{"id":2553839,"date":"2024-10-11T08:47:08","date_gmt":"2024-10-11T07:47:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2553839"},"modified":"2024-10-11T08:47:08","modified_gmt":"2024-10-11T07:47:08","slug":"kohlenstoffmaerkte-gruener-anstrich-fuer-umweltverschmutzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/kohlenstoffmaerkte-gruener-anstrich-fuer-umweltverschmutzer\/","title":{"rendered":"Kohlenstoffm\u00e4rkte, gr\u00fcner Anstrich f\u00fcr Umweltverschmutzer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Privatwirtschaft und Regierungen f\u00f6rdern weltweit den Handel mit so genannten Kohlenstoffzertifikaten. So ist ein Markt entstanden, auf dem Unternehmen versprechen, ihre Treibhausgasemissionen durch Projekte auszugleichen, die Kohlenstoff absorbieren. Zivilgesellschaftliche Organisationen und betroffene Gemeinden warnen davor, dass dies der Umwelt nicht n\u00fctzt, sondern im Gegenteil negative Auswirkungen hat. Die L\u00f6sungsans\u00e4tze zur <a class=\"glossaryLink\" style=\"caret-color: #000000; font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: auto; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: auto; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; box-sizing: inherit; background-color: transparent; color: var(--color-mainorange); text-decoration: underline; border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: #666666; font-family: 'Source Sans Pro', sans-serif; font-size: 14px; text-align: justify; -webkit-tap-highlight-color: rgba(0, 0, 0, 0); -webkit-text-size-adjust: 100%;\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/klimawandel\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; auch Erderw\u00e4rmung. Klimawandel bezeichnet die von der Menschheit verursachte (oder anthropogene) Erw\u00e4rmung der Erde. Die aktuelle Ver\u00e4nderung des weltweiten Klimas wird vor allem durch die sogenannten Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan und Wasserdampf verursacht. Klimaaktives Kohlendioxid wird vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Methan) ausgesto\u00dfen u.a. durch Landwirtschaft, Viehzucht und M\u00fclldeponien. Waldrodungen verst\u00e4rken die Erderw\u00e4rmung, Aufforstungen k\u00f6nnen sie abmildern. Die Folgen des Klimawandels sind schmelzende Gletscher und der Anstieg des Meeresspiegels, je nach Region immer st\u00e4rkere Unwetter, Hitzewellen und D\u00fcrren. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Klimakrise<\/a> weisen damit in eine falsche Richtung.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Doppelte Chance f\u00fcr Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p>Die Begriffe \u201eDekarbonisierung\u201c, \u201eKohlenstoffneutralit\u00e4t\u201c oder \u201eNetto-Null\u201c finden sich immer h\u00e4ufiger in politischen Reden und in der Werbung von Unternehmen, vom Bier bis zur \u201ekohlenstoffneutralen\u201c \u00d6lf\u00f6rderung. So stellte die Regierung von Neuqu\u00e9n, Argentinien, im Juli letzten Jahres das Programm <em>Vaca Muerta Net Zero<\/em> vor. Bei der Erd\u00f6lgewinnung aus der \u00d6lschiefer-Lagerst\u00e4tte Vaca Muerta in Neuqu\u00e9n soll \u201eKohlenstoffneutralit\u00e4t\u201c erreicht werden. Dazu startete die Agrarindustrie 2019 das Argentinische Kohlenstoffneutralit\u00e4tsprogramm. Im Jahr 2022 initiierten Forstunternehmen und Zellstofffabriken den Runden Tisch Waldkohlenstoff (jetzt: Argentinischer Runder Tisch Kohlenstoff, <em>Mesa Argentina del Carbono<\/em>). Immer geht es darum, M\u00e4rkte zu schaffen, um die durch Treibhausgasemissionen, Landrodung oder Bodendegradation verursachten Umweltsch\u00e4den zu kompensieren. Diese M\u00e4rkte werden als Kohlenstoffm\u00e4rkte bezeichnet. Privatwirtschaft und Staaten kaufen und verkaufen dabei Gutschriften, die jeweils einer Tonne Kohlendioxid entsprechen. Kohlendioxid ist einer der Hauptverursacher der Klimakrise. Die Unternehmen sehen darin eine doppelte Chance: Geld zu verdienen und sich als nachhaltig und umweltfreundlich darzustellen. Durch die Investition in ein Projekt, das Kohlenstoff bindet (sei es eine Baumplantage, Waldschutz oder regenerative Landwirtschaft) oder Emissionen reduziert (z. B. die Wiederverwendung von Abfall zur Energieerzeugung), versuchen die Unternehmen, den Schaden auszugleichen, den sie durch die Freisetzung von Treibhausgasen verursachen. Sie reduzieren nicht ihre Emissionen, sondern gleichen sie aus. Deshalb spricht man von Netto-Null: Die Firmen argumentieren, dass sie die Verschmutzung, die sie auf der einen Seite verursachen, auf der anderen Seite reduzieren.