{"id":1835707,"date":"2024-03-31T10:30:02","date_gmt":"2024-03-31T09:30:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1835707"},"modified":"2024-03-31T10:30:02","modified_gmt":"2024-03-31T09:30:02","slug":"gaza-menschliche-tragoedie-voelkermord-oder-ortsuebliche-friedlosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/03\/gaza-menschliche-tragoedie-voelkermord-oder-ortsuebliche-friedlosigkeit\/","title":{"rendered":"Gaza: Menschliche Trag\u00f6die, V\u00f6lkermord oder orts\u00fcbliche Friedlosigkeit?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Deutsche Medien betreuen ihr Publikum mit gesch\u00e4rftem Unterscheidungsbewusstsein, wenn es um milit\u00e4rische Gewalt und ihre Verw\u00fcstungen geht.<\/strong><\/p>\n<article>Bei Kriegen und dem Elend, das sie anrichten, kommt es ganz darauf an, ob sie einen hohen oder \u00fcberhaupt einen Nachrichtenwert besitzen. Wie <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Medien-Wann-wird-ein-Krieg-nachrichtenrelevant-9647702.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">empirische Vergleichsstudien<\/a>\u00a0zeigen, ist nicht automatisch klar, dass ein Krieg \u201enachrichtenrelevant\u201c ist. Da kann es in der deutschen Berichterstattung schon vorkommen, dass der Konflikt in Jemen, laut UN die \u201eschlimmste humanit\u00e4re Krise weltweit&#8220;, jahrelang kaum wahrgenommen wird; oder dass \u00fcber den \u201eafrikanischen Weltkrieg\u201c, der im Ostkongo Millionen Menschen das Leben gekostet hat und immer noch nicht beendet ist, nur am Rande berichtet wird.Wenn Kriegsgr\u00e4uel thematisiert und dem Publikum hautnah pr\u00e4sentiert werden, kommt es ebenfalls sehr darauf an, wie der nationale Blickwinkel des jeweiligen Mediums beschaffen ist. Renate Dillmann hat j\u00fcngst analysiert, wie deutschen Medien zum Krieg in Nahost \u201e<a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/466880.gaza-krieg-ganz-ohne-zensur.html?sstr=Dillmann\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ganz ohne Zensur<\/a>\u201c\u00a0dem nachkommen, was hierzulande Staatsaufgabe und B\u00fcrgerpflicht ist. Dillmanns Beitrag schliesst mit dem Fazit, dass man angesichts der V\u00f6lkermordanklage S\u00fcdafrikas gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof in den hiesigen Medien wieder einmal studieren k\u00f6nne, wie die ersch\u00fctternde Faktenlage aus dem \u00f6ffentlichen Bewusstsein herausgehalten werde.<\/p>\n<h3>Eine besondere Art journalistischer Distanz<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich wird nicht einfach verschwiegen, was Sache ist. \u201eL\u00fcgenpresse\u201c in dem Sinne ist da ein dummer Vorwurf. Es geht vielmehr darum, wie die Nachrichtenlage aufbereitet und gewichtet wird und was dem Publikum damit an die Hand gegeben wird. Was z.B. in Gaza passiert, kommt durchaus vor, und es werden auch schon einmal \u2013 vielleicht nicht in der breiten \u00d6ffentlichkeit und nicht an prominenter Stelle \u2013 Vorg\u00e4nge wie der folgende gemeldet:<\/p>\n<p>\u201eWeil Deutschland Israel politisch und milit\u00e4risch unterst\u00fctzt und UNRWA-Gelder gesperrt hat, hat Nicaragua die Bundesrepublik vor dem Internationalen Gerichtshof verklagt. Der Vorwurf: Beg\u00fcnstigung zum V\u00f6lkermord.