{"id":2541658,"date":"2024-08-10T15:36:06","date_gmt":"2024-08-10T14:36:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2541658"},"modified":"2024-08-10T15:36:06","modified_gmt":"2024-08-10T14:36:06","slug":"nescafes-verantwortungsvolle-kaffeebeschaffung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/08\/nescafes-verantwortungsvolle-kaffeebeschaffung\/","title":{"rendered":"Nescaf\u00e9s \u00abverantwortungsvolle\u00bb Kaffeebeschaffung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nestl\u00e9, der weltgr\u00f6sste Kaffeekonzern, verspricht, ab 2025 nur noch \u00abverantwortungsvoll\u00bb beschafften Kaffee zu verkaufen. Der 2010 lancierte Nescaf\u00e9 Plan soll weltweit das Leben von Hundertausenden Kaffeeb\u00e4uerinnen und -Arbeitern verbessert haben.<\/strong><\/p>\n<p>Ein neuer Public Eye Bericht zeigt auf: In Brasilien und Mexiko k\u00f6nnen diese vom Kaffeeanbau kaum leben \u2013 daran hat auch Nescaf\u00e9s Vorzeige-Programm nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Millionen Kaffeeb\u00e4uerinnen und -bauern weltweit in bitterer Armut leben und unz\u00e4hlige Arbeiter*innen zu unw\u00fcrdigen Bedingungen auf Kaffeefarmen schuften, werden mit dem Verkauf von Kaffee jedes Jahr mehrere Hundert Milliarden US-Dollar umgesetzt. Der globale Markt w\u00e4chst kontinuierlich, und bis 2050 k\u00f6nnte sich die Nachfrage verdoppeln; insbesondere Detailh\u00e4ndler und R\u00f6stkonzerne erzielen anhaltend hohe Gewinne.<\/p>\n<p>Das profitable R\u00f6stgesch\u00e4ft ist weltweit in den H\u00e4nden von immer weniger multinationalen Getr\u00e4nke- und Lebensmittelkonzernen. Unangefochtene Nummer 1 ist der Westschweizer Konzern Nestl\u00e9, vor dem US-amerikanischen Konzern Starbucks und dem niederl\u00e4ndischen Konglomerat JDE Peet&#8217;s.<\/p>\n<p>Nestl\u00e9 r\u00f6stet mindestens jede zehnte geerntete Kaffeebohne auf der Welt und erzielt mit dem Wachstumsgesch\u00e4ft Kaffee, seiner gr\u00f6ssten Produktsparte, ein Viertel des Konzernumsatzes: 22,4 Milliarden Franken im Jahr 2021. Der Export seiner Nespressokapseln, die ausschliesslich im Inland hergestellt werden, tr\u00e4gt dazu bei, dass die Schweiz gemessen am Handelswert zur Exportweltmeisterin von ger\u00f6stetem Kaffee wurde. Die wichtigste Kaffeemarke des Konzerns aber ist Nescaf\u00e9: Deren Fabriken, die haupts\u00e4chlich l\u00f6slichen Pulverkaffee, aber unter der Marke Dolce Gusto auch kosteng\u00fcnstigen Kapselkaffee herstellen, verschlingen weltweit mindestens 80% der von Nestl\u00e9 beschafften Kaffeemenge \u2013 mehr als 800.000 Tonnen j\u00e4hrlich. Vor allem dank der weltgr\u00f6ssten Kaffeemarke l\u00e4sst Nestl\u00e9, insbesondere beim Verkauf von Pulverkaffee, die Konkurrenz weit hinter sich.<\/p>\n<div class=\"info_box_text\">\n<p><strong>Schweizer Kaffee \u2013 what else?