<\/p>\n<p><strong>Unzureichende Kompensierung und Betrug<\/strong><\/p>\n<p>Diese M\u00e4rkte sind nicht neu, haben aber 2015 mit dem Pariser Abkommen, das auf der 21. UN-Klimakonferenz geschlossen wurde, an Dynamik gewonnen und werden als praktikable L\u00f6sung f\u00fcr die Klimakrise pr\u00e4sentiert. In den Gebieten, in denen es sowohl klimasch\u00e4dliche Aktivit\u00e4ten als auch Kompensationsgesch\u00e4fte gibt, beklagen die lokalen Gemeinschaften jedoch, das Gegenteil sei der Fall. Sie sprechen von mangelnder Information und Beteiligung sowie negativen Auswirkungen von Kompensationsprojekten. Europ\u00e4ische Medien wie <em>The Guardian<\/em>, <em>Die Zeit<\/em> und <em>Follow the Money<\/em> haben Betrugsf\u00e4lle durch Unternehmen aufgedeckt, die Emissionsgutschriften zertifizieren. Sie wiesen nach, dass es sich bei einem Gro\u00dfteil um Phantomgutschriften handelt, die keine echten Kohlenstoffreduzierungen darstellen. Sozial- und Umweltorganisationen stellen die Idee der Kompensation ebenfalls in Frage. Sie sei nicht nur unwirksam, sondern versch\u00e4rfe durch Ablenkung und Verz\u00f6gerung wirksamer Ma\u00dfnahmen die Klimakrise noch.<\/p>\n<p><strong>\u201eKohlenstoffneutrale\u201c Erd\u00f6lgesellschaften<\/strong><\/p>\n<p>Vaca Muerta ist eines der gr\u00f6\u00dften unkonventionellen \u00d6l- und Gasfelder der Welt und liegt in den Provinzen Neuqu\u00e9n, R\u00edo Negro, Mendoza und La Pampa. Die F\u00f6rderung \u2013 die sich in den letzten zehn Jahren vor allem auf Neuqu\u00e9n konzentriert hat \u2013 erfolgt durch <a class=\"glossaryLink\" style=\"box-sizing: inherit; background-color: transparent; color: var(--color-mainorange); text-decoration: underline; border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: #666666;\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/fracking\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; ist eine Extraktionsmethode, bei der ein vertikaler mit Zement bedeckter Tunnel unter der Erde gegraben wird und die auch in Lateinamerika vermehrt angewendet wird. Mit hohem Druck werden gro\u00dfe Mengen an Wasser injiziert, um Risse in der felsigen Basis zu erzeugen, die dann das Gas oder \u00d6l freigeben. Das Wasser wird f\u00fcr gew\u00f6hnlich mit chemischen Produkten angereichert, um das Speichergestein durchl\u00e4ssiger zu machen und das Austreten der fossilen Brennstoffe zu erleichtern. Weltweit ist das Fracking-Verfahren relativ neu, weshalb auch die Risiken f\u00fcr Mensch und Umwelt bisher sehr wenig erfoscht sind. Umweltsch\u00fctzer waren vor Allem davor, dass der giftige, im Boden zur\u00fcckbleibende Fracking-Cocktail \u00fcber kurz oder lang durch Risse unkontrolliert in dar\u00fcberliegende Grundwasserschichten eindringen wird. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Fracking<\/a> oder Hydraulic Fracturing. Dabei werden gro\u00dfe Mengen Wasser, Sand und Chemikalien eingebracht, um das tief liegende Gestein, das die Kohlenwasserstoffe enth\u00e4lt, zu zerst\u00f6ren und an die Oberfl\u00e4che zu bringen. Als eine Folge der Arbeiten gibt es vermehrt Erdbeben. In Sauzal Bonito, einem Dorf mit etwa 200 Familien, wurden im Jahr 2021 bis zu 40 Beben in drei Tagen registriert. Die Fenster der H\u00e4user gingen zu Bruch, die W\u00e4nde bekamen Risse, und es kam zu Erdrutschen. N\u00f6rdlich der Stadt, auf der anderen Seite des Flusses Neuqu\u00e9n, befindet sich das \u00d6lfeld Fort\u00edn de Piedra. Es geh\u00f6rt Tecpetrol, einem Erd\u00f6lunternehmen der Techint-Gruppe. Einem <a href=\"https:\/\/farn.org.ar\/10-anos-y-mas-de-400-sismos-de-vaca-muerta\/\">Bericht<\/a> des Observatoriums f\u00fcr induzierte Seismizit\u00e4t (OSI) und der Stiftung f\u00fcr Umwelt und nat\u00fcrliche Ressourcen (FARN) zufolge gab es zwischen 2015 und 2023 mindestens 428 Erdbeben in Vaca Muerta.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den Erdbeben leiden die Gemeinden, die in der N\u00e4he von Fracking-Bohrungen leben, unter \u00d6laustritten, der Ausbreitung von M\u00fclldeponien mit umweltsch\u00e4dlichen Abf\u00e4llen und den Gasen, die aus den Entl\u00fcftungst\u00fcrmen austreten. Vor dem Hintergrund der globalen Klimakrise, die gr\u00f6\u00dftenteils durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursacht wird, investieren die \u00d6lgesellschaften in Projekte, die sie als \u201enachhaltig\u201c bezeichnen.