{"id":2589586,"date":"2025-03-18T14:34:36","date_gmt":"2025-03-18T14:34:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2589586"},"modified":"2025-03-18T06:35:28","modified_gmt":"2025-03-18T06:35:28","slug":"acht-jahre-friedensabkommen-eine-bilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/03\/acht-jahre-friedensabkommen-eine-bilanz\/","title":{"rendered":"Acht Jahre Friedensabkommen. Eine Bilanz"},"content":{"rendered":"<p>Kolumbiens Bem\u00fchungen um ein dauerhaftes <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/friedensabkommen\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; (span. Tratado de paz) In der zweiten H\u00e4lfte des 20sten Jahrhunderts litten viele L\u00e4nder Lateinamerikas unter Milit\u00e4rdikaturen, der politischen Einflussnahme der USA, gewaltsamen Umst\u00fcrzen und in der Folge unter bewaffneten Konflikten. In Guatemala, El Salvador und Kolumbien k\u00e4mpften Guerillas gegen die Unterdr\u00fcckung durch offen rechte Milit\u00e4rdiktaturen oder auf dem Papier demokratische oligarchische Regime. In Nicaragua finanzierten die USA einen Contra-Krieg gegen die sandinistische Revolution. Ab Ende der 1980er Jahre bem\u00fchten sich die UNO und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) verst\u00e4rkt um die L\u00f6sung dieser Konflikte in Zentralamerika. 1987 wurde in der guatemaltekischen Stadt Esquipulas unter f\u00fcnf zentralamerikanischen Pr\u00e4sidenten ein regionaler Friedensplan beschlossen und in der Folge in Nicaragua (1990), El Salvador (1992) und Guatemala (1996) Friedensabkommen geschlossen. 1987 wurde in der guatemaltekischen Stadt Esquipulas unter f\u00fcnf zentralamerikanischen Pr\u00e4sidenten ein regionaler Friedensplan beschlossen und in der Folge in Nicaragua (1990), El Salvador (1992) und Guatemala (1996) Friedensabkommen geschlossen. Danach wurden dort Vers\u00f6hnungskommissionen eingesetzt um die Verbrechen beider Seiten aufzuarbeiten. In Guatemala und El Salvador wurde der Konflikt auch strafrechtlich aufgearbeitet, in Nicaragua hingegen setzten nach 1990 die verschiedenen Regierungen eher auf eine &amp;quot;Politik des Vergessens&amp;quot;. In Kolumbien wurde nach vielen R\u00fcckschl\u00e4gen erst 2016 in der Pr\u00e4sidentschaft von Juan Manuel Santos ein Abkommen zwischen dem Staat und den FARC unterzeichnet. W\u00e4hrend in Zentralamerika immerhin eine Demilitarisierung der Guerillagruppen und die Verkleinerung der nationalen Streitkr\u00e4fte erreicht werden konnte, wurden wichtige Aspekte der Friedensabkommen nicht oder nur unzureichend umgesetzt. Vor allem wurden die Konfliktursachen, v.a. die extreme Ungleichheit, nicht beseitigt. Stattdessen bef\u00f6rderten die Friedensabkommen neoliberale, extraktive und ausbeuterische Entwicklungsmodelle und in der Folge Migration und Flucht aus Zentralamerika. In Kolumbien legten die FARC zwar die Waffen nieder, die Regierung von Santos Nachfolger Ivan Duque aber arbeitet gegen das Friedensabkommen und soziale Aktivist:innen werden bedroht und ermordet. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Friedensabkommen<\/a> sind weltweit bekannt. Der Friedensprozess und seine Umsetzung werden auf vielen regionalen Veranstaltungen und internationalen Foren gefeiert. Doch acht Jahre nach der Unterzeichnung des endg\u00fcltigen Friedensabkommens ist der Weg zum Frieden f\u00fcr die Kolumbianer*innen, insbesondere f\u00fcr die afrokolumbianische Bev\u00f6lkerung, ungewiss und mit enormen Herausforderungen verbunden. Insbesondere was den Vorsatz der ethnischen Gleichberechtigung angeht, bleibt die Realit\u00e4t erheblich hinter den allgemeinen Zielen des endg\u00fcltigen Friedensabkommens zur\u00fcck.