{"id":2554318,"date":"2024-10-12T14:33:39","date_gmt":"2024-10-12T13:33:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2554318"},"modified":"2024-10-12T14:42:47","modified_gmt":"2024-10-12T13:42:47","slug":"wie-du-sicher-stellst-dass-stoerender-protest-deiner-sache-hilft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/wie-du-sicher-stellst-dass-stoerender-protest-deiner-sache-hilft\/","title":{"rendered":"Wie du sicher stellst, dass st\u00f6render Protest deiner Sache hilft"},"content":{"rendered":"<p><strong>F\u00fcnf Schl\u00fcsselfaktoren entscheiden dar\u00fcber, ob kontroverse Proteste eher zu einem R\u00fcckschlag f\u00fchren oder positive Wirkung haben.<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Mark Engler und Paul Engler<\/em><\/p>\n<p><em>Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel ist der zweite Beitrag einer zweiteiligen Serie, in der untersucht wird, wie Bewegungen die polarisierende Wirkung von Protest begreifen und ausnutzen k\u00f6nnen. <u><a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/09\/warum-proteste-funktionieren-auch-wenn-sie-nicht-jedem-gefallen\/\">Im ersten Teil<\/a><\/u> wird untersucht, weshalb st\u00f6render Protest inh\u00e4rent polarisierend ist und wie sich Bewegungen in einem polarisierten Umfeld erfolgreich entwickeln lassen. Im zweiten Teil werden die wesentlichen Faktoren untersucht, die entscheiden, ob die Polarisierung, die durch Protestaktionen entsteht, einer Sache zugutekommt oder nicht.<\/em><\/p>\n<p>In einer der ber\u00fchmtesten <a href=\"https:\/\/www.americanrhetoric.com\/speeches\/mariosaviosproulhallsitin.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><u>Protestreden<\/u> <\/a>des 20. Jahrhunderts stand Mario Savio, Anf\u00fchrer des Berkeley Free Speech Movement, am 2. Dezember 1964 vor einer Menge tausender Menschen und lieferte ein inbr\u00fcnstiges Pl\u00e4doyer f\u00fcr Ungehorsam: \u201eEs gibt eine Zeit, wo der Betrieb der Maschine so verabscheuungsw\u00fcrdig wird, einen so krank im Herzen macht, dass man nicht mehr mitmachen kann, auch nicht passiv\u201c, erkl\u00e4rte Savio. \u201ealso musst du deinen K\u00f6rper in das Getriebe und die Hebel der Maschine werfen, in den ganzen Apparat, und man muss sie stoppen!\u201c Im Moment scheinen mehr Leute denn je die gravierenden und <u>grundlegenden<\/u> Umbr\u00fcche unserer Zeit zu erkennen und Savios Rat zu folgen, ihre K\u00f6rper in das Getriebe zu werfen. Als Ergebnis hat unsere Gesellschaft in den letzten Jahren eine Welle st\u00f6renden Protests erlebt.<\/p>\n<p>Wir haben bereits <a href=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/2024\/07\/why-protests-work-even-when-not-everybody-likes-them\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beleuchtet<\/a>, wie solche Aktionen unausweichlich eine spaltende Wirkung auf die \u00d6ffentlichkeit haben.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnen Bewegungen ebenso wenig verhindern wie ein Ozean das Rauschen seiner Wellen; so <a href=\"http:\/\/www.libraryweb.org\/~digitized\/books\/Two_Speeches_by_Frederick_Douglass.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">formulierte <\/a>es einpr\u00e4gsam der Abolitionist Frederick Douglass. St\u00f6render Protest zieht Aufmerksamkeit auf zentrale Themen, die sonst vielleicht ignoriert w\u00fcrden, und gibt ihnen eine Wichtigkeit, die den Machtinhaber:innen eine dringende Antwort abverlangt. Auf diese Weise polarisieren sie die \u00d6ffentlichkeit, wo zuvor unentschiedene Beobachter:innen gezwungen werden, eine Seite zu w\u00e4hlen. Protestkritiker:innen mag missfallen, dass Aktivismus au\u00dferhalb der etablierten Kan\u00e4le von Mainstream-Politik stattfindet \u2013 dies ist jedoch ein zentraler Teil im Prozess sozialen Wandels.<\/p>\n<p>Anstatt Polarisierung zu f\u00fcrchten, sollten Organisator:innen danach streben zu verstehen, wie sie sie m\u00f6glichst effizient nutzen k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6rt die Einsicht, dass kollektive Aktion im Zeichen eines guten Zwecks zwar meist positive Folgen hat, aber nicht alle Proteste die identische Wirkung zeigen oder den gleichen Nutzen erzielen.<\/p>\n<p>Um sich die Kraft der Polarisierung zunutze zu machen, muss man anerkennen, dass sie von Natur ein zweischneidiges Schwert ist: Die gleichen Aktionen, die positive Polarisierung erwirken \u2013 mehr aktive Unterst\u00fctzer:innen f\u00fcr Bewegungen begeistern und bisher neutrale oder unentschiedene Zuschauende \u00fcberzeugen, das Anliegen wenigstens passiv zu bef\u00fcrworten \u2013, werden auch negative Folgen haben; ein paar Leute werden sich abwenden und die Opposition anfeuern. Das Ziel von Mitgliedern sozialer Bewegungen ist es also sicherzustellen, dass die positiven Wirkungen ihrer Aktionen die kontraproduktiven \u00fcberwiegen, und dass sie das allgemeine <a href=\"https:\/\/trainings.350.org\/resource\/spectrum-of-allies\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spektrum der Verb\u00fcndeten<\/a> zu ihren Gunsten verschieben.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen Teilnehmende einer Gruppe vorhersagen, auf welche Weise ein Protest polarisieren wird? Und wie k\u00f6nnen sie lernen, effizientere Aktionen zu kreieren?<\/p>\n<p>Im Umgang mit der polarisierenden Wirkung zivilen Widerstands helfen f\u00fcnf zentrale Faktoren dabei, den Grad und die Qualit\u00e4t der \u00f6ffentlichen Reaktionen auf eine Aktion vorherzusagen. Auch wenn Aktivist:innen nie komplette Kontrolle \u00fcber die Resonanz haben, k\u00f6nnen sie doch ihre Erfolgschancen erh\u00f6hen, wenn sie diese Faktoren mitbedenken.<\/p>\n<h3><strong>1. Wie die Forderungen einer Gruppe ihr Anliegen vermitteln<\/strong><\/h3>\n<p>St\u00e4rker als alle anderen Faktoren beeinflusst die \u00f6ffentliche Reaktion auf einen st\u00f6renden Protest, wie gut Zuschauende die Legitimit\u00e4t des Anliegens einer Bewegung verstehen und nachvollziehen k\u00f6nnen. Weil die <em>Taktiken<\/em> von st\u00f6renden Protests selten popul\u00e4r sind, ist es wichtig, dass die Menschen den guten Zweck dahinter sehen k\u00f6nnen. So ist also die Weise, wie Organisator:innen die Gerechtigkeit ihrer Ziele her\u00fcberbringen, entscheidend f\u00fcr die Frage danach, ob die resultierende Polarisierung alles in allem gut oder schlecht sein wird.<\/p>\n<p>In erster Linie dr\u00fccken Bewegungen dies durch die Formulierung ihrer Forderungen aus.<\/p>\n<p>Die Forderungen einer Bewegung brauchen nicht unn\u00f6tig technokratisch ausfallen. H\u00e4ufig geben Expert:innen in den Medien ihrer Frustration Ausdruck, dass Proteste sich nicht um ein spezifisches St\u00fcck Gesetzestext gruppieren oder eine leicht umzusetzende F\u00fcnf-Punkte-Reform entworfen haben. W\u00e4hrend solch spezifische Forderungen zwar wichtig f\u00fcr Langzeitverhandlungen einer Kampagne sein k\u00f6nnen, liegt der Fokus bez\u00fcglich der Dynamiken \u00f6ffentlicher Polarisierung woanders.<\/p>\n<p>Viel wichtiger ist n\u00e4mlich, dass die Bewegung ihr Anliegen auf sympathische Weise pr\u00e4sentiert, indem sie an verbreitete Werte appelliert und das moralische Gewicht ihres Kampfes deutlich macht. Wir haben schon <a href=\"http:\/\/thisisanuprising.