{"id":2626292,"date":"2025-08-12T09:24:56","date_gmt":"2025-08-12T08:24:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2626292"},"modified":"2025-08-12T09:24:56","modified_gmt":"2025-08-12T08:24:56","slug":"gewaltfreiheit-denken-eine-neue-sicht-auf-den-pazifismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/08\/gewaltfreiheit-denken-eine-neue-sicht-auf-den-pazifismus\/","title":{"rendered":"Gewaltfreiheit denken: Eine neue Sicht auf den Pazifismus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dieser Artikel ist der zweite Teil einer dreiteiligen Serie, die den Themenbereichen gewidmet ist, die in den aktuellen Geschehnissen um Gewaltfreiheit eine Rolle spielen. Im Anschluss an den ersten Teil, der sich mit <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/07\/oekofeminismus-und-gewaltfreiheit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00d6kofeminismus und Gewaltfreiheit<\/a> befasst, folgt nun der zweite \u00fcber Pazifismus und Gewaltfreiheit. Der dritte und letzte Teil wird sich mit Vegetarismus und Gewaltlosigkeit auseinandersetzen. Der untenstehende Text ist ein Beitrag, der auf dem Kolloquium Der Pazifismus im 21. Jahrhundert, organisiert vom Institut pour la Paix am 14. und 15. November 2024 in Dijon, gehalten wurde.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man sich mit den Zusammenh\u00e4ngen zwischen Pazifismus und Gewaltfreiheit auseinandersetzen m\u00f6chte, muss man sich fragen, was sie unterscheidet und was sie einander n\u00e4her bringt. Meine \u00c4u\u00dferungen werden weder wertfrei noch zur\u00fcckhaltend sein, zumal ich nach der Lesart der politischen Gewaltfreiheit spreche.<\/p>\n<p>In diesem Beitrag werde ich zun\u00e4chst kl\u00e4ren, was Gewaltfreiheit zu zwei Begriffen aussagen kann, die im Mittelpunkt unserer Thematik stehen: Krieg und Frieden. Von diesen Grundlagen ausgehend scheint es mir m\u00f6glich, eine Betrachtung \u00fcber Pazifismus und Gewaltfreiheit zu formulieren.<\/p>\n<p>In einer zweiten Stufe werde ich, immer noch unter dem Gesichtspunkt der Gewaltfreiheit, betonen, welches die Grenzen des traditionellen Pazifismus sind und warum er nicht immer in der Lage war, auf die Geschehnisse Einfluss zu nehmen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend werde ich meine Argumentation ausweiten und er\u00f6rtern, was ich als widerspr\u00fcchliche Beziehungen zwischen Pazifismus und Gewaltfreiheit bezeichnen werde, indem ich zum einen die Positionierung einiger historischer Pers\u00f6nlichkeiten anf\u00fchre und zum anderen verdeutliche, dass die Ablehnung des Krieges mit der Suche nach einer Alternative zum Krieg einhergehen muss.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich werde ich mit ein paar Optionen abschlie\u00dfen, um die beiden Begriffe einander anzun\u00e4hern und zu untersuchen, was ein \u201egewaltfreier Pazifismus\u201c f\u00fcr unser Jahrhundert bedeuten k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3><strong>\u00dcber den Krieg und den Frieden<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Erste \u00dcberlegung: Krieg ist nicht die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, <\/strong>sondern ein Bruch mit den klassischen Mitteln der Politik, n\u00e4mlich Dialog, Verhandlung und friedliche Bew\u00e4ltigung von Konflikten in der Gesellschaft. Die Politik in einer Demokratie steht sowohl hinsichtlich ihrer Mittel als auch ihrer Ziele im Gegensatz zum Einsatz von Gewalt, da Gewalt das Scheitern der Politik bedeutet. Das Ziel der Politik ist es, zur Befriedung des gesellschaftlichen Lebens beizutragen. Somit stehen die Gesetze des Krieges und die Gesetze der Politik im Widerspruch zueinander. Sobald der Krieg erkl\u00e4rt ist, wird die Politik unterbrochen und wir treten in die Herrschaft der instrumentellen Gewalt der Kriegsmittel ein.