{"id":2536541,"date":"2024-07-14T13:55:53","date_gmt":"2024-07-14T12:55:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2536541"},"modified":"2024-07-14T13:55:53","modified_gmt":"2024-07-14T12:55:53","slug":"meinhard-creydt-der-foucault-ismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/07\/meinhard-creydt-der-foucault-ismus\/","title":{"rendered":"Meinhard Creydt &#8211; Der Foucault-Ismus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Analyse und Kritik einiger seiner zentralen Lehren<\/strong><\/p>\n<p>Als der Westberliner Merve Verlag im Jahr 1977 die zeitgen\u00f6ssischen franz\u00f6sischen Philosophen, allen voran Michel Foucault, entdeckte und f\u00fcr das deutschsprachige Publikum zu publizieren begann, ging ein Raunen und Staunen durch jenen Teil der westdeutschen Linken, der Theoriearbeit f\u00fcr unverzichtbar erachtete, wollte man der Revolution allen Widrigkeiten zum Trotz doch noch auf die Spr\u00fcnge helfen. Auch wenn es Nachgeborenen kaum vorstellbar erscheinen mag, herrschte damals zumindest in einem breiten linken Milieu der urbanen Metropolen die Stimmung vor, dass allenfalls der Zeitpunkt der revolution\u00e4ren Umw\u00e4lzung ungewiss sei, nicht jedoch ihre letztendlich unvermeidbare Durchsetzung. Dann aber zeigte die Staatsgewalt ihre Z\u00e4hne und Klauen, w\u00e4hrend sich die \u00f6konomischen Verh\u00e4ltnisse krisenbedingt verd\u00fcsterten. Die Linke zerlegte sich unter diesem Druck in diverse mehr oder minder marginale Segmente, die sich in heftigen Grabenk\u00e4mpfen gegenseitig aufrieben, oder kehrte ins b\u00fcrgerliche Lager zur\u00fcck, wenn sie es denn je verlassen hatte. Mit dem \u00dcberlebensinstinkt, nur ja nicht auf der falschen Seite zu landen, verschrieb man sich der Parole, dass fortschrittliche Politik und bezahlte Berufst\u00e4tigkeit sehr wohl zu verbinden seien. In Projekten, NGOs oder Parteien, wom\u00f6glich gar akademischen Stellen oder anderen halbwegs dotierten H\u00e4fen existenzieller Geborgenheit lie\u00df es sich \u00fcberwintern und verschmerzen, dass das Fr\u00fchlingserwachen der Revolte nicht mehr wiederkehren wollte.<\/p>\n<p>In dieser Phase fortschreitenden Niedergangs schienen die nun auch hierzulande entdeckten franz\u00f6sischen Philosophen geradezu die Fanfaren zum n\u00e4chsten Sturmangriff auf die Bastionen der Reaktion zu schmettern. Zumindest aber in jenen Kreisen, die sich irgendwie f\u00fcr intellektuell hielten oder es gern gewesen w\u00e4ren, war der anf\u00e4ngliche Geheimtipp alsbald in aller Munde. Nachdem man wie alle anderen auf Marx geschworen hatte, obgleich ihn die Wenigsten wirklich ausgiebig studierten, war es kein Hindernis, dass sich Foucault als recht schwer verdaulich erwies. Ihn in den h\u00f6chsten T\u00f6nen zu loben und bedeutungsschwer zu zitieren reichte vielfach schon aus, um damit das eigene Portefeuille geh\u00f6rig aufzuh\u00fcbschen. Der assoziative Gedankensprung, Marx habe eben manches au\u00dfer Acht gelassen oder schlichtweg noch nicht wissen k\u00f6nnen, so dass Foucault und Konsorten die Fackel nun weitertr\u00fcgen und bislang \u00fcbersehene, aber ungemein wichtige Schatztruhen unverzichtbaren Erkenntnisgewinns gehoben h\u00e4tten, barg aufkeimende Hoffnung. Noch schien nicht alles verloren, lie\u00df sich doch das Rad des Studierens und Disputierens mit neuem Schwung weiterdrehen.