{"id":1842773,"date":"2024-05-08T16:42:26","date_gmt":"2024-05-08T15:42:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1842773"},"modified":"2024-05-09T08:34:42","modified_gmt":"2024-05-09T07:34:42","slug":"pluriverse-wege-finden-einfuehrung-zur-reihe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/05\/pluriverse-wege-finden-einfuehrung-zur-reihe\/","title":{"rendered":"Pluriverse Wege finden &#8211; Einf\u00fchrung zur Reihe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es besteht kein Zweifel daran, dass sich die Welt nach Jahrzehnten der so genannten \u201aEntwicklung\u2018 in einer Krise befindet \u2013 einer systemischen, multiplen und asymmetrischen Krise, die schon lange im Entstehen begriffen ist und sich inzwischen \u00fcber alle Kontinente hinweg ausbreitet. Noch nie zuvor sind so viele entscheidende Aspekte des Lebens gleichzeitig gescheitert, und noch nie erschienen die Erwartungen der Menschen an ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder so ungewiss. Die Krisen machen sich in allen Bereichen bemerkbar: in Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Ethik, Kultur, in der Spiritualit\u00e4t und der Physis. Dieses Buch ist also ein Zeichen der Erneuerung und Repolitisierung, wobei sich \u201adas Politische\u2018 aus einem Zusammenspiel teils widerspr\u00fcchlicher Auffassungen ergibt, wenn es darum geht, welche Art von alternativen Welten wir schaffen wollen.<\/strong><\/p>\n<p>Ein <em>Post-Development \u00adLexikon<\/em> sollte die Agenda f\u00fcr Forschung, Dialog und Handlung vertiefen und erweitern \u2013 bei Wissenschaftler\u00ad, politischen Entscheidungstr\u00e4ger- und Aktivist*innen. Es sollte eine Vielzahl von Weltanschauungen und Vorgehensweisen aufzeigen, die sich auf unsere gemeinsame Suche nach einer \u00f6kologisch sinnvollen und sozial gerechten Welt beziehen. Diese Agenda sollte das Was, Wie, Wer, F\u00fcr Wen und Warum all dessen untersuchen, was transformierbar ist \u2013 in Abgrenzung zu dem, was nicht ver\u00e4nderbar ist.<sup>1<\/sup> Im \u00dcbergang zu einer <em>\u201aWelt nach der Entwicklung\u2018 <\/em>wird es Mitstreiter*innen mit strategischen Visionen geben, aber auch solche mit guten kurzfristigen taktischen Vorschl\u00e4gen. Die Demokratie \u2013 als ein sich st\u00e4ndig radikalisierender Prozess \u2013 sollte alle Lebensbereiche ansprechen, angefangen vom K\u00f6rper bis hin zu dessen Verankerung in einer lebendigen Erddemokratie.<sup>2<\/sup><\/p>\n<p>Der verf\u00fchrerische Charakter der Entwicklungsrhetorik \u2013 manchmal auch als <em>Developmentalit\u00e4t <\/em>oder <em>Developmentalismus<\/em><sup>3<\/sup> bezeichnet \u2013 ist in praktisch allen L\u00e4ndern verinnerlicht worden. Selbst einige Menschen, die unter den Folgen des industriellen Wachstums im Globalen Norden leiden, akzeptieren den geradlinigen Weg des Fortschritts. Viele L\u00e4nder des Globalen S\u00fcdens haben sich gegen Versuche der Umweltregulierung mit dem Vorwurf gewehrt, der Norden hindere den S\u00fcden daran, sein eigenes Entwicklungsniveau zu erreichen. Die internationale Debatte dreht sich auch um den \u201aGeld- und Technologietransfer\u2018 vom Globalen Norden in den S\u00fcden, der \u2013 zum Vorteil des Nordens \u2013 die grundlegenden Pr\u00e4missen des Entwicklungsparadigmas nicht in Frage stellt. Die Begriffe \u201aGlobaler Norden und S\u00fcden\u2018 sind keine geografischen Bezeichnungen, sondern haben wirtschaftliche und geopolitische Implikationen. Der \u201aGlobale Norden\u2018 kann daher sowohl die historisch dominierenden Nationen als auch die kolonisierten, aber wohlhabenden herrschenden Eliten im S\u00fcden beschreiben. In \u00e4hnlicher Weise kann im Sinne neuer Allianzen zu einer alternativen Globalisierung<sup>4<\/sup> der \u201aGlobale S\u00fcden\u2018 eine Metapher f\u00fcr ausgebeutete ethnische Minderheiten oder Frauen in wohlhabenden L\u00e4ndern sein ebenso wie f\u00fcr die historisch kolonisierten oder \u201a\u00e4rmeren\u2018 L\u00e4nder als Ganzes.<sup>5<\/sup><\/p>\n<p>Jahrzehnte, nachdem sich der Begriff der \u201a<em>Ent<\/em><em>wicklung\u2018 <\/em>in der Welt verbreitet hat, gelten nur eine Handvoll L\u00e4nder \u2013 so genannte \u201aunterentwickelte<em>\u2018 <\/em>bzw. \u201aEntwicklungsl\u00e4nder\u2018 oder \u201aDritte Welt\u2018, um abwertende Begriffe aus dem Kalten Krieg zu verwenden \u2013 wirklich als <em>\u201a<\/em>entwickelt<em>\u2018<\/em>. Andere bem\u00fchen sich, das wirtschaftliche Modell des Nordens nachzuahmen \u2013 und das zu enormen \u00f6kologischen und sozialen Kosten.<\/p>\n<p>Das Problem liegt nicht in der mangelnden Umsetzung, sondern in der Vorstellung von \u201a<em>Entwicklung\u2018 <\/em>als linearem, unidirektionalem, materiellem und finanziellem Wachstum, das durch Warenproduktion und kapitalistische M\u00e4rkte angetrieben wird. Trotz zahlreicher Versuche, \u201aEntwicklung<em>\u2018 <\/em>neu zu bestimmen, ist sie nach wie vor etwas, das \u201aExpert*innen\u2018 in ihrem Streben nach Wirtschaftswachstum managen und anhand des Bruttoinlandsprodukts (BIP) messen, einem schlechten und irref\u00fchrenden Indikator f\u00fcr Fortschritt im Sinne von Wohlbefinden. In Wahrheit erlebt die ganze Welt eine \u201aFehlentwicklung\u2018 (maldevelopment), selbst in den hoch industrialisierten L\u00e4ndern, deren Lebensstil als Vorbild f\u00fcr die \u201aR\u00fcckst\u00e4ndigen\u2018 dienen sollte.<\/p>\n<p>Ein entscheidender Teil unserer Probleme liegt in der Auffassung von \u201aModernit\u00e4t\u2018 selbst \u2013 womit weder behauptet werden soll, dass alles Moderne destruktiv oder ungerecht ist, noch dass alle Traditionen positiv sind. In der Tat erweisen sich moderne Elemente wie Menschenrechte und feministische Grunds\u00e4tze f\u00fcr viele Menschen als befreiend. Wir bezeichnen die Moderne als die vorherrschende Weltanschauung, die sich in Europa seit der Renaissance, dem \u00dcbergang vom Mittelalter zur fr\u00fchen Neuzeit, herausgebildet und gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts konsolidiert hat. Zu ihren kulturellen Praktiken und Institutionen geh\u00f6rt nicht zuletzt der Glaube an die Unabh\u00e4ngigkeit des Einzelnen vom Kollektiv und an das Privateigentum, freie M\u00e4rkte, politischen Liberalismus, S\u00e4kularismus<sup>6<\/sup> sowie an die repr\u00e4sentative Demokratie. Ein weiteres Schl\u00fcsselelement der Moderne ist der \u201aUniversalismus\u2018 \u2013 die Vorstellung, dass wir alle in einer einzigen, jetzt globalisierten Welt leben und, was besonders kritisch ist, der Vorstellung von der Wissenschaft als der einzigen verl\u00e4sslichen Wahrheit und dem Vorboten des \u201aFortschritts\u2018.<\/p>\n<p>Zu den fr\u00fchen Ursachen dieser multiplen Krise geh\u00f6rt die alte monotheistische Auffassung, dass ein v\u00e4terlicher \u201aGott\u2018 die Erde zum Nutzen <em>seiner <\/em>menschlichen Kinder geschaffen hat. Diese Haltung ist als Anthropozentrismus bekannt.<sup>7<\/sup> Zumindest im Westen entwickelte sie sich zu einer philosophischen Haltung, die den Menschen gegen die Natur ausspielt, und f\u00fchrte zu damit verbundenen Dualismen wie der Kluft zwischen Subjekt und Objekt, Geist und K\u00f6rper, m\u00e4nnlich und weiblich, zivilisiert und barbarisch. Diese klassischen ideologischen Kategorien legitimieren die Zerst\u00f6rung der nat\u00fcrlichen Welt sowie das Ausnutzen von geschlechtsspezifischen, <em>racial <\/em>und zivilisatorischen Unterschieden. Feministinnen betonen die \u201emaskulinistische Herrschaftskultur\u201c, die von diesen k\u00fcnstlich geschaffenen Dualismen getragen wird; Intellektuelle im Globalen S\u00fcden betonen ihre \u201eKolonialit\u00e4t\u201c. Das moderne koloniale, kapitalistische, patriarchale Weltsystem<sup>8<\/sup> <em>marginalisiert <\/em>und entwertet somit Formen des Wissens wie beispielsweise f\u00fcrsorgende Aufgaben und nicht\u00adwestliches Recht, Wissenschaft oder Wirtschaft. Dies ist weltweit das vorherrschende politische Muster, obwohl es alternative Formen in Europa sowie \u201aModernit\u00e4ten\u2018 in Lateinamerika, China usw. gegeben hat. Dieses Buch beinhaltet eine Vielfalt von Visionen, die vom gegenw\u00e4rtigen globalisierten Entwicklungsmodell bis hin zu den nichtmodernen und selbstbestimmten Alternativen reichen. Viele dieser radikalen Weltanschauungen w\u00fcrden in die zweite oder dritte Kategorie passen. Um der Vielfalt eine Stimme zu geben, teilen wir die \u00dcberzeugung, dass die globale Krise innerhalb des bestehenden institutionellen Rahmens nicht zu bew\u00e4ltigen ist. Sie ist historisch und strukturell bedingt und verlangt ein tiefgreifendes kulturelles Erwachen und eine Reorganisation der Beziehungen innerhalb und zwischen den Gesellschaften \u00fcberall auf der Welt sowie zwischen den Menschen und dem Rest der sogenannten \u201aNatur\u2018. Unsere wichtigste Lektion als Menschen ist es, Frieden mit der Erde und miteinander zu schlie\u00dfen. \u00dcberall experimentieren Menschen damit, wie sie ihre Bed\u00fcrfnisse auf eine Weise befriedigen k\u00f6nnen, die die Rechte und die W\u00fcrde der Erde sowie ihrer bedrohten Bewohner*innen wahrt. Diese Suche ist eine Antwort auf den \u00f6kologischen Kollaps, Landraub, \u00d6lkriege und Formen des Raubbaus \u2013 wie die Agrarindustrie und Plantagen mit gentechnisch ver\u00e4nderten Arten. In menschlicher Hinsicht bedeutet dieser Diebstahl den Verlust der l\u00e4ndlichen Lebensgrundlagen und st\u00e4dtische Armut. Manchmal weicht der westliche \u201aFortschritt\u2018 den Krankheiten des Wohlstands, der Entfremdung und der Wurzellosigkeit oder f\u00fchrt zu ihnen. Aber \u00fcberall auf den Kontinenten formieren sich inzwischen Widerstandsbewegungen. Der <em>Environmental Justice Atlas <\/em>(Atlas der Umweltgerechtigkeit) dokumentiert und katalogisiert mehr als 2000 Konflikte,<sup>9<\/sup> was beweist, dass es eine aktive globale Bewegung f\u00fcr Umweltgerechtigkeit gibt, auch wenn sie noch nicht vereint ist.<\/p>\n<p>Es gibt keine Garantie daf\u00fcr, dass \u201aEntwicklung\u2018 die traditionelle Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen, Jugendliche, Kinder und intersexuelle Minderheiten, landlose und arbeitslose Klassen, <em>Races<\/em>, Kasten und Ethnien beseitigt.