<\/strong><\/p>\n<p>R\u00f6stkonzerne wie Nestl\u00e9 kaufen ihren Kaffee in der Regel nicht direkt von Produzent*innen oder Bauernkooperativen, sondern bei lokalen Zwischenh\u00e4ndlern oder internationalen H\u00e4ndlern, also wiederum bei Grosskonzernen, die den Ex- und Import und h\u00e4ufig auch die Prim\u00e4rverarbeitung, zum Teil sogar den Anbau in den Produktionsl\u00e4ndern kontrollieren.<\/p>\n<p>Der weltgr\u00f6sste Kaffeeh\u00e4ndler, die Neumann Kaffee Gruppe mit Sitz in Hamburg, steuert in Zug einen grossen Teil seines Handelsgesch\u00e4fts. Die f\u00fcnf n\u00e4chstgr\u00f6ssten Konzerne \u2013 Ecom, OFI, Sucafina, LDC und Volcafe \u2013 haben entweder ihren Sitz oder ihr operatives Zentrum in der Schweiz. Das gilt auch f\u00fcr viele kleinere Kaffeeh\u00e4ndler. Unseren Sch\u00e4tzungen zufolge \u2013 offizielle Zahlen gibt es nicht \u2013 wird \u00fcber die H\u00e4lfte des globalen Rohkaffeevolumens \u00fcber die Schweiz gehandelt. Dies macht die Alpenrepublik zum gr\u00f6ssten Kaffeehandelsplatz der Welt.<\/p>\n<p>Obwohl der Kaffee dabei in den meisten F\u00e4llen physisch nicht in die Schweiz gelangt, ist das Land heute \u2013 gemessen am Handelswert \u2013 nach Brasilien auch die zweitgr\u00f6sste Kaffeeexporteurin. Und mit einem Exportwert von fast 3,3 Milliarden Franken im Jahr 2022 ist das Land sogar Exportweltmeister von ger\u00f6stetem Kaffee. Dieser Wert ist beinahe 1,5-mal so hoch wie die Werte f\u00fcr die Exporte der gr\u00f6ssten Konkurrenten Italien und Deutschland. Die Ausfuhrmenge ist seit 2002 fast um den Faktor 19 auf 109,4 Millionen Kilogramm explodiert, dazu hat sich der Wert pro Kilogramm verdoppelt. Massgeblichen Anteil an diesem beispiellosen Aufschwung hat Nespresso, dessen weltweiter Umsatz seit 2002 um das 18-Fache gestiegen ist und dessen Fabriken in der Schweiz unseren Sch\u00e4tzungen zufolge mehrheitlich f\u00fcr den Export j\u00e4hrlich etwa 7 Millionen Kapseln produzieren.<\/p>\n<\/div>\n<h3>Nescaf\u00e9 trinken und die Welt verbessern?<\/h3>\n<p>Auf der Nescaf\u00e9-Website verspricht der Schweizer Konzern: \u00abMithilfe unserer Gr\u00f6sse m\u00f6chten wir die Welt zum Guten ver\u00e4ndern.\u00bb Dies haupts\u00e4chlich mit seinem Vorzeige-Nachhaltigkeitsprogramm, dem Nescaf\u00e9 Plan, der 2010 lanciert wurde, um weltweit die Wertsch\u00f6pfung \u00abvom Produzenten \u00fcber den Konsumenten bis hin zu uns\u00bb zu verbessern, wie es der damalige Nestl\u00e9-CEO und heutige VR-Pr\u00e4sident Paul Bulcke formuliert hatte. 2022 verk\u00fcndete Nestl\u00e9, dass im Rahmen des Nescaf\u00e9 Plan Investitionen von \u00fcber 350 Millionen Franken get\u00e4tigt, 270 Millionen Kaffeesetzlinge verteilt und 900.000 Schulungen durchgef\u00fchrt worden seien. Damit sei das Leben und das Einkommen unz\u00e4hliger B\u00e4uerinnen und Bauern vor allem in Brasilien, Vietnam, Mexiko, Indonesien, Honduras, C\u00f4te d&#8217;Ivoire und Kolumbien verbessert worden. Gleichzeitig k\u00fcndigte der Konzern an, den Nescaf\u00e9 Plan mit neuem Fokus auf klimafreundlicher Landwirtschaft bis 2030 fortzusetzen. Mit jeder getrunkenen Tasse Nescaf\u00e9 k\u00f6nnten die Konsument*innen \u00abdie Welt ein kleines bisschen besser\u00bb machen, heisst es in der Werbung. F\u00fcr betroffene Kaffeeb\u00e4uerinnen und -bauern sieht die Realit\u00e4t jedoch anders aus, wie wir in der Reportage aus der Kaffeeregion Soconusco im mexikanischen Bundesstaat Chiapas aufzeigen. Dort sind heute viele vom Programm bitter entt\u00e4uscht und protestieren gegen die desastr\u00f6se Einkaufspolitik von Nestl\u00e9, die sie in Armut h\u00e4lt und den Jungen die Zukunftsperspektive raubt.