{"id":2547198,"date":"2024-09-10T19:31:09","date_gmt":"2024-09-10T18:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2547198"},"modified":"2024-09-11T06:48:59","modified_gmt":"2024-09-11T05:48:59","slug":"yurii-sheliazhenko-wir-muessen-das-narrativ-von-der-unvermeidbarkeit-des-kriegs-aendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/09\/yurii-sheliazhenko-wir-muessen-das-narrativ-von-der-unvermeidbarkeit-des-kriegs-aendern\/","title":{"rendered":"Yurii Sheliazhenko: \u201eWir m\u00fcssen das Narrativ von der Unvermeidbarkeit des Kriegs \u00e4ndern.\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Freund schreibt mir: \u201eDu bist wirklich mutig!\u201c Aber die Wahrheit ist, dass ich gro\u00dfe Angst habe. Ich stehe kurz davor, ein Treffen<\/em> <em>mit Yurii Sheliazhenko, einem ukrainischen Kriegsdienstverweigerer, zu best\u00e4tigen und im letzten Moment spiele ich mit dem Gedanken, es zu verschieben.<\/em><\/p>\n<p><em>Ergriffen von steigender Panik stelle ich mir vor, wie ich gestoppt werde \u2013 von der Polizei, dem Geheimdienst, dem Milit\u00e4r; wie ich ins Gef\u00e4ngnis gebracht oder, schlimmer noch, an der ersten Wand erschossen werde. Dann gewinnen Vernunft und Pflichtbewusstsein wieder die Oberhand und ich best\u00e4tige den Termin.<\/em><\/p>\n<p><em>Yurii kommt zu mir in das italienische Restaurant, welches sich in der N\u00e4he seines Wohnsitzes befindet. Er sympathisiert sofort mit mir. Ich strecke die H\u00e4nde aus: \u201eYurii, mein Englisch ist schei\u00dfe.\u201c \u201eGut, dann sprechen wir Ukrainisch\u201c, antwortet er l\u00e4chelnd.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_2544177\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2544177\" class=\"wp-image-2544177\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Yuri.jpg\" alt=\"Yurii Sheliazhenko: \u201eWir m\u00fcssen das Narrativ von der Unvermeidbarkeit des Kriegs \u00e4ndern.\u201c\" width=\"832\" height=\"471\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Yuri.jpg 1280w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Yuri-300x170.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Yuri-820x464.jpg 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 832px) 100vw, 832px\" \/><p id=\"caption-attachment-2544177\" class=\"wp-caption-text\"><em>(Bild von Mauro Carlo Zanella)<\/em><\/p><\/div>\n<p><em>Zum Gl\u00fcck erleichtert die \u00dcbersetzerapp die Unterhaltung. Er erkundigt sich nach meinem Beruf. \u201eIch bin kein Journalist, ich unterrichte an einer Grundschule neun- und zehnj\u00e4hrige M\u00e4dchen und Jungen in den F\u00e4chern Italienisch und Geschichte.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eDie Geschichte der Menschheit oder die Geschichte Italiens?\u201c, fragt er genauer nach. \u201eErz\u00e4hlst du deinen Sch\u00fclern, dass Afrika die Wiege der Menschheit ist?\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eNat\u00fcrlich, das ist eines der ersten Dinge, die ich ihnen erkl\u00e4re.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eFragen sie, wie es dann sein kann, dass wir alle hellh\u00e4utig sind?\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eIch sage ihnen, dass wir durch die Sonne unsere urspr\u00fcngliche Hautfarbe ein St\u00fcck weit zur\u00fcckgewinnen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Er l\u00e4chelt. \u201eF\u00fcr uns Ukrainer:innen ist es schwieriger, eine gute Br\u00e4une zu bekommen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eLehrst du auch \u00fcber das R\u00f6mische Reich, was Mussolini so sehr mochte?