{"id":2572863,"date":"2024-12-28T15:17:55","date_gmt":"2024-12-28T15:17:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2572863"},"modified":"2024-12-28T15:17:55","modified_gmt":"2024-12-28T15:17:55","slug":"wider-die-kriegstuechtigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/12\/wider-die-kriegstuechtigkeit\/","title":{"rendered":"Wider die Kriegst\u00fcchtigkeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die deutsche Regierung hat dem Land \u00abKriegst\u00fcchtigkeit\u00bb verordnet. Der Buchautor Marcus Kl\u00f6ckner feuert mit Worten dagegen. <\/strong><\/p>\n<p><strong><em><a href=\"mailto:martina.frei@infosperber.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Martina Frei<\/a> <\/em><\/strong><em>f\u00fcr die Online-Zeitung <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/wider-die-kriegstuechtigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">INFOSperber<\/a><\/em><\/p>\n<p>\u00abWir m\u00fcssen bis 2029 kriegst\u00fcchtig sein.\u00bb Diese Aussage des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius gab den Ansto\u00df f\u00fcr ein Buch. \u00abKriegst\u00fcchtig!\u00bb hei\u00dft diese flammende Schrift gegen den Krieg.<\/p>\n<p>\u00abVor einiger Zeit war ich in einer Soldatenkantine. An der Essenstheke begegnete mir ein Mann, der kein Gesicht mehr hatte. Ja, Sie lesen richtig. Kein Gesicht mehr. Der Mann bewegte sich normal. Er trug Uniform. Der Kopf sa\u00df auf seiner Schulter. [\u2026] In seinem Gesicht waren noch zwei Augen zu erkennen. Keine Nase mehr. Keine Lippen mehr.\u00bb<\/p>\n<p>Solche Erfahrungen sind ein Teil des Antriebs von Marcus Kl\u00f6ckner, der als Journalist unter anderem f\u00fcr die \u00abWeltwoche\u00bb sowie f\u00fcr sogenannte \u00abalternative\u00bb Medien wie die \u00abNachdenkseiten\u00bb oder \u00abRubikon\u00bb arbeitet. Die gro\u00dfen Medien \u00fcbernehmen seine Artikel nicht. Kl\u00f6ckner hat Soziologie, Medienwissenschaften und Amerikanistik studiert.<\/p>\n<p><strong>Propaganda: Mal ist Russland \u00fcberm\u00e4chtig, mal kurz vor dem Kollaps<\/strong><\/p>\n<p>In seinem Anfang 2025 erscheinenden Buch* weist er auf offensichtliche Widerspr\u00fcche hin: \u00abEinmal ist Russland eine riesengro\u00dfe Bedrohung f\u00fcr Europa. Deshalb m\u00fcsse aufger\u00fcstet werden. Dann wiederum ist Russland schwach und wir brauchen zu den 5000 Helmen nur noch ein paar Waffen dazulegen und schon ist Russland aus der Ukraine vertrieben. Einmal ist Russland kurz davor, in Berlin einzumarschieren, ein anderes Mal machen propagandistisch kontaminierte Meldungen von einem v\u00f6llig desolaten russischen Milit\u00e4r die Runde, das am Auseinanderfallen ist. Einmal ist Putin der eiskalte, n\u00fcchtern kalkulierende Diktator. Ein anderes Mal der \u2039Psycho\u203a aus dem Kreml. Einmal ist Putin der Mann, der Russlands Autokratie fest in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt. Einmal ist Putin schwach, krank und kurz vor seinem Ende.\u00bb Deutschlands B\u00fcrger seien immer wieder der Propaganda ausgesetzt, so Kl\u00f6ckner.