{"id":1843737,"date":"2024-05-10T10:22:36","date_gmt":"2024-05-10T09:22:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1843737"},"modified":"2024-05-10T10:22:36","modified_gmt":"2024-05-10T09:22:36","slug":"der-zwang-des-geldverdienenmuessens-warum-die-freiheit-wichtiger-ist-als-das-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/05\/der-zwang-des-geldverdienenmuessens-warum-die-freiheit-wichtiger-ist-als-das-leben\/","title":{"rendered":"Der Zwang des Geldverdienenm\u00fcssens &#8211; Warum die Freiheit wichtiger ist als das Leben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Deutschland ist ein freies Land, seine B\u00fcrger sind freie B\u00fcrger und die Freiheit gilt als ein so hohes Gut, dass Menschen bereit sein sollen, daf\u00fcr zu sterben. Dabei kann der Mensch sich nur solange frei bet\u00e4tigen, wie er lebt.<\/strong><\/p>\n<p>Da liegt schon eine seltsame Verkehrung vor, wenn das Prinzip der Freiheit wichtiger sein soll, als das eigene Leben. Von daher lohnt es sich, das Verh\u00e4ltnis von Freiheit und der eigenen Lebensgestaltung n\u00e4her zu beleuchten.<\/p>\n<div id=\"content_article\">\n<article>\n<h3>Freiheit, das h\u00f6chste Gut<\/h3>\n<p>Wenn die Freiheit betont wird, so bedeutet dies, dass niemand einem sagt, was man zu tun hat. Wie man sich kleidet, was man denkt, wie die Lebensgestaltung aussieht und wer der Lebenspartner oder die Partnerin ist, entscheidet jeder selbst. Sogar das eigene Geschlecht d\u00fcrfen die B\u00fcrger selber w\u00e4hlen. Allerdings lernt schon jeder Sch\u00fcler im Sozialkundeunterricht, dass die Freiheit des einen an der Freiheit des anderen endet. Das ist etwas seltsam. Wenn einer Fussballspielen will und der andere Federball, wo ist da das Problem, ausser dass jeder Mitspieler braucht. Der Satz von den Grenzen der Freiheit offenbart daher, dass die freiheitliche Gesellschaft Gegens\u00e4tze beinhaltet, die immer Freiheitsgrenzen notwendig machen.<\/p>\n<p>So soll diese Grenzsetzung sogar dazu dienen, die eigene Freiheit zu sch\u00fctzen, was nur unterstreicht, dass die Menschen in dieser Gesellschaft als Konkurrenten in Gegens\u00e4tzen befinden, die diesen Schutz notwendig machen soll. So kann eben nicht jeder machen was er will, weil es jede Menge Gesetze und Vorschriften gibt, an die man sich zu halten hat. Frei ist der B\u00fcrger nur im Rahmen dieser Gesetze, in deren Rahmen er sich frei bewegen kann. Und damit ist schon das Wesentliche festgelegt.<\/p>\n<p>Als freier B\u00fcrger soll jeder mit seinen Mitteln sein Gl\u00fcck machen und das ist der alles entscheidende Punkt. H\u00e4ngt doch das Gl\u00fcck der freien B\u00fcrger ganz davon ab, \u00fcber welche Mittel sie verf\u00fcgen und da scheiden sich die B\u00fcrger schon. Es gibt die eine Sorte B\u00fcrger, die \u00fcber H\u00e4user, Waren und Geld verf\u00fcgen und die andere Sorte von B\u00fcrgern, die \u00fcber nichts anderes verf\u00fcgen als \u00fcber sich selbst. Insofern spaltet sich die Gesellschaft in Reiche und Arme, wobei niemand von Armut reden will, weil dies der Normalzustand der Mehrheit der B\u00fcrger darstellt.