{"id":2531327,"date":"2024-06-18T17:32:39","date_gmt":"2024-06-18T16:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=2531327"},"modified":"2024-06-18T17:32:39","modified_gmt":"2024-06-18T16:32:39","slug":"bedrohlich-wachsende-ungleichheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/06\/bedrohlich-wachsende-ungleichheit\/","title":{"rendered":"Bedrohlich wachsende Ungleichheit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Weltweit nimmt die wirtschaftliche Ungleichheit dramatisch zu. Und damit auch die Armut weiter Bev\u00f6lkerungskreise.<\/strong><\/p>\n<p><em>Josef Estermann f\u00fcr die Online-Zeitung <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/einkommen-vermoegen\/bedrohlich-wachsende-ungleichheit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">INFOSperber<\/a><\/em><\/p>\n<p>Entgegen den Hoffnungen vieler hat die Covid-19-Pandemie nicht zu mehr Gleichheit, Solidarit\u00e4t und Zusammengeh\u00f6rigkeit gef\u00fchrt. Im Gegenteil: Die Schere zwischen Arm und Reich ist weiter aufgegangen, Milliard\u00e4re haben von der Pandemie besonders profitiert (<a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/einkommen-vermoegen\/superreiche-scheffelten-in-der-corona-zeit-billionen\/\">Infosperber<\/a> <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/so-stark-profitierten-superreiche-von-der-corona-pandemie\/#:~:text=Corona%2DPandemie%20machte%20Reiche%20noch,Dollar%20auf%205'019%20Milliarden.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berichtete<\/a>). Diese Tendenzen wurden zudem durch entsprechende Steuergeschenke befeuert. Soziale Anliegen wie Geschlechtergerechtigkeit, Care-\u00d6konomie oder V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung bleiben auf der Strecke.<\/p>\n<p><strong>Eine Plattform, welche die zunehmende Ungleichheit statistisch erfasst<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt <em><a href=\"https:\/\/inequality.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Inequality.Org<\/a><\/em> widmet sich der statistischen Erfassung der verschiedenen Formen von Ungleichheit und deren Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft. Getragen wird die Initiative vom Institut f\u00fcr politische Studien <em>(<a href=\"https:\/\/ips-dc.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Institute for Policy Studies<\/a>)<\/em> IPS, einer der f\u00fcnf gr\u00f6ssten Denkfabriken der USA mit Sitz in Washington DC. Nach eigenen Angaben tritt es f\u00fcr \u00abFrieden, Gerechtigkeit und Umweltschutz\u00bb ein.<\/p>\n<p>Im Folgenden sollen ein paar Aspekte der wachsenden Ungleichheit beleuchtet werden, die <em>Inequality.Org<\/em> aus verschiedenen Quellen zusammengetragen hat. Dazu geh\u00f6ren die Auswirkungen einer Steuerpolitik, die vor allem die Reichen und Superreichen bevorzugt <em>(Tax Inequality)<\/em>, die Ungleichheit aufgrund ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit <em>(Racial Economic Device)<\/em> und Geschlecht <em>(Gender Gap)<\/em> und die Rolle der Philanthropie. Obwohl sich die Angaben von <em>Inequality.Org<\/em> vor allem auf die USA beziehen, k\u00f6nnen diese unter Ber\u00fccksichtigung der Gr\u00f6ssenverh\u00e4ltnisse auf die meisten Volkswirtschaften im globalen Norden und S\u00fcden angewendet werden.<\/p>\n<p><strong>Steuer-Ungerechtigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Die US-Steuerpolitik der letzten Jahre hat zu einer merklichen Entlastung der reichsten Personen und der gr\u00f6ssten Unternehmen gef\u00fchrt. Im Gegenzug dazu kam es kaum zu einer Verminderung der Steuerlast bei den einkommensschwachen Bev\u00f6lkerungsschichten. Als Folge dieser vor allem unter Donald Trump durchgesetzten Steuerpolitik fehlt das Geld f\u00fcr dringende soziale, kulturelle und infrastrukturelle Investitionen der \u00f6ffentlichen Hand.