\u201c (Tagesschau, 2.3.24)<\/p>\n<p>Dass im Gaza-Streifen massenhaft gestorben und gehungert wird, ist in den deutschen Medien Thema. Da ist oft von einer menschlichen \u201eTrag\u00f6die\u201c (Bild am Sonntag, 3.3.24) die Rede. Auch wird daran erinnert, dass die Gewalt der Hamas ihre Tradition hat und die Region ein \u201ePulverfass\u201c darstellt. Doch die neue Leitlinie heisst: Der Konflikt zwischen den Pal\u00e4stinensern und Israel hat genau am 7. Oktober 2023 begonnen. Zu allem was davor passiert ist, gehen deutsche Journalisten auf Distanz; es interessiert irgendwie nicht, kann bei seiner Thematisierung sogar zu Vorw\u00fcrfen h\u00e4rtesten Kalibers f\u00fchren.<\/p>\n<p>Und das Datum 7.10. kann nicht oft genug wiederholt werden, es darf in keiner Berichterstattung fehlen, auch wenn es um aktuelle Ereignisse im Gaza-Streifen geht. Denn nur unter Nennung der Ereignisse dieses Tages ist die Schuldfrage f\u00fcr alles Folgende gekl\u00e4rt \u2013 und dies gibt dann den Beurteilungsmassstab f\u00fcr die folgenden Entwicklungen ab. Wenn die 1200 toten Israelis genannt sind, ist klargestellt, dass \u00fcber 30000 tote Pal\u00e4stinenser nicht einfach das Ergebnis der israelischen Kriegsf\u00fchrung sind, sondern dass hier die verst\u00e4ndliche Reaktion eines angegriffenen Staates vorliegt. Angesichts der vielf\u00e4ltigen Gr\u00e4uel der Kriegsf\u00fchrung muss dies dem Publikum st\u00e4ndig vor Augen gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Deshalb werden Journalisten z.B. der S\u00fcddeutschen Zeitung radikal, wenn K\u00fcnstler auf der Berlinale es wagen, ohne unmittelbaren Bezug auf den Angriff der Hamas der israelischen Politik entgegenzutreten, den Vorwurf des V\u00f6lkermords im Gaza-Streifen zu erheben und Israel f\u00fcr seine Apartheids-Politik im Innern zu kritisieren. Der Vorfall f\u00fcllt dann ganze Seiten des Blattes, das sich \u2013 wie auch die Bildzeitung \u2013 sofort aufmacht, nach Prominenten im Publikum zu fahnden, die sich propal\u00e4stinensische \u00c4usserungen angeh\u00f6rt h\u00e4tten, ohne auf die Barrikaden zu gehen.<\/p>\n<p>So muss sich selbst ein \u00fcber jeden Antisemitismusverdacht erhabener Regierender B\u00fcrgermeister aus den Reihen der CDU vorwerfen lassen, mangelnde Zivilcourage gezeigt zu haben. Ohne die moralisch begr\u00fcndete Parteinahme f\u00fcr Israel als Einstieg ins Thema wird in der deutschen \u00d6ffentlichkeit keine \u00c4usserung mehr durchgelassen. Und wer an dieser Stelle versagt, darf sich des \u00f6ffentlichen Prangers sicher sein, wenn er oder sie nicht gleich durch Entzug seiner Anstellung oder Ausladung bei Veranstaltungen wirtschaftlich in die Klemme gebracht wird.<\/p>\n<h3>Dass nicht sein kann, was nicht sein darf<\/h3>\n<p>Auf diese Weise muss man die Dinge also einordnen. Wie gesagt, die betreffen Fakten findet man daneben (vor allem, wenn man danach sucht) auch. So wurde nach der Attacke der Hamas auf Israel auch in der BRD gemeldet, dass die israelische Regierung unter Ministerpr\u00e4sident Netanjahu keinen Zweifel dar\u00fcber gelassen hat, welches Ziel sie mit dem Krieg im Gaza-Streifen verfolgt: \u201eKein Strom, kein Wasser, keine Lebensmittel\u201c (Berliner Zeitung, 9.10.23).