{"id":1834791,"date":"2024-03-26T16:35:47","date_gmt":"2024-03-26T16:35:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1834791"},"modified":"2024-03-26T16:40:44","modified_gmt":"2024-03-26T16:40:44","slug":"an-der-seite-palaestinas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/03\/an-der-seite-palaestinas\/","title":{"rendered":"An der Seite Pal\u00e4stinas"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Der Gazakrieg und die Stimmen Lateinamerikas. Eine \u00dcbersicht<\/strong><\/h3>\n<p><em>Raina Zimmering<\/em><\/p>\n<p><strong>Am 7. Januar 2024 stellten sich zahlreiche lateinamerikanische Staaten erneut gegen den Westen, als sie die s\u00fcdafrikanische Klage gegen Israel wegen V\u00f6lkermords beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag unterst\u00fctzten. Die westlichen L\u00e4nder stehen indes an der Seite Israels und lehnen die Klage ab. Warum vertreten die L\u00e4nder Lateinamerikas in den gro\u00dfen Konflikten und Kriegen der Gegenwart andere Positionen als die westlichen Staaten, insbesondere die USA und die EU? Warum spielt der Gazakrieg in Lateinamerika \u00fcberhaupt so eine gro\u00dfe Rolle?<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Beziehungen zum Nahen Osten<\/strong><\/h3>\n<p>Die L\u00e4nder s\u00fcdlich der USA blicken auf eine lange Geschichte von Interventionen und Ausbeutung ihrer Ressourcen durch die Vereinigten Staaten zur\u00fcck. Das US-amerikanische hemisph\u00e4rische Verst\u00e4ndnis von Lateinamerika als eigenem Hinterhof entstand schon 1823 mit der Monroe-Doktrin im Sinne von \u00bbAmerika den Amerikanern\u00ab. Seit deren Verk\u00fcndigung durch Pr\u00e4sident James Monroe intervenierten die USA Hunderte Male gewaltsam oder unterst\u00fctzten aktiv rechte Milit\u00e4rdiktaturen, die Tausende Oppositionelle folterten, t\u00f6teten oder \u00bbverschwinden\u00ab lie\u00dfen. Erst seit Mitte der 1990er Jahre konnte sich der Kontinent durch zwei \u00bbrosa Wellen\u00ab von Mitte-links-Regierungen, die Diversifizierung seiner Au\u00dfenbeziehungen, einer Politik des \u00bbActive Non-Alignment\u00ab und st\u00e4rkere S\u00fcd-S\u00fcd-Beziehungen teilweise aus der westlichen Umklammerung befreien und zu einem globalen Akteur bei der Durchsetzung von Multipolarit\u00e4t und Frieden in der Welt werden.<\/p>\n<p>Auch der Nahe Osten war und ist unter anderem mit Hilfe Israels Einflussgebiet der USA, wo der Zugang zu den reichen Erd\u00f6lreserven gesichert, eine vom Westen unabh\u00e4ngige oder \u00bbnichtkapitalistische Entwicklung\u00ab verhindert und eine Gegenmacht fr\u00fcher zur Sowjetunion bzw. heute zu Russland aufgebaut werden sollte und soll. Damit zeigen sich trotz aller Unterschiede \u00e4hnliche systemische und geopolitische Konstellationen wie in Lateinamerika. Man kann daher durchaus von einer Art Schicksalsgemeinschaft sprechen.<\/p>\n<p>In den 1960er bis 2000er Jahren gab es im Rahmen der nationalen Befreiungsbewegungen und mit dem \u00bbarabischen Fr\u00fchling\u00ab zwischen beiden Regionen viele \u00c4hnlichkeiten, die in einen transnationalen Antiimperialismus m\u00fcndeten. F\u00fcr soziale Bewegungen, linke Parteien und Regierungen in Lateinamerika war das Selbstbestimmungsrecht des pal\u00e4stinensischen Volkes immer eine starke Referenz. Andersherum war Lateinamerika ein bevorzugtes Ziel f\u00fcr pal\u00e4stinensische Fl\u00fcchtlinge. In Chile leben mit einer halben Million besonders viele Pal\u00e4stinenserinnen und Pal\u00e4stinenser. Aber auch in Argentinien, Mexiko, Brasilien und Kolumbien gibt es gro\u00dfe Communitys, die sich in die Gesellschaften der Aufnahmel\u00e4nder und deren arabischst\u00e4mmige Gemeinden integriert, aber immer auch eine eigene Identit\u00e4t mit der Option der R\u00fcckkehr und Fortf\u00fchrung des eigenen Kampfes \u00fcber Generationen hinweg beibehalten haben.