<\/p>\n<p>In meiner Heimatstadt Buenaventura, der wichtigsten Hafenstadt Kolumbiens, bef\u00fcrchtet man neue Zyklen der Gewalt. Allein auf dem Festland der Stadt, zu dem die Bezirke 5 bis 12 geh\u00f6ren, wurden bisher mehr als ein Dutzend Menschen ermordet. Die neuen Gewaltausbr\u00fcche l\u00f6sen Angst und Besorgnis aus und lassen bei der Bev\u00f6lkerung Zweifel am Erfolg der Friedensverhandlungen aufkommen, die die <em>Shottas<\/em> und die <em>Espartanos<\/em> mit der Regierung f\u00fchren. Die beiden kriminellen Banden dominieren den <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/drogenhandel\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; (span. narcotr\u00e1fico) Der illegale Handel mit Drogen generiert in Lateinamerika und weltweit unvorstellbare wirtschaftliche Ertr\u00e4ge und Zahlen von Todesopfern. Die Einhaltung der internationalen Abkommen zur Ahndung von illegalem Drogenhandel wird durch das 1968 gegr\u00fcndete International Narcotic Control Board (I.N.C.B.) und die Internationale Rauschgift Kontrollkommission (IRK) mit Sitz in Wien kontorlliert. Lateinamerikanische Staaten m\u00fcssen mit Sanktionen rechnen, wenn sie sich nicht &amp;quot;ordnungsgem\u00e4\u00df&amp;quot; am Krieg gegen die Drogen beteiligen. Bei einer organisierten Legalisierung, im Sinne einer Entkrimininalisierung von und Aufkl\u00e4rung \u00fcber Drogenkonsum, k\u00f6nnte die Macht der Drogenkartelle gebrochen werden, Produktion und Vertrieb von Drogen transparenter und nachhaltiger vollzogen und die Gewaltspirale der Illegalisierung durchbrochen werden. Von der anhaltenden Illegalsierung profitieren bis dahin nur die Obersten der Drogenkartelle und die im Falle einer Legalisierung in Konkurrenz geratenen Industrien von legalen Drogen und anderen Produkten.&amp;lt;br\/&amp;gt; &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Drogenhandel<\/a> der Stadt und schikanieren die Bev\u00f6lkerung mit Erpressung. Seit 2020 liegen sie wegen eines Gebietsstreits im Stadtgebiet von Buenaventura miteinander im Clinch. Die Verhandlungen begannen im Juli 2023 mit dem Ziel, beide Gruppen zu entwaffnen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Die Bedeutung des Friedensabkommens in Kolumbien ist immens, und die Zeit dr\u00e4ngt. Die Umsetzung der Beschl\u00fcsse bleibt hinter den Erwartungen zur\u00fcck, insbesondere was den ethnischen Aspekt des Konflikts betrifft. Eine beschleunigte Umsetzung des Abkommens w\u00fcrde die Chancen auf Ver\u00e4nderung f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung an der kolumbianischen Pazifikk\u00fcste enorm verbessern.<\/p>\n<p><strong>Was genau ist der ethnische Aspekt bei den Friedensverhandlungen, und warum ist er so wichtig?<\/strong><\/p>\n<p>Im November 2016 unterzeichnete die kolumbianische Regierung das endg\u00fcltige Friedensabkommen mit der <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/farc\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Las Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia, dt. Die Revolution\u00e4ren Streitkr\u00e4fte Kolumbiens wurden offiziell 1964 gegr\u00fcndet, jedoch reichen ihre Urspr\u00fcnge bis in die 20er Jahre zur\u00fcck. Einer der wichtigsten Entstehungsgr\u00fcnde war die Forderung nach einer fairen Verteilung von Land, deren gro\u00dfer Teil in die H\u00e4nde der reichsten Kolumbianer*innen gelangt ist. Dies f\u00fchrte nicht selten zu Zwangsvertreibungen, die den Konflikt