<\/p>\n<p><em>Tecpetrol<\/em> zum Beispiel k\u00fcndigte ein Projekt an, mit dem das Abluftgas als Abfallprodukt f\u00fcr \u201e<a href=\"https:\/\/www.tecpetrol.com\/es\/noticias\/2024\/minado-en-vaca-muerta\">Kryptomining<\/a>\u201c verwendet werden soll: Mit dem Gas wird Energie f\u00fcr den Betrieb von Computern erzeugt, die Kryptow\u00e4hrungen \u201esch\u00fcrfen\u201c. Das Projekt wird als \u201eDigitale Abgasminderung\u201c bezeichnet. Dadurch konnte die Gasproduktion gesteigert werden, die andernfalls eingeschr\u00e4nkt worden w\u00e4re, da die Unternehmen aufgrund der Umweltsch\u00e4den nur eine begrenzte Menge an Gas ablassen oder abfackeln d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><em>Vista Energy<\/em>, das Erd\u00f6lunternehmen des ehemaligen Direktors des staatlichen Energieunternehmens YPF, Miguel Galuccio, versucht ebenfalls, sich als nachhaltig zu pr\u00e4sentieren. \u201eWir streben an, bis 2026 ein Unternehmen mit Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu sein\u201c, hei\u00dft es auf der Website. Eines der Projekte sind CO2-Zertifikate f\u00fcr Kiefernmonokulturen, die in der Provinz bereits existieren. Das \u00d6lunternehmen gab im Februar letzten Jahres die Unterzeichnung eines entsprechenden Abkommens mit der Regierung von Neuqu\u00e9n bekannt. Es ist eines der Projekte, die Gouverneur Rolando Figueroa bei der Ank\u00fcndigung des Programms <a href=\"https:\/\/www.lmneuquen.com\/neuquen\/vaca-muerta-net-zero-el-plan-provincial-cuidar-el-ambiente-n1128928\"><em>Vaca Muerta Net Zero<\/em><\/a> im vergangenen Juli erw\u00e4hnte.<\/p>\n<p><strong>Die \u201eL\u00f6sungen\u201c ber\u00fccksichtigen nur die Unternehmensinteressen<\/strong><\/p>\n<p>Die betroffenen Gemeinden machen indes die Erfahrung, dass solche Ank\u00fcndigungen keineswegs zur Reduzierung der Umweltsch\u00e4den f\u00fchren. \u201eDie Dekarbonisierungspl\u00e4ne, die in Neuqu\u00e9n vorgestellt wurden, entsprechen den Interessen der Unternehmen. Die Regierungen machen sich den Wirtschaftsdiskurs zu Eigen. Sie f\u00f6rdern L\u00f6sungen, die nur den Unternehmen zugutekommen\u201c, sagte Lefxaru Nawel, Anwalt und Mitglied der <a class=\"glossaryLink\" style=\"box-sizing: inherit; background-color: transparent; color: var(--color-mainorange); text-decoration: underline; border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: #666666;\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/mapuche\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Die indigene Gruppe der Mapuche breitete sich historisch aus der Region der Araucan\u00eda im heutigen Chile nach Argentinien aus. In beiden L\u00e4ndern k\u00e4mpfen Mapuche-Gruppen heute um ihre Territorien und ihre Unabh\u00e4ngigkeit. Dabei kommt es immer wieder zu extremer, staatlich legitimerter Gewalt durch Polizeieinheiten und zu Kriminalisierung. Die Sprache der Mapuche ist das Mapudungun. Mapu hei\u00dft &amp;quot;Erde&amp;quot; oder &amp;quot;Land&amp;quot; und Che hei\u00dft &amp;quot;Menschen&amp;quot;. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Mapuche<\/a>-Vereinigung von Neuqu\u00e9n und der Beobachtungsstelle f\u00fcr die Menschenrechte der indigenen V\u00f6lker (<a href=\"http:\/\/odhpi.com\/el-odhpi-en-la-cidh-vaca-muerta-vulneracion-de-derechos-humanos-y-ausencia-del-estado\/\">Odhpi<\/a>). \u201eEs ist ein Diskurs, die sehr in Mode gekommen ist, aber es mangelt an Information und Beteiligung.\u201c<\/p>\n<p>Nawel erkl\u00e4rt, dass in dem Gebiet 15 Mapuche-Gemeinden leben, die keinen Zugang zu Wasser, Gas oder Strom haben, w\u00e4hrend Millionen von Litern Wasser sowohl in Fracking-Bohrungen als auch in Wasserkraftwerken verbraucht werden, um die \u00d6lfirmen mit Strom zu versorgen. \u201eWenn die L\u00f6sung f\u00fcr die Abluftgase darin besteht, Kryptow\u00e4hrungen zu sch\u00fcrfen, damit <em>Tecpetrol<\/em> weiterhin Geld verdient und die \u00d6lgesellschaften weiterhin das Monopol \u00fcber die Energie haben; wenn gleichzeitig die Menschen um sie herum unter den Auswirkungen leiden, keinen Strom, kein Wasser, kein Gas haben; wenn die Unternehmen ihr Gesch\u00e4ft sichern und sich obendrein noch einen gr\u00fcnen Anstrich geben, dann ist das zweifellos keine gute L\u00f6sung\u201c, ist er \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Kritisiert werden auch die Kiefernmonokulturen als Ausgleich der Kohlenstoffemissionen. \u201eWir wissen von den in den Bergen lebenden Gemeinschaften, dass diese Plantagen nicht vorteilhaft sind, weil es sich um Monokulturen exotischer Kiefern handelt\u201c, sagt Nawel.<\/p>\n<p><strong>Kompensation mit dem Regenwald von Misiones<\/strong><\/p>\n<p>Ein weiteres Erd\u00f6lunternehmen, das Investitionen in Kohlenstoffm\u00e4rkte angek\u00fcndigt hat, ist die schweizerische <a href=\"https:\/\/mercuria.com\/mercuria-creates-a-nature-based-investment-platform\/\"><em>Mercuria<\/em><\/a>. Im Jahr 2017 schloss sich das multinationale Unternehmen mit <em>Andes Energ\u00eda PCL<\/em>, einem Unternehmen der Gruppe <em>Vila y Manzano<\/em>, zusammen und gr\u00fcndete das Unternehmen <em>Phoenix Global Resources<\/em>, das das Gas und \u00d6l in Vaca Muerta gewinnt. <em>Mercuria<\/em> unterzeichnete 2022 ein Abkommen mit der Regierung von Misiones \u00fcber die Zusammenarbeit und den Erwerb von Emissionsgutschriften. Die Emissionsgutschriften sollen von Waldschutzprojekten kommen, die als REDD+ (<em>Reducing Emissions from Deforestation and Degradation<\/em>) bekannt sind. Die Projekte k\u00f6nnen von