{"id":2647017,"date":"2025-10-25T11:54:24","date_gmt":"2025-10-25T10:54:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2647017"},"modified":"2025-10-25T11:54:24","modified_gmt":"2025-10-25T10:54:24","slug":"kabarett-ist-die-unterhaltsamste-form-von-widerstand-kian-kaiser-alias-der-kuseng-im-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/10\/kabarett-ist-die-unterhaltsamste-form-von-widerstand-kian-kaiser-alias-der-kuseng-im-interview\/","title":{"rendered":"\u201eKabarett ist die unterhaltsamste Form von Widerstand\u201c: Kian Kaiser alias \u201eDer Kuseng\u201c im Interview"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Kabarettist Kian Kaiser ist als <em>Der Kuseng<\/em> mit seinem Deb\u00fct-Programm \u201cHoamatlond, Hoamatlond\u201d auf \u00f6sterreichischen B\u00fchnen unterwegs. Er erhielt daf\u00fcr den<a href=\"https:\/\/funk-tank.at\/artikel\/kabarettpreis-2025-siegerinnen-portrait-teil-2-der-kuseng\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> F\u00f6rderpreis des \u00d6sterreichischen Kabarettpreises<\/a>. Im Interview mit Kontrast spricht er \u00fcber seine Kindheitserinnerungen in einem \u00f6sterreichischen Asylheim, dar\u00fcber, was Heimat alles bedeuten kann und was Kabarett so politisch wie unterhaltsam macht.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontrast: Du bist gerade mit deinem ersten Kabarett-Programm unterwegs. Wie f\u00fchlt sich das an, auf so vielen unterschiedlichen B\u00fchnen zu stehen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Kuseng\/Kian Kaiser:<\/strong> Ich f\u00fchle mich immer total geehrt, auf B\u00fchnen zu stehen, weil sie f\u00fcr mich nicht selbstverst\u00e4ndlich sind. Also vor allem f\u00fcr Menschen wie mich, die Migrationsgeschichte haben und aus \u00e4rmeren Verh\u00e4ltnissen stammen. Menschen wie mich kennt man eher von Schlagzeilen aus der <em><a class=\"wpg-linkify wpg-tooltip tooltipstered\">Kronen Zeitung<\/a><\/em> oder als Randnotiz in irgendwelchen Berichten \u00fcber Integration.<\/p>\n<p>Deshalb ehrt mich das sehr, wenn ich auf der B\u00fchne stehe, vor allem mit Publikum. Dass die Leute kommen, sich das in den Kalender eintragen, sich Karten kaufen, sich h\u00fcbsch machen f\u00fcr den Abend. Ich gehe sehr respektvoll mit dieser Zeit um und ich versuche, dass wirklich jeder im Raum eine gute Zeit hat.<\/p>\n<p><strong>Formulare ausf\u00fcllen, dolmetschen &amp; ein leerer K\u00fchlschrank<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontrast: Du bist 1989 in Teheran geboren, aber deine Eltern sind mit dir nach \u00d6sterreich geflohen als du noch ein Baby warst. Die ersten Jahre hast du in einem Fl\u00fcchtlingsheim in Timelkam (O\u00d6) verbracht. Hast du in deiner Kindheit gesp\u00fcrt, dass euer Leben anders verl\u00e4uft als bei anderen Familien?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, also alleine die ersten paar Monate waren schon anders. Wir haben da ja in einem Asylheim gelebt. Unser Lebensraum war sehr klein. Unsere gr\u00f6\u00dfte Wohnung hatte 45 Quadratmeter. Dass unser K\u00fchlschrank nicht den ganzen Monat voll war, sondern schon Mitte des Monats fast leer, war wohl auch etwas, das anders war als bei vielen Familien. Was nicht bedeutet, dass Armut \u00d6sterreicher:innen nicht auch trifft, aber vielleicht auf eine andere Art und Weise.<\/p>\n<p>Die meisten haben vielleicht noch ein Backup-System, also Familie, Bekannte, Freundinnen und Freunde. Das fehlt dir alles, wenn du total neu in einem Land ankommst.<\/p>\n<blockquote><p>Vor allem f\u00fcr meine Eltern waren die sprachlichen H\u00fcrden enorm. Ich glaube, das ist ein Schicksal von vielen Kindern mit Migrationshintergrund. Sie m\u00fcssen von Anfang an Dolmetscher sein, Amtswege begleiten und Formulare ausf\u00fcllen. Ich glaube, das sind Erfahrungen, die \u00f6sterreichische Kinder nicht machen. Was ich aber nicht nur negativ sehe. Denn zu wissen, wie man Formulare ausf\u00fcllt, ist wohl einer der wichtigsten Skills in \u00d6sterreich.