<\/p>\n<p>Die Kaffeeb\u00e4uerinnen und -bauern in Chiapas m\u00fcssen mit billigem Robusta-Kaffee konkurrieren, den Nestl\u00e9 in grossen Mengen aus Vietnam und vor allem Brasilien importiert. Dank Bew\u00e4sserung, viel D\u00fcnger und schattenlosen Intensivmonokulturen wird der Robusta-Kaffee, den Nestl\u00e9 zur Herstellung des Nescaf\u00e9-Pulverkaffees ben\u00f6tigt, dort besonders kosteng\u00fcnstig produziert. Robusta-Sorten gelten im Vergleich zu Arabica-Sorten als widerstandf\u00e4higer und pflegeleichter, aber auch als qualitativ minderwertiger. Fast 70% des weltweiten Robusta-Kaffees stammen heute aus Vietnam und Brasilien, ein F\u00fcnftel der Gesamtmenge allein aus dem brasilianischen Bundesstaat Esp\u00edrito Santo, wo das im Gegensatz zu den meisten anderen Kaffeeanbaugebieten flache Land eine Teilmechanisierung der Ernte erlaubt.<\/p>\n<p>Auch Nestl\u00e9 beschafft in Esp\u00edrito Santo grosse Mengen des Kaffees, der in Brasilien Conilon genannt wird. Zwei Journalistinnen des brasilianischen Reporterkollektivs Rep\u00f3rter Brasil sind f\u00fcr uns w\u00e4hrend der Erntesaison 2023 in die Region gereist, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen der laut Nestl\u00e9s Angaben ebenfalls \u00abverantwortungsvoll\u00bb produzierte Kaffee dort angebaut wird.<\/p>\n<h3>Der Preis der Mechanisierung<\/h3>\n<p>Im Mai 2022 verlor die damals 41-j\u00e4hrige Kaffeeb\u00e4uerin Rog\u00e9ria Silveira ihren linken Unterarm. Die Plane der Kaffee-Erntemaschine auf ihrer Farm in Esp\u00edrito Santo war verrutscht; um sie wieder zurechtzur\u00fccken, musste sie ihren Arm in das Ger\u00e4t stecken. Doch ihre Hand verhakte sich, in Panik liess sie die Steuerung los und dann \u00abdrehte sich der Zylinder und riss mir den Arm ab\u00bb, erz\u00e4hlt Rog\u00e9ria Silveira. Im Juni desselben Jahres verunfallte auch der 24-j\u00e4hrige Landarbeiter Pablo Henrique Souza Fabem. Er musste mit seinen Kollegen die Plane mit einem Seil verst\u00e4rken, weil die darauf liegenden Kaffeezweige vom Regen des Vortags zu schwer waren. \u00abEs ging alles sehr schnell\u00bb, sagt Claudio Rizzo, Inhaber der Farm Santa Luzia in Nova Ven\u00e9cia, wo sich der Unfall ereignete. \u00abSeil und Plane wickelten sich um sein Bein, und er wurde in die Maschine hineingezogen.\u00bb Rizzo meint, er habe sich beeilt, die Maschine auszuschalten, was mangels Notfallknopf aber nicht sofort klappte. \u00abPablos Bein wurde abgetrennt, und er erlitt schwere innere Verletzungen\u00bb, so der Kaffeebauer. Am n\u00e4chsten Tag verstarb der Arbeiter im Krankenhaus.