{"id":2642971,"date":"2025-10-07T08:35:08","date_gmt":"2025-10-07T07:35:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2642971"},"modified":"2025-11-13T09:20:33","modified_gmt":"2025-11-13T09:20:33","slug":"unverdrossen-unbedingt-und-unerbittlich-friedenspotenziale-heben-arglos-wie-die-tauben-aber-klug-wie-die-schlangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/10\/unverdrossen-unbedingt-und-unerbittlich-friedenspotenziale-heben-arglos-wie-die-tauben-aber-klug-wie-die-schlangen\/","title":{"rendered":"Unverdrossen, unbedingt und unerbittlich: Friedenspotenziale heben \u2013 arglos wie die Tauben, aber klug wie die Schlangen!"},"content":{"rendered":"<h2>Ein Statement von und ein Interview mit Peter Sch\u00f6nh\u00f6ffer<\/h2>\n<p>Sicher: Es gab und gibt stets allerlei Gr\u00fcnde, den jetzt wieder einsetzenden, gro\u00dfen Demonstrationen fernzubleiben, so etwa die Furcht vor Polizeigewalt, den Zweifeln an Sinn und Zweck, pers\u00f6nliche Einschr\u00e4nkungen, aber auch Resignation, die zu viele nach wie vor gefangen h\u00e4lt: \u201eDas hat doch alles keinen Zweck. Die da oben \u2013 oder die jeweils zum Feind Erkorenen oder wahlweise der Putin oder der Trump oder die EU \u2013 machen doch sowieso, was sie wollen.\u201c<\/p>\n<p>Dem engagierten katholischen Theologen Peter Sch\u00f6nh\u00f6ffer sind alle diese Alltagseinw\u00e4nde nicht fremd, doch stehen ihm andere Einsichten n\u00e4her. Mit den folgenden, grundlegenden Einsichten im R\u00fccken sieht er Ans\u00e4tze, um neue bzw. versch\u00fcttete Friedenspotenziale zu heben.<\/p>\n<p>Sch\u00f6nh\u00f6ffer verbindet in seiner Analyse wie in seiner praktischen T\u00e4tigkeit Spiritualit\u00e4t mit sozialem Engagement sowie die strikte Zusammengeh\u00f6rigkeit der Themenkreise Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch\u00f6pfung. Wichtige Impulse f\u00fcr seine den \u201egerechten Frieden\u201c suchende Sozialisation erhielt er in weltumspannenden \u00f6kumenischen Gerechtigkeitsbewegungen, insbesondere bei der Stiftung \u00d6kumene, pax christi und Kairos Europa.<\/p>\n<p>Sch\u00f6nh\u00f6ffer konstatiert \u201eungeniert manipulierte und vollkommen wahrnehmungsgest\u00f6rte \u00d6ffentlichkeiten sowie eine immer offenkundiger werdende, breit sich entwickelnde Zukunftsvernichtung\u201c. \u201eVielleicht\u201c, vermutet er, \u201enimmt die Anzahl und Eindr\u00fccklichkeit der Friedensdemonstrationen deswegen so schlagartig zu.\u201c Doch buchst\u00e4blich alles, was jetzt not-wendend werden k\u00f6nnte, geschehe noch immer nahezu unbemerkt von der Einheitslinie des ver\u00f6ffentlichten Meinungskorridors.<\/p>\n<p>Im Folgenden also sein Statement und dann das Interview mit ihm.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Bobby Langer<\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2642972 alignleft\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/WhatsApp-Bild-2025-10-06-um-08.39.41_b92b4a86-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/WhatsApp-Bild-2025-10-06-um-08.39.41_b92b4a86-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/WhatsApp-Bild-2025-10-06-um-08.39.41_b92b4a86-820x546.jpg 820w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/WhatsApp-Bild-2025-10-06-um-08.39.41_b92b4a86.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/>Ein klarer Blick: Kompromisslos f\u00fcr Frieden \u2013 ein Statement von Peter Sch\u00f6nh\u00f6ffer<\/h2>\n<p>Festzuhalten ist: Von den realen Basis-Notwendigkeiten einer internationalen Friedenskoalition zur Beendigung aktueller Kriege kommt in den Top-Themen der Leitmedien noch immer kaum etwas vor. Was zum Frieden ohne Waffengewalt f\u00fchren k\u00f6nnte, gilt als indiskutabel. Vielmehr richtet sich die Grundwahrnehmung der Situationen in der Ukraine und im Gaza-Streifen auf strukturelle und situative Eskalation oder De-Eskalation bei v\u00f6lkerrechtswidrig und absolut menschenverachtend fortgeschriebener Apartheid (Trump-Plan f\u00fcr Gaza). F\u00fcr eine echte Debatte um eine grunds\u00e4tzlich notwendige Neuorientierung und praktische Perspektivenauslotung bleibt immer weniger Raum. Eines ist gewiss: dass wir damit die Wahrscheinlichkeit, die Welt zugrunde zu richten, dramatisch erh\u00f6hen. Damit aber muss jetzt und hier Schluss sein.<\/p>\n<p>Angesichts der im Raum stehenden Vernichtungspotenziale gegen Menschen und Mitwelt bei gleichzeitiger Wahrnehmungsverweigerung m\u00fcssen Friedensrationalit\u00e4ten formuliert und Friedenspotenziale entschieden gehoben werden.