{"id":2551768,"date":"2024-10-02T18:05:45","date_gmt":"2024-10-02T17:05:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2551768"},"modified":"2024-10-02T18:05:45","modified_gmt":"2024-10-02T17:05:45","slug":"rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/","title":{"rendered":"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung &#8211; Kampfbegriff oder reales Problem?"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Diskussionspapier der Initiative \u201e<em>Nie wieder Krieg \u2013 Die Waffen nieder\u201c<\/em><\/strong><\/h3>\n<p>Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges spielt seit einiger Zeit das Narrativ von der Rechtsoffenheit der Friedensbewegung eine zunehmende Rolle. Besonders massiv vorgetragen wurde es gegen die gro\u00dfe Friedenskundgebung im Februar 2023 in Berlin, initiiert von Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht. Die F\u00fchrung hatte dabei das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen mit einer massiv manipulativen Berichterstattung, sekundiert von den \u00fcbrigen Leitmedien.<\/p>\n<p>Die Funktion dieser Demagogie besteht darin, die Gegner der herrschenden Kriegspolitik als Feinde der Demokratie zu markieren und so mundtot zu machen. Denn angesichts der weit verbreiteten Skepsis in der Bev\u00f6lkerung gegen den amtlichen Bellizismus muss an der medialen Heimatfront mit allen Mitteln das Ziel eines milit\u00e4rischen Siegs der Ukraine mehrheitsf\u00e4hig gemacht werden.<\/p>\n<p>Der Vorwurf der Rechtsoffenheit oder gar rechts zu sein ist schwerwiegend und wirkt daher auf so manche einsch\u00fcchternd, die sich eigentlich gern engagieren w\u00fcrden. Sie ziehen sich dann aus Protesten zur\u00fcck und \u00e4u\u00dfern ihre Meinung allenfalls noch hinter vorgehaltener Hand.<\/p>\n<p>Leider wird das Narrativ von der Rechtsoffenheit gegenw\u00e4rtig auch von manchen Kr\u00e4ften in der Friedensbewegung verbreitet. Mit jenen, die nicht in gleichem Atemzug auch die NATO-Positionen \u00fcbernommen haben, verbindet uns aber nach wie vor das Eintreten f\u00fcr einen Verhandlungsfrieden und die Ablehnung von Militarisierung und Aufr\u00fcstung. Umso wichtiger ist es daher, die Diskussion innerhalb der Bewegung zu f\u00fchren. Dazu soll der vorliegende Text beitragen.<\/p>\n<h3><strong>Wie mit neuartigen Protestbewegungen umgehen?<\/strong><\/h3>\n<p>Zentrum der Meinungsverschiedenheiten ist die Frage nach dem Umgang mit neuen und neuartigen Protestbewegungen. Das ist kein spezifisches Problem der deutschen Friedensbewegung. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg standen soziale Bewegungen, darunter auch die Friedensbewegung, meist von Anfang an unter der Hegemonie linker oder progressiver Kr\u00e4fte. Diese Zeiten sind allerdings vorbei. Mit den gesellschaftlichen Umbr\u00fcchen und multiplen Krisen in fast allen L\u00e4ndern des \u201ademokratischen Kapitalismus\u2018 sind zwar viele neue Anl\u00e4sse f\u00fcr Protest entstanden. Aber angesichts des Niedergangs und der Schw\u00e4che der gesellschaftlichen Linken ist dieser Protest politisch und ideologisch meist diffus, von Widerspr\u00fcchen durchzogen und in seiner Zusammensetzung oft sehr heterogen.<\/p>\n<p>Typische Beispiele sind die Bewegung der <em>Gelbwesten <\/em>in Frankreich oder die <em>Cinque Stelle <\/em>in Italien (vor ihrer Formierung zur Partei), die Hunderttausende mobilisieren konnten. Die Linke wurde davon v\u00f6llig \u00fcberrascht, und einige hatten gro\u00dfe Probleme, damit umzugehen. So behaupteten manche, die Gelbwesten seien von der extremen Rechten gesteuert oder gar antisemitisch.