<\/p>\n<p>Neu ist das alles nicht. Der israelische Aussenminister Avigdor Liebermann \u00e4usserte z.B. vor Jahren: \u201eDie Zeit ist gekommen, die Bev\u00f6lkerung von Gaza mit Aktionen zu schockieren, die uns bisher zuwider waren &#8211; Aktionen wie die politische F\u00fchrung zu t\u00f6ten, Hunger und Durst in Gaza zu verursachen, die Energieversorgung zu unterbinden, umfassende Zerst\u00f6rung zu verursachen und weniger peinlich Unterschiede bei der T\u00f6tung von Zivilisten zu beachten. Es gibt keine andere Wahl \u2026 die Bev\u00f6lkerung und ihre F\u00fchrung, sie sind dasselbe, weil die Bev\u00f6lkerung die Hamas gew\u00e4hlt hat. Ich kann zwischen einem Hamas-W\u00e4hler und einem Hamas-F\u00fchrer keine Trennung vornehmen.\u201c (Zitiert nach Al Ahram weekly, 5.-11.2.09)<\/p>\n<p>Mit solchen Statements wurde im Grunde die Vernichtung der Pal\u00e4stinenser angek\u00fcndigt, ihnen sollte das Leben im Gaza-Streifen unm\u00f6glich gemacht werden. Liebermanns Kabinettskollegen assistierten ihm gleich, schlugen etwa eine Atombombe auf Gaza oder die Vertreibung nach \u00c4gypten bzw. auf eine Insel im Mittelmeer vor.<\/p>\n<p>Polemisch k\u00f6nnte man somit sagen, dass die \u201eEndl\u00f6sung\u201c der Pal\u00e4stinenserfrage auf die Tagesordnung gesetzt worden sei; immerhin bekannten sich Teile der politischen Klasse explizit zu radikalen L\u00f6sungen. Eine solche Bezeichnung ist nat\u00fcrlich in Deutschland verboten. Es ist ja gesetzlich geregelt, dass der Holocaust als einzigartiges historisches Ereignis zu behandeln ist, das allein aufs deutsche Konto geht \u2013 als Untat, die nur an den Juden begangen wurde.<\/p>\n<p>\u00dcber die geschichtliche Faktizit\u00e4t muss man dabei grossz\u00fcgig hinwegsehen. Schliesslich hat der junge deutsche Nationalstaat 1870\/71 \u2013 nach seiner Entstehung im Krieg gegen Frankreich \u2013 sofort begonnen, in puncto Kolonialherrschaft und -massaker mit den anderen europ\u00e4ischen Grossm\u00e4chten gleich zu ziehen. So wurden, was Deutschland hundert Jahre sp\u00e4ter eingestand, ganze V\u00f6lkerschaften in Afrika ausgel\u00f6scht. Der Unterschied zum Vorgehen der Nationalsozialisten bestand lediglich in der Wahl der Mittel.<\/p>\n<p>Wegen der deutschen Staatsr\u00e4son sind Holocaust-Vergleiche in der gegenw\u00e4rtigen Nahost-Lage tabu \u2013jedenfalls in Richtung der israelischen Regierung, sonst werden schon einmal Ausnahmen gemacht. Und diejenigen, die angesichts der Lage im Gaza-Steifen V\u00f6lkermord-Vorw\u00fcrfe erheben, m\u00fcssen sich selber des Antisemitismusvorwurfs erwehren, w\u00e4hrend das angek\u00fcndigte Ziel des Aushungerns von mehr als zwei Millionen Menschen aussen vor ist.<\/p>\n<p>Gegen diese Zielsetzung werden in den Medien allenfalls leise Bedenken angemeldet, passend etwa zu den sanften Ermahnungen einer deutschen Aussenministerin: \u201eAn die Regeln halten m\u00fcssen sich auch all jene, die auf solchen Terror reagieren m\u00fcssen. Regierungen m\u00fcssen dabei die Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit wahren. Zweifel sind angebracht, dass die israelische Regierung sich daran h\u00e4lt.\u201c (taz, 20.2.23)<\/p>\n<p>Der Zweifel der taz bezieht sich nicht auf die verk\u00fcndete Zielsetzung der Netanjahu-Regierung, sondern auf die Frage, ob das, was Israel macht, immer mit dem Kriegsrecht zu vereinbaren ist. Denn die Kriegsziele selber will das Blatt nicht in Frage stellen. Und wie das angestrebte Aushungern der Bewohner des Gaza-Streifens verh\u00e4ltnism\u00e4ssig organisiert werden kann, bleibt das Geheimnis des Schreibers oder der Schreiberin.