<\/p>\n<p>Indessen h\u00e4tte rasch Argwohn erwecken m\u00fcssen, dass Foucault &#8211; den Zeitl\u00e4uften geschuldet &#8211; zwar auch seine radikale Phase hatte, w\u00e4hrend der er sich in den 1950er Jahren f\u00fcr eine kurze Frist der Kommunistischen Partei Frankreichs anschloss, sich sp\u00e4ter jedoch vom Marxismus distanzierte. Er war sogar einer der ersten, der die damals aktuellen marxistischen Geschichtstheorien und Kategorien wie Dialektik, Ideologie, Entfremdung oder &#8222;fortschrittliches Bewusstsein&#8220; zur\u00fcckwies. Das brachte ihm gewaltigen Gegenwind seitens der franz\u00f6sischen Linken und deren Galionsfigur Jean-Paul Sartre wie auch der Theoretiker der Frankfurter Schule ein. In eine Nachfolge marxistisch begr\u00fcndeter Kritik der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse kann man ihn also keinesfalls stellen. Damit geht nat\u00fcrlich nicht zwangsl\u00e4ufig einher, dass er auf ganzer Linie dahinter zur\u00fcckgefallen w\u00e4re. So gilt es insbesondere zu pr\u00fcfen, ob er wom\u00f6glich doktrin\u00e4r erstarrte Traditionslinien aufgebrochen, blinde Flecken ausgeleuchtet und bis dahin ignorierte Felder der Auseinandersetzung er\u00f6ffnet haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Da Foucault zu einem leuchtenden Stern am Himmel der Philosophie aufgestiegen ist und als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts gilt, kam niemand von Rang und Namen umhin, sich an ihm abzuarbeiten. Die Liste prominenter Kritiker ist denn auch ellenlang, und deren Einw\u00e4nde fallen nicht selten so harsch und vernichtend aus, dass man sich wundern muss, wie der hochgelobte doch zugleich vielgescholtene Geistesarbeiter diese Anw\u00fcrfe relativ unbeschadet \u00fcberstehen konnte. Ist er in H\u00f6hen des Denkens aufgestiegen, in denen er alle \u00fcberragte, oder war er eher ein Meister verbalakrobatischer Nebelkerzen, der sein Publikum zu bet\u00f6ren verstand, so dass es ihm nicht auf die Schliche kam? Er stand jedenfalls Versuchen einer Systematisierung seines Werkes zeitlebens ablehnend gegen\u00fcber und l\u00e4sst sich nicht eindeutig einer philosophischen Richtung zuordnen. So wird er zwar heute h\u00e4ufig als Poststrukturalist bezeichnet, doch hat er sich selbst diesen Schuh ebenso wenig angezogen wie das Raster des Postmodernisten akzeptiert. Er sorgte allenthalben f\u00fcr enorme Turbulenzen, indem er mit seinen Thesen das traditionelle philosophische Denken ersch\u00fctterte und dar\u00fcber leidenschaftlichen Kontroversen das Feld er\u00f6ffnete.<\/p>\n<p>Wenngleich sich die damalige Aufregung um Foucault l\u00e4ngst gelegt hat, steht doch fest, dass sein Einfluss auf die nachfolgende Entwicklung bedeutsam war. Er gilt heute als allgemeiner Klassiker des Denkens, dessen Werk die geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Ans\u00e4tze und Methoden in betr\u00e4chtlichem Ma\u00dfe mitgepr\u00e4gt hat. So wird sein Konzept der Gouvernementalit\u00e4t intensiv diskutiert wie er auch eine Reihe weiterer Forschungsfelder zu eigenen Ans\u00e4tzen inspiriert: von feministischer Theoriebildung und Gender Studies \u00fcber Cultural und Postcolonial Studies bis hin zur P\u00e4dagogik, Politik- und Geschichtswissenschaft. Foucaults Wellenschlag ist also noch l\u00e4ngst nicht verebbt.<\/p>\n<p>Esoterische Tiefe oder praktische Werkzeugkiste?<\/p>\n<p>Dass Meinhard Creydt sich im vorliegenden Band dieser Thematik angenommen hat, ist also keineswegs aus der Zeit gefallen oder von allenfalls geschichtsbeflissenem Interesse. Ganz im Gegenteil nimmt er mit dem Foucault-Ismus eine in manchen akademischen Kreisen und kulturellen Szenen nach wie vor popul\u00e4re Unsitte aufs Korn, sich bei Versatzst\u00fccken des Meisters zu bedienen. Es geht dabei um ein Gef\u00fcge von Einstellungen, Redeweisen und Gedanken, die sich nicht mit Foucaults Begr\u00fcndungen auseinandersetzen, sondern Fragmente nachsprechen oder zitieren, als seien sie evident. Um aber einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ob diese Deutungsversuche im Werk angelegt sind oder sich weit von ihm entfernen, vielleicht gar in blo\u00dfe Missverst\u00e4ndnisse abgleiten, ist eine \u00dcberpr\u00fcfung ihrer Herkunft anhand origin\u00e4rer Quellen erforderlich. So l\u00e4sst sich dieses Buch auf eine gr\u00fcndliche Auseinandersetzung mit Texten Foucaults ein und scheut dabei die M\u00fche nicht, deren entscheidende Inhalte und Vorgehensweisen infrage zu stellen.