{"id":2549092,"date":"2024-09-22T09:21:57","date_gmt":"2024-09-22T08:21:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2549092"},"modified":"2024-10-12T14:35:52","modified_gmt":"2024-10-12T13:35:52","slug":"warum-proteste-funktionieren-auch-wenn-sie-nicht-jedem-gefallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/09\/warum-proteste-funktionieren-auch-wenn-sie-nicht-jedem-gefallen\/","title":{"rendered":"Warum Proteste funktionieren, auch wenn sie nicht jedem gefallen"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Organisationen m\u00fcssen die polarisierende Natur von Protesten annehmen, um sie wirksam nutzen zu k\u00f6nnen.<\/strong><\/h3>\n<p><em>von Paul Engler und Mark Engler<\/em><\/p>\n<p><em>Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt den Anfang einer zweiteiligen Serie dar, in der untersucht wird, wie Bewegungen die polarisierende Wirkung von Protest begreifen und ausnutzen k\u00f6nnen. Im ersten Teil wird untersucht, weshalb st\u00f6render Protest inh\u00e4rent polarisierend ist und wie sich Bewegungen in einem polarisierten Umfeld erfolgreich entwickeln lassen. Im zweiten Teil werden die wesentlichen Faktoren untersucht, die entscheiden, ob die Polarisierung, die durch Protestaktionen entsteht, einer Sache zugutekommt oder nicht.<\/em><\/p>\n<p>Studierendenprotestcamps gegen den israelischen Krieg in Gaza verbreiteten sich im Fr\u00fchjahr \u00fcber Hochschulen in den USA. Dies f\u00fchrte zu Campussperrungen, besetzten Verwaltungsgeb\u00e4uden, abgesagten Abschlussfeiern und vielen Verhaftungen. Aber schon vor dieser j\u00fcngsten Aktionswelle gab es in den vergangenen Jahren einen Anstieg des disruptiven Protests, der eine Vielzahl von sozialen Bewegungen umfasst.<\/p>\n<p>Eine kleine Auswahl von Aktivit\u00e4ten seit Anfang 2023 zeigt, dass Tiersch\u00fctzer das britische Grand National <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/sport\/2023\/apr\/15\/grand-national-delay-start-animal-rights-protest-extinction-rebellion\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pferderennen<\/a> und Victoria Beckhams <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/animal-rights-activists-disrupt-victoria-beckham-show-paris-2024-03-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Modenschau<\/a> gest\u00f6rt haben; Demonstrierende f\u00fcr Abtreibungsrechte wurden wegen Behinderung der Verhandlungen des <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/legal\/government\/judge-sentences-abortion-rights-protesters-who-disrupted-us-supreme-court-2023-01-13\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Obersten Gerichtshofs der USA<\/a> verurteilt; streikende <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/americas\/canadian-port-strike-ends-with-tentative-4-year-deal-statement-2023-07-13\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hafenarbeitende<\/a> <em>\u201ebrachten den Betrieb in zwei der drei verkehrsreichsten H\u00e4fen Kanadas durcheinander\u201c<\/em>; und Klimaaktivist:innen <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2024\/mar\/16\/climate-activists-across-europe-block-access-to-north-sea-oil-infrastructure\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">blockierten den Zugang zu \u00d6l- und Gasterminals<\/a>, ketteten sich an Flugzeugbr\u00fccken, um den Verkauf von Privatjets zu verhindern, und meldeten sich bei <a href=\"https:\/\/www.aa.com.tr\/en\/environment\/climate-activists-including-greta-thunberg-disrupt-airlines-shareholders-meeting\/3168027\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aktion\u00e4rsversammlungen<\/a> von Unternehmen lautstark zu Wort.<\/p>\n<p>Diese Welle des ungehorsamen und entschlossenen Handelns sollte im Allgemeinen als eine positive Entwicklung angesehen werden, da die Herausforderungen in unserer Welt dringend an uns liegen. St\u00f6rung ist ein wichtiges Werkzeug des zivilen Widerstands, da sie die Rhythmen des geordneten gesellschaftlichen Lebens durchbricht und sowohl die \u00d6ffentlichkeit als auch Entscheidungstr\u00e4ger dazu zwingt, Themen von gro\u00dfer Bedeutung Aufmerksamkeit zu schenken.