<\/p>\n<p>In der Erntesaison 2022 kam es in Esp\u00edrito Santo nach Angaben der Beh\u00f6rden zu insgesamt sieben Amputationen und zwei Todesf\u00e4llen. Von Januar bis Juli 2023 wurden in der Region wiederum 16 Unf\u00e4lle registriert. Die umgebauten und urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Bohnenernte entwickelten Maschinen wiegen etwa 4 Tonnen und verf\u00fcgen \u00fcber bis zu 100 Meter lange Planen, auf die Arbeiter*innen die Zweige der Kaffeepflanzen werfen. Das Ger\u00e4t zieht die Plane ein, zerst\u00fcckelt die Zweige und separiert den Kaffee. Obwohl diese Ger\u00e4te schon \u00fcber zehn Jahre eingesetzt werden, wurden die Beh\u00f6rden erst k\u00fcrzlich durch vermehrte Unfallmeldungen auf das Problem aufmerksam. \u00abDie Maschine hat oft M\u00fche, die Kaffeezweige einzuziehen, der Arbeiter muss dann nachhelfen\u00bb, erkl\u00e4rt Staatsanw\u00e4ltin Fernanda Barreto Naves in S\u00e3o Mateus. Unf\u00e4lle betreffen daher meist die oberen Gliedmassen. \u00abViele dieser Maschinen verf\u00fcgen nicht einmal \u00fcber eine Notfallabschaltung\u00bb, so die Staatsanw\u00e4ltin.<\/p>\n<p>Die Erntemaschinen, \u00fcber die vor allem die gr\u00f6sseren Farmen verf\u00fcgen, sowie die chemieintensive Produktion erm\u00f6glichen erhebliche Kosteneinsparungen, sodass die B\u00e4uerinnen und Bauern insgesamt etwas besser dastehen als diejenigen im mexikanischen Chiapas. Doch auch ihr Einkommen ist bescheiden. Eine aktuelle Analyse der Global Coffee Platform deutet darauf hin, dass besonders kleinere Produzent*innen mit weniger als 50 Hektar Land nicht genug verdienen, um einen w\u00fcrdigen Lebensstandard zu halten. Aufgrund der geringen Anzahl untersuchter Robusta-Betriebe lassen sich die Ergebnisse nicht verallgemeinern. Aber sie sind ein Hinweis darauf, dass Conilon-B\u00e4uerinnen und -Bauern in Brasilien deutlich weniger verdienen als Arabica-Produzent*innen.<\/p>\n<p>Daran vermag offenbar auch der Nescaf\u00e9 Plan nichts zu \u00e4ndern, wie mehrere Teilnehmende des Programms best\u00e4tigen. Im Gegenteil: Weil Nestl\u00e9 respektive seine Zwischenh\u00e4ndler \u2013 darunter sind lokale Zwischenh\u00e4ndler und internationale Handelskonzerne wie Volcafe aus Winterthur \u2013 h\u00e4ufig tiefere Preise bezahlten, w\u00fcrden sie meist andere Abnehmer bevorzugen, so die B\u00e4uerinnen und Bauern, die im Gegensatz zu den Produzent*innen in Chiapas zwischen mehreren Robusta-Abnehmern ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Wer kann, sucht eine andere Arbeit<\/h3>\n<p>Idalino Agrizzi sch\u00e4tzt, dass er seit der Mechanisierung seiner Farm etwa dreimal weniger Erntehelfer*innen ben\u00f6tigt. Dennoch klagt er wie s\u00e4mtliche befragten Nescaf\u00e9-Plan-B\u00e4uerinnen und -Bauern in der Region \u00fcber einen akuten Arbeitskr\u00e4ftemangel. Erntearbeiter Jo\u00e3o Santos erkl\u00e4rt denn auch, dass er und seine Kolleg*innen wenn immer m\u00f6glich eine andere Arbeit suchten. Die L\u00f6hne seien tief und die