{"id":2644099,"date":"2025-10-11T13:33:37","date_gmt":"2025-10-11T12:33:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2644099"},"modified":"2025-10-11T13:33:37","modified_gmt":"2025-10-11T12:33:37","slug":"restaurative-gerechtigkeit-ein-weg-zur-ueberwindung-von-rache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/10\/restaurative-gerechtigkeit-ein-weg-zur-ueberwindung-von-rache\/","title":{"rendered":"Restaurative Gerechtigkeit: Ein Weg zur \u00dcberwindung von Rache"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die dritte Sommeruniversit\u00e4t des Universalistischen Humanismus fand vom 12. bis 14. September im Studien- und Reflektionspark von Toledo statt. Sie begann mit einem Vortrag \u00fcber restaurative Gerechtigkeit als Weg zu einer Kultur, in der Ressentiments und Rache \u00fcberwunden und Vers\u00f6hnung sowie der Abbau von Gewalt erm\u00f6glicht werden k\u00f6nnen. Dieser Vortrag wurde von der italienischen Humanistin und Juristin Loredana Cici gehalten.<\/strong><\/p>\n<p>Das anwesende Publikum beteiligte sich anschlie\u00dfend mit zahlreichen Beitr\u00e4gen, was zu einer reichhaltigen Debatte f\u00fchrte, die dazu beitrug, ein nach wie vor weitgehend unbekanntes Thema zu vertiefen.<\/p>\n<p><em><strong data-start=\"184\" data-end=\"265\">Im Folgenden ver\u00f6ffentlichen wir den vollst\u00e4ndigen Vortrag von Loredana Cici.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Vorab m\u00f6chten wir klarstellen, dass sich das Wort \u201eGerechtigkeit\u201d, \u00fcber das wir sprechen werden, nicht auf ein philosophisches Konzept von Gerechtigkeit, auf Gerechtigkeit als moralisches Prinzip oder auf Gerechtigkeit im gro\u00dfen Stil bezieht. Wir sprechen hier von Gerechtigkeit im Kontext aktueller Strafrechtssysteme und pr\u00fcfen, ob die sogenannte restaurative Gerechtigkeit ein interessanter Schritt im Sinne einer Transformation des Strafrechts ist. Dieses basiert kurz gesagt auf der Strafe als Vergeltung f\u00fcr den dem Opfer zugef\u00fcgten Schaden, also auf Rache, die durch den Staat entsprechend dem Ausma\u00df des Schadens vollzogen wird.<\/p>\n<p>Warum sprechen wir hier von restaurativer Gerechtigkeit? Die unausgesprochene Pr\u00e4misse ist, dass die erste Antwort auf die Frage, unter welchen Bedingungen ich leben m\u00f6chte, in der heutigen Zeit lautet: Ich m\u00f6chte in einer Welt ohne Kriege leben, in einer Welt ohne Gewalt, in der Rache nicht mehr der Ma\u00dfstab f\u00fcr die Reaktion auf von anderen ausge\u00fcbte Gewalt ist, sei es auf sozialer oder pers\u00f6nlicher Ebene.<\/p>\n<p>Um zu pr\u00fcfen, ob die restaurative Justiz als neuer Ansatz der Strafjustiz dazu beitragen kann, Rache zu \u00fcberwinden, werden wir zun\u00e4chst versuchen, den Begriff der restaurativen Justiz zu definieren und ihre vergleichsweise junge Verbreitung kurz zu beschreiben. Dabei werden wir besonders auf das spanische Strafrechtssystem eingehen. Anschlie\u00dfend werden wir kl\u00e4ren, inwiefern die restaurative Justiz dazu beitragen kann, Rache zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Dies wird uns zu einer tieferen Reflexion \u00fcber Rache f\u00fchren \u2013 nicht nur in Bezug auf das Strafrecht, sondern auch mit Blick auf die Grundlagen unserer Kultur bis hin zur individuellen Erfahrung.