<sup>10<\/sup> W\u00e4hrend das globalisierende Kapital die regionalen Volkswirtschaften destabilisiert und Gemeinschaften in aussortierte Existenzen und Fl\u00fcchtlingspopulationen verwandelt, kommen manche Leute damit zurecht, indem sie sich mit der Macho\u00adMacht der politischen Rechten identifizieren. Diese stellt die nationale Identit\u00e4t in den Vordergrund und verspricht, die Arbeitspl\u00e4tze von den migrantischen S\u00fcndenb\u00f6cken zur\u00fcckzuholen. Zuweilen kann auch eine verunsicherte Linke aus der Arbeiterklasse diese Haltung einnehmen und erkennt nicht, dass die Banken und Unternehmen f\u00fcr ihre Schwierigkeiten verantwortlich sind. Ein Abdriften in Richtung Autoritarismus findet \u00fcberall auf der Welt statt, von Indien \u00fcber die USA bis nach Europa. Die Illusion der repr\u00e4sentativen Demokratie wird von einer privilegierten technokratischen Klasse mit ihrem neoliberalen Innovationskurs f\u00fcr gr\u00fcnes Wachstum am Leben erhalten. Die Grenze zwischen der Rechten und der orthodoxen Linken ist flie\u00dfend, wenn es um Produktivismus, Modernisierung und Fortschritt geht. Dar\u00fcber hinaus baut jede dieser Ideologien auf eurozentrischen und maskulinistischen Werten auf und st\u00e4rkt so den Status quo.<\/p>\n<p>Karl Marx erinnerte uns daran, dass eine neue Gesellschaft, die aus dem Inneren der alten hervorgeht, viele Defekte des alten Systems in sich tr\u00e4gt. Sp\u00e4ter bemerkte Antonio Gramsci \u00fcber seine Zeit, dass \u201e<em>die Krise gerade darin besteht, dass das Alte stirbt und das Neue nicht geboren werden kann; in diesem Zwischenstadium <\/em>(interregnum) <em>treten die verschiedensten Krankheitssymptome auf\u201c<\/em>.<sup>11<\/sup> Was diese europ\u00e4ischen Linksintellektuellen nicht vorhersahen, war, dass heute Alternativen auch von den politischen R\u00e4ndern her entstehen \u2013 sowohl von der kolonialen als auch von der innerstaatlichen Peripherie des Kapitalismus her. Die marxistische Analyse ist nach wie vor notwendig, aber sie gen\u00fcgt nicht; sie muss durch Perspektiven wie Feminismus und \u00d6kologie sowie durch Vorstellungen aus dem Globalen S\u00fcden, einschlie\u00dflich der Ideale Gandhis, erg\u00e4nzt werden. In einer Zeit des \u00dcbergangs \u2013 wie dieser \u2013 erfordern Kritik und Aktion neue Erz\u00e4hlungen in Verbindung mit praktischen materiellen L\u00f6sungen. Mehr vom Gleichen, aber besser, oder weniger vom Gleichen zu tun, ist nicht genug. Der Weg nach vorn besteht nicht einfach darin, Unternehmen st\u00e4rker in die Verantwortung zu nehmen oder regulierende B\u00fcrokratien einzurichten; es geht nicht einmal darum, den \u201aFarbigen<em>\u2018<\/em>, \u201a\u00c4lteren<em>\u2018<\/em>, \u201aBehinderten<em>\u2018<\/em>, \u201aFrauen<em>\u2018<\/em> oder \u201aQueers<em>\u2018<\/em> durch eine liberale, pluralistische Politik volle B\u00fcrgerrechte zuzuerkennen. Auch die Erhaltung einiger weniger \u201aunber\u00fchrter\u2018 Flecken Natur am Rande des st\u00e4dtischen Kapitalismus wird wenig Einfluss auf den Zusammenbruch der Artenvielfalt haben.<\/p>\n<p>Dieses <em>Post-Development-Lexikon <\/em>bezieht sich auf eine Zeit, in der die gro\u00dfen politischen Modelle des zwanzigsten Jahrhunderts \u2013 die liberale repr\u00e4sentative Demokratie und der Staatssozialismus \u2013 zu inkoh\u00e4renten und dysfunktionalen Formen des Regierens geworden sind, auch wenn sie Wohlstand und Rechte f\u00fcr einige wenige erreichen. Dementsprechend beginnt das Buch mit einigen \u00dcberlegungen zum Entwicklungsgedanken, die sich auf die Erfahrungen je eines wissenschaftlichen Aktivisten bzw. einer wissenschaftlichen Aktivistin aus jedem Kontinent (abgesehen von der Antarktis) st\u00fctzen. Es sind dies die Stimmen von Nnimmo Bassey (Afrika), Vandana Shiva (Asien), Jose Maria Tortosa (Europa), Phil McMichael (Nordamerika), Kirk Huffman (Ozeanien) und Maristella Svampa (S\u00fcdamerika).<\/p>\n<p>Im Anschluss an diese Kritiker*innen wendet sich das <em>Lexikon <\/em>der Untersuchung der Grenzen dieser <em>Ideologie der Entwicklung <\/em>(Developmentalismus) zu, und wie sie reformistische L\u00f6sungen f\u00fcr globale Krisen pr\u00e4gen. Hier sehen wir, wie das Gespenst der Moderne auf unendliche Weise wiedergeboren wird, da kurzsichtige Krisenl\u00f6sungen derjenigen, die an der Macht sind, den Status quo zwischen Nord und S\u00fcd aufrechterhalten. Dieser Abschnitt befasst sich unter anderem mit Marktmechanismen, Geo-Engineering und klimafreundlicher Landwirtschaft, der Bev\u00f6lkerungsfrage, gr\u00fcner Wirtschaft, Reproduktionstechnik und Transhumanismus. Ein \u00fcbergreifendes Thema ist die viel beschworene politische Geste der \u201anachhaltigen Entwicklung<em>\u2018<\/em>. Nat\u00fcrlich kann es passieren, dass selbst wohlmeinende Menschen versehentlich oberfl\u00e4chliche oder falsche L\u00f6sungen f\u00fcr globale Probleme propagieren. Au\u00dferdem ist es nicht leicht, Mainstream- oder oberfl\u00e4chliche Initiativen von <em>radikalen, transformativen <\/em>Initiativen zu unterscheiden, wenn in diesen Tagen der milit\u00e4risch-industrielle Medienkomplex und die Werbung der <em>Greenwashing<\/em>\u00adIndustrie ihre verf\u00fchrerische Wirkung entfalten.<\/p>\n<p>Die Kritik an der Industrialisierung ist nicht neu. Mary Shelley (1797\u00ad1851), Karl Marx (1818\u00ad83) und Mohandas Gandhi (1869\u00ad1948) haben, jeder auf seine Weise, ihre Bedenken dazu ge\u00e4u\u00dfert, ebenso wie viele Volksbewegungen in den letzten zwei Jahrhunderten. Die Nachhaltigkeitsdebatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde stark von der Argumentation des <em>Club of Rome <\/em>\u00fcber die <em>Grenzen des Wachstums <\/em>beeinflusst,<sup>12<\/sup> und offizielle Kreise \u00e4u\u00dferten sich besorgt \u00fcber Massenproduktionstechnologien und Konsummuster seit der <em>Konferenz zu Umwelt und Entwicklung <\/em>der Vereinten Nationen 1972 in Stockholm. Regelm\u00e4\u00dfige Konferenzen auf globaler Ebene wiederholten die Diskrepanz zwischen <em>Entwicklung und Umwelt<\/em>, und der Bericht <em>Unsere gemeinsame Zukunft <\/em>von 1987 r\u00fcckte sie deutlich in den Mittelpunkt. Die Vereinten Nationen und die meisten nationalstaatlichen Analysen haben jedoch nie eine Kritik der soziostrukturellen Kr\u00e4fte enthalten, die dem \u00f6kologischen Zusammenbruch zugrunde liegen. Der Schwerpunkt lag stets darauf, Wirtschaftswachstum und Entwicklung durch geeignete Technologien, M\u00e4rkte und institutionelle politische Reformen \u201anachhaltig und integrativ\u2018 zu gestalten. Das Problem ist, dass dieses Mantra der Nachhaltigkeit schon fr\u00fch vom Kapitalismus verschluckt und dann seines \u00f6kologischen Inhalts beraubt wurde.<\/p>\n<p>In der Zeit ab den 1980er Jahren hat sich die neoliberale Globalisierung in der ganzen Welt aggressiv ausgebreitet. Die UNO konzentrierte sich nun auf ein Programm zur \u201aLinderung der Armut\u2018 in den Entwicklungsl\u00e4ndern, ohne die Ursachen der Armut in der \u00a0akkumulationsgetriebenen Wirtschaft des wohlhabenden Globalen Nordens zu hinterfragen. Vielmehr wurde behauptet, dass die L\u00e4nder erst einen hohen Lebensstandard erreichen m\u00fcssten, bevor sie Ressourcen f\u00fcr den Umweltschutz einsetzen k\u00f6nnten.<sup>13<\/sup> So wurde wirtschaftliches \u201aWachstum\u2018 als notwendiger Schritt neu definiert.<sup>14<\/sup> Diese Verw\u00e4sserung fr\u00fcherer Debatten \u00fcber die Grenzen machte den Weg frei f\u00fcr das \u00f6kologisch\u00admodernistische Konzept der \u201agr\u00fcnen Wirtschaft\u2018. Im neuen Jahrtausend gab es eine Unmenge solcher \u00a0keynesianischer Vorschl\u00e4ge: Bio\u00f6konomie, die \u00a0Gr\u00fcne Revolution f\u00fcr Afrika, die chinesische und europ\u00e4ische F\u00f6rderung der Kreislaufwirtschaft und die Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung.<sup>15<\/sup><\/p>\n<p>Auf der <em>UN-Konferenz f\u00fcr nachhaltige Entwicklung <\/em>im Jahr 2012 war diese hohle Nachhaltigkeitsideologie der Leitfaden f\u00fcr die multilateralen Diskussionen. Seit einiger Zeit hatte das <em>Umweltprogramm der Vereinten Nationen <\/em>(UNEP \u2013 United Nations Environmental Programme) zusammen mit dem Unternehmenssektor und sogar einigen Vertreter*innen der politischen Linken<sup>16<\/sup> begeistert von der Notwendigkeit eines <em>Green New Deal <\/em>gesprochen. In Vorbereitung auf <em>Rio+20 <\/em>ver\u00f6ffentlichte das UNEP einen Bericht \u00fcber die <em>Gr\u00fcne Wirtschaft<\/em>, in dem es diese als eine Wirtschaft definierte, \u201edie zu verbessertem menschlichem Wohlergehen und sozialer Gerechtigkeit f\u00fchrt und gleichzeitig Umweltrisiken und \u00f6kologische Knappheiten deutlich reduziert\u201c.<sup>17<\/sup> Im Einklang mit der wachstumsorientierten Politik der Vertreter*innen einer nachhaltigen Entwicklung wurden in dem Bericht alle lebenden nat\u00fcrlichen Formen auf dem gesamten Planeten als <em>Naturkapital <\/em>und <em>kritische Wirtschaftsg\u00fcter <\/em>bezeichnet, wodurch die Vermarktung des Lebens auf der Erde intensiviert wurde. Der Widerstand der Aktivist*innen f\u00fcr eine andere Globalisierung war jedoch erbittert.<\/p>\n<p>Die offizielle Rio+20\u00adAbschlusserkl\u00e4rung spricht sich in mehr als zwanzig Artikeln f\u00fcr Wirtschaftswachstum aus. Dieser Ansatz beruht auf einer vermeintlichen \u00d6kologisierung der neoklassischen Wirtschaftstheorie, die als <em>Umwelt\u00f6konomie <\/em>bezeichnet wird und der \u00dcberzeugung ist, dass sich Wachstum durch Dematerialisierung und Umweltentlastung mit Hilfe der so genannten \u201a\u00d6koeffizienz\u2018 von der Natur abkoppeln oder entkoppeln l\u00e4sst. Empirische <em>Cradle-to-Grave<\/em>(von der Wiege bis zur Bahre) und soziale Stoffwechselstudien aus der \u00f6kologischen \u00d6konomie zeigen jedoch, dass sich die Produktion zwar relativ gesehen <em>entmaterialisiert <\/em>hat \u2013 also weniger Energie und Materialien pro BIP-Einheit verbraucht wurden \u2013, aber die gesamten oder absoluten Material und Energiemengen wurden nicht reduziert, was f\u00fcr die Nachhaltigkeit entscheidend ist. Historisch gesehen fallen die einzigen Perioden einer absoluten Dematerialisierung mit wirtschaftlichen Rezessionen zusammen.