<\/p>\n<p>\u00abKriegst\u00fcchtig\u00bb schaffte es in Deutschland j\u00fcngst auf den dritten Platz beim \u00ab<a href=\"https:\/\/gfds.de\/wort-des-jahres-2024\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wort des Jahres<\/a>\u00bb. Der Buchautor erkennt darin ebenfalls Propaganda: \u00abDer Begriff setzt sich zusammen aus den W\u00f6rtern Krieg und T\u00fcchtigkeit. Das hei\u00dft: Hier wird ein negativ besetztes mit einem positiv konnotierten Wort verbunden. Der Begriff erinnert an die nicht minder abscheuliche Formulierung \u2039nukleare Teilhabe\u203a\u00bb, findet Kl\u00f6ckner und erinnert an die \u00ab10 Haupts\u00e4tze der Kriegspropaganda\u00bb:<\/p>\n<ol>\n<li>Wir wollen den Krieg nicht.<\/li>\n<li>Das gegnerische Lager tr\u00e4gt die alleinige Verantwortung f\u00fcr\u00a0den Krieg.<\/li>\n<li>Der F\u00fchrer des gegnerischen Lagers ist ein Teufel.<\/li>\n<li>Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr eine gute Sache, nicht f\u00fcr eigenn\u00fctzige Ziele.<\/li>\n<li>Der Gegner k\u00e4mpft mit unerlaubten Waffen.<\/li>\n<li>Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten. Wenn uns Fehler unterlaufen, dann nur versehentlich.<\/li>\n<li>Unsere Verluste sind gering, die des Gegners aber enorm.<\/li>\n<li>Die K\u00fcnstler und Intellektuellen unterst\u00fctzen unsere Sache.<\/li>\n<li>Unsere Mission ist heilig.<\/li>\n<li>Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verr\u00e4ter.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00abMit der deutschen Geschichte im R\u00fccken\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Von der ersten bis zur letzten Seite seines 150-Seiten-Buchs ist das \u00abfeu sacr\u00e9\u00bb zu sp\u00fcren, das Kl\u00f6ckner antreibt. Er erinnert an einen Satz des fr\u00fcheren deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt: \u00abLieber 100 Stunden umsonst verhandeln als eine Minute schie\u00dfen.\u00bb Doch im Ukraine-Krieg wird ja eben nicht verhandelt.<\/p>\n<p>Drei Seiten lang z\u00e4hlt Kl\u00f6ckner auf, welche milit\u00e4rischen G\u00fcter Deutschland bis jetzt an die Ukraine geliefert hat: 2700 Fliegerf\u00e4uste, 18 Kampfpanzer Leopard, 58\u2019000 Gefechtshelme, 340\u2019000 Schuss Munition 40 mm, 100\u2019000 Handgranaten, 120 Sch\u00fctzenpanzer Marder \u2026 Dabei sei diese Liste \u00abnur ein selektiver Auszug\u00bb der 28 Milliarden Euro-Unterst\u00fctzung, die Deutschland der Ukraine bis anhin geliefert habe, so Kl\u00f6ckner.<\/p>\n<p>\u00abWas soll das f\u00fcr eine Politik sein?\u00bb, fragt er vorwurfsvoll. \u00abEine Politik salomonischer Weisheit? Die kluge Politik des Friedens? Verstehe ich das richtig? Mit der deutschen Geschichte im R\u00fccken entscheidet sich \u2039unsere\u203a Politik dazu, der einen Seite, der Deutschland schwer geschadet hat, massive milit\u00e4rische Hilfe zur Verf\u00fcgung zu stellen, damit sie sich gegen die andere Seite, der Deutschland auch schwer geschadet hat, verteidigen kann? Ergebnis: deutsche Panzer im russischen Kursk?!