<\/p>\n<p>Anhand einiger Beispiele werden wir die tiefen Wurzeln der Rache, insbesondere in der westlichen Kultur, aufzeigen und schlie\u00dflich nach einer positiven Perspektive f\u00fcr die \u00dcberwindung der Rache suchen.<\/p>\n<p>Die restaurative Justiz, auch bekannt als Wiedergutmachung, Reparative Justice, Compassionate Justice oder Strafrechtsmediation, ist ein Ansatz der Justiz, bei dem es darum geht, den durch eine Straftat verursachten Schaden zu beheben, statt den T\u00e4ter zu bestrafen.<\/p>\n<p>In diesem Modell arbeiten Opfer, T\u00e4ter und die Gemeinschaft (bestehend aus Familienangeh\u00f6rigen, Nachbarn usw.) zusammen, um die Folgen der Straftat zu bew\u00e4ltigen und den Schaden zu beheben. Dies kann Treffen zwischen Opfern und T\u00e4tern beinhalten, bei denen Emotionen zum Ausdruck gebracht, die Folgen diskutiert und Wege zur Wiedergutmachung des Schadens gefunden werden. M\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen sind beispielsweise Entschuldigungen, Entsch\u00e4digungen oder andere Formen der Wiedergutmachung. Das Ziel besteht darin, die Heilung aller Beteiligten zu f\u00f6rdern und ein besseres Verst\u00e4ndnis sowie Vers\u00f6hnung zu beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p>Der Begriff \u201eStrafmediation\u201d bezieht sich auf die T\u00e4tigkeit eines neutralen Dritten, der einen Konflikt zwischen zwei Parteien durch Wiedergutmachung gegen\u00fcber dem Opfer oder durch Vers\u00f6hnung zwischen Opfer und T\u00e4ter beizulegen versucht.<\/p>\n<p>Diese Methode verbreitete sich in den 1970er Jahren in Nordamerika, Australien und Neuseeland und erst in den 1980er Jahren in Europa, insbesondere in Frankreich und Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n<p>In einer ersten Phase wurde die restaurative Justiz durch Praktiken, Experimente und Initiativen auf lokaler Ebene umgesetzt \u2013 ohne normative Ma\u00dfnahmen und spezifische Strukturen. Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre entstanden in Europa erste Gesetzestexte, die die Erfahrungen mit der restaurativen Justiz anerkannten, beispielsweise in Deutschland, Norwegen und Spanien.<\/p>\n<p>In den 2000er Jahren machte die Institutionalisierung in ganz Europa einen entscheidenden Schritt, vor allem dank eines Rahmenbeschlusses des Europ\u00e4ischen Rates aus dem Jahr 2001, der 2012 durch eine europ\u00e4ische Richtlinie ersetzt wurde. Dies f\u00fchrte zu einem allgemeinen Versuch, die Gesetzgebung zumindest an die in den Ma\u00dfnahmen der Europ\u00e4ischen Union enthaltenen Normen anzupassen.<\/p>\n<p>In Spanien wurde die restaurative Justiz zun\u00e4chst in Strafverfahren gegen Minderj\u00e4hrige eingef\u00fchrt. Bereits mit dem Organgesetz 4\/1992 wurde die M\u00f6glichkeit eingef\u00fchrt, dass die Staatsanwaltschaft die Nichtverfolgung von Straftaten beantragen kann, wenn der Schaden wiedergutgemacht wird oder der Minderj\u00e4hrige sich dazu verpflichtet.<\/p>\n<p>Mit dem Organgesetz 5\/2000, welches die strafrechtliche Verantwortlichkeit von Minderj\u00e4hrigen regelt, wurde die M\u00f6glichkeit der Mediation eingef\u00fchrt. Diese ist jedoch auf weniger schwere Straftaten beschr\u00e4nkt. Die Staatsanwaltschaft kann sogar die Freisprechung des Angeklagten beantragen, wenn sich der Minderj\u00e4hrige beispielsweise mit dem Opfer vers\u00f6hnt hat oder sich verpflichtet hat, den verursachten Schaden zu ersetzen (Art. 19, Organgesetz 5\/2000).