im Laufe der Zeit deutlich versch\u00e4rften. Die FARC ist eine marxistisch-leninistische Guerilla und nahm von Anfang an an brutalen Auseinandersetzungen zwischen der liberalen und konservativen Partei Kolumbiens teil. In den 80er Jahren vervielfachte die Guerilla ihre Ressourcen durch die Einnahmen aus dem Drogenhandel, der Entf\u00fchrungen, Morde und Massaker an der kolumbianischen Zivilbev\u00f6lkerung. Im Jahr 2016 unterzeichnete die FARC und die kolumbianische Regierung einen Friedensvertrag, der der Gewalt im Land setzenein Ende setzen sollte.&amp;amp;nbsp; &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">FARC<\/a>-EP. Es war das erste Mal, dass ein Friedensprozess ein spezielles Kapitel \u00fcber ethnische V\u00f6lker enthielt. Die Aufnahme dieses Kapitels fiel der afrokolumbianischen Bev\u00f6lkerung nicht in den Scho\u00df, sondern war das Resultat der Zusammenarbeit afrokolumbianischer Organisationen und F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten. Ihnen war es nach mehreren Jahren der Mobilisierung auf nationaler und internationaler Ebene gelungen, Einfluss auf die Verhandlungen in Havanna zu nehmen und die ausdr\u00fcckliche Ber\u00fccksichtigung des \u201cethnischen Kapitels\u201d innerhalb weniger Monate nach der Unterzeichnung des endg\u00fcltigen Friedensabkommens zu erreichen. Dieses Kapitel sieht in jedem Punkt des Abkommens konkrete Ma\u00dfnahmen f\u00fcr ethnische Gemeinschaften vor und erkennt die unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Auswirkungen an, die die ethnischen Gemeinschaften w\u00e4hrend des bewaffneten Konflikts erleiden mussten.<\/p>\n<p>Nach offiziellen Angaben wurden im November 2024 insgesamt 9.826.986 Menschen als Opfer des internen Konflikts in Kolumbien gez\u00e4hlt. Davon bezeichnen sich 1.270.639 Millionen als Schwarze, Afrokolumbianer*innen, <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/raizales\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Die Raizales werden seit 1991 als eine der afrokolumbianischen Ethnien bezeichnet und leben vor allem in San Andr\u00e9s, Providencia und Santa Catalina vor der kolumbianischen Karibikk\u00fcste. Ihre Sprache ist das Kreol von San Andr\u00e9s-Providencia, eine der vielen in der Karibik verwendeten englischen Kreolsprachen. Die meisten Raizales sind westafrikanisch-nordeurop\u00e4ischer Abstammung.Im Jahr 1903 lehnte die lokale Raizal-Bev\u00f6lkerung der Inseln Providencia und Santa Catalina das Angebot der USA ab, sich von Kolumbien zu trennen und unabh\u00e4ngig zu werden. Gegen Ende der 1960er Jahre wurden separatistische Bewegungen auf dem Archipel von San Andr\u00e9s aktiv. Die erste separatistische Bewegung wurde von Marcos Archbold Britton im Untergrund gef\u00fchrt. Britton richtete ein Memorandum an die Vereinten Nationen, in dem er die Aufnahme des Archipels in die Liste der kolonisierten Territorien forderte. Der UN-Hochkommissar f\u00fcr Gefl\u00fcchtete (UNHCR) stattete dem Archipel kurz darauf einen privaten Besuch ab, was auf dem kolumbianischen Festland Misstrauen erregte. Die zweite Bewegung begann in den sp\u00e4ten 1970er Jahren und wurde im folgenden Jahrzehnt immer st\u00e4rker. Im M\u00e4rz 1984 gr\u00fcndete sich die Bewegung der &amp;lt;em&amp;gt;Sons of the Soil&amp;lt;\/em&amp;gt; (S.O.S.), die offen das Recht auf Selbstbestimmung einfordert. Seit 1999 fordert eine radikale Separatistenbewegung, die &amp;lt;em&amp;gt;Archipelago Movement for Ethnic Native Self-Determination for the Archipelago of San Andr\u00e9s, Providence and Santa