<\/p><\/blockquote>\n<h3><strong>\u00dcber Fluchterfahrungen reden war f\u00fcr die Eltern immer schwierig<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Kontrast: Hast du besondere Geschichten in Erinnerung, die dir deine Eltern von ihrer Flucht erz\u00e4hlt haben?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Meine Eltern haben sehr selten und ungern dar\u00fcber gesprochen. F\u00fcr mich ist das Ganze wie ein Puzzle, weil ich keine Einzelheiten kenne. Ich kann die ganze Geschichte nicht rekonstruieren. So geht es vielen, die umgetopft wurden, um nicht zu sagen entwurzelt. Als Kind habe ich das immer wie ein M\u00e4rchen empfunden, weil es nicht real war f\u00fcr mich \u2013 ich kannte ja nur \u00d6sterreich. F\u00fcr mich waren wir schon immer hier.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df aber zum Beispiel, dass meine Mutter irrsinnige Angst vor W\u00e4ldern hatte und mir nie gesagt hat, warum. Sie sagte nur Sachen wie: \u201cDu wei\u00dft ja gar nicht, was ich alles erlebt habe.\u201d So kann ich mir das irgendwie zusammenreimen. Aber ich habe auch nie wirklich nachgefragt, weil ich gemerkt habe, dass das ein Thema ist, wor\u00fcber einfach nicht gern gesprochen wird, weil es einfach nicht sch\u00f6n war.<\/p>\n<h3><strong>Erinnerungen an Asylheim in Timelkam: Zwischen Spielen auf dem Feld und Dem\u00fctigungen im Speisesaal<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Kontrast:<\/strong> <strong>Wie war die Ankunft in dem Asylheim in Timelkam aus deiner Perspektive als Kind? Gibt es da bestimmte Erinnerungen, die hervorstechen?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe sehr viele Erinnerungen an meine fr\u00fche Kindheit im Asylheim. Eigentlich war das eine Pension, die f\u00fcr Menschen auf der Flucht ge\u00f6ffnet wurde. Das war ein blaues, l\u00e4ngliches Geb\u00e4ude mit einem extrem langen Gang und T\u00fcren auf\u00a0 jeder Seite \u2013 wie in einer typischen Pension am Land. Wir hatten noch eine Wiese und ein kleines Feld, wo wir als Kinder gespielt haben. Mit vielen Kindern bin ich bis heute noch befreundet, weil das nat\u00fcrlich etwas ist, das einen verbindet.<\/p>\n<p>Ich kann mich auch gut daran erinnern, als Kind immer so daneben gesessen zu sein, wenn die Erwachsenen miteinander geredet haben. Ich habe gemerkt, dass in ihrer Stimme eine starke Melancholie war, eine gewisse Trauer und Sehnsucht.<\/p>\n<blockquote><p>Die Geschichten \u00fcber ihre Heimat wurden dann auch zu meiner Geschichte, meiner Heimat, obwohl ich selbst nie dort war und sie immer nur bruchst\u00fcckartig mitbekommen habe.<\/p><\/blockquote>\n<p>Au\u00dferdem habe ich mitbekommen, dass die Betreiberin der Pension oft absichtlich Gerichte mit Schweinefleisch gekocht hat, obwohl die meisten dort kein Schweinefleisch essen. Das ging bei den Familien mit sehr viel Dem\u00fctigung und Schamgef\u00fchl einher.<\/p>\n<h3>Heimat hat nichts mit L\u00e4ndergrenzen zu tun<\/h3>\n<p><strong>Kontrast: Dein Kabarettprogramm kam im April und hei\u00dft \u201cHoamatlond, Hoamatlond\u201d. Was bedeutet dann Heimat f\u00fcr dich?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Es wird tats\u00e4chlich in meinem Programm aufgegriffen, dass Heimat f\u00fcr mich nicht mit L\u00e4ndergrenzen verbunden ist. Heimat sind f\u00fcr mich Orte und R\u00e4ume, die wir uns gegenseitig schaffen. Ich m\u00f6chte zeigen, dass wir alle gar nicht so unterschiedlich sind.<\/p>\n<blockquote><p>Ich habe selbst viele unterschiedliche Perspektiven in meinem Leben und will sie auf die B\u00fchne bringen. Vielleicht findet jemand ein paar Facetten von sich selbst darin wieder und merkt: Hey, irgendwie sind wir uns viel \u00e4hnlicher, als wir glauben. Nicht wegen unserer Unterschiede, sondern trotz unserer Unterschiede.