<\/p>\n<p>Was das Verfahren gegen erwachsene Angeklagte betrifft, so finden sich die einzigen Hinweise zu diesem Thema im Gesetz 4 vom 27. April 2015 (dem sogenannten \u201eStatut des Opfers einer Straftat\u201d), mit dem die Richtlinie der Europ\u00e4ischen Union von 2012 umgesetzt wurde.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df Artikel 15 haben Opfer das Recht, an einem Programm der restaurativen Justiz teilzunehmen, um eine angemessene materielle und moralische Wiedergutmachung f\u00fcr die durch die Straftat entstandenen Sch\u00e4den zu erhalten. Um das Programm zu starten, muss der T\u00e4ter die wesentlichen Tatsachen, aus denen sich seine Verantwortung ergibt, anerkannt haben (Buchstabe a), und sowohl der Angeklagte als auch das Opfer m\u00fcssen dem Programm zustimmen (Buchstaben b\u2013c).<\/p>\n<p>Im spanischen Rechtssystem ersetzt dieses Verfahren, ebenso wie im italienischen, nicht das Strafverfahren, sondern erg\u00e4nzt es. Die Einbeziehung von Verfahren der opferorientierten Justiz in das Strafverfahren ist jedoch nicht geregelt. Die einzige diesbez\u00fcgliche Bestimmung ist Artikel 5 Buchstabe k) des Gesetzes 4\/2005, der das Recht des Opfers auf Information \u00fcber die verf\u00fcgbaren Dienste der opferorientierten Justiz anerkennt.<\/p>\n<p>Dies ist nicht der Ort f\u00fcr eine technisch-rechtliche Analyse des Gesetzes. Wir m\u00f6chten vielmehr seinen innovativen und potenziell \u201erevolution\u00e4ren\u201d Aspekt hervorheben.<\/p>\n<p>Die restaurative Justiz kann tats\u00e4chlich als kulturelle Revolution in Bezug auf unsere Auffassung von Gerechtigkeit und den Umgang mit den Folgen von Straftaten angesehen werden. Dieser Ansatz entfernt sich von der traditionellen, strafenden Sichtweise der Justiz und legt den Schwerpunkt auf Wiedergutmachung, Verantwortung und Vers\u00f6hnung zwischen den beteiligten Parteien.<\/p>\n<p>Die restaurative Gerechtigkeit f\u00f6rdert somit einen Paradigmenwechsel, indem sie den Fokus von der Bestrafung des T\u00e4ters auf die Unterst\u00fctzung der Opfer sowie die Suche nach L\u00f6sungen zur Wiedergutmachung des erlittenen Schadens verlagert. Dies beinhaltet die aktive Beteiligung von Opfern, T\u00e4tern und der Gemeinschaft und f\u00f6rdert einen Dialog, der zu einem besseren Verst\u00e4ndnis und somit zu einer Verringerung der R\u00fcckfallquote f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten l\u00e4sst sich sagen, dass die restaurative Gerechtigkeit das Konzept der Rache \u00fcberwindet, das oft mit der Vergeltungsstrafe einhergeht. W\u00e4hrend bei der Vergeltungsstrafe dem T\u00e4ter als Form der Gerechtigkeit eine Strafe auferlegt wird, konzentriert sich die restaurative Justiz auf die Wiedergutmachung des Schadens und die Vers\u00f6hnung zwischen den beteiligten Parteien.<\/p>\n<p>Anstatt Rache oder Bestrafung f\u00fcr die begangene Straftat zu suchen, f\u00f6rdert die restaurative Justiz einen konstruktiven Dialog zwischen Opfer und T\u00e4ter. Sie ermutigt den T\u00e4ter, seine Taten anzuerkennen und Verantwortung f\u00fcr den verursachten Schaden zu \u00fcbernehmen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Bed\u00fcrfnisse der Opfer zu befriedigen, die Verantwortung der T\u00e4ter zu f\u00f6rdern und Heilung und Vers\u00f6hnung zu beg\u00fcnstigen, statt einen Kreislauf von Rache und Vergeltung aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p>In diesem Sinne ist die restaurative Justiz perfekt geeignet, um eine gewaltfreie Gesellschaft aufzubauen, in der Rache sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene \u00fcberwunden wird.