<\/p>\n<p>Ausschlaggebend f\u00fcr die lateinamerikanische Wahrnehmung Israels als Stellvertreter der USA war die Unterst\u00fctzung Israels f\u00fcr Milit\u00e4rdiktaturen in Mittel- und S\u00fcdamerika. Als ab den 1970er Jahre im US-Kongress Waffenlieferungen der USA an lateinamerikanische Diktaturen verhindert wurden, sprang Israel ein und lieferte milit\u00e4risches Ger\u00e4t. So \u00e4u\u00dferte der Chef des Generalstabs der guatemaltekischen Armee unter der Diktatur von R\u00edos Montt: \u00bbIsrael ist unser wichtigster Waffenlieferant und Guatemalas gr\u00f6\u00dfter Freund in der Welt.\u00ab\u00b9 Israel \u00fcbergab an einige Staaten Lateinamerikas auch \u00dcberwachungs- und Aussp\u00e4htechnik und beriet Diktatoren bei der Unterdr\u00fcckung der widerst\u00e4ndigen Bev\u00f6lkerung, insbesondere der Indigenen. Israelische Datenbanken erfassten zum Beispiel 80 Prozent der Bev\u00f6lkerung in Guatemala. Der Journalist Dan Rather schrieb, dass die Israelis dazu rieten, \u00bbdie Ureinwohner so zu behandeln, wie wir die Pal\u00e4stinenser behandeln: Vertraue keinem von ihnen\u00ab.\u00b2 Israel schickte auch Waffen in gr\u00f6\u00dferem Umfang an rechte, mit den Drogenkartellen verquickten Regierungen in Kolumbien, zum Beispiel unter \u00c1lvaro Uribe (2002\/2010). 2021 lieferte Israel f\u00fcr zehn Millionen US-Dollar Waffen nach Kolumbien, was allein neun Prozent der israelischen Waffenexporte ausmachte.\u00b3<\/p>\n<h3><strong>Protestbewegungen<\/strong><\/h3>\n<p>Als Israel nach dem Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 mit der Invasion in Gaza begann, entstanden riesige Protestbewegungen in allen L\u00e4ndern des Kontinents, die den Krieg als \u00bbV\u00f6lkermord\u00ab definierten und einen \u00bbsofortigen Waffenstillstand\u00ab forderten. Das Attentat der Hamas wurde dabei meistens abgelehnt und als Ergebnis der Besatzungspolitik betrachtet. Der Gazakrieg wurde als \u00bbunangemessen, \u00fcberzogen und verbrecherisch\u00ab verurteilt.<\/p>\n<p>In Chile finden vor dem Regierungspalast st\u00e4ndig riesige Demonstrationen zur Unterst\u00fctzung Pal\u00e4stinas und gegen den Krieg Israels statt.\u2074 In Buenos Aires und anderen argentinischen St\u00e4dten demonstrierten ebenfalls Tausende vor dem Regierungspalast zusammen mit den M\u00fcttern der Plaza de Mayo, die mit ihren wei\u00dfen Kopft\u00fcchern auf ihre w\u00e4hrend der Milit\u00e4rdiktatur \u00bbverschwundenen\u00ab Kinder und Enkel aufmerksam machen und besonders die w\u00e4hrend des Gazakriegs get\u00f6teten Kinder thematisieren.\u2075 Auch in Mexiko wird auf Demonstrationen die Parole \u00bbEs ist kein Krieg, es ist V\u00f6lkermord!\u00ab und \u00bbWo sind sie, die Sanktionen gegen Israel?\u00ab skandiert.\u2076 In Brasilien gr\u00fcndeten 50 Organisationen im November 2023 die \u00bbNationale Solidarit\u00e4tsfront f\u00fcr Pal\u00e4stina\u00ab, die das \u00bbKomitee Freies Pal\u00e4stina\u00ab initiierte.\u2077<\/p>\n<p>Auch in rechts regierten Staaten gab es zahlreiche Protestaktionen gegen den Gazakrieg. So forderten Demonstranten in Paraguay, dass die Regierung ihr Votum gegen die UN-Resolution f\u00fcr eine \u00bbsofortige humanit\u00e4re Waffenruhe\u00ab vom November 2023 zur\u00fccknehmen solle.