<\/p>\n<p>Nicht alle disruptiven Proteste sind jedoch gleich &#8211; und sie sind nicht alle gleicherma\u00dfen hilfreich f\u00fcr die F\u00f6rderung einer Sache. Einige Ma\u00dfnahmen haben das Potenzial, die Unterst\u00fctzung der \u00d6ffentlichkeit zu gewinnen und eine Lawine eskalierender Energie in einer Bewegung hervorzurufen. Andere haben die F\u00e4higkeit, potenzielle Teilnehmende abzuschrecken, Sympathisierende zu entmutigen und staatliche Unterdr\u00fcckung auszul\u00f6sen. In anderen Worten gesagt: Einige Handlungen bringen Erfolg, w\u00e4hrend andere Aktivist:innen in einen Kreislauf der Selbstisolation und Entfremdung von der \u00d6ffentlichkeit verwickeln.<\/p>\n<p>Um es klar auszudr\u00fccken: Im Angesicht von Ungerechtigkeit sollte man handeln und nicht schweigen. Das Studium der Dynamiken der Polarisierung kann auch dazu beitragen, dass Bewegungsteilnehmende ihre Wirkung maximieren und Proteste verhindern, die nach hinten losgehen.<\/p>\n<p>Aber die Organisator:innen m\u00fcssen sich mit grundlegenderen Fragen auseinandersetzen: Warum ist Polarisierung um bestimmte Themen \u00fcberhaupt notwendig? Erst danach k\u00f6nnen sie die F\u00e4higkeiten entwickeln, die f\u00fcr den effektiven Einsatz polarisierender Aktionen erforderlich sind. Und wie k\u00f6nnen Bewegungen erkennen, wann sie sie wirksam einsetzen?<\/p>\n<h3><strong>Verst\u00e4ndnis der Polarisierung von Protesten<\/strong><\/h3>\n<p>Meistens wird der Eindruck, dass ein Thema polarisiert ist, als negativ angesehen. Aber wenn ein Thema zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht polarisiert ist, liegt das nicht daran, dass es keine problematische Spannungen gibt, sondern daran, dass Politiker sie unter den Teppich kehren. Sie vermeiden es aus Furcht davor, Kontroversen auszul\u00f6sen, die die politischen Koalitionen spalten k\u00f6nnten, die sie an der Macht halten. Der Autor und New York Times-Kolumnist Ezra Klein <a href=\"https:\/\/jacobin.com\/2020\/11\/dont-blame-polarization\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sagte in einem Interview<\/a> \u00fcber sein Buch \u201e<em>Why We\u2018re Polarized<\/em>\u201c aus dem Jahr 2020: \u201e<em>Die Alternative zur Polarisierung in politischen Systemen ist oft nicht Einigkeit, Kompromiss oder H\u00f6flichkeit \u2013 es ist Unterdr\u00fcckung. Die Dinge zu unterdr\u00fccken, die das politische System nicht angehen m\u00f6chte<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Die Aktionen der Proteste sind polarisierend. Das hei\u00dft, dass sie die Menschen dazu zwingen, sich zu einer Angelegenheit zu positionieren. Und entgegen der Ansicht einiger ist es nichts Schlimmes, wenn es f\u00fcr progressive Zwecke genutzt wird.<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr ist, dass die B\u00fcrgerrechtsbewegung mit Sicherheit eine polarisierende Wirkung hatte. Aber waren wir tats\u00e4chlich besser dran, als wir die Jim-Crow-Segregation und den rassistischen Terror akzeptierten, der zur Durchsetzung dieser Segregationen verwendet wurde? Auch die Ablehnung der vorherrschenden Homophobie und die Gew\u00e4hrung gleicher Eherechte f\u00fcr LGBTQ-Paare f\u00fchrten zu erheblichen Auseinandersetzungen. Es zwang Politiker:innen, Positionen einzunehmen, die die meisten Menschen lange Zeit vermeiden wollten \u2013 bis soziale Bewegungen sie zu einem Kurswechsel zwangen.<\/p>\n<p>Polarisierender Protest bringt ein unterdr\u00fccktes und schwellendes Thema zum Kochen, r\u00fcckt es in den Mittelpunkt der \u00f6ffentlichen Diskussion und stellt seine Betrachtung, zumindest vor\u00fcbergehend, \u00fcber andere Auseinandersetzungen und gew\u00f6hnliche \u00dcberlegungen. \u201e<em>Aufregend, aufw\u00fchlend, alles vereinnahmend und bringt f\u00fcr den Moment alle anderen Tumulte zum Schweigen<\/em>\u201c, <a href=\"http:\/\/www.libraryweb.org\/~digitized\/books\/Two_Speeches_by_Frederick_Douglass.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">behauptete<\/a> Frederick Douglass, ein bekannter Abolitionist. \u201e<em>Das muss er machen, sonst tut er nichts<\/em>.&#8220;<\/p>\n<p>In diesem Sinne stellt die Polarisierung eines Themas einen unvermeidlichen und gleichzeitig unverzichtbaren Bestandteil des Prozesses des sozialen Wandels dar. \u201e<em>Alle unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Mobilisierung kollektiver Trotzes und die dadurch verursachte St\u00f6rung immer wesentlich f\u00fcr die Erhaltung der Demokratie waren<\/em>\u201c, <a href=\"https:\/\/books.google.com\/books?id=aKt8f_PpRSQC&amp;pg=PA146&amp;lpg=PA146&amp;dq=%22our+past+experience+argues+that+the+mobilization%22&amp;source=bl&amp;ots=J50v2-7utN&amp;sig=ACfU3U2BB86bbVbw_YcruD3L0cDZjzBwVg&amp;hl=en&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjv3dbaoeyFAxVElIkEHazyCWoQ6AF6BAgjEAM#v=onepage&amp;q=%22our%20past%20experience%20argues%20that%20the%20mobilization%22&amp;f=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sagt Frances Fox Piven<\/a>, eine renommierte Theoretikerin der disruptiven Macht.