\u00bb<\/p>\n<p><strong>F\u00fchrungsrolle in der Friedenspolitik nicht wahrgenommen<\/strong><\/p>\n<p>Aus Kl\u00f6ckners Sicht h\u00e4tte Deutschland die Gelegenheit gehabt, \u00absowohl Ukrainern als auch Russen einen gro\u00dfen Dienst zu erweisen [\u2026] Deutschland, das die schwere Schuld seiner Vergangenheit mit sich tr\u00e4gt. 27 Millionen tote Sowjetb\u00fcrger (darunter 14 Millionen Zivilisten). Viele auf dem Gebiet der heutigen Ukraine. Viele auf dem Gebiet des heutigen Russlands. Was tun als Regierung, die sagt, \u2039helfen\u203a zu wollen, aber doch aufgrund der Vergangenheit gegen\u00fcber beiden Kriegsparteien in der Schuld steht? Merkel, Scholz und wie sie hei\u00dfen: Sie h\u00e4tten eine Sternstunde vor sich gehabt. Die gro\u00dfe M\u00f6glichkeit zu einer echten Friedenspolitik lag vor ihnen. Humanit\u00e4re Hilfe: ja. Waffen: nein. Dazu Diplomatie, die diesen Namen verdient. Was w\u00e4re gewesen, wenn die deutsche Politik echte F\u00fchrungsverantwortung \u00fcbernommen h\u00e4tte?\u00bb, fragt Kl\u00f6ckner.<\/p>\n<p>Er erinnert sich: \u00abAls in Afghanistan die K\u00e4mpfe eskalierten, sah ich Fotos von Milit\u00e4rhubschraubern, die die Verletzten aus den Gefechtszonen transportierten. Nachdem sie gelandet, die Soldaten entladen waren und der n\u00e4chste Rettungseinsatz anstand, wurde das Blut der verwundeten Soldaten auf dem Boden der Helikopter mit einem Rettungsschlauch weggespritzt und das verbliebene Blutwasser z\u00fcgig mit einem Besen rausgekehrt. Pragmatisches Vorgehen. So ist das eben im Krieg.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Raush\u00e4ngende Ged\u00e4rme bei den einen, frisch servierter Kaffee f\u00fcr die anderen<\/strong><\/p>\n<p>Die Verantwortung sieht der Buchautor zuallererst bei Politikern und Strategen. \u00abPolitiker, die Soldaten in den Krieg schicken, wissen darum. Sie tragen die Verantwortung. Und unsere Gesellschaft, aber auch die Soldaten m\u00fcssen sich dar\u00fcber im Klaren sein, in welche H\u00f6lle sie geschickt werden.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abOb die \u2039tapferen\u203a Soldaten nun 18, 30 oder 60 Jahre jung\/alt sind, ob sie Klaus, Stefan, Leoni, Peter oder Anna hei\u00dfen, ist bedeutungslos. Hinter den Soldaten vorne stehen Rangh\u00f6here. Und hinter den Rangh\u00f6heren stehen wieder Rangh\u00f6here. [\u2026] Und irgendwann stehen da Politiker. Je weiter es nach oben in der Hierarchie geht, desto ruhiger wird es in aller Regel. Der Dreck, der Schuss, der Knall, der Gestank, die aufgeplatzten K\u00f6pfe, die raush\u00e4ngenden Ged\u00e4rme, das Geschrei, das Wimmern, die Gewalt des Todes und des Krieges: Auf den teuren Schreibtischen und in den klimatisierten B\u00fcros der Planer, der Strategen, der Verantwortlichen, der intellektuellen Kollaborateure und Zuarbeiter des Kriegsteufels ist von alledem in der Regel nichts zu sehen, zu h\u00f6ren, zu riechen. Klinisch steril mit einem warmen Kaffee per Knopfdruck von der Sekret\u00e4rin serviert, lassen sich auf dem Papier oder dem Bildschirm an der Wand aktuelle Zahlen, Daten und Entwicklungen in Ruhe betrachten. Die eigenen Kinder gedeihen pr\u00e4chtig, die Ehefrau absolviert einen Sprachkurs und sieht sich, laut letzter Chat-Nachricht, gerade in einem Gesch\u00e4ft mit einer Freundin neue Vorh\u00e4nge an.