\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eWir unterrichten es auf eine kritische Art und Weise, vor allem in Bezug auf Militarismus und Sklaverei. Zum Beispiel lese ich den Kindern das scharfe Urteil von Plinius dem \u00c4lteren vor, in dem er Julius Caesar vorwirft, Verbrechen gegen die Menschlichkeit w\u00e4hrend des Gallischen Kriegs begangen zu haben.\u201c Dann mache ich keinen Hehl aus meiner Sympathie f\u00fcr den thrakischen Gladiator Spartakus und den Sklavenaufstand.<\/em><\/p>\n<p><em>Er wei\u00df das zu sch\u00e4tzen, wir setzen uns hin und <\/em><em>beginnen mit dem langen Interview mit Fragen von mir und weiteren von Anna Polo aus Italien. Am<\/em> <em>Ende bringt er mich zum Taxi, weil es sp\u00e4t wird und in einer Stunde die Ausgangssperre beginnt.<\/em><\/p>\n<p><em>Als das Taxi kommt, fragt eine \u00e4ltere Dame uns, ob sie mitgenommen werden kann, was f\u00fcr den Taxifahrer und mich in Ordnung ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Yurii winkt mir herzlich zu und nun gilt meine ganze Sorge Yurii, der sich in wenigen Tagen einer schwierigen Gerichtsverhandlung stellen muss. Er ist ein tapferer Kerl, der all unsere Solidarit\u00e4t und unseren Beistand verdient.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Hier ist das Interview.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Dir wird vorgeworfen, mit deinem Beitrag &#8222;Friedensagenda f\u00fcr die Ukraine und die Welt&#8220;, den du am 2. Oktober 2022, dem Internationalen Tag der Gewaltfreiheit, im Botanischen Garten der Universit\u00e4t Kiew unter der Statue von Mahatma Gandhi \u00f6ffentlich vorgetragen hast, &#8222;die russische Aggression zu rechtfertigen&#8220;. Wie antwortest du auf diesen Vorwurf?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es ist ein absurder Vorwand, mich und die von mir gef\u00fchrte Organisation, die Ukrainische Pazifistische Bewegung, daran zu hindern, f\u00fcr Frieden und Menschenrechte sowie insbesondere f\u00fcr das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden einzutreten. Die Friedensagenda rechtfertigt nicht die russische Aggression. Tats\u00e4chlich unterst\u00fctzt sie die Verurteilung der Aggression durch die Resolution der UN-Generalversammlung vom 2. M\u00e4rz 2022 sowie die Forderung nach einer friedlichen L\u00f6sung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, den Putin in einen gro\u00df angelegten Eroberungskrieg umgewandelt hat.<\/p>\n<p>Die Erkl\u00e4rung der Friedensagenda wurde weit verbreitet und an Pr\u00e4sident Zelensky geschickt und diente so als Vorwand f\u00fcr die Verfolgung, aber die Akte \u00fcber mich zeigt, dass die ukrainischen Sicherheitsdienste schon lange vor der Verbreitung der Friedensagenda hinter mir her war. Sie leiteten Ermittlungen ein, als ich im M\u00e4rz 2022 den Menschenrechtskommissar des ukrainischen Parlaments ersuchte, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden anzuerkennen und Verweigerern zu erlauben, ins Ausland zu reisen. Ein Funktion\u00e4r des Sekretariats des B\u00fcrgerbeauftragten informierte den ukrainischen Sicherheitsdienst. Ich prangerte die Situation mehrmals an; der Ombudsmann Lubinets erkannte meine Argumente nicht an, erw\u00e4hnte aber immerhin in seinem Jahresbericht, dass das Fehlen eines Ersatzdienstes gegen das verfassungsm\u00e4\u00dfige Recht verst\u00f6\u00dft, religi\u00f6se \u00dcberzeugungen zu haben, die mit dem Milit\u00e4rdienst unvereinbar sind.