{"id":2572621,"date":"2024-12-27T09:54:32","date_gmt":"2024-12-27T09:54:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2572621"},"modified":"2024-12-27T09:54:32","modified_gmt":"2024-12-27T09:54:32","slug":"kafi-klick-von-der-hotline-zum-worker-center-zuerich-solidarisch-von-der-rechtsberatung-zum-klassenkampf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/12\/kafi-klick-von-der-hotline-zum-worker-center-zuerich-solidarisch-von-der-rechtsberatung-zum-klassenkampf\/","title":{"rendered":"Kafi Klick: Von der Hotline zum Worker Center &#8211; Z\u00fcrich Solidarisch: Von der Rechtsberatung zum Klassenkampf?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit Ende 2020 unterst\u00fctzt \u00ab<a href=\"https:\/\/zh-solidarisch.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Z\u00fcrich Solidarisch<\/a>\u00bb Arbeiter:innen bei Stress mit Chefs und Vermieter:innen. In einer neuen Brosch\u00fcre reflektiert die Gruppe ihre Erfahrungen. Darin werden nicht nur praktische Erfolge gefeiert, sondern auch klassenk\u00e4mpferische Strategien skizziert.<\/strong><\/p>\n<p>Die Stimmung im <a href=\"https:\/\/kafiklick.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kafi Klick<\/a> in Z\u00fcrich Wiedikon ist ausgelassen. Zu Shakira-Covers und Reggaeton-Rhytmen wird getanzt und mit Prosecco angesto\u00dfen. Am \u00abErfolgsfest\u00bb von Z\u00fcrich Solidarisch gibt es zum Feiern allen Grund: Mehr als 200&#8217;000 Fr. hat die Gruppe in den letzten vier Jahren zur\u00fcckerstritten: Nicht bezahlte L\u00f6hne, unrechtm\u00e4ssige Lohnabz\u00fcge, \u00fcberh\u00f6hte Nebenkosten, Entsch\u00e4digungen f\u00fcr missbr\u00e4uchliche K\u00fcndigungen. Dabei begegnete sie zwielichtigen Reinigungsunternehmern, gewaltt\u00e4tigen Restaurantbetreiberinnen, genervten SVP-Friedensrichtern und dem schmierigen CEO von Batmaid.<\/p>\n<p>An diesem sonnigen Herbstnachmittag haben viele Besucher:innen des Erfolgsfests eine Geschichte zu erz\u00e4hlen \u2013 die meisten auf Spanisch: Von \u00fcbergriffigen Vorgesetzten, fristlosen K\u00fcndigungen, schimmligen Wohnungen zu \u00fcberrissenen Mieten und immer wieder von nicht bezahlten L\u00f6hnen. Aber auch davon, wie sie sich mit Kolleg:innen zusammentaten, wie sie zum Treffpunkt von Z\u00fcrich Solidarisch kamen und Gleichgesinnte fanden. Wie sie b\u00f6se Briefe schrieben und Klagen einreichten. Wie die Chef:innen vor dem Friedensrichter auf einmal ganz kleinlaut wurden und sich zum Opfer stilisierten. Manche Arbeiter:innen hatten bei ihren Auseinandersetzungen mehr Erfolg, andere weniger. Aber alle waren sich einig: Es lohnt sich, zu k\u00e4mpfen!<\/p>\n<p>Z\u00fcrich Solidarisch wurde 2020 mit einem dezidiert antikapitalistischen Anspruch gegr\u00fcndet. Es entstand aus den linksradikalen und basisgewerkschaftlichen Zusammenh\u00e4ngen, die zu Beginn der Pandemie bereits das Corona-Solifon initiiert hatten. Sie konnten dabei auch auf jahrelangen Erfahrungen des SolNet (solidarisches Netzwerk, welches ebenfalls im Kafi Klick stattfand) aufbauen. Neben den zweiw\u00f6chentlichen Beratungs-Treffpunkten organisiert die Gruppe Veranstaltungen zur Wissensweitergabe und Kundgebungen, um auf Arbeitsk\u00e4mpfe aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p>Zu den Treffpunkten kommen Arbeiter:innen, um Unterst\u00fctzung bei Konflikten an ihrem Arbeitsplatz oder mit ihrem Vermieter zu suchen. Oft werden die Forderungen vor Gericht gezogen, manchmal mobilisiert Z\u00fcrich Solidarisch zu Kundgebungen vor den Verhandlungen: \u00abEs ist uns dabei stets wichtig, eine klassenk\u00e4mpferische Perspektive zu bewahren und kollektives Handeln zu erm\u00f6glichen\u00bb.<\/p>\n<p>Einige Erfahrungen hat Z\u00fcrich Solidarisch nun in einer lesenswerten Brosch\u00fcre herausgegeben. Wir publizieren daraus einen Artikel. Ada Amhang, Organizerin der <a href=\"https:\/\/www.wobblies.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IWW<\/a>, erz\u00e4hlt darin die Geschichte von Z\u00fcrich Solidarisch und verteidigt diese Praxis (auch gegen Kritik aus revolution\u00e4ren Kreisen) als Form der Entwicklung proletarischer Gegenmacht.<\/p>\n<p><strong>Z\u00fcrich Solidarisch \u2013 \u00dcber solidarische Beziehungen zur Revolution<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDie Gesellschaft besteht nicht aus Individuen, sondern dr\u00fcckt die Summe der Beziehungen aus, worin diese Individuen zueinanderstehen (\u2026)\u00bb (MEW 42, 189)<\/p>\n<p>Seit Ende 2020 betreibt ein offener Zusammenschluss von Menschen in Z\u00fcrich eine Mischung aus Worker Center und solidarischem Netzwerk (SolNet). Dieses Projekt nennt sich Z\u00fcrich Solidarisch und ist aus dem Corona-Solifon entstanden, \u00fcber das dieser Band ebenfalls einen Text enth\u00e4lt. Die Gruppe von Aktivist:innen und Organizer:innen rund um Z\u00fcrich Solidarisch f\u00fchrt in den R\u00e4umlichkeiten des Kafi Klick \u2013 einer Anlaufstelle f\u00fcr Armutsbetroffene[1] \u2013 zweiw\u00f6chentlich Beratungen in Miet- und Arbeitsrechtsfragen durch, organisiert Vernetzungsanl\u00e4sse und Workshops und begleitet Menschen in K\u00e4mpfen gegen ihre Chefs und Vermieter:innen. Im Folgenden soll Z\u00fcrich Solidarisch nicht nur vorgestellt werden, sondern ich m\u00f6chte vor allem auf die prim\u00e4re Stellung von Praxis, die selbstkritische Evaluation dieser und die daraus resultierende Weiterentwicklung der Gruppe eingehen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus soll in diesem Beitrag aber auch eine Einordnung der Arbeit von Z\u00fcrich Solidarisch und damit einhergehend von Basisarbeit allgemeiner in Bezug auf die Emanzipation der Klasse der Lohnabh\u00e4ngigen in einem gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang pr\u00e4sentiert werden. Zentral daf\u00fcr ist der Aufbau und die Konservierung von solidarischen Beziehungen gerade auch zwischen verschiedenen Segmenten unserer Klasse, wenn es darum geht, starke und nachhaltige Strukturen zu errichten und als Gegenmacht von unten zu funktionieren.<\/p>\n<p><strong>Von der Hotline zum Worker Center: Z\u00fcrich Solidarisch im Kafi Klick<\/strong><\/p>\n<p>Schon w\u00e4hrend der ersten Wochen des pandemiebedingten Lockdowns im Fr\u00fchling 2020 formierte sich eine Gruppe von Leuten aus verschiedenen St\u00e4dten in der Schweiz zu einem Kollektiv, das das Corona Solifon betrieb. Wie in \u00abSich in unserer Klasse verankern\u00bb in diesem Band zu lesen ist, wurden beim Solifon Menschen beraten und individuell oder kollektiv Forderungen gegen\u00fcber Chef:innen und Beh\u00f6rden durchgesetzt. Dadurch lernten wir viel \u00fcber die pandemiebedingt ver\u00e4nderten Lebens- und Arbeitsrealit\u00e4ten; dar\u00fcber wie sich die Ma\u00dfnahmen im Lockdown auf unterschiedliche Branchen auswirkten und welche neuen Tricks von Chef:innen benutzt wurden, um beispielsweise Kurzarbeitszahlungen f\u00fcr Angestellte in die eigenen Taschen verschwinden zu lassen. Aber auch Wissen dar\u00fcber, wie technologische Mittel angewendet wurden um Arbeitsverh\u00e4ltnisse weiter zu flexibilisieren und die Unsicherheit auf die Kolleg:innen abzuw\u00e4lzen, konnten wir aus dieser Arbeit gewinnen.