<\/p>\n<p>Wenn eine solche neuartige Bewegung auftritt, besteht angesichts ihrer Heterogenit\u00e4t und politischen Nicht-Determiniertheit in der Tat eine gewisse Offenheit \u2013 aber nach allen Seiten hin. Entscheidend ist in einer solchen Situation, welche Orientierung sich im weiteren Gang der Dinge durchsetzt. Politik ist nicht statisch, sondern prozesshaft. Wer von vorneherein glaubt, dass eine solche Bewegung vom Start weg sofort den Anspr\u00fcchen etablierter linker Organisationen gen\u00fcgen m\u00fcsse, hat nicht verstanden, wie soziale Bewegung und politische Meinungsbildung an der Basis der Bev\u00f6lkerung heute funktionieren. Das B\u00fcndel von au\u00dfergew\u00f6hnlichen Krisen, die die Gesellschaften ersch\u00fcttern, und der zunehmende Kontrollverlust auf Herrschaftsseite f\u00fchren zu enormer Verunsicherung und Orientierungslosigkeit. Wenn Menschen sich dann zu Protest organisieren, ist das zun\u00e4chst einmal ein Akt der Selbsterm\u00e4chtigung. Was dann daraus wird, h\u00e4ngt zwar nicht nur, aber auch in hohem Ma\u00dfe davon ab, wer in den weiteren Prozess mit welchen Zielen eingreift.<\/p>\n<p>Die AfD u.a. Rechte haben das begriffen und bem\u00fchen sich um Hegemonie \u00fcber neue Protestbewegungen. Verkennt die Linke jedoch die Heterogenit\u00e4t und Offenheit neu entstehender Bewegungen und verzichtet auf Eingriffsm\u00f6glichkeiten, weil sie glaubt, vermeintlich lupenreine Gewissheiten verteidigen zu m\u00fcssen, ist das Kapitulation vor den neuen Herausforderungen, quasi Selbstmord aus Angst vorm Tod.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich besteht dabei, wie bei allem politischen Engagement, das Risiko des Scheiterns.<\/p>\n<p>Bei den Gelbwesten begaben sich Teile der Linken, darunter <em>La France Insoumise<\/em>, <em>Attac Frankreich <\/em>und einige Gewerkschaften, in die Bewegung hinein. Sie haben dabei darauf verzichtet, ihre eigene politische Identit\u00e4t durchzudr\u00fccken. Stattdessen diskutierten sie, organisierten Erfahrungen und Lernprozesse auch f\u00fcr politisch unbeschriebene Bl\u00e4tter, naive oder in Irrt\u00fcmern befangene Mitstreiter. Nicht jeder, der auf die Stra\u00dfe geht, hat Faschismustheorie und einschl\u00e4gige historische Kenntnisse intus. Zwar wurden die Gelbwesten nicht die neue Avantgarde auf dem Weg in linke Utopien, aber die Versuche, die Bewegung von rechts zu instrumentalisieren, scheiterten. Das ist mal erfolgreiche Antifa.<\/p>\n<p>Lehrreich im negativen Sinn ist in diesem Zusammenhang dagegen der Umgang mit der Massenbewegung f\u00fcr einen kostenlosen \u00d6PNV in Brasilien 2013: die Arbeiterpartei (PT) und weite Teile der Linken, darunter die Landlosenbewegung MST, bek\u00e4mpften die Bewegung offensiv. Dadurch gewann die Rechte die Sympathien der Stra\u00dfe, was dann ein wesentlicher Faktor f\u00fcr den sp\u00e4teren Erfolg Bolsonaros war.<\/p>\n<p>Die Linke muss sich unter den aktuellen Bedingungen auch hierzulande auf die Komplexit\u00e4t der neuen Verh\u00e4ltnisse einlassen. Die Frage ist, wie geht man mit Widerspr\u00fcchlichem, mit Ambivalenz, mit Unfertigem, oder oft einfach nur mit Unwissenheit um. Gebraucht werden eine fundierte Analyse und eine entsprechende Strategie. Opportunistische Anpassung oder politische Beliebigkeit w\u00e4ren freilich der falsche Weg. Es bleibt klar: Faschismus, Antisemitismus, Rassismus, nationalistische, v\u00f6lkische \u00dcberlegenheitsideologien und d\u00e4monisierende Feindbilder haben in der Friedensbewegung nichts zu suchen.<\/p>\n<h3><strong>Begriffliche Klarheit statt Kampfbegriffe<\/strong><\/h3>\n<p>Fundierte Analyse der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse hei\u00dft als erstes, Klarheit in die Diffusit\u00e4t um zentrale Begrifflichkeiten wie \u201a<em>rechts\u2018 <\/em>und \u201a<em>rechtsoffen\u2018 <\/em>zu bringen.