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang ist Nietzsches Schm\u00e4hrede aus \u201aAlso sprach Zarathustra\u2018 gegen diejenigen, die sich hinter dem Gesetz verstecken und den Einsatz von Gewalt rechtfertigen, weil er vom Staat legitimiert ist, von Bedeutung:<\/p>\n<blockquote><p><strong><em>\u201e<\/em><\/strong><strong><em>Darum rei\u00dfe ich an eurem Netz, damit eure Wut euch aus eurer L\u00fcgenh\u00f6hle locke und eure Rache hinter eurem Wort \u201aGerechtigkeit\u2018 hervorspringe.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Denn dass der Mensch erl\u00f6st werde von der Rache: das ist mir die Br\u00fccke zur h\u00f6chsten Hoffnung und ein Regenbogen nach langen <\/em><\/strong><strong><em>St\u00fcrmen.\u201c<\/em><\/strong><em> (F. Nietzsche, Also sprach Zarathustra, Zweiter Teil, Von den Taranteln).<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das hei\u00dft, ohne die Menschen und die Gesetze von der Rache zu befreien, gibt es keine M\u00f6glichkeit, eine gewaltfreie Gesellschaft zu erreichen. Der Philosoph beschreibt diese Gesellschaft als \u201eRegenbogen nach langen St\u00fcrmen\u201d und hebt damit die untrennbare Verbindung zwischen Rache und Gewalt hervor.<\/p>\n<p>Um auf dem Weg zu einer gewaltfreien Gesellschaft voranzukommen, ist es daher notwendig, \u00fcber Rache als Konnotation unserer Kultur nachzudenken. Sie durchdringt nicht nur das Strafrechtssystem, sondern auch unser Empfinden, unsere Moral und unsere mechanischen Reaktionen.<\/p>\n<p>Um ihre Wurzeln zu ergr\u00fcnden, muss man mindestens bis zum Codex Hammurabi zur\u00fcckgehen. Dieses Gesetzbuch aus dem Jahr 1754 v. Chr. markiert den \u00dcbergang von der Rechtspflege durch Rache auf privater Ebene, bei der das Opfer oder seine Angeh\u00f6rigen versuchten, den erlittenen Schaden durch die Zuf\u00fcgung von Schaden am Schuldigen wiedergutzumachen, zur Rechtspflege durch die Vermittlung einer Institution. Dies war ein Fortschritt in der sozialen Organisation. Durch die \u00dcbernahme des Prinzips \u201eAuge um Auge, Zahn um Zahn\u201d wurde die Rache jedoch \u201einstitutionalisiert\u201d.<\/p>\n<p>Wenn jemand einem anderen Menschen ein Auge ausstach, wurde dem T\u00e4ter die gleiche Strafe auferlegt. Dieses Prinzip, auch Talionsprinzip genannt, ist ein rechtliches und moralisches Konzept, das eine Form der Vergeltungsjustiz beinhaltet. Dabei muss die dem T\u00e4ter auferlegte Strafe in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis zum verursachten Schaden stehen.<\/p>\n<p>Obwohl das Talionsprinzip in den heutigen Rechtssystemen nicht direkt \u00fcbernommen wird, ist der Gedanke der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit der Strafe zumindest im Westen nach wie vor pr\u00e4sent. Strafen werden in der Regel so konzipiert, dass sie in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis zur Schwere der Straftat stehen. Der moderne Ansatz setzt dabei eher auf Rehabilitation als auf blo\u00dfe Vergeltung.<\/p>\n<p>Die Erhebung der Rache zum moralischen Prinzip durchdringt jedoch unsere gesamte Kultur. Man denke nur an die zahlreichen Filme und Literaturwerke, in denen Rache eine moralische Pflicht ist, der man aus Respekt vor sich selbst oder den beleidigten Familienangeh\u00f6rigen nicht entkommen kann.