\u2078<\/p>\n<p>Auch autonome Basisbewegungen haben sich gegen den Gazakrieg positioniert. Kapit\u00e4n Marcos, der als Subcomandante Marcos bekannte, ehemalige Sprecher der zapatistischen Befreiungsbewegung EZLN im mexikanischen Chiapas, gab bekannt: \u00bbJede Bombe, die auf Gaza f\u00e4llt, f\u00e4llt auch auf die Hauptst\u00e4dte und Metropolen der Welt, sie haben es nur noch nicht begriffen. Aus den Tr\u00fcmmern wird der Schrecken des Krieges von morgen entstehen. Die ermordeten pal\u00e4stinensischen Kinder sind kein Kollateralopfer, sie sind Netanjahus Hauptziel, das waren sie schon immer. Dieser Krieg dient nicht der Beseitigung der Hamas. Es geht darum, die Zukunft zu t\u00f6ten. Die Hamas wird nur das Kollateralopfer sein (\u2026). Derjenige, der das Massaker vielleicht stoppen k\u00f6nnte, ist (\u2026) das Volk Israels.\u00ab\u2079 Ein weiteres Beispiel ist die Landlosenbewegung MST in Brasilien, die gr\u00f6\u00dfte soziale Bewegung Lateinamerikas, die traditionell enge Beziehungen nach Pal\u00e4stina unterh\u00e4lt und nun Lebensmittel an die eingeschlossene und bombardierte Bev\u00f6lkerung in Gaza liefert.<\/p>\n<h3><strong>Die Haltung der Regierungen<\/strong><\/h3>\n<p>In den Haltungen der lateinamerikanischen Regierungen zum Gazakrieg kann man deutlich zwischen Mitte-links-Regierungen und rechten Regierungen unterscheiden. Rechte Regierungen wie in Argentinien, Ecuador, Paraguay, Guatemala, Peru und El Salvador argumentieren mit dem \u00bbRecht auf Selbstverteidigung\u00ab und der \u00bbVernichtung der Hamas\u00ab. Der ultrarechte Pr\u00e4sident Argentiniens, Javier Milei, strebt seit dem 10. Dezember 2023 ein strategisches B\u00fcndnis mit den USA und Israel an und m\u00f6chte die argentinische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Anfang Februar 2024 besuchte Milei Israel, wo er den israelischen Pr\u00e4sidenten Isaac Herzog und Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu traf.\u00b9\u2070<\/p>\n<p>Das Attentat der Hamas haben die lateinamerikanischen Mitte-links-Regierungen in Brasilien, Mexiko, Bolivien, Nicaragua, Kuba, Honduras, Venezuela, Chile und Kolumbien ausnahmslos verurteilt. Ebenso fordern sie die Freilassung aller von der Hamas verschleppten und festgehaltenen Geiseln, unter denen sich auch B\u00fcrger lateinamerikanischer Staaten befinden. Die Art der Kriegf\u00fchrung Israels im Gazastreifen halten die Mitte-links-Regierungen jedoch f\u00fcr \u00bbunverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig\u00ab und \u00bbv\u00f6lkerrechtswidrig\u00ab. Sie bezeichnen das Vorgehen Israels in Gaza als \u00bbV\u00f6lkermord\u00ab und fordern sofortige Verhandlungen und ein schnelles Ende des Krieges.\u00b9\u00b9 Sie lehnen sich damit an die Protestbewegungen in Lateinamerika an. Kolumbien, Chile, Honduras und Brasilien haben ihre Botschafter aus Israel zur\u00fcckgerufen, und Bolivien und Belize haben die diplomatischen Beziehungen zu Israel vollkommen abgebrochen. J\u00fcngst hat Chile Israel die Teilnahme an der Anfang April in Santiago stattfindenden Internationalen Luft- und Raumfahrtmesse FIDAE untersagt.<\/p>\n<p>Auch bez\u00fcglich des Abstimmungsverhaltens bei den Vereinten Nationen kann man sehr klar zwischen rechten und linken Regierungen unterscheiden. Der brasilianische Pr\u00e4sident Julio Ignacio Lula da Silva berief als nichtst\u00e4ndiges Mitglied und Vorsitzender des UN-Sicherheitsrates kurz nach dem Attentat der Hamas eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates ein und legte einen Resolutionsentwurf f\u00fcr eine humanit\u00e4re Feuerpause, die Freilassung der Geiseln und die Sicherung lebenswichtiger Infrastruktur f\u00fcr Zivilisten vor.