<\/p>\n<p>Als rechts galten bis in die \u00c4ra Kohl die CDU\/CSU und Umfeld, denen ein einigerma\u00dfen koh\u00e4rentes Weltbild zugeordnet wurde: wirtschafts- und sozialpolitisch kapitalistischen Interessen verpflichtet, innenpolitisch f\u00fcr Law &amp; Order, kulturell konservativ und au\u00dfenpolitisch strikt transatlantisch mit Affinit\u00e4t zum Milit\u00e4rischen. Links dagegen hie\u00df: den Lohnabh\u00e4ngigen verpflichtet, innenpolitisch liberal und Demokratisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen einfordernd, im kulturellen Habitus progressiv, und au\u00dfenpolitisch f\u00fcr Entspannung und Abr\u00fcstung, internationale Solidarit\u00e4t sowie Distanz zum Milit\u00e4rischen.<\/p>\n<p>Mit dem Triumph des Neoliberalismus begann die traditionelle Links-Rechts-Konfiguration jedoch zu erodieren. Mit <em>New Labour <\/em>\u2013 in Deutschland mit Gerhard Schr\u00f6der als \u201a<em>Genosse der Bosse\u2018 <\/em>\u2013 begann die Entfremdung zwischen Lohnabh\u00e4ngigen und Sozialdemokratie und deren Abstieg in fast allen L\u00e4ndern des \u201ademokratischen Kapitalismus\u2018. Die soziale Frage, die immer der harte Kern des Begriffs \u201alinks\u2018 war, wurde durch den Neoliberalismus zwar enorm versch\u00e4rft, verlor aber zunehmend ihre Repr\u00e4sentation im politischen System.<\/p>\n<p>Hinzu kommt eine f\u00fcr unser Thema zweite, wichtige Entwicklung: Seit etwa einem Jahrzehnt werden Politiken hegemonial, die sich gegen die Diskriminierung von Frauen und Minderheiten (POCs, LBQTI+ etc.) richten. Auch die geh\u00f6ren schon immer zum traditionellen Bestand linker Programmatik. Sie bleiben auch nach wie vor emanzipatorisch &#8211; wenn man einmal von \u00dcbertreibungen und Exzessen absieht, wie sie schon immer am Rand emanzipatorischer Bewegungen aufzutreten pflegen.<\/p>\n<p>Wenn dann aber ein transnationaler Konzern wie <em>Amazon, <\/em>ber\u00fcchtigt daf\u00fcr, jede gewerkschaftliche Aktivit\u00e4t im Keim zu ersticken, mit dem Foto einer Muslima im Hidschab nach Arbeitskr\u00e4ften sucht, dann verwischt dieser \u201eprogressive Neoliberalismus\u201c (Nancy Fraser) die klare Trennung zwischen links und rechts. \u00c4hnliches gilt, wenn beim Christopher Street Day 2023 in Berlin an der Spitze der Demo der ukrainische Botschafter und ein ganzer Block l\u00e4uft, der den aggressiven Nationalismus Kiews und Krieg bis zum Sieg propagiert &#8211; und so Kompatibilit\u00e4t zwischen Bellizismus und linker Identit\u00e4tspolitik herstellt.<\/p>\n<p>Die relative Koh\u00e4renz linker wie rechter Weltbilder befindet sich in Aufl\u00f6sung, und die einstmals eindeutigen Begriffe sind auch innerhalb der jeweiligen Lager umstritten. Wer heute \u00fcber \u201a<em>rechts<\/em>\u2018 redet, steht deshalb in der Pflicht, pr\u00e4zise zu sagen, was damit gemeint ist. Das gilt umso mehr, wenn man \u201a<em>rechts<\/em>\u2018 zum Zentrum eines Diskursfeldes macht, zu dem Faschismus, Antisemitismus, Rassismus u.a. vergleichbar antihumanistische Ideologien geh\u00f6ren. Oft wird dann \u201a<em>rechts\u2018 <\/em>auch prompt mit Faschismus, Antisemitismus etc. gleichgesetzt. Wir halten es dagegen f\u00fcr notwendig, weiterhin zwischen der konservativen Rechten und jenem Teil des politischen Spektrums zu unterscheiden, das gemeinhin als \u201arechtsextrem\u2018 bezeichnet wird, also den Anh\u00e4ngern von v\u00f6lkischen, rassistischen, antisemitischen, nationalistischen und anderen Ideologien, die eine Ungleichheit von Menschen(gruppen) behaupten. Auch Auffassungen, die sich der Rechts-Links-Polarit\u00e4t entziehen, k\u00f6nnen nicht von vorneherein und pauschal als \u201a<em>rechts\u2018 <\/em>eingeordnet werden.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass die Rede von der \u201a<em>Rechtsoffenheit\u2018 <\/em>die Diffusit\u00e4t der Begriffe noch um einiges erh\u00f6ht, sodass sie in v\u00f6llig nebul\u00f6ser Beliebigkeit endet. Sie wird dann zum N\u00e4hrboden f\u00fcr eine Unkultur permanenter Verd\u00e4chtigung und Denunziation, befeuert von selbsternannten Tugendw\u00e4chtern. Auf solchem Treibsand lassen sich urspr\u00fcnglich sinnvolle Begriffe leicht als Kampfbegriffe missbrauchen. Es geht dann nicht mehr darum, die Wirklichkeit zu verstehen, sondern die Begriffe f\u00fcr die Ausgrenzung von Positionen, Personen und Gruppen zu instrumentalisieren.