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Die Illusion, den Krieg zu gewinnen<\/strong><\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner zitiert \u2013 beispielhaft f\u00fcr viele \u00e4hnliche S\u00e4tze \u2013 den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz:<br \/>\n<em>\u00abUns alle eint ein Ziel: Russland darf diesen Krieg nicht gewinnen.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Er zitiert die deutsche Bundesratspr\u00e4sidentin:<br \/>\n<em>\u00abDie Ukraine muss diesen Krieg gewinnen.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Und die bayrische Landtagspr\u00e4sidentin:<br \/>\n<em>\u00abDie Ukraine muss diesen Krieg um Freiheit und Demokratie gewinnen!\u00bb\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Dann holt Kl\u00f6ckner aus: \u00abWie kann jemandem, der doch \u00fcber einen Verstand verf\u00fcgt, der Begriff \u2039gewinnen\u203a im Zusammenhang mit einem Krieg so leicht von den Lippen gehen? Hat denn wirklich von diesen Leuten keiner gelernt, dass es keinen Krieg in der Geschichte der Menschheit gab, der \u2039gewonnen\u203a wurde? [\u2026] Wenn, einem politisch-milit\u00e4rischen Befehl folgend, zwei 18-J\u00e4hrige mit ihren Gewehren auf dem Schlachtfeld aufeinander anlegen, abdr\u00fccken und einer dem anderen den Kopf wegschie\u00dft, dann gibt es doch keinen \u2039Gewinner\u203a. Wenn die Menschlichkeit verloren hat, dann kann doch keine Politik und kein Milit\u00e4r, das im Sinne der Werte unserer Demokratie etwas auf sich h\u00e4lt, von \u2039gewinnen\u203a sprechen. Und wer wollte abstreiten, dass in Kriegen die Menschlichkeit immer verliert? In der Welt unbelehrbarer Diplomzyniker mag es trotzdem ein Gewinnen geben. Aber diese Welt sollte nicht die unsere sein.\u00bb<\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner verweist auf den \u00abvon vielen in der EU gescholtenen ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten Viktor Orb\u00e1n\u00bb. Dieser twitterte: \u00abThere are no winners in war. The only plan we should be considering is a #PeacePlan!\u00bb (Es gibt keine Gewinner im Krieg. Den einzigen Plan, den wir erw\u00e4gen sollten, ist ein Friedensplan!)<\/p>\n<p><strong>Die Schleusen zur H\u00f6lle<\/strong><\/p>\n<p>\u00abL\u00e4uft der Krieg erst einmal, sind die Schleusen zur H\u00f6lle ge\u00f6ffnet. Gut, b\u00f6se, b\u00f6se, gut: Die Barbarei bahnt sich \u00fcberall ihren Weg. Morden, t\u00f6ten, massakrieren, abschlachten, vergewaltigen, verst\u00fcmmeln: Soldaten aller Kriegsparteien werden, wenn der Krieg den entsprechenden Grad der Verrohung erreicht hat (und das geht sehr schnell), zu Bestien. Au\u00dferdem hat wohl jede Armee ihre Psychopathen und Monster. Und es ist noch schlimmer. Wer es noch nicht begriffen hat: Mit was Soldaten konfrontiert sind, was sie ausgesetzt sind, all ihre furchtbaren traumatisierenden Erlebnisse, ihre Todesangst, ihre Wut, ihr Hass usw.: Das kann auf dem Schlachtfeld kanalisiert werden. Ja, Krieg ist so pervers, dass er die Brutalit\u00e4t und Bestialit\u00e4t geradezu zur Bedingung