<sup>18<\/sup> Die g\u00e4ngige Vorstellung von \u201awirtschaftlicher Effizienz\u2018 ist weit davon entfernt, biophysikalische Grenzen zu respektieren \u2013 in der Natur und bei den nat\u00fcrlichen Ressourcen, in der Anpassungsf\u00e4higkeit von \u00d6kosystemen oder in den planetarischen Grenzen.<\/p>\n<p>Das internationale Modell des gr\u00fcnen Kapitalismus \u2013 vorgestellt in der Erkl\u00e4rung <em>Transforma<\/em><em>tion unserer Welt: Die Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung<\/em><sup>19<\/sup> \u2013 zeigt folgende M\u00e4ngel in den so genannten \u201aZielen f\u00fcr nachhaltige Entwicklung\u2018 (SDGs) auf:<sup>20<\/sup><\/p>\n<ul>\n<li>keine Analyse dar\u00fcber, wie die strukturellen Wurzeln von Armut, mangelnder Nachhaltigkeit und multidimensionaler Gewalt historisch in staatlicher Macht, Unternehmensmonopolen, Neokolonialismus und patriarchalen Institutionen verankert sind<\/li>\n<li>unzureichende Konzentration auf direktes demokratisches Regieren mit verantwortlicher Entscheidungsfindung durch B\u00fcrger*innen und sich ihrer selbst bewussten Gemeinschaften von Angesicht zu Angesicht<\/li>\n<li>anhaltende Betonung des Wirtschaftswachstums als Motor f\u00fcr Entwicklung, was im Widerspruch zu den biophysikalischen Grenzen steht, und willk\u00fcrliche \u00dcbernahme des BIP als Indikator f\u00fcr Fortschritt<\/li>\n<li>anhaltendes Vertrauen in die wirtschaftliche Globalisierung als wichtigster Wirtschaftsstrategie, die die Bem\u00fchungen der Menschen um Eigenst\u00e4ndigkeit und Autonomie untergr\u00e4bt<\/li>\n<li>anhaltende Unterw\u00fcrfigkeit gegen\u00fcber dem Privatkapital und Unwilligkeit, den Markt durch die Kontrolle der Arbeitenden, Produzierenden und durch Gemeinschaften zu demokratisieren<\/li>\n<li>moderne Wissenschaft und Technologie werden als soziale Allheilmittel angepriesen, wobei ihre Grenzen und Auswirkungen ignoriert werden und <em>anderes <\/em>Wissen <em>marginalisiert <\/em>wird<\/li>\n<li>Kultur, Ethik und Spiritualit\u00e4t werden ausgeklammert und den wirtschaftlichen Kr\u00e4ften untergeordnet<\/li>\n<li>unregulierter Konsum ohne Strategien zur Umkehr des Globalen Nordens und seiner unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Verschmutzung des Planeten durch Abfall, Toxizit\u00e4t und Klimaemissionen<\/li>\n<li>neoliberale Architekturen globaler Regierungsf\u00fchrung, die sich zunehmend auf technokratische Management\u00adWerte von staatlichen und multilateralen B\u00fcrokratien st\u00fctzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser SDG\u00adRahmen aus dem Jahr 2015, der inzwischen eine globale Reichweite erreicht hat, ist ein falscher Konsens.<sup>21<\/sup> So wird beispielsweise ein \u201enachhaltiges Wirtschaftswachstum\u201c gefordert, was im Widerspruch zu den meisten SDGs steht. Wenn <em>Entwicklung<\/em> als toxischer Begriff betrachtet wird, der abzulehnen ist,<sup>22<\/sup> dann wird <em>nachhal<\/em><em>tige<\/em> <em>Entwicklung<\/em> zu einem Widerspruch an sich. Konkret hat der Degrowth\u00adTheoretiker Giorgios Kallis kommentiert: \u201eNachhaltige Entwicklung und ihre neuere Reinkarnation \u201agr\u00fcnes Wachstum\u2018 entpolitisieren echte politische Gegens\u00e4tze zwischen alternativen Zukunftsvisionen. Sie machen Umweltprobleme technisch, versprechen Win\u00adWin\u00adL\u00f6sungen und das unm\u00f6gliche Ziel, das Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten, ohne der Umwelt zu schaden.\u201c<sup>23<\/sup> Das ist es, was mit reformistischen L\u00f6sungen passiert.<\/p>\n<p>Wir wollen weder die Leistung von Menschen schm\u00e4lern, die neue technologische L\u00f6sungen zur Verringerung der Probleme finden \u2013 beispielsweise im Bereich der erneuerbaren Energien \u2013 noch wollen wir die vielen positiven Elemente des SDG\u00adRahmens schm\u00e4lern.<sup>24<\/sup> Vielmehr ist es unser Ziel zu unterstreichen, dass technologische und betriebswirtschaftliche Innovationen ohne einen grundlegenden soziokulturellen Wandel nicht aus der Krise f\u00fchren werden.<sup>25<\/sup> Wenn sich Nationalstaaten und Zivilgesellschaften auf die SDGs vorbereiten, m\u00fcssen unbedingt Kriterien festgelegt werden, die den Menschen helfen, diese Unterscheidung zu treffen.<\/p>\n<p>Als Gegenpol zu den Scheuklappen der konventionellen politischen Vernunft sind im Hauptteil des Lexikons eine Reihe einander erg\u00e4nzender Vorstellungen und praktischer Ans\u00e4tze gesammelt, die radikale und systemische Initiativen ins Leben rufen.<sup>26<\/sup> Einige von ihnen beleben oder interpretieren seit langem bestehende indigene Weltanschauungen auf kreative Weise neu; andere stammen von j\u00fcngeren sozialen Bewegungen; wieder andere greifen auf \u00e4ltere Philosophien und religi\u00f6se Traditionen zur\u00fcck. Sie alle fragen: Was l\u00e4uft im heutigen Alltag so entsetzlich verkehrt? Wer ist daf\u00fcr verantwortlich? Wie s\u00e4he ein besseres Leben aus, und wie kommen wir dorthin? Die Feministinnen der <em>\u201aSostenibilidad de la vida\u2018<\/em><sup>27<\/sup> fragen sich: \u201eWas ist ein lebenswertes Leben? Und wie k\u00f6nnen Bedingungen geschaffen werden, die dies erm\u00f6glichen?\u201c<\/p>\n<p>Zusammen bilden diese Perspektiven ein <em>Pluriversum<\/em>: eine Welt, in der viele Welten Platz haben, wie es die Zapatistas von Chiapas ausdr\u00fccken. Die Welten aller Menschen sollten in W\u00fcrde und Frieden koexistieren, ohne dass sie Herabsetzung, Ausbeutung und Elend ertragen m\u00fcssen. Eine pluriverse Welt \u00fcberwindet patriarchale Einstellungen, Rassismus, Kastendenken und andere Formen der Diskriminierung. Hier lernen die Menschen wieder, was es bedeutet, ein bescheidener Teil der <em>Natur <\/em>zu sein, und lassen enge anthropozentrische Vorstellungen von Fortschritt auf der Grundlage von Wirtschaftswachstum hinter sich. W\u00e4hrend viele pluriverse Ausdrucksformen miteinander synergetisch zusammenwirken, k\u00f6nnen sie im Gegensatz zur universalisierenden Ideologie der <em>Nachhaltigen Entwicklung <\/em>nicht auf eine allumfassende Politik reduziert werden, die entweder von der UNO oder einem anderen globalen Governance\u00adSystem bzw. von regionalen oder staatlichen Systemen verwaltet wird. Wir stellen uns ein weltweites Zusammenspiel der Alternativen vor, das Strategien f\u00fcr den \u00dcbergang vorantreibt \u2013 inklusive kleiner allt\u00e4glicher Schritte, hin zu einer gro\u00dfen Transformation.<\/p>\n<p>Unser Projekt der Dekonstruktion von <em>Ent<\/em><em>wicklung <\/em>\u00f6ffnet sich zu einer Matrix von Alternativen, vom Universum zum Pluriversum. Einige Visionen und Praktiken sind in aktivistischen und akademischen Kreisen bereits wohlbekannt. Zum Beispiel <em>Buen Vivir<\/em>, \u201a<em>eine Kultur des Lebens\u2018<\/em>, die viele Namen in ganz S\u00fcdamerika hat; <em>Ubuntu<\/em>, das im s\u00fcdlichen Afrika den Wert der menschlichen Wechselseitigkeit betont; <em>Swaraj <\/em>aus Indien, das sich auf Eigenst\u00e4ndigkeit und Selbstverwaltung konzentriert.<sup>28<\/sup> Dieses Buch geht von der Hypothese aus, dass es Tausende solcher transformativen Initiativen rund um die Welt gibt. Andere, weniger bekannte, aber ebenso relevante Initiativen sind <em>Kyosei<\/em>, <em>Minobimaatisiiwin<\/em>, <em>Nayakrishi <\/em>sowie kritisch reflektierte Versionen der gro\u00dfen Religionen vom Islam, Christentum, Hinduismus, Buddhismus bis zum Judentum. Auch politische Vorstellungen wie \u00d6ko\u00adSozialismus und Tiefen\u00f6kologie haben Ber\u00fchrungspunkte mit fr\u00fcheren gemeinschaftlichen Idealen. Viele Begriffe haben zwar eine lange Geschichte, tauchen aber immer wieder in der Darstellung von <em>Bewegungen f\u00fcr das Wohlbefinden <\/em>auf und k\u00f6nnen problemlos mit zeitgen\u00f6ssischen Konzepten wie <em>Degrowth <\/em>und <em>\u00d6kofeminismus <\/em>koexistieren.<sup>29<\/sup><\/p>\n<p>Ob im Norden, S\u00fcden, Osten oder Westen, jeder Strang des <em>Post-Development<\/em>\u00adRegenbogens symbolisiert die menschliche Emanzipation <em>innerhalb der Natur<\/em>.<sup>30<\/sup> Es ist die letztgenannte Verbindung, die unser pluriversales Projekt vom kulturellen Relativismus unterscheidet. Wie Aldo Leopold sagen w\u00fcrde: \u201eEine Sache ist richtig, wenn sie dazu beitr\u00e4gt, die Integrit\u00e4t, Stabilit\u00e4t und Sch\u00f6nheit der <em>biotischen Gemeinschaft <\/em>zu erhalten. Sie ist falsch, wenn sie in eine andere Richtung tendiert.\u201c<sup>31<\/sup><\/p>\n<p>Um Frieden mit der Erde zu schlie\u00dfen, ist ein weiteres friedensstiftendes Ziel die Verkn\u00fcpfung von \u00fcberliefertem und gegenw\u00e4rtigem Wissen in einem Prozess, der einen horizontalen und respektvollen Dialog erfordert. Das hei\u00dft, es gibt keine Blaupausen, die f\u00fcr alle Zeiten und Orte g\u00fcltig sind, ebenso wie keine Theorie immun gegen Hinterfragung ist. In der Tat wird diese Art von historischer Reflexivit\u00e4t erst jetzt als politisches Handlungsfeld erkannt. Die Reaktion auf Makro\u00adMachtstrukturen wie Kapital und Imperium ist eine gut erkundete Landschaft; was noch weitgehend unerforscht ist, ist das Feld der Mikrooder Kapillar\u00adMacht, welche die allt\u00e4gliche Gewalt speist. Lobpreisungen abstrakter Gerechtigkeit, selbst spirituelle Lobges\u00e4nge auf Mutter Erde, werden nicht ausreichen, um die von uns gew\u00fcnschten Ver\u00e4nderungen herbeizuf\u00fchren. Um ein pluriversales Haus zu bauen, muss ein neues Fundament ausgegraben werden.<\/p>\n<p>Transformative Initiativen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von herk\u00f6mmlichen oder reformistischen L\u00f6sungen. Im Idealfall setzen sie an den Wurzeln eines Problems an. Sie stellen in Frage, was wir bereits als Wesensmerkmale des Entwicklungsdiskurses identifiziert haben \u2013 Wirtschaftswachstum, Produktivismus, Fortschrittsrhetorik, instrumentelle Rationalit\u00e4t, M\u00e4rkte, Universalit\u00e4t, Anthropozentrismus und Sexismus. Diese transformativen Alternativen werden eine Ethik mit sich bringen, die sich radikal von derjenigen unterscheidet, die dem derzeitigen System zugrunde liegt. Die Beitr\u00e4ge in diesem Teil des Buches spiegeln Werte wider, die auf einer relationalen Logik beruhen, einer Welt, in der alles mit allem anderen verbunden ist.