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ausf\u00fchrlich <\/a>dar\u00fcber <a href=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/2014\/10\/gandhi-win\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berichtet<\/a>, wie Massenproteste die <em>symbolische <\/em>Dimension einer aktivistischen Forderung \u2013 etwa \u201ewie gut eine Forderung in den Augen der \u00d6ffentlichkeit die dringende Notwendigkeit, eine Ungerechtigkeit zu beseitigen verdeutlicht\u201c \u2013 oft ihre <em>konkreten <\/em>Qualit\u00e4ten \u00fcberwiegt, oder die Arten und Weise, wie sie in einen kurzzeitigen politischen Einfluss oder sofortige Zugest\u00e4ndnisse am Verhandlungstisch niederschlagen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Um das Britischen Kolonialreich Indien zu Fall zu bringen, konzentrierte sich Gandhi auf das Thema der Salzsteuer \u2013 eine besonders gehasste Abgabe des imperialen Regimes \u2013, weil er wusste, dass die gleichen Menschen, die bez\u00fcglich verschiedener Unabh\u00e4ngigkeits- oder Selbstverwaltungsentw\u00fcrfe unsicher waren, sich einem Widerstand gegen die Steuer anschlie\u00dfen w\u00fcrden, weil die Ungerechtigkeit dahinter deutlich zu sp\u00fcren war. In der gleichen Logik war die Desegregation der Busse im Rahmen der US-amerikanischen B\u00fcrgerrechtsbewegung vielleicht nicht der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Aufhebung der Jim-Crow-Gesetze. Trotzdem wurde sie zu einer zentralen symbolischen Forderung, weil sowohl die direkt betroffene Community als auch au\u00dfenstehende Beobachter:innen konnten sofort begriffen, wieso die Forderung gerecht war \u2013 so vermittelte sie auf effiziente Weise die Legitimit\u00e4t der allgemeineren Ziele der Bewegung.<\/p>\n<p>Gezielt Forderungen zu nutzen ist ein zentraler Teil der Vermittlungskunst. Hin und wieder haben Protestierende den Eindruck, dass ihr Anliegen in mancherlei Hinsicht wenig popul\u00e4r ist. Wollen sie zum Beispiel erreichen, dass der Milit\u00e4rhaushalt gek\u00fcrzt wird, sehen sich vielleicht der Tatsache gegen\u00fcber, dass viele Gruppierungen bewaffnete Streitkr\u00e4fte bef\u00fcrworten und eine Opposition als unpatriotisch empfunden wird. Trotzdem k\u00f6nnen Antikriegsgruppen Fortschritte machen, wenn sie etwa die Korruption von Milit\u00e4runternehmen ans Licht bringen und die Verschwendung \u00fcppiger Verteidigungsausgaben anprangern (so infame Ausgaben wie \u201e<a href=\"https:\/\/www.latimes.com\/archives\/la-xpm-1986-07-30-vw-18804-story.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schrauben f\u00fcr 37 USD, Kaffeemaschine f\u00fcr 7622 USD, 640 USD f\u00fcr Toilettensitze<\/a>\u201c), und somit die Unbeliebtheit bestimmter Auslandseins\u00e4tze anfeuern, oder die <a href=\"https:\/\/www.nationalpriorities.org\/analysis\/2023\/fact-sheet-invest-communities-not-violence\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Opportunit\u00e4tskosten <\/a>von Krieg und Militarismus hochalten. Indem sie einen sympathischen Zugang zu ihrer Liste allgemeinerer Ziele bieten, pr\u00e4sentieren Protestierende ihr Anliegen auf eine Weise, die Schwungkraft kreiert und Wahlbezirke beeinflussen kann.<\/p>\n<p>Bevor es ans Handeln geht, k\u00f6nnen Organisator:innen recherchieren, wie verschiedene Wahlbezirke auf bestimmte Themen reagieren, wenn diese von Politiker:innen angesprochen werden oder auf anderem Weg Eingang in die \u00f6ffentliche Debatte halten. Der sicherste Indikator daf\u00fcr, wie die \u00d6ffentlichkeit polarisiert, wenn ihr Protest mehr Menschen dazu zwingt, Partei zu ergreifen, ist jedoch nicht, wie diese Menschen \u00fcber ein allgemeines Thema (wie den Klimawandel) denken, sondern vielmehr, ob sie mit der Forderung sympathisieren, die eine Bewegung vorbringt (sei es die Verweigerung einer Genehmigung f\u00fcr den Bau einer Pipeline, eine Steuer auf CO\u00b2-Emissionen, die Schaffung neuer \u00f6ffentlicher Verkehrsmittel oder eine Agenda wie der Gr\u00fcne New Deal).<\/p>\n<p>Einige Berater:innen in der Welt der Medien und Erz\u00e4hlstrategie verrennen sich in der Debatte um feinere Aspekte von Gespr\u00e4chspunkten und Botschaften zu einem Thema. Das Element, \u00fcber welches Protestierende einer Kollektivaktion aber die meiste Kontrolle haben, ist die Art und Weise, <em>wie<\/em> sie ihr Grundanliegen pr\u00e4sentieren. Wenn eine Person mit der Forderung einer Gruppe sympathisiert, ist es wahrscheinlicher, dass sie sich in die entsprechende Richtung polarisiert, auch wenn sie mit den Strategien nicht unbedingt einverstanden ist.<\/p>\n<p>Protestierende vermitteln ihre Absichten nicht nur durch Zeichen, Banner, Lieder und Reden, sondern auch durch die Natur ihres Protests \u2013 seine <em>Aktionslogik<\/em>. Patrick Reinsborough und Doyle Canning vom <a href=\"https:\/\/www.storybasedstrategy.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zentrum f\u00fcr geschichtenbasierte Strategien<\/a> haben dieses Konzept eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u201eEure Handlungen sollten f\u00fcr sich selbst sprechen\u201c, <a href=\"https:\/\/beautifultrouble.org\/toolbox\/tool\/action-logic\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erkl\u00e4ren <\/a>die Autoren von <em>Beautiful Trouble<\/em>, denn: \u201eMit guter Aktionslogik\u2026kann ein Au\u00dfenstehender sehen, was ihr tut, und sofort verstehen, wieso ihr es tut. Wenn Menschen zum Beispiel einen Baum besetzen, um die Rodung eines Waldes zu verhindern \u2013 dann ist das eine eindeutige und offensichtliche Logik.\u201c Fordert eine Bewegung, eine \u00d6lraffinerie zu schlie\u00dfen, und Aktivist*innen ketten sich selbst an die Tore der Einrichtung, um den Eintritt zu versperren, ist die Aktionslogik ebenfalls transparent. Wenn Menschen verschiedener Ethnien sich in dem Ziel, Rassentrennung in Cafeterias aufzuheben, sich dort zusammensetzen und Bedienung fordern, braucht dieser Akt des Widerstands wenig zus\u00e4tzliche Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Und doch sind die Ziele zivilen Widerstands nicht immer so eindeutig. Es gibt auch Beispiele f\u00fcr Proteste mit betr\u00e4chtlich weniger koh\u00e4renter Aktionslogik. K\u00fcrzlich etwa unterbrachen Klimaaktivist:innen die Broadway-Show eines klassischen Ibsen-St\u00fccks mit dem Schauspieler Jeremy Strong. Wie die <em>New York Times <\/em><a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2024\/03\/15\/theater\/climate-protests-broadway-jeremy-strong.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berichtete<\/a>, hatte das St\u00fcck ironischerweise \u201esowieso schon die Absicht, Licht auf die Klimakrise zu werfen, in den Augen seines kreativen Teams und der Stars\u201c, die dem Klimakampf freundlich gesinnt sind. Sowohl das Publikum als auch die Medien hatten Schwierigkeiten zu begreifen, weshalb der Protest stattfand, und ob es sich nicht gar um einen geplanten Teil der Show handelte. Die Protestierenden begr\u00fcndeten ihre Handlung mit dem Wunsch, das normale Tagesgesch\u00e4ft zu verhindern, um auf die Bedrohung eines sich aufw\u00e4rmenden Planeten aufmerksam zu machen, auch wenn das bedeutet, von ihnen gesch\u00e4tzte Kunstperformances einzustellen. Es muss nicht erst gesagt werden, dass diese Absicht den meisten Beobachter:innen nicht direkt ersichtlich war.<\/p>\n<p>Bei st\u00f6rendem Protest \u00e4rgern sich missf\u00e4llige Kritiker:innen h\u00e4ufig: \u201eWas wollen die?\u201c Gegen diese Kritik m\u00fcssen sich Protestierende nicht direkt verteidigen. Aber sie m\u00fcssen ihre eigene Antwort f\u00fcr das Publikum so selbstersichtlich und unwiderstehlich wie m\u00f6glich vermitteln.<\/p>\n<h3><strong>2. Das Gleichgewicht zwischen St\u00f6ren und Selbstopfer<\/strong><\/h3>\n<p>Der zweitwichtigste Faktor, der beeinflusst, wie die \u00d6ffentlichkeit sich als Reaktion auf Protest positioniert, ist das Gleichgewicht zwischen St\u00f6rung und Selbstopfer im Handlungsablauf, bzw. der Protestplan und wie er in der Praxis aufgeht.