<\/p>\n<h3>From the River to the Sea \u2013 yes and no<\/h3>\n<p>Mit dieser Parole bekunden Demonstranten den Anspruch der Pal\u00e4stinenser auf die Region zwischen Mittelmeer und Jordan \u2013 ebenso wie der israelische Ministerpr\u00e4sident Netanjahu damit den Anspruch Israels auf ganz Pal\u00e4stina ausdr\u00fcckt (Washington Post, 22.1.24). W\u00e4hrend die Pal\u00e4stinenser mit dieser Parole ihren Anspruch auf das von ihnen bewohnte Gebiet und auf einen eigenen Staat anmelden, formuliert Netanjahu Israels Anspruch auf ganz Pal\u00e4stina. Damit stehen zwei Rechtsanspr\u00fcche gegeneinander, die mit Gewalt ausgetragen werden \u2013 wobei die \u00fcberlegene Gewalt, wie jeder weiss, auf Seiten Israels ist.<\/p>\n<p>Mit dem Verbot der Parole bei Demonstrationen hat Deutschland eindeutig Partei in diesem Konflikt ergriffen. Wer sie \u00f6ffentlich bekundet muss mit Bestrafung rechnen. Nicht so im Fall der Vertreter Israels. Ihr Anspruch wird nicht offen geteilt, ihm wird aber auch nicht widersprochen. Israel beruft sich bei seinem Anspruch auf die Bibel, schliesslich hat Gott seinem auserw\u00e4hlten Volk Jud\u00e4a und Samaria als das gelobte Land versprochen \u2013 und welcher deutsche Politiker oder Journalist wendet sich schon gegen Gott oder die Religion (es sei denn ein religi\u00f6ses Oberhaupt wie der Papst kommt mit seinen Friedensmahnungen zur ungelegenen Zeit oder ein Imam beruft sich auf den Koran).<\/p>\n<p>Israel versucht mit seinem Verweis auf die Bibel die Vertreibung der Pal\u00e4stinenser unangreifbar zu machen, mit einem Bezug auf fr\u00fchgeschichtliche Zeiten sollen die Prinzipien des modernen Staatenverkehrs angereichert werden. Dieser Anspruch ist nat\u00fcrlich nicht erst mit dem 7. Oktober in die Welt gekommen. Und die Vertreibung der Pal\u00e4stinenser hat nicht mit der Gr\u00fcndung des Staates Israel aufgeh\u00f6rt, sondern ist Dauerprogramm.<\/p>\n<p>Noch am 22. September 2023 hat Netanyahu vor der UNO eine Israel-Karte pr\u00e4sentiert, die auch Gaza umfasste &#8211; kein Platz f\u00fcr Pal\u00e4stinenser also. Vom selben Anspruch zeugen auch die Siedlungen im Westjordanland. St\u00e4ndig werden sie neu aufgemacht und jede Gegenwehr der dortigen pal\u00e4stinensischen Bewohner stellt eine Bedrohung Israels dar. Dessen st\u00e4ndig ausgeweitete Sicherheitsinteressen \u2013 von deutscher Politik offiziell bekr\u00e4ftigt \u2013 werden dann entsprechend medial aufbereitet.<\/p>\n<p>Konflikte, die sich im Westjordanland aus diesem Anspruch ergeben, werden auch nicht ausgeblendet. Der Qualit\u00e4tsjournalismus der FAZ bringt es sogar fertig, lange Hintergrund- und Vor-Ort-Berichte der Korrespondenten zu ver\u00f6ffentlichen, die anschaulich die Not der Pal\u00e4stinenser \u2013 der einfachen Leute, denen ihre H\u00e4user oder ihre Weiden weggenommen werden \u2013 vorf\u00fchren. Durchaus ergreifend!