[2]<\/p>\n<p>Das Zusammenspiel von kapitalistischer Ausbeutung am Arbeitsplatz und das Gef\u00fchl des Verwaltetwerdens durch staatliche B\u00fcrokratie mit ihren Zw\u00e4ngen und Verboten, sowie die f\u00fcr viele direkter sp\u00fcrbare Repression durch die Polizei, war f\u00fcr die Menschen neu; und wie auch andere Gruppen \u2013 leider nicht nur aus dem linken oder emanzipatorischen Spektrum \u2013 versuchte das Kollektiv rund ums Solifon hier Ankn\u00fcpfungspunkte zu schaffen, um konkrete Hilfe mit einer gesellschaftspolitischen Perspektive zu verbinden.<\/p>\n<p>Eine zentrale Erkenntnis aus dieser Arbeit war, dass die Hotline sehr stark in Anspruch genommen wurde und wir mit vielen Menschen, die sich allein vermutlich nicht zur Wehr gesetzt h\u00e4tten, ihre Forderungen durchsetzen und Geld erstreiten konnten. Gerade Tempor\u00e4rarbeiter:innen[3] oder Leute mit Werkvertr\u00e4gen stellen Gruppen dar, die nicht durch vertragschliessende Systemgewerkschaften repr\u00e4sentiert werden. Kommen dazu noch andere Aspekte, wie eine Migrationsbiographie oder auch genderspezifische Anliegen, f\u00fchlen sich Arbeiter:innen oft nicht wohl in Gewerkschaften, wenn nicht sogar von ihnen alleingelassen oder verarscht.<\/p>\n<p>Wir befanden uns also auf einem Weg, der bei vielen auf gro\u00dfes Interesse stie\u00df und f\u00fcr die Menschen f\u00fcr die Verbesserung ihrer Situation tats\u00e4chlich n\u00fctzlich war. Als weiteren wichtigen Punkt bemerkten wir schnell, dass eine l\u00e4ngerfristige und \u00fcber einzelne K\u00e4mpfe hinausreichende solidarische Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Leuten nur m\u00f6glich ist, wenn ein Beziehungsaufbau stattfinden und ein Vertrauensverh\u00e4ltnis etabliert werden kann. Nebst der Tatsache, dass bei Problemen am Arbeitsplatz die Einsicht in Dokumente wie Lohnabrechnungen oder Arbeitsvertr\u00e4ge notwendig ist und dies am besten bei einem Treffen stattfindet, wurde uns immer bewusster, dass das Vertrauen in unsere Struktur und zu einzelnen Personen aus der Gruppe eine Voraussetzung f\u00fcr funktionierende selbstorganisierte, gegenseitige Hilfe ist. Daf\u00fcr brauchten wir einen Ort, der einen gesch\u00fctzten Rahmen f\u00fcr Treffen bot, aber auch nicht Wohnort einer beteiligten Person war.<\/p>\n<p>Etwa zeitgleich, wie sich die Gruppe rund ums Solifon nach Orten f\u00fcr ungest\u00f6rte Treffen ohne Konsumzwang umzusehen begann, suchte das Kafi Klick in Z\u00fcrich nach Optionen f\u00fcr eine Zusammenarbeit mit Basisstrukturen und -gewerkschaften mit politischem Anspruch. Dazu kontaktierten sie die Ortsgruppe der IWW in Z\u00fcrich und andere politisch linke, au\u00dferparlamentarische Organisationen. Da viele Mitglieder der IWW in Z\u00fcrich stark im Telefonprojekt involviert waren und auch Erfahrungen aus anderen Basisprojekten, wie dem SolNet[4] oder der <a href=\"https:\/\/bildung-fuer-alle.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Autonomen Schule Z\u00fcrich (ASZ)<\/a>[5] mitbrachten, entstand die Idee eines Worker Centers[6]. Die Grundidee des Worker Centers orientierte sich am Vorbild von Strukturen in den USA oder auch von <a href=\"https:\/\/wiso.noblogs.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wilhelmsburg Solidarisch<\/a>, einem emanzipatorischen Stadtteilprojekt in Hamburg[7].<\/p>\n<p>Z\u00fcrich Solidarisch wurde im Herbst 2020 gegr\u00fcndet und konnte in den R\u00e4umlichkeiten des Klicks direkt mit Beratungen und Treffen starten. Die vorab gef\u00fchrte theoretische und strategische Debatte beschr\u00e4nkte sich darauf, sich als antikapitalistisch zu definieren, die Selbstbestimmung und Autonomie unserer Klasse als gemeinsame Grundlage zu bestimmen und deshalb solidarisch mit allen Lohnabh\u00e4ngigen zu sein. Im damals verfassten Minimalkonsens, der bis heute als solcher dient, steht, dass es zu den politischen Zielen von Z\u00fcrich Solidarisch geh\u00f6rt, einen Beitrag zum Klassenkampf zu leisten, indem \u00abeine arbeitsk\u00e4mpferische Kultur mit dem Kafi Klick als Treffpunkt und Vernetzungsort\u00bb etabliert wird und weiter, dass wir unsere Klasse in \u00abproletarischer Selbstverteidigung schulen\u00bb wollen. Zudem haben wir beschlossen bei Z\u00fcrich Solidarisch (Basis-)Demokratie zu lernen und zu leben und definierten im \u00abWissen um alle Unterschiede und Widerspr\u00fcche\u00bb, die in der Klasse vorhanden sind, Solidarit\u00e4t, Gleichheit und Diskriminierungsfreiheit als Werte f\u00fcr unser Miteinander.<\/p>\n<p><strong>Direkt in die Praxis<\/strong><\/p>\n<p>Die erw\u00e4hnten Zielformulierungen k\u00f6nnen sicher als Versuch gewertet werden, einen Bezug zwischen dem Basisprojekt mit der Emanzipation der Klasse als Ganzes herzustellen: Nicht nur der explizit erw\u00e4hnte \u00abBeitrag zum Klassenkampf\u00bb beinhaltet eine solche Absicht, sondern auch die Schulung in proletarischer Selbstverteidigung wird so verstanden, dass (politische) Bildung n\u00f6tig ist, um die F\u00e4higkeiten zu entwickeln und zu f\u00f6rdern, eine \u00dcbernahme der Produktionsmittel zu vereinfachen, beziehungsweise \u00fcberhaupt erst zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Wichtig hierbei ist, dass eine vertiefte Diskussion zur Herleitung und Begr\u00fcndung unserer Zielsetzungen nie gef\u00fchrt wurde und ich das nun folgende haupts\u00e4chlich als Mitglied der IWW schreibe. Dabei erhebe ich nicht nicht den Anspruch, die Ansicht der ganzen Gruppe zu vertreten \u2013 einfach, weil ich es nicht genau wei\u00df und nicht f\u00fcr alle sprechen kann. Diese strategische Leerstelle ist jedoch bewusst gew\u00e4hlt und soll sp\u00e4ter genauer diskutiert werden. Nichtsdestotrotz kann gesagt werden, dass die Mitarbeit der IWW in der Gr\u00fcndung von Z\u00fcrich Solidarisch klar bemerkbar ist. Auch wir Wobblies vertreten die Ansicht, dass die \u00abStruktur der neuen Gesellschaft in der Schale der alten\u00bb geformt werden muss. Das hei\u00dft, dass sich die Arbeiter:innen nicht nur im Kampf gegen die Kapitalist:innen organisieren m\u00fcssen, sondern auch \u00abf\u00fcr die Aufrechterhaltung der Produktion, sobald der Kapitalismus \u00fcberwunden sein wird.\u00bb[8]<\/p>\n<p>Dazu kommt die bei Z\u00fcrich Solidarisch gemeinsam getroffene Entscheidung, Demokratie zu lernen und zu leben, was wir als grunds\u00e4tzlich emanzipatorisches Element unserer Praxis verstehen und wor\u00fcber eine Verbindung zur Revolution bzw. der postrevolution\u00e4ren Gesellschaft hergestellt werden soll: Bildungsarbeit im sozialen Miteinander zum Beispiel durch die Erfahrung von kollektiven Entscheidungsprozessen, durch das Gef\u00fchl von Selbstbestimmung und die M\u00f6glichkeit zur Partizipation sowie durch das \u00dcbernehmen von Verantwortung innerhalb einer basisdemokratischen Gruppe \u2013 speziell in einer k\u00e4mpferischen Auseinandersetzung \u2013 sind unerl\u00e4sslich, wenn wir auf herrschaftsfreie gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse hinarbeiten wollen.