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Kontrast: Wann und warum hast du dich \u00fcberhaupt dazu entschieden, Kabarettist zu werden?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Viele Dinge, die ich in meinem Leben beruflich gemacht habe, haben mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin. Von einer Poetry-B\u00fchne auf eine musikalische B\u00fchne, auf eine Kabarettb\u00fchne. Und dadurch, dass ich diese Erfahrung von unterschiedlichen B\u00fchnen habe, wei\u00df ich, dass ich mich auf der Kabarett-B\u00fchne am wohlsten f\u00fchle und da bleiben m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Ich wollte mich selbst nie zu einem gro\u00dfen Politikum machen, aber aus mir wurde immer eins gemacht. Also stand ich schon immer auf einer politischen B\u00fchne, obwohl mich nie jemand gefragt hat, ob ich das will. Ich wurde rauf gezerrt. Und dann dachte ich mir, na gut, wenn ich in einen Raum komme, der sowieso politisch ist, dann kann man ja gleich Witze dar\u00fcber machen.<\/p>\n<h3>Wenn man sieht, wie viel schief l\u00e4uft, kann man gar nicht unpolitisch sein \u2013 auch auf der B\u00fchne nicht<\/h3>\n<p><strong>Kontrast: Ist f\u00fcr dich also Kabarett politisch?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, es ist immer dann politisch, wenn man ehrlich ist. Wenn man draufkommt, was schief l\u00e4uft. Wenn man sich die Fragen stellt: Wo sind unsere Schwierigkeiten auf einer moralischen, einer politischen und einer gesellschaftlichen Ebene? Ich halte mich selbst gar nicht f\u00fcr so politisch. Ich habe nur das Gef\u00fchl, dass ich mit offenen Augen durch die Welt gehe, die Dinge sehe und benenne. Und die Dinge, die ich beobachte, sind halt selten unpolitisch.<\/p>\n<p><strong>Kontrast: Wie ist dein B\u00fchnenname \u201cDer Kuseng\u201d zustande gekommen?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Name ist entstanden durch einen Brainstorming-Prozess, den ich mit Freund:innen hatte, weil es mir wichtig war, zwischen B\u00fchnen-Ich und privatem Ich zu trennen. Auch, wenn man das nie vollst\u00e4ndig voneinander trennen kann. Und irgendwie kam die Idee f\u00fcr den Namen da auf. Ich finde, dass Kabarett in \u00d6sterreich eine eher hochkulturelle Institution ist, man ist sehr stolz darauf. Und ich fand es sch\u00f6n, mit diesem Bruch zu spielen. Den \u201cKuseng\u201d, also den Cousin, vermutet man milieutechnisch nicht ganz auf dieser B\u00fchne. Wenn ich da Irritation und einen Bruch erzeugen kann, dann gef\u00e4llt mir das.<\/p>\n<p><strong>Kontrast: Gibt es ein Kabarett-Vorbild, mit dem du dir gerne eine B\u00fchne teilen w\u00fcrdest?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin ein Fernsehkind der 90er-Jahre und vor allem mit deutschem Fernsehen gro\u00df geworden. Und da gibt es so einige, die ich richtig cool finde. Aber um vielleicht nur zwei herauszugreifen: Einerseits finde ich Hape Kerkeling extrem lustig und ich finde auch, dass er ein sehr angenehmer Mensch ist \u2013 zumindest von dem, was ich so mitbekomme. Ich mochte das recht gerne, dass er immer in so verschiedene Rollen geschl\u00fcpft ist. Das habe ich als Kind auch gemacht. Und die andere Person ist Anke Engelke, die kenne ich noch von der Wochenschau. Sie ist auch ein sehr lustiger Mensch.<\/p>\n<h3>Unterschiedliche Erfahrungen erm\u00f6glichen viele Perspektiven<\/h3>\n<p><strong>Kontrast: In der FM4-Show \u201cAuf Laut\u201d hast du gesagt, dass du aufgrund mehrerer Diskriminierungsfaktoren mehr Perspektiven hast. Kannst du erkl\u00e4ren, was das genau f\u00fcr dich bedeutet? Und baust du diese Perspektiven auch in deinem Programm ein?