{"id":2623687,"date":"2025-08-05T09:49:36","date_gmt":"2025-08-05T08:49:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2623687"},"modified":"2025-08-05T09:57:23","modified_gmt":"2025-08-05T08:57:23","slug":"kosovo-und-serbien-wenn-nationalismen-den-dialog-blockieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/08\/kosovo-und-serbien-wenn-nationalismen-den-dialog-blockieren\/","title":{"rendered":"Kosovo und Serbien: Wenn Nationalismen den Dialog blockieren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Je nach Leseart handelt es sich beim Kosovo um den j\u00fcngsten Staat Europas oder eine abtr\u00fcnnige Provinz Serbiens. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Spannungen rund um das Gebiet. Mal streiten die beiden Regierungen in den Hauptst\u00e4dten Belgrad und Pri\u0161tina um die Anerkennung serbischer Autokennzeichen im Kosovo, mal um kosovarische Zusatzdokumente in serbischen Reisep\u00e4ssen. Besonders heikel ist der Konflikt im mehrheitlich von Serben besiedelten Nordzipfel des Kosovo. Wiederholt marschierte Serbien mit Truppen an der Grenze zum Kosovo auf. Doch worum geht es eigentlich?<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Historischer \u00dcberblick<\/strong><\/h3>\n<p>Im Jahr 1912 eroberte Serbien den Kosovo von den Osmanen. F\u00fcr die Serben handelte es sich dabei um die Wiedergewinnung heiligen Bodens. Allerdings lebten im Kosovo schon damals mehrheitlich ethnische Albaner. Um dies zu \u00e4ndern und das Gebiet zu \u201eserbisieren\u201c unternahm das serbisch dominierte erste Jugoslawien nach dem Ersten Weltkrieg den Versuch, die Albaner zu assimilieren oder zu vertreiben. Zugleich wurden rund 15.000 serbische Familien als Kolonisten im Kosovo angesiedelt. Trotz dieser Ma\u00dfnahmen blieb die albanische Bev\u00f6lkerungsmehrheit ungebrochen. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel der Kosovo an das zweite Jugoslawien Titos. Es war konzipiert als sozialistische F\u00f6deration s\u00fcdslawischer V\u00f6lker und bestand aus sechs Teilrepubliken. Eine von ihnen war Serbien, dem der Kosovo als \u201eautonomes Gebiet\u201c zugeschlagen wurde. Die Autonomie bestand gr\u00f6\u00dftenteils nur auf dem Papier, denn die jugoslawische Geheimpolizei unterdr\u00fcckte die Kosovo-Albaner weiterhin. Bis Mitte der 1960er Jahre wanderten fast 240.000 von ihnen in die T\u00fcrkei aus, ohne dass sich dadurch etwas an den ethnischen Mehrheitsverh\u00e4ltnissen im Kosovo etwas \u00e4nderte.<\/p>\n<p>Ab 1966 wurde Jugoslawien dezentralisiert, was auch Folgen f\u00fcr den Kosovo hatte. Bereits 1963 war das Gebiet zu einer \u201eAutonomen Provinz\u201c der serbischen Teilrepublik erhoben worden und verf\u00fcgte nun \u00fcber ein eigenes Provinzparlament. Erstmals seit 1912 gelangten Albaner in Staats-, Partei- und Verwaltungs\u00e4mter. Einen weiteren Schub brachte das Jahr 1974, als die Provinz Kosovo zu einem \u201ekonstitutiven Teil\u201c Jugoslawiens gemacht wurde. Das Gebiet erhielt damit quasi dieselben Befugnisse wie die Teilrepubliken. Was fehlte war das Recht auf Sezession. Zudem blieb der Kosovo juristisch weiterhin Teil Serbiens. Die Albaner waren damit unzufrieden und forderten f\u00fcr den Kosovo den Status einer jugoslawischen Teilrepublik. 