<\/p>\n<p>Arm gilt in dieser Gesellschaft nur der, der aussergew\u00f6hnlich arm ist, weswegen es einen Streit um die Grenze gibt. Armut wird oft vorstellig gemacht, als Hunger und grosser Entbehrung, aber nicht als Mittellosigkeit, die einen zwingt, Geld zu verdienen. Die Menschen sind nach einem Autor aus dem 19. Jahrhundert frei im doppelten Sinne, sie stehen in keinerlei pers\u00f6nlicher Abh\u00e4ngigkeit und sind aber auch frei von allen Mitteln, die sie zum Leben brauchen. Um an die Lebensmittel zu kommen, ben\u00f6tigt jeder in dieser Gesellschaft Geld, da alles Eigentum ist und Eigentumswechsel mittels Geld erfolgt.<\/p>\n<p>Eigentum besteht nicht in dem pers\u00f6nlichen Besitz einer Zahnb\u00fcrste oder eines Autos, sondern in Waren, die der Besitzer nicht zum eigenen Konsum braucht, aber auf die andere zum Leben oder f\u00fcr ihre Zwecke ben\u00f6tigen. Geld ist einerseits das Zugriffsmittel in der Gesellschaft, um an das zu kommen, was man haben will. Zum anderen ist es aber auch das Mittel, auf das es in dieser Gesellschaft \u00fcberhaupt ankommt: Es ist Reichtum ganz getrennt von jedem Nutzen oder Gebrauchswert, aber gleichzeitig das Zugriffmittel auf jeden Reichtum und auf Arbeit und Zeit der Menschen in dieser Gesellschaft.<\/p>\n<p>Es wird verausgabt in Maschinen, Waren und Menschen, um aus Geld mehr Geld zu machen. Auch wenn Kinder im Sozialkundeunterricht lernen, die Wirtschaft w\u00e4re f\u00fcr die Versorgung der B\u00fcrger da, ist das Verh\u00e4ltnis umgekehrt. Die Versorgung der B\u00fcrger ist blosses Mittel, um den Reichtum der Reichen zu mehren. Was sich nicht lohnt, wird nicht hergestellt und so gibt es eben z. B. Versorgungm\u00e4ngel bei Medikamenten.<\/p>\n<p>Wenn von Wirtschaftswachstum in der \u00d6ffentlichkeit die Rede ist, dann geht es um die Vermehrung dieser Form des Reichtums, aus Geld soll mehr Geld werden &#8211; Kapital. Von daher ist der Spruch: \u201eEs gibt Wichtigeres im Leben als Geld\u201c eine Verdrehung der tats\u00e4chlichen Verh\u00e4ltnisse, denn alles in dieser Gesellschaft kostet Geld von der Entbindung bis zur Beerdigung, von der Wohnung bis zum Essen, die Kleidung ebenso wie die Freizeit. Deshalb dreht sich auch alles um Geld und diejenigen, die nur \u00fcber ihre Person verf\u00fcgen k\u00f6nnen und so frei sind, sind gezwungen an Geld zu kommen, um zu leben. Ein Zwang, der nicht als Befehl oder als Aufforderung daherkommt, sondern als ein Sachzwang: Man braucht Geld zum Leben und wer nichts zu bieten hat ausser sich selbst, ist gezwungen sich selber zu Geld zu machen, sprich sich als Arbeitskraft anzubieten.<\/p>\n<p>Auch dieses Zwangsverh\u00e4ltnis gilt ebenso wie die grundlegende Armut nicht als solche, weil es als Normalit\u00e4t gilt, dass die Menschen in diese Verh\u00e4ltnisse hineingeboren werden, in denen sie sich den Zw\u00e4ngen zu stellen haben, die deshalb keine sein sollen. Das birgt aber noch etwas anderes: Wenn der Zwang der Verh\u00e4ltnisse, in der die Mehrheit der B\u00fcrger leben, gar nicht mehr als Zwang wahrgenommen wird, sondern als Freiheit gefeiert wird, dann l\u00e4sst sich daraus schliessen, dass sie sich ein falsches Bild von ihrer Realit\u00e4t machen. Wie das aussehen kann, ist weiter zu untersuchen.