<\/p>\n<p>In den \u00abgoldenen Jahren\u00bb von 1945 bis 1985 f\u00fchrte eine hohe Besteuerung der reichen Oberschicht zur Verminderung wirtschaftlicher Ungleichheit, hatte also eine im Grossen und Ganzen wirtschaftlich gerechtere Gesellschaft zur Folge. Der unmittelbare Zusammenhang von Steuersatz und Reichtum ist aus der folgenden Grafik ersichtlich. W\u00e4hrend der Steuersatz f\u00fcr das reichste Tausendstel der Bev\u00f6lkerung nach der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren auf praktisch 90 Prozent stieg, nahm dessen Anteil am nationalen Einkommen dramatisch ab. Diese Tendenz beginnt sich ab 1985 umzukehren: die Steuern f\u00fcr die Superreichen fallen auf unter 30 Prozent, ihr Einkommen dagegen w\u00e4chst stark. 2018 betrug der Anteil des Einkommens der 0,1 Prozent Reichsten am Nationaleinkommen 10,84 Prozent, was seit 1929 nie mehr erreicht wurde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-550161\" src=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bildschirm\u00adfoto-2024-06-03-um-18.17.04.png\" alt=\"Grafik Steuern USA Reiche\" width=\"800\" height=\"498\" \/><\/p>\n<p><em>Der Steuersatz f\u00fcr das reichste Tausendstel der Bev\u00f6lkerung (blaue Kurve, Skala links) wurde im Lauf der Jahre immer weiter gesenkt. Ihr Anteil am nationalen Einkommen dagegen stieg stark (orange Kurve, Skala rechts). Damit gewinnen sie Einfluss und es wird schwieriger f\u00fcr Politiker, ihnen W\u00fcnsche zu verwehren. \u00a9 <\/em><a href=\"https:\/\/inequality.org\/facts\/taxes-inequality-in-united-states\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Emmanuel Saez (2020) and Institute for Policy Studies \/ inequality.org<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Arme arbeiten, Reiche investieren<\/strong><\/p>\n<p>Dass die Steuerpolitik direkte Auswirkungen auf das effektive Einkommen der US-Bev\u00f6lkerung hat, zeigt die folgende Grafik. W\u00e4hrend das Medianeinkommen aus Kapitalgewinnen bei rund 12 Prozent des Gesamteinkommens einer Person liegt, betr\u00e4gt dieses beim reichsten Hundertstel rund 34 Prozent und beim reichsten Hunderttausendstel gar 71 Prozent. Die meisten Personen erzielen ihr Einkommen aufgrund von Erwerbsarbeit; die reichsten dagegen aufgrund von Kapitalerl\u00f6sen. Diese w\u00fcrden proportional weniger stark besteuert als die Erwerbsarbeit. Zudem f\u00e4nden Superreiche gen\u00fcgend \u00abSchlupfl\u00f6cher\u00bb, um ihre Steuern zu \u00aboptimieren\u00bb.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-550163\" src=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bildschirm\u00adfoto-2024-06-03-um-18.17.30.png\" alt=\"Grafik Gewinne aus Kapitalerl\u00f6sen USA\" width=\"800\" height=\"502\" \/><\/p>\n<p><em>Die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung bezog 2020 weniger als 15 Prozent des Einkommens aus langfristigen Kapitalerl\u00f6sen (linke S\u00e4ule). Beim reichsten Tausendstel (zweite S\u00e4ule von rechts) dagegen machen die Kapitalgewinne mehr als 60 Prozent des Einkommens aus \u2013 und diese werden erst noch tiefer besteuert als die Lohnarbeit. \u00a9 <\/em><a href=\"https:\/\/inequality.org\/facts\/taxes-inequality-in-united-states\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Institute for Policy Studies analysis of IRS data \/ inequality.org<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Wirtschaftliche Ungleichheit aufgrund ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit<\/strong><\/p>\n<p>Bekanntlich sind die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen der weissen Bev\u00f6lkerung auf der einen und der nicht-weissen (Schwarze, Hispanics, Indigene) in den USA seit Jahrhunderten hoch. Man redet vom so genannten <em>Racial Economic Device<\/em>, also der wirtschaftlichen Kluft zwischen Menschen aufgrund ihrer ethnischen (in den USA wird noch immer die Bezeichnung <em>Race<\/em> verwendet) Zugeh\u00f6rigkeit. Diese hat sich aufgrund der Pandemie noch weiter vertieft.