{"id":2585592,"date":"2025-02-25T16:03:07","date_gmt":"2025-02-25T16:03:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2585592"},"modified":"2025-02-25T16:03:07","modified_gmt":"2025-02-25T16:03:07","slug":"chroniken-des-schwarzseins-ueberleben-in-den-schatten-von-libyen-und-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/02\/chroniken-des-schwarzseins-ueberleben-in-den-schatten-von-libyen-und-europa\/","title":{"rendered":"Chroniken des Schwarzseins: \u00dcberleben in den Schatten von Libyen und Europa"},"content":{"rendered":"<p><strong>W\u00e4hrend der vierte Jahrestag der R\u00e4umung unseres Protests in Tripolis, Libyen, n\u00e4herr\u00fcckt, versuche ich aufzuschreiben, was mir auf der Zunge brennt und was ich bislang in Europa gesehen habe. Ich wei\u00df nicht, was du als Leser*in mit diesem Text anfangen wirst, aber ich hoffe inst\u00e4ndig, dass du endlich anfangen wirst, die richtige Frage zu stellen.<\/strong><\/p>\n<p>Ich schreibe dies aus Europa, das so hart daf\u00fcr gearbeitet hat, mich fernzuhalten, aber anscheinend nicht ohne mich auskommt. Ich bin jetzt hier, nicht weil ich will, sondern weil dieser Ort sich unausweichlich gemacht hat. Er ist tief in mein Land eingedrungen, hat sich genommen, was er wollte, und den Rest in Tr\u00fcmmern hinterlassen. Er hat die H\u00e4nde bewaffnet, die mein Land zerrissen, und als ich versuchte, den Ruinen zu entkommen, hat er Z\u00e4une errichtet, um mich aufzuhalten. Und doch stehe ich hier, auf Boden, der mich als Problem betrachtet, als einen Schatten, der nicht hierher geh\u00f6rt. Ich habe diesen Schatten mit mir durch W\u00fcsten getragen, die entschlossen schienen, mich zu verschlingen, und \u00fcber Meere, denen es egal war, ob ich lebe oder sterbe. Meine F\u00fc\u00dfe haben L\u00e4nder ber\u00fchrt, die nichts versprachen und noch weniger hielten. Und jetzt, wo ich hier stehe, frage ich mich, ob der Boden das Gewicht meiner Schritte sp\u00fcrt, oder ob er einfach so tut, als w\u00e4re ich gar nicht hier.<\/p>\n<p>Ich kam nicht als Eroberer nach Europa. Ich kam mit nichts als meinem \u00dcberlebenswillen. Ich durchschritt W\u00fcsten, in denen die Sonne entschlossen schien, mich in Asche zu verwandeln. Ich sah M\u00e4nner, die von Sand begraben, und Frauen, die von H\u00e4nden geraubt wurden, die keine Gnade kannten. Ich durchquerte Libyen, den Friedhof Schwarzer Tr\u00e4ume, wo die alte Krankheit des arabischen Rassismus weiter g\u00e4rt und fault und ihr Gestank die Luft erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Libyen ist eine Wunde, die sich nicht schlie\u00dfen will, ein Ort, an dem die Vergangenheit nie aufgeh\u00f6rt hat zu bluten. Es reicht nicht, Libyen als chaotisch oder gesetzlos zu bezeichnen. Das w\u00e4re zu freundlich. Libyen ist eine Maschine, die gebaut wurde, um Schwarze K\u00f6rper zu Staub zu zermahlen. Ich sah M\u00e4nner, angekettet und verkauft wie Vieh, Frauen, vergewaltigt, bis ihr Geist brach, und Kinder, benutzt, als w\u00e4re ihre Jugend nicht heilig.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em><strong>Libyen ist Europas Sch\u00f6pfung, sein dunkles Geheimnis, die H\u00f6lle, die es erbaut hat, um sich nicht die H\u00e4nde schmutzig zu machen.