<\/p>\n<p>Immerhin: Nach Mobilisierung von 15.000 bis 20.000 Menschen durch BSW plus Dieter Hallervorden, TV-Moderatoren sowie einschl\u00e4gigen Musik- und Rapper-Promis gingen am 3. Oktober in Berlin 60.000 bis 100.000 Menschen gegen den jede Menschlichkeit verloren habenden Gaza-Krieg auf die Stra\u00dfe. In Barcelona versammelten sich bei Friedensdemonstrationen mehrere zehntausend Menschen, in ganz Italien waren es \u00fcber eineinhalb Millionen. Auch Stuttgart war gro\u00df dabei. In New York organisierten \u00fcber 1.000 Rabbiner und j\u00fcdische Friedensaktivist\/innen eine Demonstration, in der sie eine dauerhafte Waffenruhe in Gaza forderten. Eines wird immer deutlicher: Nicht nur die Anzahl und die in wichtigen Ans\u00e4tzen und weiten Teilen geteilten Grundsatz\u00fcberzeugungen, sondern auch die Nachdr\u00fccklichkeit der Demonstrationen und mobilisierbaren \u201eFriedensbewegten\u201c l\u00e4sst sich nun kaum mehr stoppen. Wann aber werden sie zu mehr als punktuellen Befriedungen bei ungel\u00f6sten \u00f6konomisch-\u00f6kologischen Zangenkrisen beitragen?<\/p>\n<p>Einige wesentliche Anteile \u00f6ffentlicher deutscher Kr\u00e4fte sollten die Gunst der geballten herbstlichen Friedensdemonstrationen schnellstm\u00f6glich nutzen und zu ernsthaften Friedensverhandlungen dr\u00e4ngen: dass es gilt, auf den anderen zuzugehen und die Positionen des anderen verstehen zu wollen; und dass konsequentes und l\u00f6sungsorientiertes, kleinteiliges Verhandeln reichere Ausbeute hervorbringen wird als europ\u00e4ische Bewegungslosigkeit oder amerikanische Clownerien. Wann, wenn nicht jetzt auf dem Hintergrund des R\u00fcckhaltes der Friedensdemonstrationen im Herbst 2025 kann dies \u00f6ffentlichkeitswirksam ausgesprochen und allgemein geh\u00f6rt werden?<\/p>\n<p>Und die spezifische Rolle der Friedensbewegung? Den jetzt \u00fcberall aufgepeitschten Eskalationslogiken ist vehement Einhalt zu gebieten. Die sich in der neuen Friedensbewegung plural und nicht faschistisch versammelnden Str\u00f6mungen sollten orchestriert, klug, n\u00fcchtern, eindeutig und eindr\u00fccklich, verl\u00e4sslich und mitvollziehbar vorgehen. Das bedeutet,<\/p>\n<ul>\n<li>dem politisch zum Feind Gewordenen gut \u00fcberlegte und nach Verl\u00e4sslichkeit und Wechselseitigkeit rufende \u00f6konomische und diplomatische Angebote zu machen (gr\u00fcner Wasserstoff plus vertrauensbildende OSZE-Verhandlungen plus Wiedereinsetzung eines mehrheitlich von den USA Schritt f\u00fcr Schritt aufgek\u00fcndigten UN-Waffenkontrollsystems);<\/li>\n<li>den Frieden zu proklamieren und auf den jeweiligen Gegenseiten Kr\u00e4fte zu finden, die dies auch wollen, und dann in Verhandlungen zu gehen, die die Eskalations- und Grausamkeitsdynamik unterbrechen und unterbinden;<\/li>\n<li>die Kriegstrommler und Eskalations-Falken in den eigenen wie in den fremden Reihen abzuwehren und das Wagnis eines umfassenden und vor allem \u00f6konomisch bestandsf\u00e4higen Friedens einzul\u00e4uten.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2642977 alignleft\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Taube-und-Schlange-300x129.png\" alt=\"\" width=\"246\" height=\"106\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Taube-und-Schlange-300x129.png 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Taube-und-Schlange.png 793w\" sizes=\"auto, (max-width: 246px) 100vw, 246px\" \/>Biblisch w\u00fcrde man sagen: Von jetzt und hier an weitermachen, ohne noch einmal zur\u00fcckzuschauen, vorw\u00e4rtsgehen ohne inneres Wanken. Es ist kein Zufall, dass einem dazu tiefreichende biblische Wegmarken in den Sinn kommen. Sie werden gebraucht werden. Und ihre Zeit wird kommen. Es gilt, wie das Neue Testament schon wusste, nicht nur \u201earglos wie die (Friedens-)Tauben\u201c vorzugehen, sondern zugleich auch \u201eklug wie die Schlangen\u201c.<\/p>\n<p>Jetzt, wo die Not \u00fcbergro\u00df wird, w\u00e4chst langsam das stille Heer derjenigen, die zuerst tief in sich, sp\u00e4ter auch nach au\u00dfen gewandt, das Potenzial der Feindesliebe erkennen werden. Mit ihr kann der dauerhaft fortbestehende Kriegsgrund von vollkommen gespaltenen \u00d6ffentlichkeiten in Ost und West doch noch \u00fcberwunden werden. M\u00f6glicherweise erst aus einer solch tiefen Klarheit werden das Potenzial und die Strategief\u00e4higkeit derjenigen kommen, die zuverl\u00e4ssig wissen: Eine realistische Friedensf\u00e4higkeit kann die Lagergrenzen zun\u00e4chst durchl\u00f6chern und dann \u00fcberschreitbar machen. Eine solche Friedensf\u00e4higkeit ist die einzige, noch erreichbare Chance f\u00fcr die Menschheit, ohne dass die \u00d6kosysteme vollends sterben und die Migrationswellen aus unzumutbaren Lebenswirklichkeiten vollends \u00fcber die privilegierten Zonen hereinbrechen.<\/p>\n<h2>DAS INTERVIEW: Die Frechheit, uns selbst zu trauen!<\/h2>\n<p><strong>Bobby Langer (BL): \u201eFriedenspotenzial\u201c, das ist ein sch\u00f6ner, ein hoffnungsvoller Begriff. Stammt er von dir? Und kannst du ihn ein wenig erl\u00e4utern?