\u00b9\u00b2 Diese Resolution, die schon zu Beginn des Krieges dessen Eskalation und eine humanit\u00e4re Katastrophe verhindert h\u00e4tte, scheiterte am Veto der USA.<\/p>\n<p>In der UN-Vollversammlung vom 27. Oktober 2023 stimmte die Mehrheit der lateinamerikanischen Staaten f\u00fcr die Resolution f\u00fcr \u00bbden Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung und eine sofortige und dauerhafte humanit\u00e4re Waffenruhe\u00ab zusammen mit China und Russland gegen die USA und die EU. Die Resolution wurde angenommen. Von den lateinamerikanischen Staaten enthielten sich Haiti, Panama und Uruguay der Stimme, Guatemala und Paraguay stimmten mit den USA gegen die Resolution. Auch bei einer weiteren UN-Resolution vom 12. Dezember 2023 f\u00fcr einen \u00bbWaffenstillstand im Gaza\u00ab, die ebenfalls angenommen wurde, enthielten sich Argentinien, Uruguay, Haiti und Panama der Stimme, und Paraguay und Guatemala stimmten dagegen.\u00b9\u00b3<\/p>\n<p>Die lateinamerikanischen Mitte-links-Regierungen wie in Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Kuba, Venezuela, Nicaragua und Mexiko unterst\u00fctzen die Klage S\u00fcdafrikas gegen \u00adIsrael wegen \u00bbV\u00f6lkermordes gegen das pal\u00e4stinensische Volk im Gazakrieg\u00ab beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag. Ecuador, Paraguay, Uruguay, Argentinien, El Salvador, Guatemala und Peru waren gegen die Klage.<\/p>\n<p>S\u00fcdafrika beabsichtigte, in einer vorl\u00e4ufigen Entscheidung des IGH durch die Feststellung des V\u00f6lkermordes einen sofortigen Waffenstillstand und somit ein Ende des Gazakriegs zu erreichen. In einem darauffolgenden Prozess soll endg\u00fcltig entschieden werden, ob Israel V\u00f6lkermord begangen hat. Bei der Klage spielt auch der Nachweis der Absicht, eine ethnische Gruppe eliminieren zu wollen, eine wesentliche Rolle, was durch diesbez\u00fcgliche \u00c4u\u00dferungen verantwortlicher Politiker wie zum Beispiel die \u00f6ffentliche Aussage des israelischen Generals Ghassan Allians, dass die Menschen im Gazastreifen \u00bbmenschliche Tiere\u00ab seien, belegt wurde.<\/p>\n<p>Mit der Entscheidung des IGH zum Schnellverfahren vom 26. Januar 2024 wurde nicht die sofortige Einstellung der Angriffe Israels im Gazastreifen gefordert, sondern die Auflage an Israel erteilt, dass es in monatlichen Berichten beweisen solle, dass es keinen Genozid ver\u00fcbe. Damit wurden \u00bbplausible Anhaltspunkte\u00ab f\u00fcr genozidale Absichten durch das Gericht anerkannt.\u00b9\u2074 F\u00fcr S\u00fcdafrika und alle Unterst\u00fctzer der Klage war das Urteil erst einmal ein Erfolg.<\/p>\n<p>Chile, Mexiko und Nicaragua ergriffen, unabh\u00e4ngig von ihrer Unterst\u00fctzung der s\u00fcdafrikanischen Klage, eigene juristische Mittel, um den Krieg Israels in Gaza zu stoppen. Am 18. Januar 2024 erhoben Chile und Mexiko vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) Klage, um die mutma\u00dflichen Verbrechen \u00bbV\u00f6lkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit\u00ab durch Israel in Gaza feststellen zu lassen.\u00b9\u2075<\/p>\n<p>Die nicaraguanische Regierung warnte in einer Presseerkl\u00e4rung Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Kanada und die Niederlande, dass sie durch ihre Waffenlieferungen an Israel und die Streichung der Gelder f\u00fcr das pal\u00e4stinensische Hilfswerk der Vereinten Nationen UNRWA \u00bbm\u00f6glicherweise f\u00fcr eklatante und systematische Verst\u00f6\u00dfe\u00ab gegen das \u00dcbereinkommen des IGH zur Verh\u00fctung von V\u00f6lkermord versto\u00dfen und f\u00fcr V\u00f6lkermordverbrechen im Gazastreifen mitverantwortlich seien.