<\/p>\n<p>Laut Francis Fox Piven, Forscherin f\u00fcr Soziale Bewegungen, haben Proteste zwar eine kommunikative Funktion, sind aber nicht <em>nur<\/em> eine Form der Kommunikation. Sie seien mehr als Theater, \u201eZurschaustellung\u201c, oder \u201eL\u00e4rm\u201c, <a href=\"https:\/\/www.d.umn.edu\/cla\/faculty\/jhamlin\/4982\/Challenging%20Authority%20How%20Ordinary%20People%20Change%20America.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">argumentiert <\/a>Piven. Vielmehr \u00fcben Proteste eine st\u00f6rende Kraft aus, wenn Menschen etwa aufh\u00f6ren, Regeln zu befolgen und mit dem ordnungsgem\u00e4\u00dfen Funktionieren des Status Quo zu kooperieren: Arbeiter:innen beschlie\u00dfen, nicht zur Arbeit zu gehen; Mieter:innen weigern sich, Miete zu zahlen; Sch\u00fcler:innen gehen nicht mehr in die Schule; Konsument:innen h\u00f6ren auf, ihr Geld in einem bestimmten Business auszugeben. Menschen, von denen gefordert wird, dass sie Schlange stehen, Formulare ausf\u00fcllen und die b\u00fcrokratischen Prozesse erf\u00fcllen, lehnen diese ab. In manchen F\u00e4llen \u2013 wie Sit-Ins, Landbesetzungen, Fabrikst\u00fcrmungen und verschiedenen Arten von Blockade \u2013 gehen diese Menschen weiter, als blo\u00df passiv ihre Kooperation zu verweigern. Sie entscheiden vielmehr, aktiv das Funktionieren des Systems zu behindern.<\/p>\n<p>Solcher Ungehorsam verursacht kleine und gr\u00f6\u00dfere Krisen und kann von Personen in Autorit\u00e4tspositionen nicht leicht ignoriert werden. So ist das das St\u00f6rniveau eines Protestes eine zentrale Komponente bei der Vorhersage ma\u00dfgeblicher Resonanz.<\/p>\n<p>Dennoch gibt es ein Problem in der Frage, wie St\u00f6rungen die \u00d6ffentlichkeit polarisieren k\u00f6nnten. H\u00f6ren Mitglieder einer Gruppe auf, ihren Part zu erledigen und die R\u00e4der der etablierten Ordnung zu \u00f6len, um sich stattdessen in das Getriebe der Maschine zu werfen, dann k\u00f6nnen solche Aktionen Alltagsroutinen zuwiderhandeln und anderen Menschen Unannehmlichkeiten bereiten. Auf diesem Weg riskieren Aktivist:innen, Unbeteiligte gegen sich aufzulehnen.<\/p>\n<p>Ein Schl\u00fcsselfaktor f\u00fcr das Gewinnen der Sympathie angesichts solcher Unannehmlichkeiten ist das Niveau an Selbstopfer, das eine Handlung pr\u00e4sentiert. Wie die Forscherin Keeanga-Yamahtta Taylor k\u00fcrzlich mit Blick auf Sit-Ins auf dem Campus <a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/news\/essay\/the-kids-are-not-all-right-they-want-to-be-heard\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">feststellte<\/a>: \u201eStudierende, die sich zivilem Ungehorsam verschreiben, tun dies mit der Erwartung einer gewissen Repressalie. Das ist letzten Endes der moralische Imperativ im Herzen dieser spezifischen Form des Aktivismus: Selbstaufopferung im Namen eines h\u00f6heren politischen Ziels.\u201c Das kann f\u00fcr Protesthandlungen in weiterem Sinne gelten: halten Teilnehmer:innen ihren Kopf hin, erwarten sie, die Kosten daf\u00fcr zu tragen. Sie riskieren, gefeuert oder der Schule verwiesen zu werden; sie akzeptieren die Aussicht auf Verhaftung und legale Konsequenzen; vielleicht sogar das Risiko k\u00f6rperlicher Versehrtheit.<\/p>\n<p>Die Bereitschaft von Protestierenden solche Opfer in Kauf zu nehmen zeigt betr\u00e4chtliche Wirkung. Den Teilnehmenden selbst kann es helfen, sich ihrer Werte klarer bewusst zu werden und ihre Entschlossenheit zu st\u00e4rken. Wenn eine unentschiedene \u00d6ffentlichkeit ein hohes Ma\u00df an Opferbereitschaft sieht, erzeugt das eine empathische Reaktion. Der Mut und die moralische Ernsthaftigkeit, die so gezeigt werden, k\u00f6nnen auch passive Unterst\u00fctzende \u00fcberzeugen, gleichfalls ein Zeichen zu setzen. Bei Handlungen mit hoher Opferbereitschaft sind Freund*innen, Familienmitglieder, Kolleg*innen und Nachbar*innen h\u00e4ufig so ber\u00fchrt, dass sie auf zahlreichen Wegen zur Tat schreiten \u2013 um Essen zu liefern, Geld zu spenden, Briefe zu schreiben, Boycotts beizutreten, ihren beruflichen Einflussbereich zu nutzen, Politiker:innen zu kontaktieren oder als Unterst\u00fctzung dazuzukommen.<\/p>\n<p>In jeder Strategie funktioniert die Kombination aus St\u00f6rung und Opfer wie ein Tandem. Anfang der 1970er ver\u00f6ffentlichte Gene Sharp, Pionier in der Forschung zu zivilem Widerstand, seine ber\u00fchmte Liste der 198 Methoden gewaltfreier Aktion, in denen er Herangehensweisen katalogisiert, die von Streikposten aufstellen und Musikperformances \u00fcber Arbeitseinstellung und Mietstreiks zu \u201eEntkleiden aus Protest\u201c und \u201epolitisch motiviertem F\u00e4lschen\u201c und Pray-ins und Landbesetzungen gehen. Sharp\u2019s taktisches Inventar sollte die gro\u00dfe Anzahl an Optionen illustrieren, aus denen Dissident:innen der Protestplanung w\u00e4hlen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ausgehend von dieser Liste kann man jede vorgestellte Taktik auf einem Diagramm eintragen, das auf der einen Achse den Grad an provozierter St\u00f6rung, auf der anderen den Grad des in Kauf genommenen Opfers misst. Diese Anordnung zerteilt die Taktiken in vier Quadranten:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2554334\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/disruption-sacrifice-1-615x382-2.png\" alt=\"\" width=\"821\" height=\"510\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/disruption-sacrifice-1-615x382-2.png 615w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/disruption-sacrifice-1-615x382-2-300x186.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 821px) 100vw, 821px\" \/> <img class=\"aligncenter size-full wp-image-2554329\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jeder Quadrant hat seine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen, und Bewegungen k\u00f6nnen die Taktiken aus den verschiedenen Bereichen f\u00fcr unterschiedliche Zwecke nutzen.<\/p>\n<p>Um unteren rechten Quadrant haben die Handlungen wenige Opfer und wenige St\u00f6rfaktoren. Hierzu z\u00e4hlen die \u00fcblichsten Formen kollektiven Protests, wie etwa autorisierte Rallyes und M\u00e4rsche, das Unterzeichnen von Petitionen und Aush\u00e4ngen von Bannern. All diese Handlungen k\u00f6nnen Wege sein, mit geringem Risiko gro\u00dfe Mengen an Unterst\u00fctzenden einzubeziehen, Einheit zu demonstrieren und Teilnehmende f\u00fcr zuk\u00fcnftige Bem\u00fchungen zu rekrutieren. Der Gefahr dieser Proteste liegt darin, dass sowohl Menschen in Machtpositionen als auch die allgemeine \u00d6ffentlichkeit sie schlicht und einfach ignorieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im unteren linken Quadrant finden sich die Handlungen, die ein hohes Opfer, aber niedrige St\u00f6rungen fordern. Oft ist hierbei nur eine kleine Anzahl an Menschen beteiligt, die isolierte, aber heroische Haltung zeigen: Sie halten etwa eine lange Mahnwache, sitzen eine mehrj\u00e4hrige Gef\u00e4ngnisstrafe ab, fasten \u00fcber einen ausgedehnten Zeitraum, pilgern von K\u00fcste zu K\u00fcste und halten auf ihrem Weg in lokalen Communities Reden \u00fcber ihr Anliegen. Durch Selbstlosigkeit und die Bereitschaft, Opfer zu bringen, k\u00f6nnen Menschen, die diese Taktiken verfolgen, zu inspirierenden Wegbereiter:innen zu ihrer Sache werden f\u00fcr jene, die sie treffen. Einige werden zu verehrten Figuren in ihrer Gemeinschaft. Doch auch hier bleibt das St\u00f6rniveau niedrig, weshalb wieder das Risiko besteht, \u00fcbersehen oder in die Marginalisierung verbannt zu werden.