<\/p>\n<p>Auch an dieser Stelle wird bemerkbar, dass bei der Gr\u00fcndung von Z\u00fcrich Solidarisch vorwiegend Menschen involviert waren, deren Konzept einer emanzipatorischen Revolution nicht mit der \u00dcbernahme der (Staats-)Macht zusammenf\u00e4llt und auch nicht prim\u00e4r auf die Destruktion von Gesellschaftsverh\u00e4ltnissen um ihretwillen ausgelegt ist, sondern stark ausgepr\u00e4gte konstruktive Elemente beinhaltet. So gesehen dient unsere Praxis in ihren Grunds\u00e4tzen nicht nur einem Versuch der Verankerung von linksradikalem Aktivismus und Organisierungsarbeit in der Klasse, sondern stellt \u00fcber den Aufbau einer solidarischen Struktur, der Unterst\u00fctzung und Initiation von m\u00f6glichst kollektiven K\u00e4mpfen und der Weitergabe und Kollektivierung von Wissen einen Bezug zum emanzipatorischen Klassenkampf her.<\/p>\n<p>Das mag alles einleuchtend klingen, zumal sich das Projekt von Menschen aus dem linksradikalen Milieu gegr\u00fcndet hat und viele auch Erfahrungen in politischer Arbeit mitbrachten. Diese anf\u00e4nglichen Zielformulierungen sind aber auch nicht unbedingt der spannende Teil unserer Arbeit. Solche oder \u00e4hnliche Grunds\u00e4tze finden sich bei vielen (revolution\u00e4ren) Organisationen und Projekten mit einem gesellschaftspolitischen Anspruch. Deren Umsetzung erreicht jedoch oft entweder nur kleine Teile unserer Klasse und vermag sich zwar in diesen R\u00e4umen zu reproduzieren; es wird jedoch kaum Verbindung zu Menschen au\u00dferhalb einer gewissen Szenesubkultur hergestellt. Dazu kommt, dass aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden solche Ziele und Grunds\u00e4tze zwar theoretisch nachvollziehbar sein m\u00f6gen, aber leider oft blo\u00dfe Lippenbekenntnisse bleiben. Einer dieser Gr\u00fcnde ist sicherlich eine Frustration und vielleicht Ohnmacht, die sich in der historischen Situation der sp\u00e4tkapitalistischen Realit\u00e4t bei vielen Genoss:innen, Kompliz:innen und Menschen aus unserer Bewegung einstellt: Was wir auch machen, der unmittelbar oder direkt sp\u00fcrbare Erfolg ist irgendwie schon eher, hm, bescheiden.<\/p>\n<p>An dieser Stelle g\u00e4be es f\u00fcr mich als Autorin dieses Textes die M\u00f6glichkeit eine Analyse zu pr\u00e4sentieren, warum das so sein mag. Das kann spannend sein, wird aber schon von Leuten, die das sicherlich besser k\u00f6nnen als ich, immer wieder auf unterschiedlich interessante Weise gemacht. Genau solche \u00dcberlegungen waren auch in den Anf\u00e4ngen bei Z\u00fcrich Solidarisch wichtig und pr\u00e4gend, denn hier unterscheiden wir uns von \u00e4hnlichen Projekten, die zusammengefasst unter dem Begriff der Neuen Klassenpolitik in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum entstanden sind und unter Stichworten wie \u00abrevolution\u00e4re Stadtteilarbeit\u00bb oder \u00abKiezkommunen\u00bb \u00e4hnliche Arbeit leisten: Aufgrund vorhandener Erfahrungen in der Basisarbeit und des aktiven Entscheids, von der Praxis her zu denken, haben wir im Gegensatz zu vielen dieser Projekte direkt die tats\u00e4chliche Umsetzung dieser Praxis angestrebt. Damit ist gemeint, dass wir eben nicht vertieftere Analysen als Ausgangspunkt nehmen wollten; dass unser Minimalkonsens tats\u00e4chlich immer minimal blieb; dass wir nicht eine Politgruppe gr\u00fcndeten und wir uns also nicht aufgrund von theoretischen und strategischen \u00dcberlegungen von (bewegungs)politischer Arbeit der Basisarbeit zuwendeten, sondern direkt mit dieser starteten.[9]<\/p>\n<p>Das soll aber nicht hei\u00dfen, dass wir in einen blinden Aktionismus verfallen wollten, sondern waren uns von Beginn an einig, unsere Praxis stetig zu evaluieren und daraus Strategien f\u00fcr Z\u00fcrich Solidarisch zu entwickeln und irgendwann tats\u00e4chlich vielleicht sogar allgemeinere Aussagen \u00fcber die Verh\u00e4ltnisse in unserer Klasse treffen zu k\u00f6nnen. Das bedeutet selbstverst\u00e4ndlich nicht, dass involvierte Organisationen und Gruppen oder auch einzelne Individuen sich nicht vorg\u00e4ngig theoretische \u00dcberlegungen gemacht h\u00e4tten, sondern mehr, dass eine gemeinsame bewusste Bewegung in dieser Richtung bei Z\u00fcrich Solidarisch fehlt und somit auch eine gr\u00f6\u00dfere Bandbreite an ideologischen Differenzen zul\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong>Vorhandene Netzwerke nutzen<\/strong><\/p>\n<p>Eine nicht zu untersch\u00e4tzende Rolle dabei, dass wir direkt starten konnten und auch bis heute an unserer praxiszentrierten Art zu Arbeiten festhalten k\u00f6nnen, spielt das Privileg der schon im Jahr 2020 bereits stabil vorhandenen Infrastruktur, sowie des schon bestehenden Netzwerks rund ums Kafi Klick: Ohne die sicheren und gut eingerichteten R\u00e4umlichkeiten und vor allem auch das Vertrauen, das das Klick bei vielen Menschen und Communitys genie\u00dft, h\u00e4tten wir wie andere \u00e4hnliche Projekte auf der Stra\u00dfe und in Door-to-Door Aktionen \u00fcber lange Zeit Kontakte aufbauen und Anliegen abholen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das sind erfahrungsgem\u00e4\u00df sehr erm\u00fcdende und oft frustrierende Arbeiten, die zu viel fr\u00fcheren Zeitpunkten dazu f\u00fchren, die eigene Praxis grundlegend in Frage zu stellen, zu \u00fcberarbeiten und unter Umst\u00e4nden, sich davon abzuwenden. In langwierigen und m\u00fchsamen Prozessen, wo direkte politische Aspekte der Arbeit sehr marginal vorhanden sind, ist theoretische Arbeit oft eine wichtige Motivationsquelle. Obwohl wir Flyer erstellten und verteilten und auch \u2013 \u00e4hnlich wie bei der Arbeit mit dem Solifon \u2013 Plakate in der Stadt aufh\u00e4ngten, die auf unser Worker Center aufmerksam machten, war und blieb das Netzwerk ums Kafi Klick unser haupts\u00e4chlicher Kontakt zur Basis. Dort wird auf uns verwiesen, Werbung aufgeh\u00e4ngt und zu unseren Veranstaltungen und Treffpunkten eingeladen.<\/p>\n<p>Zur Umsetzung unserer Ziele definierten wir drei haupts\u00e4chliche Sto\u00dfrichtungen oder Grundpfeiler f\u00fcr unsere Praxis an denen wir bis heute festhalten: Beratungen, Bildung beziehungsweise Wissensweitergabe, sowie (direkte) Aktion nach au\u00dfen. Offen blieben bewusst Fragen dazu, was jeweils das politische Ziel bzw. der Anspruch sein soll in einem konkreten Fall oder auch, wie genau wir unsere Prinzipien und Grunds\u00e4tze kommunizieren und weitergeben wollen an Leute, die zum ersten Mal zu Z\u00fcrich Solidarisch kommen.