<\/p>\n<p><strong><em>Wie siehst du die aktuelle Kriegssituation?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der russische Aggressionskrieg ist zu einem Zerm\u00fcrbungskrieg geworden. Niemand mag ihn, aber weder der Aggressor noch das Opfer wollen aufgeben. Russland und die Ukraine sind in der Lage, das Blutvergie\u00dfen mit einem gewissen Ma\u00df an Zur\u00fcckhaltung und wohlkalkulierter Entschlossenheit fortzusetzen, um den Sieg zu erringen. Einfache Friedensvisionen, wie die Kapitulation des Feindes, sind nicht realistisch, weil beide Seiten \u00fcber eine solide wirtschaftliche Basis verf\u00fcgen, die auch international unterst\u00fctzt wird. Die Ukraine versucht, mit Hilfe vieler L\u00e4nder, eine ernsthaftere und realistischere Friedensvision zu entwickeln. Aber das f\u00e4llt mit einem verzweifelten Versuch zusammen, voranzukommen, auch wenn es keinen klaren Weg gibt. Wir sind des Kriegs \u00fcberdr\u00fcssig. Ich m\u00f6chte ihn gewaltfrei beenden, auch wenn viele Menschen sich weigern, eine derartige M\u00f6glichkeit in Betracht zu ziehen.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall wird die Ukraine nicht Teil eines Imperiums sein und dieser Krieg sollte allen Imperialisten, angefangen beim Kreml, eine Lehre sein, dass es zu kostspielig und gef\u00e4hrlich ist, ein Imperium im 21. Jahrhundert zu errichten. Sie sollten vielmehr ihre Waffen wegwerfen und anerkennen, dass ein freies Volk wie die Ukraine nicht mit Gewalt erobert werden kann; nur gro\u00dfe M\u00e4chte wie Liebe und Wahrheit k\u00f6nnen die Welt regieren und die Menschheit friedlich vereinen.<\/p>\n<p><strong><em>Was gibt dir die Kraft, in dieser schwierigen Situation weiterzumachen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Erstens ist es eine Hoffnung basierend auf Wissen und Lebenserfahrung, dass Menschen von Natur aus vern\u00fcnftig handeln und jeder Unsinn, selbst wenn es schmerzhaft ist, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter nach einer angemessenen Diskussion und Reflexion enden wird. Zweitens sind es Freunde und ein Glaube, der einl\u00e4dt, fr\u00f6hlich durch die Welt zu gehen, indem der Glaube an Gott in uns allen widerhallt.<\/p>\n<p><strong><em>M\u00f6chtest du etwas zu deinen Unterst\u00fctzer:innen in Italien und anderen L\u00e4ndern sagen, das wir \u00fcber Pressenza verbreiten k\u00f6nnen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte euch f\u00fcr die Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung danken, f\u00fcr Ver\u00f6ffentlichungen und Petitionen, f\u00fcr all das, was den Verfolger:innen der Friedensbewegung zeigt, dass die Welt zusieht. Neben meiner tiefen Dankbarkeit m\u00f6chte ich euch bitten, meinen Appell zu \u00fcbermitteln, hoffnungsvoll zu sein sowie sich von der Vorstellungskraft und nicht von primitiven Stereotypen und politischen Slogans leiten zu lassen.