<\/p>\n<p><strong>Zweite \u00dcberlegung:<\/strong> <strong>Es gibt keinen \u201egerechten Krieg\u201c.<\/strong> Der Grund, der einen Krieg rechtfertigt, kann gerecht sein, aber die Mittel des Krieges, n\u00e4mlich Zerst\u00f6rungen, Bombardierung der Zivilbev\u00f6lkerung, der Einsatz m\u00f6rderischer Waffen, die immer hochentwickelter und leistungsf\u00e4higer werden, all diese Mittel sind niemals gerecht, denn sie verbreiten Terror, Trostlosigkeit und Tod mit immer zahlreicheren Opfern. Das Konzept des \u201egerechten Krieges\u201c kann nur in einer Kultur der Gewalt seinen Platz haben, die der Meinung ist, dass alle Mittel richtig, legitim und notwendig sind, um ein Ziel zu erreichen, um eine Sache zu verteidigen, ob diese nun Vaterland, Demokratie oder sogar Frieden hei\u00dft. Krieg ist ein m\u00f6rderischer Wahnsinn, ein ungeheures Ungl\u00fcck, eine unwiederbringliche Trag\u00f6die, die durch nichts zu rechtfertigen ist.<\/p>\n<p><strong>Dritte \u00dcberlegung<\/strong>: <strong>Krieg ist gleichbedeutend mit Entmenschlichung.<\/strong> Krieg bringt auch eine Form der Entmenschlichung der Soldaten mit sich, die angeworben, geschult und instrumentalisiert werden, um Taten zu begehen, die der Verstand in normalen Zeiten verurteilt. Man glaubt, man w\u00fcrde Krieg f\u00fchren, um eine edle Sache zu verteidigen, aber tats\u00e4chlich t\u00f6tet man, metzelt man nieder und am Ende gew\u00f6hnt man sich daran. Man steigt nicht unbeschadet aus der Gewalt aus, die man anderen w\u00e4hrend des Krieges zuf\u00fcgt. Wie viele aus dem Krieg zur\u00fcckgekehrte Soldaten, die nun infolge posttraumatischer Symptome oder\/und bleibender k\u00f6rperlicher Verletzungen nicht mehr in der Lage sind, ein normales Leben zu f\u00fchren? Und wie viele davon begehen Selbstmord? Der Krieg ist unrechtm\u00e4\u00dfig, denn er ist mit der wahren Natur des Menschen unvereinbar. Er ist ein kollektiver Selbstmord.<\/p>\n<p><strong>Vierte \u00dcberlegung: Frieden ist nicht das Gegenteil von Krieg, er ist kein Zustand von \u201eNicht-Krieg.\u201c <\/strong>Frieden ist ein Abkommen zwischen zwei Parteien, die Feindseligkeiten einzustellen und die Bedingungen f\u00fcr ein gemeinsames friedliches Zusammenleben festzulegen. Grunds\u00e4tzlich ist Frieden kein Zustand, sondern eine konstruktive Handlung, die dem menschlichen Willen untersteht. Der Frieden ist stets zerbrechlich und erfordert Wachsamkeit und entschlossenes Handeln, um Kriegsgefahren zu verhindern.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcnfte \u00dcberlegung: Frieden braucht Gerechtigkeit.<\/strong> Das Ausbleiben von Krieg reicht nicht aus, um in Frieden zu leben. In einem totalit\u00e4ren Regime herrschen \u201eFrieden\u201c und \u201eOrdnung\u201c, aber Unrecht und Unterdr\u00fcckung sind die Regel. Was dem Frieden schadet, ist exakt das alles, was der Menschenw\u00fcrde schadet. Kein Frieden ohne Gerechtigkeit. Die erste Aufgabe einer Friedenspolitik ist die Schaffung von Gerechtigkeit durch demokratische Institutionen, die Gleichberechtigung und die Achtung von Freiheiten sicherstellen.