<\/p>\n<p>Wie die folgende Grafik anschaulich zeigt, teilen sich \u00abweisse\u00bb Haushalte 85 Prozent des Reichtums der USA, w\u00e4hrend nach Angaben des Statistikamtes 2022 nur 58,88 Prozent der US-Bev\u00f6lkerung \u00abweiss\u00bb waren. \u00abSchwarze\u00bb besitzen mit 6,08 Prozent Anteil an der US-Bev\u00f6lkerung nur 3,4 Prozent des Reichtums, und die 19,1 Prozent Hispanics gar nur 2,3 Prozent.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-550165\" src=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bildschirm\u00adfoto-2024-06-03-um-18.18.06.png\" alt=\"Bildschirm\u00adfoto 2024-06-03 um 18.18.06\" width=\"800\" height=\"504\" \/><\/p>\n<p><em>Verteilung des Reichtums im vierten Quartal 2023 in den USA: Hellh\u00e4utigen Menschen geh\u00f6rt das gr\u00f6sste St\u00fcck vom Kuchen. \u00a9 <\/em><a href=\"https:\/\/inequality.org\/facts\/racial-inequality\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Federal Reserve \/ inequality.org<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Mehr Schulden f\u00fcr die Ausbildung und nachher weniger Lohn<\/strong><\/p>\n<p>Auch beim Eigenheimbesitz oder den Schulden f\u00fcrs Studium zeigt sich der <em>Racial Economic Device<\/em>: 30 Prozent mehr \u00abWeisse\u00bb (n\u00e4mlich 75 Prozent der weissen Bev\u00f6lkerung) als \u00abSchwarze\u00bb (45 Prozent der schwarzen Bev\u00f6lkerung) besitzen ein Eigenheim. Bei den Studienschulden betr\u00e4gt der Unterschied zwischen \u00abschwarzen\u00bb und \u00abweissen\u00bb Studierenden auf dem Bachelor-Niveau 13 Prozent und auf dem College-Niveau gar 26 Prozent. \u00abSchwarze\u00bb mit Bachelor-Titel verdienen im Durchschnitt 27 Prozent und solche mit College-Abschluss 14 Prozent weniger als \u00abWeisse\u00bb mit den gleichen Qualifikationen.<\/p>\n<p>Besonders eklatant sind die Unterschiede beim Einkommen, wie untenstehende Grafik zeigt. Die 500 bestbezahlten CEO verdienen im Durchschnitt 18,4 Millionen US-Dollar. Darunter sind nur 4 \u00abSchwarze\u00bb und 17 Hispanics, insgesamt also 4 Prozent. Diese beiden ethnischen Gruppen repr\u00e4sentieren aber 31 Prozent der erwerbst\u00e4tigen Bev\u00f6lkerung der USA. Signifikant viele Menschen (43 Prozent der gesamten erwerbst\u00e4tigen Bev\u00f6lkerung) aus diesen beiden ethnischen Bev\u00f6lkerungsgruppen w\u00fcrden bei einer Anhebung des Minimumlohns auf 15 US-Dollar profitieren, wie dies f\u00fcr 2025 geplant ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-550167\" src=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bildschirm\u00adfoto-2024-06-03-um-18.18.30.png\" alt=\"Grafik USA Weisse\" width=\"800\" height=\"502\" \/><\/p>\n<p><em>Die 500 reichsten US-B\u00fcrger sind fast alle hellh\u00e4utig (oranger Balken oben). In der Arbeiterschaft dagegen ist der Anteil Dunkelh\u00e4utiger und Latinos viel gr\u00f6sser (blauer Balken, Mitte). Wird der Mindeststundenlohn in den USA auf 15 Dollar angehoben, w\u00fcrden vor allem diese beiden Bev\u00f6lkerungsgruppen profitieren (unten). \u00a9 <\/em><a href=\"https:\/\/inequality.org\/facts\/racial-inequality\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>SHRM