privaten Akteuren eingereicht werden. Um mit den Gutschriften handeln zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie von internationalen Zertifizierungsunternehmen \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Es gibt verschiedene Arten von REDD-Projekten. Die in Misiones angewandte Form hei\u00dft <em>Jurisdictional and Nested REDD<\/em>(JNR) und hat Vorl\u00e4ufer in anderen L\u00e4ndern, wie z. B. in Brasilien. Dort haben zwar viele lokale Gemeinschaften im Rahmen dieser Programme Mittel erhalten, aber in den letzten Jahren kam es zu zahlreichen F\u00e4llen von Missbrauch, T\u00e4uschung und Verst\u00f6\u00dfen gegen die Rechte der indigenen V\u00f6lker. Dies hat die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft im August dazu veranlasst, die \u201eAussetzung aller Carbon Crediting\/REDD+-Aktivit\u00e4ten in den Amazonasgebieten\u201c zu empfehlen. Unter anderem verweist sie auf die fehlende Vorabkonsultation und die Risiken f\u00fcr die beteiligten Gemeinschaften bei der Unterzeichnung von intransparenten und langfristigen Vertr\u00e4gen, die die Lebensweise und das Erbe der indigenen V\u00f6lker gef\u00e4hrden. Ein Beispiel ist der brasilianische Bundesstaat Acre, der \u00a0Feuer\u201c und den \u201egr\u00fcnen Geldbeutel\u201c eingef\u00fchrt, eine viertelj\u00e4hrliche Entsch\u00e4digungszahlung an die Gemeinden f\u00fcr das Verbot, Land f\u00fcr den Anbau von Nahrungsmitteln zu roden. \u201eDies ist ein unwiederbringlicher Schaden, denn sowohl indigene Frauen als auch Frauen, die traditionellen Bev\u00f6lkerungsgruppen angeh\u00f6ren, haben immer in den Plantagen gearbeitet. Mit diesem Verbot haben sie ab 2010 aufgeh\u00f6rt zu produzieren\u201c, sagte Dercy Teles de Carvalho, ehemalige Vorsitzende der Landarbeitergewerkschaft Xapuri. \u201eHeute sind die Menschen darauf angewiesen, Lebensmittel zu kaufen, raffinierten Reis, der aus einem anderen Bundesstaat kommt, aus Mato Grosso. Der \u201agr\u00fcne Geldbeutel\u2018 ist ein Almosen\u201c, sagte sie in einem Interview, das von World Rainforest Movement ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p><strong>Monokulturen in Corrientes<\/strong><\/p>\n<p>Ein weiteres Projekt von Galuccios \u00d6lfirma ist die Anpflanzung von Kiefern und anderen Monokulturen in Corrientes, im Gebiet von Rol\u00f3n Cu\u00e9, etwa 40 Kilometer von Gobernador Virasoro entfernt. Dieses Gesch\u00e4ft wird \u00fcber <em>Aike<\/em> abgewickelt, eine Tochtergesellschaft von <em>Vista Energy<\/em>, die gegr\u00fcndet wurde, um Klimaschutzprojekte zu entwickeln und Emissionsgutschriften zu verkaufen. Laut dem Projekt, das <em>Verra<\/em>, einem internationalen Zertifizierer von Emissionsgutschriften, vorgelegt wurde, sieht die Investition die Erstbepflanzung von 2.331 Hektar vor: 60 Prozent mit Kiefern und 40 Prozent mit einer Mischung aus Kiefern und einheimischen Arten. Das Projekt ist noch nicht genehmigt worden. Wenn <em>Verra<\/em> das Projekt genehmigt, kann die \u00d6lgesellschaft mit den Gutschriften handeln, die sich aus der Berechnung des durch die Monokultur gebundenen Kohlendioxids ergeben.<\/p>\n<p>Corrientes ist die Provinz mit der gr\u00f6\u00dften Fl\u00e4che an Forstplantagen im Land. Obwohl diese T\u00e4tigkeit als produktiv und arbeitsplatzschaffend angepriesen wird, berichten die Gemeinden, die in der N\u00e4he der Plantagen leben, von einem anderen Bild: unsichere Arbeitspl\u00e4tze, Mangel an Land f\u00fcr den Anbau und die Viehzucht, Umweltverschmutzung durch den Einsatz von Agrochemikalien und erh\u00f6hte Brandgefahr. <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/guardianesdelyvera\"><em>Guardianes del Y\u2019ver\u00e1<\/em><\/a>, eine sozio-\u00f6kologische Organisation aus Corrientes, die den Kampf der lokalen Bev\u00f6lkerung begleitet, warnte davor, dass das Kompensationsprojekt von <em>Vista Energy<\/em>nicht auf einen wirklichen Schutzplan abgestimmt zu sein scheint, der Vorteile f\u00fcr die Umwelt und die Gemeinden bringen k\u00f6nnte. \u201eDas Projekt ist eine Absichtserkl\u00e4rung mit dem Vokabular des Naturschutzes, ohne jedoch wirkliche Schutzziele zu nennen\u201c, sagt Emilio Spataro, Mitglied der Organisation. \u201eEs steht in keinem Zusammenhang mit irgendeinem Plan, Programm oder Projekt zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und schl\u00e4gt auch keine Kriterien oder transparente Indikatoren vor, die die Zivilgesellschaft \u00fcberwachen k\u00f6nnte.\u201c F\u00fcr <em>Guardianes del Y\u2019ver\u00e1<\/em> best\u00e4tigt das Projekt das Forstwirtschaftsmodell in einer Region, in der sich diese Monokulturen ausgebreitet haben, ohne dass die Auswirkungen der gro\u00dffl\u00e4chigen Umwandlung von Grasland, Feuchtgebieten und W\u00e4ldern in Forstplantagen untersucht wurden. \u201eBei diesen Projekten l\u00e4sst sich nicht feststellen oder \u00fcberpr\u00fcfen, ob sie tats\u00e4chlich Kohlenstoff binden oder ob sie vielmehr den Boden so stark sch\u00e4digen, dass sie sogar Kohlenstoff freisetzen.