<\/p>\n<p>Die Beratungsachse unserer Arbeit beinhaltet konkret das Betreiben einer Art Anlaufstelle, die Menschen mit ihren Anliegen, Problemen und Rechtsfragen aufsuchen k\u00f6nnen. Dabei war und ist der Grundgedanke, dass wir uns gegenseitig Hilfe anbieten und so mehr Leute die Erfahrung machen, dass es sich immer lohnt, sich auch f\u00fcr kleine Betr\u00e4ge und in vermeintlich unm\u00f6glichen Situationen zu wehren. Oft sind es individuelle Streitigkeiten gegen Bosse oder Vermieter:innen, die wir erm\u00f6glichen und unterst\u00fctzen, manchmal erscheinen aber auch Gruppen von bereits organisierten Arbeiter:innen aus einem Betrieb oder Menschen begleiten Kolleg:innen zu uns, die mit \u00e4hnlichen Problemen konfrontiert sind. Dann ergibt sich aus dem Erstkontakt oft eine Gruppe, bestehend aus solidarischen Leuten mit Rechtskenntnissen und oder Organisierungserfahrung und den vom Problem betroffenen Arbeiter:innen, um gemeinsam Forderungen zu formulieren und sich zu \u00fcberlegen, wie diese erreicht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch von Anfang an erfragten wir immer, ob die Situation in der sich eine Person befand, auch auf die Kolleg:innen im Betrieb oder Nachbar:innen zutraf, um kollektive Taktiken zur Sprache zu bringen und unter Umst\u00e4nden auch zu verfolgen. Leider ist dieser Schritt sehr schwierig und passiert nicht so selbstverst\u00e4ndlich. Quantitativ gesehen haben wir \u00fcber diese drei Jahre vermutlich etwa 600 Personen kennengelernt und beraten und \u00fcber Klagen, Beschwerden und Protest den Kapitalist:innen etwa 100&#8217;000 CHF abgerungen[10].<\/p>\n<p><strong>Gemeinsam (Widerstand) \u00fcben<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund des unterschiedlichen Wissenstands gerade in juristischen Fragen und Kenntnisse \u00fcber Vorgehensweisen und M\u00f6glichkeiten, ergibt sich dabei aber oft eine ziemlich klassische Beratungssituation: Wir \u00fcbernehmen die Rolle von \u00abExpert:innen\u00bb, die dabei helfen, das Problem zu l\u00f6sen \u2013 und in schlechteren F\u00e4llen dies sogar f\u00fcr andere tun. Nebst der Tatsache, dass kollektive Arbeit seltener \u00fcberhaupt von den Leuten ins Spiel gebracht wird und erw\u00fcnscht ist, beobachten wir auch, dass wir damit seltener tats\u00e4chlich erfolgreich sind, bzw. unsere Forderungen durchgesetzt bekommen, als wenn wir das Problem auf individueller, meist juristischer Ebene angehen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sehen wir darin, dass es erstens zeit- und ressourcenintensiver ist, Gespr\u00e4che mit Kolleg:innen zu f\u00fchren und sich zu organisieren, dass zweitens das Vertrauen auf die Gerechtigkeit des Rechtssystems trotz gegenteiliger Erfahrungen bei den Leuten teilweise sehr stark ist und drittens, dass es nur wenige und oft unbekannte Kampagnen und damit Erfahrungswerte aus der j\u00fcngeren lokalen Geschichte gibt, wo Organisierung und selbstbestimmtes kollektives Handeln Erfolg hatten.<\/p>\n<p>Das hat wiederum zur Folge, dass gerade am Arbeitsplatz die Selbstverst\u00e4ndlichkeit fehlt, eine widerst\u00e4ndische Kultur zu leben, die mehr umfasst als das blo\u00dfe Schimpfen \u00fcber Zust\u00e4nde und\/oder Vorgesetzte: Wir haben nicht verinnerlicht, dass solche Wege des Widerstands tats\u00e4chlich L\u00f6sungen darstellen. Schlussendlich h\u00e4ngt f\u00fcr viele Leute, die zu Z\u00fcrich Solidarisch in die Beratung kommen der Erhalt der Mietwohnung oder gar der Aufenthaltsstatus am Arbeitsverh\u00e4ltnis, was bedeutet, dass die Angst um den Verlust des Jobs auf verschiedenen Ebenen sehr existenziell ist. Dann wird oft erst mit einer K\u00fcndigung oder danach die Option vorstellbar, sich zu wehren, vor allem wenn die Vorgehensweise den juristischen Rahmen \u2013 beispielsweise \u00fcber ein Gesuch bei Friedensgericht \u2013 verl\u00e4sst.<\/p>\n<p>In solchen Situationen nach der K\u00fcndigung in Betrieben Gegenmacht aufzubauen ist nicht mehr wirklich m\u00f6glich und nur noch ein Agieren \u00abvon au\u00dfen\u00bb beinhaltet die M\u00f6glichkeit von kollektiver Aktion. Nichtsdestotrotz machen wir auch oft die Erfahrung, dass gerade Menschen aus migrantischen Communitys und in oft sehr prek\u00e4ren Situationen ein widerst\u00e4ndischeres Selbstverst\u00e4ndnis und mehr Mut haben, als es privilegiertere, vielleicht in der Schweiz sozialisierte Arbeiter:innen an den Tag legen und unsere Besorgnis, uns als zu radikal zu outen auch oft nicht gerechtfertigt ist.<\/p>\n<p>Der Problempunkt der Einseitigkeit in der Beratungssituation jedoch, sowie auch teilweise das sich einstellende Gef\u00fchl nach einer Beratungsschicht einfach eine Dienstleistung gratis anzubieten, l\u00f6ste und l\u00f6st oft Frust aus. Die Gefahr, dem eigenen politischen Anspruch nicht zu gen\u00fcgen, ist in diesem ersten Hauptstandbein von Z\u00fcrich Solidarisch am krassesten sp\u00fcrbar. So haben wir in diesem Bereich auch immer wieder Anpassungen vorgenommen, um die Treffen weniger als reine Dienstleistungsangebote, sondern tats\u00e4chlich mehr als ein gemeinsames und auch mutuales solidarisches Probleml\u00f6sen zu erleben. W\u00e4hrend der ersten beiden Jahre fand unsere Beratung immer am sp\u00e4teren Nachmittag in einer f\u00fcr uns reservierten Ecke im Kafi Klick statt.<\/p>\n<p>Wir stellten fest, dass sehr schwierig ist, uns w\u00e4hrend der normalen \u00d6ffnungszeiten des Klicks von ihrer Arbeit, die tats\u00e4chlich oft Beratungen und Dienstleistungen sind, abzugrenzen und unserer politischen Motivation Ausdruck zu verleihen. Au\u00dferdem war es oft zu laut, um in Gruppen Gespr\u00e4che zu f\u00fchren und es gab keinen Platz um au\u00dferhalb der eigentlichen Beratungssituation miteinander in Kontakt zu kommen und sich kennenzulernen. Aus diesem Grund haben wir die abendlichen Beratungen abgeschafft und f\u00fchren nun jeden zweiten Samstag von 11-13 Uhr den \u00abTreffpunkt\u00bb durch.<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit sind wir ganz allein in den R\u00e4umlichkeiten des Klicks, stellen Getr\u00e4nke und Snacks zur Verf\u00fcgung und unterteilen den Raum in zwei Bereiche: Im einen werden die eigentlichen Beratungen durchgef\u00fchrt, im anderen gehen wir Probleme gemeinsam mit allen Anwesenden an und es wird ein breiterer Austausch angeregt. Leute, die ein Anliegen haben und am Treffpunkt teilnehmen wollen, sollten nun tats\u00e4chlich um 11 Uhr erscheinen, damit mit einem gemeinsamen Moment in das Treffen gestartet werden kann und nicht erst zum Zeitpunkt an dem die pers\u00f6nliche Beratung beginnt.<\/p>\n<p>Beim gemeinsamen Start erkl\u00e4ren wir kurz, wer wir sind und warum wir (unentgeltlich) tun, was wir tun und laden jede einzelne Person ein, sich kurz vorzustellen und allen zu sagen, warum sie heute hier ist. Unsere Begr\u00fc\u00dfung und Vorstellung haben wir ebenso in einem Merkblatt verschriftlicht, wie wir seither dann auch die eigentlichen Beratungsgespr\u00e4che einheitlich und einem festen Ablauf folgend starten. Wir haben n\u00e4mlich festgestellt, dass es stark variieren kann, wie den Leuten unsere Arbeit und unser Anspruch erkl\u00e4rt wird, je nachdem wer gerade Beratungsschicht macht.