1981 kam es zu einer albanischen Revolte, die von Jugoslawien unterdr\u00fcckt wurde.<\/p>\n<p>Die schrittweise erfolgte politische Aufwertung des Kosovo und seine faktische Herausl\u00f6sung aus Serbien forderte die Serben heraus. Sie f\u00fcrchteten, ihr nationales Heiligtum zu verlieren. Diese Furcht f\u00fchrte zu einem neuen Hass auf die Albaner, aber auch auf das sozialistische Jugoslawien und beg\u00fcnstigte den Aufstieg von Slobodan Milo\u0161evi\u0107 zum Pr\u00e4sidenten Serbiens. Er versprach den \u00fcber mehrere jugoslawische Teilrepubliken verstreut lebenden Serben einen Gro\u00df-Serbien genannten serbischen Nationalstaat. Zu diesem sollte der Kosovo geh\u00f6ren. Anfang 1989 setzte Milo\u0161evi\u0107 die Aufhebung der kosovarischen Autonomie durch und unterwarf den Kosovo einem rigiden Regiment. Die Albaner zogen sich, nachdem ihre Proteste unterdr\u00fcckt worden waren, in den gewaltlosen Widerstand zur\u00fcck. Sie errichteten im Kosovo einen Parallelstaat, der \u00fcber eigene Steuern, ein Gesundheitswesen und Bildungsinstitutionen verf\u00fcgte und von Serbien geduldet wurde. Politische F\u00fchrungsfigur der Kosovo-Albaner war der Literat Ibrahim Rugova, der Belgrad zu Verhandlungen \u00fcber die Unabh\u00e4ngigkeit des Kosovo bewegen wollte. Milo\u0161evi\u0107 lehnte solche Gespr\u00e4che im Hinblick auf die Bedeutung des Kosovo f\u00fcr die Serben aber ab. Auch die internationale Gemeinschaft weigerte sich, zugunsten der Kosovo-Albaner zu intervenieren.<\/p>\n<p>Ab 1997 trat die \u201eBefreiungsarmee des Kosovo\u201c (U\u00c7K) auf, die einen bewaffneten Aufstand in Form eines Guerillakrieges gegen Serbien initiierte. Zwischenzeitlich kontrollierte die U\u00c7K ein gro\u00dfes zusammenh\u00e4ngendes Gebiet im zentralen Kosovo, verlor es aber wieder infolge einer serbischen Gegenoffensive. Nun entschloss sich der Westen zum Eingreifen. Unter Androhung von Gewalt zwang er Slobodan Milo\u0161evi\u0107 im Oktober 1998 zum teilweisen R\u00fcckzug seiner Sicherheitskr\u00e4fte aus dem Kosovo. Ein dauerhafter Waffenstillstand blieb aber aus, weil die U\u00c7K die verlassenen serbischen Stellungen besetzte und Serbien darauf mit einer neuen Offensive gegen die \u201eBefreiungsarmee\u201c reagierte. Der Westen legt nun einen Friedensplan vor: Im Kosovo sollte eine 30.000 Mann starke NATO-Friedenstruppe stationiert werden. Zudem sollte das Gebiet innerhalb der von Serbien und Montenegro seit 1992 gebildeten Bundesrepublik Jugoslawien (BRJ) eine weitreichende Autonomie erhalten. Die Krux dabei: Nach drei Jahren sollte der Kosovo per Referendum unabh\u00e4ngig werden k\u00f6nnen. Serbien lehnte all dies ab. Zwischen M\u00e4rz und Juni 1999 erfolgte der NATO-Angriff auf die BRJ. Belgrad antwortete mit dem Versuch, die Albaner gewaltsam aus dem Kosovo zu vertreiben. Schlie\u00dflich musste die serbische F\u00fchrung aber einlenken und zog ihre Truppen aus dem Gebiet zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der Kosovo wurde nun einer UN-Verwaltung (UNMIK) unterstellt. Albanische Hoffnungen auf eine schnelle Unabh\u00e4ngigkeit