<\/p>\n<h3>Der Zwang des Geldverdienenm\u00fcssens<\/h3>\n<p>Mittellose B\u00fcrger m\u00fcssen jemanden finden, der sie benutzen will gegen Geld, das sie zum Leben brauchen. Damit befinden sie sich in einer Situation der Abh\u00e4ngigkeit, was per se nicht unbedingt etwas Negatives sein muss. So ist auch der Patient vom Wissen des Arztes abh\u00e4ngig oder der Tourist vom Geschick des Flugzeugpiloten. Es h\u00e4ngt eben davon ab, wie diese Abh\u00e4ngigkeit gestaltet ist. Mittellose B\u00fcrger m\u00fcssen um jeden Preis an Geld kommen, insofern sind sie erpressbar. Diejenigen, die \u00fcber Mittel verf\u00fcgen, um Arbeitskr\u00e4fte zu besch\u00e4ftigen, k\u00f6nnen kalkulieren, ob und wann sich die Besch\u00e4ftigung von Arbeitskr\u00e4ften f\u00fcr sie lohnt, von daher sind sie in einer \u00fcberlegenen Position. Zudem gibt es immer eine Vielzahl von Menschen, die auf Geld angewiesen sind und Arbeit suchen. Daran k\u00f6nnen sich die bedienen, die Geld gegen Arbeit anbieten.<\/p>\n<p>Lohnend ist eine Besch\u00e4ftigung von Arbeitskr\u00e4ften dann, wenn die Bezahlung der Arbeitenden geringer ist, als die Leistung, die sie w\u00e4hrend der Dauer ihrer Besch\u00e4ftigung erbringt. Bezahlt wird bei einem Arbeitsverh\u00e4ltnis nicht die Leistungen der Arbeiter oder Angestellten, sondern die Verf\u00fcgung \u00fcber die Arbeitskraft. Was diese zu leisten hat, bestimmt der Arbeitgeber und die erbrachte Leistung geh\u00f6rt ganz ihm. Je h\u00f6her der Lohn f\u00fcr den Besch\u00e4ftigten, desto geringer der Gewinn, den die Arbeit f\u00fcr den Unternehmer erbringt.<\/p>\n<p>Insofern ist dieses Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis ein gegens\u00e4tzliches, gekennzeichnet von gegens\u00e4tzlichen Interessen: Die Arbeitnehmer brauchen m\u00f6glichst viel f\u00fcr ihren Lebensunterhalt, die Arbeitgeber wollen m\u00f6glichst wenig bezahlen und maximal viel Leistung. Wobei die Arbeitgeber am l\u00e4ngeren Hebel sitzen. W\u00e4hrend die Arbeitnehmer unbedingt Geld zum Leben brauchen, k\u00f6nnen Arbeitgeber kalkulieren. Sie verf\u00fcgen \u00fcber Geld, das sie nicht unbedingt zum Leben brauchen und k\u00f6nnen sich ausrechnen, ob die Ausgabe dieses Geldes ein Mehr erbringt, sie sich lohnt. Es geht darum, \u00fcber die als Lohn zu zahlende Summe einen \u00dcberschuss zu erzielen.<\/p>\n<p>Dieses Ausnutzen der Arbeitsf\u00e4higkeit der Menschen hat der besagte Autor Ausbeutung genannt. Dieses Verh\u00e4ltnis hat f\u00fcr diejenigen, die ihre Arbeitskraft anbieten m\u00fcssen, etwas Ruin\u00f6ses. Schliesslich gibt es keine Grenze f\u00fcr die Anwender, die Arbeitskraft m\u00f6glichst lang und ausgiebig zu besch\u00e4ftigen bei m\u00f6glichst geringem Lohn. Zu besichtigen ist dies in vielen L\u00e4ndern Afrikas und Asiens.