<\/p>\n<p>Es gibt viele Wege zu einer Bio\u00adZivilisation, aber wir stellen uns Gesellschaften vor, die unter anderem die folgenden Werte umfassen:<\/p>\n<ul>\n<li>Vielfalt und Pluriversalit\u00e4t<\/li>\n<li>Autonomie und Eigenverantwortung<\/li>\n<li>Solidarit\u00e4t und Gegenseitigkeit<\/li>\n<li>Gemeing\u00fcter und gemeinschaftliche Ethik<\/li>\n<li>Einssein mit und Rechte der Natur<\/li>\n<li>wechselseitige Abh\u00e4ngigkeit<\/li>\n<li>Einfachheit und Gen\u00fcgsamkeit<\/li>\n<li>Inklusivit\u00e4t und W\u00fcrde<\/li>\n<li>Gerechtigkeit und Gleichheit<\/li>\n<li>Nicht\u00adHierarchie<\/li>\n<li>W\u00fcrde der Arbeit<\/li>\n<li>Rechte und Pflichten<\/li>\n<li>\u00f6kologische Nachhaltigkeit<\/li>\n<li>Gewaltlosigkeit und <sup>32<\/sup><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die politische Handlungsf\u00e4higkeit wird den Ausgegrenzten, Ausgebeuteten und Unterdr\u00fcckten geh\u00f6ren. Und Transformationen werden verschiedene Dimensionen einbeziehen und mobilisieren, wenn auch nicht unbedingt alle auf einmal. Ein Beispiel f\u00fcr diese Perspektive k\u00f6nnte die Reihe von Zusammenk\u00fcnften sein, die seit 2014 unter dem Namen <em>Vikalp Sangam <\/em>(Zusammenflie\u00dfen von Alternativen) in Indien stattfinden.<sup>33<\/sup> Die von dieser Bewegung vertretenen Werte sind:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00d6kologische Weisheit, Integrit\u00e4t und Wi<strong>derstandsf\u00e4higkeit<\/strong>: &#8230; wo vorrangig \u00f6kologisch\u00adregenerative Prozesse erhalten werden, die \u00d6kosysteme, Arten, Funktionen und Kreisl\u00e4ufe sch\u00fctzen; &#8230; wo \u00f6kologische Grenzen \u2013 lokal wie global \u2013 respektiert werden und &#8230; wo \u00f6kologische Ethik in alle menschlichen Aktivit\u00e4ten einflie\u00dft.<\/li>\n<li>Soziales Wohlbefinden und Gerechtigkeit: &#8230; wo k\u00f6rperliche, soziale, kulturelle und spirituelle Zufriedenheit erreicht wird, &#8230; wo Gleichheit bei sozio\u00f6konomischen und politischen Anspr\u00fcchen und Verantwortlichkeiten herrscht, &#8230; wo diskriminierungsfreie Beziehungen und gemeinschaftliche Harmonie die Hierarchien auf der Grundlage von Glauben, Geschlecht, Kaste, Klasse, ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit, F\u00e4higkeiten und Alter ersetzen und &#8230; wo kollektive und individuelle Menschenrechte sichergestellt sind.<\/li>\n<li>Direkte und delegierte Demokratie: &#8230; wo die konsensbasierte Entscheidungsfindung in der kleinsten Gemeindeeinheit stattfindet, an der jeder Mensch das Recht, die F\u00e4higkeit und die M\u00f6glichkeit hat, sich zu beteiligen und &#8230; wo eine demokratische Regierung durch direkt verantwortliche Delegierte auf eine Weise geschaffen wird, die konsensorientiert und respektvoll ist und die Bed\u00fcrfnisse und Rechte derjenigen unterst\u00fctzt, die derzeit an den Rand gedr\u00e4ngt werden, zum Beispiel junge Menschen oder religi\u00f6se Minderheiten.<\/li>\n<li><strong>Wirtschaftliche Demokratisierung<\/strong>: &#8230; wo Privateigentum durch Gemeing\u00fcter ersetzt wird und die Unterscheidung zwischen Eigent\u00fcmerund Arbeitnehmer*innen entf\u00e4llt; &#8230; wo Gemeinschaften und Einzelpersonen \u2013 idealerweise <em>Prosument<\/em>*<em>innen <\/em>\u2013 die Autonomie \u00fcber die lokale Produktion, den Vertrieb und die M\u00e4rkte haben; &#8230; wo Regionalisierung ein Schl\u00fcsselprinzip ist und der Handel auf dem Prinzip des gleichberechtigten Austauschs<\/li>\n<li>Kulturelle Vielfalt und Wissensdemokratie: &#8230; wo eine Vielfalt an Lebensweisen, Ideen und Ideologien respektiert wird; &#8230; Kreativit\u00e4t und Innovation gef\u00f6rdert werden und &#8230; die Erzeugung, Weitergabe und Nutzung von Wissen \u2013 traditionell oder modern, einschlie\u00dflich der Wissenschaft und Technologie \u2013 f\u00fcr alle zug\u00e4nglich ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wo sind also die Frauen \u2013 die \u201aandere H\u00e4lfte\u2018 der Menschheit \u2013 bei all dem? Wie stellen wir sicher, dass ein <em>Post-Development-Pluriversum <\/em>nicht die Kolonialisierung aufl\u00f6st und gleichzeitig die Frauen weiterhin \u201aan ihrem Platz\u2018 als materielle Tr\u00e4gerinnen der allt\u00e4glichen Lebensaktivit\u00e4ten festh\u00e4lt? Ein erster Schritt auf dem Weg zu einem tiefgreifenden systemischen Wandel besteht darin, zu untersuchen, wie sowohl traditionelle als auch moderne Praktiken und Kenntnisse <em>M\u00e4nnlichkeit <\/em>und die damit einhergehenden M\u00f6glichkeiten privilegieren. Urspr\u00fcnglich hatten die beiden W\u00f6rter <em>\u00d6konomie <\/em>und <em>\u00d6kologie <\/em>die gleiche griechische Wurzel \u2013 <em>oikos<\/em>, was \u201eunser Haus\u201c bedeutet. Doch schon bald brach diese Einheit auseinander, als die selbsterkl\u00e4rte Herrschaft der M\u00e4nner \u00fcber die Natur begann, die Ausbeutung weiblicher Energien mit einzuschlie\u00dfen. Ganze Zivilisationen wurden auf der geschlechtsspezifischen Kontrolle der weiblichen Fruchtbarkeit aufgebaut \u2013 der wesentlichen Ressource f\u00fcr den Fortbestand eines jeden politischen Regimes. Dadurch wurden Frauen zu <em>Mitteln <\/em>und nicht zu <em>Zielen<\/em>, zu blo\u00dfem Hab und Gut, und damit wurde ihnen ihre Stellung als vollwertige menschliche Individuen mit eigenem Recht genommen.<\/p>\n<p>Ironischerweise zerst\u00f6rt die Wirtschaft \u2013 oder der produktive Sektor, wie er im Globalen Norden genannt wird \u2013 nun ihre eigenen sozialen und \u00f6kologischen Grundlagen im reproduktiven Sektor. Das Buch beinhaltet mehrere Beitr\u00e4ge zu Aspekten des Widerstands von Frauen gegen dieses irrationale Entwicklungsethos \u2013 zu lateinamerikanischem und pazifischem Feminismus, Friedensfrauen, Matriarchaten, L\u00f6hne f\u00fcr Hausarbeit, K\u00f6rperpolitik, Geschenk\u00f6konomien und \u00d6kofeminismus. Die meisten dieser Initiativen haben ihren Ursprung in den \u00dcberlebensk\u00e4mpfen der Frauen. Sie verkn\u00fcpfen politische Emanzipation mit Umweltgerechtigkeit, lokale Probleme mit globalen Strukturen und pl\u00e4dieren in der Regel f\u00fcr eine nachhaltige Subsistenz im Gegensatz zu linearem Fortschritt und \u201anachholender Entwicklung\u2018.<sup>34<\/sup> Umgekehrt ist der westliche <em>Mainstream<\/em>\u00adFeminismus tendenziell anthropozentrisch, so dass liberale und sogar sozialistische Feministinnen mit dem Ziel der <em>Gleichheit <\/em>bes\u00e4nftigt werden k\u00f6nnen. Auf diese Weise flicken sie mit ihrer Politik ungewollt bestehende maskulinistische Institutionen.<\/p>\n<p>Offizielle UNund Regierungsanalysen haben nie eine gr\u00fcndliche Kritik der strukturellen Kr\u00e4fte enthalten, die dem \u00f6kologischen Zusammenbruch zugrunde liegen. In \u00e4hnlicher Weise bleibt die tiefe Struktur alter patriarchaler Werte, die durch die globalen Entwicklungen fortgeschrieben werden, nicht untersucht. Die als \u201al\u00e4ngste Revolution\u2018 bekannte Befreiung der Frauen von der gesellschaftlichen Vorherrschaft der M\u00e4nner wird kein leichtes Unterfangen sein. Selbst Politikexpert*innen verwechseln allzu oft das Wohlbefinden des Haushalts oder der Gemeinschaft mit dem Wohlbefinden des Ern\u00e4hrers und ignorieren die h\u00e4usliche Machthierarchie. In der Wissenschaft ist die postmoderne Tendenz, die gelebte sexuelle Identit\u00e4t auf das Konstrukt <em>Geschlecht <\/em>zu reduzieren, eine weitere wenig hilfreiche Konvention. In gleicher Weise kann die Behandlung von <em>Klasse, Race und Geschlecht <\/em>als abstrakte <em>intersektionale Strukturen <\/em>die Aufmerksamkeit von der rohen Materialit\u00e4t der gelebten Erfahrung ablenken. Formale demokratische Gesten \u2013 das Wahlrecht oder die Lohngleichheit f\u00fcr Frauen \u2013 kratzen kaum an der Oberfl\u00e4che jahrhundertealter Gewohnheiten der Unterdr\u00fcckung zwischen den Geschlechtern.<sup>35<\/sup> Das Festhalten an spirituellen Tugenden oder starken s\u00e4kularen Prinzipien wie Vielfalt und Solidarit\u00e4t kann helfen, garantiert aber nicht das Ende der biophysischen Auswirkungen von Gewalt zwischen den Geschlechtern.<\/p>\n<p>Aktivist*innen, die nach gerechten und nachhaltigen Alternativen suchen, m\u00fcssen diese unausgesprochene Ebene der politischen Materialit\u00e4t zur Kenntnis nehmen. In unterschiedlichem Ma\u00dfe sind Frauen sowohl im Norden als auch im S\u00fcden mit Stillschweigen und Schikanen konfrontiert; es fehlt ihnen nicht nur an Ressourcen, sondern oft auch an Bewegungsfreiheit. Sie leben mit kulturell sanktionierten Dem\u00fctigungen wie Menstruation, Klitorisbeschneidung, Polygamie, Mitgiftmord, Ehrenmord, Witwenverbrennung (Suttee), dem Gezwicktund Begrapschtwerden und jetzt auch mit digitalisierten Rache\u00adPornos. Sie erdulden erzwungene Kindergeburten, h\u00e4usliche Gewalt, Vergewaltigung in der Ehe, Gruppenvergewaltigung durch Jugendliche, genozidale Vergewaltigung als Kriegswaffe, Stigmatisierung als Witwen und Verfolgung als \u201aHexen\u2018 in alten Zeiten. Im 21. Jahrhundert f\u00fchrt eine Kombination aus weiblicher Unfruchtbarkeit, privatisierter Gewalt und militarisierten Kollateralsch\u00e4den an der Zivilbev\u00f6lkerung zu einem weltweit sinkenden demografischen Anteil von Frauen gegen\u00fcber M\u00e4nnern. Allein in Asien haben eineinhalb Millionen Frauen in den letzten zehn Jahren aufgrund dieser Faktoren ihr Leben verloren.