{"id":2553043,"date":"2024-10-07T16:18:26","date_gmt":"2024-10-07T15:18:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2553043"},"modified":"2024-10-07T16:18:26","modified_gmt":"2024-10-07T15:18:26","slug":"muedigkeit-chaos-utopie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/muedigkeit-chaos-utopie\/","title":{"rendered":"M\u00fcdigkeit, Chaos, Utopie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jede gesellschaftliche Umw\u00e4lzung hat ihren Ursprung in der Utopie einer Minorit\u00e4t. Diese setzt die ersten Schritte, um die als negativ verstandene Realit\u00e4t abzusch\u00fctteln. Konkrete Taten, in denen sich die Utopie spiegelt, dienen dazu, m\u00f6glichst viele Menschen positiv anzusprechen und sie f\u00fcr das Vorhaben zu begeistern. Die Last der Ver\u00e4nderung wird von der Masse getragen. Wenn sie sich bewegt, wird die Realit\u00e4t von der Utopie \u00fcberrollt. Der \u00dcbergang vom Jetzt ins Morgen ist die Revolution. So war es zumindest in der Vergangenheit. In der Gegenwart ist die Masse m\u00fcde. Sie bewegt sich nicht. In dieser Vorphase der gesellschaftlichen Agonie, wird die Zukunft f\u00fcr ein \u00dcbermorgen von Menschen erfunden, die azyklisch denken und handeln und die sich in agilen und kleinteiligen Strukturen organisieren, um nach dem systembedingten Chaos, das die Revolution der Massen ersetzt, zu erbl\u00fchen.<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Gunther Sosna<\/em><\/p>\n<p>Im Neoliberalismus wurde das Ich zum Kult erhoben und das Subjekt seiner sozialen Substanzen beraubt. Dieser Schachzug hat die Gesellschaften im ersten Schritt fragmentiert und in der digitalen Epoche atomisiert. Sinn und Zweck der Existenz sind nun auf den Mikrokosmos Ich verengt. Durch wohlwollend \u201estrenge Regeln\u201c gez\u00fcchtigt und politisch geb\u00e4ndigt durch moralisierende Belehrungen, die sich der \u201emoderne\u201c Ich-Mensch wie ein Psychiater selbst verordnet, wandelt er auf dem ihm zugewiesenen Spaltenboden der \u201eFreiheit\u201c. Dessen Grundfl\u00e4che wird von den Dienern der Kapitalmacht weiter reduziert, die danach trachtet, alles und jeden dem \u201efreien Markt\u201c einzuverleiben und in Rendite zu verwandeln. Die intellektuelle Bewegungslosigkeit kennzeichnet den Endpunkt von Widerstand und den Beginn der Agonie.<\/p>\n<h3><strong>Der Terror des Gleichen<\/strong><\/h3>\n<p>Der Philosoph Byung-Chul Han, der in Essays wie \u201eM\u00fcdigkeitsgesellschaft\u201c (1) oder \u201eVom Verschwinden der Rituale\u201c (2) die Bestandteile des kapitalistischen Selbstausbeutungssystems identifizierte, zog schon 2014 in seinem Aufsatz \u201eWarum heute keine Revolution m\u00f6glich ist\u201c (3) nachvollziehbar einen tempor\u00e4ren Schlussstrich unter die Vision einer Umw\u00e4lzung der Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<p>Der Leistungsdruck hat die Menschen vereinzelt. Das Urvertrauen wurde zerst\u00f6rt und durch Bindungslosigkeit ersetzt. Die pers\u00f6nliche Karriere hat den Platz der Familie eingenommen, Kinder die Rolle eines Luxusartikels. Die Solidarit\u00e4t der Generationen ist aufgek\u00fcndigt. Unsexy ist, wer sich um die Seinen k\u00fcmmert. Das als objektiv angenommene Wissen von der Welt ist durch mediale Filterung auf wenige Narrative verengt, die sich als subjektive Wahrheiten im Ich verankern \u2013 \u201eDu bist Freiheit\u201c, \u201eDu bist Demokratie\u201c, \u201eDu bist Markt\u201c.<\/p>\n<p>Jeder sei einzigartig, hei\u00dft es, und kann sein, wer und was er will. Die Sozialisation als komplexer Prozess der Identit\u00e4tsbildung ist damit abgewickelt. Eingeschworen auf die Illusion personeller Bedeutung und angefixt mit einem Cocktail aus st\u00e4ndiger Eile, Betroffenheit ohne pers\u00f6nlichen Bezug und der Sehnsucht nach einer nie erreichbaren Perfektion des Ich, sind die \u201eUser\u201c im Sinne global vernetzter Verwertungsinteressen umgeformt. Sie tr\u00e4umen vom Individualismus und leben im Konformismus. In den \u201esozialen\u201c Medien, an digitalen Pinnw\u00e4nden und auf Blogs stehen die Ichs als konkurrierende Varianten ein und desselben Angebots im Schaufenster. Es herrscht der von Han beschriebene Terror des Gleichen.