<\/p>\n<p>Obgleich das Arbeitsverh\u00e4ltnis ein Zwangsverh\u00e4ltnis mit eindeutigem Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis darstellt, gilt es in der \u00d6ffentlichkeit nicht als solches. Ein Arbeitsplatz ist etwas Positives, weil es ein jeder braucht und nicht immer leicht zu haben ist. Diejenigen, die ihn brauchen, haben nicht den Zwang im Auge, sondern den Nutzen, der von ihm ausgeht. Wer einen Arbeitsplatz hat, bekommt Geld, also ist er die Gelegenheit, um Geld zu verdienen, auch wenn die Realisierung dieser M\u00f6glichkeit ganz in der Entscheidung anderer liegt. So stellt sich das Zwangsverh\u00e4ltnis, dem die meisten Menschen in dieser Gesellschaft ausgesetzt sind, in ihren Augen als ein positives Ziel dar, das es zu verfolgen gilt und das sie auch gezwungen sind, zu verfolgen.<\/p>\n<p>So wird auch aus denen, die die Arbeit in Anspruch nehmen, Arbeitgeber, als ob das ihr Zweck w\u00e4re und nicht der Nutzen, den sie aus der Arbeit ziehen. Und diejenigen, die ihre Arbeitskraft geben und sich in der Arbeit verausgaben, heissen Arbeitnehmer, obgleich es die andere Seite ist, die die Leistung f\u00fcr sich in Anspruch nimmt. So steht die Welt pl\u00f6tzlich auf dem Kopf, eine Tatsache, die der bereits zitierte Autor ein notwendiges falsches Bewusstsein genannt hat.<\/p>\n<h3>Dem Ruin Einhalt gebieten \u2013 das Ausbeutungsverh\u00e4ltnis sicher machen<\/h3>\n<p>Weil das Arbeitsverh\u00e4ltnis etwas Ruin\u00f6ses ist, die Anwender von Arbeitskr\u00e4ften keine R\u00fccksicht auf den Verschleiss ihrer Besch\u00e4ftigten nehmen m\u00fcssen &#8211; schliesslich gibt es ja immer eine ausreichende Anzahl von ihnen &#8211; , hat dies eine doppelte Gegenreaktion hervorgerufen.<\/p>\n<p>Die eine bestand in der Gr\u00fcndung der Gewerkschaften, durch die die Arbeitsuchenden die Konkurrenz untereinander aufgehoben haben und als Organisation den Unternehmern entgegengetreten sind mit der Drohung der Arbeitsverweigerung oder durch den Streik. Dadurch konnten sie der Erpressung der Kapitalisten eine Gegendrohung entgegensetzen, die aber widerspr\u00fcchlicher Natur ist: Denn schliesslich bedeutet die Arbeitsverweigerung auch den Verzicht auf Einkommen, weswegen es dazu eine Vorsorge braucht in Form einer Streikkasse, die aber nur begrenzt eine Kompensation leisten kann. Die Arbeitsverweigerung oder ihre Androhung zielt auf Sch\u00e4digung derer, von denen die Besch\u00e4ftigten abh\u00e4ngig sind, kann von daher auch immer nur eine begrenzte Wirkung erzielen, da die Gewerkschafter nicht auf die Beseitigung des Zwangsverh\u00e4ltnisses aus sind, sondern auf seine Fortf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Sie kritisieren nicht das Ausbeutungsverh\u00e4ltnis, sondern streiten um einen gerechten Lohn. Das unterstellt, dass das Verh\u00e4ltnis zwischen Kapital und Arbeit ein Teilungsverh\u00e4ltnis w\u00e4re, in dem jede Seite etwas zum Gesch\u00e4ft beitr\u00e4gt, die eine Seite die Ausstattung des Arbeitsplatzes die andere ihre Arbeitskraft. Gestritten wird dann \u00fcber die gerechte Aufteilung des Ergebnisses. Dabei ist mit der Bezahlung des Lohnes oder Gehaltes das Ergebnis bereits entschieden. Denn was die Unternehmen aus der Verf\u00fcgung \u00fcber die Arbeitskraft herausholen, ist ihre Leistung und geh\u00f6rt damit ganz ihnen.