\u201c Abschlie\u00dfend meint Spataro: \u201eLetztendlich geht es um <em><a class=\"glossaryLink\" style=\"box-sizing: inherit; background-color: transparent; color: var(--color-mainorange); text-decoration: underline; border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: #666666;\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/greenwashing\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Greenwashing Ist eine Methode der \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Werbung. Dabei geben sich mulitnationale Konzerne, Wirtschaftsunternehmen und Marken ein umweltfreundliches oder nachhaltiges Image f\u00fcr das es in Wahrheit keine Grundlage gibt. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Greenwashing<\/a><\/em> und zus\u00e4tzliches Geld f\u00fcr sie, nichts weiter.\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Unit\u00e1n<\/em><\/strong><strong> im <a class=\"glossaryLink\" style=\"box-sizing: inherit; background-color: transparent; color: var(--color-mainorange); text-decoration: underline; border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: #666666;\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/chaco\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Der &amp;lt;em&amp;gt;Gran Chaco Americano&amp;lt;\/em&amp;gt; oder kurz Chaco ist eine dreiteilige Region S\u00fcdamerikas (Chaco Bajo, Medio und Alto) die den Norden von Argentinien, den westlichen Teil von Paraguay und den S\u00fcdosten von Bolivien umfasst. Seine riesigen Trockenw\u00e4lder und die sandige Dornbuschsavanne stellen das zweitgr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende Waldgebiet S\u00fcdamerikas dar. Der Name Chaco stammt aus der indigenen Sprache Quechua und wurde von chaku f\u00fcr &amp;quot;Treibjagd&amp;quot; oder chaqu f\u00fcr &amp;quot;baumlose Ebene&amp;quot; abgeleitet. Die indigenen Gruppen des Gran Chaco ern\u00e4hren sich \u00fcberwiegend vom Jagen, Sammeln und Fischen in den W\u00e4ldern. Die seit dem letzten Jahrhundert dort ans\u00e4ssigen europ\u00e4isch-st\u00e4mmigen Siedler (Criollos) betreiben aber eine extensive Weidewirtschaft in Kombination mit Ackerbau. In den letzten Jahrzehnten wird das wasserarme Land au\u00dferdem zunehmend von gro\u00dfen Agrarbetrieben erschlossen und zum Teil intensiv landwirtschaftlich genutzt, was die Konflikte der Bev\u00f6lkerung um die knapper werdenden Ressourcen noch verst\u00e4rkt. Im Mittelpunkt steht dabei die Abholzung mit den Zweck der Anpflanzung riesiger Monokulturen, vor allem von Soja, f\u00fcr den Export. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Chaco<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Eines der ersten Unternehmen im Land, das die Zertifizierung von Kohlenstoffgutschriften ank\u00fcndigte, ist die Tanninfabrik <em>Unit\u00e1n<\/em>, die seit mehr als 100 Jahren in Chaco und Formosa t\u00e4tig ist. Sie pflanzte 2.348 Hektar Monokulturen auf f\u00fcnf Grundst\u00fccken in den beiden Provinzen. Dabei handelt es sich zu 63 Prozent um Eukalyptus und zu 37 Prozent um Quebrachob\u00e4ume (<em>Quebracho colorado<\/em>). Auf seiner Website behauptet das Unternehmen, mit diesen Ma\u00dfnahmen eine \u201eklimapositive\u201c Wirkung zu erzielen.<\/p>\n<p>Seit dem sp\u00e4ten 19. Jahrhundert bis heute ist die Tanninindustrie eine der Hauptverantwortlichen f\u00fcr die Zerst\u00f6rung ganzer W\u00e4lder mit rotem Quebracho und anderen Arten im Gran Chaco, einer Region, die sich \u00fcber zehn argentinische Provinzen erstreckt, darunter Chaco, Formosa, Santiago del Estero und das n\u00f6rdliche Santa Fe. Auch heute noch sind mehrere dieser Unternehmen wegen <a class=\"glossaryLink\" style=\"box-sizing: inherit; background-color: transparent; color: var(--color-mainorange); text-decoration: underline; border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: #666666;\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/abholzung\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; (spanisch: desmonte) Auch Rodung oder Raubbau an W\u00e4ldern genannt. In Lateinamerika schrumpfen vor allem die sogenannten &amp;quot;gr\u00fcnen Lungen&amp;quot; des Kontinents, das Amazonasgebiet und der Gran Chaco, durch Jahrzehnte lange, massive Abholzung. Die W\u00e4lder werden f\u00fcr Sojaanbau oder andere kurzfristig profitable Arten von technisiertem Ackerbau gerodet, meist durch Brandrodung. Die B\u00f6den bleiben nach dieser Art der Nutzung lange unfruchtbar und k\u00f6nnen ohne den Wald kein Wasser speichern. Die langfristigen Folgen sind D\u00fcrren und \u00dcberschwemmungen, die Hungerkatastrophen und Migrationen ausl\u00f6sen. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Abholzung<\/a> angeklagt. Im vergangenen Mai kritisierte das Kollektiv <em>Somos Monte Chaco<\/em>, dass <em>Unit\u00e1n<\/em> und andere Agrarunternehmen Einfluss auf die j\u00fcngste \u00c4nderung des Landnutzungsplans f\u00fcr den Regenwald (OTBN) genommen haben. Dieses Provinzgesetz, das in den fr\u00fchen Morgenstunden des 30. April verabschiedet wurde, erm\u00f6glicht die Abholzung von Tausenden von Hektar Wald.<\/p>\n<p><em>Unit\u00e1n<\/em> hat sein Projekt bei der Zertifizierungsstelle <em>Verra<\/em> als \u201eAufforstung und Wiederaufforstung von Weideland\u201c pr\u00e4sentiert. In der Projektbeschreibung hei\u00dft es, dass es um die Aufforstung einer verlassenen Weide- und Agrarfl\u00e4che geht, \u201emit dem Ziel, vorrangig Rundholz f\u00fcr die Gerbereiindustrie und in zweiter Linie Brennholz zu erzeugen\u201c. Weiter hei\u00dft es: \u201eDas Projekt befindet sich in einer Region, in der kommerzielle forstwirtschaftliche Anpflanzungen nicht \u00fcblich oder nicht vorhanden sind. Durch die Aufforstung mit dieser Baumart wird die Verwendung von einheimischem Holz in Zukunft vermieden\u201c. Das Unternehmen hat im Januar 2023 die Zertifizierung erhalten, die ihm den Zertifikatshandel erm\u00f6glicht. Zus\u00e4tzlich zu diesen Einnahmen wird die Forstwirtschaft in Monokulturen in Argentinien seit 1998 durch das nationale Gesetz 25.080 subventioniert. Dank dieses Gesetzes erhalten die Forstunternehmen nicht r\u00fcckzahlbare finanzielle Unterst\u00fctzung und Steuervorteile wie Steuerbefreiung und -stabilit\u00e4t f\u00fcr 30 bis 50 Jahre. Laut dem vom Nationalen Landwirtschaftssekretariat ver\u00f6ffentlichten offiziellen Register hat Unit\u00e1n zwischen 2018 und 2021 mindestens zehn Genehmigungen f\u00fcr nicht r\u00fcckzahlbare finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr durchgef\u00fchrte Anpflanzungen erhalten. Die letzte stammt von Ende 2020 und bel\u00e4uft sich auf 3,4 Millionen Pesos.<\/p>\n<p><strong>Lobbyarbeit<\/strong><\/p>\n<p>Eine der Institutionen, die sich f\u00fcr die Entwicklung der Kohlenstoffm\u00e4rkte in Argentinien einsetzen, ist der argentinische Forstwirtschaftsverband <em>AFOA<\/em>, der im Mai 2022 die Gr\u00fcndung des Runden Tisches f\u00fcr Waldkohlenstoff ank\u00fcndigte.<\/p>\n<p>Die AFOA setzt sich aus den wichtigsten Unternehmen zusammen, die Holz, <a class=\"glossaryLink\" style=\"box-sizing: inherit; background-color: transparent; color: var(--color-mainorange); text-decoration: underline; border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: #666666;\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/zellulose\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Zellulose, oder Zellstoff, ist ein sogenannter &amp;quot;Vielfachzucker&amp;quot;. Er besteht aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff und wird aus Holz gewonnen. In Deutschland liegt der durchschnittliche Verbrauch pro Person und Jahr bei 250 kg, damit f\u00fcnf mal h\u00f6her als der weltweite Durchschnitt. Chile ist eines der gr\u00f6\u00dften Zellulose produzierenden L\u00e4nder. Es exportiert 80% der eigenen Produktion, vor allem nach Asien und Europa. Es stellt damit ein Zehntel der weltweiten Zellstoffexporte. Die Zelluloseproduktion ist h\u00e4ufig umweltbelastend, da Forstplantagen in Monokultur dem Boden Wasser und N\u00e4hrstoffe entziehen, Artenvielfalt einschr\u00e4nken und Gro\u00dfbr\u00e4nde beg\u00fcnstigen. Vielfach wurde das von gro\u00dfen Forstwirtschaftsbetrieben bewirtschaftete Land durch Verdr\u00e4ngung oder Enteignung von Kleinb\u00e4uer*innen erworben. &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Zellstoff<\/a> und Papier, Gerbstoffe und andere Derivate aus Forstplantagen herstellen. Dazu geh\u00f6ren der chilenische multinationale Konzern <em>Arauco<\/em> (ehemals <em>Alto Paran\u00e1<\/em>, der haupts\u00e4chlich in Misiones t\u00e4tig ist), <em>Celulosa Argentina<\/em> (im Besitz der <em>Tapibecu\u00e1-<\/em>Gruppe, deren Hauptaktion\u00e4r der Gesch\u00e4ftsmann Jos\u00e9 Urtubey ist), <em>Papel Misionero<\/em> (im Besitz von <em>Arcor<\/em>), die spanische Gruppe <em>Iberpapel<\/em>, Puerto Laharrague (im Besitz der Familie von Nicol\u00e1s Laharrague, ehemaliger Beamter f\u00fcr forstwirtschaftlich-industrielle Entwicklung in der Regierung von Mauricio Macri), <em>Establecimiento Las Mar\u00edas<\/em>, <em>Compa\u00f1\u00eda Tierras Sud Argentino<\/em> (im Besitz der italienischen <em>Benetton<\/em>) und <em>Unit\u00e1n<\/em>. Am Tisch sa\u00dfen auch die \u00d6lgesellschaften <em>YPF<\/em> und <em>Vista Energy<\/em>, die Argentinische Gesellschaft f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum, die Getreidehandelsb\u00f6rsen mit ihrem <a href=\"https:\/\/carbononeutro.com.ar\/quienes-somos\/\">Argentinischen Programm CO2-Neutralit\u00e4t<\/a> sowie Anwaltskanzleien und Beratungsunternehmen, die Projekte f\u00fcr Kohlenstoffm\u00e4rkte entwickeln. Letztere, die im Zuge der durch die Klimakrise entstandenen Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten gegr\u00fcndet wurden, tragen Namen wie <em>GMF Nature Based Solutions<\/em>, <em>GreenSur, Fotos\u00edntesis SAS<\/em> oder <em>Allcot.