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Peter Sch\u00f6nh\u00f6ffer (Sch)<\/strong>: Alles andere als das, aber er f\u00fchlt sich richtig an, denn Frieden kann \u201enur gewagt werden\u201c, wie der unvergessene Dietrich Bonhoeffer 1934 aus Anlass der weltweiten, erdumspannenden \u00d6kumene in Fan\u00f6 (Norwegen) formuliert hat. Frieden sei das einzige gro\u00dfe Wagnis. Man komme zu keinem Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Eine solche entschiedene Klarheit gewinnt man erst, wenn man auf das gro\u00dfe Ganze schaut und vom Blick auf die gesamte Erde durchdrungen ist. Potenzialentfaltung ist etwas, was in den letzten Jahren unzweifelhaft als Begriff und als Praxis einige Herzen zu erobern begonnen hat. Friedenspotenziale wieder zu heben in uns selber, im Dialog der Generationen, im Aufweichen der sich gerade unglaublich verfestigenden, tief gespaltenen \u00d6ffentlichkeiten in Ost und West, die verst\u00f6renderweise kaum mehr Ber\u00fchrungspunkte aufweisen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2642974 alignleft\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Bonn-80-300x200.jpeg\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Bonn-80-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Bonn-80.jpeg 440w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/>Und ich sehe es als unsere historische Aufgabe, das Wissen der Friedensbewegung aus den 1980er Jahren zu reaktivieren, das verloren zu gehen droht; hinzu kommen die Erfahrungen der Katastrophe zweier Weltkriege und der Beendigung des Kalten Krieges. Potenzial zeigt sich erst nach und nach. Es will in Mikro-Dosen in und um uns kommunikativ fein und klar gehoben werden \u2013 gemeinschaftlich plausibilisiert und zu entfalten im \u00f6ffentlichen Raum der immer enger abgesteckten Grenzen politischen Denkens und F\u00fchlens. Danach ruft unsere Zeit, um eine ber\u00fchmte Formulierung von Ernst Bloch wieder in Erinnerung zu rufen. Denn wenn wir nicht \u00f6ffentlich um Perspektiven ringen, die uns in neue, wechselseitig geteilte Logiken hineinf\u00fchren, dann schreien buchst\u00e4blich die Steine, um noch einmal ein Bibelwort \u2013 dieses Mal aus dem Alten Testament \u2013 anklingen zu lassen.<\/p>\n<p><strong>BL: Was hat dich bewogen, dich ausgerechnet mit der Frage der Friedenspotenziale zu besch\u00e4ftigen? Frieden, so das g\u00e4ngige Narrativ, sei gar nicht m\u00f6glich ohne Krieg.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Letztlich kam bei mir die Frage auf: Wie k\u00f6nnen wir uns in Ost und West neu verb\u00fcnden und in den unendlichen Traumas\u00fcmpfen des Nahen Ostens ein verl\u00e4sslich einschreitender Sicherheitsgarant gegen den fortlaufenden Terror von beiden Seiten sein; und zwar zwingend auf der Basis von V\u00f6lkerrecht, R\u00fcckbau der illegalen Siedlungen und weitestgehender Auseinanderhaltung lebensf\u00e4higer Landkorridore. Dazu aber gilt es, nicht nur Emp\u00f6rungs- oder Einzelaktivismus zu kultivieren, sondern breite Mehrheiten zu organisieren.<\/p>\n<p>Notwendige Voraussetzung daf\u00fcr ist es, so viel wie m\u00f6glich F\u00fchllosigkeit, Ressentiment und die Leitplanken unserer Vorurteile in uns selber auf- und abzur\u00e4umen. So k\u00f6nnen wir einander zur Hoffnung werden. Mit Friedensdemonstrationen in kurzen Abfolgen, mit dem H\u00f6ren auf Friedensforschung und Friedensbewegung sowie durch best\u00e4ndigen Druck auf die politisch Handelnden verm\u00f6gen wir vielleicht, den beispiellos fugendichten \u00f6ffentlichen Diskursraum zu \u00f6ffnen, zu kultivieren und eine Friedenslogik (Hanne Bickenbach) zu halten; so k\u00f6nnen wir jene \u201eHoffnung schaffen und verk\u00f6rpern\u201c, wozu Norbert Copray einmal ein sch\u00f6nes Buch geschrieben hat, die in immer weitere Ferne ger\u00fcckt erschien.<\/p>\n<p>Fugendicht: Das bedeutete u.\u00a0a., dass Matthias Platzeck, Harald Welzer und Richard David Precht (mit ihrem Buch \u00fcber die vierte Gewalt), der Erhard-Eppler-Kreis, aber auch Positionen von Gabriele Krone-Schmalz oder Sarah Wagenknecht allesamt f\u00fcr nicht mehr diskussionsw\u00fcrdig erachtet und moralisch abqualifiziert wurden. Da ist mir schlagartig etwas Grunds\u00e4tzliches klar geworden. Die Kontrolle des \u00f6ffentlichen Raumes mit einer reichlich einseitigen, wenig informierten, \u00fcber die Expertise von Bundeswehrhistorikern (S\u00f6nke Neitzel) und Bundeswehrpolitologen (Carlo Masala) gesteuerten Sto\u00dfrichtung droht komplett versiegelt zu werden, zumal sie durch von langer Hand voreingerichtete Osteuropa-Forschungs-Expert\/innen fortlaufend untermauert wird. Einw\u00e4nde der Friedensbewegten wie Andreas Zumach, Clemens Ronnefeldt, Fernando Enns oder Wolfgang Palaver werden systematisch gar nicht mehr erst \u00f6ffentlich zugelassen.