<\/p>\n<p><strong>Sechste \u00dcberlegung: Frieden bedeutet Kampf.<\/strong> Frieden in Gerechtigkeit und Freiheit ist zwar ein Menschenrecht, aber dennoch ein Recht, das es immer wieder neu zu erobern gilt, denn die Werte, die ihn st\u00fctzen, sind zerbrechlich und werden durch Weltanschauungen der Gewalt, der Ausgrenzung, der Diskriminierung, die weiterhin florieren, in Frage gestellt. Der Kampf f\u00fcr Frieden ist ein ewiger Kampf.<\/p>\n<h3><strong>Die Schwachstellen des traditionellen Pazifismus<\/strong><\/h3>\n<p>Diese ersten \u00dcberlegungen und Definitionen zu Krieg und Frieden aus der Perspektive der Gewaltlosigkeit f\u00fchren uns dazu, auf die Unzul\u00e4nglichkeiten des \u201etraditionellen\u201c Pazifismus hinzuweisen, sei er nun \u201eabsolut\u201c oder \u201ebedingt\u201c.<\/p>\n<p>Wenn Verfechter des Pazifismus der Ansicht sind, dass der Krieg das gr\u00f6\u00dfte aller \u00dcbel ist, laufen sie Gefahr, den Frieden, als das Ausbleiben von Krieg, als \u201eabsolut\u201c zu verstehen. Dabei k\u00f6nnten sie sich mit einem Frieden ohne Gerechtigkeit und Freiheit abfinden. Der absolute Pazifismus beschr\u00e4nkt sich also auf eine moralistische Haltung, indem er freilich zu Recht die Schrecken des Krieges anprangert, aber ohne Einfluss auf die Geschehnisse. Dadurch gibt er Anlass zur Kritik f\u00fcr diejenigen, die Pazifisten als gef\u00e4hrliche Utopisten betrachten, die Unterdr\u00fcckung und Ungerechtigkeiten guthei\u00dfen.<\/p>\n<p>Ein anderer Schwachpunkt des Pazifismus ist die Betrachtung, dass Streitkr\u00e4fte und Waffen die prim\u00e4ren Faktoren des Krieges sind, wobei man vergisst, dass es haupts\u00e4chlich nationalistische, religi\u00f6se, imperialistische und kapitalistische Ideologien sind, die der Ursprung des Krieges sind. Abr\u00fcstung ist w\u00fcnschenswert, um Spannungen und Kriegsrisiken zu mindern, ist jedoch nicht ausreichend, um den Krieg aus der Geschichte zu beseitigen. Es ist wichtig, das Entstehen von Kriegen bei den Wurzeln zu packen.<\/p>\n<p>Der \u201ebedingte\u201c Pazifismus, der zwar den Krieg missbilligt, ist der Ansicht, dass es historische F\u00e4lle gibt, bei denen die Notwendigkeit eines Krieges geboten ist, um gegen einen Angriff von au\u00dfen Widerstand zu leisten. Dieser Pazifismus steht der Doktrin des \u201egerechten Krieges\u201c nahe, im Namen der Verteidigung einer gerechten Sache. Die Verfechter dieses Pazifismus werden es dann schwer haben, begreiflich zu machen, dass das Zur\u00fcckgreifen auf den Krieg das geringere \u00dcbel ist, wenn zuvor mit Nachdruck Argumente gegen das \u00dcbel des Krieges vorgebracht wurden.<\/p>\n<p>Ob \u201eabsolut\u201c oder \u201ebedingt\u201c, der Pazifismus hat allzu h\u00e4ufig seinen Ursprung in einer idealistischen Sichtweise der Geschichte. Indem sie Recht, Dialog, Vertrauen, Freundschaft und Vers\u00f6hnung zwischen den V\u00f6lkern zur L\u00f6sung internationaler Konflikte lobt, scheint die pazifistische Denkweise die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse, die die Konflikte bestimmen, zu \u00fcbersehen.