<\/p>\n<div id=\"attachment_73341\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-73341\" class=\"wp-image-73341\" src=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GBvgWeGbIAAihn3-615x461.jpeg\" sizes=\"auto, (max-width: 615px) 100vw, 615px\" srcset=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GBvgWeGbIAAihn3-615x461.jpeg 615w, https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GBvgWeGbIAAihn3-300x225.jpeg 300w, https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GBvgWeGbIAAihn3-768x576.jpeg 768w, https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GBvgWeGbIAAihn3-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GBvgWeGbIAAihn3.jpeg 2048w\" alt=\"\" width=\"820\" height=\"615\" \/><p id=\"caption-attachment-73341\" class=\"wp-caption-text\"><em>Aktivist:innen blockieren den Eingang des Hauptsitzes der Tageszeitung The Age in Melbourne. Sie tragen Pressewesten und Helme, um gegen das Schweigen der australischen Medien zum Tod von Journalisten in Gaza am 20. Dezember 2023 zu protestieren. (Twitter\/Free Palestine Melbourne)<\/em><\/p><\/div>\n<p>Hier geht es nicht darum, dass die Polarisierung selbst eine gute Sache ist. Wenn sie in die falschen H\u00e4nde kommt, kann sie sehr schaden. So k\u00f6nnen Konservative beispielsweise polarisieren, indem sie rassistische und fremdenfeindliche Themen wirksam nutzen, um die \u00f6ffentliche Wut gegen Einwanderer auszul\u00f6sen.<\/p>\n<p>F\u00fcr fortschrittliche Bewegungen ist es jedoch von entscheidender Bedeutung zu erkennen, dass die Polarisierung eine Kraft darstellt, die sie als Werkzeug nutzen k\u00f6nnen, und nicht etwas, das einfach vermieden werden muss.<\/p>\n<p>Aber auch wenn sich die Organisator:innen mit der Vorstellung anfreunden, dass ihre Handlungen eine Polarisierung bewirken werden, bleiben wichtige Fragen unbeantwortet. Eine Sache ist es, Menschen dazu zu bringen, sich in einer Sache zu positionieren. Eine andere M\u00f6glichkeit besteht darin, daf\u00fcr zu sorgen, dass sie sich f\u00fcr sie entscheiden &#8211; Proteste zu organisieren, die die B\u00fcrger:innen dazu bringen, die Sache einer Gruppe zu unterst\u00fctzen und zu sympathisieren, anstatt sie in die Arme der missbilligenden Opposition zu treiben. Wie k\u00f6nnen Bewegungen das also erreichen?<\/p>\n<p>Beobachtende und Teilnehmende betrachten den Erfolg oder das Scheitern von Protesten h\u00e4ufig als eine Frage des Gl\u00fccks, die ausschlie\u00dflich auf historische Umst\u00e4nde zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Oder sie betrachten die Proteste nur aus moralischer Sicht. Der Imperativ, einfach \u201e<em>etwas zu tun<\/em>\u201c oder \u201e<em>der Macht die Wahrheit zu sagen<\/em>\u201c, ersetzt dabei eine ausf\u00fchrliche Untersuchung der Konsequenzen ihrer Aktionen. Jedoch kann sich jemand, der strategischer handeln will, auf einen umfangreichen und wachsenden Pool an Ressourcen verlassen, der dabei Unterst\u00fctzung bieten kann.<\/p>\n<p>Sozialbewegungstheoretiker:innen und Wissenschaftler:innen der disruptiven Kraft, <a href=\"https:\/\/democracyuprising.com\/2021\/05\/05\/frances-fox-piven-on-polarization-as-a-tool-for-social-change\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vor allem Piven<\/a>, haben erforscht, wie Gruppen mit beschr\u00e4nkten konventionellen Ressourcen und geringem Einfluss in der Mainstream-Politik dennoch Ver\u00e4nderungen bewirken k\u00f6nnen, indem sie die Zusammenarbeit in bestehenden Systemen ablehnen. In den letzten Jahrzehnten hat sich eine Vielzahl von \u201e<a href=\"http:\/\/thisisanuprising.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zivilen Widerstandsformen<\/a>\u201c <a href=\"https:\/\/www.dissentmagazine.org\/article\/the-machiavelli-of-nonviolence-gene-sharp-and-the-battle-against-corporate-rule\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">entwickelt<\/a>. Dies beinhaltet ausf\u00fchrliche Analysen historischer Ereignisse sowie praktische Diskussionsexperimente, um wesentliche Grunds\u00e4tze zu ermitteln, die von Veranstaltenden genutzt werden k\u00f6nnen. Andere legten den Fokus darauf, Theorien \u00fcber <a href=\"https:\/\/commonslibrary.org\/how-to-change-the-narrative\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">narrative Ver\u00e4nderungen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.storybasedstrategy.