<\/p>\n<p>Im gemeinsamen Moment zu Beginn jedes Treffpunkts wird nun auch explizit unsere linke Gesinnung, die sich gegen den Kapitalismus richtet, erw\u00e4hnt. Wir sprechen schon dann \u00fcber unsere Absicht, Aktionen und kollektive Handlungen durchf\u00fchren zu wollen, laden die Leute ein wiederzukommen und holen von den Leuten das Einverst\u00e4ndnis ein, sie erneut zu kontaktieren, wenn wir etwas veranstalten oder Aktionen und solidarische Begleitungen organisieren.<\/p>\n<p>Das Team, das jeweils einen Treffpunkt organisiert und durchf\u00fchrt besteht nun nicht mehr blo\u00df aus den beratenden Personen, sondern zus\u00e4tzlich aus zwei Leuten, die daf\u00fcr sorgen, dass nach der gemeinsamen Begr\u00fc\u00dfung, wenn sich die ersten zur Beratung zur\u00fcckziehen, gewisse Probleme schon gemeinsam mit Allen angeschaut werden k\u00f6nnen, ein informeller Erfahrungsaustausch und eine niederschwellige Vernetzung stattfindet oder dass unsere Veranstaltungen beworben werden. Dabei ist auch eine wichtige Aufgabe der Beziehungsaufbau, sowie das Besprechen von gesellschaftspolitischen Themen, die vielleicht aufkommen. Im ersten Jahr unserer Arbeit behandelten wir allerlei Anliegen, mussten aber schnell einsehen, dass wir uns auf Miet- und Arbeitsrechtliches beschr\u00e4nken wollten, da es andere professionelle(re) Anlaufstellen f\u00fcr Fragen zu Sozialversicherungen oder Migrationsrecht gab, an die wir weiterverweisen konnten \u2013 nicht zuletzt auch das Kafi Klick selber. Solche einfacheren Sachen direkt zu kl\u00e4ren oder entsprechende Stellen zu empfehlen geh\u00f6rt ebenfalls zur Arbeit der Leute, die keine eigentlichen Beratungen durchf\u00fchren. Sehr erfreulich ist, wenn w\u00e4hrend dem Treffpunkt Transpis und Schilder gemalt oder sonstige Arbeiten verrichtet werden zur Vorbereitung von Aktionen oder Demos, an denen sich alle Anwesenden beteiligen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Schlussendlich haben wir nebst der Verschriftlichung von Abl\u00e4ufen, dem Anlegen einer Sammlung von Vorlagen \u2013 und damit der Kollektivierung von Wissen zu rechtlichen Fragestellungen und Vorgehensweisen \u2013 auch angefangen, nach dem Treffpunkt nochmals kurz zusammenzukommen, ein protokolliertes Debriefing durchzuf\u00fchren und so sicherzustellen, dass die anstehende Arbeit gut verteilt wird und nichts vergessen geht. Es scheint offensichtlich, dass ein Vertrauensverh\u00e4ltnis stark auf Zuverl\u00e4ssigkeit und Absprachef\u00e4higkeit beruht, es jedoch nicht immer einfach ist, alles auf dem Schirm zu behalten und die Leute gut zu begleiten. Dazu geh\u00f6rt auch, dass wir au\u00dferhalb des Treffpunkts \u00fcber unsere Emailadresse erreichbar sind, eine Kommunikation zu Fragen und Hilfestellungen in der Gruppe \u00fcber Chats pflegen und so auch schneller reagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das breite und teils sehr fundierte Wissen, das einige Aufgrund ihrer Ausbildung mitbringen, die meisten sich aber \u00fcber die Arbeit am Solifon und im SolNet sowie jetzt bei Z\u00fcrich Solidarisch erarbeitet haben, versuchen wir \u00fcber einen Support Chat m\u00f6glichst gut weiterzugeben. So k\u00f6nnen auch Unerfahrenere, die neuer zum aktiven Kern dazukommen, aber bereits Menschen beraten und begleiten m\u00f6chten, F\u00e4lle \u00fcbernehmen und wenn sie nicht weiterwissen, die Schwarmintelligenz der Gruppe nutzen, indem sie die Fragen im Chat stellen und diese dann auch sehr zuverl\u00e4ssig diskutiert und beantwortet werden. In den dreiw\u00f6chentlich stattfindenden Sitzungen des aktiven Kerns bei Z\u00fcrich Solidarisch, die auch die Treffpunkte betreuen, nimmt deshalb auch immer der Bericht und die Diskussion von F\u00e4llen einen Teil der Zeit in Anspruch.<\/p>\n<p>Obwohl wir viel Arbeit in das Ausarbeiten von Merkbl\u00e4ttern und Leitf\u00e4den gesteckt haben, der Support bei Rechtsfragen gut funktioniert sowie auch diverse Anpassungen in unserer Beratungspraxis zu dokumentieren versuchen, merken wir immer wieder, dass es nicht ganz einfach ist f\u00fcr neue Leute dazuzukommen. Auch wird die Kritik immer wieder ge\u00e4u\u00dfert, dass wir uns qualitativ nicht genug entwickeln. Es scheint, dass wir manchmal zu wenig gut begr\u00fcnden, warum wir Dinge tun, wie wir sie tun und gerade Leute, die aus politik-aktivistischen Kontexten zu uns dazusto\u00dfen gewisse Fragen aufgrund unserer offenen Struktur, sowie der starken Praxiszentrierung nicht beantwortet finden. Das f\u00fchrt dann dazu, dass Diskussionen vermeintlich immer wieder gef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Wir haben deshalb an der letzten Retraite[11] beschlossen, vermehrt noch auf die Auswertung von K\u00e4mpfen zu setzen, zu fragen: Was hat funktioniert und was nicht? Kommen die Leute wieder? Was sind Learnings? Dies soll in einer vereinheitlichten Form dokumentiert und abgelegt werden.<\/p>\n<p><strong>Voneinander lernen und Kontinuit\u00e4t \u00fcber die Weitergabe von Wissen schaffen<\/strong><\/p>\n<p>Um dem Anspruch des Aufbaus von Gegenmacht und der Selbstorganisation von Arbeiter:innen m\u00f6glichst gerecht zu werden, merken wir auch immer wieder, wie wichtig die Verkn\u00fcpfung des Treffpunkts mit Gef\u00e4\u03b2en aus dem zweiten Grundpfeiler unserer Praxis ist, n\u00e4mlich jenem der Weitergabe von Wissen in Form von Workshops und das Community Building bzw. die Vernetzung. Das Wissen, das die unterschiedlichen Leute haben und an verschiedenen Stellen in unserer Klasse vorhanden ist, soll weitergegeben und kollektiviert werden. Das kann ziemlich Unterschiedliches umfassen. So haben wir schon Gesamtarbeitsvertr\u00e4ge[12] (GAV) genau angeschaut und vertragliche Situationen beispielsweise bei Tempor\u00e4rarbeit[13] gemeinsam analysiert.<\/p>\n<p>Es gab einen Arbeitslosentreff und eine Veranstaltung, zu der wir Leute eingeladen haben, die in der Reinigung arbeiten und bei der jemand aus der Reinigungsbranche \u00fcber einen langwierigen und erfolgreichen Arbeitskampf erz\u00e4hlt hat. Dort war auch eine Gruppe von Reinigungsarbeiter:innen anwesend, die selbstorganisiert ihren Betrieb f\u00fchren und dar\u00fcber berichten konnten. F\u00fcr den Fr\u00fchling 2024 sind Schulungen dazu angedacht, wie Lohnabrechnungen kontrolliert werden k\u00f6nnen oder wie in Z\u00fcrich die Quellensteuer funktioniert. Es ist uns wichtig, dass die Inhalte der Workshops die Anliegen, Interessen und Probleme von Arbeiter:innen abbilden und wir auch tats\u00e4chlich dort ansetzen, wo Bedarf besteht. Dazu kommt in diesem Teil unserer Arbeit der Aspekt des solidarischen Miteinanders beispielsweise in Erfahrungstauschformaten, in denen Vernetzung stattfindet und Wissen zu konkreten Arbeitskampfsituationen geteilt wird.<\/p>\n<p>Wir haben aber auch einfach schon Filmabende durchgef\u00fchrt zu Themen, die eine globale oder lokale Aktualit\u00e4t haben und die uns alle besch\u00e4ftigen, wie beispielsweise zu Gentrifizierung und der Wohnungsnot. Durch diesen Teil unserer Praxis wollen wir einerseits das Netzwerk, das \u00fcber den Treffpunkt einen sehr losen Zusammenhalt hat, st\u00e4rken und konkrete Situationen oder Problematiken miteinander in einen Bezug setzen. Au\u00dferdem bietet sich hier viel mehr als bei der Arbeit im Treffpunkt die M\u00f6glichkeit das wir-sie-Gef\u00e4lle aufzubrechen und ein Miteinander zu gestalten.