<\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>In Libyen wurde ich gefoltert, dem Hunger \u00fcberlassen und an Orten festgehalten, deren Namen mich noch immer verfolgen: Tarik al-Sekka, Ain Zara, Al Mabani, Mitiga, die Liste ist lang. Mein Verbrechen war einfach: Ich war nicht erw\u00fcnscht, weder in Europa noch in Libyen. Aber w\u00e4hrend sie mich als Mensch abwiesen, nahmen sie mich als Werkzeug an. Ich wurde gezwungen zu arbeiten, jene D\u00e4cher zu bauen, unter denen sie ohne Scham schnarchten, die H\u00e4user zu errichten, die sie vor der sengenden libyschen Sonne sch\u00fctzten. Meine H\u00e4nde mauerten die W\u00e4nde, der Aufenthalt in ihrem Innern blieb mir verwehrt. Ich baute ihr Essen an, aber erhielt keinen Bissen davon.<\/p>\n<p>In Libyen wurde ich ausradiert. Das war der Preis f\u00fcr mein \u00dcberleben, obwohl ich arbeitete, um die Leben anderer zu erhalten. Die Milizen tun all das ungestraft, und warum sollten sie nicht? Europa bezahlt sie, um uns festzuhalten, uns zu brechen, bevor wir seine Grenzen erreichen. Das Echo der Vergangenheit ist laut in Libyen. Die Auktionen von heute tragen dasselbe kalte Kalk\u00fcl in sich wie die vor Jahrhunderten: ein Mann, reduziert auf die Kraft seiner Arme, eine Frau auf die Kr\u00fcmmung ihres R\u00fcckens, ein Kind auf das Potenzial seiner Jahre. Und als ich inmitten all dessen stand, sp\u00fcrte ich das Gewicht der Geschichte, das mich niederdr\u00fcckte und mir sagte, dass es das ist, was Schwarzsein immer f\u00fcr sie bedeutet hat: ein K\u00f6rper, den man benutzt, eine Seele, die man ignoriert.<\/p>\n<p>Die Grausamkeit Libyens ist nicht neu. Sie begann weder mit seinen Milizen noch mit dem Sturz seines F\u00fchrers. Ihre Wurzeln sind viel \u00e4lter, liegen viel tiefer. Araber*innen begannen den Handel mit afrikanischen K\u00f6rpern, lange bevor die Europ\u00e4er*innen mit ihren Schiffen kamen. Diese Geschichte ist nicht tot; sie hat lediglich moderne Kleider \u00fcbergestreift. Einst waren es Ketten und Peitsche, heute sind es Internierungslager und Gummiboote, die zur\u00fcck zur K\u00fcste geschickt werden. Die Werkzeuge m\u00f6gen sich \u00e4ndern, doch die Absicht bleibt dieselbe: aus Schwarzem Leid Profit zu schlagen und gleichzeitig seine Menschlichkeit zu leugnen. Sie lehrten die Welt, dass Schwarzsein gekauft, dass afrikanische Leben gestohlen werden k\u00f6nnen. Obwohl Jahrhunderte vergangen sind, ist diese Krankheit nicht verschwunden. Sie lebt fort in Libyen, darin, dass Schwarze Migrant*innen wie ein Rohstoff behandelt werden, den man verbraucht und wegwirft.<\/p>\n<p>Europa tut so, als h\u00e4tte es nichts damit zu tun. Es schaut auf Libyen und nennt es eine Trag\u00f6die, als ob es nicht der Architekt des Alptraums w\u00e4re. Europa finanziert die Milizen, baut die Internierungslager und nennt dieses Arrangement \u00bbGrenzkontrolle\u00ab. Es verurteilt die Gewalt in Reden, w\u00e4hrend es Geld an jene verteilt, die sie aus\u00fcben.