<\/p>\n<p>Handlungen mit hohem St\u00f6r- und niedrigem Opferfaktor findet man im oberen rechten Quadrant. Sie sind effizienter, wenn es darum geht, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Es handelt sich aber auch um den Quadranten mit dem h\u00f6chsten Risiko, einen \u00f6ffentlichen R\u00fcckschlag zu verursachen und f\u00fcr negative Polarisierung zu sorgen. Setzt sich eine einzelne Person auf eine Autobahn, legt das meilenweit den Verkehr lahm und richtet betr\u00e4chtlichen Schaden an. Die Person riskiert vielleicht juristische Konsequenzen f\u00fcr ihr Handeln, das Opfer h\u00e4lt sich jedoch in Grenzen, wenn man es in Verh\u00e4ltnis zur ganzen Bewegung setzt. Ein \u00e4hnliches Gleichgewicht zeigt sich, wenn jemand eine \u00f6ffentliche Veranstaltung unterbricht, oder bei Streiks, die eine geringe Anzahl an Arbeitenden betreffen, aber Leistungen f\u00fcr zahlreiche Konsument*innen einfrieren. Solche St\u00f6rungen sind praktisch, um die Aufmerksamkeit auf die Aktivist:innen zu lenken und eine Reaktion zu erzwingen. Aber mit Blick auf die Polarisierung haben sie auch ihre Schattenseiten.<\/p>\n<p>Der obere linke Quadrant beinhaltet die Taktiken mit hohem St\u00f6r- und Opferfaktor. Hierzu z\u00e4hlen viele der gro\u00dfen Klassiker zivilen Widerstands, wie gro\u00dffl\u00e4chige Streiks, Besetzung mehrerer Geb\u00e4ude, Proteste mit hoher Verhaftungszahl, die das Rechtssystem \u00fcberfluten, und Community-weite Gesten der Nichtkooperation (wie zum Beispiel der Montgomery Bus-Boycott).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2554333\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/disruption-sacrifice-2-615x414-4.png\" alt=\"\" width=\"824\" height=\"555\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/disruption-sacrifice-2-615x414-4.png 615w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/disruption-sacrifice-2-615x414-4-300x202.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 824px) 100vw, 824px\" \/><\/p>\n<p>Anliegen von gro\u00dfem Ausma\u00df schaffen von Natur aus Situation mit hohem St\u00f6r- und Opferfaktor. Fangen gr\u00f6\u00dfere Menschenmengen an, sich in Kollektivaktionen zu beteiligen und ihren beruflichen Komfort, ihre legale Freiheit und pers\u00f6nliche Sicherheit aufs Spiel setzen, weitet das den Bereich des kollektiven Opfers und steigert die Wahrscheinlichkeit einer signifikanten St\u00f6rung. Verl\u00e4sst eine einzelne Person ihre Arbeitsstelle, \u00e4rgert das nur den lokalen Schichtmanager; tun zehntausende das gleiche, k\u00f6nnen sie eine ganze Industrie lahmlegen. Eine Person im Hungerstreik ist ein isolierter M\u00e4rtyrer; als jedoch aberdutzende eingesperrter Suffragetten in England vor dem Ersten Weltkrieg die gleiche <a href=\"https:\/\/www.museumoflondon.org.uk\/discover\/six-things-you-didnt-know-about-suffragette-hunger-strikes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Taktik w\u00e4hlten<\/a>, erregten die Frauen gro\u00dfe Aufmerksamkeit und setzten die Regierung vor ein <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/books\/NBK385295\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">l\u00e4stiges Dilemma<\/a>. Auch eine milde Taktik wie ein Marsch kann zu einem riesigen Ph\u00e4nomen werden, wenn sich hunderttausende beteiligen. Auch wenn dies selten vorkommt, resultieren Proteste von solchem Ausma\u00df am ehesten in einem \u201e<a href=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/2014\/11\/berlin-wall-today-lessons-harnessing-moment-whirlwind\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wirbelwindmoment<\/a>\u201c \u2013 oder einer bahnbrechenden Phase, wenn ein Thema viral geht und die gew\u00f6hnlichen Regeln der Politik au\u00dfer Kraft gesetzt scheinen.<\/p>\n<p>Zudem laufen bei Handlungen mit hohem St\u00f6r- und Opferfaktor, bei denen Autorit\u00e4ten Proteste unterdr\u00fccken wollen, der Bewegung am ehesten zugute. In der Forschung f\u00fcr zivilen Widerstand hei\u00dft dieses zentrale Ph\u00e4nomen das \u201eParadox der Repression\u201c. W\u00e4hrend ma\u00dfgebliche St\u00f6rung Autorit\u00e4ten zu einer Reaktion zwingt und dieser Reaktion gewaltvoll ausf\u00e4llt, kann eine hohe Opferbereitschaft seitens der Protestierenden helfen, Beobachter:innen f\u00fcr ihre Sache zu gewinnen.<\/p>\n<p>Der Soziologe Lee Smithey zitiert Beispiele vom Einsatz von Polizeihunden gegen B\u00fcrgerrechtsprotestierende bis zum Massakrieren von Zivilist:innen durch die britische Regierung im kolonialen Indien und <a href=\"https:\/\/works.swarthmore.edu\/cgi\/viewcontent.cgi?params=\/context\/fac-soc-anth\/article\/1178\/&amp;path_info=fac_soc_anth_179.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erkl\u00e4rt<\/a>, dass \u201eder Einsatz von Zwangsmitteln gegen Dissident:innen h\u00e4ufig zur\u00fcckschl\u00e4gt und so zu einem transformativen Momentum wird, das den Kurs eines Konfliktes ver\u00e4ndern kann.\u201c Smithey f\u00fcgt hinzu: \u201eAnstatt eine Bewegung zu demobilisieren, sch\u00fcrt Repression ironischerweise den Widerstand und untergr\u00e4bt die Legitimit\u00e4t einer Machtelite.\u201c<\/p>\n<p>Es gibt nicht nur in der Geschichte zahllose Beispiele des Paradoxes der Repression. Das Ph\u00e4nomen ist auch mit Blick auf die Pro-Pal\u00e4stina-Zeltlager an den Universit\u00e4ten im vergangenen Fr\u00fchling sichtbar. \u00dcber Proteste an der Columbia University war vor dem 18. April begrenzt Bericht erstattet worden. Dann entschied der Universit\u00e4tspr\u00e4sident Nemat \u201eMinouche\u201c Shafik, nachdem er gerade von Republikanern im Kongress in die Mangel genommen worden war, \u00fcber 100 Studierende verhaften zu lassen, die am Vortag ihre Zelte auf dem Campus <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/israel-palestinian-campus-protests-timeline-f7cd3abe635f8afa4532b7bed9212b56\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aufgestellt <\/a>hatten. Nach den Verhaftungen stieg die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit f\u00fcr die Studierendenproteste exponentiell. Innerhalb weniger Tage <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/united-states\/2024\/04\/23\/efforts-to-tackle-student-protests-in-america-have-backfired-badly\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">titelte <\/a>der <em>Economist <\/em>\u201eBem\u00fchungen, Studierendenproteste in Amerika zu unterbinden ist stark danebengegangen\u201c und erl\u00e4utert in seinem Artikel, dass die polizeilichen Intervention die Situation sowohl \u201eaufgepeitscht\u201c als auch als \u201eTrigger\u201c f\u00fcr eine landesweite <a href=\"https:\/\/www.cnn.com\/2024\/04\/19\/us\/palestinian-protest-columbia-what-we-know\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausbreitung <\/a>der Studierendenbesetzung gedient habe, die die neuen Semester \u00fcber Wochen dominieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>\u201eDie Ironie ist, dass die Administration\/Verwaltung in dem Versuch, Ruhe zu schaffen und Kontrolle \u00fcber das Zeltlager auszu\u00fcben, einen Feuersturm ausgel\u00f6st hat\u201c, konstatierte David Pozen, Rechtsprofessor an der Columbia University.<\/p>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/news\/essay\/the-kids-are-not-all-right-they-want-to-be-heard\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>New Yorker<\/em><\/a> stellte Keeanga-Yamahtta Taylor fest, dass \u201eeine \u00fcberreizte und gewaltvolle Attacke durch den Staat eine marginalisierte Bewegung schnell ins Zentrum r\u00fccken kann und Menschen anzieht, die dem sonst vielleicht keine Aufmerksamkeit geschenkt und nur stumm zugeschaut h\u00e4tten.