<\/p>\n<p>Obwohl wir keine Kriterien daf\u00fcr haben, wer bei uns mitmachen darf, so sind dennoch die meisten auch aus dem aktiven Kern \u2013 jene also, die die Beratungen durchf\u00fchren und viele organisatorische Aufgaben \u00fcbernehmen \u2013 ebenfalls Lohnabh\u00e4ngige und Mieter:innen. Ohne hier Unterschiede in Diskriminierungserfahrungen aufgrund verschiedener Positionen im Klassengef\u00fcge relativieren zu wollen, so gibt es \u00fcber Lohnabh\u00e4ngigkeit und Miete doch wichtige Gemeinsamkeiten, die wir alle teilen und wo das voneinander Lernen in alle Richtungen funktioniert. In einem emanzipatorischen Prozess m\u00fcssen wir alle Verbindungslinien zueinander erkennen und die eigene Erfahrung mit jener von anderen Lohnabh\u00e4ngigen, seien sie noch so unterschiedlich, in einen Zusammenhang setzen und vor der Realit\u00e4t der kapitalistischen Gesellschaftsverh\u00e4ltnisse betrachten.<\/p>\n<p>Wenn wir davon ausgehen \u2013 auch hier: das ist nicht eine diskutierte und beschlossene Gruppenmeinung, sondern die Einsch\u00e4tzung von involvierten Wobblies \u2013 dass es in allen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen aufgrund der kapitalistischen Organisation der Lohnarbeit Probleme und Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr Widerstand gibt, dann ist das Zusammenkommen von Arbeiter:innen aus unterschiedlich privilegierten Segmenten der Klasse extrem wichtig, um voneinander lernen zu k\u00f6nnen. Denn Herrschaftstechniken werden zuerst in den am schlechtesten gesch\u00fctzten und meist unsichtbar gemachten Bereichen eingesetzt, die Menschen aus den am wenigsten privilegierten Segmenten haben weniger Zugang zu Ressourcen von b\u00fcrgerlichen Staaten, sind mehr Repression ausgesetzt; ungelernte Arbeit ist einfacher ersetzbar und der Leidensdruck aber auch der Widerstand ist oft gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Als reale R\u00e4ume k\u00f6nnen wir so teilweise die sozialen Orte bieten, in denen explizit \u00fcber die Situation bei der Arbeit oder als Mieter:innen gesprochen wird und die es so in vielen Zusammenh\u00e4ngen nicht mehr gibt. Je nach eigenem Beruf (und teilweise der allgemeineren Gestaltung des Lebens) sind die Beziehungen untereinander offensichtlicher \u2013 die Arbeiten sind direkter miteinander verbunden und haben unmittelbarer einen Einfluss aufeinander \u2013 oder weniger klar erkennbar. In der Veranstaltungs- und Vernetzungsgef\u00e4\u00dfen erleben wir oft ein ehrliches Interesse aneinander und k\u00f6nnen solidarische Beziehungen kultivieren.<\/p>\n<p>Wir stellen dabei nicht nur fest, wie Probleme mit dem Chef, der Vermieterin oder Beh\u00f6rden und Polizei Teile des proletarischen Alltags sind, sondern auch wie unfassbar divers die Arbeiter:innenklasse selbst ist und wie in ihrem Reichtum an Lebens- und auch Kampferfahrungen aber immer wieder die gemeinsam erlebte Ausbeutung durch die Klasse der Kapitalist:innen erkennbar ist. Durch unsere gro\u00dfe Verbindlichkeit und die unz\u00e4hligen Leute, die wir beraten, begleitet und teils in ihrer Organisierung unterst\u00fctzt haben, kann schon gesagt werden, dass wir K\u00e4mpfe nicht nur zusammendenken, sondern sie tats\u00e4chlich auch als Gruppe zusammen k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><strong>Gemeinsam auf die Stra\u00dfe gehen<\/strong><\/p>\n<p>In diese Richtung zielt dann auch die dritte Hauptachse unserer Praxis: Auf das Durchf\u00fchren von Aktionen und die gemeinsame Teilnahme an Demos oder Kundgebungen. Wir haben gemerkt, dass auch hier eine Verankerung in der Arbeit der ersten zwei Standbeine sehr wichtig ist und wir zwar mehrmals eine Unterteilung dieser verschiedenen Arten von Praxis in beispielsweise unterschiedliche Arbeitsgruppen diskutiert haben.<\/p>\n<p>Jedes Mal haben wir uns jedoch gegen diese Unterteilung entschieden, weil wir die Legitimation f\u00fcr Aktionen eigentlich in der Basisarbeit sehen und dies nicht unabh\u00e4ngig voneinander geplant und gemacht werden kann. Konkret bedeutet das, dass wir bei Beratungen und in der gruppeninternen Diskussion von F\u00e4llen, Aktionen immer auf dem Schirm haben, dass wir evaluieren, mit welchen Anliegen Menschen gerade oft zu uns kommen und dann auch, dass wir vorg\u00e4ngig zu Aktionen oder der Teilnahme an Demos Veranstaltungen zu einer gewissen Thematik durchf\u00fchren und so unser Netzwerk mobilisieren.<\/p>\n<p>Manchmal kommt es auch vor, dass sich Leute oder Gruppen eine Begleitung beispielsweise zum Gerichtstermin oder zu einem Hausbesuch bei der:m Chef:in w\u00fcnschen. Auch die Zusammenarbeit mit Medien, seien das Zeitungen oder auch unsere social media Kan\u00e4le, f\u00e4llt in diese Art von Arbeit. Hier zeigt unser Worker Center auch klar Merkmale eines solidarischen Netzwerks (SolNet). Ein SolNet versteht unabh\u00e4ngig von Wohn- oder Arbeitsort alle Arbeiter:innen als potentielle Mitk\u00e4mpfende gegen Bosse, Hausbesitzende und Kapitalist:innen[14] und vermag das Netzwerk einzelner Personen oder Gruppen f\u00fcr Aktionen und K\u00e4mpfe rund um spezifische Anliegen zu mobilisieren.<\/p>\n<p><strong>Widerspr\u00fcche in der Klasse anerkennen, aushalten und zur eigenen Weiterentwicklung nutzen<\/strong><\/p>\n<p>Was wir bislang nicht wirklich schaffen, ist, dass Leute, die wir \u00fcber einen Erstkontakt beim Treffpunkt in einer Beratung kennenlernen und die vielleicht auch zu Veranstaltungen kommen oder beim ersten Mai mit uns zusammen in der Demo laufen, in die Kerngruppe von Aktiven integrieren k\u00f6nnen. Das mag einerseits daran liegen, dass dies die Teilnahme an Sitzungen und doch einiges an Organisatorischem beinhaltet andererseits daran, dass die zeitlichen Ressourcen knapp sind oder auch daran, dass wir noch keine klare Sprache gefunden haben um den Leuten zu vermitteln, dass wir uns dies w\u00fcnschen w\u00fcrden. Dazu kommen Hindernisse wie die Sprache \u2013 unsere Sitzungen und auch die Dokumentation sind bislang ausschlie\u00dflich auf Deutsch, ein Gro\u00dfteil der Leute, die zum Treffpunkt kommen sprechen aber andere Sprachen \u2013 und vielleicht doch auch eine Art Szenehabitus der f\u00fcr Leute ausschlie\u00dfend wirken kann, gerade bei Sitzungen. Was wir aber sehr gut abdecken k\u00f6nnen ist die Mehrsprachigkeit beim Treffpunkt und die \u00dcbersetzung bei Veranstaltungen, um zumindest dort Hindernisse abzubauen.