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">geschichtenbasierte Strategien<\/a> zu entwickeln. Sie gaben Einblicke in die kommunikativen Merkmale von Protesten und erprobten Methoden.<\/p>\n<h3><strong>Von radikalen Fl\u00fcgeln bis zum Gef\u00e4ngnis von Birmingham<\/strong><\/h3>\n<p>Die kombinierte Botschaft dieser unterschiedlichen Denker:innen ist: Im scheinbaren Wahnsinn der kollektiven Mobilisierung gibt es eine Methode. Interessierte Praktiker:innen k\u00f6nnen durch die Untersuchung dieser Forschung und die Nutzung des Reichtums an gelebter Erfahrung, der von Aktivist:innen an der Basis weitergegeben wird, viel dar\u00fcber lernen, was bei polarisierenden Protesten tendenziell funktioniert, was nicht und warum. Die Wahrheit ist jedoch, dass es komplex ist.<\/p>\n<p>Eine gute Faustregel f\u00fcr Demonstrierende lautet: Wenn sie gewaltfrei handeln, um ein faires Ziel zu verfolgen, ist es viel besser, Stellung zu beziehen, als passiv oder selbstzufrieden zu sein. Die Organisator:innen k\u00f6nnen ihre F\u00e4higkeiten verbessern und ihr Gesp\u00fcr f\u00fcr die Gestaltung von Protestergebnissen sch\u00e4rfen, wenn sie die Polarisierung kontrollieren wollen.<\/p>\n<div id=\"attachment_73339\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-73339\" class=\"wp-image-73339\" src=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GH4JWwIWUAE98mi-615x427.jpeg\" sizes=\"auto, (max-width: 615px) 100vw, 615px\" srcset=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GH4JWwIWUAE98mi-615x427.jpeg 615w, https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GH4JWwIWUAE98mi-300x208.jpeg 300w, https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GH4JWwIWUAE98mi-768x534.jpeg 768w, https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/GH4JWwIWUAE98mi.jpeg 957w\" alt=\"\" width=\"822\" height=\"571\" \/><p id=\"caption-attachment-73339\" class=\"wp-caption-text\"><em>Studierende der Texas Southern University f\u00fchrten am 4. M\u00e4rz 1960 das erste Sit-in in Houston in Weingartens Lebensmittelgesch\u00e4ft durch. Es war das erste von vielen und spielte eine entscheidende Rolle bei der Aufhebung der Rassentrennung in Houston. (Twitter\/Serbino Sandifer-Walker)<\/em><\/p><\/div>\n<p>Die Dynamik der Polarisierung bleibt aus verschiedenen Gr\u00fcnden komplex. Zum einen unterscheidet sich die Polarisierung in einer kurzfristigen Kampagne von der in l\u00e4ngerfristigen Aktivist:innenkampagnen, auf deren Umriss wir uns hier konzentrieren. Zweitens werden kontroverse Proteste nicht als entweder-oder-Position dargestellt, die sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Stattdessen treten sowohl positive als auch negative Polarisationen gleichzeitig auf. Sehr sichtbare Proteste, die neue Sympathisant:innen gewinnen, sto\u00dfen gleichzeitig andere Menschen ab, die von den Taktiken und Forderungen der Aktivist:innen abgeschreckt werden. Die White Citizens-Councils im S\u00fcden wuchsen, als die B\u00fcrgerrechtsbewegung ihre ber\u00fchmtesten Kampagnen, wie den Busboykott von Montgomery, startete.<\/p>\n<p>Organisator:innen m\u00fcssen sicherstellen, dass die positiven Resultate die negativen \u00fcberwiegen, da sie keine Ausschlussm\u00f6glichkeit von Polarisierung haben, sei es positiv oder negativ. Ein gutes Urteilsverm\u00f6gen ist erforderlich, wenn sie eine Kosten-Nutzen-Analyse f\u00fcr jede m\u00f6gliche Ma\u00dfnahme durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein Konzept, das mit den positiven und negativen Seiten der Polarisierung zusammenh\u00e4ngt, wird Theoretiker:innen der sozialen Bewegung als \u201e<a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/abs\/10.1002\/9780470674871.wbespm174.pub2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">radikalen Flankeneffekt<\/a>\u201c bezeichnen. Der Gedanke dahinter ist, dass manchmal die Pr\u00e4senz einer militanteren Fraktion innerhalb einer Bewegung &#8211; bestehend aus Aktivist:innen, die kontroversere Au\u00dfenseitertaktiken anwenden &#8211; die Forderungen der Mainstream-Reformer:innen vern\u00fcnftiger erscheinen lassen kann. Solche Radikale k\u00f6nnen die F\u00e4higkeit von Insider:innen verbessern, Zugest\u00e4ndnisse von Machthaber:innen zu erhalten, die eher bereit sind, mit dem \u201erespektablen\u201c Gesicht des Dissense zu verhandeln, wenn sie der Gefahr einer unh\u00f6flicheren und kompromissloseren Alternative entgegenstehen.