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Schwachpunkt des Pazifismus besteht trotz seiner Verdienste und Vorz\u00fcge darin, dass er bei Konflikten keine Alternativen zur Verteidigung von Freiheit und Gerechtigkeit anbietet. Der traditionelle Pazifismus war demnach nicht in der Lage, einen tats\u00e4chlichen Einfluss auf die Geschehnisse zu haben. Und er fand sich in hohem Ma\u00dfe durch die vorherrschende Ideologie stigmatisiert, und nicht zuletzt durch Philosophen wie Simone Weil. Bef\u00fcrworter des Militarismus verwenden \u00fcbrigens oft das M\u00fcnchner Abkommen von 1938 als ultimative Beleidigung, um diejenigen zu verunglimpfen, die sich gegen eine milit\u00e4rische Eskalation aussprechen. Damit wird jede Debatte blockiert.<\/p>\n<h3><strong>Das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Pazifismus und Gewaltfreiheit<\/strong><\/h3>\n<p>Ich komme jetzt auf das zu sprechen, was ich als widerspr\u00fcchliche Beziehung zwischen Pazifismus und Gewaltfreiheit bezeichne, auch wenn die ersten \u00dcberlegungen bereits Zwischent\u00f6ne und Unterschiede zwischen den beiden Begriffen erkennen lassen. Es ist eine Tatsache, dass Pazifismus und Gewaltfreiheit nicht oft gemeinsame Ziele verfolgt haben. Die Geschichte liefert uns einige Antworten.<\/p>\n<p>Wenn wir dem Begr\u00fcnder der zeitgen\u00f6ssischen Gewaltfreiheit, Gandhi, zuh\u00f6ren, k\u00f6nnten wir ihn in die Kategorie der \u201ebedingten Pazifisten\u201c einordnen. Wenn Gandhi schreibt, dass es ihm lieber w\u00e4re, Indien w\u00fcrde gegen das britische Empire zu den Waffen greifen, als tatenlos zuzusehen, wie sein Volk gedem\u00fctigt und gepeinigt wird, unterst\u00fctzt er eine Form des \u201egerechten Krieges\u201c. \u201eWenn es nur die Wahl zwischen Gewalt und Feigheit g\u00e4be, sagt Gandhi noch einmal, ich w\u00fcrde zur Gewalt raten\u201c. Allerdings vergisst man allzu oft die Fortsetzung seiner \u00dcberlegung: \u201eAber ich glaube trotzdem, dass Gewaltfreiheit \u00fcber der Gewalt steht. Und der ganze Verdienst Gandhis bestand gerade darin, aufzuzeigen, dass es eine gewaltfreie Alternative zum bewaffneten Widerstand und zum Befreiungskrieg gibt.<\/p>\n<p>Sicher ist, dass Gandhi jeglichen absoluten Pazifismus ablehnt. Er hat dar\u00fcber hinaus an einigen bewaffneten Konflikten teilgenommen, ohne jedoch ein K\u00e4mpfer zu sein. Er bildete eine Einheit von Sanit\u00e4tern, die die Briten im Burenkrieg (1899-1902) unterst\u00fctzte; 1918 stand er England bei, indem er eine Rekrutierungskampagne f\u00fcr die indische Armee veranstaltete; am Ende verurteilte er sogar die M\u00fcnchner Abkommen und den R\u00fcckgriff auf den Krieg im Namen des Prinzips der Gewaltfreiheit, tat aber alles, um zu vermeiden, dass er die britischen Kriegsanstrengungen gegen Hitler zwischen 1939 und 1942 st\u00f6rte.<\/p>\n<p>Ein weiterer historischer Orientierungspunkt ist Romain Rolland. Wie Sie wissen, war er 1914 einer der eifrigsten Verfechter der Sache f\u00fcr den Frieden und wurde dadurch zu einer der bedeutenden pazifistischen Pers\u00f6nlichkeiten seiner Epoche. Als Romain Rolland 1924 begann, Gandhi zu h\u00f6ren und eine Biografie des indischen F\u00fchrers ver\u00f6ffentlichte, bem\u00fchte er sich, Gewaltfreiheit vom Pazifismus zu unterscheiden. Zumindest m\u00f6chte sich Romain Rolland von einem bestimmten Pazifismus abgrenzen, der die Realit\u00e4t von Konflikten nicht beachtet, was er den \u201epassiven Pazifismus\u201c nennt, um die St\u00e4rke der gewaltfreien Aktion, die das genaue Gegenteil von Passivit\u00e4t ist, besser hervorzuheben.