\u00b9\u2076 Im Februar 2024 reichte Nicaragua schlie\u00dflich gegen vier westlichen Staaten Klage beim IGH wegen \u00bbBeihilfe zu V\u00f6lkermord\u00ab ein. Der Gerichtshof gab dieser Klage statt.<\/p>\n<h3><strong>Option eines \u00bbgerechten Friedens\u00ab<\/strong><\/h3>\n<p>Die lateinamerikanischen Regierungen fordern zur Beendigung des Konflikts seit langem eine \u00bbZweistaatenl\u00f6sung\u00ab. Bis Ende Juni 2023 war Pal\u00e4stina als souver\u00e4ner Staat von 139 der 193 UN-Mitgliedstaaten anerkannt worden. Die USA, Israel und die meisten Staaten der EU verweigerten dies. Die Anerkennung erfolgt auf der Grundlage der UN-Resolution von 1967 und einer gro\u00dfen Zahl weiterer Resolutionen.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Jahres 2024 \u00e4nderten die USA und mit ihnen eine Reihe westlicher Staaten ihre Haltung zur Zweistaatenl\u00f6sung. Allerdings widerspricht diese Haltung der westlichen Unterst\u00fctzung der Netanjahu-Regierung mit Waffen und finanziellen Mitteln und den bekanntgewordenen israelischen Umsiedlungspl\u00e4nen der Pal\u00e4stinenser aus Gaza in andere Staaten, den Siedlungsaktivit\u00e4ten in pal\u00e4stinensischen Gebieten und dem Aufbau einer administrativen Hoheit \u00fcber Ostjerusalem.\u00b9\u2077 In Lateinamerika wird eine \u00bbneue Nahoststrategie der Regierung Bidens\u00ab deshalb als widerspr\u00fcchlich gesehen.\u00b9\u2078 In Lateinamerika vermutet man, dass die bisherigen Regierungsstrukturen und politischen Vertretungen Pal\u00e4stinas zerschlagen, eine westliche Milit\u00e4rpr\u00e4senz aufgebaut und neue Institutionen und Vertreter in Pal\u00e4stina installiert werden sollen, die prowestlich sind.<\/p>\n<h3><strong>Der Druck aus dem Westen<\/strong><\/h3>\n<p>Wie auch im Ukraine-Krieg wird Lateinamerika im Falle des Gazakriegs durch Israel, die USA und deren Verb\u00fcndete unter Druck gesetzt, um eigenst\u00e4ndige Haltungen einzugrenzen. Die USA und ihre Verb\u00fcndeten wollen nach dem Umschwenken Bidens in der Frage der \u00bbZweistaatenl\u00f6sung\u00ab im Gazakrieg die Oberhand \u00fcber die internationale Konfliktl\u00f6sung behalten und diese in ihrem Sinne beeinflussen. Damit soll dem globalen S\u00fcden die Handlungsmacht im Gazakrieg entzogen werden.<\/p>\n<p>Zu den Druckma\u00dfnahmen z\u00e4hlen Sanktionen, diplomatischer und milit\u00e4rischer Druck und Versuche, die innenpolitische Entwicklung zugunsten prowestlicher Regierungen zu ver\u00e4ndern. \u00dcber das US State Department wird versucht, die \u00bbrosa Welle\u00ab durch Farbenrevolutionen und Abberufungsverfahren (Warfare) gegen progressive Pr\u00e4sidenten aufzubrechen und rechte und prowestliche Regierungen an die Macht zu bringen, die wie in Peru, Paraguay und Argentinien im Gazakrieg an der Seite Israels und des Westens stehen. Auch die Zur\u00fcckdr\u00e4ngung des chinesischen und russischen Einflusses, der ein wichtiger Schl\u00fcssel f\u00fcr die St\u00e4rkung autonomer Positionen lateinamerikanischer Staaten in der Welt ist, spielt f\u00fcr den Gazakrieg eine indirekte Rolle. Israel wird seiner Stellvertreterrolle auch hier weitgehend gerecht. Es unterstellt den lateinamerikanischen Mitte-links-Regierungen, \u00bbantisemitisch\u00ab zu sein und den Terrorismus der Hamas zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Der Druck Israels und des Westens hatte allerdings bislang nicht nur