{"id":1826339,"date":"2024-02-22T06:10:02","date_gmt":"2024-02-22T06:10:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1826339"},"modified":"2024-02-22T06:10:02","modified_gmt":"2024-02-22T06:10:02","slug":"putin-erklaert-abkommensentwurf-von-istanbul-fuer-noch-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/02\/putin-erklaert-abkommensentwurf-von-istanbul-fuer-noch-aktuell\/","title":{"rendered":"Putin erkl\u00e4rt Abkommensentwurf von Istanbul f\u00fcr noch aktuell*"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\">\n<p class=\"author-meta\"><strong>Er wolle eine Verhandlungsl\u00f6sung, erkl\u00e4rte Putin und verwies im Interview mit Tucker Carlson auf den Vertragsentwurf von Istanbul.<\/strong><\/p>\n<p><em><a href=\"mailto:gasche@infosperber.ch\">Urs P. Gasche<\/a><\/em> <em>f\u00fcr die Online-Zeitung <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/putin-erklaert-das-abkommen-in-istanbul-fuer-noch-immer-aktuell\/\">INFOsperber<\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entry-content clearfix\">\n<p><em>Infosperber dokumentiert einige Aussagen des\u00a0russischen Pr\u00e4sidenten aus dem langen Interview mit Ex-Fox-Moderator Tucker Carlson. Die NZZ tat es nicht, weil Putin \u00abnichts Neues\u00bb gesagt habe. F\u00fcr den EU-Aussenbeauftragten Josep Borrell hat Putin lediglich \u00abaltbekannte L\u00fcgen\u00bb wiederholt. Er erz\u00e4hle eine \u00abv\u00f6llig absurde Geschichte\u00bb, urteilte Kanzler Olaf Scholz.<\/em><\/p>\n<p><em>Die \u00d6ffentlichkeit ist also gewarnt. Im Krieg herrscht stets auch ein Medienkrieg.<\/em>\u00a0<em>Im Folgenden handelt es sich<\/em>\u00a0<em>um die Version der kriegsf\u00fchrenden Partei Russland<\/em>.<\/p>\n<p><em>Den Interessierten unter unserer Leserschaft, welche die russische Version nicht gefiltert, sondern im Originalton lesen m\u00f6chten, geben wir hiermit Gelegenheit dazu. Alle Zitate stammen w\u00f6rtlich aus dem Interview. Infosperber hat sie nach Themen geordnet und gek\u00fcrzt.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Verhandlungen f\u00fcr ein Ende des Krieges<\/strong><\/p>\n<p><em>Tucker Carlson: Sie sagen, Sie wollen eine Verhandlungsl\u00f6sung f\u00fcr die Geschehnisse in der Ukraine.<\/em><\/p>\n<p>Putin: Wir hatten in Istanbul [im M\u00e4rz 2022] ein grosses Dokument unterbreitet, das der Leiter der ukrainischen Delegation paraphiert hat. Er hat seine Unterschrift auf einige der Bestimmungen gesetzt, nicht auf alle. Dann hat er selbst gesagt: \u00abWir waren bereit, dieses Dokument zu unterzeichnen, aber Mr. Johnson, der damalige Premierminister Grossbritanniens, riet uns davon ab. Es sei besser, gegen Russland zu k\u00e4mpfen. Sie w\u00fcrden uns alle Mittel dazu geben, um das zur\u00fcckzuholen, was wir w\u00e4hrend der Auseinandersetzungen mit Russland verloren h\u00e4tten.\u00bb<\/p>\n<p>Der Leiter der Verhandlungsgruppe, [Dawyd] Arachamija, ist immer noch Vorsitzender der Fraktion der Regierungspartei, der Partei des Pr\u00e4sidenten in der Rada. Er hatte seine vorl\u00e4ufige Unterschrift unter das Dokument gesetzt, das ich erw\u00e4hnte.<\/p>\n<p><em>[Wahrscheinlicher Inhalt des Verhandlungsvorschlags Seite 3\u00a0<a href=\"http:\/\/www.russland.news\/der-10-punkte-plan-der-ukraine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>. \u2013 Hintergr\u00fcnde zu den Verhandlungen in Istanbul:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/russland-hatte-frieden-gegen-neutralitaet-vorgeschlagen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abRussland hatte Frieden gegen Neutralit\u00e4t vorgeschlagen\u00bb<\/a>]<\/em><\/p>\n<p>Aus irgendeinem Grund hatten sie die Illusion, dass Russland auf dem Schlachtfeld besiegt werden k\u00f6nnte. Der Pr\u00e4sident der Ukraine unterzeichnete dann ein Dekret, das jedem verbietet, mit Russland zu verhandeln.