<\/p>\n<p>Zur Sprache kommt dabei, welchen tats\u00e4chlichen oder unterstellten M\u00e4ngeln anderer Theorien gegen\u00fcber Foucault seine Deutungsangebote zu profilieren vermag. Er\u00f6rtert werden seine positiven Leitbilder wie &#8222;Vielfalt&#8220;, Perspektivismus, Nominalismus, &#8222;ein anderer werden&#8220;, aber auch die Ausblendungen und Reduktionen, die Vermischungen und Verschiebungen in seinen Texten, an denen es nicht mangelt, kommen unter die Lupe. Zu einigen der bei Foucault verhandelten Realit\u00e4ten wie Disziplinierung, Macht in der kapitalistischen \u00d6konomie, b\u00fcrgerliche Gesellschaft und staatliches Handeln, Subjektform, Ideologie und &#8222;Wahnsinn&#8220; legt der Autor Argumentationen vor, die fundierte Alternativen zu Foucaults Interpretationen vorschlagen. So arbeitet Creydt ungeachtet aller Ver\u00e4nderungen in dessen Denken einige durchg\u00e4ngige Grundmotive heraus, was wiederum zur Kl\u00e4rung der Frage beitr\u00e4gt, welchen Zeitgeist die Theoreme des Foucault-Ismus artikulieren und f\u00f6rern. Es erh\u00e4rtet sich der Verdacht, dass dieser letzten Endes so schlicht und profan daherkommt, wie es bereits im Werk angelegt ist.<\/p>\n<p>Zwei Varianten der Foucault-Rezeption d\u00fcrften einer solch ern\u00fcchternden Folgerung allerdings vehement widersprechen: Zum einen werden weithin bekannte Konstrukte wie &#8222;Biopolitik&#8220; oder &#8222;Gouvernementalit\u00e4t&#8220; nicht selten wie eine Allzweckwaffe auf beliebige Gegenst\u00e4nde der Untersuchung angewendet, als seien ihrer unersch\u00f6pflichen Feuerkraft keine Grenzen gesetzt. Zum anderen geben ambitionierte Interpreten vor, am &#8222;esoterischen&#8220; Foucault anzusetzen, als seien dessen tiefste Dimensionen allein konvertierten Lesern vorbehalten. War des Meisters Denken tats\u00e4chlich so komplex, dass es nur ein kleiner Kreis von Adepten umf\u00e4nglich erfassen kann? Er selbst hat durchaus einger\u00e4umt, dass er Unklarheiten als Schutzschirm benutze, mit dem er sich der Kritik entziehen k\u00f6nne, doch wirbt er an anderer Stelle mit der Pr\u00e4zision seiner Analysen. So zelebriert er eine Duplizit\u00e4t, indem er einerseits durch eine Verr\u00e4tselung seiner Texte exzessive Interpretationen provoziert und andererseits mit seinen Dementis umso mehr eine un\u00fcberbr\u00fcckbare Kluft zwischen dem Werk und dessen Deutungen aufrechterh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Er gibt sich einerseits esoterisch, als k\u00f6nne ihn niemand ermessen, und behauptet doch mit einem Wechsel aufs exoterische Bein, sich unverbl\u00fcmt und eindeutig zu \u00e4u\u00dfern. So vergleicht er seine B\u00fccher wortw\u00f6rtlich mit kleinen Werkzeugkisten, woraus man diesen oder jenen Satz, diese oder jene Idee oder Analyse als Schraubenzieher verwenden k\u00f6nne. Was handwerklich und bescheiden daherzukommen scheint, erweist sich auf den zweiten Blick doch als gewaltiger Anspruch, den Denkhaushalt jeden Kopfwerkers mit den Standardinstrumenten auszustatten. Wenn leichtfertige Rezipienten diesem Vorschlag folgen und Versatzst\u00fccke wie Schraubenzieher verwenden, ohne sich um Foucaults Argumentationen und deren Stichhaltigkeit zu scheren, scheint dies gleichsam als erfolgversprechendes Vermarktungskonzept in der Denkweise des franz\u00f6sischen Philosophen angelegt zu sein und im Foucault-Ismus durchaus einen entsprechenden Ausdruck zu finden.