keine Wirkung auf die lateinamerikanische Anti-Gazakrieg-Haltung, sondern f\u00fchrte im Gegenteil dazu, dass Staaten wie Mexiko und Brasilien, die zu Beginn des Gazakriegs eine moderate Position eingenommen hatten, ihr Engagement verst\u00e4rkten. Das zeigt sich bei Mexiko und Chile anhand der V\u00f6lkermordklage gegen Israel beim IStGH. Eine Zuspitzung der antiisraelischen Position war der Hitler-Vergleich durch Brasiliens Pr\u00e4sident Lula: \u00bbWas im Gazastreifen mit dem pal\u00e4stinensischen Volk passiert, hat es zu keinem anderen Zeitpunkt in der Geschichte gegeben. Tats\u00e4chlich ist es passiert, als Hitler beschloss, die Juden zu t\u00f6ten.\u00ab\u00b9\u2079 Israel erkl\u00e4rte Lula daraufhin zur \u00bbPersona non grata\u00ab. Einstimmig verurteilten westliche Staaten diesen Vergleich als unannehmbar. Im Gegensatz dazu unterst\u00fctzten alle Mitte-links-Regierungen Lula und beteuerten, dass dieser die \u00bbWahrheit\u00ab gesagt habe und stellten sich so gegen den Exklusivit\u00e4tsanspruch des Westens und Israels f\u00fcr Hitler-Vergleiche.<\/p>\n<p>Von Bedeutung f\u00fcr den Widerstand der lateinamerikanischen Mitte-Links-Regierungen ist deren kollektives Agieren innerhalb der S\u00fcd-S\u00fcd-Beziehungen. Auf dem Gipfeltreffen der Blockfreien-Bewegung im Januar 2024 in Kampala, Uganda, verurteilten die 120 Teilnehmer \u00bbdie illegale milit\u00e4rische Aggression Israels gegen den Gazastreifen\u00ab und forderten einen \u00bbsofortigen und nachhaltigen humanit\u00e4ren Waffenstillstand\u00ab.\u00b2\u2070<\/p>\n<p>Die Verurteilung des Gazakriegs, das Stimmverhalten in der UNO f\u00fcr eine sofortige Waffenruhe und eine Zweistaatenl\u00f6sung sowie das juristische Vorgehen gegen Israel und dessen Verurteilung wegen V\u00f6lkermords durch die Mitte-links-Regierungen sind Teil des lateinamerikanischen Solidarit\u00e4tsdenkens und dr\u00fccken die gewachsene Autonomie gegen\u00fcber den USA und den westlichen Staaten aus. Die Mitte-links-Staaten in Lateinamerika (Argentinien unter Alberto Fern\u00e1ndez, Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Chile, Honduras, Kuba, Venezuela und Nicaragua) stellen gegen\u00fcber der Staatengruppe mit rechten Regierungen (Uruguay, Peru, Paraguay, Ecuador, El Salvador, bis vor kurzem Guatemala und Argentinien unter Milei) die Mehrheit. Die Ablehnung des Gazakriegs und dessen Charakterisierung als \u00bbV\u00f6lkermord\u00ab kann auf dem lateinamerikanischen Kontinent als dominant gelten.<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel wurde in der <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/471787.lateinamerika-und-nahost-an-der-seite-pal%C3%A4stinas.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8218;Jungen Welt&#8216; erstver\u00f6ffentlicht<\/a>. Wir m\u00f6chten sowohl der Autorin als auch der Redaktion der &#8218;Jungen Welt&#8216; unseren Dank f\u00fcr die freundliche Genehmigung zur Wiederver\u00f6ffentlichung aussprechen.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p>1\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Guatemala-Israel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Guatemala-Israel<\/a><br \/>\n2 1982 wurde die Zahl der israelischen Berater in Guatemala auf rund 300 gesch\u00e4tzt. Ebd.