<\/p>\n<p>Nun braucht es in erster Linie klare und realisierbare Perspektiven. Denn noch immer kann jederzeit wieder aufploppen, was historisch, wenn es hervorkam, fast immer verheerend gewesen ist: Siegeslogiken, Ausl\u00f6schungsfantasien, selbstverst\u00e4ndlich auch von Seiten Russlands oder der Hamas, Eskalationslogiken aus der Position wirtschaftspolitischer Ignoranz und \u00f6kologisch-weltgesellschaftlicher \u201eNach-mir-die-Sintflut-Mentalit\u00e4t\u201c, gespeist aus unerl\u00f6st-selbstherrlichem Nato-Siegestaumel oder fehlender historischer Klugheit und aus vermeintlicher moralischer Gewissheit oder im Gaza-Konflikt auch aufgrund unl\u00f6sbarer Dilemmata: Die Alternativen, die unbedingt erzwungen werden m\u00fcssen, werden gar nicht erst im Diskurs zugelassen.<\/p>\n<p><strong>BL: Was vermisst du im \u00f6ffentlichen Krieg-Frieden-Diskurs?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Am 26. Januar 2017 warnte Ex-Pr\u00e4sident Gorbatschow in einem Gastbeitrag f\u00fcr das Magazin Time: \u201eImmer mehr Truppen und Panzer werden in Europa in Stellung gebracht.\u201c Als ob er den jetzt gerade massiv vorangetriebenen Ausbau der zentralen US-amerikanischen Basis f\u00fcr Europa im pf\u00e4lzischen Ramstein und das deutsche Bataillon in Litauen vor Augen gehabt h\u00e4tte. Die Nato und die russische Armee, so warnte er, r\u00fcckten immer n\u00e4her aufeinander zu, sie st\u00fcnden sich inzwischen in Schlagdistanz gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>\u201eIn den Staatshaushalten, die kaum noch ihre sozialen Aufgaben bew\u00e4ltigen, wachsen die Milit\u00e4rausgaben\u201c, befand Gorbatschow. F\u00fcr moderne Waffen, manche mit der Schlagkraft fr\u00fcherer Massenvernichtungswaffen, sitze hingegen das Geld locker. \u201eEs sieht aus, als ob sich die Welt auf einen Krieg vorbereitet.\u201c<\/p>\n<p>Heute erscheint diese Ansage wie eine fr\u00fche Prophetie, die jetzige Lage wirkt allerdings um ein Vielfaches angespannter, besonders wenn man mit hinzuzieht, dass das exorbitante Aufbl\u00e4hen des deutschen R\u00fcstungsetats, das den Haushalt und mit ihm den sozialen Frieden im Land innerhalb nur sehr weniger Jahre mit \u00fcbergro\u00dfer Wahrscheinlichkeit in St\u00fccke rei\u00dfen wird, jetzt schon durch eine wohlfeile, selbstgef\u00e4llige, breitfl\u00e4chig betriebene oder ahnungslos \u00fcbernommene Polemik gegen B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger, gegen Faule oder gegen \u201eKriegsm\u00fcde\u201c bei weiterer Ausklammerung der \u201eSuperreichen\u201c orchestriert wird.<\/p>\n<p><strong>BL: Gibt es bestimmte Zielgruppen, an die du dich besonders wendest, und wo du noch Hoffnung siehst?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Zielgruppen werden nicht reichen. Wir brauchen umfassende Programme und tiefgreifende Basis-Ver\u00e4nderungen, wenn wir noch eine Chance haben wollen. So etwa, wie Adelheid Biesecker, eine der gro\u00dfen Vordenkerinnen feministischen Wirtschaftens, immer wieder betont hat, einen Dreiklang aus Care-Revolution, Reproduktionsverschiebungen und eine darauf aufbauende friedensf\u00e4hige \u00d6konomie. Der Weg dahin ist weit und steinig. Ohne dass wir ihn sehr real und sehr umfassend und umsichtig mit kommunikativer Klugheit begehen, werden unsere Friedensbotschaften verklingen. Sie werden in den Ohren der sozial-emotional taub gemachten Mehrheiten als idealistisch oder naiv erscheinende Friedensappelle wahrgenommen. Deswegen geh\u00f6rt es zum notwendigen \u00dcberlebensprogramm, Seelenkr\u00e4fte aufbauende Resonanz-R\u00e4ume und Resonanz-Zeiten zu erschaffen, horizontal, vertikal und diagonal (Hartmut Risa), und zwar vielf\u00e4ltig, freundschaftlich, Verbundenheit stiftend.<\/p>\n<p>Was wir wirklich brauchen, ist mehr als zielgruppengerechte Ansprache, wir ben\u00f6tigen vielmehr gut informierte, historisch versierte und abr\u00fcstungstechnisch auf der H\u00f6he der Zeit befindliche Journalist\/innen, die neue Diskursr\u00e4ume allererst er\u00f6ffnen und dauerhafte Friedenslogiken plausibel begr\u00fcnden k\u00f6nnen \u2013 und zwar f\u00fcr die nachwachsende Generation so passend, dass sie in den dortigen Rezeptionsmustern von Influencer\/innen verarbeitet werden k\u00f6nnen. Ganz wichtig auch: reale Friedensperspektiven, gekoppelt mit Auss\u00f6hnung und wirtschaftlichen Entfeindungs-Angeboten.<\/p>\n<p><strong>BL: Wenn du von \u201eFriedenspotenzialen\u201c sprichst, steht im Hintergrund die Idee der \u201eKriegspotenziale\u201c. Wer treibt diese voran und warum? Gibt es gar eine Zielgruppe, wo \u201eHopfen und Malz verloren\u201c sind?