<\/p>\n<p>In unserer Basisarbeit \u2013 sei das im Format des Treffpunkts und den Beratungen oder bei gemeinsamen Veranstaltungen und Workshops \u2013 wird deshalb jedoch manchmal auch etwas schmerzlich klar, wie schwierig es sein kann, sich immer wieder mit Widerspr\u00fcchen in der eigenen Klasse auseinanderzusetzen und diese aushalten zu lernen. Wir treffen uns in unserer t\u00e4glichen Arbeit immer wieder in Situationen an, in denen Machtverh\u00e4ltnisse innerhalb der Klasse auf verschiedene Arten zum Ausdruck kommen. Zu Unterschieden in materiellen Bedingungen und dem Zugang zu Ressourcen kommen ideologische und politische Differenzen, diskriminierende Vorurteile gegeneinander, Gewalterfahrungen und Unterdr\u00fcckung aufgrund von pers\u00f6nlichen Merkmalen ausgehend von anderen Teilen der Klasse.<\/p>\n<p>Die Gleichzeitigkeit des Anspruchs stets die Selbstbestimmung der Betroffenen ins Zentrum zu stellen und uns mit allen Arbeiter:innen zu solidarisieren und gewissen Haltungen und Grunds\u00e4tzen, die man selber vertritt treu zu bleiben, ist nicht immer ganz einfach. Wenn sich in einer Begegnung jemand nicht wohl f\u00fchlt, versuchen wir es zun\u00e4chst so zu handhaben, dass eine andere Person, die vielleicht besser mit dem Widerspruch umgehen kann, die weitere Zusammenarbeit \u00fcbernimmt \u2013 au\u00dfer es betrifft konkrete Vorf\u00e4lle, die in den R\u00e4umlichkeiten des Klicks oder gegen Personen unserer Gruppe gerichtet passiert sind und grunds\u00e4tzlich unsere Werte wie die Diskriminierungsfreiheit verletzen. Dieser Fall ist aber noch nie eingetreten. So gab es beispielsweise einen Fall, wo eine Person von einer K\u00fcndigung bedroht war, weil sie sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollte.<\/p>\n<p>Einige Leute aus der Kerngruppe fanden dies sehr unsolidarisch und auch die Argumentationsweise der Person problematisch. In diesem Fall konnten wir das Problem l\u00f6sen, indem jemand, der dar\u00fcber eher hinwegsehen konnte, die weitere Betreuung dieser Person \u00fcbernahm und uns auf den gemeinsamen Nenner der Selbstbestimmung gegen\u00fcber dem Chef stellten. Eine weitere Person war zur gleichen Zeit, in der sie bei uns \u00f6fter vorbeikam und aktiv einen Fall vorantrieb mit Vorw\u00fcrfen von Gewalt gegen die Ehefrau konfrontiert, die zum jetzigen Zeitpunkt vor Gericht verhandelt werden. Als Feminist:innen f\u00e4llt die weitere Zusammenarbeit mit dieser Person schwer und wir m\u00fcssen uns zu gegebener Zeit damit auseinandersetzen, ob wir die Einbindung der Person und ihrer Erfahrung in diesem Kampf als h\u00f6her gewichten oder es als unsolidarisch erachten, weiterhin eine Zusammenarbeit mit ihr zu suchen und sie beispielsweise aktiv zu einem Workshop einzuladen.<\/p>\n<p>Das Wissen um die Widerspr\u00fcche und die damit einhergehenden Schwierigkeiten best\u00e4rken aber nicht den Wunsch nach Abkehr von Basisarbeit. Denn einerseits ist die Erfahrung der Bereicherung im Kontakt mit unterschiedlichen Menschen einiges st\u00e4rker als der Frust, der sich manchmal einstellt. Zudem haben wir viele Ideen, wie wir uns verbessern, Gespr\u00e4che klarer f\u00fchren und Menschen besser einbeziehen k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren sicher: bessere Planung und Dokumentation; der (noch) st\u00e4rkere Fokus auf Vernetzungsarbeit und Beziehungsaufbau; der Ausbau des \u00absozialen Angebots\u00bb w\u00e4hrend des Treffpunkts und auch au\u00dferhalb; gewisse digitale Kan\u00e4le besser nutzen zu lernen; die Auseinandersetzung mit Organizingkonzepten und Gespr\u00e4chstechniken und das Etablieren eines Buddy-Systems f\u00fcr Leute, die sich f\u00fcr verbindliche Mitarbeit interessieren, um den Wissensverlust kleiner zu halten. Wir haben festgestellt, dass Basisarbeit, die nicht prim\u00e4r einen karitativen, sondern einen politischen Charakter hat, stark \u00fcber den Aufbau von solidarischen Beziehungen funktioniert.<\/p>\n<p>Im Kontakt mit ganz fremden Menschen braucht es mehr als etwas Rechtskenntnisse und gut gemeinte Ratschl\u00e4ge von au\u00dfen, damit die Leute wirklich den Mut aufbringen und motiviert sind, sich zusammenzuschlie\u00dfen und zu k\u00e4mpfen und damit sie nebst ihren allt\u00e4glichen Verpflichtungen noch die Zeit aufbringen wollen, immer wieder vorbeizukommen und auch \u00fcber einen (individuellen) Kampf hinaus dabeizubleiben. Wenn dazu noch der Aspekt kommt, dass es in vielen F\u00e4llen augenscheinliche biographische Unterschiede gibt zwischen den Leuten, die Beratungen durchf\u00fchren und jenen, die diese in Anspruch nehmen, sind neben Kontinuit\u00e4t und Verl\u00e4sslichkeit, die M\u00f6glichkeit sich zu treffen, zusammen Zeit zu verbringen, sich kennenzulernen und Gespr\u00e4che zu f\u00fchren f\u00fcr eine ehrlich gemeinte Begegnung auf Augenh\u00f6he sehr wichtig. Dies ebenfalls immer wieder zu evaluieren und auch in Momenten von Ungeduld nicht \u00fcber Bord zu werfen, stellt immer wieder eine gro\u00dfe Herausforderung dar.<\/p>\n<p>Ein anderer Punkt, den wir vermehrt verfolgen wollen, ist unsere aktivere Mitarbeit in einem \u00fcberregionalen B\u00fcndnis von revolution\u00e4ren Basis- und Stadtteilprojekten, wo wir zwar schon seit dessen Gr\u00fcndung dabei sind, jedoch erst seit k\u00fcrzerer Zeit die Kapazit\u00e4t finden, solche Treffen auch aktiv mitzugestalten. Wir k\u00f6nnen sehr viel von anderen lernen und merken in diesem Austausch auch immer wieder, wie weit wir schon gekommen sind, wie viel wir zum besseren \u00fcberarbeitet haben und wie viel vergleichsweise doch ganz gut funktioniert bei uns. Zudem ist \u00fcber solche Treffen auch eine Ausweitung unseres Netzwerks m\u00f6glich und somit unsere St\u00e4rke eher sp\u00fcrbar. So haben wir schon mehrmals Leute an uns verwiesen bekommen, die aus einer anderen Region umgezogen sind oder einfach ein Projekt in einer anderen Stadt kannten, f\u00fcr die aber unser Treffpunkt viel n\u00e4her liegt. Wir konnten Leute einladen, um ihre Arbeitskampferfahrungen mit uns zu teilen oder wir konnten Netzwerke bei Aktionen in ihren St\u00e4dten solidarisch unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Sich vernetzen<\/strong><\/p>\n<p>Wir sehen in unserer Praxis beziehungsweise der zentralen Stellung dieser im ganzen Projekt und in unserer Vorgehensweise zwar oft die viele m\u00fchselige Arbeit, stellen jedoch immer wieder fest, dass es aktive Versuche sind den im Minimalkonsens formulierten Ziele eine Realit\u00e4t zu geben. Dazu kommt, dass wir nach heute, nach \u00fcber dreij\u00e4hrigem Bestehen, sagen k\u00f6nnen, dass in unserem Ansatz an sich ein emanzipatorisches Moment liegt, insofern, als dass in der anf\u00e4nglich bewusst offengelassenen Leerstelle in vielen strategischen und theoretischen Punkten \u2013 also der Entscheidung, nicht zuerst Konzepte zu erarbeiten und zu definieren, wie wir was warum tun m\u00fcssen \u2013 eine grunds\u00e4tzliche Offenheit liegt, die sich der emanzipatorische Klassenkampf in den aktuellen Gesellschaftsverh\u00e4ltnissen unbedingt bewahren muss.<\/p>\n<p>Denn allerlei Bestrebungen diesen voranzutreiben m\u00fcssen beinhalten, dass wir unsere Strategien, Taktiken und Bedingungen immer wieder neu untersuchen und herauszuarbeiten versuchen, was funktioniert und was nicht. Wir sehen unsere Arbeit unter dem Aspekt dieses Grundgedankens des Ausprobierens als einen wichtigen Beitrag zu einer von vielen verschiedenen Akteur:innen gemachten Suchbewegung.