<\/p>\n<p>Das Leben in der digitalen Epoche duldet keine Privatsph\u00e4re und keine Verbindlichkeit. Es fordert die freiwillige Preisgabe des Intimen ein und kultiviert im Sog der \u00dcberschleunigung die Oberfl\u00e4chlichkeit. Gefeiert wird, wer sich selbst beklatscht. R\u00e4umlich-zeitliche Konstanten weichen unsteter Wanderung. Die zwischenmenschliche Verbundenheit, in ihrer h\u00f6chsten Stufe ausgedr\u00fcckt in Liebe, Zuneigung und Z\u00e4rtlichkeit, wurde in eine W\u00fcste individueller Einsamkeit verwandelt. In dieser H\u00f6lle emotionaler Dysfunktionalit\u00e4t reproduziert sich eine anhaltende Unzufriedenheit mit dem Ich. Ecken und Kanten verschwinden. Fremdanspr\u00fcchen zu gen\u00fcgen, die zum Eigenanspruch umgedeutet sind, ist als Pers\u00f6nlichkeitsmerkmal ins Selbstverst\u00e4ndnis eingesickert. Die Biografie des Ich-Menschen b\u00fcndelt sich in Skills, Zust\u00e4nden und Diagnosen. Belastende Indizien sind die mit Botox gegl\u00e4tteten Gesichter, aus denen die Geschichten des Lebens getilgt sind.<\/p>\n<p>Entgegenkommen, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit sind dem Selbst entrissen. Sie dienen jetzt als Mittel, um Mehrwert zu erzielen. Angebot und Nachfrage verschmelzen im Sein. Die sozialen Beziehungen sind \u00f6konomisiert. Die Belastung der st\u00e4ndigen Selektion, die an der Rampe des Anspruchs die n\u00fctzlichen von den unn\u00fctzen Beziehungen trennt, verschlingt die letzten Energiereserven.<\/p>\n<h3><strong>Im Auge des Sturms<\/strong><\/h3>\n<p>\u201eDas neoliberale Regime\u201c, sagt Han, \u201everwandelt die Fremdausbeutung in die Selbstausbeutung\u201c (4). Der K\u00f6rper ist eine Nutzmaschine, der Geist eine Bleimine. Der \u201eneue\u201c Ich-Mensch ist sein eigener Knecht, Ausbeuter und Unterdr\u00fccker, der sich selbst mit Aggression begegnet. Sich zu besaufen, Drogen einzuwerfen oder Gl\u00fcckspillen zu schlucken, um diesen Alptraum zu ertragen, ist eine logische Reaktion. Der Mix aus Anpassungs- und Erfolgsdruck, eine nie nachlassende Auspeitschung des Ich, verursacht Pein. Sie verlangt nach Linderung.<\/p>\n<p>Im reichen Europa, das nur k\u00fcnstlichen Mangel kennt und nie Zufriedenheit ausstrahlt, steigt seit 20 Jahren der Konsum von Antidepressiva, Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmitteln kontinuierlich an. Und selbstverst\u00e4ndlich werden heimlich Stimulanzien und Drogen benutzt, um fr\u00f6hlich durch den stressigen Tag zu kommen und die Erosion der Ich-Verpackung zu verhindern. Spanien, \u00d6sterreich, Frankreich, Deutschland, Niederlande und so weiter: \u00dcberall dort, wo das Regime des Neoliberalismus seine Fahne aufgestellt hat, dr\u00f6hnt sich ein signifikanter Anteil der Bev\u00f6lkerung zu. (5, 6, 7)<\/p>\n<p>Sich mit dem Bedr\u00fccker zu arrangieren und durch Unterwerfung die Illusion von Freiheit aufrecht zu erhalten, ist eine andere Taktik. Ein an den Bedr\u00fccker und seine Narrative gerichtetes \u201eNein!\u201c wird vermieden, um sich die Eisesk\u00e4lte aus Denunziation und Ausgrenzung zu ersparen. Das aus Kaiserreich und NS-Staat bekannte \u201eJawohl\u201c und der \u201eGef\u00e4llt mir\u201c-Button segnen den Wahnsinn des Krieges ab und den soziokulturellen Gagaismus einer \u201ePolitical Correctness\u201c, die Normen, Werte und Begriffe verdreht und sozialen Ausschluss, Marginalisierung und Herabw\u00fcrdigung f\u00f6rdert. In der uniformen Widerspruchslosigkeit vollendet sich die Kr\u00fcmmung des eigenen Verhaltens.