<\/p>\n<p>Das Ganze l\u00e4sst sich auch medial menschlich pr\u00e4sentieren \u2013 als Leben von gl\u00e4ubigen j\u00fcdischen Siedlern, die sich im gelobten Land niedergelassen haben und sich nun in einer feindlichen Umgebung wiederfinden. Da k\u00f6nnen diese Menschen nicht einfach nur ihren Acker bestellen, sondern sind st\u00e4ndig mit Sicherheitsproblemen befasst und m\u00fcssen wachsam sein, \u00fcberreagieren vielleicht auch dann und wann. Bei einem solchen Leben k\u00f6nnen sich die Siedler jedenfalls des Mitgef\u00fchls deutscher Journalisten sicher sein. Und auch der Qualit\u00e4tsjournalismus der SZ versteht sich darauf, damit die Seiten f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Als ausgewogenes Blatt kann die SZ dann zudem das Leben im Gaza-Streifen als menschliches Schicksal pr\u00e4sentieren. Die Bewohner dort haben z.B. tats\u00e4chlich ein Problem, an ihr Geld zu kommen, da es nur wenige Automaten gibt usw. Und das bei der herrschenden Inflation! Das sorgt f\u00fcr Mitgef\u00fchl, schliesslich kennen auch viele Bundesb\u00fcrger das Problem, wenn auch nicht so dramatisch. Man muss nur die politischen Programme ausblenden, aus denen die Notlagen der Menschen r\u00fchren, und schon geht es ganz sch\u00f6n menschelnd zu.<\/p>\n<h3>Fazit: Das Verh\u00e4ngnis nimmt seinen Lauf&#8230;<\/h3>\n<p>Israel ist dabei, sein Programm der Vertreibung und Vernichtung der Pal\u00e4stinenser systematisch umzusetzen. Nicht nur im Gaza-Streifen wurden die Menschen vom Norden in den S\u00fcden an die Grenze von \u00c4gypten vertrieben, sondern auch in der Westbank hat die Vertreibung durch die Siedler unter dem Schutz des Milit\u00e4rs zugenommen.<\/p>\n<p>Eingeleitet wurde die Offensive mit einer fl\u00e4chendeckenden Bombardierung des Gaza-Streifens von Nord nach S\u00fcd. Die Bombardierung von Wohnh\u00e4usern oder Krankenh\u00e4usern wurde damit begr\u00fcndet, dort bef\u00e4nden sich Kommandozentralen der Hamas. Deutsche Journalisten wurden an solchen Behauptungen nicht irre, obgleich die Bombenziele zahlreicher waren als die von ihnen selbst in die Welt gesetzten Zahlen der Hamas-K\u00e4mpfer. Die Darstellungen Israels wurden nahtlos \u00fcbernommen oder wie in den \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien gleich durch die Milit\u00e4rsprecher Israels mit O-Ton ins Bild gesetzt.<\/p>\n<p>Die systematische Vertreibung der Bev\u00f6lkerung von Nord nach S\u00fcd wurde als Evakuierung in den Medien sch\u00f6ngeredet, obgleich von einer Rettungsaktion in keiner Weise die Rede sein konnte. Die Fristen f\u00fcr die Flucht waren knapp bemessen, der Fluchtweg nur grob gekennzeichnet und er wurde regelm\u00e4ssig durch Israels Milit\u00e4r beschossen. Die Sprengung der noch verbliebenen H\u00e4user durch das Milit\u00e4r wurde nur deshalb bekannt, weil dabei auch israelische Soldaten ums Leben kamen.<\/p>\n<p>Inzwischen ist die noch verbliebene Bev\u00f6lkerung des Gaza-Streifens weitgehend an die Grenze zu \u00c4gypten vertrieben und dort dem Beschuss israelischen Milit\u00e4rs ausgesetzt. Die T\u00f6tung von Pal\u00e4stinensern soll nach \u00fcberwiegender Mediensicht aber nicht Resultat israelischer Kriegsf\u00fchrung sein, sondern aus der Schwierigkeit folgen, die die Hamas Israel bei der R\u00fccksichtnahme auf die Zivilbev\u00f6lkerung bereitet. Schliesslich kann ja jeder Pal\u00e4stinenser ein Hamas-Mitglied sein. Daniel Hagari, Sprecher des israelisches Milit\u00e4r am 1.11.2023: \u201eDas zeigt erneut, dass die m\u00f6rderischen Terroristen die Zivilbev\u00f6lkerung als menschliches Schutzschild missbrauchen. Denn wir hatten die Menschen aufgerufen, in den S\u00fcden zu fliehen.