<\/p>\n<p>Dies zeigt sich von Shakespeares \u201eHamlet\u201d, der \u00fcber seine Kleinlichkeit nachdenkt, weil er den Mord an seinem Vater trotz dessen Bitte um Rache unges\u00fchnt l\u00e4sst, bis zu Verdis \u201eRigoletto\u201d, der \u201eRache, schreckliche Rache\u201d gegen den Herzog fordert, der seine Tochter entehrt hat. Der Zuschauer steht immer auf der Seite desjenigen, der die Rache aus\u00fcben muss, und teilt sein Bed\u00fcrfnis zutiefst.<\/p>\n<p>In \u201eDer Graf von Monte Christo\u201d von Alexandre Dumas sucht Edmond Dant\u00e8s, ein zu Unrecht inhaftierter Mann, Rache an denen, die ihn verraten haben. Sein Streben nach pers\u00f6nlicher Gerechtigkeit bildet den zentralen Punkt der Erz\u00e4hlung und macht ihn in gewisser Weise zu einem Helden.<\/p>\n<p>In dem Film \u201eThe Revenant \u2013 Der R\u00fcckkehrer\u201d aus dem Jahr 2015, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde und teilweise auf dem Roman \u201eThe Revenant: Die wahre Geschichte von Hugh Glass und seiner Rache\u201d von Michael Punke basiert, wird der Protagonist, der Pelzj\u00e4ger Hugh Glass, w\u00e4hrend einer Handelsreise entlang des Missouri River von seinen Begleitern sterbend zur\u00fcckgelassen. Diese t\u00f6ten au\u00dferdem seinen Sohn.<\/p>\n<p>Er \u00fcberlebt und schw\u00f6rt Rache \u00fcber der Leiche seines Sohnes. Er schleppt sich durch den Wald und versucht irgendwie zu \u00fcberleben. Nach unz\u00e4hligen Widrigkeiten wird Fitzgerald, der Verr\u00e4ter, von den Indianern skalpiert, ermordet und den Str\u00f6mungen des Flusses \u00fcberlassen. Nachdem er Gerechtigkeit erlangt hat, scheint Glass die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Kr\u00e4fte, die durch Wut und Rachegel\u00fcste entstanden sind, verloren zu haben. Der Film endet damit, dass der ersch\u00f6pfte und leidende Protagonist im Schnee liegt und wahrscheinlich auf sein Ende wartet, nachdem er seine Rache vollendet hat.<\/p>\n<p>Wer von uns hat nicht eine innere Befriedigung empfunden, als er sich vergewisserte, dass der Schuldige die Strafe erhalten hat, die er verdient hat, auch wenn er Gewalt verurteilt und sich vor den blutigsten Szenen des Films ekelt?<\/p>\n<p>Es ist nicht leicht, die tiefen Wurzeln unserer Kultur infrage zu stellen und anzuerkennen, dass das, was wir als moralische Pflicht betrachten, hinterfragt werden kann und muss, wenn wir eine tiefgreifende Ver\u00e4nderung der Gesellschaft und unserer selbst anstreben.<\/p>\n<p>Wie oft verbirgt sich hinter der Definition \u201eSieg der Gerechtigkeit\u201d in Wirklichkeit der Wunsch nach Rache und Vergeltung, sei es auf pers\u00f6nlicher oder gesellschaftlicher Ebene?<\/p>\n<p>Ein f\u00fcr alle sichtbares makroskopisches Beispiel ist die Reaktion auf den blutigen Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 in Israel: Die wenigen Stimmen, die sich dagegen erhoben, kritisierten die Unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit der Reaktion, nicht die Art der Reaktion, das heisst, sie teilten die Legitimit\u00e4t der Rache.