Executive Network and Institute for Policy Studies analysis of EPI and BLS data \/ inequality.org<\/em><\/a><\/p>\n<p>\u00ab<strong>Gender Pay Gap\u00bb: Wirtschaftliche Ungleichheit aufgrund des Geschlechts<\/strong><\/p>\n<p>Das Problem der ungleichen Entl\u00f6hnung von M\u00e4nnern und Frauen ist auch in der Schweiz nach wie vor ein nicht gel\u00f6stes Thema. Dazu kommt die ungleiche Behandlung bei den Pensionskassen aufgrund unbezahlter Arbeit und beim Verm\u00f6gen insgesamt. In den USA verdienen Frauen in praktisch allen Branchen weniger als die M\u00e4nner (siehe Grafik unten). Am gr\u00f6ssten sind die Unterschiede im Finanzbereich (rund 40 Prozent) und beim Management (rund 30 Prozent), am wenigsten auf dem Bau, wo nur 10,8 Prozent der Arbeitenden Frauen sind.<\/p>\n<p>Die Gender-Unterschiede zeigen sich aber auch an anderen Stellen. So sind nur 10,4 Prozent der 500 bestbezahlten CEO in den USA Frauen. Bei den Arbeitenden mit einem Minimallohn dagegen liegt der Prozentsatz der Frauen bei 67,9 Prozent.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-550175\" src=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bildschirm\u00adfoto-2024-06-03-um-18.21.18.png\" alt=\"M\u00e4nneranteil Wallstreet USA\" width=\"800\" height=\"502\" \/><\/p>\n<p><em>Anteil der M\u00e4nner in den USA, die 2022 in der Kinderbetreuung (ganz oben) oder der Erwachsenenpflege (zweiter Balken von oben) arbeiteten im Vergleich zum M\u00e4nneranteil, der bei Banken (orange Balken) oder im Wertpapierbereich an der Wallstreet (ganz unten) t\u00e4tig war. \u00a9 <\/em><a href=\"https:\/\/inequality.org\/facts\/gender-inequality\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Bank diversity report indicators for 2021 and Bureau of Labor Statistics occupational data for 2022 \/ inequality.org<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Doppelt so viel Rente f\u00fcr M\u00e4nner wie f\u00fcr Frauen<\/strong><\/p>\n<p>Beim Verm\u00f6gen zeigt sich ein \u00e4hnliches Bild: Weltweit gibt es unter den Dollar-Milliard\u00e4ren weniger als 12 Prozent Frauen. Bei den Altersrenten und Sozialzulagen ist der <em>Gender Gap<\/em> in den USA besonders stossend: M\u00e4nner haben \u00fcber 105 Prozent mehr Renten f\u00fcr ihren Ruhestand zur Verf\u00fcgung als Frauen, und auch bei den Sozialzulagen betr\u00e4gt der Unterschied zugunsten der M\u00e4nner noch immer rund 24 Prozent.<\/p>\n<p>Weltweit weist S\u00fcdkorea mit 37 Prozent den gr\u00f6ssten <em>Gender Pay Gap<\/em> auf. Am besten schneidet Luxemburg mit 3,4 Prozent ab. Gem\u00e4ss Gleichstellungsb\u00fcro des Bundes liegt diese Zahl in der Schweiz bei 18 Prozent; 15,1 Prozent im \u00f6ffentlichen und 19,5 Prozent im privaten Sektor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-550171\" src=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bildschirm\u00adfoto-2024-06-03-um-18.20.03.png\" alt=\"Bildschirm\u00adfoto 2024-06-03 um 18.20.03\" width=\"800\" height=\"501\" \/><\/p>\n<p><em>Egal, ob Management, Bauwirtschaft, Finanzwesen, Produktion oder Einzelhandel: \u00dcberall verdienen M\u00e4nner in den USA mehr als Frauen. J\u00e4hrliches Medianeinkommen, Stand 2022. \u00a9 <\/em><a href=\"https:\/\/inequality.org\/facts\/gender-inequality\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>U.S. Census Bureau \/ inequality.org<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Bei der unbezahlten Arbeit sind die Frauen vorn<\/strong><\/p>\n<p>Was beim Gender Pay Gap besonders ins Auge f\u00e4llt, ist das Verh\u00e4ltnis von bezahlter und unbezahlter Arbeit, was ja bekanntlich auch Auswirkungen auf die Pension hat. In unten stehender Grafik ist der Anteil von M\u00e4nnern an der (unbezahlten) Care-Arbeit in verschiedenen L\u00e4ndern ersichtlich. Am besten steht Belgien mit 63 Prozent da, die Schweiz liegt mit 61 Prozent an vierter Stelle, gleich hinter den USA. Die T\u00fcrkei liegt mit nur 19 Prozent M\u00e4nner-Anteil bei unbezahlter Care-Arbeit an zweitletzter Stelle, vor der Westbank und Gaza mit 16 Prozent.