<\/em> Mit dieser neuen Konstellation wurde der Runde Tisch im vergangenen Juli in <em>Mesa Argentina del Carbono<\/em> (Argentinischer Runder Tisch Kohlenstoff) umbenannt.<\/p>\n<p><strong>Ein Runder Tisch \u2013 f\u00fcr Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p>In einem Dokument mit dem Titel \u201eBeitr\u00e4ge zur Entwicklung der Kohlenstoffm\u00e4rkte in Argentinien\u201c fordert der Runde Tisch Ma\u00dfnahmen ein, die den Investoren Sicherheit bieten, damit das Land \u201edie einzigartige Gelegenheit nutzen kann, sich \u00fcber die Kohlenstoffm\u00e4rkte auf dem Weltmarkt zu positionieren\u201c. Unter anderem wird ein Rechtsrahmen gefordert, der Rechtssicherheit in Bezug auf das Eigentum an Kohlenstoff- und Emissionsminderungsgutschriften bietet, sowie die Festlegung von Kriterien f\u00fcr den Handel. Der Staat d\u00fcrfe so wenig wie m\u00f6glich regulierend eingreifen \u2013 durch ein zentralisiertes Projektregister, aber ohne Erhebung von Steuern, so die Forderung. Gleichzeitig soll der Staat jedoch wirtschaftliche Anreize durch \u201edie Einrichtung eines Fonds oder durch Subventionen f\u00fcr die Planung, Zertifizierung oder Durchf\u00fchrung von Projekten\u201c geben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Regierungszeit von Alberto Fern\u00e1ndez machte die Nationalregierung Fortschritte bei der Ausarbeitung einer nationalen <a href=\"https:\/\/www.argentina.gob.ar\/ambiente\/cambio-climatico\/que-es-el-cambio-climatico\/mercados-de-carbono-en-argentina\">Strategie f\u00fcr die Nutzung der Kohlenstoffm\u00e4rkte<\/a>. Sie legte Ziele und Leitlinien f\u00fcr einen rechtlichen und administrativen Rahmen fest. Die Regierung von Javier Milei hat die Kohlenstoffm\u00e4rkte bereits in die erste Fassung des Omnibus-Gesetzes aufgenommen, das im Nationalkongresskeine Mehrheit fand. In seiner jetzigen Fassung stellte der Vorschlag der nationalen Regierung die <em>Mesa Argentina del Carbono<\/em> jedoch nicht zufrieden. Sie erkl\u00e4rte: \u201eIn seiner jetzigen Fassung konzentriert sich das Gesetz nur auf \u201aemittierende\u2018 Wirtschaftszweige und Aktivit\u00e4ten, sieht aber nicht die M\u00f6glichkeit des Ausgleichs mit Kohlenstoffgutschriften aus Projekten vor, die \u201aau\u00dferhalb\u2018 der zur Reduzierung verpflichteten Aktivit\u00e4ten liegen, wie z. B. forstwirtschaftliche oder landwirtschaftliche Kohlenstoffprojekte.\u201c<\/p>\n<p><strong>Regulierte und freiwillige M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt weltweit zwei gro\u00dfe Kohlenstoffm\u00e4rkte: den geregelten Markt und den freiwilligen Markt. Der regulierte Markt ist verpflichtend und wurde 1997 durch das Kyoto-Protokoll geschaffen. Darin verpflichteten sich die Industriel\u00e4nder, ihre Treibhausgasemissionen zu begrenzen. Gleichzeitig vereinbarten sie aber auch, dass diese Emissionen statt reduziert auch ausgeglichen werden k\u00f6nnen. Und dass dieser Ausgleich nicht unbedingt innerhalb eines Landes erfolgen muss. Freiwillige M\u00e4rkte hingegen funktionieren au\u00dferhalb der offiziellen M\u00e4rkte und erm\u00f6glichen es Unternehmen oder anderen Einrichtungen, Kohlenstoffgutschriften zu kaufen, um ihre Emissionen freiwillig auszugleichen. Sie werden nicht von Regierungen reguliert und arbeiten ohne Emissionsobergrenzen.<\/p>\n<p>In ihrem <a href=\"https:\/\/farn.org.ar\/cpt_documentos\/glosario-mercados-de-carbono\/\">Glossar<\/a> zu den Kohlenstoffm\u00e4rkten erkl\u00e4rt die Stiftung f\u00fcr Umwelt und nat\u00fcrliche Ressourcen FARN, dass Argentinien derzeit \u00fcber kein Emissionshandelssystem verf\u00fcgt (bei dem eine Gesamtobergrenze f\u00fcr Emissionen festgelegt und mit Zertifikaten gehandelt wird), aber mehrere Projekte im Rahmen des Mechanismus f\u00fcr umweltvertr\u00e4gliche Entwicklung (CDM, der mit dem Kyoto-Protokoll verbunden ist) registriert hat. \u201eEs ist noch nicht klar, wie unser Land an den neuen internationalen Kohlenstoffm\u00e4rkten des Pariser Abkommens teilnehmen wird, sobald diese in Kraft treten\u201c, hei\u00dft es. \u201eAndererseits nehmen immer mehr Unternehmen und sogar einige argentinische Provinzen am freiwilligen Markt teil, indem sie Projekte registrieren, um Emissionsgutschriften ausstellen zu k\u00f6nnen, und indem sie Zertifikate zum Ausgleich ihrer Emissionen kaufen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Das Prinzip der \u201eZus\u00e4tzlichkeit\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Damit diese M\u00e4rkte funktionieren k\u00f6nnen, m\u00fcssen mindestens zwei Ideen akzeptiert werden. Die eine ist die des Ausgleichs, d.h. dass die an einem Ort verursachte Verschmutzung an einem anderen Ort, sogar in einem anderen Land oder auf einem anderen Kontinent, ausgeglichen werden kann. Die andere Idee ist die der Zus\u00e4tzlichkeit. Das hei\u00dft, dass das Projekt, das die Kohlenstoffgutschriften erzeugt, f\u00fcr eine zus\u00e4tzliche Kohlenstoffbindung oder -absorption auf dem Planeten sorgt, die es ohne dieses Projekt nicht geben w\u00fcrde. Wenn der Regenwald in Misiones oder die Yungas im Nordwesten schon immer existiert hat, auch bevor es die \u00d6lgesellschaften gab, wie kann er dann jetzt nicht nur den Kohlenstoff absorbieren, den er schon immer absorbiert hat, sondern zus\u00e4tzlich auch noch den Kohlenstoff, der von diesen Gesellschaften ausgesto\u00dfen wird? Weil behauptet wird, dass der Regenwald zerst\u00f6rt w\u00fcrde, wenn es das Projekt nicht g\u00e4be, um Platz f\u00fcr <a class=\"glossaryLink\" style=\"box-sizing: inherit; background-color: transparent; color: var(--color-mainorange); text-decoration: underline; border-bottom-width: 1px; border-bottom-style: dotted; border-bottom-color: #666666;\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.npla.de\/lexikon\/soja\/\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Den Gro\u00dfteil der \u00fcber 250 Millionen Tonnen weltweit angebauten Sojas wird aber zu Futtermittel verarbeitet, das in der Massentierhaltung der Fleischproduktion verf\u00fcttert wird. Lateinamerika geh\u00f6rt zu den Hauptanbaugebieten des gr\u00f6\u00dftenteils genmanipulierten Sojas. Der sog. Sojag\u00fcrtel umfasst Teile von Brasilien, Argentinien, Paraguay, Bolivien und Uruguay und erstreckt sich auf etwa 50 Millionen Hektar. Das meiste lateinamerikanische Soja geht nach China, gefolgt von der Europ\u00e4ischen Union. Etwa 90 Prozent der europ\u00e4ischen Soja-Importe sind f\u00fcr die Tierhaltung bestimmt. Laut Berechnungen des Bundes f\u00fcr Umwelt und Naturschutz (BUND) wird allein f\u00fcr die deutsche Tierproduktion in Lateinamerika Soja auf circa 2,8 Millionen Hektar angebaut (in etwa die Fl\u00e4che Brandenburgs). &lt;\/div&gt;\" data-gt-translate-attributes=\"[{&quot;attribute&quot;:&quot;data-cmtooltip&quot;, &quot;format&quot;:&quot;html&quot;}]\">Soja<\/a> oder eine andere profitablere T\u00e4tigkeit zu schaffen. Oder dass die Praktiken der indigenen Gemeinschaften \u2013 wie die Verwendung von Holz zum Kochen oder zum Bau von H\u00e4usern oder die Rodung eines Teils des Landes f\u00fcr den Anbau \u2013 nicht nachhaltig sind, und mit dem Projekt verbessert w\u00fcrden. Die gleiche Logik gilt auch f\u00fcr andere Projekte. In Projekten f\u00fcr nachhaltige Landwirtschaft wird beispielsweise argumentiert, dass ohne eine solche Initiative die konventionellen landwirtschaftlichen Praktiken, die die B\u00f6den sch\u00e4digen, auf diesen Fl\u00e4chen fortgesetzt w\u00fcrden.<\/p>\n<p><strong>Ablehnung durch internationale Organisationen<\/strong><\/p>\n<p>Im Vorfeld der 28. UN-Klimakonferenz in Dubai im Dezember 2023 hat eine Gruppe internationaler Organisationen den <a href=\"https:\/\/grain.org\/es\/article\/7072-detengamos-el-mercado-de-carbono-ya\">Aufruf \u201eStoppt die Kohlenstoffm\u00e4rkte\u201c<\/a> ver\u00f6ffentlicht. \u201eIn den letzten 20 Jahren hat der Kohlenstoffausgleich echte Ma\u00dfnahmen gegen den Klimawandel behindert, zu Verletzungen der Rechte von Menschen und indigenen V\u00f6lkern gef\u00fchrt und Gemeinschaften, die den Auswirkungen der Rohstoffindustrie und der Klimakrise am st\u00e4rksten ausgesetzt sind, schweren Schaden zugef\u00fcgt\u201c, hei\u00dft es in der Erkl\u00e4rung, die unter anderem von <em>Friends of the Earth International,<\/em> GRAIN, <em>Indigenous Environmental Network<\/em> und dem <em>Oakland Institute<\/em> unterzeichnet wurde. Die neuen Grenzen f\u00fcr den Kohlenstoffausgleich basieren auf einem Wettlauf um die Umwandlung von landwirtschaftlichen B\u00f6den sowie von Meeres- und K\u00fcstengebieten in \u201eAbbauregionen\u201c, von denen die Unternehmen behaupten, dass sie Kohlenstoff binden und neue Kohlenstoffgutschriften erzeugen werden. Aber keine dieser Technologien hat bewiesen, dass sie Kohlenstoff dauerhaft speichern kann\u201c, warnen sie.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung: Annette Brox<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Privatwirtschaft und Regierungen f\u00f6rdern weltweit den Handel mit so genannten Kohlenstoffzertifikaten. So ist ein Markt entstanden, auf dem Unternehmen versprechen, ihre Treibhausgasemissionen durch Projekte auszugleichen, die Kohlenstoff absorbieren. 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