<\/p>\n<p>Offensichtlich ist die Ukraine ein Satellitenstaat der USA. Wenn die Selensky-Regierung sich weigert zu verhandeln, gehe ich davon aus, dass sie es auf Anweisung Washingtons tut. Eine finanzielle Unterst\u00fctzung von 72 Milliarden US-Dollar wurde bereitgestellt. Deutschland steht an zweiter Stelle, dann kommen andere europ\u00e4ische L\u00e4nder. Dutzende von Milliarden US-Dollar gehen an die Ukraine. Es gibt einen riesigen Zustrom von Waffen.<\/p>\n<p><strong>Imperialistische Absichten<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00abDie Ukraine gibt es nicht\u00bb, habe Putin im Interview erkl\u00e4rt. Das schrieb die \u00abNZZ am Sonntag\u00bb vom 11. Februar 2024, doch ohne ihn w\u00f6rtlich zu zitieren.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Das Zitat gibt es im Interview nicht. Putin referierte zwar lange \u00fcber die Geschichte der Ukraine seit dem Mittelalter, doch dass er die Ukraine als Staat nicht anerkenne, sagte er nicht. Putins Ausf\u00fchrungen \u00fcber die j\u00fcngste Geschichte:<\/em><\/p>\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Ukraine zus\u00e4tzlich zu den Gebieten, die vor dem Krieg zu Polen geh\u00f6rt hatten, einen Teil der Gebiete, die zuvor zu Ungarn und Rum\u00e4nien geh\u00f6rten, heute als Westukraine bekannt. Rum\u00e4nien und Ungarn wurde also ein Teil ihres Landes weggenommen und an die Ukraine gegeben, und dieser ist immer noch Teil der Ukraine. In diesem Sinne haben wir also Grund zu behaupten, dass die Ukraine ein k\u00fcnstlicher Staat ist, der nach Stalins Willen geformt wurde. Ungarn hat zwar kein Recht, sein Land zur\u00fcckzufordern, aber die Forderung w\u00e4re zumindest verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p><em>Tucker Carlson:<strong>\u00a0<\/strong><\/em><em>K\u00f6nnen Sie sich ein Szenario vorstellen, in dem Sie russische Truppen nach Polen schicken?\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Nein, nur in einem Fall: wenn Polen Russland angreift. Und warum sonst nicht? Weil wir kein Interesse an Polen, Lettland oder irgendeinem anderen Land haben. Das ist nur Drohgeb\u00e4rde.<\/p>\n<p><em>Tucker Carlson:<strong>\u00a0<\/strong>Es heisst<strong>,\u00a0<\/strong><\/em><em>Russland sei in der Ukraine einmarschiert, weil es territoriale Ziele auf dem ganzen Kontinent habe. Haben Sie diese?<\/em><\/p>\n<p>\u00dcberhaupt nicht. Man muss kein Analytiker sein. Es widerspricht dem gesunden Menschenverstand, sich auf einen globalen Krieg einzulassen. Ein globaler Krieg wird die\u00a0gesamte Menschheit an den Rand der Zerst\u00f6rung bringen. Das liegt auf der Hand.<\/p>\n<p><strong>Entnazifierung<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00abDie Regierung in Kiew ist ein Naziregime\u00bb, habe Putin im Interview erkl\u00e4rt. Das schrieb die \u00abNZZ am Sonntag\u00bb vom 11. Februar 2024, allerdings ohne ihn w\u00f6rtlich zu zitieren.<br \/>\nDas hat Putin im Interview nicht gesagt. Er forderte, dass die Regierung in Kiew Neonazis nicht unterst\u00fctze, sondern so verfolge, wie dies anderswo normal sei:<\/em><\/p>\n<p>Entnazifizierung bedeutet\u00a0das Verbot aller Arten von Neonazi-Bewegungen. Der Ukraine fiel nichts Besseres ein, als ihre Identit\u00e4t auf einigen falschen Helden aufzubauen, die mit Hitler kollaborierten.<\/p>\n<p>Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, kollaborierte ein Teil der extrem nationalistischen Elite mit Hitler, weil sie glaubten, er w\u00fcrde ihnen die Freiheit bringen. Die deutschen Truppen, sogar die SS-Truppen, liessen Hitlers Kollaborateure die schmutzigste Arbeit verrichten. So kam es zu diesem brutalen Massaker an der polnischen und j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung, aber auch an der russischen Bev\u00f6lkerung. Angef\u00fchrt wurde es von den bekannten Personen Bandera und Schuchewitsch. Diese Leute wurden zu Nationalhelden gemacht \u2013 das ist das Problem.