Catalina&amp;lt;\/em&amp;gt; (AMEN-SD), unter der Leitung von Rev. Raymond Howard Britton die Gr\u00fcndung eines unabh\u00e4ngigen Staats.Der kolumbianischen Regierung zufolge gibt es heute zwei Str\u00f6mungen unter den Raizales: eine radikale, die &amp;lt;em&amp;gt;Pueblo Ind\u00edgena Raizal&amp;lt;\/em&amp;gt;, vertreten durch einen Zusammenschluss indigener Organisationen, darunter AMEN, &amp;lt;em&amp;gt;Barraca New Face&amp;lt;\/em&amp;gt;, &amp;lt;em&amp;gt;Infaunas&amp;lt;\/em&amp;gt; (eine von Rastafari inspirierte Gruppe von Bauern und Fischern), Ketna (Ketl\u00ebnan National Association) und die SOS-Stiftung, sowie die gem\u00e4\u00dfigtere &amp;lt;em&amp;gt;Comunidad Raizal&amp;lt;\/em&amp;gt;. Diese wird von ehemaligen Gouverneuren gef\u00fchrt, die dem kolumbianischen Establishment nahestehen.Am 28. April 2002 unterzeichneten die Raizales eine Selbstbestimmungserkl\u00e4rung und bat die kolumbianische Regierung und den Internationalen Gerichtshof um eine umfassende Anerkennung ihrer Autonomie und um angemessene Mittel zur Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t auf der Insel. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Raizales<\/a> und Palenqueras. Das macht zwei von zehn Kolumbianer*innen, die vom bewaffneten Konflikt betroffen sind, und eine*r von acht Betroffenen ist Schwarz, Afrokolumbianer*in, Raizal oder <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/palenquera\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Die Palenqueras stammen urspr\u00fcnglich aus dem kolumbianischen San Basilio de Palenque, etwa eineinhalb Autostunden entfernt von Cartagena. Sie sind die Nachkommen der ersten afrikanischen Frauen, denen es gelang, vor den spanischen Eroberern zu fliehen und im Dickicht der W\u00e4lder Zuflucht zu finden. Unter der F\u00fchrung Benkos Bioh\u00f3s wurde San Basilico de Palenque als erste freie Stadt des amerikanischen Kontinents gegr\u00fcndet. Bis heute pflegen Palenqueras eine eigene spirituelle und kulinarische Kultur, Medizin, Rituale und T\u00e4nze sowie eine eigene Bantu-Sprache, die innerhalb und au\u00dferhalb von Palenque gesprochen wird. In der historischen Altstadt von Cartagena de Indias sind sie heute in den Farben der Nationalflagge gekleidet als Obstverk\u00e4uferinnen unterwegs. Doch nicht nur in der Region Cartagena haben die Palenqueras die kolumbianische Kultur mitgepr\u00e4gt. Das Frauensekretariat von Bogot\u00e1 bezeichnet die Palenqueras als Symbol des Widerstands und der St\u00e4rke und verpflichtet sich, ihre Teilhabe zu f\u00f6rdern und sich in Bogot\u00e1 f\u00fcr ein diskriminierungsfreies Leben f\u00fcr sie einzusetzen. Die Palenqueras sind Matriarchinnen, Anf\u00fchrerinnen und H\u00fcterinnen eines Erbes, das jahrhundertelang der Unterdr\u00fcckung widerstanden hat. Ihr Wissen wurde von Generation zu Generation weitergegeben und h\u00e4lt die Traditionen von San Basilio de Palenque auch in Bogot\u00e1 bis heute am Leben. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Palenquera<\/a>. Die Umsetzung des ethnischen Kapitels ist eine der wichtigen Verpflichtungen des Friedensprozesses. Im Mai dieses Jahres waren nach Angaben des <a href=\"https:\/\/curate.nd.edu\/articles\/report\/Un_llamado_a_la_acci_n_tercer_informe_especial_sobre_el_estado_de_implementaci_n_del_enfoque_tnico_del_Acuerdo_Final_\/26931976?file=49295809\">Instituto Kroc<\/a> von den 80 Bestimmungen mit ethnischem Schwerpunkt nur 13 Prozent erf\u00fcllt, 61 Prozent befanden sich im Anfangsstadium, 14 Prozent in einem Zwischenstadium, und 13 Prozent wurden noch nicht in Angriff genommen. Das wirft ein beunruhigendes Licht auf die Umsetzung des Friedensabkommens und l\u00e4sst ernsthafte Zweifel aufkommen, ob die im Abkommen festgelegten Ziele in der verbleibenden Umsetzungszeit wirklich erreicht werden.