<\/p>\n<p>Wir, die Friedensaktivist:innen, m\u00fcssen als harmlose und produktive Idealist:innen wahrgenommen werden \u2013 und tats\u00e4chlich auch als solche handeln; als legitime Tr\u00e4umer:innen, die aktiv versuchen, die Welt zu verbessern, und sie nicht durch dumme Aktionen oder Worte verschlimmern. Wir sind offen, mit allen zu reden, aber wir sollten uns davor h\u00fcten, toxische Vorstellungen zu \u00fcbernehmen und zu verbreiten, wie z.B. Aufrufe zur Kapitulation, die f\u00e4lschlicherweise als Friedensangebote dargestellt werden; oder Hass und Entmenschlichung des \u201eFeindes\u201c, getarnt als \u201eAntifaschismus\u201c oder andere Arten von \u201eAntiautoritarismus\u201c. Wir m\u00fcssen Beispiele f\u00fcr gewaltfreies Handeln und gewaltfreier Kommunikation aufzeigen, frei von unfairen Stereotypen und Machtstrukturen. Wir m\u00fcssen uns als eine humane Gesamtbev\u00f6lkerung eines gemeinsamen Planeten erweisen, die sich um eine gewaltfreie Regierungsf\u00fchrung und Harmonie zwischen den Mitgliedern unserer Acht-Milliarden-Familie und zwischen Mensch und Natur bem\u00fcht. F\u00fchrt keine Kriege, nehmt die Dunkelheit nicht an, segelt auf dem Ozean des Lichts einer besseren Zukunft entgegen.<\/p>\n<p><strong><em>Ich glaube, dass es zwischen Krieg und Kapitulation eine dritte M\u00f6glichkeit gibt und das sind Formen der gewaltfreien Volksverteidigung. Was denkst du?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich stimme dem zu. Es ist bedauerlich, dass abgesehen von den Vereinten Nationen und einigen zivilgesellschaftlichen Organisationen Institutionen des gewaltfreien Widerstands gegen Gewalt und des unbewaffneten Schutzes der Zivilbev\u00f6lkerung selten sind, weil es an Wissen, Menschen und Ressourcen fehlt. Gewaltfreier Widerstand ist Teil des Lehrplans der Schule des Pazifismus \u201eFree Civilians\u201c, die ich hier in der Ukraine gegr\u00fcndet habe. Als Bef\u00fcrworter der Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgr\u00fcnden rufe ich zum gewaltfreien Widerstand gegen die russische Aggression auf und freue mich, wenn die Menschen ihren Weg zum Widerstand finden.<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr ist Vitaliy Alexeienko, ein ehemaliger politischer Gefangener, der vom Obersten Gerichtshof entlassen wurde und nun erneut vor dem Obersten Gerichtshof steht, wo die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe fordert. Vitaliy sagte bei der Verhandlung in erster und zweiter Instanz, er habe einen Weg gefunden, sich als Christ der Aggression zu widersetzen, ohne zu t\u00f6ten. Putin will uns spalten, aber Vitaliy ist zu einem Brieftr\u00e4ger geworden, der die Menschen in der Ukraine durch die Zustellung von Briefen, Paketen und Renten zusammenh\u00e4lt; auf diese Weise bewahrt seine friedliche Arbeit die Postkommunikation, die ein Teil der Kultur des Friedens und des sozialen Zusammenhalts ist. Ihm geht es um den Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung in der Ukraine. Wenn mehr Menschen friedliche Arbeit dem T\u00f6ten vorziehen, wird niemand mehr Soldat sein wollen, Armeen werden verschwinden und Kriege werden aufh\u00f6ren. Die innere Stimme des Gewissens ruft uns zu einer Welt, in der jede:r das T\u00f6ten ablehnt und es keine Kriege gibt.<\/p>\n<p><strong><em>Wie hat sich die ukrainische Gesellschaft seit dem Krieg ge\u00e4ndert?