<\/p>\n<p>Man sagt uns st\u00e4ndig, dass es Nationalismus und Neonazismus auch in anderen L\u00e4ndern gebe. Ja, es gibt Ans\u00e4tze, doch andere L\u00e4nder und auch wir bek\u00e4mpfen sie. In der Ukraine ist das nicht der Fall. Diese Hitler-Kollaborateure sind in der Ukraine Nationalhelden. Es wurden Denkm\u00e4ler f\u00fcr diese Menschen errichtet. Sie sind auf Fahnen abgebildet, ihre Namen werden von Menschenmassen gerufen, die mit Fackeln herumlaufen, wie es in Nazideutschland der Fall war. Diese Nationalhelden waren Menschen, die Polen, Juden und Russen vernichtet haben. Man muss diese Praxis beenden.<\/p>\n<p>Ich sage, dass die Ukrainer ein Teil des einen russischen Volkes sind. Sie sagen: \u00abNein, wir sind ein separates Volk.\u00bb Okay, einverstanden. Wenn sie sich als eigenst\u00e4ndiges Volk betrachten, haben sie das Recht dazu, aber nicht auf der Grundlage der Nazi-Ideologie.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident der Ukraine hatte Kanada besucht. Diese Geschichte wird aber in westlichen L\u00e4ndern totgeschwiegen: Das kanadische Parlament pr\u00e4sentierte einen Mann, der, wie der Parlamentspr\u00e4sident sagte, w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs gegen die Russen gek\u00e4mpft habe. Nun, wer k\u00e4mpfte w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs gegen die Russen? Hitler und seine Komplizen. Die SS-Truppen bestanden aus ukrainischen Nationalisten, die diese Drecksarbeit erledigten. Es stellte sich heraus, dass dieser Mann in den SS-Truppen diente. Er hat Russen, Polen und Juden eigenh\u00e4ndig get\u00f6tet. Der Pr\u00e4sident der Ukraine stand zusammen mit dem gesamten kanadischen Parlament auf und applaudierte diesem Mann, es gab stehende Ovationen!<\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir behaupten, dass wir diese Ideologie ausgerottet haben, wenn solches geschieht? Das ist es, was Entnazifizierung in unserem Verst\u00e4ndnis bedeutet. Wir m\u00fcssen die Leute loswerden, welche diese Praxis unterst\u00fctzen. Das ist die Entnazifizierung, die wir meinen.<\/p>\n<p><strong>Die Osterweiterung der Nato<\/strong><\/p>\n<p>Egon Bahr, ein bedeutender Politiker der Sozialdemokratischen Partei, bestand in seinen pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen mit der sowjetischen F\u00fchrung am Rande des Zusammenbruchs der Sowjetunion darauf, dass ein neues Sicherheitssystem in Europa geschaffen werden sollte. Er war gegen eine Erweiterung der Nato und sagte: \u00abWenn die Nato erweitert wird, w\u00e4re alles wie zu Zeiten des Kalten Krieges, nur n\u00e4her an den Grenzen Russlands.\u00bb<\/p>\n<p>Uns wurde versprochen, keinen Zentimeter Nato im Osten. Und was dann? Sie sagten: \u00abNun, es ist nicht auf dem Papier verankert, also werden wir expandieren.\u00bb So gab es f\u00fcnf Erweiterungswellen, die baltischen Staaten, ganz Osteuropa und so weiter.<\/p>\n<p>Auf dem Gipfeltreffen in Bukarest 2008 erkl\u00e4rten sie, dass die T\u00fcren f\u00fcr einen Nato-Beitritt auch der Ukraine und Georgien offen st\u00fcnden. Dies, obwohl die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung der Ukraine einen neutralen Staat vorsah.<\/p>\n<p>Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion stimmten wir zu, dass unsere Grenzen entlang der Grenzen der ehemaligen Unionsrepubliken verlaufen sollten. Aber wir haben der Nato-Erweiterung nie zugestimmt. Wir haben auch nie zugestimmt, dass die Ukraine in die Nato aufgenommen wird. Wir haben nicht zugestimmt, dass die Nato dort St\u00fctzpunkte errichtet. Jahrzehntelang haben wir immer wieder gefordert: Tut dies nicht, tut das nicht.<\/p>\n<p>Die Nato- und US-Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte auf dem Territorium der Ukraine stellten f\u00fcr uns eine Bedrohung dar.