<br \/>\nFl\u00fcchtiger Tanz zwischen den Disziplinen<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin kein Historiker. Und ich bin kein Romancier. Aber ich schreibe so etwas wie historische Romane&#8220; (S. 283), zog sich Foucault elegant aus der Aff\u00e4re, wobei nat\u00fcrlich noch die Philosophie als drittes Feld seiner Bezugnahme hinzuzuf\u00fcgen w\u00e4re. F\u00fcr Foucaults Vorgehen sei charakteristisch, dass er Schilderungen, die jeweils f\u00fcr sich genommen nicht zu \u00fcberzeugen verm\u00f6gen, miteinander kombiniert und sie sich gegenseitig abst\u00fctzen l\u00e4sst, kritisiert der Autor. Spreche er etwa \u00fcber &#8222;den&#8220; Wahnsinn, denke er nicht \u00fcber das psychische Problem als solches nach, sondern verorte einen Schl\u00fcssel in der Kunst von Blanchot und Roussel, van Gogh und Artaud sowie in einem recht speziellen Verst\u00e4ndnis von Sprache. In Vergleich zu diesem Zugang w\u00fcrden sich Foucault zufolge alle psychologischen und psychiatrischen Theorien \u00fcber den Wahnsinn blamieren.<\/p>\n<p>Anhand dieses Beispiels, das nat\u00fcrlich nur ein kleines Segment aus dem umfangreichen Schaffen Foucaults wie auch den zahlreichen kritischen Einw\u00e4nden Creydts herausgreift, l\u00e4sst sich recht anschaulich aufzeigen, was den Foucault-Ismus auszeichnet. Dem Anspruch nach eine radikale und fundamentale Kritik an einem Problem, das gleichsam zum Gravitationszentrum allen gesellschaftlichen Geschehens erhoben wird, handelt es sich vielmehr um ein Ausweichman\u00f6ver, das eine neue und \u00fcberraschende Perspektive als einzig relevanten Umgang postuliert. Wenngleich sich Foucault nicht mit den Fachleuten der jeweiligen Disziplinen messen kann, was ihm unter anderem von Historikern harsch angekreidet wurde, \u00fcberw\u00e4ltigt er sein Publikum mit einem \u00dcberangebot an Details und schnellen Spr\u00fcngen zwischen historischen Fragmenten, gesellschaftstheoretischen \u00dcberlegungen und ehrfurchtgebietenden philosophischen Referenzen.<\/p>\n<p>Foucault greift nach Belieben bestimmte historische Momente und Schlaglichter heraus, die seine Thesen zu st\u00fctzen scheinen, w\u00e4hrend er unpassende ausblendet und nicht selten Behauptungen aufstellt, die als widerlegt gelten d\u00fcrfen. Er ignoriert nach Bedarf vorangegangene Forschungen zum selben Thema, wenn er verk\u00fcndet, niemand vor ihm habe dieses oder jenes Problem erkannt. Damit nicht genug, versteht er den Eindruck zu erwecken, er pr\u00e4sentiere das Ei des Kolumbus, womit er sich dem Publikum als vermeintlich genialer Erfinder in die Erinnerung einschreibt. Man denke nur an das wohl unvermeidlich mit ihm assoziierte Panopticon, jenen kreisf\u00f6rmigen Ringbau eines Gef\u00e4ngnisses mit einem zentralen Beobachtungsturm. Angesichts dieser auf den ersten Blick faszinierenden Idee, umfassende Kontrolle ins Bild zu setzen, fragt kaum jemand nach, wie diese Vorstellung \u00fcberhaupt bautechnisch umgesetzt werden k\u00f6nnte. W\u00e4hrend Foucault behauptet, dieses Konzept sei in den Jahren 1830-1840 zum architektonischen Programm der Gef\u00e4ngnisprojekte geworden, trifft das schlichtweg nicht zu. Tats\u00e4chlich wurde das Panopticon nirgendwo in Europa gebaut, und in den USA entstand nur eine einzige Strafanstalt in Illinois nach den Entw\u00fcrfen Benthams. Foucault bet\u00e4tigt sich auch an dieser Stelle als Verfasser eines historischen Romans, der in dichterischer Freiheit die blo\u00dfe Existenz eines Modells kurzerhand mit dessen Umsetzung auf breiter Front gleichsetzt, um seinen vermeintlichen Geistesblitz geh\u00f6rig zu unterf\u00fcttern.