<\/p>\n<p>Die Resonanz von Seiten der Arbeitgeber auf die Drohung der Arbeitsverweigerung ist daher absehbar: Sie drohen mit der Einschr\u00e4nkung oder Einstellung des Gesch\u00e4fts, was Entlassungen und Arbeitslosigkeit bedeutet. So bringen sie ihre Macht in Anschlag. Was nicht heisst, dass sie nicht auf die Forderungen eingehen und einen Kompromiss suchen zur Fortf\u00fchrung des n\u00fctzlichen Verh\u00e4ltnisses.<\/p>\n<p>Auch der Staat ist dem Ruin der Arbeitskr\u00e4fte durch das Kapital entgegengetreten, weil dadurch der Fortgang des Gesch\u00e4ftes insgesamt gef\u00e4hrdet war: Die Menschen wurden gesundheitlich ruiniert und als Arbeitskr\u00e4fte wie als Soldaten unbrauchbar. Armut bringt zudem immer Seuchen, Kriminalit\u00e4t und Aufruhr mit sich, so dass der Staat zur Sicherung des Ausbeutungsverh\u00e4ltnisses eingriff. Schliesslich hat er sich selber abh\u00e4ngig gemacht von seiner Wirtschaft und ihrem Erfolg. Seine Leistung besteht in dem Einsatz seiner Gewalt. Er beschr\u00e4nkt die Unternehmer in Sachen Ausbeutung durch Arbeitsgesetze, die Erholungszeiten erzwingen und die gesundheitliche Sch\u00e4digung nicht verhindern, aber eingrenzen. Ausserdem verpflichtet er die Unternehmer zu der Zahlung von Mindestl\u00f6hnen, damit die Besch\u00e4ftigten existieren k\u00f6nnen auch zu Zeiten von Arbeitslosigkeit, Krankheit und Alter.<\/p>\n<p>Ein Teil der L\u00f6hne vergesellschaftet er gleich in Form von Sozialversicherungen, die formal als selbstverwaltet durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelten, im Wesentlichen aber durch seine Sozialgesetzgebung bestimmt sind. Obgleich der Staat selber keine Leistung erbringt, sondern seine Leistungen im Einsatz seiner Gewalt besteht und er sich an den Eink\u00fcnften seiner B\u00fcrger bedient, gelten die Leistungen, die er erzwingt, als Wohltaten, weswegen der Sozialstaat als etwas Positives gilt. Dass es Zwang gegen\u00fcber Unternehmern braucht, damit Arbeitnehmer leben k\u00f6nnen, sie gezwungen werden, f\u00fcr Alter, Krankheit und Arbeitslosigkeit Abstriche vom Lohn in Kauf nehmen m\u00fcssen, alles das ist im Bewusstsein der B\u00fcrger kaum vorhanden, wenn die positive Seite der Sozialleistungen hervorgehoben werden.<\/p>\n<p>Und so haben die Lohnabh\u00e4ngigen ihren Frieden mit diesem Staat gemacht und sind die Proletarier aller L\u00e4nder nicht gegen das Kapital und seinen Staat in den Kampf gezogen, sondern haben die Sch\u00fctzengr\u00e4ben des ersten und zweiten Weltkriegs gef\u00fcllt und auf ihre ausl\u00e4ndischen Kollegen geschossen. Und so sch\u00fctzte der Staat nicht das Leben seiner B\u00fcrger, sondern die B\u00fcrger sch\u00fctzten mit ihrem Leben den Staat und seine Interessen.