<\/p>\n<p>Libyen ist Europas Sch\u00f6pfung, sein dunkles Geheimnis, die H\u00f6lle, die es erbaut hat, um sich nicht die H\u00e4nde schmutzig zu machen. Die \u00dcberfahrt von Libyen nach Europa ist nicht nur eine Passage der Hoffnung, sie ist eine Verhandlung mit dem Tod. Jede Welle des Mittelmeers tr\u00e4gt das Gewicht unserer Verzweiflung, unserer gestohlenen Zuk\u00fcnfte. Das Meer erinnert uns daran, dass das \u00dcberleben kein Triumph ist, sondern nur ein Aufschub des Unvermeidlichen.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em><strong>Europa f\u00fcrchtet mich, weil ich der Beweis seiner S\u00fcnden bin. Es sieht mich an und sieht die L\u00e4nder, die es gepl\u00fcndert, die Menschen, die es versklavt, das Blut, das es vergossen hat.<\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Sie nennen es Politik, doch es ist Grausamkeit im Gewand der B\u00fcrokratie. Sie unterzeichnen Abkommen mit genau den M\u00e4nnern, die mit unserem Schmerz handeln, bieten Geld, um die Boote zu stoppen, und verschlie\u00dfen die Augen vor den Ketten. Europa steht erhobenen Hauptes auf Gipfeln und Konferenzen, spricht von Menschenrechten, w\u00e4hrend es die Zerst\u00f6rung von Menschenleben finanziert. Trotzdem wagen sie es, sich zu fragen, warum wir weiter kommen.<\/p>\n<p>Und doch bin ich hier in Europa, am Leben, aber nicht frei. Ich habe das Mittelmeer nicht \u00fcberquert, weil ich an Europas Versprechen glaubte, sondern weil ich keine andere Wahl hatte. Dieses Land will mich nicht, aber es braucht mich. Meine H\u00e4nde pfl\u00fccken seine Fr\u00fcchte, mein Schwei\u00df erbaut seine H\u00e4user, meine Arbeit speist die Maschine, die sich selbst Zivilisation nennt. Ich bin der Arbeiter, ohne den es nicht kann, doch ich bin auch die Bedrohung, die zu sehen es nicht ertragen kann. Jeder Tag hier erinnert mich, dass ich zugleich sichtbar und unsichtbar bin. Sie sehen meine H\u00e4nde, wenn sie sie brauchen, aber nie mein Gesicht. Ich habe auf Feldern unter derselben Sonne gearbeitet, die mich in der W\u00fcste zu t\u00f6ten drohte, nur um fl\u00fcsternd bezahlt zu werden, verbunden mit der Aufforderung zu gehen, bevor die echten Bewohner*innen kommen. Auf den Stra\u00dfen verfolgen mich ihre Augen, nicht mit Neugier, sondern mit Argwohn, als w\u00e4re meine Anwesenheit selbst ein Verbrechen.<\/p>\n<p>Europa krankt an seiner Geschichte. Es f\u00fcrchtet mich, weil ich der Beweis seiner S\u00fcnden bin. Es sieht mich an und sieht die L\u00e4nder, die es gepl\u00fcndert, die Menschen, die es versklavt, das Blut, das es vergossen hat. Es nennt mich einen Eindringling, um sich von der Wahrheit abzulenken: Ich bin hier, weil es dort war. Meine Reise ist kein Hausfriedensbruch \u2013 sie ist die Folge der Gier Europas.<\/p>\n<p>Aber die Krankheit Europas geht tiefer als Angst. Europa braucht mich, auch wenn es mich hasst. Es ist abh\u00e4ngig von der Migrantin, dem Gefl\u00fcchteten, dem Schwarzen K\u00f6rper, um seine Systeme am Leben zu halten. Von den Weing\u00fctern Frankreichs bis zu den Olivenhainen Italiens, von den Baustellen Berlins bis zu den Reinigungsteams in London sind es unsere H\u00e4nde, die Europa am Laufen halten. Sie nennen es unqualifzierte Jobs, doch ohne sie w\u00fcrden ihre Gesellschaften zusammenbrechen. Die Ironie: Sie k\u00f6nnen ihre Welt nicht ohne uns bauen und bestehen doch darauf, dass wir nicht hinein geh\u00f6ren. Und so toleriert Europa mich gerade genug, um mich zu benutzen. Ich bin notwendig, aber ich werde nie willkommen sein.