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Nun, es gibt die TV-Experten und Welterkl\u00e4rer\/innen, die nun immer wieder aufs Neue herangezogen werden, egal ob die vollst\u00e4ndig in Lobbyismus verstrickte FDP-Expertin Strack-Zimmermann, der Bundeswehr-Hochschul-Wissenschaftler Carlo Masala, die Generalit\u00e4t oder die von interessierter Seite von langer Hand aufgebauten Osteuropa-Studien-Experten an den Universit\u00e4ten. Sie haben nichts anderes zu tun, als den absolut (nicht relativ!) verh\u00e4ngnisvollen Pfad der weitergef\u00fchrten gegenseitigen Eskalation aus Panik, historischer und sachlicher Unkenntnis oder welchen Motiven auch immer ins Extrem zu f\u00fchren und die \u00f6ffentliche Meinung dadurch entscheidend zu beeinflussen. Auch die Auswahl der zugelassenen Gespr\u00e4chspartner in den wichtigen Talkshows l\u00e4sst gar keinen anderen Schluss mehr zu, als dass man Sprecherpositionen in der \u00d6ffentlichkeit (fast) nur noch an handverlesene Bellizisten vergibt. Besonders fatal: An \u00f6konomische Analysen internationaler Beziehungen traut man sich gar nicht mehr heran. Die durchaus vorhandenen, wirklich kontroversen Sachmeinungen sind schon lange vorab als nicht publizierbar ausgeschieden und fugendicht f\u00fcr indiskutabel erkl\u00e4rt, wenn n\u00f6tig \u00f6ffentlich ehrabschneidend ausgegrenzt worden.<\/p>\n<p>Was in unserer jetzigen historisch zu werden drohenden Situation wirklich zu denken gibt: All dies geschieht nicht orchestriert oder aufoktroyiert, sondern smart und freiwillig, aufgrund eingeengter Gesichtsfelder der entscheidenden Gremien, Quotendruck, nicht mehr vorhandener klarer Horizonte bei Berater\/innen und handelnden Personen in Parteipolitik und Medienlandschaft und ja, auch einem ganz allgemein verloren gegangenen historisch-politischen Bewusstsein und den entsprechenden Wissenssch\u00e4tzen. Man muss auch das einmal n\u00fcchtern aussprechen: Ja, wir haben auch ein Journalisten- und ein Netzwerkproblem. Und zu allem \u00dcberfluss auch noch ein Uneinigkeitsproblem in der Friedensbewegung, das wir erst im Zuge der Demonstrationen vom 3.10.2025 jetzt wieder zu \u00fcberwinden uns anschicken.<\/p>\n<p><strong>BL: Du sprichst von einer Verengung des Denkens, ja geradezu einer \u201eVerblendung\u201c. Kannst du das n\u00e4her ausf\u00fchren?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Was als Schl\u00fcsselbegriff der Frankfurter Schule einmal \u201eVerblendung\u201c hie\u00df, l\u00e4sst sich nun wirklich exemplarisch mit H\u00e4nden greifen. Die Scharfmacher auf beiden Seiten des neuen Kalten Krieges und der sie verschlimmernden \u201ecultural wars\u201c wetzen wie gewohnt ihre Messer, Demagogen wie Trump, Bolsonaro, Erdogan, fr\u00fcher Duterte und heute Bukele greifen mit immer rabiateren und unappetitlicheren Mitteln in ein ideologisches Vakuum, und zunehmend ist nicht nur den Putins, Orbans und Ficos dieser Welt jedes noch so demokratieverachtende Mittel recht, bedienen sie sich immer abenteuerlicherer und niedertr\u00e4chtigerer Vorgehensweisen. Die Zivilgesellschaften werden zu \u201eshrinking spaces\u201c. Die sie bislang aufhaltenden weitblickenden Beobachter und Berater, gut ausgebildete Konfliktbearbeiter, das Fachpersonal f\u00fcr die OSZE- und UN-Verhandlungsarenen \u2013 alle diese Personengruppen wachsen in den j\u00fcngeren Generationen nicht mehr nach, auch die politischen Entscheidungstr\u00e4ger verlieren sichtbar an Kontur und vor allem an intellektuellem Format. Folglich wittern die einfacher gestrickten R\u00fcstungsbauer und ihre Verk\u00e4ufer ihre Chance, bringen sich in Stellung und verzwanzigfachen binnen der Jahre des Russland-Ukraine-Krieges ihre Aktienwerte (Rheinmetall). Auch die Berufsgruppen der Politikberater\/innen, Journalist\/innen und Influencer\/innen nutzen ihre Spielr\u00e4ume nicht, weil sie sich geistig nicht breit und ausgewogen genug ern\u00e4hrt haben. Den Gesamtzusammenhang davon kann man mit Fug und Recht \u201eVerblendung\u201c nennen.<\/p>\n<p><strong>BL: Bellizisten unterstellen Friedensfreunden regelm\u00e4\u00dfig Naivit\u00e4t bzw. mangelnden Realismus. Welche realistischen Friedensperspektiven haben eine Chance, zu umsetzbaren Friedenspotenzialen zu werden?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Der Kern wird immer sein, das Leid des jeweils anderen anzuerkennen, seine Lesart der Geschichte miteinzubeziehen; \u00f6konomisch und ohne Gesichtsverlust muss es f\u00fcr beide einen Weg nach vorne geben. Ohne das geht es nicht. Man muss die Beweislogik umkehren. Nicht die Friedensbewegten haben eine Nachweispflicht, nicht naiv zu sein, sondern die systematisch und jahrzehntelang Herrschaftsverliebten und Terrorbef\u00fcrworter, die Aufr\u00fcster und Kriegspropheten. Wie viel Leid haben sie jetzt schon verursacht, welche Perspektiven sollen nach dem Zeitalter der angek\u00fcndigten Kriege, Gei\u00dfelnahmen und Vernichtungsfeldz\u00fcge noch m\u00f6glich sein? Vielleicht geht es jetzt wirklich um die schrittweise Abschaffung der Institution des Krieges. Und zwar auf breiter Linie: von gewaltfreier Kommunikation als verpflichtendem Schulfach, einer Erinnerungskultur, die das Eingedenken fremden Leids obenan stellt, verbindlichen Streitschlichterprogrammen schon in fr\u00fcher Jugend, in Deutschland aufbauend auf den \u00f6kumenischen Erfahrungen von \u201eSchritte gegen Tritte\u201c, B\u00fcndnissen wie \u201eNein zur Wehrplicht\u201c bis hin zur rechtlichen Abschaffung der Institution des Krieges. Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, die Unesco, f\u00f6rdert bereits seit einiger Zeit Programme und Projekte zu umfassenderen Kulturen des Friedens. Das w\u00e4re jetzt dran. Denn das ist auch kulturgeschichtlich in der gro\u00dfen Entwicklungsrichtung.<\/p>\n<p>Die interreligi\u00f6s geweitete \u00f6kumenische Bewegung koordinierte Aufrufe von Leonardo Boff und anderen und bildete Erdcharta-Botschafter\/innen aus. Einige Jahrzehnte sp\u00e4ter erblickten die \u201ePeace for future\u201c-Aktivist\/innen das Licht der Welt, wiederum junge Menschen, die von einer \u00f6kumenisch-christlichen Initiative, n\u00e4mlich Ralf Beckers \u201eSicherheit neu denken\u201c, ausgebildet worden waren. Wir brauchen jetzt das Zusammenschn\u00fcren all dieser Aufbr\u00fcche zu einem Gesamtprogramm. So wie Kairos Europa immer eine neue Zivilisation gefordert und gef\u00f6rdert hat, die \u00f6konomisch, \u00f6kologisch und kulturell-spirituell aufbauend unterwegs ist. Die \u201eold player\u201c \u2013 GEW, DFGVK, Stadtsch\u00fcler\/innenr\u00e4te, pax christi \u2013 sind mit den \u201enew playern\u201c der neuen kulturellen Bewegungen, der \u201eTogether for future\u201c-Familie, den \u201escientist und christian rebellions\u201c zu vernetzen. Nur so kann ein Umdenken breit und tief Raum greifen und mehrheitsf\u00e4hig werden.<\/p>\n<p>Es braucht jetzt Weitblick, Vorausblick, Scharfblick, Einblick und feinf\u00fchliges Mehrebenendenken. Und dazu die Nutzung neuer interkulturell validierter Kulturtechniken wie \u201eart of hosting\u201c, \u201einterbeing\u201c, \u201eemergent dialogues\u201c sowie weitgreifender global bereits im \u201epocket project\u201c Traumaheilungsbewegungen.<\/p>\n<p><strong>BL: Demgegen\u00fcber steht die notwendige Weitung im Geist, nicht wahr?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Auch auf einer individuellen Ebene muss gearbeitet werden. Hier gilt: Alles, was wir in Bewegung bringen, kann sich transformieren. Was wir festhalten, bleibt fest und macht fest. Im Denken, im F\u00fchlen. In den denkbaren, f\u00fchlbaren Perspektiven. Erlauben wir dem Stress, den die Kriegssituationen und der Verlust an Anstand in uns ausl\u00f6sen, durch uns hindurchzuflie\u00dfen. Es darf uns bewegen. Die Aufrechten sch\u00fcttelt er eh bereits von innen durch. Kannst du das erlauben? Lass diesen Stress zu als ein Sch\u00fctteln von innen. Nutze ihn. Geh ihm nicht aus dem Weg, bleib dran! Und sch\u00fcttle dich mal so in diesen Stress rein, bis es anf\u00e4ngt, dir Spa\u00df zu machen. \u00d6ffne dich k\u00f6rperlich f\u00fcr das Erleben von Stress, von Angst, von Sorgen. Fall nicht aus dir selbst raus. Die Welt darf dich sehen. Du verlierst keine Energie. Und du bleibst dieses str\u00f6mende, pulsierende K\u00f6rper-Tier. Alles an dir ist wichtig, lebendig. Bleib da, bleib pr\u00e4sent. Solange du etwas sp\u00fcrst, ist das eine gute Nachricht. Was wir wirklich zu f\u00fcrchten haben, ist die H\u00f6lle des Nicht-Sp\u00fcrens. Weil wir nicht mehr sp\u00fcren, dass wir nicht sp\u00fcren. Ilan Stephanie spurt hier die Wege f\u00fcr neue kulturelle Substanzbildung.<\/p>\n<p>Wenn wir das alles nicht tun und uns verkriechen, uns in Ideologien oder Fundamentalismus oder Selbsthass einbuddeln, kostet uns dies Kraft, Lebensfreude und mit ihr \u201esoziale Fantasie\u201c, wie Oskar Negt nie m\u00fcde wurde zu betonen. Auf diese Weise einen \u201egamechanger\u201c einzubauen, damit wir interkulturell beziehungsf\u00e4hig und beweglich werden, das wird m\u00f6glicherweise unerl\u00e4sslich werden in diesen Vor-Kollaps-Situationen, die, sich verst\u00e4rkend, auf vielerlei Ebenen abgleiten. Geist und Wahrheit kommen selten wie von Zauberhand. Der Mensch muss sich darauf vorbereiten, damit er sie empfangen und kultivieren kann. K\u00f6rperarbeit und Traumaheilung verbinden wirklich. Das bedeutet, er muss zu einer Einstellung finden in der Art: Die Herausforderungen meines Lebens machen mich energetischer, geben so Kraft, statt sie zu rauben.