\u201c Taylor zitierte eine studierende Person in SUNY New Paltz, die zusah, wie Mitglieder der Bereitschaftspolizei mithilfe von Hunden die 130 Studierenden forttrieb, welche auf dem Boden sa\u00dfen und sich weigerten, das Gel\u00e4nde zu verlassen. \u201eIch hatte mich nicht besonders am Geschehen beteiligt\u201c, berichtete sie. \u201eIch sah, was gestern Abend passierte, das war komplett unn\u00f6tig und widerlich. Jetzt hab ich das Gef\u00fchl, ich muss mich einbringen.\u201c<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2024\/05\/13\/us\/dartmouth-campus-protests-police-beilock.html?smid=nytcore-ios-share&amp;referringSource=articleShare\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berichterstattung <\/a>dar\u00fcber, wie Verhaftungen an der Dartmouth University im Januar letzten Endes eine Ausweitung des Zeltlagers sch\u00fcrten, zitierte die <em>New York Times <\/em>eine studierende Person, die argumentierte, Verhaftungen h\u00e4tten dem Campus-Aktivismus einen \u201eTurboantrieb\u201c gegeben. In gleicher Weise <a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/news\/essay\/the-kids-are-not-all-right-they-want-to-be-heard\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berichtete <\/a>die <em>Times <\/em>am 20. April mit Blick auf die Verhaftungen an der Columbia, dass \u201edie aggressive Reaktion Studierende ersch\u00fcttert zur\u00fcckl\u00e4sst \u2013 aber auch, so sagen sie, angespornt.\u201c<\/p>\n<p>Wie ein Mitglied der Proteste verk\u00fcndete: \u201eAlle f\u00fchlen sich belebt.\u201c<\/p>\n<h3><strong>3. Sympathische Akteure und unsympathische Ziele<\/strong><\/h3>\n<p>Ein dritter Schl\u00fcsselfaktor f\u00fcr die Polarisierung bezieht sich auf die \u201eHeldenfiguren\u201c und \u201eB\u00f6sewichte\u201c, die in einem Protestprogramm stilisiert werden. In einigen F\u00e4llen kann die Anwesenheit von hochsympathischen Protagonist:innen oder stark unbeliebten Antagonist:innen dar\u00fcber entscheiden, wie die \u00d6ffentlichkeit einer Aktion gegen\u00fcber antwortet \u2013 besonders, wenn normale Menschen das Anliegen vielleicht als komplex wahrnehmen oder sich unsicher sind, welche Gruppen von einer bestimmten Ungerechtigkeit betroffen sind.<\/p>\n<p>Saul Alinsky <a href=\"https:\/\/commonslibrary.org\/rules-for-radicals-by-saul-alinsky\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">riet <\/a>Organisator:innen, man solle \u201eein Ziel w\u00e4hlen, es fixieren, es personalisieren, und polarisieren\u201c, und unterstrich damit die Wichtigkeit, ein Thema weniger abstrakt erscheinen zu lassen, indem man einer Gegenpartei eindeutige Verantwortung zuschreibt. Reinsborough und Canning vom Zentrum f\u00fcr geschichtenbasierte Strategien chreiben ebenso in ihrer umfangreichen <a href=\"https:\/\/pmpress.org\/index.php?l=product_detail&amp;p=851\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diskussion <\/a>dar\u00fcber, wie das Pr\u00e4sentieren einer Geschichte funktioniert, dass manchmal \u201eder Botschafter die Botschaft\u201c ist. Schieben Gruppen bestimmte Charaktere in den Vordergrund, \u201everk\u00f6rpern [diese] die Botschaft, indem sie dem Konflikt ein menschliches Gesicht verleihen, und die Geschichte in Kontext setzen.\u201c<\/p>\n<p>Es ist bekannt, wie die B\u00fcrgerrechtsbewegung ganz in diesem Sinne Nutzen daraus zog, den hitzk\u00f6pfigen Polizeichef Bull Connor zum Gegner zu haben, denn man konnte sich darauf verlassen, dass er das vornehme und paternalistische Selbstbild der Segregation der S\u00fcdstaaten diskreditieren w\u00fcrde. Mit Connor in der Rolle des B\u00f6sen wurde die ganze Gewalt des Jim Crow-Systems blo\u00dfgestellt.<\/p>\n<p>Etwas k\u00fcrzlicher zog Occupy Wall Street, das im Herbst 2011 f\u00fcr Schlagzeilen sorgte, die allgemeine Wut auf wohlhabende Banker:innen, die eine globale Rezession verursachten, was zu Zwangsvollstreckungen und einer in die H\u00f6he schie\u00dfenden Arbeitslosenquote f\u00fchrte. Diese Aspekte der Belagerungen stellten andere Punkte in den Schatten. In diesem Moment war das Zielobjekt der Protestierenden letztendlich wichtiger als ihre spezifischen Forderungen. Da die \u00d6ffentlichkeit sp\u00fcrte, dass die F\u00fchrungskr\u00e4fte der Wallstreet nicht zur Verantwortung gezogen wurden, schien eine wutentbrannte Demonstration auf ihrer T\u00fcrschwelle hochvern\u00fcnftig. Und Occupy\u2019s Narrativ der oberen \u201e1 Prozent\u201c gegen die in inklusiven \u201e99 Prozent\u201c der Gesellschaft zeichnete das Bild einer Bewegung, die die gro\u00dfe Mehrheit repr\u00e4sentierte.<\/p>\n<p>Von Beginn ihrer Existenz profitierten die Occupy Zeltlager davon, dass man sie mit einer Reihe von allgemein gesellschaftlich bef\u00fcrworteten Themen assoziierte: Eine im Oktober 2011 im <em>Time Magazine<\/em> ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/swampland.time.com\/2011\/10\/13\/why-occupy-wall-street-s-more-popular-than-the-tea-party\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umfrage <\/a>machte deutlich, dass doppelt so viele Befragte Occupy freundlich gesinnt waren wie der konservativen Tea Party, und dass von jenen, die \u00fcber die Proteste auf dem Laufenden waren, \u201e86 Prozent \u2013 davon 77 Prozent Republikaner:innen \u2013 mit dem Streitpunkt der Bewegung einverstanden waren, dass Wall Street und ihre Stellvertreter:innen in Washington zu viel Einfluss auf politisches Geschehen haben.\u201c Des weiteren schrieb die <em>Time, <\/em>\u201e\u00fcber 70 Prozent, und 65 Prozent der Republikaner:innen [der Meinung waren], dass die Finanzchefs, die die US-Wirtschaft im Herbst 2008 an den Rand der Implosion gef\u00fchrt hatten, daf\u00fcr strafrechtlich verfolgt werden sollten.\u201c<\/p>\n<p>Solche Gef\u00fchle erm\u00f6glichten es der Bewegung, sich trotz der ablehnenden Haltung der Elitemedien durchzusetzen und Beobachter:innen zu helfen, die Bedeutung der Proteste zu begreifen. In einer Rede auf der Occupy-Generalversammlung in selbigem Herbst <a href=\"https:\/\/www.thenation.com\/article\/archive\/occupy-wall-street-most-important-thing-world-now\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sp\u00f6ttelte <\/a>Naomi Klein, dass \u201everbl\u00fcffte Kritiker:innen im Fernsehen\u201c bez\u00fcglich der Demonstrationen fragten: \u201eWarum protestieren die?\u201c, w\u00e4hrend der Rest der Welt sich die Frage stellte, \u201eWarum hat das so lange gedauert?\u201c<\/p>\n<p>Ungew\u00f6hnlich sympathische Protagonist:innen k\u00f6nnen eine \u00e4hnlich starke Wirkung haben. Der knappe Niederlage des demokratischen Pr\u00e4sidentschafts-Kandidaten John Kerry im Wahlkampf 2004 und die Wiederwahl des milit\u00e4rischen Oberbefehlshabers George W. Bush hatte Anfang 2005 die Niederschlagung und Aufl\u00f6sung die Bewegung gegen den Irak-Krieg zur Folge. Um die Bewegung wiederzubeleben brauchte es jemanden wie die American Gold Star Mother Cindy Sheehan, deren Sohn Casey im Krieg gefallen war.