<\/p>\n<p>Von zentraler Bedeutung f\u00fcr das Denken Foucaults ist sicherlich seine Absage an eine Theorie der Gesamtgesellschaft, was ihm den Vorwurf eingebracht hat, er repr\u00e4sentiere eine Logik des fortgeschrittenen Kapitalismus und habe dessen neoliberaler Innovation und Zuspitzung ma\u00dfgebliche Stichworte geliefert. Er erkl\u00e4rt die gro\u00dfen theoretischen Systeme bei der aktuellen politischen Analyse f\u00fcr gescheitert und fasst &#8222;Gesamtgesellschaft&#8220; als dasjenige auf, dem nur insoweit Rechnung zu tragen sei, als es zerst\u00f6rt werden soll. Es sei zu hoffen, dass es nichts mehr geben wird, was der Gesamtgesellschaft gleicht. (S. 131) Die Einheit der Gesellschaft resultiert seines Erachtens daraus, dass sich verschiedene Machtbeziehungen miteinander verketten und aneinander ihre St\u00fctze und Bedingung finden. Dabei bleibt er eine Erkl\u00e4rung schuldig, wie vom individuellen Handeln auf der Mikroebene zu \u00fcbergeordneten Strukturen, die sich unabh\u00e4ngig von einzelnen Akteuren herausbilden und verfestigen, \u00fcbergegangen werden k\u00f6nnte. Damit verabschiedet er sich von einer umfassenden Analyse der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse und ihrer K\u00e4mpfe einander widersprechender Klassen und Kr\u00e4fte zugunsten eines Wirbelns und Wechselspiels partikularer Elemente, zwischen denen &#8222;die Macht&#8220; irrlichternd wechseln k\u00f6nne.<br \/>\nSpurensuche hinter der Nebelwand<\/p>\n<p>Wenngleich man in Foucaults Werken eklatante handwerkliche Fehler, dreiste Auslassungen und frappierende Unstimmigkeiten identifizieren kann, griffe es zu kurz, ihn deswegen in Bausch und Bogen zu verwerfen. \u00c4hnliches f\u00e4nde sich auch bei vielen anderen Philosophen, w\u00e4ren sie denn ebenso prominent, polarisierend und deswegen besonders umstritten. Auch l\u00e4sst sich nicht in Abrede stellen, dass Foucault Impulse f\u00fcr ein breites Spektrum bedeutsamer Untersuchungen und Theoriebildungen gegeben hat, von denen eingangs bereits die Rede war. Nicht wenige griffen die jeweilige Thematik indessen mit einer Entschiedenheit und Streitbarkeit auf, die man bei ihm selbst eher vermisst, bestand doch eines seiner erfolgreichsten Man\u00f6ver darin, sich niemals festzulegen, sondern ein quecksilbriges Entwischen zu perfektionieren. Dank solcher Volten verstand er es immer wieder, mit seinen Texten Begeisterungsst\u00fcrme einer wachsenden Anh\u00e4ngerschaft zu entfachen und seine Vorlesungen in eine Pilgerst\u00e4tte enthusiastischer Verkl\u00e4rung zu verwandeln.<\/p>\n<p>Vielleicht lie\u00dfe sich Foucaults Feuerwerk folgenderma\u00dfen charakterisieren: Stets auf der Welle des Zeitgeistes reitend vermochte er doch den faszinierenden Eindruck zu erwecken, er sei ihm voraus, wenn nicht gar dessen genialer Urheber. Der damalige Mainstream traditionslinker Borniertheit, der von Haupt- und Nebenwiderspruch schwadronierte, bis sich der Ausbruch so lange unter dem Deckel gehaltener autonomer K\u00e4mpfe an diversen Fronten nicht mehr verhindern lie\u00df, musste sich an die eigene Nase fassen. Foucaults Schwenk zur individualistischen Absage an die Vergesellschaftung wurde nicht zuletzt deswegen keineswegs als blo\u00dfes Ausweichman\u00f6ver, sondern weithin als Befreiungsschlag interpretiert, der dem zuvor f\u00fcr nachrangig erkl\u00e4rten Spektrum aufbrechender emanzipatorischer Bestrebungen endlich Geltung verschaffte. Nicht zuletzt aber fragten sich damals viele insgeheim<\/p>\n<p>oder offen, wie sich der R\u00fcckzug aus dem scheiternden Kampf um eine grundlegende Ver\u00e4nderung der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse in eine Erfolgsgeschichte umm\u00fcnzen lie\u00dfe. Michel Foucault hat es vorgemacht, wie sich das Kind mit dem Bade aussch\u00fctten l\u00e4sst, ein Schlussstrich gezogen und ab sofort alles ganz anders gemacht wird.