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die ukrainische Gesellschaft ist durch die russische Aggression schwer traumatisiert und dies weckt viele dunkle Seiten im gesellschaftlichen Bewusstsein. Wir haben uns etwas Liebe f\u00fcr Freiheit und Demokratie und den nat\u00fcrlichen Humanismus bewahrt, aber diese Werte der Friedenskultur sind fragil und der Druck des Militarismus im In- und Ausland ist \u00fcberw\u00e4ltigend. Der archaische Trugschluss, dass Gewalt Probleme l\u00f6st und mehr Gewalt die beste Antwort auf Gewalt ist, ist weit verbreitet. Dieses Konzept wird nahezu unangetastet in der kollektiven Vorstellung aufrechterhalten. Die Verlockung von Macht, Gier, Brutalit\u00e4t und Hass \u00fcberschattet den Verstand vieler. Aber sogar unter den Menschen, die weit vom Pazifismus entfernt sind, w\u00e4chst das n\u00fcchterne Verst\u00e4ndnis, dass wir nicht so werden wie der Aggressor-Staat: Der \u201eukrainische Sieg\u201c wird nicht darauf basieren, zu einem despotischen Milit\u00e4rlager bestehend aus Sklaven zu werden, das bis auf die Z\u00e4hne bewaffnet ist. Die Gesellschaft f\u00fchlt sich in die Ecke gedr\u00e4ngt, m\u00f6chte aber aus dieser toten Ecke heraustreten. Vielleicht haben wir noch keine plausible Vision davon, wie wir die russische Aggression mit W\u00fcrde und Gerechtigkeit beenden, aber wir streben danach. Wir streben nach etwas Besserem als einem endlosen Krieg, wie ihn viele \u201eRealisten\u201c hier und da prophezeit haben.<\/p>\n<p><strong><em>Wird es m\u00f6glich sein, innerhalb des ukrainischen Staats die br\u00fcderlichen Beziehungen zwischen der ukrainisch- und der russischsprachigen Bev\u00f6lkerung wieder aufzubauen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir von einer ganzheitlich humanen Bruderschaft sprechen und nicht von dem \u201egro\u00dfen Bruder im Kreml\u201c, der \u00fcber den \u201ekleinen ukrainischen Bruder\u201c regiert, dann denke ich, dass es fr\u00fcher oder sp\u00e4ter passieren muss, weil es einer normalen Beziehung zwischen benachbarten V\u00f6lkern entspricht. Aber Gerechtigkeit muss wiederhergestellt werden, um Frieden zu sichern. Russland muss seine Truppen aus der Ukraine abziehen und alle Verluste und Zerst\u00f6rungen entsch\u00e4digen, die wir erlitten haben. Vielleicht gibt es seitens der Russ:innen eine L\u00f6sung, die nicht so direkt und so umstritten ist, aber im Moment kann ich nicht sagen, worin diese besteht, wohingegen es f\u00fcr die Ukrainer:innen eine minimale Bedingung ist. Wir m\u00fcssen nach L\u00f6sungen f\u00fcr Vers\u00f6hnung suchen, nach schrittweisen und weisen L\u00f6sungen, die die Mauer des Hasses, des Schmerzes und der Entfremdung St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck beseitigen.<\/p>\n<p>Ich gebe zu, dass nicht nur der russische Imperialismus, sondern auch unser ukrainischer Nationalismus ein Hindernis f\u00fcr den Frieden darstellt, insbesondere aufgrund des in beiden Ideologien verankerten Militarismus aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Aber es ist eine L\u00fcge, dass die Ukrainer:innen \u201eFaschisten\u201c sind und Putin kann nicht ernsthaft erwarten, dass die Welt diese \u201eRechtfertigung\u201c seines Kriegs glaubt; zumal er wohl jeden Wunsch nach Unabh\u00e4ngigkeit der Ukraine f\u00fcr &#8222;faschistisch&#8220; h\u00e4lt, w\u00e4hrend er seine Ambitionen deutlich macht, die Ukrainer:innen zu einem Volk mit den Russ:innen zu machen. Es ist so, dass Menschen viele Dinge im Laufe des Lebens sammeln und kollektive Sammlungen werden zum Erbe der Menschen. Kriege veranlassen Menschen dazu, Hass, Furcht und schlechte Absichten