<\/p>\n<p>Ein symboltr\u00e4chtiger Fall, der zeigt, wie tief Rache in unserer Kultur und unserem Empfinden verwurzelt ist, ist der k\u00fcrzlich in Italien begangene Femizid an Giulia Cecchettin. Ihr Vater Gino reagierte mit Besonnenheit und dr\u00fcckte Mitgef\u00fchl f\u00fcr die Eltern des Freundes seiner Tochter aus, der sie get\u00f6tet hatte. Er identifizierte das Patriarchat als die Kultur, die diesen und viele \u00e4hnliche F\u00e4lle von Gewalt gegen Frauen inspiriert hat. Er gr\u00fcndete eine Stiftung, um dagegen anzuk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Trotz dieser interessanten Antwort erkl\u00e4rte Gino, als der T\u00e4ter zu lebenslanger Haft, also der H\u00f6chststrafe, verurteilt wurde, dass er das Urteil als Niederlage betrachtet, da der erschwerende Umstand der Grausamkeit und das Delikt der Bel\u00e4stigung ausgeschlossen wurden \u2013 vermutlich aus Angst vor einer Strafmilderung in der Berufungsphase. Mit anderen Worten verteidigte er die Notwendigkeit einer schweren Strafe, die der Schwere des Verbrechens angemessen ist.<\/p>\n<p>Es gibt jedoch auch Beispiele aus unserem Alltag: Wenn wir eine Ungerechtigkeit erleiden, empfinden wir sofort Wut, Groll und \u00c4rger gegen\u00fcber dem Verantwortlichen sowie den Wunsch nach Rache. Die erlittene Beleidigung zu erwidern, scheint ein Impuls zu sein, den unser K\u00f6rper uns automatisch suggeriert. Dieser Impuls wird oft als \u201eangeboren\u201d und daher als unvermeidlich angesehen.<\/p>\n<p>Es reicht schon eine kleine Beleidigung oder dass uns ein Autofahrer den Weg abschneidet, damit dieser Impuls unser Bewusstsein \u00fcberflutet und uns suggeriert, \u201ees ihm heimzuzahlen\u201d.<\/p>\n<p>Nun, dieser Impuls, der durch eine typische k\u00f6rperliche Reaktion gekennzeichnet ist, ist das Alarmsignal einer Bewusstseinsstruktur, in der Rache und somit Gewalt tief verankert sind. Wollen wir uns damit abfinden, diesen Impuls als etwas Angeborenes und daher Unver\u00e4nderliches zu betrachten? Oder wollen wir uns gegen eine Moral auflehnen, die uns in individuellen und kollektiven Verhaltensmustern gefangen h\u00e4lt, welche Rache und Gewalt rechtfertigen?<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang weist Silo (alias Mario Rodr\u00edguez Cobo) auf die M\u00f6glichkeit hin, das zu \u00fcberwinden, was wie eine unausweichliche Bewusstseinsstruktur erscheint. In seinen \u201eNotizen zur Psychologie\u201d stellt er fest:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eEs ist m\u00f6glich, h\u00f6her entwickelte Bewusstseinsgestaltungen in Erw\u00e4hung zu ziehen, in denen jegliche Art Gewalt Ekel erregen wird, und zwar mit den entsprechenden k\u00f6rperlichen Begleiterscheinungen. Diese Strukturierung eines gewaltfreien Bewusstseins k\u00f6nnte sich m\u00f6glicherweise in den Gesellschaften als eine tiefgreifende kulturelle Eroberung herausbilden. Dies w\u00fcrde \u00fcber die in den gegenw\u00e4rtigen Gesellschaften nur ansatzweise zutage tretenden Ideen oder Gef\u00fchle hinausreichen, um so zu einem Teil des psychosomatischen und psychosozialen Geflechts des Menschen zu werden.\u201c (Silo, <a href=\"https:\/\/www.editionpangea.ch\/artikel\/notizen-zur-psychologie.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Notizen zur Psychologie<\/a>, Psychologie IV, Bewusstseinsstrukturen)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Silo bezieht sich dabei auf eine kin\u00e4sthetische Empfindung des Ekels, die im psychosozialen Hintergrund und in der psychosomatischen Struktur des Menschen jene Empfindung des Rachedrangs (und damit der Gewalt) ersetzen w\u00fcrde, die wir oben zu identifizieren versucht haben.