erf\u00fcllten sich jedoch nicht, da der Westen sich ihr nun verweigerte. Die westlichen Staaten f\u00fcrchteten eine Destabilisierung des gesamten Westbalkan, sollten dort Grenzen ver\u00e4ndert werden. Auch wirtschaftlich verbesserte sich unter der UNMIK nicht viel zum besseren, so dass es im M\u00e4rz 2004 zu einer erneuten albanischen Revolte kam. Auch internationale Institutionen wurden zum Ziel der \u00dcbergriffe. Daraufhin legte der UN-Sicherheitsrat fest, dass 2006 Verhandlungen zwischen dem Kosovo und Serbien anberaumt werden sollten. W\u00e4hrend die Kosovo-Albaner weiterhin die Unabh\u00e4ngigkeit forderten, wollte Serbien nur eine nicht n\u00e4her definierte \u201eweitreichende Autonomie\u201c gew\u00e4hren. Es kam zu keiner Ann\u00e4herung beider Seiten und die Verhandlungen scheiterten. Im Februar 2008 rief der Kosovo seine Unabh\u00e4ngigkeit von Serbien aus (die BRJ hatte sich bereits 2006 nach der Sezession Montenegros aufgel\u00f6st). Dieser Schritt wurde von den meisten westlichen L\u00e4ndern unterst\u00fctzt. Serbien reagierte, indem es beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag (dem IGH) ein Gutachten in Auftrag gab. Es sollte gekl\u00e4rt werden, ob die kosovarische Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung gegen das V\u00f6lkerrecht verstie\u00df. 2010 kam der IGH zum Schluss, dass dies nicht der Fall sei. Eine Entscheidung, ob der Kosovo damit ein souver\u00e4ner Staat geworden sei, war damit aber nicht gefallen. So lie\u00df das IGH- Gutachten weiter Raum f\u00fcr politische Interpretationen und juristische Deutungen. Oder mit anderen Worten: Der Kosovo-Konflikt war weiterhin nicht gel\u00f6st.<\/p>\n<h3><strong>Widerstreitende Besitzanspr\u00fcche<\/strong><\/h3>\n<p>Beim Kosovo-Konflikt handelt es sich um einen Streit zweier Nationen um dasselbe St\u00fcck Land. Die Besitzanspr\u00fcche sind unterschiedlich gelagert. Die Albaner machen geltend, dass sie den Kosovo mehrheitlich besiedeln und deshalb \u00fcber seine Zukunft entschieden d\u00fcrften. Zudem seine sie die Ureinwohner des Gebiets, da sie von den antiken Illyrern abstammen w\u00fcrden. Dies h\u00e4tten den Kosovo schon vor der slawischen Landnahme im 7. Jahrhundert besiedelt. Die Serben halten dagegen, dass die Albaner erst seit dem Ende des 17. Jahrhunderts die Bev\u00f6lkerungsmehrheit im Kosovo gestellt h\u00e4tten. Zuvor seien die Serben in dem Gebiet in der Mehrheit gewesen, so dass der serbische Anspruch auf den Kosovo zu gelten habe. Auch sei der Kosovo das nationale Heiligtum der Serben, denn hier habe sich 1389 die Schlacht auf dem Amselfeld ereignet, die zum Untergang des mittelalterlichen Serbien gef\u00fchrt habe. Zudem sei der Kosovo v\u00f6lkerrechtlich Teil Serbiens.<\/p>\n<p>Die Schlacht auf dem Amselfeld von 1389 ist der wichtigste Aspekt der serbischen nationalen Identit\u00e4t. Deren volkst\u00fcmliche \u00dcberlieferung r\u00fcckte die Schlacht ins Zentrum und stilisierte sie zum Untergang des mittelalterlichen Serbien und der Beginn des jahrhundertlangen osmanischen Jochs. Historisch korrekt ist diese \u00dcberlieferung aber nicht, denn das mittelalterliche Serbien geriet erst Mitte des 15. Jahrhunderts unter osmanische Herrschaft. Dies tat dem Glauben an dem Mythos aber keinen Abbruch und nachdem Serbien seit Anfang des 19. Jahrhunderts schrittweise seine Unabh\u00e4ngigkeit wiedergewann, wollte es den Kosovo, wo das Amselfeld liegt, zur\u00fcckerobern. Dies geschah schlie\u00dflich 1912.