<\/p>\n<p><strong>Wie steht es um die Wiedergutmachung f\u00fcr afrokolumbianische Opfer?<\/strong><\/p>\n<p>Von den mehr als neun Millionen Opfern des Konflikts haben laut <a href=\"https:\/\/www.dejusticia.org\/dia-nacional-de-solidaridad-con-las-victimas-hablemos-de-reparacion\/\">Dejusticia<\/a> nur knapp 1,2 Millionen Opfer (14 Prozent) eine Entsch\u00e4digung erhalten. Ma\u00dfnahmen zur R\u00fcckgabe, Rehabilitierung, Entsch\u00e4digung und Garantien der Nichtwiederholung wurden gesetzlich festgelegt (<a href=\"https:\/\/www.funcionpublica.gov.co\/eva\/gestornormativo\/norma.php?i=43043\">ley 1448 del 2011<\/a>), und es muss \u00fcberr\u00fcft werden, ob diese eingehalten werden, damit die Opfer des bewaffneten Konflikts in Kolumbien vollst\u00e4ndig entsch\u00e4digt werden. Dejusticia beziffert die Auswirkungen des bewaffneten Konflikts auf die afrokolumbianische Bev\u00f6lkerung folgenderma\u00dfen: 1.232.842 Menschen wurden zwangsvertrieben, 106.820 bedroht, und \u00fcber 56.000 verloren ihr Leben: 6.522 Menschen wurden gezielt get\u00f6tet, 49.798 wurden als \u201cindirekte Opfer\u201d gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind die \u00f6ffentlichen Finanzen des Landes in einem miserablen Zustand. Der Staatshaushalt wurde um 2,5 Mio. \u20ac gek\u00fcrzt. Das wird sich unweigerlich auf die umfassende Wiedergutmachung auswirken, denn mehrere staatliche Stellen, deren koordinierte Arbeit daf\u00fcr notwendig ist, sind von den K\u00fcrzungen betroffen. Dar\u00fcber hinaus hat der USAID-Stopp der f\u00fcr die internationale Zusammenarbeit bereitgestellten Mittel den Prozess in ernste Schwierigkeiten gebracht. Die Sondergerichtsbarkeit f\u00fcr den Frieden (JEP) wurde als Mechanismus zur Untersuchung, Verurteilung und Bestrafung von Menschenrechtsverletzungen und Verst\u00f6\u00dfen gegen das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht w\u00e4hrend des bewaffneten Konflikts durch das Friedensabkommen geschaffen. Ohne die zuvor in Aussicht gestellten knapp 3,5 Mio. \u20ac werden sich die Arbeit und die Ergebnisse des neu eingerichteten Rechtsinstruments weiter verz\u00f6gern.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es auch Ph\u00e4nomene im eigenen Land wie das der <a class=\"glossaryLink\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/korruption\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; In allen L\u00e4ndern Lateinamerikas sind F\u00e4lle von Korruption zu verzeichnen. Es kommt zu kleineren allt\u00e4glichen F\u00e4llen von Korruption wie z.B. bei Polizeikontrollen. Aber auch auf Seiten wichtiger Politiker*innen, Staatsanw\u00e4lt*innen und Richter*innen gibt es immer wieder Verstrickungen in Verbrechen wie z.B. dem Drogenhandel. Die ungestrafte Korruption von Personen in Machtpositionen ist besonders problematisch, da so der Politikverdruss der Bev\u00f6lkerung anh\u00e4lt. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Korruption<\/a>, die die Entsch\u00e4digung der Opfer des bewaffneten Konflikts erschweren. Sch\u00e4tzungsweise 2,6 Mio. \u20ac, die f\u00fcr soziale Projekte zur Verwirklichung des Friedens in den Regionen bestimmt waren, wurden w\u00e4hrend der Amtszeit von Pr\u00e4sident Duque entwendet. Das Geld ist also nicht nur knapp, sondern das Wenige, was da ist, wird vom Krebsgeschw\u00fcr der Korruption verschlungen.