<\/p>\n<p>Es w\u00fcrde sich um eine tiefgreifende kulturelle Errungenschaft handeln, also um das Ende eines Weges, einer Reise. Es ist kein Zufall, dass <a href=\"http:\/\/www.gewaltfreiraum.net\/mobile\/index.php?secc=doc&amp;doc=20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einer der ersten Vorschl\u00e4ge<\/a> des in <a href=\"https:\/\/www.editionpangea.ch\/artikel\/silos-botschaft.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Silos Botschaft<\/a> enthaltenen <a href=\"http:\/\/www.gewaltfreiraum.net\/downloads\/Der%20Weg.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weges<\/a> genau so lautet:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eLerne, der Gewalt zu widerstehen, die in dir und au\u00dferhalb von dir ist.\u201d<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>In diesem Zusammenhang k\u00f6nnte man, um auf die restaurative Gerechtigkeit zur\u00fcckzukommen, die diese \u00dcberlegung angeregt hat, zweifellos jene Ideen einbeziehen, die in den heutigen Gesellschaften nur ansatzweise zum Ausdruck kommen und auf die Silo in dem oben zitierten Abschnitt aus den \u201eNotizen zur Psychologie\u201d Bezug nimmt.<\/p>\n<p>Es handelt sich um eine im Strafrecht entstandene Idee, die die Notwendigkeit deutlich gemacht hat, ihren Anwendungsbereich auf andere Bereiche der Geisteswissenschaften und vor allem auf die Erziehungswissenschaften auszuweiten.<\/p>\n<p>Es gibt immer mehr Experimente an Schulen, bei denen eine auf restaurativer Gerechtigkeit basierende Erziehung zum Einsatz kommt, um Konflikte bereits im fr\u00fchesten Kindesalter zu verhindern und zu l\u00f6sen. Das Ziel besteht darin, die Lehre \u201eWenn dich jemand schl\u00e4gt, schlag zur\u00fcck!\u201d \u2013 das Gesetz der Vergeltung, angewandt auf Kinder \u2013 zu \u00fcberwinden, die wir Kindern noch allzu oft vermitteln.<\/p>\n<p>Restaurative Gerechtigkeit pr\u00e4sentiert sich letztlich als Instrument zum Aufbau einer gewaltfreien Gesellschaft, da sie die M\u00f6glichkeit einer im Wesentlichen gewaltfreien Reaktion auf eine Gewalttat in unsere pers\u00f6nliche und kollektive Koexistenz einf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Je mehr sich diese Reaktion, die auf Wiedergutmachung und Vers\u00f6hnung zwischen den Beteiligten basiert statt auf angemessener Bestrafung, verbreitet und praktiziert wird, desto mehr wird sie in unseren psychosozialen Hintergrund integriert, aus dem wir unsere Verhaltensmuster ableiten. Dadurch tr\u00e4gt sie zu deren Ver\u00e4nderung bei.<\/p>\n<p>Wenn die restaurative Justiz also als kulturelle Revolution in der Art und Weise angesehen wird, wie das Konzept der Gerechtigkeit und die Folgen von Straftaten behandelt werden, dann ist sie ein Schritt in Richtung dieser psychologischen Revolution auf pers\u00f6nlicher und gesellschaftlicher Ebene. Eine solche Revolution ist f\u00fcr die Entstehung einer Gesellschaft, die frei von Rache und somit von Gewalt ist, notwendig.<\/p>\n<p><strong><em>Die \u00dcbersetzung aus dem Spanischen wurde von Kornelia Henrichmann vom ehrenamtlichen Pressenza-\u00dcbersetzungsteam erstellt. <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>Wir suchen Freiwillige!<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die dritte Sommeruniversit\u00e4t des Universalistischen Humanismus fand vom 12. bis 14. 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