<\/p>\n<h3><strong>Ausweitung der diskursiven Kampfzone<\/strong><\/h3>\n<p>Dieser Missbrauch ist Begleiterscheinung der krisenbedingten Polarisierung und des Verfalls demokratischer Diskussionskultur in vielen Gesellschaften. Die Mutation von Begriffen zu Kampfbegriffen wird in erster Linie in der sog. Mitte der Gesellschaft und von ihren Funktionseliten betrieben. Das f\u00e4ngt an mit der Inflation von Hitlervergleichen. Milosevic, Saddam Hussein, Gaddafi, Putin &#8211; alles Wiederg\u00e4nger Hitlers. Der polnische Ministerpr\u00e4sident Morawiecki lehnt Verhandlungen mit Russland mit dem Argument ab: \u201e<em>W\u00fcrden sie mit Hitler verhandeln<\/em>?\u201c Und der Ukrainekrieg wird bar jeder Kenntnis des Nazi-Krieges im Osten auch in der sog. Qualit\u00e4tspresse als \u201eVernichtungskrieg\u201c etikettiert.<\/p>\n<p>Vorl\u00e4ufer einer solchen Banalisierung und Begriffsentleerung erleben wir seit Jahren mit dem Antisemitismusvorwurf. Wer war da nicht schon Zielscheibe: Obama, Goethe und Schiller, die UNO, der Corona-Beauftragte der israelischen Regierung, die Anh\u00e4nger einer Finanztransaktionssteuer, der EuGH, Fridays for Future u.v.a.m. Ein Beispiel, das besonders sch\u00f6n in diesen Kontext passt, ist die Unteilbar-Demo 2018 mit \u00fcber 200.000 Teilnehmern, \u00fcber die das Springer-Blatt <em>Die Welt <\/em>behauptet, sie sei \u201e<em>von<\/em><em> Antisemitismus-Vorw\u00fcrfen\u201c <\/em>\u00fcberschattet (Welt Online, 17.10.2018).<\/p>\n<p>An dem Fall wird auch ein weiteres Merkmal des inflation\u00e4ren Gebrauchs solcher Kampfbegriffe sichtbar: ihre Protagonisten ma\u00dfen sich gern die Definitionshoheit \u00fcber Antisemitismus, Faschismus, Rassismus u.\u00e4. an, Themen, \u00fcber die in den Sozialwissenschaften auch Fachleute kontroverse Debatten f\u00fchren, wie z.B. zwischen den Anh\u00e4ngern der <em>Jerusalemer Definition <\/em>von Antisemitismus und jener der International <em>Holocaust Remembrance Alliance<\/em>. Es besteht kein Anlass, sich von der arroganten Indienstnahme dieser Begriffe durch einige linke Milieus ins Bockshorn jagen zu lassen.<\/p>\n<p>Unber\u00fchrt davon ist, dass es nat\u00fcrlich real Faschisten, Antisemiten etc. gibt, gegen die sich demokratisch gesinnte Menschen klar positionieren m\u00fcssen. Eine Friedensbewegung, die ihre humanistische Grundhaltung ernst nimmt, kann sich aber leichtfertige Zuschreibungen nicht leisten.<\/p>\n<p>Noch glitschiger wird das Terrain mit einigen neue Kreationen im Arsenal der Kampfbegriffe: Verschw\u00f6rungstheorie bzw. -ideologie, Wissenschaftsfeindlichkeit, Irrationalismus und Esoterik. Zun\u00e4chst muss man festhalten, dass sie in einer anderen Liga spielen als Faschismus und Antisemitismus. Eine Gleichsetzung bedeutet pure Verharmlosung. Zwar sind sie oft Teilmomente von Faschismus und Antisemitismus, aber diese haben kein Monopol darauf. Man findet sie millionenfach in der Gesellschaft. Ein Beispiel: in den programmatischen Schriften von Christen, Juden und Muslimen \u2013 Bibel, Koran, Thora sowie den Edikten ihrer P\u00e4pste, Oberrabbiner und Imame \u2013 wimmelt es nur so von Irrationalismus und Esoterik. W\u00fcrde man diese Ausgrenzungskriterien konsequent anwenden, d\u00fcrften zuk\u00fcnftig Demos mit mehr als hundert Leuten sehr selten werden.