{"id":2542221,"date":"2024-08-13T10:11:55","date_gmt":"2024-08-13T09:11:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2542221"},"modified":"2024-08-13T10:14:20","modified_gmt":"2024-08-13T09:14:20","slug":"ausbeutung-auf-bestellung-was-tun-gegen-prekaere-arbeitsbedingungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/08\/ausbeutung-auf-bestellung-was-tun-gegen-prekaere-arbeitsbedingungen\/","title":{"rendered":"\u201eAusbeutung auf Bestellung\u201c: Was tun gegen prek\u00e4re Arbeitsbedingungen?"},"content":{"rendered":"<div data-aos=\"fade-up\">\n<p><strong>Migrantische Arbeiter:innen sind in Gewerkschaften kaum vertreten, Betriebsr\u00e4te sind in migrantischen Branchen eine Seltenheit. Wie k\u00f6nnen sie sich trotzdem gegen Ausbeutung wehren?\u00a0Dieser Frage geht Johannes Gre\u00df in seinem Buch \u201eAusbeutung auf Bestellung\u201c nach. Ein Vorabdruck.<\/strong><\/p>\n<p><em>von Johannes Gress f\u00fcr <a href=\"http:\/\/moment.at\">moment.at<\/a><\/em><\/p>\n<p>In \u00d6sterreich arbeiten ungarische Paketzusteller bis zu 17 Stunden t\u00e4glich und syrische Essenslieferanten f\u00fcr sechs Euro pro Stunde. In den vergangenen Jahren starben in \u00d6sterreichs W\u00e4ldern mehr als ein Dutzend rum\u00e4nische Forstarbeiter und indische Reinigungskr\u00e4fte beklagen sexuelle \u00dcbergriffe, w\u00e4hrend sie ohne Papiere die Wohnungen von Diplomat:innen und Professor:innen putzen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"simple-page__article-wysiwyg wysiwyg-content aos-init aos-animate\" data-aos=\"fade-up\">\n<div class=\"simple-page__article-wysiwyg wysiwyg-content aos-init aos-animate\" data-aos=\"fade-up\">\n<p>\u00d6ffentlich wird \u00fcber die Arbeits- und Lebensrealit\u00e4ten von Migrant:innen in \u00d6sterreich wenig gesprochen. Deren \u201eSystemrelevanz\u201c wird erst offensichtlich, wenn sie fehlen. Dann werden, wie zu Beginn der Coronapandemie im April 2020, Sonderz\u00fcge und Charterflieger bem\u00fcht, um Osteurop\u00e4er:innen nach \u00d6sterreich zu schleusen, weil es an Pfleger:innen und Saisonarbeiter:innen mangelt. Einige Sonntagsreden, Blumenstr\u00e4u\u00dfe, warme Worte und die Sache war vergessen. Trotz vieler anderslautender und vollmundiger Ank\u00fcndigungen sind L\u00f6hne und Arbeitsbedingungen in den systemrelevanten Branchen heute nahezu dieselben wie vor dem Ausbruch der Seuche.<\/p>\n<h2>Es geht um Macht<\/h2>\n<p>Sich selbst gegen Ausbeutung zu wehren, f\u00e4llt den Betroffenen schwer: Migrant:innen sind vom Wahlrecht gr\u00f6\u00dftenteils ausgeschlossen, in Gewerkschaften sind sie kaum vertreten, Betriebsr\u00e4te sind in migrantischen Branchen eine Seltenheit. Mangelnde Sprach- und Rechtskenntnisse, fehlende Alternativen am Arbeitsmarkt, ein unsicherer Aufenthaltsstatus und die Angst, gek\u00fcndigt zu werden, erschweren es ihnen, auf ihre Rechte zu pochen. Zugleich lassen Unternehmen nichts unversucht, Mittel und Wege zu finden, dieses Machtungleichgewicht f\u00fcr sich zu nutzen.