<\/p>\n<p>Diese Ergebnisse sind Beispiele daf\u00fcr, wie sich Flanken <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/pnasnexus\/pgac110\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">positiv<\/a> auswirken. Bei der <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/profile\/Rune-Ellefsen\/publication\/322686462_Deepening_the_Explanation_of_Radical_Flank_Effects_Tracing_Contingent_Outcomes_of_Destructive_Capacity\/links\/5a68e0ce0f7e9b2a828c45ba\/Deepening-the-Explanation-of-Radical-Flank-Effects-Tracing-Contingent-Outcomes-of-Destructive-Capacity.pdf?_sg%5B0%5D=started_experiment_milestone&amp;_sg%5B1%5D=started_experiment_milestone&amp;origin=journalDetail\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Betrachtung<\/a> radikaler <a href=\"https:\/\/pubsonline.informs.org\/doi\/10.1287\/orsc.2022.16104\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Flanken<\/a> gibt es allerdings Anzeichen daf\u00fcr, dass das Verhalten eines militanten Randes ein zweischneidiges Schwert darstellt. <a href=\"https:\/\/psycnet.apa.org\/doiLanding?doi=10.1037%2Fpspi0000230\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Negative<\/a> Flankeneffekte treten auf, wenn eine Gruppe am Rande einer Bewegung extrem handelt, was von der \u00d6ffentlichkeit als gewaltt\u00e4tig betrachtet wird. Letztlich f\u00fchren sie zu einem \u00fcberw\u00e4ltigenden Gegenschlag, der die gesamte Sache in Misskredit bringt und selbst bescheidene Dissenses unterdr\u00fcckt. So muss das Ziel, wie bei der Polarisierung in der Regel, darin bestehen, die positiven Flankeneffekte zu maximieren und die negativen Effekte zu minimieren. Auch hier ist es erforderlich, den Ansatz \u201eAlles ist erlaubt\u201c zu verwerfen und stattdessen Disziplin und Urteilsverm\u00f6gen zu entwickeln.<\/p>\n<p>Ein weiterer Grund daf\u00fcr, dass die Polarisierung kompliziert ist, besteht darin, dass Proteste die \u00d6ffentlichkeit dazu veranlassen, sich gleichzeitig auf mehrere verschiedene Dinge zu konzentrieren. Die unterschiedlichen Reaktionen lassen sich daran messen, wie die Beobachter:innen \u00fcber das betreffende Thema denken, was sie \u00fcber die Methoden derjenigen denken, die die Aktion durchf\u00fchren, und wie sie das Ziel eines Protests sehen. So ist es zum Beispiel m\u00f6glich, dass Menschen sagen, dass sie einen Protest nicht m\u00f6gen, die Aktion aber dennoch dazu f\u00fchrt, dass sie das Ziel der Kritik weniger positiv sehen.<\/p>\n<p>Ein weiteres sehr h\u00e4ufiges Ergebnis ist, dass die Befragten, wenn sie zu einer Demonstration befragt werden, die Schlagzeilen macht, zwar Sympathie f\u00fcr die Forderungen der Demonstrierenden bekunden, aber ihre Abneigung gegen die angewandten Taktiken zum Ausdruck bringen. Sie sehen die Aktivist:innen selbst als zu laut, ungeduldig und unh\u00f6flich an. Martin Luther King Jr. hat diese Dynamik in seinem ber\u00fchmten Brief \u201e<a href=\"https:\/\/www.africa.upenn.edu\/Articles_Gen\/Letter_Birmingham.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Letter from a Birmingham Jail<\/a>\u201c von 1963 eloquent reflektiert. Personen, die die Sache unterst\u00fctzten und gleichzeitig Demonstrationen als \u201eunzeitgem\u00e4\u00df\u201c kritisierten und direkte Aktionsmethoden verspotteten, waren die Zielgruppe dieses Briefes, nicht rassistische Gegner der Bewegung. \u201eOffen gesagt habe ich noch nie an einer direkten Aktionskampagne teilgenommen, die \u201egut getimed\u201c f\u00fcr diejenigen war, die nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig unter der Krankheit der Segregation gelitten haben\u201c, wie King bemerkte. In Anbetracht dieser Kritik argumentierte er jedoch, warum die Kampagnen der Bewegung gleicherma\u00dfen erforderlich und wirksam waren.