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em><strong>Europa braucht mich, obwohl es mich hasst. Von den Weing\u00fctern Frankreichs bis zu den Olivenhainen Italiens, von den Baustellen Berlins bis zu den Reinigungsteams in London sind es unsere H\u00e4nde, die Europa am Laufen halten.<\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Als Schwarzer Migrant in Europa zu leben, bedeutet, auf dem schmalen Grat zwischen \u00dcberleben und Verschwinden zu wandeln. Es bedeutet, als unentbehrlich und austauschbar zugleich zu gelten. Meine Anwesenheit wird nur stillschweigend toleriert, nur solange ich Europa nicht daran erinnere, was ich repr\u00e4sentiere. Ich bin nicht nur ein Arbeiter; ich bin ein Spiegel, der alles reflektiert, was dieser Kontinent lieber vergessen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Libyen hat mich gelehrt, was es bedeutet, entmenschlicht zu werden. Europa lehrt mich, was es hei\u00dft, ausgel\u00f6scht zu werden. Das sogenannte Asylsystem in Libyen und Europa ist gescheitert, aber nicht aus Versehen, es war nie f\u00fcr das Schwarze afrikanische Kind gedacht. Seine Urspr\u00fcnge liegen in der verh\u00e4ngnisvollen Verschleppung von Osteurop\u00e4er*innen in einem von seinen eigenen Kriegen verheerten Europa. Als diese Wunden verbunden und verheilt waren und das System nicht mehr gebraucht wurde, richtete es seinen Finger auf das afrikanische Kind und gab vor, Zuflucht und Menschenrechte zu bieten. In Wirklichkeit ist es nichts weiter als eine Eind\u00e4mmungsmaschine, eine Fabrik der Verzweiflung, getarnt als Barmherzigkeit. Diese Maschinen der Eind\u00e4mmung, geleitet von UNHCR und IOM, arbeiten unerm\u00fcdlich, damit die, die es wagen, europ\u00e4ischen Boden zu begehren, ihn niemals kosten werden. Und wenn sie es doch tun, dann erst, nachdem Krieg, menschengemachte Armut und Verrat ihre K\u00f6rper und Seelen gebrochen haben.<\/p>\n<p>Die Fl\u00fcchtlingslager im Tschad, in Niger und Libyen sind keine Zufluchtsorte; es sind Lagerh\u00e4user f\u00fcr als unw\u00fcrdig erachtete Leben. Es sind Gef\u00e4ngnisse mit anderem Namen, entworfen, um Schwarze Migrant*innen von Europas vergoldeten Grenzen fernzuhalten. Auf diejenigen, die das Mittelmeer \u00fcberwinden und ihren Fu\u00df auf europ\u00e4ischen Boden setzen, wartet ein weiteres System der Entmenschlichung. Hier wird der Migrant zermahlen wie Mais zu Mehl.<\/p>\n<p>In diesem Prozess wird aus ihm extrahiert, was Europa braucht: Seine Arbeitskraft, seine St\u00e4rke, seine Unterordnung unter eine Kultur, zu der er nie wirklich geh\u00f6ren wird. Wenn er diese Kriterien nicht erf\u00fcllt, wird er zum Problem erkl\u00e4rt und aussortiert, zum Verrotten in sogenannten Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften zur\u00fcckgelassen, wo er nicht auf Aufnahme, sondern auf sein Urteil wartet. Jahre vergehen, in denen Europa debattiert, welchen Anteil Menschlichkeit er verdient, und selbst, wenn dieser ihm zugestanden wird, ist diese Menschlichkeit fragil, nichts als ein Dokument, das sich aufl\u00f6st wie Papier im Regen und sein Leben mit sich nimmt.