<\/p>\n<p>Insofern hat Byung-Chul Han recht, wenn er der Masse keine Revolution zutraut. Depressive und antisoziale Ich-Menschen, in denen sich der Markt als verinnerlichte Haltung manifestiert, sind in der Tat ungeeignet f\u00fcr eine Umw\u00e4lzung der unertr\u00e4glichen Verh\u00e4ltnisse. Der Zoon politikon, das soziale und politische Lebewesen, das den Aufstieg in das digitale B\u00fcrgertum geschafft hat, ist f\u00fcr diesen gewaltigen Schritt, der das System der Vernutzung vom Thron st\u00fcrzt, viel zu ersch\u00f6pft. Er meutert nicht, sabotiert keine Kriege und bei\u00dft nicht nach der lieblosen Hand, die ihn f\u00fcttert, wenn er gehorcht. Er ist sediert. Jedenfalls tempor\u00e4r, bis ihn Unordnung und Verwirrung wachk\u00fcssen, die den geistigen Tod der neoliberal verstrahlten Gesellschaften begleiten.<\/p>\n<p>Im Auge des Sturms wird Freiheit f\u00fcr diejenigen zur Tugend, die gegen ihre emotionale Entleerung und die Vergiftung des Sozialen revoltieren. Sie suchen nicht das Gestern in einer idealisierten Vergangenheit, die nicht weniger unfrei war als die Gegenwart, sondern erfinden jetzt und sofort die Zukunft: eine Welt freier und sozial agierender Menschen, die sich kleinteilig organisieren, Netzwerke gegenseitiger Unterst\u00fctzung erschaffen und friedlich koexistieren, um gemeinsam H\u00fcter des Garten Edens zu sein, in dem sie nach dem Ende des Elends leben werden. Diese Utopie versteckt sich im Chaos, dem die Zivilisation der Ich-Menschen entgegenrennt. Und niemand wird sie aufhalten. Niemand &#8230;<\/p>\n<p><em>Der Artikel erschien auf <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/mudigkeit-chaos-utopie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">manova.news<\/a>.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Quellen und Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>(1) Byung-Chul Han: M\u00fcdigkeitsgesellschaft (Verlag Matthes &amp; Seitz, Berlin 2010).<br \/>\n(2) Byung-Chul Han: Vom Verschwinden der Rituale. Eine Topologie der Gegenwart (Ullstein Verlag, Berlin 2019).<br \/>\n(3) Byung-Chul Han (3.9.2014): Warum heute keine Revolution m\u00f6glich ist. Verf\u00fcgbar auf <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neoliberales-herrschaftssystem-warum-heute-keine-revolution-moeglich-ist-1.2110256\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neoliberales-herrschaftssystem-warum-heute-keine-revolution-moeglich-ist-1.2110256<\/a>, abgerufen am 17.9.2024.<br \/>\n(4) Byung-Chul Han: Psychopolitik &#8211; Neoliberalismus und die neuen Machttechniken (S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2014).<br \/>\n(5) Euronews (16.11.2022): Psychopharmaka in Europa &#8211; In welchem Land werden die meisten Antidepressiva genommen? Verf\u00fcgbar auf <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/gesundheit\/2022\/11\/16\/psychopharmaka-in-europa-welches-land-setzt-die-meisten-antidepressiva-ein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.euronews.com\/gesundheit\/2022\/11\/16\/psychopharmaka-in-europa-welches-land-setzt-die-meisten-antidepressiva-ein<\/a>, abgerufen am 18.9.2024.<br \/>\n(6) Arzt &amp; Wirtschaft (14.10.2022): Mentale Gesundheit &#8211; Antidepressiva-Konsum nimmt zu. Verf\u00fcgbar auf <a href=\"https:\/\/www.arzt-wirtschaft.de\/vermischtes\/infografik-der-woche\/mentale-gesundheit-antidepressiva-konsum-nimmt-zu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.arzt-wirtschaft.de\/vermischtes\/infografik-der-woche\/mentale-gesundheit-antidepressiva-konsum-nimmt-zu<\/a>, abgerufen am 18.9.2024.<br \/>\n(7) Welt (13.9.2016): So viele Menschen werfen heimlich Tabletten ein. Verf\u00fcgbar auf <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article158097359\/So-viele-Menschen-werfen-heimlich-Tabletten-ein.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article158097359\/So-viele-Menschen-werfen-heimlich-Tabletten-ein.html<\/a>, abgerufen am 18.9.2024.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jede gesellschaftliche Umw\u00e4lzung hat ihren Ursprung in der Utopie einer Minorit\u00e4t. Diese setzt die ersten Schritte, um die als negativ verstandene Realit\u00e4t abzusch\u00fctteln. 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