<\/p>\n<p>Und dennoch befinden wir uns inmitten von Dilemmas, die die Aktivisten der Gewaltfreiheit in der Geschichte oft durchlebt haben, stellte Romain Rolland in den 1930er Jahren fest, dass Europa dieser neuen Form des Kampfes keine Aufmerksamkeit schenken wollte (und hierzu macht er seinen pazifistischen Freunden Vorw\u00fcrfe). Er behauptet dann, dass Europa zu diesem Zeitpunkt mit der Notwendigkeit konfrontiert ist, alles zu tun, um den Faschismus und den Nationalsozialismus zu bek\u00e4mpfen. Indem er Gandhis Gewaltfreiheit in hohem Ansehen beh\u00e4lt, ist er ungern der Meinung, dass Europa keine andere Wahl als die Mittel der Gewalt und des Krieges hat, um gegen Imperialismus und Faschismus zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Dieses Dilemma besteht auch heute noch. Wenn Staaten allein in die Mittel der bewaffneten Gewalt und des Krieges investieren, um die Nation vor einem Angriff von au\u00dfen zu sch\u00fctzen, dann sind nur diese Mittel einsatzbereit, wenn der Angriff pl\u00f6tzlich eintritt. Sowohl der militante Pazifist als auch der gewaltfreie Aktivist sind dann einer extremen moralischen Anspannung ausgesetzt, die aus diesem Dilemma herr\u00fchrt: entweder den Krieg zu unterst\u00fctzen, um keine Ungerechtigkeit zu billigen, aber dabei zu riskieren, die eigenen pazifistischen oder gewaltfreien Werte und \u00dcberzeugungen zu verraten; oder den Krieg ablehnen, ohne die M\u00f6glichkeit zu haben, eine praktikable Alternative zur wirksamen Bek\u00e4mpfung der Aggression zu unterst\u00fctzen, und sich dadurch moralisch mitschuldig an einer offensichtlichen Ungerechtigkeit f\u00fchlen. In diesem Dilemma befinden wir uns derzeit, insbesondere im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine.<\/p>\n<p>An den widerspr\u00fcchlichen Beziehungen zwischen Gewaltfreiheit und Pazifismus gibt es eine grundlegende Kritik, die von den Bef\u00fcrwortern der Gewaltfreiheit gegen\u00fcber dem traditionellen Pazifismus ge\u00e4u\u00dfert wird. Diese Kritik l\u00e4sst sich in einer Formel zusammenfassen: die Reden gegen den Krieg, die Reden f\u00fcr Abr\u00fcstung, so n\u00f6tig sie sein m\u00f6gen, sind unzureichend und wirkungslos, weil sie einen wesentlichen Punkt vernachl\u00e4ssigen, n\u00e4mlich dass \u201eder Krieg nicht nur eine Verurteilung verdient, sondern eine Alternative erfordert [1]\u201d (Jean-Marie Muller). In gleichem Ma\u00dfe wie die Gewaltfreiheit, die Nein sagt zur Gewalt, gewaltfreie Handlungsstrategien anbietet und umsetzt, um Ungerechtigkeit und Unterdr\u00fcckung zu bek\u00e4mpfen, muss das Nein zum Krieg mit der Umsetzung \u201efunktionaler \u00c4quivalente des Krieges\u201d einhergehen, die es den V\u00f6lkern erm\u00f6glichen, sich gegen Unterdr\u00fcckung zu wehren und den Nationen, sich gegen milit\u00e4rische Angriffe zu verteidigen.<\/p>\n<h3><strong>Krieg erfordert eine Alternative<\/strong><\/h3>\n<p>Die politische Philosophie der Gewaltfreiheit bewertet es tats\u00e4chlich als schl\u00fcssig und verantwortungsvoll, an einsatzbereite und glaubw\u00fcrdige Alternativen zum klassischen Krieg zu denken und zu planen, um den Frieden in Gerechtigkeit zu wahren und voranzutreiben. Wie sehen diese Alternativen aus?