<\/p>\n<p>Es kann f\u00fcr soziale Bewegungen akzeptabel sein, wenn Mainstream-Beobachter:innen die durch Protest verursachte St\u00f6rung und Spannung nicht m\u00f6gen, solange das zugrunde liegende Thema immer mehr Unterst\u00fctzung findet. Es sollte eine weitgehende F\u00f6rderung des kollektiven Handelns erfolgen, da gewaltfreier Widerstand h\u00e4ufiger auftritt als nicht. Allerdings kann es vorkommen, dass die von einer Bewegung ausgew\u00e4hlten Taktiken so umstritten und hasserf\u00fcllt sind, dass sie jegliche Debatte \u00fcber die Sache selbst \u00fcberschatten. Deshalb m\u00fcssen die Organisator:innen bei allen Aktionen die relativen Vorteile der erzeugten Polarisierung gegen m\u00f6gliche Nachteile abw\u00e4gen und alle ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel nutzen, um diese Reaktion zu messen. Dies gilt f\u00fcr formelle Umfragedaten und Fokusgruppen genauso wie f\u00fcr einfache Gespr\u00e4che. Diese ber\u00fccksichtigen die Reaktionen verschiedener Menschengruppen, insbesondere solche, die nicht in unmittelbarer N\u00e4he liegen.<\/p>\n<h3><strong>Das Spektrum der Unterst\u00fctzung<\/strong><\/h3>\n<p>Insgesamt besteht das Ziel der Bewegung darin, das \u201eSpektrum der Unterst\u00fctzung\u201c zu ihren Gunsten zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Viele verschiedene Organisationstraditionen haben erkannt, dass der Sieg nicht durch die totale Bekehrung aller W\u00e4hlergruppen errungen werden kann, sondern eher durch die Erzielung qualifizierterer Fortschritte. In der Gewerkschaftsbewegung ist es \u00fcblich, die Besch\u00e4ftigten in einem bestimmten Betrieb auf einer Skala von eins bis f\u00fcnf einzuordnen, die auf dem Grad ihres Engagements f\u00fcr die Gewerkschaft basiert. \u201eEinser\u201c sind starke F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten, die andere Kollegen davon \u00fcberzeugen werden, f\u00fcr die Gewerkschaft zu stimmen. Auf der anderen Seite der Skala stehen die \u201eF\u00fcnfer\u201c, d. h. Mitarbeiter, die entschieden gegen die Gewerkschaft sind und sich aktiv auf die Seite des Chefs oder der Chefin stellen. Alle anderen im Betrieb bewegen sich irgendwo zwischen diesen beiden Extremen.<\/p>\n<p>Ein:e Organisator:in kann nicht erwarten, dass er\/sie alle f\u00fcr sich gewinnen kann. Die Aufgabe ist es jedoch, diejenigen, die sich \u00fcberzeugen lassen, zumindest teilweise zu bewegen und den Eifer und Einfluss derjenigen, die sich nicht umstimmen lassen, zu minimieren. Die Gewerkschaft muss flei\u00dfig daran arbeiten, gleichg\u00fcltige \u201eDreier\u201c in unterst\u00fctzende \u201eZweier\u201c zu verwandeln. Sie muss die bestehenden \u201eZweier\u201c motivieren, sich zu engagieren und aktivere F\u00fchrungskr\u00e4fte zu werden. Und schlie\u00dflich muss sie versuchen, die negative Einstellung der \u201eVierer\u201c zu d\u00e4mpfen und die Menschen dieser Gruppe davon zu \u00fcberzeugen, die Opposition nicht aktiv zu unterst\u00fctzen, wenn sie nicht dazu bewegt werden k\u00f6nnen, ganz \u00fcberzulaufen.<\/p>\n<p>Das aus einer anderen Tradition stammende Spektrum der Unterst\u00fctzung &#8211; manchmal auch \u201eSpektrum der Verb\u00fcndeten\u201c <a href=\"https:\/\/beautifultrouble.org\/toolbox\/tool\/spectrum-of-allies\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">genannt<\/a> und dem Qu\u00e4ker-Organisator und Aktivistenausbilder <a href=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/2012\/07\/know-your-allies-your-opponents-and-everyone-in-between\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">George Lakey<\/a> zugeschrieben &#8211; bietet eine visuelle Darstellung desselben Prinzips. Die <a href=\"https:\/\/www.momentumcommunity.org\/glossary-of-terms#spectrum-of-support\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Momentum<\/a>-Trainingsgemeinschaft stellt es auf diese Weise dar:<\/p>\n<div id=\"attachment_73302\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-73302\" class=\"wp-image-73302\" src=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/spectrumofsupport.png\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" srcset=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/spectrumofsupport.png 512w, https:\/\/wagingnonviolence.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/spectrumofsupport-300x225.png 300w\" alt=\"\" width=\"820\" height=\"615\" \/><p id=\"caption-attachment-73302\" class=\"wp-caption-text\"><em>Das Spektrum der Unterst\u00fctzung: Die Bewegung | Aktive Verb\u00fcndete | Passive Unterst\u00fctzer:innen | Neutrale | Passive Gegner:innen | Aktive Gegner:innen | Die Opposition<\/em><\/p><\/div>\n<p>Damit Bewegungen gewinnen, m\u00fcssen sie nicht ihre schlimmsten Feind:innen \u00fcberzeugen, sich zu \u00e4ndern. Die Umwandlung von Neutralen in passive Anh\u00e4nger:innen und von passiven Sympathisant:innen in aktive Verb\u00fcndete und Teilnehmende der Bewegung f\u00fchrt dazu, dass sie gewinnen. Auch wenn diese Personen im besten Falle nie \u00fcber Neutralit\u00e4t hinausgehen, sollten sie versuchen, die Reihen der Opposition zu verd\u00fcnnen \u2013 sie weniger entschlossen, aktiv und engagiert zu machen.