<\/p>\n<p>Der Missbrauch von Kindern und die Grausamkeit gegen\u00fcber Tieren sind weitere Aspekte des uralten und weit verbreiteten patriarchalen Vorrechts \u201ageringeren\u2018 Lebensformen gegen\u00fcber. Diese Aktivit\u00e4ten sind eine Form des Extraktivismus, einer Befriedigung durch Energien, die von anderen K\u00f6rpern abgezapft werden \u2013 n\u00e4mlich jenen, die als <em>naturn\u00e4her <\/em>gelten. Im Anschluss an Elizabeth Dodson Grays bahnbrechende Analyse \u00fcben \u00f6kofeministische Wissenschaftler*innen umfassende historische Kritik an der globalen kapitalistischen patriarchalen Ordnung \u2013 ihren Religionen, ihrer Wirtschaft und ihrer Wissenschaft. Indem sie die anhaltende Kraft alter ideologischer Dualismen \u2013 Mensch \u00fcber Natur, Mann \u00fcber Frau, Chef \u00fcber Arbeiter, Wei\u00df \u00fcber Schwarz \u2013 dekonstruieren, zeigen sie, dass die verschiedenen Formen sozialer Herrschaft miteinander verbunden sind.<sup>36<\/sup> Eine <em>Politik der F\u00fcrsorge<\/em>, die Frauen aus dem globalen Norden und S\u00fcden praktizieren, steht also im Einklang mit den Sitten des <em>Buen Vivir<\/em>, <em>Ubuntu <\/em>und <em>Swaraj<\/em>, weil die allt\u00e4gliche Arbeit von Frauen in allen Hemisph\u00e4ren eine <em>andere Erkenntnistheorie <\/em>lehrt, die nicht auf instrumenteller Logik beruht, sondern <em>relational <\/em>ist \u2013 wie die Rationalit\u00e4t \u00f6kologischer Prozesse.<sup>37<\/sup> In ihrer tiefsten Auspr\u00e4gung stellen diese pluriversen Stimmen sowohl die Moderne als auch den Traditionalismus in Frage, indem sie die materielle Verk\u00f6rperung von Klasse, Race, Geschlecht und Spezies in einem \u00f6kozentrischen Rahmen verorten. Es kann kein <em>Pluriversum <\/em>geben, solange die historischen Fundamente des m\u00e4nnlichen Anspruchs nicht Teil der politischen Auseinandersetzung sind.<\/p>\n<p>Die Leser*innen werden berechtigterweise hinterfragen, welches Vertrauen wir und zahlreiche Autor*innen des Lexikons in die Idee von <em>Gemeinschaft <\/em>setzen. Zugegeben, es ist ein umstrittener Begriff, hinter dem sich leicht Unterdr\u00fcckungen aufgrund von Geschlecht, Alter, Klasse, Kaste, ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit, <em>Race <\/em>oder von F\u00e4higkeiten verbergen k\u00f6nnen. Wir sind uns auch bewusst, dass eine <em>lokal ausgerichtete <\/em>Politik oder Wirtschaft oft fremdenfeindlich ist \u2013 eine Engstirnigkeit, die sich gegenw\u00e4rtig in nationalistischen Widerst\u00e4nden gegen\u00fcber Fl\u00fcchtlingen in vielen Teilen der Welt zeigt. Angesichts der Intoleranz der Rechten und der defensiven <em>Identit\u00e4tspolitik <\/em>der Linken strebt unser <em>Katalog der Alternativen <\/em>nach integrativen und inklusiven Praktiken. Die Hoffnung ist, dass selbst in einigen der patriarchalen Weltreligionen lebensbejahende Elemente entdeckt werden k\u00f6nnen, und wir hoffen, dieses Potenzial zu kultivieren.<\/p>\n<p>Das Ideal der Gemeinschaftlichkeit, das hier ins Auge gefasst wird, tr\u00e4gt den paradigmatischen Charakter der heutigen Bewegungen hin zum \u201aCommoning\u2018 oder zur \u201aComunalidad\u2018. Wie im Fall der von <em>Vikalp Sangam <\/em>vernetzten Initiativen basieren diese Kollektive auf autonomer Entscheidungsfindung durch pers\u00f6nliche Beziehungen und einen wirtschaftlichen Austausch, der auf die Befriedigung der Grundbed\u00fcrfnisse durch Selbstversorgung ausgerichtet ist.<sup>38<\/sup> Unser Verst\u00e4ndnis von Gemeinschaft ist ein kritisches: <em>im Prozess <\/em>und stets die moderne kapitalistischpatriarchale Hegemonie des \u201aIndividuums\u2018 als Kern der Gesellschaft in Frage stellend. Wir hoffen, dass dieses Buch Gegenbewegungen zu diesem global kolonisierenden Zwang anregt, so wie wir wiederum von kulturellen Gruppen auf der ganzen Welt inspiriert werden, die sich noch immer einer kollektiven Existenz erfreuen.<sup>39<\/sup> In diesem Zusammenhang schl\u00e4gt die mexikanische Soziologin Raquel Guti\u00e9rrez Aguilar das Konzept der \u201eentramados comunitarios\u201c oder gemeinschaftlichen Verflechtungen vor:<\/p>\n<p><em>\u201e[D]ie Vielfalt menschlicher Welten, die die <\/em><em>Welt mit vielf\u00e4ltigen Normen des Respekts, der Zusammenarbeit, der W\u00fcrde, der Liebe und der Gegenseitigkeit bev\u00f6lkern und hervorbringen, die nicht vollst\u00e4ndig der Logik der Kapitalakkumulation unterworfen sind, auch wenn sie oft von ihr angegriffen und \u00fcberw\u00e4ltigt werden &#8230; solche gemeinschaftlichen Verflechtungen &#8230; finden sich in unterschiedlichen Formaten und Ausf\u00fchrungen &#8230; Sie umfassen die vielf\u00e4ltigen und ungemein abwechslungsreichen kollektiven menschlichen Konfigurationen, einige seit langem, andere in j\u00fcngerer Zeit, die Sinn stiften und das \u201aeinrichten\u2018, was in der klassischen politischen Philosophie als \u201asozionat\u00fcrlicher Raum\u2018 bezeichnet wird.\u201c<sup>40<\/sup><\/em><\/p>\n<p>Viele der radikalen Weltanschauungen und Handlungsweisen, die in diesem Band vorgestellt werden, machen das Pluriversum sichtbar. Indem wir \u00fcber sie sprechen, f\u00f6rdern wir ihre Existenz und Lebensf\u00e4higkeit. In der Tat macht gerade die Verbreitung von Aussagen, die aus diesen <em>anderen <\/em>Welten stammen, dieses Buch erst m\u00f6glich. Umgekehrt kann gesagt werden, dass sich in dieser Hinsicht die Mainstreamoder reformistischen Entwicklungsl\u00f6sungen als falsch erwiesen haben. Als Antwort auf die \u00f6kologische Krise nehmen die \u201aExpert*innen\u2018 des Globalen Nordens die f\u00fcr die Zerst\u00f6rung des Planeten verantwortlichen Kategorien der <em>Einen<\/em><em> Welt <\/em>als Ausgangspunkt f\u00fcr ihre angeblichen L\u00f6sungen! Doch ihr Eintreten f\u00fcr \u201ala dolce vita\u2018 kann uns nicht erleuchten, wenn es darum geht, das Pluriversum nachhaltig zu gestalten. Um es noch einmal zu wiederholen: Der Begriff des Pluriversums stellt das Konzept der Universalit\u00e4t in Frage, das f\u00fcr die eurozentrische Moderne zentral ist. Mit ihrer Aussage \u201eEine Welt, in die viele Welten passen\u201c, geben uns die Zapatistas die pr\u00e4gnanteste und treffendste Definition des Pluriversums.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend es dem Westen gelungen ist, seine eigene Vorstellung von der <em>Einen Welt <\/em>zu verkaufen \u2013 die nur die moderne Wissenschaft kennt und die von ihrer eigenen Weltanschauung beherrscht wird \u2013, schlagen die Bewegungen f\u00fcr eine alternative Globalisierung <em>Pluriversit\u00e4t <\/em>als ein gemeinschaftliches Projekt vor, das auf der Vielfalt der \u201aWege zur Welterfahrung\u2018 beruht. Unter den Bedingungen asymmetrischer Macht mussten indigene V\u00f6lker ihre eigene durch den gesunden Menschenverstand erfahrene Welt verfremden und lernen, mit dem eurozentrischen, maskulinistischen Dualismus zwischen Menschen und Nicht\u00adMenschen zu leben, der dazu f\u00fchrte, dass indigene V\u00f6lker als Nicht\u00adMenschen und \u201anat\u00fcrliche Ressourcen\u2018 behandelt werden. Sie widersetzen sich dieser Aufspaltung, indem sie sich f\u00fcr Berge, Seen oder Fl\u00fcsse einsetzen, und vertreten die Auffassung, dass es sich dabei um empfindende Wesen mit \u201aRechten\u2018 und nicht um blo\u00dfe Objekte oder Ressourcen handelt. Umgekehrt fordern viele vern\u00fcnftige Menschen in den Industriel\u00e4ndern Rechte f\u00fcr die \u00fcbrige Natur, die sich in Gesetz und Politik widerspiegeln. Damit machen sie einen Schritt hin zur Einbeziehung von etwas, was indigene V\u00f6lker schon immer in ihre Weltanschauung integriert hatten, aber sie tun dies auf die ihnen vertraute formale Art und Weise.<sup>41<\/sup> Es ist noch ein langer Weg, bis die Vielfalt der Welten sich gegenseitig vollst\u00e4ndig erg\u00e4nzen, aber die Bewegungen f\u00fcr Gerechtigkeit und \u00d6kologie finden zunehmend zu einer gemeinsamen Basis. Auch die politischen K\u00e4mpfe der Frauen treffen sich in diesem Punkt.<\/p>\n<p>Sowohl im Globalen Norden als auch im S\u00fcden sind es meist die pflegenden M\u00fctter und Gro\u00dfm\u00fctter, die sich in diese Verflechtung einbringen, um gemeinschaftliche ortsgebundene Formen des Seins und der Autonomie zu verteidigen und wiederherzustellen. Dabei st\u00fctzen sie sich, wie die zuvor beschriebenen Indigenen, auf nicht\u00adpatriarchale Formen des Handelns, Seins und Wissens.<sup>42<\/sup> Sie laden zu Partizipation, Zusammenarbeit, Respekt, gegenseitiger Akzeptanz und Horizontalit\u00e4t ein; sie ehren das Heilige in der zyklischen Erneuerung des Lebens. Ihre unausgesprochen matriarchalen Kulturen widersetzen sich <em>Ontologien<\/em>, die auf Herrschaft, Hierarchie, Kontrolle, Macht, der Negation anderer, Gewalt und Krieg beruhen. Von der weltweiten Bewegung der Friedensfrauen bis hin zu afrikanischen Anti\u00adExtraktivisten\u00adNetzwerken verteidigen Frauen die Natur und die Menschheit mit der klaren Botschaft, dass es keine Entkolonialisierung ohne Entpatriarchalisierung geben kann.<\/p>\n<p>Solche Initiativen stehen in engem Zusammenhang mit den hier vorgestellten Post\u00adDevelopment\u00adKonzepten.<sup>43<\/sup> Denn das Pluriversum ist nicht nur ein modisches Konzept, es ist eine gelebte Praxis. Gesellschaftliche Vorstellungen, die auf den Menschenrechten und den Rechten der Natur beruhen, lassen sich nicht durch Eingriffe von oben herbeif\u00fchren. Initiativen wie die Transition\u00adBewegung oder \u00d6kod\u00f6rfer k\u00f6nnen eine Mischung aus reformistischen und umfassenderen systemischen Ver\u00e4nderungen beinhalten. Emanzipatorische Projekte sind auf kontinent\u00fcbergreifende Solidarit\u00e4t angewiesen und k\u00f6nnen Hand in Hand mit Widerstandsbewegungen arbeiten. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Yasun\u00ed\u00adITT\u00adInitiative in Ecuador, die dazu aufruft: \u201eLasst das \u00d6l im Boden, die Kohle im Loch und die Teersande im Land.\u201c<sup>44<\/sup> Nach den Erkenntnissen mehrerer teilweise miteinander verbundener, wenn auch radikal unterschiedlicher Welten zu leben, kann bedeuten, dass wir in unserem pers\u00f6nlichen und kollektiven Leben traditionelle und moderne Gewissheiten und Universalien in Schach zu halten haben. Als Herausgeber eines Post\u00adDevelopment\u00adLexikons bem\u00fchen wir uns, einige konzeptuelle Werkzeuge und Methoden zur Verf\u00fcgung zu stellen, um das Pluriversum anzuerkennen und eine Biozivilisation zu f\u00f6rdern, die \u00f6kozentrisch, vielf\u00e4ltig und multidimensional ist, und die in der Lage ist, ein Gleichgewicht zwischen individuellen und gemeinschaftlichen Bed\u00fcrfnissen zu finden. Diese lebendige, vorbildliche Politik basiert auf dem Prinzip, jetzt bereits die Grundlagen f\u00fcr die Welten zu schaffen, die wir in der Zukunft verwirklicht sehen wollen; sie impliziert eine \u00dcbereinstimmung von Mitteln und Zielen.