<\/p>\n<p><strong>BL: Welches Friedenspotenzial billigst du jungen Leuten zu? In Sachen \u00d6kologie haben sie in den letzten Jahren die Politik ja schon mal ordentlich aufgemischt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Das Friedenspotenzial junger Leute m\u00fcssen die jungen Leute selbst in sich freilegen. \u201ePeace for future\u201c ist von der mittleren Generation aus \u201eSicherheit neu denken\u201c ausgebildet worden, steht aber jetzt zunehmend vor eigenen Projekten und arbeitet auch methodisch auf ganz eigenen F\u00fc\u00dfen. So k\u00f6nnte die Weitergabe von Know-how, Haltungen und Kenntnissen funktionieren. Inklusive des Loslassens und Freilassens der J\u00fcngeren, wenn sie so weit sind. Aber sie m\u00fcssen unbedingt den Kontakt und Austausch zwischen den Generationen halten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2642987 alignleft\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/6448149985_9969cdf649_z-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"376\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/6448149985_9969cdf649_z-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/6448149985_9969cdf649_z.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 376px) 100vw, 376px\" \/>Und ja, die Fridays haben unendlich viel bewirkt, vordergr\u00fcndig und hintergr\u00fcndig. Aus ihnen ist die \u201eTogether for future\u201c-Familie hervorgegangen, mit allein \u00fcber 20.000 Scientists for Future. Einen Moment lang schienen wir in der CO<sub>2<\/sub>-Frage als Gesamtgesellschaft einigerma\u00dfen gleichauf mit der drastischen Notwendigkeit schnellen und systematischen Umsteuerns zu kommen. Das alles ist Hoffnung erweckend, dass es gehen kann, mit globalem Horizont und Ausl\u00e4ufern weltweit. Unfassbare Massenmobilisierungen f\u00fcr die richtige Sache sind m\u00f6glich. Es bleibt ja wahr: Auch der Frieden braucht junge Protagonist\/innen, jugendgem\u00e4\u00dfe Mobilisierungen. Sein Themenfeld ist freilich weniger sexy \u2013 und, was die Shell-Studien verraten, auch weniger greifbar. Doch das kann sich \u00e4ndern, wenn noch klarer wird, was auf dem Spiel steht \u2013 und wenn die Pionierleistungen der letzten Wochen z\u00fcgig wahr- und aufgenommen, verst\u00e4rkt und multipliziert werden.<\/p>\n<p><strong>BL: Wie sch\u00e4tzt du die Initiative \u201eCriminalize War\u201c des ehemaligen malaysischen Ministerpr\u00e4sidenten Mahathir bin Mohamad ein?<\/strong> <strong>Den Gedanken, dass Mord grunds\u00e4tzlich eine abscheuliche Handlung darstellt, haben alle gro\u00dfen Religionen gemeinsam \u2013 auch wenn gerne mal, nicht nur im Christentum, Ausnahmen zugelassen werden. K\u00f6nnten nicht Christen sich auf dieser Basis f\u00fcr den Frieden engagieren \u2013 ganz unabh\u00e4ngig von Konfession oder obrigkeitlichen Vorgaben<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Alles, was den geistigen Raum \u00f6ffnet und materiell-spirituelle Doppelstrategien hervorgehen l\u00e4sst, muss, so gut es geht, genutzt werden. Daran wird kein Weg vorbeigehen. Wer immer solche Ans\u00e4tze erkennt, m\u00f6ge sie ausbuchstabieren und mithelfen, sie gro\u00df zu machen.<\/p>\n<p><strong>BL: Bei allem, was du sagst, schwingt \u2013 gef\u00fchlt \u2013 Hoffnung mit. Richtig? Aber vielleicht braucht es ja noch mehr als \u201eHoffnung\u201c?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Menschen sind nicht nennenswert gl\u00fccklich und ausbalanciert, wenn sie gen\u00fcgend von allem haben und sich mit Unwesentlichem abschie\u00dfen. Menschliches Sich-lebendig-F\u00fchlen, frei und stark, individuell und kollektiv auf ein paar L\u00f6sungen kommen, h\u00e4ngt von ganz anderen Dingen ab: ein sp\u00fcrendes, pulsierendes Nervensystem, das sich entlang seiner Sinne und seines K\u00f6rpers orientieren darf. Dann entfaltet sich das Gef\u00fchlsleben gesund, ohne Drama, ohne Kollaps \u2026 Wellen von Durchflutet-Werden, das Kraft gibt. Im wirklichen Sinne intelligent sein, geht \u00fcber das hinaus, was nur still sitzt und im Kopf klug wird. Wirkliches menschliches Potenzial schaltet sich nur frei, wenn Menschen k\u00f6rperlich sind, ihre Grenzen kennen. Unk\u00f6rperlichkeit dr\u00fcckt auf alle Lebensbereiche die Bremse. \u201eWenn wir wieder wahrnehmen\u201c, hat uns Heike Pourian ins Stammbuch geschrieben \u2026<\/p>\n<p>Unser Potenzial zu \u00f6ffnen, h\u00e4ngt nicht nur von Selbstbildern, Glaubenss\u00e4tzen, \u00dcberzeugungen aus Kindheit oder Traumata ab. Die Ebene, die das Ganze zementiert oder eben ver\u00e4ndern kann, ist und bleibt der K\u00f6rper. Fr\u00fch schon erkannte der Soziologe Vester, wie die sozialen Schichten im gesellschaftlichen Strukturwandel auf Welt und Weltver\u00e4nderung eingestellt sind, n\u00e4mlich zu 60 Prozent apathisch und passiv-aggressiv. Auch Hartmut Rosa erkannte 20 Jahre sp\u00e4ter die Bedeutsamkeit ablehnender Muster von Weltbegegnung. Wenn wir da nicht herauskommen, kommen wir nicht auf Friedensperspektiven \u2013 und erreichen sie erst recht nicht gesellschaftlich. Mittlerweile wissen wir: In Aufrichtung, offener Atmung und Freiheit der Gelenke (als seien wir kostbar, lebendig, liebenswert!), wird mit viermal gr\u00f6\u00dferer Wucht vom K\u00f6rpergehirn zum Kopfgehirn gefunkt als umgekehrt: Wir sind ekstatisch, lebensvoll etc. Es geht also darum, Bewegungsmuster, K\u00f6rpermuster umzust\u00fclpen, damit sie etwas anderes glauben als an die eigene Wertlosigkeit. Kollaps, das hei\u00dft, die Arme sind schlapp und leer und meine Beine sp\u00fcre ich gar nicht mehr so richtig. Der Kollaps der K\u00f6rper geht dem Kollaps des Geistes und der Kriegsangst voraus.