<\/p>\n<h3>Von der Sorge um das Einkommen zur Sorge um den Erfolg der Unternehmen<\/h3>\n<p>Gewerkschaften und Sozialstaat mildern zwar die Folgen des Lohnarbeitsverh\u00e4ltnisses, schaffen die Unsicherheit der Existenz aber nicht ab. Unternehmen stehen in Konkurrenz zueinander, versuchen sich gegenseitig aus dem Markt zu dr\u00e4ngen und dabei gibt es Gewinner und Verlierer, was die Einkommensquelle nicht nur bei den Verlierern unsicher macht. Um auf der Gewinnerseite zu sein, sind Unternehmen st\u00e4ndig bestrebt zu rationalisieren, sprich durch Einsatz von Technik Arbeitskr\u00e4fte und die Kosten daf\u00fcr einzusparen. F\u00fcr die Gewerkschaften hat dies bedeutet, dass sie die Arbeitspl\u00e4tze dadurch sicher machen wollten und wollen, indem sie das Ausbeutungsverh\u00e4ltnis mitgestalten. Sie haben Mitbestimmung gefordert und erhalten, d.h. die Unternehmen m\u00fcssen die Vertreter der Belegschaft \u00fcber anfallende Massnahmen informieren und bei bestimmten Fragen die Zustimmung einholen. So haben Gewerkschaften und Staat aus dem Gegensatz von Kapital und Arbeit ein Gemeinschaftsanliegen gemacht.<\/p>\n<p>Im Betrieb sind keine k\u00e4mpferischen Kollegen gefragt, sondern Gewerkschaftsmitglieder als W\u00e4hler bei Betriebsratswahlen, die den Gew\u00e4hlten vertrauen, dass das, was der Betrieb macht, auch in Ordnung geht. Diejenigen, die vom Betrieb ausgenutzt werden, sollen sich das Anliegen derer zu eigen machen, die sie benutzen, es gilt den Erfolg des Unternehmens zu sichern und das erfordert immer wieder Opfer auf Seiten der Belegschaft. Betriebsr\u00e4te pr\u00fcfen, ob diese f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens notwendig sind und segnen sie dann ab. Wenn sie den Opfern die Notwendigkeit erl\u00e4utern, dann sind sie glaubw\u00fcrdig, weil sie nicht die unmittelbaren Profiteure der Angelegenheit sind. So werden aus Interessensvertretern Co-Manager, die in einigen Unternehmen f\u00fcrstlich entlohnt, in anderen gehasst werden, weil die Mitsprache als l\u00e4stig empfunden wird. W\u00e4hrend die anderen den Nutzen f\u00fcr den Betriebsfrieden \u2013 den ungest\u00f6rten Ablauf des Gesch\u00e4fts \u2013 zu sch\u00e4tzen wissen.<\/p>\n<p>Dabei gibt es auch immer viel zu tun f\u00fcr die Mitbestimmer, schliesslich ist das Fitmachen des Unternehmens Daueraufgabe und es gibt immer Arbeitspl\u00e4tze zu retten. Dass daf\u00fcr st\u00e4ndig Arbeitspl\u00e4tze und damit Einkommensm\u00f6glichkeiten abgebaut werden, st\u00f6sst dabei niemandem auf. Sind doch die gestrichenen Arbeitspl\u00e4tze die Kosten f\u00fcr die Rettung der Arbeitspl\u00e4tze, die das Unternehmen auch f\u00fcr die Zukunft seines Gesch\u00e4ftes nutzen will. Auf die Strasse bringt die Gewerkschaft ihre Mitglieder dann, wenn \u201eihr\u201c Betrieb geschlossen werden soll. Auch wenn dieser ihnen nicht geh\u00f6rt. Es ist die Begleitmusik zu Entlassungen, denn wenn die Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht mehr brauchen wollen, haben diese auch kein Mittel mehr in der Hand, dagegen vorzugehen.