\u201c (WDR, Monitor, 23.11.23, \u00dcbersetzung von Monitor) Wer nicht schnell genug vor den Kugeln Israels flieht, muss daher ein Anh\u00e4nger der Hamas sein und verdient den Tod.<\/p>\n<p>Auf Druck der USA hat Israel die Lebensmittelblockade teilweise gelockert, aber nicht aufgehoben. Hatten die im Gaza-Streifen Zusammengepferchten schon vor dem Krieg keine eigene Lebensgrundlage und waren auf Lebensmittellieferungen durch die UN angewiesen, so l\u00e4sst Israel nur einen Bruchteil an Versorgungs-LKW durch und h\u00e4lt so an seinem Programm des Aushungerns fest. Mit dem Resultat, dass die Menschen im Gaza-Streifen buchst\u00e4blich Gras essen.<\/p>\n<p>Dass Israel ein Vernichtungsprogramm gegen die Pal\u00e4stinenser betreibt, wollen weder deutsche Politiker noch deutsche Journalisten je behauptet haben. Sie werfen Israel vor, nicht gen\u00fcgend f\u00fcr die Versorgung der dortigen Bev\u00f6lkerung zu tun \u2013 ganz so, als ob dies das Anliegen Israels w\u00e4re und noch einzelne L\u00fccken best\u00e4nden. Auch so kann angesichts von massenhaftem Sterben die Welt sch\u00f6n geredet werden, w\u00e4hrend die Zahl der get\u00f6teten und verhungerten Kinder t\u00e4glich w\u00e4chst.<\/p>\n<h3>Die Mahner mahnen<\/h3>\n<p>Israel ist ein kleines Land mit einem enormen Gewaltapparat, den es sich nur deshalb leisten kann, weil es durch die USA und z.B. durch Deutschland finanziell und mit Waffen unterst\u00fctzt wird. Die israelische Regierung nutzt ihren Gewaltapparat zur Bombardierung ihrer Nachbarn \u2013 etwa regelm\u00e4ssig in Syrien \u2013 und zur Abriegelung des Gazastreifens. Dass nur geringe Mengen an Lebensmitteln hineingelangen und die Lebensgrundlagen weitgehend zerst\u00f6rt sind, ist der Grund der Hungersnot in Gaza.<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzer Israels treten in der \u00d6ffentlichkeit als Mahner auf und distanzieren sich so von den Konsequenzen der von ihnen unterst\u00fctzten Politik. Dass sich die Waffenlieferungen von Deutschland nach Israel im letzten Jahr verzehnfacht haben (Tagesschau, 8.11.23), zeigt die wichtige Rolle der ausw\u00e4rtigen Paten. Ihre Unterst\u00fctzung wollen die Mahner wegen der Blockade aber nicht in Frage stellen.<\/p>\n<p>Die Blockade bewirkt auch, dass Bilder von hungernden Menschen nur sp\u00e4rlich nach aussen dringen. Gaza ist bekanntlich \u201eder gef\u00e4hrlichste Ort f\u00fcr Journalisten\u201c (RBB, 1.2.24). Eine solche Art von Zensur oder Filterung des Nachrichtenmaterials ist den hiesigen Medien kein Problem, ein Vorwurf an Israel ergibt sich daraus nicht. Da folgt man lieber den Presserkl\u00e4rungen der Israelischen Streitkr\u00e4fte (IDF), die alle Get\u00f6teten als Hamas-K\u00e4mpfer oder Sympathisanten einstufen. So werden hierzulande eben die Bilder ver\u00f6ffentlicht, die Israel zur Verf\u00fcgung stellt. Dort kann man sehen, wie sich Menschen auf die Hilfskonvois zubewegen, um das N\u00f6tigste f\u00fcr sich zu ergattern. Dabei bewegen sie sich im Fadenkreuz des israelischen Milit\u00e4rs.<\/p>\n<p>Deutsche Journalisten sind da in der Bewertung zur\u00fcckhaltend, auch wenn sp\u00e4ter 100 Tote durch IDF-Beschuss und Massenpanik zu vermelden sind. Die Dementis der israelischen F\u00fchrung werden nat\u00fcrlich aufgegriffen. Dass die Menschen in Gaza in ihrer Verzweiflung die wenigen Hilfskonvois st\u00fcrmen, spricht n\u00e4mlich deutscher Berichterstattung zufolge nicht gegen Israels Blockadepolitik, sondern zeigt den \u201eZusammenbruch der \u00f6ffentlichen Ordnung\u201c im Gaza-Streifen (Baerbock, Tagesschau, 1.3.24).