<\/p>\n<p>Dass Migrant:innen in \u00d6sterreich zu fragw\u00fcrdigen Bedingungen arbeiten, im Schnitt weniger verdienen, weniger soziale und kulturelle Aufstiegschancen haben, ist kein Naturgesetz. Deren Arbeitsbedingungen sind kein Versehen und keine ungl\u00fcckliche F\u00fcgung des Schicksals. Sie sind das Resultat wirtschaftlicher und politischer Entscheidungen, die getroffen wurden, weil bestimmte Akteur:innen bestimmte wirtschaftliche oder politische Interessen verfolgen. Machtverh\u00e4ltnisse sind das Ergebnis einer Vielzahl von Entscheidungen. Das bedeutet, dass es immer auch anders h\u00e4tte kommen k\u00f6nnen \u2013 und dass es nicht auf alle Ewigkeit so sein muss.<\/p>\n<h2>Ein nicht f\u00fcr alle goldenes Zeitalter<\/h2>\n<p>Im 19. Jahrhundert etwa schlossen sich Arbeiter:innen zusammen, traten in den Streik oder demonstrierten, sie gr\u00fcndeten Gewerkschaften. F\u00fcr ihren Kampf um k\u00fcrzere Arbeitstage und h\u00f6here L\u00f6hne bezahlten sie einen hohen Preis. In \u00d6sterreich m\u00fcndeten diese K\u00e4mpfe nach Ende des Zweiten Weltkriegs in einem gut ausgebauten Sozial- und Wohlfahrtsstaat, schlagkr\u00e4ftigen Gewerkschaften und dem Abschluss zahlreicher Kollektivvertr\u00e4ge, die Mindestl\u00f6hne und Arbeitnehmer:innenrechte garantieren. R\u00fcckblickend gelten die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg gerne als \u201eGoldenes Zeitalter\u201c, in dem die Wirtschaft brummte, die Arbeitslosigkeit nahezu verschwand und sich Arbeitende Jahr f\u00fcr Jahr \u00fcber ordentliche Lohnzuw\u00e4chse freuen konnten.<\/p>\n<p>Ausgeblendet wird, dass diese Zeiten vor allem f\u00fcr in \u00d6sterreich geborene, m\u00e4nnliche* Arbeiter \u201egolden\u201c waren \u2013 w\u00e4hrend Frauen* unbezahlt im Haushalt arbeiteten und die sogenannten Gastarbeiter die, gelinde gesagt, weniger angesehene Arbeit erledigten.<\/p>\n<h2>Schwierige Zielgruppe<\/h2>\n<p>Innerhalb der \u00f6sterreichischen Gewerkschaften wirkt diese Entwicklung bis heute nach. Einen besonders hohen Organisationsgrad weist die Gewerkschaftsbewegung vor allem im Bereich der Industrie- und Automobilbranche auf; also dort, wo eine relativ einheitliche, deutschsprechende, m\u00e4nnliche* Gruppe Schicht f\u00fcr Schicht geschlossen in die Fabrik schlendert, von Betriebsr\u00e4ten vertreten wird und sich beim gemeinsamen Essen in der Kantine \u00fcber Arbeitsbedingungen austauschen kann.<\/p>\n<p>Grob l\u00e4sst sich sagen: Je weiblicher und migrantischer eine Branche, desto schlechter ist es um die Macht der Lohnabh\u00e4ngigen bestellt. Menschen, die kaum Deutsch sprechen und mit fragw\u00fcrdigen Arbeitsvertr\u00e4gen ausgestattet sind, alleine auf Fahrr\u00e4dern durch die Stadt kurven, in kleinen Gr\u00fcppchen in steilen H\u00e4ngen B\u00e4ume f\u00e4llen oder Privatwohnungen schrubben, sind f\u00fcr Gewerkschaften eine Zielgruppe, die denkbar schwer zu erreichen ist.<\/p>\n<p>Um die Arbeitsbedingungen von Migrant:innen in f\u00fcr Ausbeutung anf\u00e4lligen Branchen zu verbessern, sind herk\u00f6mmliche gewerkschaftliche Methoden wie Kollektivvertragsverhandlungen und Betriebsr\u00e4te nur mehr bedingt geeignet. Es braucht neue Instrumente, Strategien, Organisationsformen und B\u00fcndnisse. Die Gewerkschaften sollten sich auch in diesen Bereichen strategisch und politisch weiter neu ausrichten. Bei Arbeitsbedingungen handelt es sich um ein politisches Problem. Und ein politisches Problem braucht politische L\u00f6sungen.