<\/p>\n<p>Druck machen k\u00f6nnten allenfalls die Kollegen, die noch gebraucht werden. Doch die Betriebe verstehen es, die einzelnen Produktionsstandorte gegeneinander auszuspielen und die Gewerkschaften spielen mit. So treten die Belegschaften eines Unternehmens nicht gegen die Betriebsleitung, sondern gegen die Kollegen anderer Standorte an und dienen sich als die kosteng\u00fcnstigsten an. Die zur Entlassung anstehenden Kollegen erhalten Solidarit\u00e4tsadressen und die Absender freuen sich, dass es sie nicht erwischt hat. So geht gewerkschaftliche Solidarit\u00e4t heutzutage.<\/p>\n<p>Nicht nur die Einkommensquelle Arbeitsplatz ist st\u00e4ndig bedroht, sondern auch das Ergebnis des Arbeitseinsatzes, der Lohn. Schliesslich nutzen die Unternehmen ihre Stellung im Markt, um m\u00f6glichst viel f\u00fcr ihre Produkte zu erhalten und treffen auf eine Zahlungsf\u00e4higkeit, die durch den Staat und seine Ausgaben zus\u00e4tzlich aufgebl\u00e4ht wird. Inflation gibt es immer und entwertet den Lohn, so dass sich die Gewerkschaften st\u00e4ndig gefordert sehen, eine Anpassung der L\u00f6hne und Geh\u00e4lter zu erstreiten. Weil es ihr um den gerechten Lohn geht, hat sie ein ganzes System entwickelt, in dem jeder T\u00e4tigkeit ein bestimmter Betrag zugeordnet ist.<\/p>\n<p>Jede Belastung soll so ber\u00fccksichtigt sein und einer entsprechenden Bezahlung rechtfertigen. Dass es dieses Verh\u00e4ltnis von Bezahlung und Leistung nicht gibt, tritt in jeder Tarifrunde offen zu Tage. Schliesslich muss die Bezahlung f\u00fcr die \u00dcberlassung der Arbeitskraft neu erstritten werden. Wobei die DGB-Gewerkschaften nicht einfach um eine angemessene Bezahlung f\u00fcr ihre Mitglieder erstreiten wollen, sondern immer im Auge haben, was die Wirtschaft verkraftet, sprich deren Konkurrenzf\u00e4higkeit auf dem Markt nicht gef\u00e4hrdet. F\u00fcr die Durchsetzung ihrer Forderungen d\u00fcrfen die Mitglieder die Statisten mimen mit Gewerkschaftswesten, -m\u00fctzen und -fahnen und Trillerpfeifen.<\/p>\n<h3>Der Staat als Garant des wirtschaftlichen Erfolgs und der Sozialleistungen<\/h3>\n<p>\u201eIn Deutschland sind die meisten Menschen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auf den Sozialstaat angewiesen. Ohne Mutterschutz, ohne Miet- und Arbeitsrecht, ohne Kranken-, Renten-, und Pflegeversicherung, ohne BAf\u00f6G, Kinder-, Wohn- und Arbeitslosengeld, ohne Jugend-, Familien-, Alten- und Behinderten hilfe usw. w\u00e4re das Leben f\u00fcr die Betroffenen und ihre Angeh\u00f6rigen kaum zu bew\u00e4ltigen.\u201c (Der soziale Staat, Dillmann\/Schiffer-Nasserie, VSA Hamburg 2018) Die meisten B\u00fcrger sind so in doppelter Weise abh\u00e4ngig: Vom Gang der Wirtschaft und von ihrem Staat. Dieser bezieht seine St\u00e4rke aus dem Erfolg der Wirtschaft, die sich auf seinem Territorium befindet. F\u00fcr deren Wachstumsbed\u00fcrfnisse erweist sich dieses Territorium immer als zu beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Zugriff auf Rohstoffe aus anderen L\u00e4ndern und deren M\u00e4rkte sind Aktivit\u00e4ten des Staates notwendig. Die Wirtschaft braucht daher immer die Unterst\u00fctzung des Staates, um den Zugang zu anderen M\u00e4rkten zu erlangen. Dazu m\u00fcssen