{"id":252592,"date":"2015-12-02T13:54:35","date_gmt":"2015-12-02T13:54:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pressenza.com\/de\/?p=252592"},"modified":"2015-12-02T14:00:27","modified_gmt":"2015-12-02T14:00:27","slug":"das-primat-des-gewissens-ein-gespraech-mit-juergen-rose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2015\/12\/das-primat-des-gewissens-ein-gespraech-mit-juergen-rose\/","title":{"rendered":"Das Primat des Gewissens: Gespr\u00e4ch mit dem ehemaligen Oberstleutnant J\u00fcrgen Rose"},"content":{"rendered":"<p><strong>Heute unterhalten wir uns mit J\u00fcrgen Rose, einem ehemaligen Oberstleutnant der Bundeswehr, der sich 2007 aus Gewissensgr\u00fcnden von seinen Aufgaben im Rahmen des Afghanistankonfliktes entbinden lie\u00df. Er ist in der Friedensbewegung t\u00e4tig und engagiert sich auch im <a href=\"http:\/\/www.darmstaedter-signal.de\/\">Darmst\u00e4dter Signal<\/a>, dem kritischen Forum f\u00fcr Staatsb\u00fcrgerInnen in Uniform. Wir haben ihn aus Begeisterung f\u00fcr seine mutige Entscheidung interviewt. Ich denke, dass er vielen als Vorbild dienen kann. Aggressionskriege und pr\u00e4ventive \u201eMenschenrechtskriege\u201c sind keine Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Sicherung des Weltfriedens, sondern brutale Angriffe gegen den Weltfrieden.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Milena Rampoldi: Wie kam es in Ihrem Leben zu Ihrer mutigen Wende hin zu Pazifismus?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>J\u00fcrgen Rose: Die Geschichte ist ein wenig l\u00e4nger. 1977 kam ich als Wehrpflichtiger zur Bundeswehr. Mein Motto lautete: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Wir befanden uns im Kalten Krieg. Somit war die Idee der Bedrohung weit verbreitet. Die Nato verfolgte ihre nukleare Abschreckungsstrategie. 1982-83 wurde der sogenannte NATO-Doppelbeschluss gefasst. Die Nato stationierte ihre Raketen in Europa. Die offizielle Begr\u00fcndung daf\u00fcr war die Vorr\u00fcstung der Sowjetunion. Es ging jedoch zuvor schon um ein Long Term Defense Program. Die Modernisierung der Nuklearwaffen war also ohnehin geplant. Sie wurde nur als Nachr\u00fcstung verkauft. Zu jener Zeit begann auch der Protest der Zivilbev\u00f6lkerung. Es kam zu Krefelder Appell.<\/p>\n<blockquote><p>Kurze Information dazu: Der Krefelder Appell war ein Aufruf der westdeutschen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedensbewegung\">Friedensbewegung<\/a> an die damalige Bundesregierung, die Zustimmung zur Stationierung neuer atomarer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittelstreckenraketen\">Mittelstreckenraketen<\/a> in Europa (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/NATO-Doppelbeschluss\">NATO-Doppelbeschluss<\/a>) zur\u00fcckzuziehen und innerhalb der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/NATO\">NATO<\/a> auf eine Beendigung des atomaren <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wettr%C3%BCsten\">Wettr\u00fcstens<\/a> zu dr\u00e4ngen. Er wurde am 16. November 1980 \u00f6ffentlich vorgestellt und bis 1983 von \u00fcber vier Millionen Bundesb\u00fcrgern unterzeichnet. Er wurde von Mitgliedern der Splitterpartei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Friedensunion\">Deutsche Friedensunion<\/a> und der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCndnis_90\/Die_Gr%C3%BCnen\">Gr\u00fcnen<\/a> gemeinsam initiiert und repr\u00e4sentierte einen \u201eMinimalkonsens&#8220; in der Friedensbewegung, als Nahziel die \u201eNachr\u00fcstung&#8220; zu verhindern, um so den Abbau aller Atomraketen in Europa zu erm\u00f6glichen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Menschen protestierten gegen die Atomwaffen im Allgemeinen und vor allem gegen den R\u00fcstungswahnsinn. Wichtig war in diesem Zusammenhang der damalige Bundeswehrmajor Helmut Prie\u00df, der mittlerweile verstorben ist und der 1983 das Darmst\u00e4dter Signal gr\u00fcndete, weil es \u00e4hnliche Bef\u00fcrchtungen wie in der Zivilbev\u00f6lkerung auch in der Bundeswehr gab.