<\/p>\n<h2>Gegenseitiges Misstrauen<\/h2>\n<p>Vereinzelte Ans\u00e4tze seitens der Gewerkschaft, migrantische Lohnabh\u00e4ngige zu unterst\u00fctzen, gab es bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren. Beispielsweise informierten Gewerkschafter:innen Gastarbeiter:innen in jugoslawischen Zeitungen und Radiosendung und inserierten in Medien migrantischer Communities. Mehrsprachige Flyer und Plakate wurden in Kulturzentren und Kaffeeh\u00e4usern verteilt.<\/p>\n<p>Aber bis heute beschr\u00e4nkt sich das gewerkschaftliche Engagement f\u00fcr prek\u00e4r arbeitende Migrant:innen zu sehr auf einzelne Initiativen und engagierte Einzelpersonen. Sprachbarrieren und die r\u00e4umliche Fragmentierung der Arbeitenden sind zentrale H\u00fcrden in der Organisierung. Migrant:innen kn\u00fcpfen selten von sich aus Kontakt zur Gewerkschaft \u2013 weil sie von deren Existenz nichts wissen, die Sprache nicht sprechen oder generelles Misstrauen gegen\u00fcber (staatlichen) Institutionen hegen. Vor allem Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus neigen dazu, menschenunw\u00fcrdige Arbeitsbedingungen runterzuschlucken, um ihre Zukunft im Land nicht zu gef\u00e4hrden. Erschwerend kommt hinzu, dass Gewerkschaften f\u00fcr Subunternehmer:innen und Freie Dienstnehmer:innen formal nicht zust\u00e4ndig sind.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"attachment_2542222\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2542222\" class=\"wp-image-2542222 size-full\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3101.webp\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1275\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3101.webp 1920w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3101-300x199.webp 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3101-820x545.webp 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-2542222\" class=\"wp-caption-text\">Schlecht abgesicherte migrantische Arbeiter:innen gibt es in \u00d6sterreich auch in der Forstarbeit<\/p><\/div>\n<\/div>\n<h2>Gemeinsame K\u00e4mpfe<\/h2>\n<p>Um diese H\u00fcrden zu \u00fcberwinden, braucht es neue, zielgruppenspezifische Angebote und Strategien. Diese Arbeit l\u00e4sst sich nicht vom Schreibtisch aus erledigen, sie passiert drau\u00dfen auf den Stra\u00dfen und Feldern, in den W\u00e4ldern sowie in den ethnischen Communities. Spezifische auf die Zielgruppe und Arbeitssituation zugeschnittene strategische Konzepte zu entwickeln, ist m\u00fchsam, mitunter frustrierend, braucht viel Zeit, Personal und Geld.<\/p>\n<p>Der Aufwand kann sich auch f\u00fcr die Gewerkschaften selbst lohnen: Es k\u00f6nnen neue Mitglieder gewonnen werden und neue Kenntnisse \u00fcber Sprachen, Kulturen und Arbeitsk\u00e4mpfe sind mitunter wertvolles Know-how f\u00fcr bestehende Strukturen, beispielsweise um das erstsprachliche Beratungsangebot auszubauen.