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich kann mich ja gar nicht davon trennen, weil sie mich ausmachen. Deswegen sind sie nat\u00fcrlich ein Teil des Kabaretts, das ich mache. Und damit wollte ich sagen, dass man durch unterschiedliche Erfahrungen auch unterschiedliche Blickwinkel hat. Wenn ich zum Beispiel arbeite und angestellt bin, habe ich einen anderen Blick auf die Welt, als wenn ich der Unternehmensf\u00fchrer oder die Unternehmensf\u00fchrerin bin. Es macht einen Unterschied, ob ich in einem reichen Haushalt gro\u00df geworden bin oder in einem \u00e4rmeren. Es macht einen Unterschied, welchen Bildungshintergrund ich habe. Und all diese Dinge f\u00fchren dazu, dass ich entweder Privilegien habe oder benachteiligt bin in der Gesellschaft.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte aber auch das Positive daran sehen. Das Positive ist, dass ich Blickwinkel habe, die anderen vielleicht verwehrt werden und dadurch entsteht auch sehr oft Witz. Ich finde, dass Humor immer dann entsteht, wenn man etwas beobachtet und merkt, dass es da einen Widerspruch gibt. Ich stolpere mit diesem Blick die ganze Zeit \u00fcber Absurdit\u00e4ten, die f\u00fcr andere normal sind. Das kennt man ja auch davon, wenn man zum Beispiel in einem anderen Land ist, wo man noch nie war, wo man sich denkt: \u201cOh, die machen das so, das ist ja komisch\u201d.<\/p>\n<h3>Kabarett als freundlichste und unterhaltsamste Art des Widerstands<\/h3>\n<p><strong>Kontrast: Ist Humor denn wirksamer als ein politisches Statement?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Das glaube ich schon. Ich glaube, dass Kabarett die freundlichste und unterhaltsamste Form des Widerstands ist.<\/p>\n<blockquote><p>Ich glaube, dass das vielleicht auch eine Form der direkten Demokratie ist, weil so direkt abgestimmt wird. Du bekommst einen Lacher, du bekommst Applaus, du bekommst Schweigen. Du kannst, glaube ich, mit einer Pointe viel mehr erreichen als vielleicht mit einem ganzen Parteitag und vielen Reden. Ich glaube, Menschen vertrauen mir auch mehr als Politiker:innen. Ich will denen ja nichts verkaufen\u2026 au\u00dfer meine Karten (<em>lacht<\/em>).<\/p><\/blockquote>\n<p>Aber ich mache das ja nicht, um mich zu bereichern in dem Sinne, sondern weil ich unterhalten will. Und wenn ich das dann sage, dann hat das eine ganz andere Gewichtung, als wenn jetzt eine Politikerin oder ein Politiker dasteht. Dort fragt man sich n\u00e4mlich gleich: \u201cWas will der von mir?\u201d<\/p>\n<h3>Eine Transition ist vor allem ein anstrengender, teurer und b\u00fcrokratischer Prozess<\/h3>\n<p><strong>Kontrast: Ich m\u00f6chte einen kleinen Bogen spannen zu vorher, weil du \u00fcber Sichtbarkeit und Identit\u00e4t gesprochen hast. Wo sind die gr\u00f6\u00dften Wissensl\u00fccken in der Gesellschaft, wenn es darum geht, trans zu sein?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, es gibt sehr viele L\u00fccken \u2013 auf vielen Ebenen. Aber wenn es jetzt spezifisch um das Thema Transsein geht, gibt es die nat\u00fcrlich, weil die wenigsten Menschen in \u00d6sterreich trans sind. Das ist so ein niedriger Prozentsatz, dass man vielleicht sagen k\u00f6nnte: \u201cIst ja wurscht, warum reden wir \u00fcberhaupt dar\u00fcber?\u201d Aber ich finde, jeder Prozentsatz macht die 100 % aus. Dass jedes Prozent wichtig ist, wei\u00df man ja auch in der Politik.<\/p>\n<blockquote><p>Es fehlen sicher oft Ber\u00fchrungspunkte mit trans Personen. Ich glaube, die meisten stellen sich das so vor: Man geht zum Amt und dann sagt man \u201cGr\u00fc\u00df Gott\u201d oder \u201cMahlzeit\u201d und: \u201cHeute m\u00f6chte ich ein Mann sein. Heute m\u00f6chte ich eine Frau sein, heute m\u00f6chte ich gar nicht sein.\u201d Und die sagen dann: \u201cJa, Herzlichen Gl\u00fcckwunsch!\u201d Ich glaube, jeder, der schon einmal mit der \u00f6sterreichischen B\u00fcrokratie in irgendeiner Weise in Kontakt gekommen ist, wei\u00df, dass es so nicht l\u00e4uft.