<\/p>\n<p>Dem Bericht \u201eLicht und Schatten der Umsetzung des Friedensabkommens in Kolumbien\u201c zufolge sind die indigene Bev\u00f6lkerung und die afro-kolumbianischen Gemeinschaften nicht nur am st\u00e4rksten vom bewaffneten Konflikt betroffen, sondern haben bisher auch am wenigsten Wiedergutmachung erfahren. F\u00fcr die indigene Bev\u00f6lkerung liegt die Zahl bei 21 Prozent, f\u00fcr die Afrokolumbianer*innen bei 18 Prozent (UNDP, 2020).<\/p>\n<p><strong>Hauptaspekt Sicherheit<\/strong><\/p>\n<p>Die Sicherheit bleibt eins der wichtigsten Themen f\u00fcr die ethnischen Gebiete. In Buenaventura kosten Gewalt und Krieg weiterhin jungen Menschen voller Tr\u00e4ume und Hoffnungen das Leben. \u201eWie lange werden wir noch die Toten in Buenaventura z\u00e4hlen?\u201c, fragt Linda Y. Posso Gomez, Aktivistin und Soziologin in Buenaventura.<\/p>\n<p>In einem Kommuniqu\u00e9 vom 23. Januar machten die <em>Shottas<\/em> die nationale Regierung f\u00fcr die j\u00fcngsten Gewaltausbr\u00fcche in Buenaventura verantwortlich. Sie sind der Ansicht, dass die Regierung sie bei den Verhandlungen mit den <em>Espartanos<\/em> im Stich gelassen habe. Auch die Stadtregierung Buenaventura wandte sich an die nationale Regierung und bat um Klarheit \u00fcber die Vereinbarungen und um mehr Unterst\u00fctzung bei den Friedensgespr\u00e4chen in Buenaventura. <em>Shottas <\/em>und <em>Espartanos<\/em> haben sich zwar auf einen Waffenstillstand bis zum 5. Februar geeinigt, doch bedarf es einer weitreichenden Unterst\u00fczung der staatlichen und der lokalen Regierung. Wir brauchen wirtschaftliche und bildungspolitische Perspektiven und Arbeitspl\u00e4tze, um illegalen Wirtschaftszweigen wie Drogenhandel und Erpressung das Wasser abzugraben. Andernfalls wird Buenaventura auf ewig in seiner Gewaltspirale verharren.<\/p>\n<p><strong>Die Farben des Friedens und der Blick in die Zukunft<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Umsetzung des Friedensabkommens bleibt nicht mehr viel Zeit, ganz besonders nicht f\u00fcr die ethnischen Gruppen. Die nach kolumbianischem Recht vorgesehene maximale Umsetzungsfrist betr\u00e4gt 15 Jahre, aber bisher ist der Prozess noch nicht einmal zur H\u00e4lfte abgeschlossen. F\u00fcr Ende 2024 hat die kolumbianische Regierung die Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Verl\u00e4ngerung der Umsetzung des Friedensabkommens angek\u00fcndigt. Sollte der Vorschlag im Kongress vorgelegt und angenommen werden, w\u00fcrde die Umsetzung des Abkommens nicht 2030, sondern erst 2038 enden. Doch auch wenn wir den Vorschlag der kolumbianischen Regierung begr\u00fc\u00dfen, m\u00fcssen wir uns dar\u00fcber im Klaren sein, dass keine Verl\u00e4ngerung der Umsetzungszeit ein echtes Engagement und den Willen zum Frieden ersetzen kann.<\/p>\n<p>Der Frieden in Kolumbien muss seinen ethnischen und territorialen Ansatz im Auge behalten. Wir k\u00f6nnen nicht zulassen, dass sich die Geschichte wiederholt und dass die schw\u00e4chsten Gemeinschaften weiterhin die Hauptlast des Konflikts tragen. Andernfalls wird der lang ersehnte Wunsch nach Frieden f\u00fcr die afrokolumbiansche und indigene Bev\u00f6lkerung eine vergebliche Hoffnung auf Ver\u00e4nderung bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kolumbiens Bem\u00fchungen um ein dauerhaftes Friedensabkommen sind weltweit bekannt. Der Friedensprozess und seine Umsetzung werden auf vielen regionalen Veranstaltungen und internationalen Foren gefeiert. 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