<\/p>\n<p>Wichtig ist, dass die Organisierung von au\u00dfen die eigentliche Zielgruppe nicht \u00fcbergeht, es sollte nicht f\u00fcr prek\u00e4r Arbeitende, sondern mit ihnen gek\u00e4mpft werden. Prek\u00e4r arbeitende Migrant:innen sind politische Subjekte, sie m\u00fcssen essenzieller Teil ihrer Arbeitsk\u00e4mpfe sein. Vorhandene Potenziale migrantischer Arbeiter:innen (das Wissen \u00fcber Arbeitsabl\u00e4ufe und die Branche, M\u00f6glichkeiten und Strategien zur Organisierung, wunde Punkte in einem Unternehmen) und Ressourcen der Gewerkschaften (Wissen, Infrastruktur, Geld, Netzwerke) sollten geb\u00fcndelt werden, um eine gemeinsame Organisierung zu erm\u00f6glichen. Im gemeinsamen Handeln, im gemeinsamen Kampf k\u00f6nnen sich gemeinsame Positionen, Interessen, ein gemeinsames Bewusstsein herausbilden.<\/p>\n<h2>\u201eSocial Movement Unionism\u201c<\/h2>\n<p>Richtungsweisend f\u00fcr eine solidarische Organisierung kann das Konzept des \u201eSocial Movement Unionism\u201c sein. Dem zugrunde liegt die \u00dcberlegung, dass Menschen in kapitalistischen Gesellschaften nicht nur in ihrer Lohnarbeit Unterdr\u00fcckung und Diskriminierung erfahren, sondern am (profitorientierten) Wohnungsmarkt, im (unterfinanzierten, privatisierten) Gesundheits- und Bildungssystem, bei Beh\u00f6rden und Gerichten und so weiter. Da kapitalistische Herrschaft viele Lebensbereiche durchdringt, sieht \u201eSocial Movement Unionism\u201c vor, Interessenpolitik nicht nur in Form von Lohnpolitik, sondern f\u00fcr den \u201eganzen Menschen\u201c zu betreiben, f\u00fcr die Interessen von Lohnabh\u00e4ngigen in s\u00e4mtlichen Lebensbereichen zu k\u00e4mpfen \u2013 sei es f\u00fcr h\u00f6here Pensionen, eine bessere Gesundheitspolitik oder st\u00e4rkere demokratische Rechte.<\/p>\n<p>\u201eSocial Movement Unionism\u201c begreift Gewerkschaften als einen Teil einer sozialen Bewegung, die kapitalistische Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung in s\u00e4mtlichen Lebensbereichen bek\u00e4mpft. Hierzu sind B\u00fcndnisse zwischen Gewerkschaften und migrationspolitischen, antirassistischen oder feministischen Gruppen n\u00f6tig, mit Gruppen, die f\u00fcr niedrigere Mieten, verkehrsberuhigte Stadtteile oder eine Reform des Wahlrechts k\u00e4mpfen. Interessenpolitik f\u00fcr den \u201eganzen Menschen\u201c kann helfen, politische Bruchlinien entlang von Herkunft oder Geschlecht zu \u00fcberwinden. Die gemeinsame Erfahrung von Unterdr\u00fcckung und Ausbeutung kann als Ausgangspunkt gemeinsamer K\u00e4mpfe dienen.<\/p>\n<div id=\"attachment_2542223\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2542223\" class=\"wp-image-2542223 size-full\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3102.webp\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1278\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3102.webp 1920w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3102-300x200.webp 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3102-820x546.webp 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-2542223\" class=\"wp-caption-text\">Auch Lieferdienste sind f\u00fcr die Gewerkschaften schwer zu organisieren<\/p><\/div>\n<h2>Die Macht des Digitalen<\/h2>\n<p>Angesichts der r\u00e4umlichen Fragmentierung der Lohnabh\u00e4ngigen in den betroffenen Branchen sind digitale Kommunikationskan\u00e4le ein wichtiges Instrument im Arbeitskampf. Die ersten Streiks beim Essenszusteller Deliveroo in London 2016 wurden von den Ridern selbst via Chatgruppen organisiert. Das galt auch f\u00fcr die folgenden Proteste in Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und in Spanien. In Turin setzten Foodora-Rider ihr Unternehmen unter Druck, indem sie sich alle zeitgleich aus der App ausloggten.