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und das ist etwas, was noch nicht mal die Identit\u00e4t betrifft. Aber bei trans Personen ist es so, dass du einen sehr langen Prozess durchl\u00e4ufst, bis es \u00fcberhaupt so weit kommt. Du musst ein psychologisches Gutachten machen, du musst ein psychiatrisches Gutachten machen und du musst ein psychotherapeutisches Gutachten machen. All diese Dinge zahlst du nat\u00fcrlich privat, hast mehrere Sitzungen, wo jemand quasi versucht, herauszufinden, ob du wirklich bist, was du behauptest, zu sein. Das ist ein sehr schmerzhafter Prozess. Vor allem, weil es f\u00fcr die meisten Menschen \u2013 mich inkludiert \u2013 ein sehr langer Prozess war, sich das \u00fcberhaupt selbst einzugestehen. Dann ist man schon so weit und sagt \u201cHey, das bin ich\u201d. Aber dann muss man das noch rechtfertigen.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass die Gesellschaft an Dingen festhalten will, die leichter einordenbar sind. Aber das Leben ist facettenreicher, das wei\u00df man ja von sich selbst.<\/p>\n<blockquote><p>Niemand m\u00f6chte in irgendeine Schublade gepackt werden, obwohl man es bei anderen auch st\u00e4ndig macht. Ich habe die Bretter, aus denen die Schubladen gemacht sind, rausgerissen und daraus eine B\u00fchne gemacht.<\/p><\/blockquote>\n<h3>Starre Geschlechterrollen schaden Frauen und M\u00e4nnern gleicherma\u00dfen<\/h3>\n<p><strong>Kontrast: Warum f\u00fchlen sich so viele Menschen angegriffen oder bedroht, wenn die Zweigeschlechtlichkeit aufgebrochen wird?<\/strong><\/p>\n<p>Das muss man auf einer gr\u00f6\u00dferen Ebene sehen. Man tut so, als w\u00fcrde es um Geschlecht gehen. Aber im Endeffekt geht es darum, wie wir unsere Gesellschaft aufgebaut haben, wie wir unser kapitalistisches System aufgebaut haben. Was es bedeutet, verwertbar zu sein, welche Rollen mit diesen Geschlechtern einhergehen. Das wirtschaftliche System sagt: Frauen sind f\u00fcrsorglich, sind liebevoll, brav, leise, damit die sch\u00f6n daheimbleiben und sich um die Kinder und den Haushalt k\u00fcmmern, damit der Staat damit wenig zu tun hat. M\u00e4nnern hingegen treibt man jegliches Menschsein oder Menschlichsein aus, um es zu rechtfertigen, dass die dann in den Krieg geschickt werden k\u00f6nnen, um andere Menschen zu t\u00f6ten. Dass es okay ist, ihre Familie nicht zu sehen, dass sie sich ins Burnout arbeiten. All diese Dinge. Weil du ein Mann bist und keine Gef\u00fchle hast, weil du so funktionierst.<\/p>\n<p>Und ich glaube, trans Personen zeigen einfach, dass das nicht so sein muss und bringen damit etwas ins Wackeln. Wenn ich jetzt herkomme und sage: \u201cGeschlecht ist etwas, das konstruiert ist\u201d, dann bringe ich ja nicht nur das, sondern das ganze System ins Wanken. Und das macht nat\u00fcrlich denjenigen Angst, die vom System profitieren. Ich versuche, das mit meinem Programm n\u00e4her zu bringen, aber auf eine humoristische Art und Weise.<\/p>\n<p><strong>Kontrast: Was sollen sich die Leute mitnehmen, wenn sie aus deinem Kabarett herausgehen?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich will den Menschen gar keine Aufgabe geben, weil ich finde, dass es schon Aufgabe genug war, dass sie ihr Ticket kaufen, hinkommen, zuh\u00f6ren, dableiben, lachen, klatschen. Aber grunds\u00e4tzlich ist mein Ziel, dass die Menschen eine gute Zeit haben, dass niemand mit einem schlechten Gef\u00fchl rausgeht, dass wir uns einfach selber wiederfinden, uns denken: \u201cStimmt, so samma, total deppert.\u201d Und dass man im ersten Moment vielleicht lacht und dann, wenn man nach Hause geht, dar\u00fcber nachdenkt. Das ist das Sch\u00f6nste, was passieren kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kabarettist Kian Kaiser ist als Der Kuseng mit seinem Deb\u00fct-Programm \u201cHoamatlond, Hoamatlond\u201d auf \u00f6sterreichischen B\u00fchnen unterwegs. Er erhielt daf\u00fcr den F\u00f6rderpreis des \u00d6sterreichischen Kabarettpreises. 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