<\/p>\n<p>Und vor allem liefern auch hier die Herrschaftsmilieus das Vorbild, z.B. f\u00fcr Verschw\u00f6rungstheorien. Wenn Hillary Clinton ihre Wahlniederlage gegen Donald Trump einer Kampagne des Kremls zuschreibt, Emmanuel Macron bei einem Hackerangriff auf seinen Wahlkampfcomputer schon nach einer halben Stunde genau wei\u00df, dass die B\u00f6sewichte Russen sind, oder der Gr\u00fcne Anton Hofreiter j\u00fcngst zur Erkl\u00e4rung des BREXIT den Einfluss \u201e<em>russischer Desinformation<\/em>\u201c heranzieht (Die Welt, 25.7.2023; S.4), dann ist das nur die Spitze des verschw\u00f6rungsideologischen Eisbergs. In den Leitmedien werden solche Fake News meist unkritisch \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Auch hier gibt es, wie beim Thema Rechtsoffenheit, eine Konvergenz zwischen Mainstream und sich als links verstehenden Gruppen, wie z.B. den sog. Antideutschen, deren Ideologie in einige Organisationen der Friedensbewegung Eingang gefunden hat.<\/p>\n<p>Eine wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang die sozialen Medien und alternativen Informationsquellen im Internet. Sie stellen die Informations- und Interpretationshoheit der etablierten Massenmedien und staatlicher Stellen in Frage. Das bietet neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr kritische Gegen\u00f6ffentlichkeit von links, aber auch f\u00fcr viel Irrationales sowie Propaganda von rechts. Dennoch darf die Entscheidung, was Fake-News sind, nicht den Leitmedien und der staatstragenden Politik \u00fcberlassen werden.<\/p>\n<h3><strong>Praktische Konsequenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Die Erfolge der AfD sind ein ernstes Problem. Hinzu kommt f\u00fcr die Friedensbewegung die Schwierigkeit, dass die AfD \u2013 anders als die postfaschistische Regierungschefin Italiens, die stramm auf NATO-Linie liegt -, f\u00fcr den Stopp von Waffenlieferungen und Sanktionen sowie einen Verhandlungsfrieden mit Russland eintritt. Das tut sie nicht aus anti-militaristischen oder friedenspolitischen Motiven. Denn abgesehen davon, dass sie damit Protest gegen den regierungsamtlichen Bellizismus auf ihre parteipolitischen M\u00fchlen lenken will, setzt sie sich zugleich f\u00fcr Aufr\u00fcstung und eine starke Bundeswehr ein.<\/p>\n<p>Es ist klar, dass es keine Zusammenarbeit mit der AfD, ihren Unterorganisationen und ihren Funktion\u00e4ren gibt. Das gleiche gilt f\u00fcr Kr\u00e4fte, die gezielt eine Querfront zwischen der extremen Rechten und Linken propagieren, wie J\u00fcrgen Els\u00e4sser mit seiner Zeitschrift \u201eCompact\u201c. Entsprechendes gilt nat\u00fcrlich f\u00fcr andere Rechtsextreme (NPD, ihre Nachfolgeorganisation etc.).<\/p>\n<p>Keine Zusammenarbeit hei\u00dft: keine gemeinsamen Aufrufe bei Stra\u00dfenaktionen, keine Redebeitr\u00e4ge von rechtsextremen Personen, die Unterbindung &#8211; soweit m\u00f6glich &#8211; von entsprechenden Transparenten und Symbolen, bei Publikationen und Online-Medien keine Auftritte in AfD-Medien.<\/p>\n<p>Schwieriger ist die Situation bei Podiumsdiskussionen\/Talk-Shows, die von dritter Seite organisiert werden. In diesem Fall ist eine Teilnahme legitim, um der AfD u.\u00e4. nicht das Feld zu \u00fcberlassen. Dabei muss auf die Motive der extremen Rechten hingewiesen und das eigene Profil in deutlicher Abgrenzung herausgestellt werden.<\/p>\n<p>Die Friedensbewegung darf sich nicht instrumentalisieren lassen, auch nicht von politischen Parteien f\u00fcr ihre Wahlkampagnen. Nat\u00fcrlich ist es gut, wenn Mitglieder aus Parteien, die nicht unter die o.g. Kriterien f\u00fcr Rechtsextremismus fallen, die Friedensbewegung unterst\u00fctzen. Doch die Friedensbewegung muss stets unabh\u00e4ngig sein und ihr eigenes Profil immer deutlich herausstellen.