<\/p>\n<p>Den Anfang des Darmst\u00e4dter Signals habe ich nicht direkt miterlebt. Aber nach dem Ende des Kalten Krieges kam es zu den ersten Auseinandersetzungen mit der Bundeswehr. Es l\u00e4uft alles nach dem Prinzip der Hierarchie. Um aufzusteigen, muss man Loyalit\u00e4t beweisen. Das ist so \u00e4hnlich wie im zivilen Leben, nur dass es im zivilen Leben subtiler vor sich geht. Im milit\u00e4rischen Bereich ist alles klarer strukturiert. Bei der Bundeswehr gibt es auch ein klares Beschwerderecht. Nat\u00fcrlich hat man aber immer ein Problem, wenn man als Einzelner gegen das System geht. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde die Debatte \u00fcber die allgemeine Wehrpflicht gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Roman Herzog sprach von der Wehrpflicht als einem Eingriff in die pers\u00f6nliche Freiheit. Die Wehrpflicht sollte nur eine Option sein, wenn die Bedrohung so gro\u00df ist, dass es keinen anderen Weg gibt. Aber 1994 war die BRD ja nur von Freunden umgeben. Und in diesem Kontext bedeutete die Wehrpflicht in Bundeswehr, wie der Soziologe Professor Ralf Dahrendorf damals anmerkte, nur mehr eine \u201emilde Form von Zwangsarbeit\u201c. Ich selbst schrieb am 2. Oktober 1997 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen Artikel mit dem Titel \u201eDie allgemeine Wehrpflicht ist nicht mehr zu halten\u201c.<\/p>\n<p>Die Wehrpflicht war aber eine Heilige Kuh der deutschen Sicherheitspolitik. Und da hie\u00df es einfach: Wer die Wehrpflicht nicht versteht, soll sich eine andere Armee suchen. Ich wurde dann strafversetzt und hatte Auseinandersetzungen mit dem System.<\/p>\n<p>Wogegen ich mich sp\u00e4ter wehrte, das waren die Angriffskriege. 1999 in Jugoslawien, dann in Afghanistan und im Irak. Im Gegensatz zu dem von den Vereinten Nationen und dem Deutschen Bundestag mandatierten ISAF-Einsatz in Afghanistan war der unter nationalem Kommando der USA verk\u00fcndete und weltweit gef\u00fchrte sogenannte \u201eWar on Terror\u201c ein illegitimer und v\u00f6lkerrechtswidriger Angriffskrieg. Der im Jahr 2007 beschlossene Einsatz von TORNADO-Waffensystemen am Hindukusch erfolgte eben auch im Rahmen dieses angeblichen Anti-Terror-Krieges, der sogenannten \u201eOperation Enduring Freedom\u201c. Solche Aktionen versto\u00dfen gegen das V\u00f6lkerrecht und somit auch gegen das deutsche Grundgesetz und gegen das Soldatengesetz. Ich sollte die Versorgung der Tornados mit Flugbenzin organisieren, aber dagegen wehrte ich mich. Ich wollte nicht aktiv zu diesem War on Terror beitragen. Ich stand dabei nicht allein. Ein anderer war der Bundeswehrmajor Florian Pfaff 2003 w\u00e4hrend des Irakkrieges gewesen. Er war zuerst degradiert, dann aber durch das Bundesverwaltungsgericht rehabilitiert worden. Denn dem Soldat steht sehr wohl das Recht zu, ein Gewissen zu haben. Als ich mich 2007 weigerte, berief ich mich auch auf das Urteil in der Causa Pfaff aus dem Jahre 2005. Mir sind bislang insgesamt drei solche F\u00e4lle bekannt, der letzte betraf vor zwei Jahren den Oberleutnant Philip Klever dazu.