<\/p>\n<p>Der Kosovo spielt auch im nationalen Verst\u00e4ndnis der Albaner eine gro\u00dfe Rolle, denn hier habe sich 1878 die \u201eLiga von Prizren\u201c gebildet, die erstmals einen albanischen Nationalstaat angestrebt habe. Auch diese \u00dcberlieferung ist nicht korrekt, denn bei der \u201eLiga\u201c handelte es sich um einen Zusammenschluss muslimischer Notabeln sowohl albanischer als auch slawischer Herkunft, die die osmanische Herrschaft bewahren wollten. Auch scheint sich ein albanisches Nationalgef\u00fchl im Kosovo erst unter der serbischen Repression herausgebildet zu haben. Zuvor definierten sich die ethnischen Albaner vor allem \u00fcber den Islam.<\/p>\n<h3><strong>Nationalideologien f\u00fcllen das ideologische Vakuum<\/strong><\/h3>\n<p>Die serbische wie die albanische Seite weisen ein primordiales Verst\u00e4ndnis von V\u00f6lkern und Identit\u00e4ten auf. Demnach haben sich beide \u00fcber die Jahrhunderte unver\u00e4ndert erhalten. Dies ist historisch aber nicht haltbar, denn Fluchtbewegungen, Glaubens\u00fcbertritte und Symbiosen haben die Zusammensetzung der Ethnien im Laufe der Zeit ver\u00e4ndert. Sie sind vieles, aber nicht homogen. Dennoch ist die vereinfachende im 19. Jahrhundert entstandene nationalistische Deutung der Vergangenheit bis heute dominant. Zugleich l\u00e4sst es keinen Raum f\u00fcr Zweifel und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr andere Interpretationen als das eigene Bild. Die Geschichte wird sowohl von Serben als auch Albanern in eigenem Sinne umgedeutet, um den alleinigen Rechtsanspruch auf den Kosovo durchzusetzen. Dies f\u00fchrt zu Mythen, die wiederum Hass und Gewalt in Gang setzen.<\/p>\n<p>Um die historische Wahrheit scheint es also weniger zu gehen als um national definierte Besitzanspr\u00fcche. Die Zuneigung zum Nationalismus auf beiden Seiten l\u00e4sst sich mit einem ideologischen Vakuum erkl\u00e4ren, das nach dem Scheitern des Kommunismus entstanden ist. Albaner und Serben suchen nach Orientierungspunkten und ziehen daf\u00fcr alt Bekanntes heran, n\u00e4mlich die jeweilige Tradition. Diese vorsozialistische Vergangenheit wird idealisiert und es wird angestrebt, sie wiederherzustellen. Liberale Ideen haben es demgegen\u00fcber schwer. So kommt es, dass die Schaffung der nationalen Einheit bzw. der Unabh\u00e4ngigkeit vor der Umsetzung demokratischer Verh\u00e4ltnisse kommt. So konnte der Nationalismus auf dem Westbalkan in den 1990er Jahren eine Renaissance erfahren. Das Problem ist nun, dass dort keine sogenannte \u201eDe-Chauvinisierungsprozess\u201c stattgefunden hat, die mit der Entnazifizierung Deutschlands nach 1945 vergleichbar gewesen w\u00e4re. So ist etwa in Serbien Aleksandar Vu\u010di\u0107 an der Macht, der seine politische Karriere w\u00e4hrend der Jugoslawien-Kriege als einer der sch\u00e4rfsten Nationalisten begonnen hatte. Aber