<\/p>\n<p>Wie kommen wir von hier nach dort? Schlie\u00dflich geht es um tiefgr\u00fcndige Verschiebungen in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Kultur und gelebte Sexualit\u00e4t! Ein Wandel bedeutet, eine Reihe von Ma\u00dfnahmen und Ver\u00e4nderungen in verschiedenen Lebensbereichen und in unterschiedlichen geografischen Bereichen zu akzeptieren. \u00dcberg\u00e4nge k\u00f6nnen chaotisch und nicht v\u00f6llig radikal sein, aber sie k\u00f6nnen als \u201aAlternative\u2018 betrachtet werden, wenn sie zumindest das Potenzial f\u00fcr einen lebendigen Wandel haben. Angesichts der Vielfalt der phantasievollen Visionen auf der ganzen Welt bleibt die Frage offen, wie wir Synergien zwischen ihnen schaffen k\u00f6nnen. Es wird R\u00fcckschl\u00e4ge geben; Strategien werden auf dem Weg verblassen und andere werden auftauchen. Unterschiede, Spannungen, ja sogar Widerspr\u00fcche wird es geben, aber diese k\u00f6nnen zur Grundlage eines konstruktiven Austauschs werden. Die Wege zu einem Pluriversum sind vielf\u00e4ltig, offen und in st\u00e4ndiger Entwicklung.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung ins Deutsche von Hannelore Zimmermann.<\/em><\/p>\n<p><em>Pressenza ver\u00f6ffentlicht in einer Reihe Ausz\u00fcge aus \u201e<a href=\"https:\/\/www.agspak-buecher.de\/pluriversum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pluriversum: Ein Lexikon des Guten Lebens f\u00fcr alle<\/a>\u201c mit freundlicher Genehmigung der Herausgeber und unter Creative Commons Lizenz: CC-BY-NC-ND. Das Buch ist als PDf-Datei unter <a href=\"https:\/\/agspak.de\/pluriversum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">agspak.de\/pluriversum<\/a> kostenlos abrufbar.<\/em><\/p>\n<p><em>Alle Beitr\u00e4ge in der Reihe Pluriversum gibt es <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/pluriversum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Autor*innen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ashish Kothari <\/strong>ist Gr\u00fcnder der indischen Umweltgruppe Kalpavriksh. Er lehrte <em>am Indian Institute of Public Administration<\/em>, koordinierte Indiens nationale Biodiversit\u00e4tsstrategie und den dazugeh\u00f6rigen Aktionsplan, war im Vorstand von Greenpeace Indien und Greenpeace International, half bei der Gr\u00fcndung des globalen ICCA\u00adKonsortiums und leitete ein <em>IUCN-Netzwerk f\u00fcr Schutzgebiete und Gemeinschaften<\/em>. Ashish ist (Mit\u00ad)Autor oder (Mit\u00ad)Herausgeber von \u00fcber drei\u00dfig B\u00fcchern, darunter <em>Birds in Our Lives<\/em>; <em>Churning the Earth<\/em>; und <em>Alternative Futures: India Unshackled<\/em>. Er hilft bei der Koordinierung der Prozesse <em>Vikalp Sangam <\/em>und <em>Global Confluence of Alternatives <\/em>und ist Mitglied der von der RosaLuxemburg\u00adStiftung eingerichteten <em>St\u00e4ndigen Gruppe f\u00fcr Alternativen zur Entwicklung<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Ariel Salleh <\/strong>ist Aktivistin, Autorin von <em>Ecofeminism as Politics: nature, Marx, and the postmodern <\/em>(1997\/2007) und Herausgeberin von <em>Eco-Sufficiency and Global Justice: women write political ecology <\/em>(2009). Sie war Gr\u00fcndungsredakteurin der US\u00adamerikanischen Zeitschrift <em>Capitalism<\/em><em> Nature Socialism<\/em>, ist Honorarassistentin f\u00fcr politische \u00d6konomie an der <em>University of Sydney<\/em>, ist Senior\u00adFellow an der <em>Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena <\/em>und Gastprofessorin an der <em>Nelson Mandela University<\/em>. Sie ist Mitglied der von der <em>Rosa-Luxemburg-Stiftung <\/em>eingerichteten <em>St\u00e4ndigen Gruppe f\u00fcr Alternativen zur Entwicklung<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Arturo<\/strong><strong> Escobar <\/strong>ist emeritierter Professor f\u00fcr Anthropologie an der <em>University of North Carolina<\/em>, Chapel Hill, und ist mit mehreren kolumbianischen Universit\u00e4ten verbunden. Sein bekanntestes Buch ist <em>Encountering Development: The <\/em><em>Making and Unmaking of the Third World <\/em>(1995). Zu seinen j\u00fcngsten B\u00fcchern geh\u00f6ren <em>Otro possible es possible: Caminando hacia las transiciones desde AbyaYala\/Latino-America <\/em>(2018); und <em>Designs for the Pluriverse: Radical Interdependence, Autonomy, and the Making of Worlds <\/em>(2017). Er arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten mit afro\u00adkolumbianischen sozialen Bewegungen zusammen.<\/p>\n<p><strong>Federico Demaria <\/strong>arbeitet als interdisziplin\u00e4rer Sozialund Umweltwissenschaftler im Bereich politische \u00d6kologie und \u00f6kologische \u00d6konomie am <em>Institut f\u00fcr Umweltwissenschaften und -technologie <\/em>der Autonomen Universit\u00e4t Barcelona (ICTA\u00adUAB). Er ist Gastwissenschaftler am <em>International Institute of Social Studies <\/em>in Den Haag, Niederlande, sowie Mitglied des <em>Kollektivs Research &amp; Degrowth <\/em>und von EnvJustice, einem Forschungsprojekt, das die globale Bewegung f\u00fcr Umweltgerechtigkeit untersuchen und unterst\u00fctzen soll. Er ist au\u00dferdem Bio\u00adOlivenbauer.<\/p>\n<p><strong>Alberto Acosta<\/strong>, ecuadorianischer Wirtschaftswissenschaftler, ist ehemaliger Marketing\u00adManager der CEPE (Ecuadorianische Staatliche Erd\u00f6lgesellschaft), leitender Angestellter der OLADE (Lateinamerikanische Energieorganisation), internationaler Berater, ehemaliger <em>Minister f\u00fcr Energie und Bergbau <\/em>in Ecuador und ehemaliger Pr\u00e4sident der verfassungsgebenden Versammlung von Montecristi. Derzeit ist er Professor und Autor zahlreicher B\u00fccher und Artikel, Mitstreiter im Kampf an der Basis und Mitglied der von der <em>Rosa-Luxemburg-Stiftung <\/em>eingerichteten <em>St\u00e4ndigen Gruppe f\u00fcr Alternativen zur Entwicklung<\/em>.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>[1] F\u00fcr erste \u00dcberlegungen zur Agenda des <em>Post-Development- Lexikons <\/em>siehe Demaria und Kothari (2017). F\u00fcr einen fr\u00fchen Versuch, verschiedene Alternativen zur Entwicklung zu formulieren, siehe Kothari et al. (2015) und Beling et al. (2017). Letztere diskutieren diskursive \u0086 Synergien f\u00fcr eine \u201egro\u00dfe Transformation\u201c in Richtung Nachhaltigkeit zwischen den Bef\u00fcrwortern von <em>Human Development, Degrowth <\/em>und <em>Buen Vivir<\/em><br \/>\n[2] Siehe Shiva, <a href=\"http:\/\/www.navdanya.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.navdanya.org<\/a> (abgerufen am 17.05.2023)<br \/>\n[3] Nandy (2003: 164-75); Mies (1986); Deb (2009); Shrivastava und Kothari (2012)<br \/>\n[4] F\u00fcr eine grundlegend andere Form der Globalisierung als die derzeit vorherrschende, siehe den Aufsatz <em>Alternative Globalisierungsbewegung <\/em>in diesem Band<br \/>\n[5] Salleh (2006)<br \/>\n[6] Wird hier im Sinne einer anti- oder nicht-spirituellen und -religi\u00f6sen Orientierung verwendet, nicht im Sinne einer Orientierung, die alle Glaubensrichtungen und nichtreligi\u00f6sen Glaubenssysteme gleicherma\u00dfen respektiert<br \/>\n[7] Oder, wie Dobson (1995) es ausdr\u00fcckt, \u201emenschlicher Instrumentalismus\u201c, da wir alle unweigerlich auf neutrale Weise ein wenig menschenzentriert sein m\u00f6gen. Die Analyse des ideologischen Dualismus als solche verdanken wir jedoch der \u00f6kofeministischen Denkerin Elizabeth Dodson-Gray (1979)<br \/>\n[8] Grosfoguel und Mielants (2006)<br \/>\n[9] Der <em>Environmental Justice Atlas <\/em>(EJ Atlas) sammelt die Geschichten von k\u00e4mpfenden Gemeinschaften und ist die weltweit gr\u00f6\u00dfte Bestandsaufnahme solcher Konflikte. Er zielt darauf ab, diese Mobilisierungen sichtbarer zu machen, Anspr\u00fcche und Zeugnisse hervorzuheben und f\u00fcr eine echte Rechenschaftspflicht von Unternehmen und Staaten f\u00fcr das durch ihre Aktivit\u00e4ten verursachte Unrecht einzutreten (Martinez-Alier et al. 2016; Scheidel et al 2018), siehe <a href=\"https:\/\/ejatlas.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/ejatlas.org<\/a> (abgerufen am 17.05.2023)<br \/>\n[10] Navas et al. (2018)<br \/>\n[11] Gramsci (1971[1930]), S. 275-76<br \/>\n[12] Meadows et al. (1972)<br \/>\n[13] Siehe z.B. eine Pr\u00e4sentation des ehemaligen indischen Premierministers Manmohan Singh (1991) und eine Kritik daran in Shrivastava und Kothari (2012), S. 121-22<br \/>\n[14] G\u00f3mez-Baggethun und Naredo (2015)<br \/>\n[15] Salleh (2016)<br \/>\n[16] Zum Beispiel die <em>New Economics Foundation<\/em>, London, und die <em>Rosa Luxemburg Stiftung<\/em>, Berlin<br \/>\n[17] UNEP (2011); Salleh (2012)<br \/>\n[18 \u00d6kologische \u00d6konomen haben mit ihren sozio-metabolischen Analysen, die die Energie- und Stoffstr\u00f6me der Wirtschaft messen, wichtige empirische Belege geliefert<br \/>\nF\u00fcr ein Beispiel siehe Krausmann et al. (2009) und Jorgenson und Clark (2012). F\u00fcr eine Diskussion der Methode, siehe Gerber und Scheidel (2018)<br \/>\n[19] SDSN (2013); UNEP (2011); United Nations Secretary General Panel (2012); United Nations (2013); United Nations (2015)<br \/>\n[20] Angepasst von Kothari (2013)<br \/>\n[21] Dieses Ph\u00e4nomen wurde in der Pionierarbeit von Shiva (1989) und Hornborg (2009) vorweggenommen<br \/>\n[22] Dearden (2014)<br \/>\n[23] Kallis (2015)<br \/>\n[24] F\u00fcr einen kritischen, aber anerkennenden Blick auf das Potenzial des SDG-Rahmens siehe Club de Madrid (2017)<br \/>\n[25] Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.lowtechmagazine.com\/about.