<\/p>\n<p>Es hat sich eine Protestlandschaft entwickelt, die in vielen F\u00e4llen keine Instrumentalisierung der Friedensfrage anstrebt, sondern friedenspolitisch motiviert ist. Damit sind jene Kr\u00e4fte gemeint, die oben als politisch nicht determiniert skizziert wurden. Es sind Einzelpersonen, aber auch organisierte B\u00fcrgerinitiativen, die ihre Wurzeln urspr\u00fcnglich in anderen Themen haben, z.B. den Protesten gegen die Corona-Ma\u00dfnahmen. Kooperation mit solchen Gruppen und Menschen unter der Voraussetzung klarer Absprachen \u00fcber Inhalte und Formen einer gemeinsamen Aktion sind dabei notwendig. So wie eine katholische Organisation zur Zusammenarbeit willkommen ist, solange sie andere nicht zur unbefleckten Empf\u00e4ngnis Mari\u00e4 bekehren will, so ist ein anthroposophischer Impfgegner willkommen, solange er sich auf gemeinsame friedenpolitische Positionen konzentriert.<\/p>\n<p>Es werden sich nicht alle Eventualit\u00e4ten vorab in Regelungen erfassen lassen. Daher ist die st\u00e4ndige \u00dcberpr\u00fcfung von Erfahrungen mit der hier umrissenen Strategie und Taktik notwendig, um ggf. Korrekturen vornehmen zu k\u00f6nnen. Das bedeutet allerdings nicht, sich auf Methoden einzulassen, mit denen in geradezu geheimdienstlicher Manier vermeintlich verd\u00e4chtigen Kontakten nachgesp\u00fcrt wird, um sie dann bei passender Gelegenheit zu skandalisieren. Damit wird ein Klima des Verdachts und der Denunziation erzeugt. Zumal die dabei gewonnen \u201eErkenntnisse\u201c sich immer mal wieder als Fake herausstellen.<\/p>\n<p>Konfrontative Abwehr gegen alles, was nicht die \u2013 wie immer definierte \u2013 reine Lehre ist, endet letztlich in sektenhafter Selbstisolierung von den Realit\u00e4ten unserer Gesellschaft. Eine Zusammenarbeit mit Kr\u00e4ften, die die Anliegen der Friedensbewegung teilen und nicht dem faschistischen\/rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sind, sollte deshalb angestrebt werden, wenn wir breitere Kreise der Gesellschaft, die j\u00fcngere Generation und die bitter notwendige politische Wirkung erreichen wollen.<\/p>\n<p><strong>An der Abfassung dieses Textes waren beteiligt: <\/strong>Yusuf As, Reiner Braun, Wiebke Diehl, Andreas Gr\u00fcnwald, Claudia Haydt, Rita Heinrich, Jutta Kausch-Henken, Ralf Kr\u00e4mer, Willi van Ooyen, Christof Ostheimer, Hanna Rothe, Peter Wahl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diskussionspapier der Initiative \u201eNie wieder Krieg \u2013 Die Waffen nieder\u201c Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges spielt seit einiger Zeit das Narrativ von der Rechtsoffenheit der Friedensbewegung eine zunehmende Rolle. Besonders massiv vorgetragen wurde es gegen die gro\u00dfe Friedenskundgebung im Februar&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1095,"featured_media":2530212,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9150,9167,9168,9165],"tags":[30368,17040,16819,9821,9254,33070,9358,52608,127381,125331,19976,11826,127382,11986,54010,127380,100972,127383,127384],"class_list":["post-2551768","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europa-de","category-frieden-und-abruestung","category-politik","category-vielfalt","tag-afd","tag-antifaschismus","tag-antisemitismus","tag-demokratie","tag-diskriminierung","tag-faschismus","tag-friedensbewegung","tag-gelbwesten","tag-heterogenitaet","tag-linke","tag-militarisierung","tag-nato-de","tag-politische-identitaet","tag-protestbewegungen","tag-querfront","tag-rechtsoffenheit","tag-ukrainekrieg","tag-verschwoerungstheorie","tag-wissenschaftsfeindlichkeit"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung - Kampfbegriff oder reales Problem?<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Diskussionspapier der Initiative \u201eNie wieder Krieg \u2013 Die Waffen nieder\u201c Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges spielt seit einiger Zeit das Narrativ von\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung - Kampfbegriff oder reales Problem?\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Diskussionspapier der Initiative \u201eNie wieder Krieg \u2013 Die Waffen nieder\u201c Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges spielt seit einiger Zeit das Narrativ von\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:author\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2024-10-02T17:05:45+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Nie_wieder_Krieg_die_Waffen_nieder-Kopie-1.