auch im Kosovo sind die Seilschaften der ehemaligen U\u00c7K immer noch politisch und wirtschaftlich m\u00e4chtig. W\u00e4hrend es in anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawiens wenigstens verbal zu einer Ann\u00e4herung der ehemaligen Kriegsgegner gekommen ist, ist die im Kosovo weitgehend unterblieben. So \u00e4u\u00dferte keine von beiden Seiten ihr Bedauern \u00fcber Kriegsverbrechen der eigenen Seite. Damit bleiben Serbien und der Kosovo mit einer unverarbeiteten Vergangenheit konfrontiert. Zu beachten ist, dass die nationale Ideologie und die allt\u00e4gliche Erfahrung nicht \u00fcbereinstimmen. Denn die B\u00fcrger sowohl des Kosovo als auch Serbiens m\u00fcssen ohne nennenswerte Unterst\u00fctzung ihrer Regierungen wirtschaftlich \u00fcber die Runden kommen. Die nationalistische Rhetorik auf beiden Seiten dient demnach dazu, die Schuld an den sozialen Problemen der jeweils anderen Seite zuzuschieben und damit den alten Eliten das politische \u00dcberleben zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Die nationalen Ideologien zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf keine Gebiete verzichten wollen. So wollte etwa in der 1990er Jahren der serbische Nationalismus alle von Serben besiedelten Gebiete Jugoslawiens innerhalb Gro\u00df-Serbiens vereinigen. Damit wurden die Grenzen der Teilrepubliken Kroatiens und Bosnien-Herzegowinas durch das \u201eethnische Prinzip\u201c in Frage gestellt, ohne aber dass den Kosovo-Albanern das Recht auf Sezession von der Teilrepublik Serbien gew\u00e4hrt wurde. \u00c4hnliches findet sich auf der albanischen Seite: W\u00e4hrend der Kosovo sich von Serbien l\u00f6sen darf, wird dem kompakt besiedelten Nordzipfel des Gebiets das Sezessionsrecht verwehrt. Eine weitere Gemeinsamkeit beider Seiten besteht darin, dass sie das erlittene Unrecht ausgiebig behandeln, der anderen Seite zugef\u00fcgtes Leid aber verschweigen oder relativieren. Gewalttaten der eigenen Seite seien demnach nur Reaktionen auf solche der Gegenseite gewesen. Zuerst einen Fehler gemacht zu haben ist sowohl f\u00fcr Serben als auch Albaner undenkbar. Allerdings sei angemerkt, dass, was Prinzipien angeht, auch der Westen im ehemaligen Jugoslawien keine gute Figur machte. Tats\u00e4chlich war das westliche Verhalten von einem Zick-Zack-Kurs gepr\u00e4gt. W\u00e4hrend man etwa am multiethnischen Bosnien-Herzegowina festhielt, lie\u00df man den gr\u00f6\u00dferen Vielv\u00f6lkerstaat Jugoslawien zerfallen. W\u00e4hrend der Westen an den \u00fcberkommenen Staatsgrenzen Kroatiens und Bosnien-Herzegowinas festhielt, wurden diejenigen Serbiens ge\u00e4ndert. Und w\u00e4hrend die NATO den von Vertreibung bedrohten Kosovo-Albanern 1999 beistand, lie\u00dfen die westlichen Staaten 1995 die Vertreibung der Krajina-Serben aus Kroatien tatenlos geschehen.