<\/p>\n<p>Noam Chomsky hat an Foucault kritisiert, weite Teile seiner Arbeiten seien unklar, falsch oder wiederholten nur in pr\u00e4tenti\u00f6ser rhetorischer Aufbereitung bereits bekannte, eher triviale Gedanken und Forschungsergebnisse anderer. Er gestand dem ihm auch aus mehreren pers\u00f6nlichen Begegnungen und Diskussionen bekannten Philosophen jedoch zu, noch der verst\u00e4ndlichste und gehaltvollste unter den franz\u00f6sischen Poststrukturalisten und Postmodernisten zu sein. Herauszuarbeiten, was Foucault tats\u00e4chlich gesagt und gemeint hat, ist dennoch, zumal im Zwielicht des Foucault-Ismus, ein m\u00fchseliges Unterfangen. Dem Autor des vorliegenden Buches ist es gelungen, diese Nebelwand zu teilen, um Schritt f\u00fcr Schritt von den dahinter verborgenen Quellen ebenso sachkundige wie kritische Kostproben zu nehmen. Sich dieser Suche anzuschlie\u00dfen verspricht ein gehaltvolles, weil den S\u00e4ulenheiligen nachvollziehbar entzauberndes Lesevergn\u00fcgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Analyse und Kritik einiger seiner zentralen Lehren Als der Westberliner Merve Verlag im Jahr 1977 die zeitgen\u00f6ssischen franz\u00f6sischen Philosophen, allen voran Michel Foucault, entdeckte und f\u00fcr das deutschsprachige Publikum zu publizieren begann, ging ein Raunen und Staunen durch jenen Teil&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1413,"featured_media":2536544,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9162,9168],"tags":[124687,124686,121918,124637],"class_list":["post-2536541","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-humanismus-und-spiritualitaet","category-politik","tag-foucault-de","tag-gesellschaftstheorie","tag-philosophie-des-20-jahrhunderts","tag-sachbuch"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Meinhard Creydt - Der Foucault-Ismus<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Analyse und Kritik einiger seiner zentralen Lehren Als der Westberliner Merve Verlag im Jahr 1977 die zeitgen\u00f6ssischen franz\u00f6sischen Philosophen, allen\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/07\/meinhard-creydt-der-foucault-ismus\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Meinhard Creydt - Der Foucault-Ismus\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Analyse und Kritik einiger seiner zentralen Lehren Als der Westberliner Merve Verlag im Jahr 1977 die zeitgen\u00f6ssischen franz\u00f6sischen Philosophen, allen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/07\/meinhard-creydt-der-foucault-ismus\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2024-07-14T12:55:53+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Michel-Foucault-painted-portrait.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"639\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"430\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Schattenblick\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Schattenblick\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/07\/meinhard-creydt-der-foucault-ismus\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/07\/meinhard-creydt-der-foucault-ismus\/\"},\"author\":{\"name\":\"Schattenblick\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/d65da92c65030205e174cb9dcafb2514\"},\"headline\":\"Meinhard Creydt &#8211; Der Foucault-Ismus\",\"datePublished\":\"2024-07-14T12:55:53+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/07\/meinhard-creydt-der-foucault-ismus\/\"},\"wordCount\":2538,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/07\/meinhard-creydt-der-foucault-ismus\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Michel-Foucault-painted-portrait.jpg\",\"keywords\":[\"Foucault\",\"Gesellschaftstheorie\",\"Philosophie des 20. 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