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1080\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"657\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Pressenza Berlin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@pressenza_ger\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Pressenza Berlin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/\"},\"author\":{\"name\":\"Pressenza Berlin\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a\"},\"headline\":\"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung &#8211; Kampfbegriff oder reales Problem?\",\"datePublished\":\"2024-10-02T17:05:45+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/\"},\"wordCount\":2625,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Nie_wieder_Krieg_die_Waffen_nieder-Kopie-1.jpg\",\"keywords\":[\"AfD\",\"Antifaschismus\",\"Antisemitismus\",\"Demokratie\",\"Diskriminierung\",\"Faschismus\",\"Friedensbewegung\",\"Gelbwesten\",\"Heterogenit\u00e4t\",\"Linke\",\"Militarisierung\",\"NATO\",\"politische Identit\u00e4t\",\"Protestbewegungen\",\"Querfront\",\"Rechtsoffenheit\",\"Ukrainekrieg\",\"Verschw\u00f6rungstheorie\",\"Wissenschaftsfeindlichkeit\"],\"articleSection\":[\"Europa\",\"Frieden und Abr\u00fcstung\",\"Politik\",\"Vielfalt\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/\",\"name\":\"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung - Kampfbegriff oder reales Problem?\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Nie_wieder_Krieg_die_Waffen_nieder-Kopie-1.jpg\",\"datePublished\":\"2024-10-02T17:05:45+00:00\",\"description\":\"Diskussionspapier der Initiative \u201eNie wieder Krieg \u2013 Die Waffen nieder\u201c Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges spielt seit einiger Zeit das Narrativ von\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Nie_wieder_Krieg_die_Waffen_nieder-Kopie-1.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Nie_wieder_Krieg_die_Waffen_nieder-Kopie-1.jpg\",\"width\":1080,\"height\":657,\"caption\":\"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung - Kampfbegriff oder reales Problem?\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung &#8211; Kampfbegriff oder reales Problem?\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"name\":\"Pressenza\",\"description\":\"International Press Agency\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\",\"name\":\"Pressenza\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Pressenza\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\",\"https:\/\/x.com\/PressenzaIPA\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a\",\"name\":\"Pressenza Berlin\",\"description\":\"News from the Pressenza Bureau in Berlin, Germany\",\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/\",\"https:\/\/x.com\/pressenza_ger\"],\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/pressenza-berlin\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung - Kampfbegriff oder reales Problem?","description":"Diskussionspapier der Initiative \u201eNie wieder Krieg \u2013 Die Waffen nieder\u201c Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges spielt seit einiger Zeit das Narrativ von","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung - Kampfbegriff oder reales Problem?","og_description":"Diskussionspapier der Initiative \u201eNie wieder Krieg \u2013 Die Waffen nieder\u201c Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges spielt seit einiger Zeit das Narrativ von","og_url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/","og_site_name":"Pressenza","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","article_author":"https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/","article_published_time":"2024-10-02T17:05:45+00:00","og_image":[{"width":1080,"height":657,"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Nie_wieder_Krieg_die_Waffen_nieder-Kopie-1.