<\/p>\n<h3><strong>M\u00f6gliche L\u00f6sungen<\/strong><\/h3>\n<p>Wie l\u00e4sst sich die verzwickte Situation im Kosovo entwirren? Klar ist, dass die Kosovo-Albaner nicht in den staatlichen Bestand Serbiens zur\u00fcckkehren m\u00f6chten. Umgekehrt k\u00f6nnte der endg\u00fcltige Verlust des Kosovo in Serbien jene Kr\u00e4fte st\u00e4rken, die das Land in eine antiwestliche Richtung lenken m\u00f6chten. Daran kann der Westen kein Interesse haben, da Serbien zentral in S\u00fcdosteuropa gelegen und damit geopolitisch von hoher Bedeutung ist. Parallel dazu verteidigen die westlichen Staaten aber auch die Unabh\u00e4ngigkeit des Kosovo. Den Ausweg f\u00fcr den Westen k\u00f6nnte eine Art Grundlagenvertrag weisen. Demnach m\u00fcsste Belgrad den Kosovo nicht als souver\u00e4nen Staat anerkennen, aber akzeptieren, dass er auf internationalem Parkett wie ein ebensolcher agiert. Der Kosovo m\u00fcsste im Gegenzug seinem Nordzipfel Autonomie verleihen und das serbische Kulturgut sch\u00fctzen. Alternativ kann auch ein Gebietstausch vorgenommen werden: Der kosovarische Nordzipfel k\u00f6nnte Serbien, das s\u00fcdserbische und mehrheitlich von Albanern bewohnte Pre\u0161evo-Tal dem Kosovo zugeschlagen werden. Eine faktische Anerkennung des Kosovo kann sich der serbische Pr\u00e4sident Vu\u010di\u0107 aber kaum leisten, denn sie liefe auf den Verlust des Gebiets hinaus und d\u00fcrfte von der serbischen \u00d6ffentlichkeit mit Missmut aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit best\u00fcnde darin, die Regelung des endg\u00fcltigen Status des Kosovo bei Seite zu lassen und stattdessen die serbische und albanische Seite durch die L\u00f6sung von lokalen Problemen des Alltags zusammenzubringen. In der Hoffnung, dass sich dadurch eine Entspannung ergibt und so eine sp\u00e4tere Statusregelung erleichtert wird. Tats\u00e4chlich haben Belgrad und Pri\u0161tina schon einige den Alltag betreffende Abkommen wie die gegenseitige Anerkennung von Dokumenten geschlossen. Der Strategie entgegen steht aber die Tatsache, dass die Kosovo-Serben mehrheitlich mit den Kosovo-Albanern nicht viel zu tun haben wollen. Im Nordzipfel des Kosovo ist ein an Belgrad orientierter Separatstaat entstanden, weiter s\u00fcdlich arbeiten die dortigen Serben zwar mit den internationalen Institutionen zusammen, h\u00e4ngen aber ebenfalls weiter Serbien an. Die Albaner wiederum k\u00f6nnen sich eine Normalisierung im Zusammenleben mit den Kosovo-Serben nur vorstellen, wenn sie sich ausschlie\u00dflich an Pri\u0161tina orientieren. Diese schwierige Lage wird weiter dadurch verkompliziert, dass es seit 1999 fast keine allt\u00e4glichen und politischen Ber\u00fchrungspunkte mehr zwischen beiden Bev\u00f6lkerungsgruppen im Kosovo gibt.<\/p>\n<p>Zudem f\u00fcrchtet Pri\u0161tina, dass mit Belgrad ausgehandelte politische Kompromisse die Souver\u00e4nit\u00e4t des Kosovo in Frage stellen. Serbische Institutionen im Kosovo gelten dessen Regierung als Br\u00fcckenk\u00f6pfe f\u00fcr eine serbische Invasion. Dabei ist ein solcher Angriff sehr unwahrscheinlich, weil weiterhin die NATO-Friedenstruppe KFOR im Kosovo stationiert ist. Damit ist aber auch schon der wunde Punkt der kosovo-albanischen Seite angesprochen: Der Kosovo ist in hohem Ma\u00dfe auf die westliche Unterst\u00fctzung angewiesen. Jede Ann\u00e4herung zwischen der NATO und Serbien wird als Bedrohung der kosovarischen Seite wahrgenommen. Der v\u00f6lkerrechtlich unklare Status des Kosovo behindert auch dessen EU-Ambitionen. Pri\u0161tina kann