sich die Staaten ins Benehmen setzen, um die Konditionen festzulegen, unter denen die Teilhabe am Gesch\u00e4ft ausw\u00e4rts erfolgen kann und unter welchen Bedingungen ausl\u00e4ndische Konkurrenten auf den eigenen Markt d\u00fcrfen. Auch wenn dabei immer wieder von Win-Win-Situationen die Rede ist, so treten doch damit Konkurrenten in Beziehung und das bedeutet, es gibt Gewinner und Verlierer. Das passiert weitgehend unter friedlichen Bedingungen, wenn unter Frieden verstanden wird, dass andere Staaten nur dann am Gesch\u00e4ft im eigenen Lande teilhaben d\u00fcrfen, wenn sie sich der \u00fcberlegenen Konkurrenz durch Deutschland oder die EU stellen und Sch\u00e4den ihrer eigenen Wirtschaft in Kauf nehmen.<\/p>\n<p>So liegen die Staaten \u00fcber die Handelsbedingungen st\u00e4ndig im Streit, setzen ihre wirtschaftliche Macht ein, um andere Staaten zu entsprechenden Zugest\u00e4ndnissen zu zwingen. Da werden unter Umst\u00e4nden Waren anderer L\u00e4nder mit Z\u00f6llen belegt, m\u00fcssen bestimmte Normen bei ihren Waren erf\u00fcllen, um zum eigenen Markt zugelassen zu werden usw. Flankiert werden diese Streitigkeiten nicht nur mit Wirtschaftskriegen, sondern die Staaten bringen dazu auch ihre Milit\u00e4rmacht in Anschlag, was nicht unbedingt heisst, dass diese auch immer zum Einsatz kommt. Auch die Pr\u00e4senz vor Ort mit Milit\u00e4r macht deutlich, wo die Staaten ihre Interessen sehen und gegebenenfalls ihr Milit\u00e4r zum Einsatz bringen. Das alles l\u00e4uft unter dem Titel \u201eregelbasierte Weltordnung\u201c, bei der der Westen die Regeln bestimmt und Front macht gegen die, die sich diesen Regeln widersetzen und diese ebenfalls bestimmen wollen.<\/p>\n<p>\u00dcber den Stand dieser Streitigkeiten werden die B\u00fcrger weitgehend informiert, sollen sie sich doch um den Erfolg ihres Staates sorgen, von dem sie wirtschaftlich wie sozial abh\u00e4ngig sind. Und das nicht nur berechnend, sondern mit Herz und Seele. Dazu gibt es dann die entsprechenden Veranstaltungen, in der ein nationales Gemeinschaftsgef\u00fchl gepflegt wird wie im \u201eSommerm\u00e4rchen 2006\u201c mit Fahnen und viel Bier. Wenn jetzt ein neues Sommerm\u00e4rchen angestrebt wird, dann steht die harte Wahrheit hinter den Fahnen und die heisst \u201eKriegst\u00fcchtigkeit\u201c. Die Pflege des Gemeinschaftsgef\u00fchls steht eben vor dem Einsatz des eigenen Lebens f\u00fcr diese nationale Gemeinschaft, der man nur durch Auswanderung entkommen kann, bei der man sich in eine neue Gemeinschaft einordnen muss, die die gleichen Dienste fordert.<\/p>\n<\/article>\n<p class=\"author\" style=\"text-align: right;\">Suitbert Cechura<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"artikel_footer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland ist ein freies Land, seine B\u00fcrger sind freie B\u00fcrger und die Freiheit gilt als ein so hohes Gut, dass Menschen bereit sein sollen, daf\u00fcr zu sterben. Dabei kann der Mensch sich nur solange frei bet\u00e4tigen, wie er lebt. 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