<\/p>\n<p>Wie die Soziologin Johanna Neuhauser und Kolleg:innen recherchierten, nutzen Arbeiter:innen in der Paketbranche Chatgruppen, um sich \u00fcber Arbeitsbedingungen und Rechte auszutauschen. Apps und Onlineangebote k\u00f6nnen Lohnabh\u00e4ngige im Kampf um ihre Rechte unterst\u00fctzen. Die Agriworker-App informiert Saisonarbeiter:innen und Erntearbeiter:innen in D\u00e4nemark, \u00d6sterreich, Deutschland und Polen \u00fcber Arbeitsrechte. Seit Sommer 2022 gibt es in \u00d6sterreich die sogenannte Hitze-App f\u00fcr Bauarbeiter:innen, die Alarm schl\u00e4gt, wenn die Au\u00dfentemperatur \u00fcber 32,5 Grad Celsius steigt \u2013 und Arbeiter:innen um Hitzefrei ansuchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit faircrowd.work haben Lohnabh\u00e4ngigenvertretungen aus \u00d6sterreich, Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Schweden und den USA eine Homepage\u00a0 geschaffen, die Gig-Arbeiter:innen in verschiedenen Sprachen \u00fcber ihre Rechte und die Arbeitsbedingungen verschiedener Plattformen informiert. Mit der Initiative fair.work beteiligen sich Wissenschafter:innen am Kampf f\u00fcr bessere Rechte von prek\u00e4r Arbeitenden. In D\u00e4nemark arbeitet die Gewerkschaft 3F derzeit an einer rein digitalen \u201eUnion in the Sky\u201c. Per Mausklick soll sie Reinigungskr\u00e4ften Zugang zu Informationen \u00fcber Arbeitsrechte und M\u00f6glichkeiten zum Austausch mit Betriebsrat, Gewerkschaft und Kolleg:innen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<h2>\u201eName and Shame\u201c<\/h2>\n<p>Soziale Medien bieten eine g\u00fcnstige M\u00f6glichkeit, Proteste \u00f6ffentlichkeitswirksam zu inszenieren. Oftmals ist Konsument:innen wenig \u00fcber die Bedingungen der Plattformarbeit bekannt \u2013 mit sogenannten \u201ename and shame\u201c-Aktionen kann Aufmerksamkeit generiert und das \u00f6ffentliche Bewusstsein gesch\u00e4rft werden.<\/p>\n<p>Durch geschickte Social Media-Arbeit konnten Rider von Deliveroo in London f\u00fcr ihren sechst\u00e4gigen Streik rund 13.000 Pfund (ca. 15.200 Euro) an Spenden sammeln, um die Lohnausf\u00e4lle der Streikenden zu kompensieren. Institutionell sollten sich Gewerkschaften weiter an die Lebensrealit\u00e4ten von atypisch Arbeitenden anpassen. Eine M\u00f6glichkeit insbesondere f\u00fcr Saisonarbeiter:innen, sind tempor\u00e4re Gewerkschaftsmitgliedschaften zum verg\u00fcnstigten Tarif, wie das etwa bei der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Deutschland m\u00f6glich ist. Hierdurch h\u00e4tten Saisonarbeiter:innen auch kurzfristig Anspruch auf Beratungsleistungen, Rechtsschutz und Streikgelder.