des eigenen \u00dcberlebens macht. Was soll ein 20-J\u00e4hriger auch tun, wenn seinem Kameraden und besten Kumpel neben ihm vom Feind der Kopf weggeschossen wird? Was soll der 23-J\u00e4hrige auch machen, wenn er nach einem Gefecht seinen Bruder mit abgerissen Beinen auf dem so \u2039wertvollen\u203a Boden liegen sieht? Entweder er haut ab \u2013 das w\u00fcrde aber als Fahnenflucht bestraft. Oder er wird verr\u00fcckt. Oder aber er wird beim n\u00e4chsten Gefecht mit einer Brutalit\u00e4t vorgehen, die ihresgleichen sucht. Der Druck muss raus. Die Wut muss raus. Und der Teufel reibt sich die H\u00e4nde. Und sesselfurzende Politiker mit ihren Strategieberaterinnen wollen noch mehr Waffen auf dem Schlachtfeld sehen. Weil es doch dieses Mal tats\u00e4chlich \u2039gut\u203a gegen \u2039b\u00f6se\u203a ist.<\/p>\n<p>Und jetzt k\u00f6nnen wir uns fragen: Wo ist das B\u00f6se im Krieg? [\u2026] Nat\u00fcrlich findet sich das B\u00f6se auf jedem Schlachtfeld. Das B\u00f6se liegt aber auch, wie in jedem Krieg, in den skrupellosen H\u00e4nden der Politik samt den Hinterm\u00e4nnern. Das B\u00f6se liegt in den H\u00e4nden jener, die Teenagern Waffen in die Hand dr\u00fccken und sagen: \u2039Schie\u00df! \u203a Das B\u00f6se hat die K\u00f6pfe jener durchdrungen, die jederzeit sagen k\u00f6nnten: Waffenstillstand!, aber ihre politisch-materiellen Kriegsziele \u00fcber das Lebenswohl der einzelnen Soldaten stellen. Das B\u00f6se findet sich in den H\u00e4nden jener, die in der einen Hand die Weltpolitik und in der anderen das Feuerzeug halten. Das B\u00f6se liegt in all den unz\u00e4hligen Wahrheitsverdrehungen, Halbwahrheiten und L\u00fcgen, die Kriege schon vor ihrem Beginn umgeben und die alle Seiten produzieren.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Mit der Salamitaktik in den Krieg<\/strong><\/p>\n<p>Eindringlich warnt Kl\u00f6ckner, der n\u00e4chste Krieg braue sich gerade \u00fcber Deutschland zusammen. So erw\u00e4hnt er zum Beispiel einen Fragebogen, in dem alle M\u00e4nner ab 18 Jahren angegeben sollen, ob sie Interesse an der Bundeswehr haben. Dort hei\u00dft es:<\/p>\n<p><em>\u00abDas neue Modell sieht vor, dass zun\u00e4chst versucht wird, Freiwillige zu gewinnen. Sollte dies nicht ausreichen, werden verpflichtende Elemente eingef\u00fchrt, bei denen Betroffene zu einer Musterung eingeladen werden.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner liest genau: \u00abDer aufmerksame Leser stolpert \u00fcber die Worte \u2039zun\u00e4chst\u203a und \u2039sollte dies nicht ausreichen\u203a. In der gesamten Politik zum Ukraine-Krieg sehen wir ein altbekanntes Vorgehen, n\u00e4mlich: die Salamitaktik. Von 5000 Stahlhelmen \u00fcber Panzer hin zu Taurus. Auch der Weg hin zur Kriegst\u00fcchtigkeit ist gepr\u00e4gt von der Salamitaktik. Aufr\u00fcsten. Erst ein bisschen. Dann mehr. Dann noch mehr. Erst nur die Bundeswehr. Dann die Gesellschaft. Zun\u00e4chst soll es ja \u2039nur\u203a darum gehen, so \u2039wehrhaft\u203a zu werden, dass der \u2039Feind\u203a abgeschreckt und es doch gar nicht zum Krieg kommen wird. Aber dann, wenn es im Sinne der Salamitaktik weitergeht, wird es irgendwann doch noch hei\u00dfen: \u2039Wir sind jetzt im Krieg! Wie gut, dass wir jetzt kriegst\u00fcchtig sind!