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.lowtechmagazine.com\/about.html<\/a> (abgerufen am 17.05.2023)<br \/>\n[26] F\u00fcr fr\u00fchere Beitr\u00e4ge: Salleh (2017 [1997]); Kothari et al (2015); Escobar (2015); Beling et al. (2018)<br \/>\n[27] Der Ausdruck ist spanisch f\u00fcr \u201eNachhaltigkeit des Lebens\u201c: Per\u00e9z Orozco (2014)<br \/>\n[28] Gudynas (2011); Metz (2011); Kothari (2014)<br \/>\n[29] Demaria et al. (2013); D\u2018Alisa et al. (2014); Bennholdt- Thomsen und Mies (1999); Salleh (2017 [1997])<br \/>\n[30] Salleh (2017 [1997]); Sousa Santos (2009)<br \/>\n[31] Leopold (1949), S. 224<br \/>\n[32] F\u00fcr einen umfassenden und intensiven Prozess der Sichtbarmachung der Elemente und Werte radikaler Alternativen siehe den seit 2014 laufenden <em>Vikalp Sangam-Prozess <\/em>(Alternative Confluences \/ Zusammenflie\u00dfen von Alternativen) in Indien: <a href=\"http:\/\/kalpavriksh.org\/our-work\/alternatives\/vikalp-sangam\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/kalpavriksh.org\/our-work\/alternatives\/vikalp-sangam<\/a> (abgerufen am 17.05.2023) und die daraus entstandene Vision, Notiz unter <a href=\"http:\/\/wwwvikalpsangam.org\/about\/the-search-for-alternatives-keyaspects-and-principles\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/wwwvikalpsangam.org\/about\/the-search-for-alternatives-keyaspects-and-principles<\/a> (abgerufen am 17.05.2023)<br \/>\n[33] In Anlehnung an die Vikalp-Sangam-Vision-Notiz, unter <a href=\"http:\/\/www.vikalpsangam.org\/about\/the-search-foralternatives-key-aspects-and-principles\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.vikalpsangam.org\/about\/the-search-foralternatives-key-aspects-and-principles<\/a> (abgerufen am 17.05.2023)<br \/>\n[34] Bennholdt-Thomsen und Mies (1999)<br \/>\n[35] Die L\u00f6hne f\u00fcr Frauen in den entwickelten Volkswirtschaften liegen bei etwa 70 Prozent des M\u00e4nnerlohns f\u00fcr gleichwertige Arbeit. M\u00e4nner in entwickelten Volkswirtschaften verbringen weniger als 20 Minuten pro Tag mit ihren Kindern<br \/>\nIm modernen Indien sind nur 15 Prozent der Frauen erwerbst\u00e4tig<br \/>\n[36] Dodson Gray (1979), Merchant (1980), Waring (1987)<br \/>\n[37] Salleh (1997 [2017], 2011, 2012)<br \/>\n[38) F\u00fcr eine ausf\u00fchrliche Darstellung der Legitimit\u00e4t des Begriffs \u201eGemeinschaft\u201c und seiner verschiedenen Ableitungen, in der auch die Kontroversen ber\u00fccksichtigt werden, siehe Escobar (2010, 2014)<br \/>\n[39] Siehe www.congresocomunalidad2015.org (nicht mehr abrufbar. Kopie unter <a href=\"https:\/\/www.archive.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.archive.org<\/a> abgerufen am 17.05.2023) f\u00fcr Einzelheiten zum <em>Ersten Internationalen Kongress \u00fcber Comunalidad<\/em>, 2015, der in Puebla, Mexiko, stattfand und auf dem diese Fragen ausf\u00fchrlich diskutiert wurden<br \/>\n[40] Aguilar (2013), S. 33<br \/>\n[41] Siehe z. B. Kauffman und Sheehan (2018); und <a href=\"https:\/\/therightsofnature.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/therightsofnature.org<\/a> (nicht mehr abrufbar. Kopie unter <a href=\"https:\/\/www.archive.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.archive.org<\/a> abgerufen am 17.05.2023)<br \/>\n[42] Diese Ethik sollte nicht durch die Linse der liberalen Ideologie gelesen werden, d.h. als die \u201ewesentliche Natur\u201c der Frauen. Es handelt sich um ein erlerntes Ergebnis der Erfahrung in Pflege- und Betreuungsarbeit, die in den meisten Kulturen historisch den Frauen zugewiesen wurde<br \/>\n[43] Acosta und Brand (2017)<br \/>\n[44] Acosta (2014)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Weitere<\/strong> <strong>Quellen<\/strong><\/p>\n<p>Acosta, Alberto (2014), \u201eIniciativa Yasun\u00ed-ITT: La dif\u00edcil construcci\u00f3n de la utop\u00eda\u201c. <em>Rebeli\u00f3n<\/em>. <a href=\"http:\/\/www.rebelion.org\/noticia.php?id=180285\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.rebelion.org\/noticia.php?id=180285<\/a> (nicht mehr abrufbar. Artikel unter <a href=\"http:\/\/www.bitacora.com.uy\/auc.aspx?5988,7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.bitacora.com.uy\/auc.aspx?5988,7<\/a> dokumentiert \u2013 abgerufen am 17.05.2023)<\/p>\n<p>Acosta, Alberto und Ulrich Brand (2017), <em>Salidas del laberinto capitalista. decrecimiento y postextractivismo. <\/em>Barcelona: Icaria. (deutsch: Radikale Alternativen. Warum man den Kapitalismus nur mit vereinten Kr\u00e4ften \u00fcberwinden kann. M\u00fcnchen: Oekom Verlag, 2018)<\/p>\n<p>Beling, Adrian, Julien Vanhulst, Federico Demaria, Violeta Rabi, Ana Carballo und J\u00e9r\u00f4me Pelenc (2018), \u201aDiscursive Synergies for a \u201eGreat Transformation\u201c towards Sustainability: Pragmatische Beitr\u00e4ge zu einem notwendigen Dialog zwischen Human Development, Degrowth und Buen Vivir\u2018, <em>Ecological Economics<\/em>. 144: 304-13.<\/p>\n<p>Bennholdt-Thomsen, Veronika and Maria Mies (1999), <em>The Subsistence Perspective<\/em>. London: Zed Books. (deutsch: Eine Kuh f\u00fcr Hillary: die Subsistenzperspektive . M\u00fcnchen: Frauenoffensive, 1997)<\/p>\n<p>Club de Madrid (2017), <em>A New Paradigm for Sustainable Development? <\/em>Zusammenfassung der Beratungen der Club de Madrid Working Group on Environmental Sustainability and Shared Societies: <a href=\"https:\/\/clubmadrid.org\/wpcontent\/uploads\/2017\/11\/Shared_Societies-Report-13.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/clubmadrid.org\/wpcontent\/uploads\/2017\/11\/Shared_Societies-Report-13.pdf<\/a> \u00a0(abgerufen am 17.05.2023)<\/p>\n<p>D\u2018Alisa, Giacomo, Federico Demaria and Giorgios Kallis (2014), <em>Degrowth: A Vocabulary for a New Era<\/em>. London: Routledge. (deutsch: Degrowth: Handbuch f\u00fcr eine neue \u00c4ra. M\u00fcnchen: Oekom Verlag, 2016)<\/p>\n<p>Dearden, Nick (2015), \u201eIs Development Becoming a Toxic Term?\u201c, <em>The Guardian<\/em>. 22. Januar 2015, <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/global-development-professionalsnetwork\/2015\/jan\/22\/development-toxic-term\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.theguardian.com\/global-development-professionalsnetwork\/2015\/jan\/22\/development-toxic-term<\/a> \u00a0(abgerufen am 17.05.2023)<\/p>\n<p>Deb, Debal (2009), <em>Beyond Developmentality<\/em>. Delhi: Daanish Books.<\/p>\n<p>Demaria, Federico, Francois Schneider, Filka Sekulova und Joan Martinez-Alier (2013), \u201eWhat Is Degrowth? From an Activist Slogan to a Social Movement\u201c, <em>Environmental Values<\/em>. 22 (2): 191-215<\/p>\n<p>Demaria, Federico und Ashish Kothari (2017), \u201eThe Post-Development Dictionary Agenda: Paths to the Pluriverse\u201c, <em>Third World Quarterly<\/em>, 38 (12): 2588-99.<\/p>\n<p>Dobson, Andrew (1995), <em>Green Political Thought<\/em>. London: Routledge.<\/p>\n<p>Dodson-Gray, Elizabeth (1979), <em>Green Paradise Lost<\/em>. Wellesley, MA Roundtable Press<\/p>\n<p>Escobar, Arturo (1995), <em>Encountering Development<\/em>. Princeton: Princeton University Press.<\/p>\n<ul>\n<li>(2010), Lateinamerika am Scheideweg: Alternative Modernisierungen, Postliberalismus oder Postdevelopment?, <em>Cultural Studies<\/em>. 24 (1): 1-65.<\/li>\n<li>(2011), Sustainability: Design for the Pluriverse, <em>Development<\/em>. 54 (2): 137-40.<\/li>\n<li>(2014), <em>Sentipensar con la tierra: Nuevas lecturas sobre sobre desarrollo, territorio y diferencia<\/em>. Medell\u00edn: Universidad Autonoma Latinoamericana (UNAULA).<\/li>\n<li>(2015), Degrowth, Post-development, and Transitions: A Preliminary Conversation, <em>Sustainability Science<\/em>. 10.(3): 451-62.<\/li>\n<li>(2018), <em>Designs for the Pluriverse: Radical Interdependence, Autonomy, and the Making of Worlds<\/em>. Durham: NC: Duke University Press.<\/li>\n<\/ul>\n<p>EZLN, Ej\u00e9rcito Zapatista de Liberaci\u00f3n Nacional (1997), Vierte Erkl\u00e4rung des Lakandonischen Urwalds, <a href=\"http:\/\/www.e-periodica.ch\/cntmng?pid=new-001%3A1996%3A90%3A%3A572\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.e-periodica.ch\/cntmng?pid=new-001%3A1996%3A90%3A%3A572<\/a> (abgerufen am 18.05.2023).<\/p>\n<p>Gandhi, Mohandas Karamchand (1997 [1909]), Hind Swaraj, in Anthony Parel (Hg), <em>M. K. Gandhi: Hind Swaraj and Other Writings <\/em>(Hind Swaraj und andere Schriften). Cambridge: Cambridge University Press.<\/p>\n<p>Gerber, Julien-Francois und Arnim Scheidel (2018), In Search of Substantive Economics: Comparing\u2018s Today\u2018s Two Major Socio-Metabolic Approaches to the Economy \u2013 MEFA and MuSIASEM, <em>Ecological Economics<\/em>. 144: 186-94, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ecolecon.2017.08.012\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ecolecon.2017.08.012<\/a> . (abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<p>G\u00f3mez-Baggethun, Erik und Jose Manuel Naredo (2015), In Search of Lost Time: the Rise and Fall of Limits to Growth in International Sustainability Policy, <em>Sustainability Science<\/em>. 10 (3): 385-95.<\/p>\n<p>Gramsci, Antonio (1971 [1930]), <em>Selections from the Prison Notebooks<\/em>. New York: International Publishers. (Internet-Ver\u00f6ffentlichung: <a href=\"https:\/\/ia800503.us.archive.org\/17\/items\/AntonioGramsciSelectionsFromThePrisonNotebooks\/Antonio-Gramsci-Selections-from-the-Prison-Notebooks.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/ia800503.us.archive.org\/17\/items\/AntonioGramsciSelectionsFromThePrisonNotebooks\/Antonio-Gramsci-Selections-from-the-Prison-Notebooks.pdf<\/a> \u2013 abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<p>Grosfoguel, Ram\u00f3n und Eric Mielants (2006), The Long-Dur\u00e9e Entanglement between Islamophobia and Racism in the Modern\/Colonial Capitalist\/Patriarchal Weltsystem: An Introduction, <em>Human Architecture: Journal of the Sociology of Self-Knowledge<\/em>. 5 (1), <a href=\"http:\/\/scholarworks.umb.edu\/humanarchitecture\/vol5\/iss1\/2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/scholarworks.umb.edu\/humanarchitecture\/vol5\/iss1\/2<\/a>. (abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<p>Gudynas, Eduardo (2011), Buen Vivir: Today\u2018s Tomorrow, <em>Development<\/em>. 54 (4): 441\u201347 (deutsch: Buen vivir. Das gute Leben jenseits von Entwicklung und Wachstum. Berlin: Rosa Luxemburg Stiftung, 2012. Online abrufbar: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/Analysen\/Analyse_buenvivir.