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-550173\" src=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bildschirm\u00adfoto-2024-06-03-um-18.20.25.png\" alt=\"Medieneinkommen Frauen M\u00e4nner USA\" width=\"800\" height=\"498\" \/><\/p>\n<p><em>Lesebeispiel: Der Anteil der unbezahlten Arbeit, den M\u00e4nner in Belgien von 2013 bis 2015 leisteten, betrug etwa 65 Prozent dessen, was Frauen unbezahlt arbeiteten. \u00a9 <\/em><a href=\"https:\/\/inequality.org\/facts\/gender-inequality\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Institute for Policy Studies analysis of World Bank, World Development Indicators \/ inequality.org<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Philanthropie und wirtschaftliche Ungleichheit<\/strong><\/p>\n<p>Spenden und Beitr\u00e4ge von nicht-profitorientierten Institutionen tendieren eigentlich zu einer Nivellierung der bestehenden wirtschaftlichen Ungleichheiten. Allerdings stellt <em>Inequality.Org<\/em> bei der Philanthropie, also bei individuellen Spenderinnen und Spendern und gemeinn\u00fctzigen Organisationen, eine zunehmende Konzentration fest. Dieses als <em>Top-Heavy-Philanthropy<\/em> bezeichnete Ph\u00e4nomen f\u00fchrt dazu, dass der immense Reichtum in wenigen H\u00e4nden eine Gefahr f\u00fcr die Autonomie von Non-Profit-Organisationen und damit auch der Demokratie insgesamt bedeutet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-550413\" src=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bildschirm\u00adfoto-2024-06-04-um-11.21.52.png\" alt=\"Bildschirm\u00adfoto 2024-06-04 um 11.21.52\" width=\"800\" height=\"512\" \/><\/p>\n<p><em>Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen in den USA wurden im Lauf der Jahre zunehmend abh\u00e4ngiger von Grossspendern, die mehr als eine Million US-Dollar spenden (dunkelblaue S\u00e4ulen). \u00a9 <\/em><a href=\"https:\/\/inequality.org\/facts\/inequality-philanthropy\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Internal Revenue Service \/ inequality.org<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Wer spendet, befiehlt<\/strong><\/p>\n<p>Auf jeden Dollar, den ein Milliard\u00e4r \u00abspendet\u00bb, fehlen der \u00f6ffentlichen Hand und damit der Allgemeinheit 74 Cents an Steuern. Damit bestimmen immer mehr die \u00abspendefreudigen\u00bb Milliard\u00e4re, wie der Reichtum weltweit verteilt wird, und nicht die Politik. Man spricht bereits von einer neuen Aristokratie und dem Wiederaufkommen des Feudalismus. Die Spendenbereitschaft der \u00abgew\u00f6hnlichen\u00bb B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger nimmt gleichzeitig ab.<\/p>\n<p>Die Grossspenden von reichen Menschen (Spenden von einer Million und mehr) ist von 2,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 in zehn Jahren auf 17,5 Milliarden gestiegen. Inzwischen gilt als Minimum f\u00fcr eine \u00abMega-Spende\u00bb 450 Millionen US-Dollar.