kaum noch f\u00fcr linke Politik oder kollektive Strukturen zu interessieren. Und es gibt Orte, die flexibler nutzbar sind wie das Centro Sociale, in dem auch Aktivit\u00e4ten wie Parties oder mittelgrosse Diskussionsveranstaltungen m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>Es gibt bei aller Selbstkritik immer auch neue Initiativen, die den Laden mitnutzen, z.B. gerade aktuell mit der Bezahlkarte f\u00fcr Refugees, die bei uns getauscht werden kann.<\/p>\n<p>Als der Laden neu gegr\u00fcndet wurde, gab es auch gleich Krisen, finanziell, organisatorisch und dennoch konnte sich die Idee halten, beispielsweise \u00fcber praktische allt\u00e4gliche Organisierungsfragen, wie der Mitfahrzentrale oder den Infos zu sozialen Themen, Menschen aus der immer st\u00e4rker werdenden Isolierung holen. Das w\u00e4re heute auch \u00e4hnlich denkbar, wenn wir gesellschaftlicher denken und weniger im \u201ceinfach weiter machen\u201d. Auch eine Gegen\u00f6konomie w\u00e4re sicher f\u00fcr viele Menschen wieder denkbarer, weil es einfach wachsende soziale Ungleichheiten gibt. \u201cUnser Netz hat Knoten\u201d, wie zu Beginn dieses Textes im R\u00fcckblick formuliert ist eine aktuelle Forderung an Organisierung und Austausch, die eben nicht in autorit\u00e4re Muster verf\u00e4llt, wie an vielen Stellen im deutschsprachigen Raum zu beobachten, sondern Verbindlichkeit zusammendenkt mit Basisorganisierung und Autonomie.<\/p>\n<p class=\"author\" style=\"text-align: right;\">Schwarzmarkt-Plenum<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einigen St\u00e4dten werden sie noch als Treffpunkte genutzt. Ihre Funktion zur Weitergabe von Informationen, zum Austausch und zur sozialen Begegnung sind \u2013 in ihrer urspr\u00fcnglichen Bedeutung \u2013 Geschichte. 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