<\/p>\n<p>Widerstand wird nicht geduldet. Diejenigen, die sich weigern, ihre W\u00fcrde aufzugeben, werden zur Abschiebung freigegeben, zur\u00fcckgeschickt in die \u00bbbarbarischen Drecksl\u00f6cher\u00ab, die Europa als lebensunwert, aber f\u00fcr sein eigenes \u00dcberleben unerl\u00e4sslich erachtet. Afrika, der Kontinent, der Europa mit seinen Ressourcen und seinen Menschen n\u00e4hrt, wird als Fluch und Bequemlichkeit zugleich behandelt. Das ist kein Asyl, es ist ein System, das darauf ausgelegt ist, auszugrenzen, auszubeuten und wegzuwerfen.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong><em>F\u00fcr jede*n Schwarze*n Migrant*in, der*die diesen Weg zur\u00fcckgelegt hat, ist das \u00dcberleben nicht nur ein Akt des Durchhaltens, es ist eine Deklaration.<\/em><\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Ich bin hier und doch nicht hier. Ich werde gebraucht, aber nicht gewollt. Und doch gibt es Solidarit\u00e4t, zerbrechlich, zaghaft, verstreut. Sie existiert in den Zwischenr\u00e4umen zwischen den Grausamkeiten, in den stillen Akten der Freundlichkeit, die uns daran erinnern, dass die Menschlichkeit noch nicht v\u00f6llig ausgel\u00f6scht ist. Wir k\u00f6nnen diese Solidarit\u00e4t nicht leugnen, aber wir m\u00fcssen sie auch hinterfragen. Denn diejenigen, die sie praktizieren, ob als Individuen oder Kollektive, sind selbst die kranken Produkte dessen, was die Araber*innen und Europ\u00e4er*innen getan haben. Sie malen sich eine Wiedergeburt, eine neue Identit\u00e4t f\u00fcr Europa aus, in der die Narben der Geschichte heilen k\u00f6nnen. Doch diese Vision bleibt fragil, verstrickt in das Ego und die eigene Identit\u00e4t, die sie nur schwer entwirren k\u00f6nnen. Es ist ein Hoffnungsschimmer, aber zu schwach, um den Weg zu weisen. Ich bin sowohl ein Werkzeug als auch eine Bedrohung. Die Solidarit\u00e4t, auch wenn sie gut gemeint ist, tr\u00e4gt oft eher das Gewicht der Schuld als die St\u00e4rke echter Verantwortung. Es ist eine Solidarit\u00e4t, die Pflaster anbietet, aber das Skalpell scheut, das n\u00f6tig ist, um die Krankheit herauszuschneiden.<\/p>\n<p>Das ist die Realit\u00e4t eines Schwarzen Migranten im Jahr 2025. Es ist kein Leben, es ist eine st\u00e4ndige Verhandlung mit einem System, das mich zerst\u00f6ren soll.<\/p>\n<p>Und doch bin ich immer noch hier. Mein \u00dcberleben ist ein Akt der Konfrontation. Mein Atem ist Widerstand. Sie k\u00f6nnen mich nicht ausl\u00f6schen, weil ich sie nicht lasse. Ich schreibe diese Worte nicht, um um Verst\u00e4ndnis oder Gnade zu bitten, sondern um die Wahrheit auszusprechen. Europa ist kein sicherer Hafen f\u00fcr das afrikanische Kind. Es ist eine Krankheit, die sich hinter ihrem Reichtum und ihren Denkm\u00e4lern versteckt, ein System, errichtet auf den R\u00fccken derer, die es nicht anerkennen will.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, wie Gerechtigkeit aussieht, aber ich wei\u00df, dass sie so nicht aussieht. Ich wei\u00df, Ketten in Libyen oder Mauern in Europa sind es nicht. Ich wei\u00df, eine Welt, in der Schwarze Menschen als Ware behandelt werden, ist es nicht. Doch bis es Gerechtigkeit gibt, werde ich weiter \u00fcberleben. F\u00fcr jede*n Schwarze*n Migrant*in, der*die diesen Weg zur\u00fcckgelegt hat, ist das \u00dcberleben nicht nur ein Akt des Durchhaltens, es ist eine Deklaration. Es ist der Beweis, dass wir mehr sind als das, was sie uns nehmen, mehr als die Systeme, die sie gebaut haben, um uns zu brechen.