Kaffee-Ernte sehr anstrengend. Ausserdem gebe es keinerlei Lohnsicherheit, weil \u2013 wie weltweit \u00fcblich\u2013 nach der gepfl\u00fcckten Menge Kaffeekirschen und bei der teilmechanisierten Ernte nach geschnittenen Kaffeestr\u00e4uchern gezahlt werde. Diese variiere stark, je nach Wetter, der Produktivit\u00e4t der jeweiligen Pflanzen und der k\u00f6rperlichen Belastbarkeit der Arbeiter*innen. Hinzu kommen intransparente Lohnabz\u00fcge f\u00fcr die meist sehr rudiment\u00e4ren Unterk\u00fcnfte und die h\u00e4ufig einseitige, ungesunde Verpflegung.<\/p>\n<p>Systematische Erhebungen zum Verdienst der Erntearbeiter*innen in Esp\u00edrito Santo fehlen. Erhebungen aus Minas Gerais, wo ein Grossteil des brasilianischen Kaffees produziert wird, zeigen aber, dass die Durchschnittsl\u00f6hne bei Weitem nicht existenzsichernd sind. Aus den Gespr\u00e4chen vor Ort wird klar, dass f\u00fcr die Arbeiter*innen nur ein Bruchteil der Wertsch\u00f6pfung abf\u00e4llt: Sie erhalten umgerechnet etwa 10 Franken f\u00fcr vier S\u00e4cke (240 Kilogramm) Kaffeekirschen, die dann zu einem 60-Kilo-Sack Rohkaffee verarbeitet werden. Der Zwischenh\u00e4ndler bezahlt den Kaffeeb\u00e4uerinnen und -bauern daf\u00fcr ungef\u00e4hr 120 Franken und verkauft den Sack nach der Aufbereitung der Kaffeebohnen f\u00fcr etwa 170 Franken an Nestl\u00e9 weiter, der daraus sch\u00e4tzungsweise 25 Kilogramm Pulverkaffee herstellen kann. Der Verkaufspreis dieser Menge an fertigem Nescaf\u00e9 im Einzelhandel bel\u00e4uft sich je nach Produkt gesch\u00e4tzt auf etwa 700 bis 1000 Franken in Brasilien oder 1700 bis 2000 Franken in der Schweiz.<\/p>\n<p>Der Arbeiter Jo\u00e3o Santos (Name auf Wunsch ge\u00e4ndert) erkl\u00e4rt, dass die Ernte von Hand anstrengender sei, die mechanisierte aber gef\u00e4hrlicher; wegen der Sicheln, mit denen er und seine Kolleg*innen die Kaffeezweige abschneiden, sowie der Erntemaschinen, die eine Gefahr seien f\u00fcr alle, die sie bedienen oder die sich in der N\u00e4he der Plane aufhielten. Zwar haben sich die Kaffeeproduzent*innen und die Maschinenhersteller im Herbst 2022 freiwillig zu minimalen Sicherheitsstandards inklusive einer Vorrichtung, um die Maschine im Notfall zu stoppen, verpflichtet. Doch gem\u00e4ss den lokalen Beh\u00f6rden werden diese kaum umgesetzt. Auch auf Agrizzis Nescaf\u00e9-Plan-Farm wurde im Juli 2023 der Einsatz nicht sicherheitskonformer Maschinen festgestellt. Produzent Fernando Catelan, der Nestl\u00e9 ebenfalls mit Robusta beliefert, ist einer der wenigen, welche die alten Maschinen durch regelkonforme ersetzt haben. Danach seien die Unf\u00e4lle um 90% zur\u00fcckgegangen, sagt der Produzent. Die mangelhaften Maschinen bleiben jedoch meist im Umlauf. Auch Fernando Catelan hat seine verkauft \u2013 an einen anderen Bauern in der Gegend.<\/p>\n<h3>Sklaverei\u00e4hnliche Arbeitsbedingungen<\/h3>\n<p>Die Region ist nicht nur gepr\u00e4gt durch tiefe L\u00f6hne und ein hohes Unfallrisiko, es kam auch wiederholt zu Verst\u00f6ssen gegen das Arbeitsrecht. 