<\/p>\n<p>Im Kalten Krieg galt noch die Landes- und B\u00fcndnisverteidigung, aber danach wurden eben auch Angriffskriege gef\u00fchrt. Ich denke hier unter anderem auch an den illegalen Krieg des franz\u00f6sischen Ex-Pr\u00e4sidenten Sarkozy in Libyen. Ich habe \u00fcber drei\u00dfig Jahre lang die arabische Welt durchreist und den relativ ordentlichen Zustand in Libyen vor dem Krieg gesehen. Mit Gewalt l\u00e4sst sich die Welt nicht zum Positiven verbessern. Der Krieg gegen den Terror ist absurd. Er basiert nur auf der westlichen Hybris nach dem 11. September, ganz nach dem Motto: wir tun es, weil wir es k\u00f6nnen. Vor allem die US-amerikanische Gesellschaft ist in nachgerade obsessiver Weise gewaltdurchdrungen und militarisiert. Man kann in den USA angesichts alarmierender Eingriffe in die fundamentalen B\u00fcrger- und Menschenrechte schon von Protofaschismus sprechen. Es herrschen inakzeptable Zust\u00e4nde. All dies sind Gr\u00fcnde, warum ich sage: Ich beteilige mich nicht gegen Recht und Gewissen aktiv an einem solchen Wahnsinn.<\/p>\n<p>Im Oktober 2001 gab es eine wichtige Friedensdemo in Stuttgart, auf der ich als Redner auftrat und deutlich machte: Dieser Krieg ist nicht mein Krieg! Heute imitiert der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Fran\u00e7ois Hollande den ehemaligen US-Pr\u00e4sidenten George W. Bush. Frankreich steht im Nahen Osten in Konkurrenz zu den USA. Aber der Krieg kommt zu demjenigen zur\u00fcck, der ihn s\u00e4t.<\/p>\n<p>Nicht der Westen ist das Opfer, sondern die islamische Welt. Wie der CDU-Politiker, Nahost-Kenner und Buchautor J\u00fcrgen Todenh\u00f6fer sagt: Der Westen t\u00f6tet im Verh\u00e4ltnis von 10:1. Alles andere ist Heuchelei. F\u00fcr den Westen sind die 10-Mal mehr Toten in der islamischen Welt nur ein Kollateralschaden. Frankreich verh\u00e4lt sich heute genauso wie die USA damals nach dem 11. September. Und heute haben wir den Massenm\u00f6rder Obama mit seinen Drohnen. Die Interessenlagen von Staaten sind kontinuierlich. Wer regiert ist daher eher unerheblich. Die einzelnen Regierenden setzen nur verschiedene Akzente. Die Realpolitik bleibt. Wir leben in einer Fassadendemokratie, wo eine Klasse von Reichen und Superreichen sich eine politische Klasse h\u00e4lt, die ihre Interessen bedient.<\/p>\n<p><strong><em>Warum ist Krieg immer die falsche L\u00f6sung? K\u00f6nnen Sie unseren Leserinnen und Lesern erkl\u00e4ren, warum es keine Kriege f\u00fcr die Menschenrechte gibt?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Immer ist \u00fcberzogen. Denn ein Verteidigungskrieg ist legitim. Der weltweite Krieg gegen den Terror ist hingegen ein totaler Unsinn. Der Terrorismus ist politisch organisierte Kriminalit\u00e4t. Daher ist der Krieg gegen den Terrorismus v\u00f6llig absurd. Gegen Terroristen ben\u00f6tigt man vor allem Polizei und Justiz sowie gegebenenfalls solide Geheimdienstarbeit, aber nicht das Milit\u00e4r. Das Milit\u00e4r ist einfach der falsche Weg, um mit dem Terrorismus umzugehen. Die Frage nach den Ursachen wird ausgeblendet. F\u00fcr jeden, den der Westen in der islamischen Welt t\u00f6tet, stehen 10 neue K\u00e4mpfer auf d. h. der Westen betreibt laut J\u00fcrgen Todenh\u00f6fer wahre Terroristenzuchtprogramme. Was bedenklich ist: \u00dcber 90 % der B\u00fcrger sind einverstanden, dass ihre Freiheit zu Gunsten der Sicherheit eingeschr\u00e4nkt wird. Die \u00e4u\u00dfere und innere Sicherheit verschwimmen immer mehr. Immer \u00f6fter wird gefordert, die Bundeswehr soll auch im Inneren einzusetzen. Noch h\u00e4lt das System. Das hat aber auch mit der deutschen Geschichte zu tun. Frankreich hat hingegen eine immer militarisiertere Polizei. In Deutschland wurde die Trennung zwischen Milit\u00e4r und Polizei nach 1945 etabliert und im Grundgesetz verankert, damit sich der Fall Himmler nie wiederholt.<\/p>\n<p><strong><em>Welche Hauptthemen behandeln Sie in Ihren Schriften?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Vor allem geht es mir um die internationalen Eins\u00e4tze der Bundeswehr. W\u00e4hrend des Kalten Krieges ging es um atomare Abschreckung. Ein weiteres Thema, das mir wichtig ist, betrifft die Aussetzung der Wehrpflicht. Das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung ist unabdingbar. Gehorsam und Gewissen m\u00fcssen vereinbar sein. Daher gibt es auch f\u00fcr die Soldaten Grenzen der Gehorsamspflicht. Denn jenseits von Recht und Gesetz gilt das Primat des Gewissens. Andere Themen, die ich behandle, sind der Irak- und Afghanistankrieg.