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/Analysen\/Analyse_buenvivir.pdf<\/a> abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<p>Gupte, Manisha (2017), Envisioning India Without Gender and Patriarchy: Why Not?, in Ashish Kothari und K. J. Joy (Hg), <em>Alternative Futures: India Unshackled<\/em>, edited by. Neu Delhi: AuthorsUpFront.<\/p>\n<p>Guti\u00e9rrez Aguilar, Raquel (2013), Pistas reflexivas para orientarnos en una turbulenta \u00e9poca de peligro. In: Raquel Guti\u00e9rrez, Natalia Sierra, Pablo Davalos, Oscar Olivera, Hector Mongragon, Vilma Almendra, Raul Zibechi, Emmanuel Rozental und Pablo Mamani (eds), <em>Palabras para tejernos, resistir y transformar en la \u00e9poca que estamos viviendo<\/em>. Oaxaca: Pez en el \u00e1rbol.<\/p>\n<p>Hornborg, Alf (2009), Zero-Sum World, <em>International Journal of Comparative Sociology<\/em>. 50 (3\/4): 237\u201362.<\/p>\n<p>Jorgenson, Andrew und Brett Clark (2012), Are the Economy and the Environment Decoupling? A Comparative International<\/p>\n<p>Study: 1960-2005, <em>American Journal of Sociology<\/em>. 118 (1): 1-44.<\/p>\n<p>Kallis, Giorgios (2015), The Degrowth Alternative, Great Transition Initiative, <a href=\"http:\/\/www.greattransition.org\/publication\/the-degrowth-alternative\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.greattransition.org\/publication\/the-degrowth-alternative<\/a>. (abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<p>Kauffman, Craig und Linda Sheehan (2018), The Rights of Nature: Guiding Our Responsibilities through Standards. In: Stephen Turner, Dinah Shelton, Jona Razaqque, Owen Mcintyre, and James May (eds), <em>Environmental Rights: The Development of Standards<\/em>. Cambridge: Cambridge University Press.<\/p>\n<p>Kothari, Ashish (2013), Missed Opportunity? Comments on Two Global Reports for the Post-2015 Goals Process, Pune, Kalpavriksh und ICCA Consortium, <a href=\"http:\/\/www.un-ngls.org\/IMG\/pdf\/Kalpavriksh_and_ICCA_Consortium_-_Post2015_reports_critique_-_Ashish_Kothari_July_2013.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.un-ngls.org\/IMG\/pdf\/Kalpavriksh_and_ICCA_Consortium_-_Post2015_reports_critique_-_Ashish_Kothari_July_2013.pdf<\/a> (Webseite ist unter <a href=\"http:\/\/www.archive.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.archive.org<\/a> archiviert \u2013 abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<ul>\n<li>(2014), Radical Ecological Democracy: A Way for India and Beyond. <em>Development<\/em>. 57: 36-45, http:\/\/doi.org\/10.1057\/dev.2014.43 (Beitrag unter <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1057\/dev.2014.43\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1057\/dev.2014.43<\/a> dokumentiert \u2013 abgerufen am 18.05.2023)<\/li>\n<li>(2016), Why Do We Wait So Restlessly for the Workday to End and for the Weekend to Come?, <em>Scroll. <\/em>17 June, <a href=\"https:\/\/scroll.in\/article\/809940\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/scroll.in\/article\/809940<\/a> (abgerufen am 18.05.2023)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kothari, Ashish, Federico Demaria und Alberto Acosta (2015), Buenvivir, Degrowth and Ecological Swaraj: Alternatives to Development and the Green Economy, <em>Development<\/em>. 57 (3): 362-75.<\/p>\n<p>Krausmann, Fridolin, Simone Gingrich, Nina Eisenmenger, Karl-Heinz Erb, Helmut Haberl und Marina Fischer-Kowalski (2009), Growth in Global Materials Use, GDP and Population during the 20th Century. <em>Ecological Economics<\/em>. 68: 2696- 705, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ecolecon.2009.05.007\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ecolecon.2009.05.007<\/a>. (Beitrag unter <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0921800909002158?via%3Dihub\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0921800909002158?via%3Dihub<\/a> dokumentiert \u2013 abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<p>Latouche, Serge (2009), <em>Farewell to Growth<\/em>. London: Polity. (deutsch: Es reicht. Abrechnung mit dem Wachstumswahn. M\u00fcnchen: Oekom Verlag, 2015)<\/p>\n<p>Leopold, Aldo (1994), <em>A Sand County Almanac and Sketches Here and There<\/em>. New York: Oxford University Press. (deutsch: Ein Jahr im Sand County. Berlin 2019: Matthes &amp; Seitz).<\/p>\n<p>Martinez-Alier, Joan, Leah Temper, Daniela Del Bene und Arnim Scheidel (2016), Is There a Global Environmental Justice Movement?, <em>Journal of Peasant Studies<\/em>. 43: 731-55.<\/p>\n<p>Marx, Karl und Friedrich Engels (1959 [1872]), <em>The Manifesto of the Communist Party<\/em>. Moscow: Foreign Languages Publishing House. (deutsch: Das Manifest der Kommunistischen Partei. Moskau: Verlag f\u00fcr Fremdsprachen, o.J.)<\/p>\n<p>Meadows, Donella, Dennis Meadows, Jorge Randers and William Behrens (1972), <em>The Limits to Growth<\/em>. New York: Universe Books. (deutsch: Die Grenzen des Wachstums. M\u00fcnchen: DVA, 1972). Merchant, Carolyn (1980), <em>The Death of Nature: Women and the Scientific Revolution<\/em>. New York: Harper. (deutsch: Der Tod der Natur. \u00d6kologie, Frauen und neuzeitliche Naturwissenschaft. M\u00fcnchen: Oekom Verlag, 2020).<\/p>\n<p>Metz, Thaddeus (2011), Ubuntu as a Moral Theory and Human Rights in South Africa, <em>African Human Rights Law Journal<\/em>. 11 (2): 532-59.<\/p>\n<p>Mies, Maria (1986), <em>Patriarchy and Accumulation on a World Scale<\/em>. London: Zed Books. (deutsch: Patriarchat und Kapital. Vollst\u00e4ndig durchgesehene und durch ein aktuelles Vorwort erweiterte Ausgabe. M\u00fcnchen: bgeverlag, 2015).<\/p>\n<p>Nandy, Ashis (2003), <em>The Romance of the State and the Fate of Dissent in the Tropics<\/em>. Neu-Delhi: Oxford University Press.<\/p>\n<p>Navas, Grettel, Sara Mingorria und Bernardo Aguilar (2018), Violence in Environmental Conflicts: The Need for a Multidimensional Approach. <em>Sustainability Science<\/em>. 13 (3): 649-60.<\/p>\n<p>P\u00e9rez Orozco, Amaia (2014), <em>Subversi\u00f3nfeminista de la econom\u00eda: Aportesparaun debate sobre el conflicto capitalvida<\/em>. Madrid: Traficantes de Sue\u00f1os.<\/p>\n<p>Rahnema, Majid und Victoria Bawtree (1997), <em>The Post-<\/em><em>Development Reader<\/em>. London: Zed Books.<\/p>\n<p>Rist, Gilbert (2003), <em>The History of Development: From Western Origins to Global Faith. <\/em>London: Zed Books. (3. Ausgabe im Internet abrufbar <a href=\"http:\/\/dspace.ashoka.edu.in\/bitstream\/123456789\/3630\/1\/%5BGilbert_Rist%5D_The_History_of_Development_From_We%28b-ok.cc%29.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/dspace.ashoka.edu.in\/bitstream\/123456789\/3630\/1\/%5BGilbert_Rist%5D_The_History_of_Development_From_We%28b-ok.cc%29.pdf<\/a> \u2013 abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<p>Sachs, Wolfgang (ed.) (2010 [1992]), <em>The Development Dictionary: A Guide to Knowledge as Power<\/em>. London: Zed Books. (deutsch: Wie im Westen so auf Erden. Ein polemisches Handbuch zur Entwicklungspolitik. 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London: Zed Books.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Scheidel, Arnim, Leah Temper, Federico Demaria und Joan Mart\u00ednez-Alier (2018), Ecological distribution conflicts as forces for sustainability: an overview and conceptual framework, <em>Sustainability Science<\/em>. 13 (3): 585-98. SDSN, Sustainable Development Solutions Network (2013), <em>An Action Agenda for Sustainable Development<\/em>, Report for the UN Secretary General, Sustainable Development Solutions Network, United Nations, https:\/\/irp-cdn.multiscreensite.com\/be6d1d56\/files\/uploaded\/140505-An-<\/p>\n<p>Action-Agenda-for-Sustainable-Development.pdf abgerufem am 18.05.2023)<\/p>\n<p>Shelley, Mary (2022 [1818]). <em>Frankenstein<\/em>. London: Penguin (deutsch: Frankenstein. Hamburg: Gr\u00f6ls Verlag, 2022).<\/p>\n<p>Shiva, Vandana (1989), <em>Staying Alive: Women, Ecology and Development<\/em>. London: Zed Books (Im Internet dokumentiert <a href=\"https:\/\/ia800408.us.archive.org\/4\/items\/StayingAlive-English-VandanaShiva\/Vandana-shiva-stayingAlive.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/ia800408.us.archive.org\/4\/items\/StayingAlive-English-VandanaShiva\/Vandana-shiva-stayingAlive.pdf<\/a> \u2013 abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<p>Shrivastava, Aseem und Ashish Kothari (2012), <em>Churning the Earth: The Making of Global India<\/em>. Delhi: Viking\/Penguin.<\/p>\n<p>Singh, Manmohan (1991), \u201aEnvironment and the New Economic Policies\u2018, Foundation Day Lecture, Society for Promotion<\/p>\n<p>of Wastelands Development, Delhi, 17. Juni.<\/p>\n<p>Sousa Santos, Boaventura de (2009), A Non-Occidentalist West? Learned Ignorance and Ecology of Knowledge, <em>Theory, Culture and Society<\/em>. 26 (7\u20138): 103\u201325.<\/p>\n<p>UNEP (2011), <em>Towards a Green Economy: Pathways to Sustainable Development and Poverty Eradication: A Synthesis for Policy Makers<\/em>. Nairobi: Umweltprogramm der Vereinten Nationen, <a href=\"http:\/\/www.unep.org\/greeneconomy\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.unep.org\/greeneconomy<\/a>. (abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<p>United Nations (2013), <em>A New Global Partnership: Eradicate Poverty and Transform Economies Through Sustainable Development<\/em>. The Report of the High-Level Panel of Eminent Persons on the Post-2015 Development Agenda. New York: United Nations.<\/p>\n<p>&#8212; (2015), <em>Transforming Our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development<\/em>. New York: United Nations, <a href=\"https:\/\/sustainabledevelopment.un.org\/post2015\/transformingourworld\/publication\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/sustainabledevelopment.un.org\/post2015\/transformingourworld\/publication<\/a>. (abgerufen am 18.05.2023)<\/p>\n<p>United Nations Secretary-General\u2018s High-level Panel on Global Sustainability (2012), <em>Resilient People, Resilient Planet: A Future Worth Choosing<\/em>. New York: United Nations.<\/p>\n<p>Waring, Marilyn (1988), <em>Counting for Nothing<\/em>. 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