<\/p>\n<p>Die erste ist, was wir gewaltfreie Zivilverteidigung nennen. Der gewaltfreie Aktivist, der bestrebt ist, den Frieden mit gerechten Mitteln zu erhalten und aufzubauen, ist sich bewusst, dass er sich nicht vor seiner Verantwortung hinsichtlich der Verteidigung dr\u00fccken kann. Seit den 1950er Jahren, und seit mehr als vierzig Jahren, haben zahlreiche Wissenschaftler, aber auch Aktivisten der Gewaltfreiheit, anhand von Fallstudien \u00fcber zivilen Widerstand in der Geschichte, Forschungsarbeiten \u00fcber eine alternative Verteidigungsform zur bewaffneten Verteidigung durchgef\u00fchrt, die auf den Mitteln der gewaltfreien Ma\u00dfnahme beruht. Die gewaltfreie, zivile Verteidigung ist eine Verteidigungspolitik, die Mittel des zivilen Widerstands einsetzt und je nach Bedarf anwendet, um einen m\u00f6glichen Angreifer davon abzuhalten, seine milit\u00e4rischen, politischen, ideologischen und wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Diese \u00dcberlegung zu dieser Verteidigungsform, die seit Anfang der 1990er Jahre auf Eis lag, ist durch den Krieg in der Ukraine wieder aktuell geworden. Wir weisen darauf hin, dass sich in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren sehr viele Regierungen in Europa f\u00fcr gewaltfreie Zivilverteidigung interessierten, Studien in Auftrag gaben und die Einf\u00fchrung von Ma\u00dfnahmen zur gewaltfreien Zivilverteidigung als Erg\u00e4nzung zur milit\u00e4rischen Verteidigung in Erw\u00e4gung zogen.<\/p>\n<p>Die zweite Alternative nennt sich zivile Friedensintervention, die seit Beginn der 1990er Jahre entstanden ist. Gruppen unbewaffneter Zivilisten mischen sich in Konfliktl\u00e4nder ein, indem sie in der Regel im Rahmen eines internationalen Mandats Eins\u00e4tze und Ma\u00dfnahmen zur Beobachtung, zum Eingreifen, zur Vermittlung und zum Schutz durchf\u00fchren, mit dem Ziel, den Dialog zwischen den Konfliktparteien zu f\u00f6rdern und den Frieden wieder herzustellen, zu sch\u00fctzen und zu erhalten. Ziviler Einsatz kann als eine Alternative zum milit\u00e4rischen Einsatz betrachtet werden; sie beg\u00fcnstigt die Herausbildung und Umsetzung politischer L\u00f6sungen bei Konflikten. Sie basiert auf der Entstehung von Teams aus Zivilisten innerhalb der Nichtregierungsorganisationen. Heute konzentriert sie sich vor allem auf den unbewaffneten Schutz von Zivilisten, die in ihren L\u00e4ndern durch bewaffnete Konflikte bedroht sind, mit Unterst\u00fctzung lokaler Friedensakteure.<\/p>\n<p>Die Aufwertung und F\u00f6rderung dieser Alternativen zu Krieg, bewaffneter Verteidigung und milit\u00e4rischer Intervention verleiht dem Kampf f\u00fcr den Frieden Glaubw\u00fcrdigkeit und verdeutlicht, dass Gewalt und Krieg kein unabwendbares Schicksal sind. Sie betonen, dass es jetzt an der Zeit ist, in andere Mittel, in andere Methoden zu investieren, um auf fester Grundlage nachhaltig Frieden aufzubauen.<\/p>\n<h3><strong>Auf dem Weg zu einem gewaltfreien Pazifismus?<\/strong><\/h3>\n<p>Am Ende dieses Beitrags m\u00f6chte ich mich mit den Gemeinsamkeiten zwischen Pazifismus und Gewaltfreiheit, sowie den M\u00f6glichkeiten einer Ann\u00e4herung zwischen diesen beiden Begriffen befassen, was zu dem f\u00fchren k\u00f6nnte, was man als \u201egewaltlosen Pazifismus\u201c oder \u201eaktiven und gewaltlosen Pazifismus\u201c bezeichnen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Es gibt bereits Gemeinsamkeiten: die Anh\u00e4nger des Pazifismus und der Gewaltfreiheit prangern Kriege an, k\u00e4mpfen gegen Kriege, wenden sich gegen das Wettr\u00fcsten und den Waffenhandel, und bef\u00fcrworten eine friedliche Beilegung von Konflikten durch Dialog und Vermittlung.