2022 und 2023 wurden mindestens zwei Farmbesitzer, die Teil des Nescaf\u00e9 Plan sind, von den Beh\u00f6rden geb\u00fcsst, etwa weil sie den Arbeiter*innen keine Toiletten zur Verf\u00fcgung gestellt, nicht die n\u00f6tige Schutzausr\u00fcstung bereitgestellt oder ihnen bei anstrengenden T\u00e4tigkeiten keine Ruhepausen genehmigt hatten. In den beiden Jahren wurden zudem 30 Kaffeearbeiter*innen in Esp\u00edrito Santo aus sklaverei\u00e4hnlichen Arbeitsbedingungen befreit. In ganz Brasilien waren es im selben Zeitraum mehrere Hundert, und Expert*innen gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Betroffene erhalten kein Trinkwasser, wohnen in primitivsten Unterk\u00fcnften, zum Teil ohne Toiletten, arbeiten ohne Vertrag oder werden unregelm\u00e4ssig bezahlt. Einigen wird zudem der Pass abgenommen, sodass sie auf den Farmen festsitzen.<\/p>\n<p>Solche Zust\u00e4nde wurden wiederholt auch auf zertifizierten Farmen festgestellt, die Kaffeeh\u00e4ndler aus der Schweiz belieferten, im Jahr 2019 auch auf einer mit dem Nespresso-AAA-Nachhaltigkeitssiegel ausgezeichneten Farm. Ob Nestl\u00e9 2022 und 2023 in Esp\u00edrito Santo bei betroffenen Produzent*innen Kaffee eingekauft hat, l\u00e4sst sich nicht eruieren.<\/p>\n<h3>Nachhaltigkeit zum Billigtarif<\/h3>\n<p>Als \u00abNachweis\u00bb, dass der unter dem Nescaf\u00e9 Plan beschaffte Kaffee \u00abnachhaltig\u00bb ist, verwendet der Konzern in erster Linie die Zertifizierung durch 4C. Dieser Branchenstandard wurde in den Nullerjahren von dem von R\u00f6st- und Handelskonzernen gegr\u00fcndeten Deutschen Kaffeeverband und dem Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung lanciert und von Nestl\u00e9 miterarbeitet. Die Anforderungen des Codes gehen kaum \u00fcber gesetzliche Vorschriften hinaus, und Studien zeigen, dass seine Durchsetzung im Vergleich zu anderen Zertifizierungen schwach ist. Die Gr\u00fcnder zeigten sich damals \u00fcberzeugt, dass gerade ein solch niederschwelliges Angebot \u2013 f\u00fcr R\u00f6stkonzerne wie Nestl\u00e9 ist die 4C-Zertifizierung vergleichsweise kosteng\u00fcnstig \u2013 es erm\u00f6glichen werde, \u00f6kologische, soziale und \u00f6konomische Nachhaltigkeit in den Massenmarkt zu bringen. 4C sah sich damals selbst als \u00abEinsteigerstandard\u00bb, der Unternehmen dazu bewegen werde, sp\u00e4ter auf st\u00e4rkere Zertifizierungen zu wechseln.<\/p>\n<p>Im Fall von Nestl\u00e9 sollte sich diese Voraussage jedoch nicht bewahrheiten: Der Konzern st\u00fctzt sein Versprechen, bis 2025 zu 100% \u00abverantwortungsvoll\u00bb beschafften Kaffee zu verwenden, bis heute in allererster Linie auf 4C. Allein 2022 kaufte Nestl\u00e9 629.000 Tonnen an 4C-Rohkaffee.<\/p>\n<p>Auch der Kaffee, den Nestl\u00e9 im mexikanischen Chiapas und in Esp\u00edrito Santo unter dem Nescaf\u00e9 Plan beschafft, ist 4C-zertifiziert und damit angeblich \u00abnachhaltig\u00bb. Vor Ort zeigte sich jedoch ein anderes Bild: B\u00e4uerinnen und Arbeiter profitierten kaum oder gar nicht von der Zertifizierung, deren Umsetzung scheinbar auch wenig kontrolliert wird.