<\/p>\n<p><strong><em>F\u00fcr ProMosaik e.V. sind alle Angriffskriege opportunistisch und verfolgen das Ziel, L\u00e4nder zu beherrschen oder zu destabilisieren. Was denken Sie dar\u00fcber? Warum sind im Moment vor allem muslimische L\u00e4nder betroffen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Alle Angriffskriege sind v\u00f6lkerrechtswidrig. Wir d\u00fcrfen uns gar nicht daran beteiligen. Berlin beteiligt sich gegen die Verfassung an Angriffskriegen im Ausland. Da gibt es eine L\u00fccke im deutschen Strafgesetz. Es braucht eine gesetzliche Norm. Denn in der Verfassung ist verankert, dass es keine Angriffskriege geben darf. Aber im deutschen Strafgesetz ist die Beteiligung an Kriegen, die andere organisiert haben, z.B. die Unterst\u00fctzung von US-Kriegen, nicht verboten. Was aber zum Beispiel in Ramstein vorgeht, ist die Organisation von Lynchjustiz. Die Bundesregierung aber behauptet, sie w\u00fc\u00dfte aber nur das, was in der Presse steht, und dass die USA versprochen h\u00e4tten, die deutsche Rechtslage zu respektieren, usw..<\/p>\n<p><strong><em>Wie kann man sich gegen die Militarisierung unserer Gesellschaft am besten einsetzen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Durch Sprechen, durch Information und Aufkl\u00e4rung. Wie G\u00fcnter Wallraff so sch\u00f6n sagt: Wir m\u00fcssen \u00d6ffentlichkeit herstellen. Wir m\u00fcssen Dinge aus dem geheimnisumwitterten Bereich herausholen und aufkl\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong><em>Welche Utopie schwebt Ihnen f\u00fcr Deutschland vor?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Eine friedliche Welt, in der es keine illegale Gewaltanwendung gibt. Ganz ohne Gewalt geht es nat\u00fcrlich nicht, denn es braucht die Polizei und die Justiz, die sogenannte Staatsgewalt gegen die Kriminalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Charta der Vereinten Nationen verbietet Angriffskriege. Die Charta einzuhalten, w\u00e4re schon mal ein guter Anfang. Alle haben diese Charte unterzeichnet, in der es hei\u00dft, man soll sich nicht einmischen und auch nicht andere L\u00e4nder angreifen.<\/p>\n<p>Das mit dem Vetorecht ist eine ambivalente Sache. In der Geschichte hat das Vetorecht konfliktd\u00e4mpfend gewirkt. Es hat n\u00e4mlich den Vorteil, dass man das Einverst\u00e4ndnis aller Vetom\u00e4chte im Sicherheitsrat braucht, um eine Resolution zu bekommen, die zur Aus\u00fcbung milit\u00e4rischer Gewalt erm\u00e4chtigt. Wenn es somit nicht funktioniert, machen die Staaten ihre eigene Sache. Somit ist es ein Risiko, wenn das Vetorecht komplett wegfallen w\u00fcrde. Man sucht sich dann eine Mehrheit und setzt die Angriffe durch. Aber die \u00dcberlegungen zur Reform der Vereinten Nationen bleiben reine Spekulation. Die Vereinten Nationen \u00fcben aber eine positive Funktion aus. Man denke beispielsweise an den Ukrainekonflikt. Ich meine: eine unvollkommene UNO ist besser als gar keine. Wir sind heute viel weiter als 1914. Diese UNO ist besser als keine. Es gibt keine perfekten Institutionen, denn die Institutionen sind von Menschen gemacht. Daher muss man zwar einerseits zwangsl\u00e4ufig mit Fehlern und Defiziten leben, aber andererseits permanent an der Verbesserung der Verh\u00e4ltnisse arbeiten \u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unterhalten wir uns mit J\u00fcrgen Rose, einem ehemaligen Oberstleutnant der Bundeswehr, der sich 2007 aus Gewissensgr\u00fcnden von seinen Aufgaben im Rahmen des Afghanistankonfliktes entbinden lie\u00df. 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