<\/p>\n<p>Es gibt also eine gemeinsame Basis, die alle zum Dialog und zum Handeln bewegen sollte. Indem man sich mit den historischen Unzul\u00e4nglichkeiten des Pazifismus auseinandersetzt, gleichzeitig aber seine ethische Dimension wertsch\u00e4tzt, die Beitr\u00e4ge der gewaltfreien Strategie zur Bek\u00e4mpfung von Ungerechtigkeiten ber\u00fccksichtigt und die zahlenm\u00e4\u00dfige Schw\u00e4che seiner Anh\u00e4nger anerkennt, k\u00f6nnten beide Seiten den Weg eines konstruktiven Dialogs und einer ideologischen und praktischen Ann\u00e4herung zwischen pazifistischen und gewaltfreien Bewegungen einschlagen.<\/p>\n<p><strong>Ein \u201eaktiver und gewaltfreier Pazifismus\u201c k\u00f6nnte somit auf eindeutigen Grundlagen entstehen, von denen hier einige umrissen werden:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Widerstand gegen den Krieg, aber auch Kampf gegen die strukturellen und ideologischen Ursachen von Kriegen, und die Notwendigkeit, politische, wirtschaftliche und soziale Strukturen zu ver\u00e4ndern, die Gewalt hervorbringen und die Ursachen f\u00fcr Kriege sind.<\/li>\n<li>Anerkennung der Notwendigkeit von Konflikten und der Existenz von Machtverh\u00e4ltnissen auf internationaler Ebene, was voraussetzt, dass die Aufgabe der Bev\u00f6lkerung und der Zivilgesellschaft bei Friedensmobilisierungen ber\u00fccksichtigt werden muss.<\/li>\n<li>Einsatz f\u00fcr Frieden, Abr\u00fcstung und Umr\u00fcstung durch gewaltfreie Aktionen, die auch Alternativen zu Krieg, bewaffneter Verteidigung und Milit\u00e4rinterventionen w\u00fcrdigen.<\/li>\n<li>Kampf f\u00fcr die Senkung der R\u00fcstungsausgaben, indem die Notwendigkeit einer schrittweisen Umstellung der Kriegsindustrie, von Investitionen in \u00f6ffentliche Dienstleistungen (Bildung, Gesundheit) und von Investitionen in den Kampf gegen den Klimawandel und f\u00fcr den \u00f6kologischen Wandel hervorgehoben wird.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung von Kriegsdienstverweigerern und Kriegsgegnern weltweit, denn sie sind \u201edie Pioniere einer Welt ohne Krieg\u201c (Einstein).<\/li>\n<li>F\u00f6rderung einer Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit, insbesondere durch Bildung, basierend auf den UN-Resolutionen der letzten Jahrzehnte. Dieser letzte Punkt ist von wesentlicher Bedeutung, da er es erm\u00f6glicht, auch in den Institutionen die grundlegende Idee zu verbreiten, dass Frieden mit friedlichen Mitteln schon in jungen Jahren vorbereitet werden muss. Si vis pacem para pacem (Wenn du Frieden willst, bereite den Frieden vor).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hier sind also einige Punkte, die es m\u00f6glich machen, an einen neuen Pazifismus f\u00fcr das 21. Jahrhundert zu denken, einen \u201eaktiven, gewaltfreien und positiven Pazifismus\u201c, der in einer Zeit, die voller Bedrohungen f\u00fcr unsere gemeinsame Zukunft und unser Zusammenleben ist, eine breite Mobilisierung bewirken und vor allem wirksam sein kann.<\/p>\n<p><strong><em>Die \u00dcbersetzung aus dem Franz\u00f6sischen wurde von Doris Fischer vom ehrenamtlichen Pressenza-\u00dcbersetzungsteam erstellt. <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir suchen Freiwillige!<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><em>[1] Jean-Marie Muller, Dictionnaire de la non-violence, Du Reli\u00e9, 2005, S. 266.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel ist der zweite Teil einer dreiteiligen Serie, die den Themenbereichen gewidmet ist, die in den aktuellen Geschehnissen um Gewaltfreiheit eine Rolle spielen. 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