<\/p>\n<h2>Service und Organizing<\/h2>\n<p>Zus\u00e4tzlich sollte der Versuch unternommen werden, Service-und Organizing-Aktivit\u00e4ten st\u00e4rker zu verkn\u00fcpfen. Neuhauser und Kolleg:innen stellten in einer Studie fest, das Arbeiterkammer und Gewerkschaften unter Migrant:innen gro\u00dfes Ansehen genie\u00dfen. \u00dcberwiegend werden \u00d6GB und AK jedoch als \u201eServiceeinrichtung\u201c betrachtet, im Falle von Rechtsstreitigkeiten oder unbezahlten L\u00f6hnen. Organizing-Teams k\u00f6nnen auf das Vertrauen in die \u201eServiceeinrichtung\u201c aufbauen. Eine bessere Vernetzung zwischen Service und Organizing kann helfen, Kontakte zu kn\u00fcpfen, gemeinsam Strategien zu entwickeln, mehr migrantische Funktion\u00e4r:innen zu gewinnen, um beispielsweise das erstsprachliche Angebot auszubauen.<\/p>\n<p>Diese Kontakte k\u00f6nnen genutzt werden, um dringend notwendige Betriebsratsstrukturen auf- bzw. auszubauen. Betriebsr\u00e4t:innen sind wichtige Ansprechpartner:innen f\u00fcr Gewerkschaften innerhalb der Betriebe, sie dienen zur Informationsvermittlung und als Br\u00fcckenkopf zwischen Arbeitenden und Gewerkschaft.<\/p>\n<h2>Konfrontationskurs<\/h2>\n<p>International zeigt sich, dass Arbeitsk\u00e4mpfe von prek\u00e4r arbeitenden Migrant:innen vor allem erfolgreich sind, wenn diese abseits des gr\u00fcnen Tisches und mit hoher Konfliktbereitschaft stattfinden. F\u00fcr Gewerkschaften bedeutet das, dass sie sich nicht auf ihrer Rolle als <span class=\"glossary-word\" data-tippy-content=\"ist die Zusammenarbeit von Vertretungen der ArbeitnehmerInnen und Vertretungen der ArbeitgeberInnen. Das sind in \u00d6sterreich der Gewerkschaftsbund \u00d6GB, die Arbeiterkammer, die Landarbeiterkammer, die Landwirtschaftskammer und die Wirtschaftskammer. Sie verhandeln beispielsweise Kollektivvertr\u00e4ge.\">Sozialpartner<\/span> ausruhen d\u00fcrfen und mehr auf Mitgliederst\u00e4rke und Mobilisierungsf\u00e4higkeit setzen sollten. Das beinhaltet die Bereitschaft, mehr innergewerkschaftliche Demokratie zu wagen. Mehr M\u00f6glichkeiten zur Mitgestaltung vergr\u00f6\u00dfert Handlungsspielr\u00e4ume und erh\u00f6ht die Glaubw\u00fcrdigkeit. Es braucht die Bereitschaft, Kooperationen mit anderen Organisationen einzugehen, von diesen zu lernen, sie weniger als Bedrohung oder Konkurrenz wahrzunehmen, sondern vorhandene Potenziale zu nutzen. Es braucht die Bereitschaft, Macht abzugeben, die Interessen von Lohnabh\u00e4ngigen \u00fcber die der eigenen Organisation zu stellen. Es braucht mehr Offenheit gegen\u00fcber unkonventionellen Formen des Arbeitskampfes, autonomen Gruppen, sozialen Bewegungen und deren Aktionsformen. Arbeitskampf muss keinem Drehbuch mit vorformulierten Reden, akkordierten Slogans, professionell designten Schildern oder einer angemeldeten Demoroute folgen. Proteste m\u00fcssen Raum lassen f\u00fcr Spontanit\u00e4t, Emotionen und Affekte.<\/p>\n<h2>Eine Frage der Klasse<\/h2>\n<p>Innerhalb der Gewerkschaften und der Betriebsr\u00e4te braucht es eine Sensibilisierung f\u00fcr die Spaltung von Belegschaften in typisch und atypisch Arbeitende und f\u00fcr rassistische Diskriminierung. Es braucht ein Bewusstsein daf\u00fcr, dass diese Spaltungen zum Nachteil aller Lohnabh\u00e4ngigen gehen. Die Prekarisierung von Arbeitsverh\u00e4ltnissen macht nicht bei Migrant:innen Halt. Wenn es Lohnabh\u00e4ngige nicht gemeinsam schaffen, diese Entwicklung aufzuhalten, sind fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auch Lohnabh\u00e4ngige mit \u00f6sterreichischem Pass davon betroffen \u2013 sofern sie es nicht ohnehin schon sind. Arbeitsbedingungen sind eine Frage der Klasse, nicht der Nationalit\u00e4t \u2013 dementsprechend gilt es auch als Klasse zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem m\u00fcssen Gewerkschaften institutionelle und nationalstaatliche Barrieren abbauen. Es braucht branchen\u00fcbergreifende, gemeinsame Aktionen, Solidarit\u00e4t der mitgliederstarken, finanziell gut ausgestatteten Teil- bzw. Fachgewerkschaften mit den schw\u00e4cheren Organisationen. Solidarit\u00e4tsstreiks haben in \u00d6sterreich und Deutschland kaum Tradition, scheinen allerdings wieder an Popularit\u00e4t zu gewinnen. Im Februar streikten in Deutschland die Pilot:innen der Lufthansa-Tochter Discover, um das Bodenpersonal in ihrer Forderung nach 12,5 Prozent mehr Gehalt zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<h2>Internationale Solidarit\u00e4t<\/h2>\n<p>Im Grundsatzprogramm des \u00d6GB ist von \u201einternationaler Solidarit\u00e4t\u201c die Rede \u2013 um diese Forderung nachhaltig mit Leben zu f\u00fcllen, braucht es mehr Zusammenarbeit mit Gewerkschaften in den Sendel\u00e4ndern. Allzu oft versteifen sich Gewerkschaften auf die Organisierung der Lohnabh\u00e4ngigen innerhalb der eigenen nationalen Grenzen \u2013 w\u00e4hrend Unternehmen und Konzerne l\u00e4ngst alle Grenzen \u00fcberwunden haben. Der Internationalisierung von Kapital und Produktion kann nur mit einer Internationalisierung politischer und sozialer K\u00e4mpfe begegnet werden \u2013 ansonsten \u201everkommt die notwendige Internationale Solidarit\u00e4t zur leeren Worth\u00fclse\u201c.<\/p>\n<p>Die hier vorgeschlagenen \u201eImpulse\u201c kommen bequem vom Schreibtisch aus, sie umzusetzen, ist weit komplexer. Prek\u00e4r arbeitende Migrant:innen zu organisieren ben\u00f6tigt enorme Ressourcen, braucht Zeit, Geld, Personal, Wissen und vieles mehr. Doch weltweit l\u00e4sst sich beobachten, wie die Macht von Gewerkschaften zur\u00fcckgedr\u00e4ngt wird, die Mitgliederzahlen sinken und Arbeitsbedingungen \u00fcber alle Branchen hinweg prek\u00e4rer werden. Die Organisation von prek\u00e4r arbeitenden Migrant:innen mag nicht zu den traditionellen gewerkschaftlichen Aufgaben geh\u00f6ren \u2013 aber das schwierig zu organisierende Feld der prek\u00e4r Arbeitenden kann eine M\u00f6glichkeit sein, wieder an St\u00e4rke und Einfluss zu gewinnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Zum Buch: Ausbeutung auf Bestellung<\/h2>\n<p>Autor: Johannes Gre\u00df<br \/>\nErscheinungsdatum:\u00a0 19. August 2024<br \/>\nCa. 260 Seiten, 22,90 Euro<br \/>\n<a href=\"https:\/\/shop.oegbverlag.at\/\/ausbeutung-auf-bestellung-9783990466971\">Weitere Infos<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Die von Moment.at verfassten Inhalte stehen, soweit nicht anders vermerkt, unter der Lizenz Creative Commons BY-SA 4.0. Inhalte d\u00fcrfen demnach ohne R\u00fcckfrage \u00fcbernommen werden.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Migrantische Arbeiter:innen sind in Gewerkschaften kaum vertreten, Betriebsr\u00e4te sind in migrantischen Branchen eine Seltenheit. 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