\u203a\u00bb<\/p>\n<p><strong>50 bis 70 Prozent der frisch eingezogenen Rekruten in den ersten Tagen an der Front verletzt oder tot<\/strong><\/p>\n<p>Weiter zitiert der Buchautor aus einem Artikel in der \u00abFrankfurter Rundschau\u00bb:<\/p>\n<p><em>\u00abSie erz\u00e4hlten dem Bericht nach von schlecht ausgebildeten und teils \u00e4ngstlichen Rekruten. Wie wiederum die \u2039Moscow Times\u203a schreibt, zieht Kiew durch das neue Wehrpflichtgesetz, das seit Mai in Kraft ist, derzeit im Schnitt etwa 30\u2019000 neue Rekruten monatlich in den Ukraine-Krieg ein, meist junge M\u00e4nner ohne jede Kampferfahrung. [\u2026] Nach Sch\u00e4tzungen der Kommandeure, mit denen die amerikanische Zeitung gesprochen hat, werden 50 bis 70 Prozent der Rekruten in den ersten Tagen nach Erreichen der Front get\u00f6tet oder verwundet.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner f\u00e4hrt fort: \u00ab30\u2019000 Rekruten pro Monat? Das ist die Einwohnerzahl einer mittelgro\u00dfen Stadt in Deutschland. Und 50\u201370 Prozent der Rekruten sterben den \u2039Heldentod\u203a in den ersten Tagen an der Front?<\/p>\n<p>\u00c4hnlich d\u00fcrfte es auf der russischen Seite aussehen. Was ist das f\u00fcr ein unfassbares Drama? Was glauben deutsche Soldaten, was glaubt die deutsche Gesellschaft, wie es erst bei einem hei\u00dfen Krieg zwischen Russland und der Nato zugehen w\u00fcrde? Erst vor ein paar Tagen hat ein deutscher General erkl\u00e4rt, die Nato plane f\u00fcr den Kriegsfall Massenrettungen verwundeter Nato-Soldaten.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Die schwere Schuld der Journalisten<\/strong><\/p>\n<p>Den Journalisten in den Leitmedien wirft Kl\u00f6ckner Eindimensionalit\u00e4t, Empathie- und Gewissenlosigkeit vor. Er belegt das unter anderem mit einem Kommentar aus der \u00abFrankfurter Allgemeinen Zeitung\u00bb:<\/p>\n<p><em>\u00abWenn man den Kampf gegen Putins Russland, der die Ausl\u00f6schung der Ukraine zum erkl\u00e4rten Ziel hat, f\u00fcr gerechtfertigt und gerecht h\u00e4lt \u2013 und ist das nicht der klassische Fall des gerechten Krieges? \u2013, dann muss Deutschland ein sicherer Hafen f\u00fcr Schutzbed\u00fcrftige sein \u2013 aber nicht f\u00fcr wehrpflichtige [ukrainische \u2013 Anm. d. Red.] M\u00e4nner, die sich ihrer Pflicht entziehen.\u00bb\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Ob solcher S\u00e4tze geht Kl\u00f6ckner die Wand hoch: \u00abDer Wert und die W\u00fcrde des einzelnen ukrainischen Mannes, der, wie jeder Mensch, ein ureigenes Recht auf Willens- und Gewissensfreiheit haben muss und darf \u2013 weggestrichen mit ein paar Zeilen, die in ihrer Eindimensionalit\u00e4t nur noch von ihrer emotionalen K\u00e4lte \u00fcbertroffen werden. So stellt man sich den eiskalten technokratischen Blick vor. Der Mensch wird zum \u2039Ding\u203a, zum \u2039Objekt\u203a degradiert, das gef\u00e4lligst zu tun hat, was seine \u2039Pflicht\u203a ist, n\u00e4mlich zu funktionieren, und jenen Dienst, den sein Besitzer von ihm erwartet, erf\u00fcllt. Und wenn \u2039das Ding\u203a Mensch eben f\u00fcr den Zweck des gr\u00f6\u00dferen Ganzen an der Front eingesetzt und dort sein K\u00f6rper auseinandergesprengt wird: Dann ist dem eben so. Haben nicht wir alle Opfer zu bringen? Der Zynismus springt dem Leser f\u00f6rmlich [\u2026] ins Gesicht.