<\/p>\n<p>Geh in die \u00e4lteste Sprache der Welt: das Vibrieren. Wenn uns das gelingt, dann werden wir das auch glauben. Und fast wie von allein Friedenspotenziale heben. Der neue Weg in die Verk\u00f6rperung ist nicht gebahnt, oft vernachl\u00e4ssigt. \u201eDie Menschen k\u00f6nnen es der Wahrheit nicht verzeihen, dass sie so einfach ist\u201c, wusste noch Meister Johann Wolfgang Goethe. Jede Zelle unseres K\u00f6rpers ist intelligent. Auch wenn das Vibrieren zun\u00e4chst Angstsignale in unserem bisherigen Wahrnehmungssystem ausl\u00f6st. Die Welle im Nervensystem wird sich aufbauen und wieder kleiner werden \u2013 wie eine Welle sich eben aufbaut. Die meisten Menschen verbringen ihr ganzes Leben mehr oder weniger im Kollaps: \u201eMein Leben ist mir zu viel. Ich bin ersch\u00f6pft. Ich kann nicht mehr.\u201c Den Kollaps zu sp\u00fcren und aufzul\u00f6sen, ist aber eine Goldgrube, weil in diesem Zustand Energien gespeichert und Gef\u00fchle zur\u00fcckgehalten sind. Das Sp\u00fcren ist die Basis f\u00fcr ein gesundes Sp\u00fcren. Ausatmen, Parasympaticus: Jetzt kann sich etwas integrieren. Also: Her mit den Triggern!<\/p>\n<p><strong>BL: Von Bonhoeffer und Heribert Prantls neuem Buch \u201eDen Frieden gewinnen\u201c nimmst du den wichtigen Satz \u201eFrieden sei ein Wagnis\u201c. Ist es erforderlich, dem Wagnis des Friedens das Wagnis des Krieges gegen\u00fcberzustellen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch.: <\/strong>Ich bleibe \u00fcberzeugt davon: Dass die Fundamente der Welt anders aufgestellt werden, ist n\u00f6tig und m\u00f6glich. In Zeiten voller Unsicherheit, Selbstr\u00fcckzug und Energieverlust brauchen wir mehr denn je Klarheit und Orientierung. Das aber entsteht nicht allein im Kopf. Orientierung w\u00e4chst wieder, wenn wir uns verbinden, aber womit? Wo sind wir abgeschnitten von uns selbst, wo nur noch eine leere H\u00fclle, eine tr\u00fcgerische Art von Stille und Isolation? Also womit? Mit uns selbst, mit unserem inneren Kompass, mit dem Gr\u00f6\u00dferen, das uns tr\u00e4gt. Es geht um den Moment, in dem dein Nervensystem neu lernt. Bleib dabei! Die Intensit\u00e4t verbrennt das Alte und bringt dich neu auf die Welt! \u00dcberall bricht das Niedergehaltene auf! Fl\u00fcgelschl\u00e4ge in die richtige Richtung. Die Themen l\u00f6sen sich nicht, wenn wir wohltemperiert isoliert bleiben. Ohne kulturellen Tiefenwandel keine Friedenspotenziale.<\/p>\n<p>Also sp\u00fcr einen Moment hinein in die Kostbarkeit deines Herzens. Etwas in deinen Zellen ist immer intakt geblieben. Dein Leben ist von gro\u00dfem Wert. Dich selber abzulehnen, ist pure Zeitverschwendung. Damit h\u00f6ren wir jetzt gemeinsam auf. Und unterst\u00fctzen uns dabei. Mit Seelsorge und K\u00f6rpersorge zur wechselseitig geteilten Wirklichkeitswahrnehmung. Das erm\u00f6glicht Friedenst\u00fcchtigkeit. \u00dcber die F\u00fc\u00dfe geben wir diesen Rhythmus des Friedens in die Welt, tragend mit uns selbst und mit denen, die so komplett anders geworden sind als wir; das Menschsein ist uns allen gemeinsam. Der Raum nach vorne ist gro\u00df und leuchtend, und er ist offen. Aber er wird nicht gegeneinander zu gewinnen sein, mit brachial gespaltenen \u00d6ffentlichkeiten in Ost und West schon gar nicht, die nichts aber auch gar nichts mehr miteinander zu tun haben und auf krasse Kriegst\u00fcchtigkeit getrimmt werden auf beiden Seiten des neuen eisernen Vorhangs \u2013 und im Ausagieren von Vernichtungsfantasien im Nahen Osten auch nicht.<\/p>\n<p>Besinnen wir uns auf unsere ganze, wiedergewonnene W\u00fcrde, den Tortenboden der wechselseitigen echten Wahrnehmung, die Demut vor dem eigenen und dem fremden Herzen, die Selbst- und Fremdliebe, die entparadoxierende Feindesliebe, die Frechheit, uns selbst zu trauen: dem, was wir tief in uns f\u00fchlen, erfahren haben und sp\u00fcrbar halten m\u00fcssen.<\/p>\n<p><em>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Bobby Langer von der Internetplattform \u00d6koligenta.de<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2642975 alignleft\" 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