<\/p>\n<p>Im August 2005 errichtete Sheehan ein Zeltlager au\u00dferhalb von Bushs Ranch in Crawford, Texas. Vor dem Hintergrund der L\u00fcgen der Bush-Verwaltung \u00fcber die Notwendigkeit des Einmarschs in den Irak forderte sie ein Treffen mit dem Pr\u00e4sidenten und eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Tod ihres Sohnes. Sheehan taufte ihren Protestplatz \u201eCamp Casey\u201c. Die rasche Zunahme an Protestierenden im Verlauf der folgenden Wochen erwirkte ein zwingendes <a href=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/2021\/09\/new-research-shows-power-dilemma-actions\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handlungsdilemma<\/a>: Lehnte Bush das Treffen mit Sheehan ab, zeigte er sich als kaltherziger Staatschef, der keine Verbindung mit Familien suchte, die grauenhafte Opfer gebracht hatten. Gew\u00e4hrte er ihr jedoch Geh\u00f6r, riskierte der Pr\u00e4sident ein gro\u00dffl\u00e4chiges Medienereignis, in welchem seine Kriegsf\u00fchrung scharf kritisiert w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Ergebnis war der perfekte Wirbel f\u00fcr die Bewegung. Wie die <em>Nation <\/em><a href=\"https:\/\/www.thenation.com\/article\/archive\/cindy-sheehan-mother-movement\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berichtete<\/a>: \u201eBush verweigerte das Gespr\u00e4ch. Die Medien nicht. Reporter:innen kamen in Scharen zu der Frau, die die K\u00fchnheit besa\u00df, in aller \u00d6ffentlichkeit auf Bushs T\u00fcrschwelle zu trauern. Pl\u00f6tzlich flimmerte Sheehans ersch\u00f6pftes, sonnenverbranntes Gesicht auf Fernsehbildschirmen in nahezu jedem Wohnzimmer des Landes \u2013 und der Welt.\u201c Das Magazin zitierte zudem die Forscherin Karen Dolan vom Institute for Policy Studies: \u201eIch bin selbst Mutter, als ich Cindy zum ersten Mal sprechen h\u00f6rte, kamen mir die Tr\u00e4nen. Sie war so ergreifend und ber\u00fchrend, dass jeder Durchschnittsamerikaner ungeachtet der eigenen politischen Meinung nicht anders kann als bewegt zu sein von dieser Mutter, die ihren Sohn im Irak verloren hat\u201c <em>NBC News <\/em>ver\u00f6ffentlichte einen Bericht zum \u201e<a href=\"https:\/\/www.nbcnews.com\/id\/wbna9077974\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cindy Sheehan Effekt<\/a>\u201c, in welchem die Pr\u00e4sidentschafts-Historikerin Doris Kearns Goodwin sich zu dem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Potenzial der Mahnwache \u00e4u\u00dfert, Sympathisant:innen f\u00fcr die Bewegung au\u00dferhalb der gew\u00f6hnlichen W\u00e4hlerschaft zu gewinnen. Letzten Endes l\u00f6ste Sheehans Handeln quer durchs Land eine neue Protestwelle aus, mit Antikriegs-Milit\u00e4rveteran:innen und deren Familienmitgliedern an der Spitze.<\/p>\n<p>Ein anderes Beispiel daf\u00fcr, wie untypische Held:innen die Wahrnehmung von Protesten beeinflussen, gab es k\u00fcrzlich in Europa. Dort gingen Landwirt:innen und LKW-Fahrer:innen in <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/spanish-police-scuffle-with-farmers-truck-drivers-fifth-day-protests-2024-02-10\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehreren<\/a> <a href=\"https:\/\/theloadstar.com\/alarm-as-road-blocks-by-truckers-and-farmers-spread-across-europe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">L\u00e4ndern<\/a> \u2013 darunter <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/germany-scholz-government-farmers-protests-b1cd66ffd92ee586eb41e9546ca0c00c\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland <\/a>\u2013 Anfang des Jahres auf die Stra\u00dfen, um ihrer Wut \u00fcber die Sparpl\u00e4ne der Regierung und Umweltregulierungen Ausdruck zu verleihen. In vielen F\u00e4llen nutzten sie die gleichen Strategien wie Klimaaktivist:innen, wie zum Beispiel das Blockieren von Autobahnen. Aber w\u00e4hrend die Politik die Aktion junger Klimasch\u00fctzer:innen als <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2023\/01\/02\/world\/europe\/climate-activists-germany-stop-traffic.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Terrorismus <\/a>denunzierte, suchten viele schnell <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2024\/03\/31\/world\/europe\/angry-farmers-are-reshaping-europe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Gunst<\/a> der verstimmten Landwirt:innen und LKW-Fahrer:innen \u2013 obwohl deren Blockaden zum Teil in fatalen <a href=\"https:\/\/www.euronews.com\/2024\/01\/24\/french-farmers-protest-continue-one-day-after-death-of-a-woman-and-her-daugher\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unf\u00e4llen <\/a>resultierten.<\/p>\n<p>Entscheidend ist an dieser Stelle, dass die letztere nicht als die \u201e\u00fcblichen Verd\u00e4chtigen\u201c wahrgenommen wurden, die man auf einem Stra\u00dfenprotest erwarten w\u00fcrde, sondern eher als die schon lange leidenden, \u201evergessenen\u201c Arbeiter:innen, deren B\u00fcrde nun endlich untragbar geworden war. Der Einsatz von Sattelz\u00fcgen, Traktoren und Landwirtschaftsfahrzeugen zur Blockierung von Autobahnen wurde zu einem wichtigen Teil der Aktionslogik des Protests und stellte das unerwartete und sympathische Wesen der Teilnehmenden in den Vordergrund.<\/p>\n<h3><strong>4. Medien und PR-Kompetenz<\/strong><\/h3>\n<p>Von allen Faktoren, die dazu beitragen, wie Bewegungen die \u00d6ffentlichkeit spalten, ist die vierte Kategorie die direkteste: die PR-Kompetenz einer Bewegung.<\/p>\n<p>Mit einer guten Aktionslogik k\u00f6nnen Organisator:innen die Botschaft ihres Protests \u201e<a href=\"https:\/\/beautifultrouble.org\/toolbox\/tool\/show-dont-tell\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zeigen statt [zu] sagen<\/a>\u201c, und auf diesem Weg das Narrativ darum mitgestalten. Aber das Erz\u00e4hlen an sich ist auch wichtig. Und Erz\u00e4hlen bedeutet Kommunikation mit den Medien.<\/p>\n<p>Besonders in der j\u00fcngsten Generation hat sich das Studium der Medienkunst weiter verbreitet \u2013 und so haben die Aktivist:innen von heute keinen Mangel an Ressourcen zu dem Thema. Doch w\u00e4hrend die bestorganisiertesten politischen Operationen immer ausgekl\u00fcgelter werden, scheitert eine schockierende Zahl an Graswurzelbewegungen daran, grundlegende, lang bew\u00e4hrte Schritte zu gehen, wie etwa gut vorbereitete Sprecher:innen zu w\u00e4hlen, koh\u00e4rente Stellungnahmen zu verfassen, die das Ziel der Bewegung klar vermitteln, und St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck Medienkontakte aufzubauen.<\/p>\n<p>Manchmal ist dies das Ergebnis eines einfachen \u00dcbersehens. Da die die internen Notwendigkeiten bei der Organisation einer Gruppe und das Planen einer wom\u00f6glich risikoreichen Kollektivaktion an sich schon hochintensiv sind, kann die Kommunikation mit dem Au\u00dfen schnell untergehen. In anderen F\u00e4llen zeugt der Mangel an \u00f6ffentlichen Stellungnahmen jedoch von mehr als blo\u00dfer Nachl\u00e4ssigkeit. Manche Radikale sehen Medienbeziehungen als geschmacklos und sogar ideologisch verwerflich an; sie werfen jenen, die sich mit dem \u00f6ffentlichen Image auseinandersetzen, vor, \u201ef\u00fcr die Kameras [zu] spielen\u201c und implizieren, dass Appelle an die Gunst der \u00d6ffentlichkeit entgegen der Ethik ernsthaften Widerstands seien. In diesem Sinn beschlossen Mitglieder der pazifistischen Katholischen Arbeiterbewegung, keine Presseank\u00fcndigungen \u00fcber ihre Proteste zu senden, da sie der Ansicht waren, ein Suchen nach Aufmerksamkeit behindere die Reinheit ihres moralischen Zeugnisses. Und auf der anderen Seite laufen anarchistische Aufst\u00e4ndische mit absichtlich aufwieglerischen Bannern (z.B. \u201eBringt die Guillotine zur\u00fcck\u201c) durch die Stra\u00dfen, und schreien dann den an ihrem Protest interessierten Nachrichtenteams \u201ekeine Kameras!\u201c entgegen.