<br \/>\n3\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Kolumbien-Israel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Kolumbien-Israel<\/a><br \/>\n4\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Chile-Palaestina\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Chile-Palaestina<\/a><br \/>\n5\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Argentinien-Palaestina\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Argentinien-Palaestina<\/a><br \/>\n6\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Mexico-Israel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Mexico-Israel<\/a>;\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Mexico-Palaestina\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Mexico-Palaestina<\/a><br \/>\n7\u00a0<a href=\"https:\/\/mst.org.br\/2023\/11\/23\/movimentos-sociais-e-organizacoes-criam-comite-palestina-livre\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Movimentos sociais e organiza\u00e7\u00f5es criam Comit\u00ea Palestina Livre &#8211; MST<\/a><br \/>\n8\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Paraguay-Palaestina\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Paraguay-Palaestina<\/a><br \/>\n9\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Zapatisten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Zapatisten<\/a><br \/>\n10\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Milei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Milei<\/a><br \/>\n11\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/relaciones-diplomaticas\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/relaciones-diplomaticas<\/a><br \/>\n12\u00a0<a href=\"https:\/\/press.un.org\/en\/2023\/sc15450.doc.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">press.un.org\/en\/2023\/sc15450.doc.htm<\/a><br \/>\n13\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Paraguay-Gaza\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Paraguay-Gaza<\/a><br \/>\n14\u00a0<a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9467\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9467<\/a><br \/>\n15\u00a0<a href=\"https:\/\/www.informador.mx\/ideas\/Raymundo-Riva-Palacio-Mexico-apuesta-por-Gaza-20240119-0033.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Raymundo Riva Palacio: M\u00e9xico apuesta por Gaza | El Informador<\/a><br \/>\n16\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Nicaragua-Palaestina\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Nicaragua-Palaestina<\/a><br \/>\n17\u00a0<a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Palaestina-als-194-UN-Mitgliedstaat-Ein-Weg-zum-nachhaltigen-Frieden-im-Nahen-Osten-9579972.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.telepolis.de\/features\/Palaestina-als-194-UN-Mitgliedstaat-Ein-Weg-zum-nachhaltigen-Frieden-im-Nahen-Osten-9579972.html<\/a><br \/>\n18\u00a0<a href=\"https:\/\/t1p.de\/Brasilien-Israel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/t1p.de\/Brasilien-Israel<\/a><br \/>\n19\u00a0<a href=\"https:\/\/is.gd\/iT2YI6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/is.gd\/iT2YI6<\/a><br \/>\n20\u00a0<a href=\"https:\/\/www.stvincenttimes.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/KLA-DECLARATION-FINALE_240120_202232.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.stvincenttimes.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/KLA-DECLARATION-FINALE_240120_202232.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gazakrieg und die Stimmen Lateinamerikas. Eine \u00dcbersicht Raina Zimmering Am 7. Januar 2024 stellten sich zahlreiche lateinamerikanische Staaten erneut gegen den Westen, als sie die s\u00fcdafrikanische Klage gegen Israel wegen V\u00f6lkermords beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag unterst\u00fctzten. 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