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Interviews, die diese Bezeichnung nicht verdienen<\/strong><\/p>\n<p>Auch \u00abVerrat am Journalismus\u00bb zeigt der Autor exemplarisch an einem Interview mit dem Generalinspekteur der deutschen Bundeswehr, Carsten Breuer, das im \u00abSpiegel\u00bb erschien:<\/p>\n<p>\u00abFrage des Spiegels: <em>\u2039Die Ambitionen, zum Beispiel beim Ausbau der Landstreitkr\u00e4fte oder der Flugabwehr, sind riesig. Das bisherige Ziel, dass alle Staaten zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung f\u00fcr das Milit\u00e4r ausgeben sollen, wirkt da nicht mehr ganz zeitgem\u00e4\u00df.\u203a\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Antwort Breuer: <em>\u2039Sie haben recht: Die Bedrohungslage erfordert h\u00f6here Investitionen als die bisherigen zwei Prozent. Diese Zahl kann nur das Minimum, nicht die Obergrenze sein.\u203a\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Hier hakt Kl\u00f6ckner ein: \u00ab\u2039Sie haben recht\u203a, sagt Breuer zu dem Spiegel-Journalisten. Schon wieder sehen wir eine Frage, die als Vorlage taugt.\u00bb Ein Interview m\u00fcsse \u00abim besten Sinne eines kritischen Journalismus\u00bb von einem Dissens zwischen Interviewer und Interviewtem gepr\u00e4gt sein. Doch hier \u00abherrscht im Gro\u00dfen und Ganzen Einigkeit. Solche Interviews kann man f\u00fchren und ver\u00f6ffentlichen. Man kann sich aber auch die Zeit sparen und die Nato-Pressestelle die Arbeit machen lassen.\u00bb<\/p>\n<p>Die Leitmedien h\u00e4tten \u00abschwere Schuld\u00bb auf sich geladen und w\u00fcrden dies weiterhin tun. \u00abWas w\u00e4re wohl los, wenn in sehr teuren, mit Geb\u00fchrengeldern finanzierten gro\u00dfen Polit-Talkshows die Besetzung wenigstens einmal anders w\u00e4re als gew\u00f6hnlich? Anstelle von nur einem halbwegs kritischen Gast und 3 bis 4 Vertretern der Nato-Erz\u00e4hlungen einmal 4 Vertreter einer Friedenspolitik gegen\u00fcber einem Repr\u00e4sentanten der \u2039Nato-Wahrheit\u203a?\u00bb, fragt Kl\u00f6ckner. \u00abWas w\u00fcrde die Politik wohl dazu sagen? Welche Telefonate w\u00fcrden im Anschluss wohl gef\u00fchrt werden, damit so etwas nicht mehr vorkommt? Und nein, eine solche Zusammensetzung w\u00e4re keine \u2039false balance\u203a, sondern w\u00fcrde dem Friedensauftrag des Grundgesetzes gerecht.\u00bb<\/p>\n<p>_____________________<\/p>\n<p>*Marcus Kl\u00f6ckner: \u00abKriegst\u00fcchtig!\u00bb, Verlag Fifty-Fifty, 16,00 \u20ac, ISBN-13 978-3946778431, erh\u00e4ltlich ab 6.1.2025.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Regierung hat dem Land \u00abKriegst\u00fcchtigkeit\u00bb verordnet. Der Buchautor Marcus Kl\u00f6ckner feuert mit Worten dagegen. 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