<\/p>\n<p>Es ist sicherlich legitim, die Mainstream-Tendenz anzuprangern, Politik f\u00fcrs Image und Sch\u00f6nreden zu nutzen, wobei tiefgehende Kr\u00e4fte moralischer Prinzipen, politisches Gewissen, Solidarit\u00e4t und Organisationsst\u00e4rke zu kurz kommen. Nichtsdestoweniger ist das allzu verbreitete Zur\u00fcckweisen der Linken, mit der \u00d6ffentlichkeit zu kommunizieren, eine Einladung f\u00fcr Marginalisierung und Selbstisolation. Es steht f\u00fcr das Scheitern, radikale Verantwortung der Kritik f\u00fcr Hegemonie in der Gesellschaft als Ganzem zu akzeptieren \u2013 das bedeutet, sich ernsthaft zu bem\u00fchen, Einfluss zu nehmen auf die dominante Weltsicht, die die meisten Menschen nutzen, um sich ein Bild von sozialen und politischen Themen zu machen.<\/p>\n<p>Es gibt Methoden, die Wandel herbeif\u00fchren und nicht unbedingt auf Massemedien basieren: etwa die Traditionen, geduldig Organisationsstrukturen aufzubauen, alternative Institutionen zu schaffen, Inside-Lobbying und legales Vorgehen, die Arbeit mit Einzelpersonen, um spirituelles Erwachen oder pers\u00f6nliche Transformation zu f\u00f6rdern brauchen oder w\u00fcnschen oft keine mediale Berichterstattung \u00fcber ihre Bem\u00fchungen. Aber anders als diese Aspekte eines gesunden \u00d6kosystem sozialen Wandels h\u00e4ngen etwa Massenproteste und ziviler Widerstand substanziell von \u00f6ffentlicher Kommunikation ab.<\/p>\n<p>Die Folgen einer \u00f6ffentlichen Kommunikation k\u00f6nnen hart sein. Proteststrategien wie Streik am Arbeitsplatz oder eine massenhafte Mietzahlverweigerung brauchen in der Regel keine \u00f6ffentliche Resonanz, um zu funktionieren. Sehen sich Arbeitgeber:innen gezwungen, ihr Gesch\u00e4ft aufgrund eines Arbeitskr\u00e4ftemangels schlie\u00dfen zu m\u00fcssen, erkennen sie wom\u00f6glich selbst, dass f\u00fcr das Funktionieren ihrer Firma Zugest\u00e4ndnisse n\u00f6tig sind. Oder ein Vermieter kommt angesichts eines Einkommenseinbruchs vielleicht eher den Forderungen der Mietenden nach. F\u00fcr einige Theoretiker:innen ist das die Definition von \u201edirekter Aktion\u201c, als Widerstand, der die Machtinhabenden augenblicklich herausfordert, ohne den Umweg \u00fcber Au\u00dfenstehende zu gehen. Aber in unserer modernen Welt ist oft der Meinungskrieg entscheidend \u2013 und dieser reicht weit, um die L\u00f6sungen f\u00fcr die durch soziale Bewegungen hervorgebrachte St\u00f6rung mitzugestalten.<\/p>\n<p>Das Ausma\u00df an positiver Resonanz und Intervention \u201eindirekter\u201c Akteure \u2013 die gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung durch Personen aus dem Arbeitsfeld, der Nachbarschaft, verb\u00fcndete Organisationen, Partien und Mitgliedern der Community \u2013 kann den Unterschied machen dazwischen, ob die Streikenden, Besetzer oder andere Dissidentinnen von Milit\u00e4r und Polizei niedergeschlagen\/zerstreut werden, und ob diese Repression letzten Endes erfolgreich den Widerstand unterdr\u00fcckt. Es kann ebenfalls dar\u00fcber entscheiden, ob Mitglieder einer Bewegung in der Folge strengen legalen Sanktionen ausgesetzt sind oder nicht. Ein gro\u00dfer Teil dieser Form von Unterst\u00fctzung wird \u00fcber Massenmedien verbreitet\/vermittelt\/transportiert.<\/p>\n<p>Eine effiziente \u00d6ffentlichkeitsarbeit kann bedeuten, dass Bewegungen ihre eigenen Medien gr\u00fcnden, oder dass sie mit bestehenden progressiven Magazinen, Websites und alternativen Medienformen zusammenarbeiten. Die Linke war bisher allgemein weit weniger erfolgreich als die Rechte darin, ein eigenes Medienuniversum von signifikanter Reichweite aufzubauen. Ihr ist kein Gegenst\u00fcck zum Beliebtheitsdurchbruch von Netzwerken wie Fox News gelungen. Mangels solcher Plattformen haben Linke viel Energie in die <a href=\"https:\/\/monthlyreview.org\/2018\/01\/01\/the-propaganda-model-revisited\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Analyse <\/a>von Grenzen und <a href=\"https:\/\/www.ucpress.edu\/book\/9780520239326\/the-whole-world-is-watching\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorurteilen <\/a>der gro\u00dfen Medienunternehmen gesteckt. Aber ob es einem gef\u00e4llt oder nicht, Bewegungen m\u00fcssen dennoch mit solchen Institutionen rechnen. Immerhin k\u00f6nnen schon die kleinsten Bem\u00fchungen reale Fr\u00fcchte tragen. Auf lokaler Ebene kann die pers\u00f6nliche Beziehung mit jemandem in den Medien einen riesigen Unterschied machen, was sowohl den Umfang als auch die Qualit\u00e4t der Berichterstattung eines Protestes betrifft.<\/p>\n<p>In den letzten zwei Jahrzehnten haben soziale Netzwerke die Medienlandschaft grundlegend ver\u00e4ndert \u2013 sie haben Mittel geschaffen, die traditionelle Presse zu umgehen und direkt mit einer breiten Zuh\u00f6rerschaft zu kommunizieren. Dies hat entlang des gesamten politischen Spektrums eine Generation von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Organize20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Medienstrateg:innen<\/a> geschaffen, welche Weiterbildung und Beratung anbieten, um das Potenzial dieser neuen Plattformen maximal auszusch\u00f6pfen. Manchmal fixieren sich die Mainstreammedien darauf, wie Bewegungen neue Technologien nutzen, und \u00fcberbewerten die Bedeutung der neusten Trend-App \u2013 sie betiteln etwa frische Demonstrationswellen als \u201e<a href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/daily-dish\/archive\/2009\/06\/the-revolution-will-be-twittered\/200478\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Twitter Revolutionen<\/a>\u201c oder verk\u00fcnden den Beginn der \u201e<a href=\"https:\/\/carnegieendowment.org\/sada\/2023\/01\/irans-uprising-and-the-tiktok-generation?lang=en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TikTok Generation<\/a>\u201c des Protests. Aktivist:innen sind sich indes deutlich bewusst, dass Plattformen, die Billion\u00e4r:innen geh\u00f6ren und von Unternehmen kontrolliert werden, <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2024\/jan\/15\/elon-musk-hypocrite-free-speech\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">keine neutralen<\/a> Orte darstellen, und dass sie notwendigerweise mit ihren eigenen <a href=\"https:\/\/slate.com\/culture\/2011\/02\/evgeny-morozov-s-net-delusion-social-media-are-tools-for-oppressors-not-just-activists.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">T\u00fccken <\/a>daherkommen.<\/p>\n<p>Aber es stimmt auch, dass es die Aufgabe von Organisator:innen ist, aus den ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Werkzeugen das meiste herauszuholen. Im Falle der Medien bedeutet das sowohl, sich an neue Technologien anzupassen, als auch von Einblicken in die Industrie politischer \u00d6ffentlichkeitsarbeit der letzten Jahrzehnte zu lernen, ohne in den seelenlosen Kreislauf der Mainstreampolitik abzurutschen. Es bedeutet, Wege zu finden, beliebte Kommunikationswege effizient zu nutzen und gleichzeitig die eigene Integrit\u00e4t zu wahren.<\/p>\n<h3><strong>5. Timing und nicht greifbare Faktoren<\/strong><\/h3>\n<p>Die f\u00fcnfte und letzte Kategorie der Faktoren zur Bestimmung von Polarisierung bei Protest besteht aus nicht greifbaren Aspekten. Zugegeben ergibt das eine etwas strukturlose, allgemeine Klassifizierung. Dennoch ist wahr, dass eine Reihe kleinerer \u00e4u\u00dferer Umst\u00e4nde \u2013 die in der Regel au\u00dferhalb des Einflussbereichs der Protestorganisation liegen \u2013 am Ende einen wichtigen Einfluss darauf haben kann, wie eine Aktion aufgenommen wird. Obwohl sie grunds\u00e4tzlich weniger wichtig sind als die Forderungen einer Gruppe, der Aktionsplan eines Protests, die Guten und B\u00f6sen einer Aktion oder die PR-Kompetenz k\u00f6nnen diese Faktoren in einigen F\u00e4llen entscheidend sein.