<\/p>\n<p>Die Nato-Erweiterung, die Unterst\u00fctzung der Separatisten im Kaukasus, die Schaffung eines Raketenabwehrsystems \u2013 all das sind Elemente von Druck. Druck, Druck, Druck. Und wenn die\u00a0Ukraine in die Nato aufgenommen wird, geht es auch um Druck, Druck, Druck.<\/p>\n<p>Nach 1991 haben uns die USA ausgetrickst. Das Versprechen lautete, dass die Nato sich nicht nach Osten ausdehnen w\u00fcrde. Aber genau das geschah f\u00fcnfmal, es gab f\u00fcnf Erweiterungswellen. Wir haben das alles toleriert, wir haben versucht, sie zu \u00fcberzeugen, wir haben gesagt: \u00abBitte nicht, wir sind jetzt genauso b\u00fcrgerlich wie ihr, wir sind eine Marktwirtschaft, und es gibt keine Macht der Kommunistischen Partei. Lasst uns verhandeln.\u00bb<\/p>\n<p>Ich habe auch wiederholt darauf hingewiesen, dass die USA keinen Separatismus oder\u00a0Terrorismus im Nordkaukasus unterst\u00fctzen sollten. Aber sie taten es trotzdem weiter. Die USA und ihre Satelliten unterst\u00fctzten terroristische Gruppen im Kaukasus politisch, mit Informationen, finanziell und sogar milit\u00e4risch.<\/p>\n<p>Ich habe dieses Thema einmal bei meinem Kollegen, der Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten ist, angesprochen. Er sagte: \u00abDas ist unm\u00f6glich! Haben Sie Beweise?\u00bb Ich sagte: \u00abJa.\u00bb Ich war auf dieses Gespr\u00e4ch vorbereitet und gab ihm diese Beweise.<\/p>\n<p>Die CIA antwortete \u2013 und die Antwort ist in unserem Archiv: \u00abWir haben mit der Opposition in Russland zusammengearbeitet. Wir glauben, dass dies das Richtige ist, und wir werden es auch weiterhin tun.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Der Putsch in Kiew<\/strong><\/p>\n<p>Als\u00a0Pr\u00e4sident Janukowitsch das EU-Assoziierungsabkommen nicht unterschrieb, begann die Opposition, zerst\u00f6rerische Schritte zu unternehmen, die vom Westen unterst\u00fctzt wurden. Alles lief auf den Maidan und einen Putsch in der Ukraine hinaus.<\/p>\n<p>Die USA hatten gesagt: \u00abBeruhigt Janukowitsch und wir werden die Opposition beruhigen. Lassen Sie uns f\u00fcr die Situation eine politische L\u00f6sung suchen.\u00bb Wir sagten: \u00abIn Ordnung. Einverstanden. Machen wir es so.\u00bb Wie von den Amerikanern gew\u00fcnscht, setzte Janukowitsch weder die Streitkr\u00e4fte noch die Polizei ein. Doch die bewaffnete Opposition ver\u00fcbte einen Staatsstreich in Kiew. Nat\u00fcrlich mit der Unterst\u00fctzung der CIA.<\/p>\n<p>Es waren Vertreter von drei europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gekommen \u2013 Deutschland, Polen und Frankreich. Sie unterzeichneten das Abkommen zwischen der Regierung Janukowitsch als Garanten. Trotzdem hat die Opposition einen Staatsstreich begangen. Und alle diese L\u00e4nder haben so getan, als ob sie sich nicht daran erinnern w\u00fcrden, dass sie Garanten f\u00fcr eine friedliche L\u00f6sung waren. Sie haben das Abkommen einfach in den Ofen geworfen, und niemand erinnert sich daran.<\/p>\n<p>Nach dem Putsch begannen sie mit der Verfolgung derjenigen, die den Putsch nicht akzeptierten. Sie schufen eine Bedrohung f\u00fcr die Krim, die wir unter unseren Schutz nehmen mussten. Sie begannen 2014 einen Krieg im Donbas mit dem Einsatz von Flugzeugen und Artillerie gegen Zivilisten. Das war der Anfang. Es gibt ein Video von Flugzeugen, die Donezk von oben angreifen. Sie starteten eine gross angelegte Milit\u00e4roperation, dann eine weitere. Als diese scheiterte, begannen sie, die n\u00e4chste vorzubereiten. Und das alles vor dem Hintergrund der milit\u00e4rischen Aufr\u00fcstung dieses Gebiets und der \u00d6ffnung der Nato-T\u00fcren.