<\/p>\n<p>Sicherlich sind Erkenntnisse, die wir hier in Z\u00fcrich treffen nicht \u00fcberall und unter allen m\u00f6glichen denkbaren Umst\u00e4nden g\u00fcltig. Uns ist bewusst, dass der Aufbau von nachhaltigen Strukturen und von Gegenmacht nicht als statische Konzepte zu verstehen sind, die mit einem universellen Anspruch auf unterschiedliche Segmente unserer Klasse nur schon hier, geschweige denn dar\u00fcber hinaus, angewendet werden k\u00f6nnen. Der Fokus auf unsere Praxis und damit auch auf den Aufbau von solidarischen Beziehungen zwingt uns dynamisch zu bleiben.<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzungen mit dem frustrierenden Kleinen in der allt\u00e4glichen Arbeit, ohne dabei das gro\u00dfe Ganze aus den Augen verlieren zu d\u00fcrfen, ist vermutlich anstrengender als klassische bewegungspolitische Szenearbeit. Es ist sicher auch einiges weniger sexy als sich mit Gleich- oder zumindest \u00c4hnlichgesinnten zwar sch\u00f6ne, aber oft etwas unpraktische Szenarien der Revolution auszumalen und diese teils auf eine Weise zu beschw\u00f6ren, die keinerlei Ankn\u00fcpfungspunkte zur gelebten Realit\u00e4t der meisten Menschen hat.<\/p>\n<p>Die so erzeugte Offenheit aushalten zu k\u00f6nnen ohne uneindeutig zu werden und sich mit Menschen, von denen zun\u00e4chst nicht mal ganz klar ist, ob sie unsere Ziele \u00fcberhaupt guthei\u00dfen, in Suchbewegungen hineinzubegeben ist m\u00fchsam und erfordert einen langen Atem, ist unserer Meinung nach aber absolut notwendig. Denn nichts f\u00fchrt an der Auseinandersetzung mit m\u00f6glichst vielen Teilen unserer Klasse und dem Aufbau von tats\u00e4chlich solidarischen Beziehungen vorbei, wenn es darum geht, die gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse zu ver\u00e4ndern.[15]<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Ada Amhang<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnoten:<\/strong><\/p>\n<p>[1] Das Kafi Klick ist eine Anlaufstelle und ein Treffpunkt f\u00fcr Armutsbetroffene in Z\u00fcrich. Sozialarbeiter*innen und Freiwillige unterst\u00fctzen Menschen bei der Suche nach Wohnungen und Arbeit, in b\u00fcrokratischen Belangen sowie Arbeiten am Computer. Das Klick bietet in seinen R\u00e4umlichkeiten auch einfach die M\u00f6glichkeit ohne Konsumzwang zu verweilen, sich zu vernetzen und zu plaudern. Mehr Infos dazu auf kafiklick.ch.<\/p>\n<p>[2] Einige solcher w\u00e4hrend der Pandemiezeit entstandenen Angriffe auf unsere Klasse durch Kapitalist:innen, zum Beispiel was die flexible Arbeitsorganisation mittels Plattformen betrifft, haben sich auch nach der Aufhebung der Ma\u00dfnahmen gehalten und begegnen uns in unserer Arbeit bei Z\u00fcrich Solidarisch erneut.<\/p>\n<p>[3] CH f\u00fcr Leiharbeiter:innen<\/p>\n<p>[4] Das SolNet war ebenfalls ein solidarisches Netzwerk, das regelm\u00e4\u00dfig arbeitsrechtliche Beratungen im Kafi Klick durchf\u00fchrte. Durch den Ausbruch der Pandemie ist das Projekt eingegangen und ging danach in Z\u00fcrich Solidarisch auf.<\/p>\n<p>[5] Die ASZ ist ein emanzipatorisches Bildungsprojekt in Z\u00fcrich. Urspr\u00fcnglich aus einer Kirchenbesetzung von Sans-Papiers f\u00fchrt die ASZ heute eine sehr gro\u00dfe Anzahl von Kursen durch, ber\u00e4t Menschen in migrationsrechtlichen Belangen, betreibt ein Caf\u00e9 mit K\u00fcche und ist ein sehr wichtiger Treffpunkt f\u00fcr die migrantische Community in Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>[6] Worker Center sind aus der US-Amerikanischen Arbeiter*innenbewegung entstandene R\u00e4ume \/ Organisationen, in denen verschiedene soziale K\u00e4mpfe verbunden werden (sollen). Darunter f\u00e4llt vor allem die Selbstorganisation von migrierten Arbeiter*innen und betriebliche Organisierung, wobei aber auch Themen rund um Carearbeit oder Gender mitbehandelt werden. Ein Worker Center hat oft einen starken Bezug zu einer Community und auch eine \u00f6rtliche Verankerung \u00fcber R\u00e4ume und Infrastruktur in einem Stadtteil\/einer Stadt. Interessantes Material zum Konzept und Beispielen findet sich z.B. im AK Artikel von Bewernitz (2018) oder bei Benz (2014).<\/p>\n<p>[7] Eine Beschreibung und auch kritische Analyse des Projekts findet sich z.B. bei Vogliamo Tutto, 2022, 95ff.<\/p>\n<p>[8] Pr\u00e4ambel IWW (<a href=\"http:\/\/www.wobblies.org\/ueber-uns\/praeambel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.wobblies.org\/ueber-uns\/praeambel<\/a>)<\/p>\n<p>[9] Die revolution\u00e4re Stadtteilgewerkschaft \u00abSolidarisch in Gr\u00f6pelingen\u00bb beispielsweise beschreibt ihre Anfangszeit in Vogliamo Tutto und auch in ihren 11 Thesen oder der Entwicklung des Beratung-Organisierungs-Ansatzes (beides zu finden auf: <a href=\"https:\/\/solidarisch-in-groepelingen.de\/eigenetexte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/solidarisch-in-groepelingen.de\/eigenetexte\/<\/a>). Sie haben sehr viele Konzepte entwickelt und strategische \u00dcberlegungen aus ihren Erfahrungen aus der politischen Arbeit her gemacht, von denen wir nat\u00fcrlich konzeptionell in der Analyse unserer Praxis profitieren k\u00f6nnen, jedoch nicht unbedingt dazu beigetragen haben, gewisse Fehler und Erfahrungen nicht auch machen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>[10] Bei der letzten Auswertung vom Fr\u00fchsommer 2023 haben wir eine Summe von fast 85&#8217;000 CHF berechnet, wobei erstens seither wieder neue K\u00e4mpfe gewonnen wurden und worin auch gewisse Betr\u00e4ge nicht erfasst waren, da wir nicht mehr genau wussten, was die genaue Zahl war.<\/p>\n<p>[11] Im schweizerdeutschen Sprachgebrauch werden damit lange Sitzungsformate bezeichnet, an denen vertieft \u00fcber Themen diskutiert wird, die im Tagesgesch\u00e4ft zu wenig Platz finden und oft eher grunds\u00e4tzlicher Natur sind.<\/p>\n<p>[12] CH: Tarifvertr\u00e4ge<\/p>\n<p>[13] CH: Leiharbeit<\/p>\n<p>[14] Zu Solidarischen Netzwerken hat die IWW Bremen eine sehr informative Brosch\u00fcre von SeaSol, einem SolNet in Seattle \u00fcbersetzt. Au\u00dferdem findet sich eine Einordnung von Stadtteilprojekten und SolNets im Aufsatz \u00abSolNets und Solidarische Stadtteilarbeit\u00bb in Spuren der Solidarit\u00e4t (2024).<\/p>\n<p>[15] Zur Rolle von Beziehungen in revolution\u00e4ren Umbr\u00fcchen findet sich eine sehr lesenswerte Abhandlung bei Adamczak (2017).<\/p>\n<p>Zuerst erschienen auf <a href=\"https:\/\/www.ajourmag.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ajourmag.ch<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Ende 2020 unterst\u00fctzt \u00abZ\u00fcrich Solidarisch\u00bb Arbeiter:innen bei Stress mit Chefs und Vermieter:innen. In einer neuen Brosch\u00fcre reflektiert die Gruppe ihre Erfahrungen. Darin werden nicht nur praktische Erfolge gefeiert, sondern auch klassenk\u00e4mpferische Strategien skizziert. 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