<\/p>\n<p>Wie 350.org es <a href=\"https:\/\/trainings.350.org\/resource\/spectrum-of-allies\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ausdr\u00fcckt<\/a>, ist die gute Nachricht, dass \u201ees in den meisten Kampagnen zum sozialen Wandel nicht notwendig ist, die Gegnerschaft f\u00fcr die eigene Sichtweise zu gewinnen. Es ist nur notwendig, das zentrale Teil der Gesellschaft einen Schritt in eure Richtung zu verschieben&#8230; Das bedeutet, dass unser Ziel nicht darin besteht, die Industrie f\u00fcr fossile Brennstoffe davon zu \u00fcberzeugen, ihre T\u00e4tigkeit einzustellen. Vielmehr geht es darum, den Rest der Gesellschaft dazu zu bewegen, sie zu stoppen.\u201c<\/p>\n<p>Der Pfeil im obigen Diagramm zeigt an, in welche Richtung die Organisator:innen die Personen f\u00fchren m\u00f6chten. In der Praxis m\u00fcssen sie jedoch akzeptieren, dass einige Bewegungen in beiden Richtungen stattfinden. Es ist nicht ungew\u00f6hnlich, dass sich nach polarisierenden Aktionen, dass sowohl die Bewegung als auch die Opposition wachsen: Die Gegner:innen k\u00f6nnen vielleicht eingefleischte Anh\u00e4nger:innen auf ihre Seite ziehen, die sich durch das jeweilige Thema bedroht f\u00fchlen, wie es bei den White Citizens der Fall war. Wenn die Organisator:innen jedoch insgesamt mehr Menschen auf ihre Seite ziehen, k\u00f6nnen sie sich selbst als erfolgreich betrachten.<\/p>\n<p>Kurz gesagt, ist die Polarisierung eine komplexe Gleichung, die nur durch ausf\u00fchrliche Berechnungen kontinuierlich verbessert werden kann.<\/p>\n<h3><strong>Gegen das Shaming von Protestbewegungen<\/strong><\/h3>\n<p>In den letzten Jahren wurden zahlreiche Untersuchungen ver\u00f6ffentlicht, in denen radikale Flankeneffekte <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-024-46477-4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gemessen<\/a> und die polarisierenden Auswirkungen von Bewegungen untersucht wurden. Zwar lassen sich die Auswirkungen von Protesten nur begrenzt genau quantifizieren, doch das Ergebnisse dieser Untersuchung sind, wie es in einer <a href=\"https:\/\/www.socialchangelab.org\/_files\/ugd\/503ba4_21103ca09bf247748a788c92c60371a0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Literatur\u00fcbersicht<\/a> hei\u00dft, \u201estarke Belege daf\u00fcr, dass Proteste oder Protestbewegungen bei der Erreichung ihrer gew\u00fcnschten Ziele effektiv sein k\u00f6nnen\u201c und \u201epositive Auswirkungen auf die \u00f6ffentliche Meinung, den \u00f6ffentlichen Diskurs und das Wahlverhalten haben k\u00f6nnen\u201c. Die historischen Erfahrungen von Organisator:innen und neueren Studien <a href=\"https:\/\/wagingnonviolence.org\/2022\/12\/radical-tactics-arent-hurting-climate-movement-research\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unterst\u00fctzen<\/a> die Idee, dass die Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Anliegen einer Bewegung wachsen kann, auch wenn die Mehrheit der Menschen die eingesetzten Taktiken nicht besonders mag.<\/p>\n<p>Dennoch werden bei jeder neuen Protestwelle unweigerlich Mainstream-Kommentare dar\u00fcber ge\u00e4u\u00dfert, wie naiv die Demonstrierenden sind und wie wahrscheinlich ihre Sache beeintr\u00e4chtigt werden k\u00f6nnte. Dies galt mit Sicherheit f\u00fcr die pro-pal\u00e4stinensischen Studentenbesetzungen im Fr\u00fchjahr. Dies f\u00fchrte dazu, dass eine Reihe von Artikeln mit dem Titel \u201eProtest-Besch\u00e4mung\u201c entstanden, in denen die Besetzungen als <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2024\/05\/07\/opinion\/college-protests-war-israel.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kontraproduktiv<\/a> <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2024\/05\/03\/opinion\/columbia-protests-civil-rights.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bezeichnet<\/a> wurden. Oftmals verweisen diejenigen, die solche Ermahnungen aussprechen, auf eine fr\u00fchere \u00c4ra, in der die B\u00fcrgerrechtsbewegung der 1960er Jahre angeblich w\u00fcrdevoller und effektiver waren. Sie ignorieren dabei <a href=\"https:\/\/news.gallup.com\/vault\/246167\/protests-seen-harming-civil-rights-movement-60s.