<\/p>\n<p>Wir haben wiederholt vorgeschlagen, eine L\u00f6sung mit friedlichen Mitteln zu suchen f\u00fcr die Probleme, die in der Ukraine nach dem Staatsstreich von 2014 entstanden sind. Aber niemand hat uns zugeh\u00f6rt. Ausserdem erkl\u00e4rte die ukrainische F\u00fchrung, die vollst\u00e4ndig unter der Kontrolle der USA stand, pl\u00f6tzlich, dass sie\u00a0sich nicht an die Minsker Vereinbarungen halten w\u00fcrde, dass ihr alles dort missfiel. Und sie setzte ihre milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten in diesem Gebiet fort.<\/p>\n<p>Parallel dazu wurde dieses Gebiet von den milit\u00e4rischen Strukturen der Nato unter dem Deckmantel verschiedener Personalausbildungs- und Umschulungszentren genutzt. Sie begannen im Wesentlichen, dort St\u00fctzpunkte einzurichten.<\/p>\n<p>Die Ukraine verk\u00fcndete, dass die Russen eine nicht-titul\u00e4re Nationalit\u00e4t seien, und verabschiedete gleichzeitig Gesetze, die die Rechte der nicht-titul\u00e4ren Nationalit\u00e4ten in der Ukraine einschr\u00e4nken. Die Ukraine, die all diese s\u00fcd\u00f6stlichen Gebiete als Geschenk des russischen Volkes erhalten hatte, verk\u00fcndete pl\u00f6tzlich, dass die Russen in diesem Gebiet eine nicht-titul\u00e4re Nationalit\u00e4t sind. Ist das normal?<\/p>\n<p>All dies zusammengenommen f\u00fchrte zu der Entscheidung, den Krieg zu beenden, den Neonazis 2014 in der Ukraine begonnen hatten.<\/p>\n<p><strong>Die Sprengung der Nord-Stream<\/strong><\/p>\n<p><em>Tucker Carlson:\u00a0<\/em><em>Haben Sie Beweise, dass die NATO oder die CIA es getan haben?<\/em><\/p>\n<p>Ich werde nicht ins Detail gehen. Man sagt in solchen F\u00e4llen immer: \u00abSuchen Sie jemanden, der daran interessiert ist.\u00bb Aber in diesem Fall sollten wir auch nach jemandem suchen, der \u00fcber F\u00e4higkeiten verf\u00fcgt. Denn nicht alle sind in der Lage, auf dem Grund der Ostsee diese Explosion durchzuf\u00fchren. Diese beiden Komponenten sollten miteinander verkn\u00fcpft werden: Wer daran interessiert ist und wer ist in der Lage ist, es zu tun.<\/p>\n<p><em>Tucker Carlson: Es handelt sich um den gr\u00f6ssten Akt des industriellen Terrorismus aller Zeiten. Wenn Sie Beweise h\u00e4tten, dass die NATO, die USA, die CIA, der Westen das getan haben, warum w\u00fcrden Sie sie nicht pr\u00e4sentieren und einen Propagandasieg erringen?\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Im Propagandakrieg ist es sehr schwierig, die Vereinigten Staaten zu besiegen. Denn die USA kontrollieren alle Medien und viele europ\u00e4ische Medien.<strong>\u00a0<\/strong>Es ist der ganzen Welt klar, was in der Ostsee passiert ist. Selbst amerikanische Analysten sprechen offen dar\u00fcber.<\/p>\n<p>_________________________________<br \/>\n*<em>Der Titel lautete zuerst \u00abPutin erkl\u00e4rt das Abkommen in Istanbul f\u00fcr noch immer aktuell\u00bb. Genau genommen handelt es sich um einen Entwurf, den beide Parteien paraphrasiert haben. Der Inhalt ist\u00a0<a href=\"http:\/\/www.russland.news\/der-10-punkte-plan-der-ukraine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>\u00a0auf Seite 3 zusammengefasst.<\/em><\/p>\n<p>_________________________________<br \/>\nHier zur\u00a0<a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/240209-PUTIN-INTERVIEW-TUCKER-D.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">schriftlichen \u00dcbersetzung<\/a>\u00a0des Interviews (von Russland autorisierte englische \u00dcbersetzung mit Deepl auf Deutsch \u00fcbertragen)<\/p>\n<p>Hier zum\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Wa4GDMBDe5c\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">m\u00fcndlichen Interview<\/a>\u00a0(simultan auf Deutsch \u00fcbersetzt)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er wolle eine Verhandlungsl\u00f6sung, erkl\u00e4rte Putin und verwies im Interview mit Tucker Carlson auf den Vertragsentwurf von Istanbul. Urs P. 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