<\/p>\n<p>Europa mag uns die W\u00fcrde verweigern, aber es kann uns nicht unsere Menschlichkeit nehmen. Es ist an uns, sie zu bewahren, zu sch\u00fctzen und an die weiterzugeben, die nach uns kommen.<\/p>\n<p>Und denen, die immer noch durch die W\u00fcsten wandern, die immer noch \u00fcber die Meere segeln, die immer noch von Luft tr\u00e4umen, sage ich: Wir sind keine Invasoren. Wir sind die Erben dessen, was man uns gestohlen hat. Wir sind hier, weil sie dort waren. Und wir werden nicht verschwinden. Aber \u00dcberleben ist nicht genug. Wir m\u00fcssen von mehr tr\u00e4umen als von Durchhalten. Gerechtigkeit muss mehr sein als ein in gem\u00fctlichen R\u00e4umen gesprochenes Wort; sie muss eine Handlung sein, die Ketten sprengt und Br\u00fccken baut. Sie muss reparativ sein, indem sie die Wunden der Geschichte aufarbeitet, und transformativ, indem sie die Systeme umgestaltet, die diese Ungerechtigkeiten fortschreiben. Gerechtigkeit kann keine Gnade sein, sie muss eine Abrechnung sein.<\/p>\n<p>Es muss eine Gerechtigkeit sein, die durch die H\u00e4nden derer geschaffen wird, die \u00fcberlebt haben. F\u00fcr uns ist Gerechtigkeit kein abstraktes Ideal, sie ist der t\u00e4gliche Akt des Aufstehens, des (Wider-)Sprechens, der Weigerung zu verschwinden. Sie ist die Solidarit\u00e4t, die wir ineinander finden, das Licht, das wir selbst an den dunkelsten Orten teilen. Sie ist das Wissen, dass wir, obwohl sie uns ausl\u00f6schen wollten, immer noch da sind und dass wir nicht schweigen werden.<\/p>\n<p>Bis dahin werden wir einander Halt geben, so wie wir es immer getan haben. Denn selbst in den dunkelsten Ecken dieser Welt finden wir Licht in der St\u00e4rke des anderen.<\/p>\n<p>Wenn du mir je einen Namen gibst, finde ihn in diesem Essay.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><em>Die englische Originalfassung des Essays erschien am 5. Januar auf <a href=\"https:\/\/www.refugeesinlibya.org\/post\/chronicles-of-blackness-surviving-the-shadows-of-libya-and-europe\">www.refugeesinlibya.org<\/a>.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Die deutsche \u00dcbersetzung stammt von<a href=\"https:\/\/www.akweb.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> ak &#8211; analyse &amp; kritik<\/a> und wurde am <a href=\"https:\/\/www.akweb.de\/politik\/chroniken-des-schwarzseins-ueberleben-in-den-schatten-von-libyen-und-europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">19. Januar 2025 erstver\u00f6ffentlicht<\/a>. Wir danken der Redaktion f\u00fcr die freundliche Genehmigung zur Ver\u00f6ffentlichung.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der vierte Jahrestag der R\u00e4umung unseres Protests in Tripolis, Libyen, n\u00e4herr\u00fcckt, versuche ich aufzuschreiben, was mir auf der Zunge brennt und was ich bislang in Europa gesehen habe. 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