zu sammeln. Militarismus ist das Schlimmste, was Menschen gemeinsam sammeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Menschen sollten nicht durch Kriege definiert werden, die sie f\u00fchrten, f\u00fchren oder m\u00f6glicherweise f\u00fchren werden. Die Menschen m\u00fcssen ihre Identit\u00e4t mit kollektiver Vorstellungskraft, Wissen, Kunst, Fr\u00f6hlichkeit und Freude an Zusammengeh\u00f6rigkeit und Offenheit definieren, um jede:n und alles in diesem wundervollen und guten Universum annehmen zu k\u00f6nnen. Wenn wir im Licht und nicht in der Dunkelheit wandeln, werden wir Br\u00fcder und Schwestern sein, gleichberechtigt und produktiv, nicht destruktiv. Zu diesem Zweck ist eine gro\u00dfe Aufkl\u00e4rungsarbeit erforderlich.<\/p>\n<p><strong><em>Was sollten die europ\u00e4ischen V\u00f6lker tun, um den Waffenstillstand durchzusetzen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eDurchzusetzen\u201c ist ein interessantes Wort; ich hoffe, du meinst eine friedliche Durchsetzung. Ohne Friedensinitiativen oder mit den aktuellen schwachen Friedensinitiativen wird Putin seinen Angriff und Zelensky seinen Gegenangriff fortsetzen und sie werden Unterst\u00fctzer:innen haben. Um dies zu beenden, m\u00fcssen wir die Wahrheit sagen, nicht nur \u00fcber die Unrechtm\u00e4\u00dfigkeit der russischen Aggression, sondern prinzipiell \u00fcber die Unrechtm\u00e4\u00dfigkeit von Krieg und Gewalt und wir m\u00fcssen friedliche L\u00f6sungen in Betracht ziehen und umsetzen. Das Narrativ \u00fcber die Unvermeidbarkeit von Krieg muss ge\u00e4ndert werden; wir m\u00fcssen einen gewaltfreien Weg finden, um das Verhalten des Aggressor-Staates zu ver\u00e4ndern und eine wiederherstellende Gerechtigkeit, Entsch\u00e4digung oder zumindest Milderung des Schmerzes und begangenen Unrechts zu gew\u00e4hrleisten. Hieran muss im gro\u00dfen Stil gearbeitet werden, da es das Engagement vieler Menschen, viele Ressourcen, Forschung, Bildung und Dialog erfordert.<\/p>\n<p>Auch wird Widerstand notwendig sein, wenn versucht wird, Friedensbewegungen zugunsten von Kriegsbem\u00fchungen zu nutzen. Der Kreml ist daf\u00fcr ber\u00fcchtigt, indem er in der Vergangenheit Friedensaktivist:innen diskreditiert hat. Wir m\u00fcssen aus solchen Fehlern lernen. Auch wird der Widerstand gegen militaristisches Denken, Verd\u00e4chtigungen und Angriffe notwendig sein. Wir m\u00fcssen demnach f\u00fcr den Frieden arbeiten und widerstandsf\u00e4hig sein. Grunds\u00e4tzlich geht es darum, das Recht darauf, das T\u00f6ten zu verweigern, zu sch\u00fctzen und eine Vision von einer Welt zu verbreiten, in der alle Kriege beendet sind, weil alle sich weigern, zu t\u00f6ten. Und es geht auch darum, Geschichten von Menschen zu verbreiten, die ihr Leben nach dieser Vision mit voller Hoffnung gelebt, Antworten auf alle Herausforderungen des Militarismus gefunden und die Erfahrung des erfolgreichen gwaltfreien Widerstands gemacht haben.<\/p>\n<p><em><strong>\u00dcbersetzung aus dem Englischen von Sarah Ostrycharczyk vom ehrenamtlichen Pressenza-\u00dcbersetzungsteam erstellt. <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir suchen Freiwillige!\u00a0<\/a><\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Freund schreibt mir: \u201eDu bist wirklich mutig!\u201c Aber die Wahrheit ist, dass ich gro\u00dfe Angst habe. 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