<\/p>\n<p>Eine seltsame Diagnose \u2013 bestand die \u00f6ffentliche Ordnung doch in dem, was die Hamas als entscheidende politische Kraft in Gaza und die UN-Organisation f\u00fcr pal\u00e4stinensische Fl\u00fcchtlinge (UNRWA) auf die Beine gestellt hatten. Die Hamas war \u00fcbrigens anfangs von Israel als Konkurrenzorganisation zur Fatah unterst\u00fctzt worden. Im Krieg sind nun beide Organisationen unter Beschuss Israels geraten, was auch auf Seiten der UN-Helfer einige Tote gekostet hat. Mit der Behauptung, UN-Helfer h\u00e4tten sich am Massaker am 7. Oktober beteiligt, hat Israel diese Organisation diskreditiert, so dass auch Deutschland seine Hilfszahlungen ausgesetzt und damit seinen Beitrag zum Verhungern in Gaza abgeliefert hat.<\/p>\n<h3>Humanit\u00e4re Hilfe \u2013 in Szene gesetzt<\/h3>\n<p>Als Frontberichterstatter pr\u00e4sentieren sich deutsche Journalisten bei den Hilfslieferungen aus der Luft (RTL, 9.3.24). Die Blockade Israels ist dabei kein Thema, sondern die humanit\u00e4re Hilfe des Westens, vor allem der USA, wird bildreich in Szene gesetzt. Und da macht es auch gar nichts, dass die Menge der so auf Gaza niedergeworfenen Lebensmittel kaum in der Lage ist, den Hunger zu beseitigen, und dass die abgeworfenen G\u00fcter auch noch einige Menschen das Leben kosten.<\/p>\n<p>Mit Computeranimationen f\u00fcr eine umfassende Hilfe von See aus, kann ebenfalls die Humanit\u00e4t westlicher Unterst\u00fctzer Israels gezeigt werden. Ins Bild gesetzt wird auch das verz\u00f6gerte Ablegen eines kleinen Schiffes von Zypern aus mit geringen Mengen an Lebensmitteln, das als Pilotschiff f\u00fcr die Versorgung von See aus dienen soll. Man h\u00e4tte genauso gut ein Ruderboot vorstellen k\u00f6nnen, um die Ernsthaftigkeit der humanit\u00e4ren Absichten der EU zu demonstrieren. Und da st\u00f6rt es dann ebenfalls \u00fcberhaupt nicht, dass Hilfe von See ihre Zeit braucht und viele Menschen in Gaza diese Hilfe wohl kaum mehr erleben werden. Als ein neues \u00dcbungsfeld f\u00fcr die deutsche Luftwaffe ist Gaza bereits fest ins Auge gefasst, so dass man nur hoffen kann, dass die Pal\u00e4stinenser den Abwurf von Lebensmitteln \u00fcberleben werden.<\/p>\n<p>Die eingangs zitierte Klage Nicaraguas gegen Deutschland wegen Beihilfe zum V\u00f6lkermord bewegt nat\u00fcrlich auch deutsche Journalisten. Ihre Sorge gilt dabei nicht den verhungernden Menschen, sondern dem deutschen Ansehen in der Welt (SZ, 8.3.24). So geht eben national verantwortliche Berichterstattung: Das Elend kommt vor \u2013 und das Publikum weiss genau, wo das B\u00f6se nistet, wo die humanit\u00e4re Hilfe herkommt und was aufs Konto tragischer Verwicklungen geht.<\/p>\n<\/article>\n<p class=\"author\" style=\"text-align: right;\">Suitbert Cechura<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche Medien betreuen ihr Publikum mit gesch\u00e4rftem Unterscheidungsbewusstsein, wenn es um milit\u00e4rische Gewalt und ihre Verw\u00fcstungen geht. Bei Kriegen und dem Elend, das sie anrichten, kommt es ganz darauf an, ob sie einen hohen oder \u00fcberhaupt einen Nachrichtenwert besitzen. 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