<\/p>\n<p>So best\u00e4tigten die B\u00e4uerinnen und Bauern in Esp\u00edrito Santo, dass es zwar Audits gebe, diese aber vergleichsweise \u00abentspannt\u00bb seien. Auch sogenannt \u00abunangek\u00fcndigte\u00bb Audits w\u00fcrden mindestens 24 Stunden im Voraus kommuniziert \u2013 eine absurde Praxis, die schon lange kritisiert wird. Punkto Arbeitsbedingungen und Entl\u00f6hnung von Arbeitskr\u00e4ften sind die Anforderungen von 4C schwach, wie Expert*innen vor Ort best\u00e4tigen. Und generell erschwert bis verunm\u00f6glicht die fehlende Transparenz unabh\u00e4ngige Kontrollen, gibt die Organisation 4C doch die Namen der zertifizierten Farmen nicht bekannt.<\/p>\n<p>Insbesondere aber macht der freiwillige und jeweils vor Ort ausgehandelte 4C-Preisaufschlag weder f\u00fcr die zertifizierten B\u00e4uerinnen und Bauern in Mexiko noch in Brasilien einen Unterschied. In Esp\u00edrito Santo erhalten sie gerade mal 1 Rappen pro Kilogramm Kaffee. Die f\u00fcr die Zertifizierung notwendigen Massnahmen sind aber mit Kosten verbunden, und der Preis f\u00fcr den Kaffee ist schlicht zu tief, als dass sie ihr Einkommen damit verbessern k\u00f6nnten, wie sie best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Studien zeigen, dass freiwillige Zertifizierungen generell bestenfalls marginale positive Auswirkungen auf das Einkommen von Kaffeeb\u00e4uerinnen und -bauern haben. Hinzu kommt, dass anforderungsarme Standards wie 4C die Wirksamkeit von Zertifizierungen grunds\u00e4tzlich untergraben: Das Streben der R\u00f6stkonzerne nach m\u00f6glichst 100% \u00abverantwortungsvollem\u00bb Kaffee zum Billigtarif hat damit nicht Nachhaltigkeit im Massenmarkt, sondern einen Unterbietungswettbewerb bei den Zertifizierungen ausgel\u00f6st, der zu sch\u00e4dlichen Qualit\u00e4tseinbussen f\u00fchrt. Nestl\u00e9 und 4C sind das Paradebeispiel f\u00fcr diesen fatalen Mechanismus. Der Schweizer Konzern verspricht Nachhaltigkeit im Kaffeeanbau, priorisiert aber in der Praxis den Einkauf des Rohstoffs zu m\u00f6glichst billigsten Preisen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Produzent*innen bedeutet dies anhaltend tiefe Einkommen, die wiederum tiefe L\u00f6hne f\u00fcr Arbeiter*innen und menschenunw\u00fcrdige Arbeitsbedingungen auf den Plantagen zur Folge haben. Und in Chiapas m\u00fcssen Kleinb\u00e4uerinnen und -bauern zusehen, wie ihre Kinder auswandern, weil sie im Kaffeeanbau, der ihre Familien einst mit Stolz erf\u00fcllte, keine Zukunft mehr sehen.<\/p>\n<p class=\"author\" style=\"text-align: right;\"><em>Public Eye<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nestl\u00e9, der weltgr\u00f6sste Kaffeekonzern, verspricht, ab 2025 nur noch \u00abverantwortungsvoll\u00bb beschafften Kaffee zu verkaufen. Der 2010 lancierte Nescaf\u00e9 Plan soll weltweit das Leben von Hundertausenden Kaffeeb\u00e4uerinnen und -Arbeitern verbessert haben. 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