der Europ\u00e4ischen Union nicht beitreten, weil der Kosovo von f\u00fcnf Staaten der EU gar nicht als eigener Staat anerkannt wird. Dennoch versucht der seit 2021 amtierende kosovarische Ministerpr\u00e4sident Albin Kurti die Unabh\u00e4ngigkeit des Kosovo unumkehrbar zu machen. Dies hat zu Spannungen mit Serbien gef\u00fchrt, insbesondere im Nordzipfel, wo Kurti Belgrads Einfluss brechen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Aufgrund der verh\u00e4rteten Positionen zwischen dem Kosovo und Serbien scheint eine schnelle L\u00f6sung des Kosovo-Konfliktes nicht in Sicht. Auf l\u00e4ngere Sicht hingegen k\u00f6nnte eine Verhandlungsl\u00f6sung Erfolg haben. Wichtig daf\u00fcr w\u00e4re aber eine Demokratisierung auf dem Westbalkan, die den Nationalismus zur\u00fcckdr\u00e4ngen und ein objektiveres Weltbild st\u00e4rken k\u00f6nnte. Der Bedeutungsverlust von gegenseitigen Vorurteilen k\u00f6nnte Gespr\u00e4che auf lokaler Ebene erm\u00f6glichen, die dann l\u00e4ngerfristig zu einer Regelung des Status des Kosovo gegen\u00fcber Serbien f\u00fchren k\u00f6nnen. Eine M\u00f6glichkeit w\u00e4re hier, den Kosovo symbolisch bei Serbien zu belassen, w\u00e4hrend er in der internationalen Politik wie ein weitgehend selbstst\u00e4ndiger Akteur auftritt. Wichtig daf\u00fcr w\u00e4re allerdings, dass die EU im Kosovo-Konflikt als \u201eehrlicher Makler\u201c auftritt, um eine Einigung zu erm\u00f6glichen. Deren bisherige Forderungen nach einer \u201eNormalisierung\u201c der Beziehungen zwischen Serbien und dem Kosovo laufen im Grunde auf einer Kapitulation Serbiens hinaus. Umgekehrt kann aber auch die serbische Gesellschaft kein Interesse daran haben, in den Kosovo einzumarschieren, selbst wenn dies von der NATO geduldet w\u00fcrde. Denn in diesem Fall w\u00e4re mit einem langen Guerillakrieg im Kosovo zu rechnen. Dem serbischen Sicherheitsapparat w\u00fcrde dann eine wichtige Rolle in der Politik Serbiens zufallen, was dessen Demokratisierung verhindern k\u00f6nnte. F\u00fcr den Kosovo wiederum k\u00f6nnte eine Verhandlungsl\u00f6sung mit Serbien das \u00fcber ihn h\u00e4ngende Damoklesschwert beseitigen. Schlie\u00dflich bleibt festzuhalten, dass eine regionale Kooperation im ehemaligen Jugoslawien samt Albanien wichtig zu sein scheint. Denn solange die unterschiedlichen V\u00f6lker sich befehden, blicken sie auf die \u201egro\u00dfen Br\u00fcder\u201c USA, Russland und EU. Damit wird der Westbalkan aber zum Spielball ausw\u00e4rtiger Interessen, was ohne Frage seine politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung hemmen wird. Besser scheint es zu sein, dass die Staaten des Westbalkan eine wie auch immer geartete Union bilden, um die Kleinstaaterei und die ethnische Zersplitterung zu \u00fcberwinden. Diese Union k\u00f6nnte schlie\u00dflich in der Europ\u00e4ischen Union aufgehen. Eine L\u00f6sung f\u00fcr den Kosovo-Konflikt best\u00fcnde also im regionalen wie auch im europ\u00e4ischen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je nach Leseart handelt es sich beim Kosovo um den j\u00fcngsten Staat Europas oder eine abtr\u00fcnnige Provinz Serbiens. 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