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umfragen<\/a>, die <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/news\/the-fix\/wp\/2016\/04\/19\/black-lives-matters-and-americas-long-history-of-resisting-civil-rights-protesters\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zeigen<\/a>, dass viele Menschen Lunch-Thekensitzungen, Freedom Rides zur Desegregation von Bussen und sogar einen Marsch auf Washington f\u00fcr den Erhalt der B\u00fcrgerrechte als ung\u00fcnstig empfunden haben. Selbstverst\u00e4ndlich gelten all diese Aktionen heute als wichtige Meilensteine im Kampf um den Fortschritt in den USA.<\/p>\n<p>Protestbesch\u00e4mende Kommentatoren nutzen den weit verbreiteten <a href=\"https:\/\/yougov.co.uk\/politics\/articles\/45232-majority-public-believe-protests-rarely-if-ever-ma?redirect_from=%2Ftopics%2Fpolitics%2Farticles-reports%2F2023%2F02%2F14%2Fmajority-public-believe-protests-rarely-if-ever-ma\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00f6ffentlichen Zynismus<\/a> \u00fcber die Wirksamkeit von Protesten als Grundlage f\u00fcr ihre Argumente. Ihre Perspektive beruht jedoch selten auf einer ausf\u00fchrlichen Analyse der aktuellen Forschung oder einer ausf\u00fchrlichen Analyse der Geschichte sozialer Bewegungen. Normalerweise erhalten Aktivist:innen schlechte Ratschl\u00e4ge: Es wird ihnen geraten, sich mit etablierten Kan\u00e4len zu befassen, Kontroversen zu vermeiden und geduldiger mit dem System umzugehen \u2013 der gleiche Rat, den King von fr\u00fcheren Verb\u00fcndeten vor vielen Jahrzehnten gegeben wurde.<\/p>\n<p>Anstatt sich den Vorlieben der Kritiker anzupassen und zu versuchen, die Polarisierung g\u00e4nzlich zu vermeiden, sollten die Bewegungen lieber sorgf\u00e4ltig pr\u00fcfen, wie sie diese zu ihren Gunsten nutzen k\u00f6nnen. Zu verstehen, dass sowohl positive als auch negative Polarisierung gleichzeitig auftreten, bedeutet, dass Demonstrierende gewinnen k\u00f6nnen, selbst wenn es Gegenreaktionen gibt. Die Erkenntnis, dass die Sache einer Bewegung auch dann von Nutzen sein kann, wenn die angewandten Taktiken negativ wahrgenommen werden, ist ein entscheidender Unterschied bei der Erfolgsbewertung. Wenn die Demonstrierenden das Spektrum der Unterst\u00fctzung verstehen, k\u00f6nnen sie feststellen, zu welchem Zeitpunkt sie insgesamt vorankommen und zu welchem Zeitpunkt sie ihre Handlungen \u00fcberdenken m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Protestbewegungen gehen ein Risiko ein, wenn sie den Status quo ins Wanken bringen. Aber dieses Risiko lohnt sich&#8230; Weil Bewegungen ihren gr\u00f6\u00dften Erfolg nur dann erzielen k\u00f6nnen, wenn sie die Anwendung der Polarisierung als Mittel verstehen.<\/p>\n<p><em>Hier geht es zum 2. Teil: <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/10\/wie-du-sicher-stellst-dass-stoerender-protest-deiner-sache-hilft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wie du sicher stellst, dass st\u00f6render Protest deiner Sache hilft<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong><em>Die \u00dcbersetzung aus dem Englischen wurde von Sabine Prizigoda erstellt und von Reto Thumiger \u00fcberarbeitet; beide <\/em><em>vom ehrenamtlichen Pressenza-Team. <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir suchen Freiwillige!<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><em><strong>Mark Engler<\/strong> ist Schriftsteller in Philadelphia, Redaktionsmitglied bei Dissent und Mitautor von \u201eThis Is An Uprising: How Nonviolent Revolt Is Shaping the Twenty-first Century\u201c (Nation Books). Er kann \u00fcber die Website <a href=\"http:\/\/www.DemocracyUprising.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.DemocracyUprising.com<\/a> erreicht werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Paul Engler<\/strong> ist Direktor des Center for the Working Poor in Los Angeles, Mitbegr\u00fcnder des Momentum-Trainings und gemeinsam mit Mark Engler Autor von \u201eThis Is An Uprising\u201c.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Organisationen m\u00fcssen die polarisierende Natur von Protesten annehmen, um sie wirksam nutzen zu k\u00f6nnen. von Paul Engler und Mark Engler Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt den Anfang einer zweiteiligen Serie dar, in der untersucht wird, wie Bewegungen die 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