<\/p>\n<p>Viele nicht greifbare Umst\u00e4nde haben mit Timing zu tun. Gelegentlich kann eine mit dem Protest nicht zusammenh\u00e4ngende Naturkatastrophe oder eine Eilmeldung stark beeinflussen, wie die \u00d6ffentlichkeit eine Aktion bewertet. Verursacht beispielsweise die Explosion einer Bohrinsel eine Umweltkrise, kann ein geplanter Protest f\u00fcr den folgenden Tag gegen F\u00fchrungskr\u00e4fte der fossilen Industrie besondere Aufmerksamkeit bekommen \u2013 auch wenn die Bohrinsel tausende Meilen entfernt liegt. Im Gegenzug verlieren Proteste gegen das Star-Gesicht eines Ausbeuterunternehmens vielleicht an Zuspruch, wenn die betroffene Ber\u00fchmtheit pl\u00f6tzlich verk\u00fcndet, an einer schweren Krankheit zu leiden \u2013 wodurch jede Kritik inmitten der Welle des Mitgef\u00fchl, nun unverzeihlich b\u00f6sartig wirkt.<\/p>\n<p>Ein weiterer nicht greifbarer Faktor, der gelegentlich aktuell wird, ist das Paradox bez\u00fcglich der Repression, wenn etwa Reporter:innen, Kameraleute oder andere Pressemitglieder bei einem Protest vor die hart durchgreifende Polizei gelangen. Werden Journalist:innen Opfer von Bel\u00e4stigung, k\u00f6rperlicher Gewalt oder Verhaftung, setzen sie sich in der Folge mitunter intensiv mit der Geschichte auseinander, was zu einer weit l\u00e4nger anhaltenden und unterst\u00fctzenden Berichterstattung f\u00fchren kann, als Organisator:innen es h\u00e4tten erwarten k\u00f6nnen. In diesem Fall k\u00f6nnen die scheinbaren Launen eines Tagesgeschehens letzten Endes einen gewaltigen Einfluss auf die Polarisierungskraft eines Protestes haben.<\/p>\n<p>Hin und wieder ist der Ruf einer Bewegung aufgrund fr\u00fcherer Aktionen entscheidend. Der negative Nachgeschmack einer einst schlampig durchgef\u00fchrten Aktion kann zuk\u00fcnftigen Protesten einen Strich durch die Rechnung machen, seien sie noch so gut geplant. Oder die positive Wahrnehmung, dass eine Bewegung auf dem Vormarsch ist und an Schwung gewinnt, kann einer Bewegung Glaubw\u00fcrdigkeit verleihen, die die M\u00e4ngel in der Planung eines aktuellen Protests aufwiegen kann.<\/p>\n<p>Viele dieser nicht greifbaren Faktoren liegen jenseits der direkten Kontrolle einer aktivistischen Bewegung. Dennoch k\u00f6nnen die meisten Teilnehmenden sich \u00fcber die bestehenden Umst\u00e4nde ausf\u00fchrlich informieren, eine <a href=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/2023\/08\/gramsci-lessons-for-social-movements-today\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konjunkturanalyse<\/a> durchf\u00fchren und stets Ausschau f\u00fcr \u201e<a href=\"https:\/\/movementmetricsresearch.gitbooks.io\/movement-metrics-research\/content\/chapter1\/trigger-events.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Triggermomente<\/a>\u201c halten, die sich auf allgemeine Sensibilit\u00e4t zur eigenen Sache auswirken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten, Organisator*innen k\u00f6nnen nicht immer entscheiden, welche Karten sie in der Hand haben. Aber sie k\u00f6nnen Gl\u00fcck erkennen, wenn es vor ihnen liegt \u2013 und dementsprechend spielen.<\/p>\n<h3><strong>Polarisierung als Handwerk<\/strong><\/h3>\n<p>So umfassend Gene Sharps Ambitionen auch waren, sein Katalog der 198 Taktiken wird nie die ganze Bandbreite an Optionen f\u00fcr soziale Bewegungen aussch\u00f6pfen. In den Jahrzehnten seit seiner Erstver\u00f6ffentlichung haben neue Technologien sowie der Erfindungsreichtum der Wurzelbewegungen der Liste gewaltfreier Interventionen zahlreiche \u201eMethoden\u201c hinzugef\u00fcgt. In der Tat <a href=\"https:\/\/www.nonviolenceinternational.net\/nv_tactics_book\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erstellte<\/a> Michael Beer, Direktor der Nonviolence International 2021 eine \u00fcberarbeitete <a href=\"https:\/\/www.tactics.nonviolenceinternational.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenbank<\/a>, die Sharps urspr\u00fcngliche Liste auf 346 Taktiken erweitert und so die Anzahl an pr\u00e4sentierten M\u00f6glichkeiten fast verdoppelt.<\/p>\n<p>Haben diese vielen Taktiken eines gemein, dann ist es ihr Potenzial, die \u00d6ffentlichkeit auf verschiedenen Wegen und in unterschiedlicher Intensit\u00e4t zu polarisieren. Indem sie einen Konflikt aufbauschen, der sonst \u00fcbersehen w\u00fcrde, und indem sie die Macht der Nichtkooperation und des pers\u00f6nlichen Opfers nutzen, um das Alltagsgeschehen der Gesellschaft zu durchbrechen, n\u00f6tigen Protestaktionen Leute dazu, eine Seite zu w\u00e4hlen. Sie erlauben Bewegungen, eine aktive Unterst\u00fctzungsbasis aufzubauen, und geben ihnen die M\u00f6glichkeit, jene f\u00fcr sich zu gewinnen, die zuvor vielleicht gleichg\u00fcltig oder im Unwissen waren. Gewinnen diese Bewegungen an Reichweite und werfen ihre K\u00f6rper ins Getriebe der Maschine, gibt das den weniger M\u00e4chtigen in den Mainstreamkan\u00e4len der Politik ein Mittel, um trotzdem gr\u00f6\u00dferen Einfluss auszu\u00fcben.<\/p>\n<p>Es gibt nicht die eine \u201erichtige\u201c Antwort auf die Frage, welche Taktiken eine Bewegung zu einer bestimmten Zeit w\u00e4hlen, wie sie das Narrativ ihrer Aktion gestalten sollte oder welches das beste Ma\u00df an St\u00f6rung und Opferbereitschaft f\u00fcr einen bestimmten Protest ist. Am besten sieht man die Liste der Methoden als eine Einladung zur Kreativit\u00e4t, als Erinnerung an Organisator:innen, dass sich in ihrer kollektiven Werkzeugkiste viele Werkzeuge befinden \u2013 oder viele Waffen in ihrem taktischen Arsenal \u2013, alle mit eigenen Eigenschaften und St\u00e4rken.<\/p>\n<p>Doch w\u00e4hrend Bewegungen zahlreiche Optionen zur Verf\u00fcgung stehen, k\u00f6nnen Teilnehmende ihre F\u00e4higkeit verfeinern, die beste Weise f\u00fcr das Einwirken auf einen bestimmten Wahlbezirk vorherzusehen. So sichern sie sich besser ab, dass mehr Leute sich unterst\u00fctzend zu- als abwenden, und ziehen mit der Zeit steigende Aufmerksamkeit auf ihr Anliegen. Auch wenn Gruppen, die st\u00f6renden Protest aus\u00fcben, nur eine begrenzte Reihe an Umst\u00e4nden kontrollieren k\u00f6nnen, bieten die f\u00fcnf Faktoren der Polarisierung Wegweiser, um zu erahnen, wie ein Protest aufgenommen wird und wie man die Resonanz darauf mitgestalten kann. Mit anderen Worten ermutigen die Faktoren Bewegungen, Polarisierung als Handwerk zu betrachten \u2013 und ihr Bestes zu tun, um sie zu beherrschen.<\/p>\n<p><strong><em>Die \u00dcbersetzung aus dem Englischen wurde von Alissa Birle <\/em><em>vom ehrenamtlichen Pressenza-\u00dcbersetzungsteam erstellt. <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir suchen Freiwillige!<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><em><strong>Mark Engler<\/strong> ist Schriftsteller in Philadelphia, Redaktionsmitglied bei Dissent und Mitautor von \u201eThis Is An Uprising: How Nonviolent Revolt Is Shaping the Twenty-first Century\u201c (Nation Books). Er kann \u00fcber die Website <a href=\"http:\/\/www.DemocracyUprising.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.DemocracyUprising.com<\/a> erreicht werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Paul Engler<\/strong> ist Direktor des Center for the Working Poor in Los Angeles, Mitbegr\u00fcnder des Momentum-Trainings und gemeinsam mit Mark Engler Autor von \u201eThis Is An Uprising\u201c.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcnf Schl\u00fcsselfaktoren entscheiden dar\u00fcber, ob kontroverse Proteste eher zu einem R\u00fcckschlag f\u00fchren oder positive Wirkung haben. 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