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Pressenza Berlin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@pressenza_ger","twitter_site":"@PressenzaIPA","twitter_misc":{"Verfasst von":"Pressenza Berlin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"14\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/"},"author":{"name":"Pressenza Berlin","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a"},"headline":"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung &#8211; Kampfbegriff oder reales Problem?","datePublished":"2024-10-02T17:05:45+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/"},"wordCount":2625,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Nie_wieder_Krieg_die_Waffen_nieder-Kopie-1.jpg","keywords":["AfD","Antifaschismus","Antisemitismus","Demokratie","Diskriminierung","Faschismus","Friedensbewegung","Gelbwesten","Heterogenit\u00e4t","Linke","Militarisierung","NATO","politische Identit\u00e4t","Protestbewegungen","Querfront","Rechtsoffenheit","Ukrainekrieg","Verschw\u00f6rungstheorie","Wissenschaftsfeindlichkeit"],"articleSection":["Europa","Frieden und Abr\u00fcstung","Politik","Vielfalt"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/","name":"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung - Kampfbegriff oder reales Problem?","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Nie_wieder_Krieg_die_Waffen_nieder-Kopie-1.jpg","datePublished":"2024-10-02T17:05:45+00:00","description":"Diskussionspapier der Initiative \u201eNie wieder Krieg \u2013 Die Waffen nieder\u201c Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges spielt seit einiger Zeit das Narrativ von","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Nie_wieder_Krieg_die_Waffen_nieder-Kopie-1.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Nie_wieder_Krieg_die_Waffen_nieder-Kopie-1.jpg","width":1080,"height":657,"caption":"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung - Kampfbegriff oder reales Problem?"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/rechtsoffenheit-in-der-friedensbewegung-kampfbegriff-oder-reales-problem\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Rechtsoffenheit in der Friedensbewegung &#8211; Kampfbegriff oder reales Problem?"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","name":"Pressenza","description":"International Press Agency","publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization","name":"Pressenza","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Pressenza"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","https:\/\/x.com\/PressenzaIPA"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a","name":"Pressenza Berlin","description":"News from the Pressenza Bureau in Berlin, Germany","sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/","https:\/\/x.com\/pressenza_ger"],"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/pressenza-berlin\/"}]}},"place":"Nie wieder Krieg \u2013 Die Waffen nieder","original_article_url":"https:\/\/nie-wieder-krieg.org\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rechtsoffenheit_Kampfbegriff_oder_reales_Problem.pdf","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2551768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1095"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2551768"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2551768\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2530212"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2551768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2551768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2551768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}