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-550179\" src=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bildschirm\u00adfoto-2024-06-03-um-18.22.12.png\" alt=\"Bildschirm\u00adfoto 2024-06-03 um 18.22.12\" width=\"800\" height=\"514\" \/><\/p>\n<p><em>Riesensummen von einzelnen Spendern: Links die Gesamtsumme der Spenden von mehr als einer Million US-Dollar. Rechts die Gesamtsumme von Einzelspenden \u00fcber mehr als 30 Millionen US-Dollar. \u00a9 <\/em><a href=\"https:\/\/inequality.org\/facts\/inequality-philanthropy\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Chronicle of Philanthropy (2022) and Giving USA (2012-2022) \/ inequality.org<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Steuerbefreite Stiftungsgelder<\/strong><\/p>\n<p>Dabei f\u00e4llt auf, dass die Superreichen ihr \u00abSpendengeld\u00bb in privaten Stiftungen parkieren und damit dem Fiskus entziehen. Diese Stiftungen (mit einem Gesamtverm\u00f6gen von 17,56 Billionen US-Dollar) k\u00f6nnen aufgrund ihrer Finanzmacht am Staat und Steuerzahler vorbei bestimmen, welche politischen Ziele unterst\u00fctzt werden sollen oder nicht. Besonders bekannt ist die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, die wegen zwiesp\u00e4ltigen \u00abInvestitionen\u00bb immer wieder in die Schlagzeilen kommt.<\/p>\n<p>An zweiter Stelle kommen die von den Philanthropen privat eingerichteten zweckgebundenen <em>Donor-advised Funds<\/em> und gleich dahinter die Spenden f\u00fcr Universit\u00e4ten und Hochschulen. Dies ist besonders heikel, da damit die Freiheit der akademischen Lehre in Gefahr ger\u00e4t und die Elitebildung an den US-Universit\u00e4ten weiter zunimmt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-550181\" src=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Bildschirm\u00adfoto-2024-06-03-um-18.22.41.png\" alt=\"Bildschirm\u00adfoto 2024-06-03 um 18.22.41\" width=\"800\" height=\"504\" \/><\/p>\n<p><em>Die Einzelspenden mit \u00fcber einer Million US-Dollar flossen 2021 in erster Linie in Stiftungen, in zweiter Linie waren es zweckgebundene Zustiftungen und an dritter Stelle profitierten Universit\u00e4ten und Colleges. Kinder und Jugendliche wurden am wenigsten bedacht. \u00a9 <\/em><a href=\"https:\/\/inequality.org\/facts\/inequality-philanthropy\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Chronicle of Philanthropy (2022) \/ inequality.org<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Sogar die Weltbank und der Internationale W\u00e4hrungsfonds haben inzwischen die Alarmglocke gel\u00e4utet. Die wachsende wirtschaftliche Ungleichheit innerhalb von Staaten und im weltweiten Vergleich wird als ernst zu nehmende Bedrohung f\u00fcr das friedliche Zusammenleben der Menschen und den nationalen und internationalen Zusammenhalt angesehen. Autorit\u00e4re und populistische Regierungen betreiben zwar Politik mit dem Argument zunehmender Ungleichheit, feuern aber gleichzeitig den Trend weiter an.<\/p>\n<p>Die (Steuer-) Politik galt bis vor kurzem als Instrument, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Inzwischen macht es allerdings den Anschein, als h\u00e4tte die Politik die Kontrolle l\u00e4ngst aus den H\u00e4nden gegeben. Feudalistische und aristokratische Tendenzen nehmen zu, und damit auch die M\u00f6glichkeit von Volksaufst\u00e4nden und St\u00fcrmen auf die \u00abBastille\u00bb. Einige Superreiche haben diese Gefahr erkannt und fordern vom Staat eine gerechtere Besteuerung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltweit nimmt die wirtschaftliche Ungleichheit dramatisch zu. Und damit auch die Armut weiter Bev\u00f6lkerungskreise. Josef Estermann f\u00fcr die Online-Zeitung INFOSperber Entgegen den Hoffnungen vieler hat die Covid-19-Pandemie nicht zu mehr Gleichheit, Solidarit\u00e4t und Zusammengeh\u00f6rigkeit gef\u00fchrt. 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