{"id":1798724,"date":"2024-02-14T06:29:19","date_gmt":"2024-02-14T06:29:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1798724"},"modified":"2024-02-14T06:29:19","modified_gmt":"2024-02-14T06:29:19","slug":"heinrich-heine-jude-und-deutscher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/02\/heinrich-heine-jude-und-deutscher\/","title":{"rendered":"Heinrich Heine, Jude und Deutscher"},"content":{"rendered":"<p><strong>Von Heine wird gesagt, dass er ein in sich zerrissener Mensch gewesen sei. Heine war nicht zerrissen, sondern er wurde es, weil ihm das Verlangen, Jude und Deutscher zugleich zu sein, verwehrt wurde. Es war Deutschland, das ihn zerriss.<\/strong><\/p>\n<p>D\u00fcsseldorf, wo Heine 1797 geboren wird, ist eine beschauliche Stadt, in deren Kern 13.000 Menschen leben, K\u00f6ln ist dreimal so gross, Hamburg zehnmal. Dort w\u00e4chst er mit drei weiteren Geschwistern in einem b\u00fcrgerlichen Milieu auf. Die Eltern erziehen ihre Kinder im j\u00fcdischen Glauben, orientiert an der Haskala, der j\u00fcdischen Aufkl\u00e4rung, gleichwohl gepr\u00e4gt von tiefer Religiosit\u00e4t.<\/p>\n<p>In D\u00fcsseldorf herrscht dank der franz\u00f6sischen Besatzung ein liberales Klima, doch wird es mit dem Sieg \u00fcber Napoleon erkalten. Das preussische Judenedikt von 1812 auf der Grundlage der Hardenberg\u2019schen Reformen hat den Juden einige b\u00fcrgerliche Freiheiten gebracht, doch haben die Beh\u00f6rden sie nur unwillig umgesetzt, und in der Bev\u00f6lkerung \u00e4ndert sich am Judenhass nichts.<\/p>\n<p>Die Metternich\u2019sche Restauration errichtet aufs Neue die alte F\u00fcrstenherrschaft. Auf der Grundlage der Karlsbader Beschl\u00fcsse wird der unter preussischer Vormacht stehende Deutsche Bund im Verein mit \u00d6sterreich zu einem Polizeistaat, in dem \u00dcberwachung und Verfolgung herrschen. Von den sog. Demagogenverfolgungen sind viele Tausende betroffen, die sich f\u00fcr demokratische Rechte einsetzen: K\u00fcnstler, Intellektuelle, Handwerker, Arbeiter; sie werden in den Kerker geworfen oder fl\u00fcchten ins Exil, in das freiere Frankreich und in die Schweiz, unter ihnen auch J\u00fcdinnen und Juden, die von der demokratischen Bewegung, die in Teilen sogar eine sozialistische ist, auch f\u00fcr sich Freiheitsrechte erhoffen. Das mobilisiert den Antisemitismus.<\/p>\n<article>\n<h3>Das Ungeheuer regt sich<\/h3>\n<p>1819 erscheint das Pamphlet Der Judenspiegel. Ein Schand- und Sittengem\u00e4lde aus alter und neuer Zeit von Hartwig von Hundt-Radowsky. Dieser bezeichnet Juden als \u201eUntermenschen\u201c und \u201eUngeziefer\u201c. Er empfiehlt, alle Juden als Sklaven an die Engl\u00e4nder zur Arbeit in deren Kolonien zu verkaufen, sie in Bergwerken zu vernutzen, sie zu kastrieren und die J\u00fcdinnen als Prostituierte in Bordellen zu versklaven. Die T\u00f6tung eines Juden solle nicht als Mord, sondern als Polizeivergehen, also noch unterhalb eines Verbrechens eingestuft werden.<\/p>\n<p>Im selben Jahr, als der Judenspiegel erscheint, gr\u00fcnden j\u00fcdische Hegelianer den \u201eVerein f\u00fcr Cultur und Wissenschaft der Juden\u201c. Schl\u00fcsselbegriff ist der Hegel&#8217;sche Begriff der Vermittlung, dergestalt dass das Judentum sich vermitteln solle mit dem universalen Geist der Freiheit und Humanit\u00e4t. Sie glauben an die Macht des Geistes \u2013 und scheitern wie alle, die diesen Traum tr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Im August 1822 nimmt der preussische K\u00f6nig die Hardenberg&#8217;schen Reformen zur\u00fcck, die den Juden den Zugang zu \u00f6ffentlichen \u00c4mtern erlaubten. Im selben Monat tritt Heine dem \u201eVerein f\u00fcr Cultur und Wissenschaft der Juden\u201c bei. F\u00fcr seine berufliche Karriere ist das ein Hindernis. Die Heine-Biographin Kerstin Decker stellt fest: \u201eEin blosser Aufsteiger verhielte sich anders, er w\u00fcrde alles verleugnen, was an seine Herkunft erinnert. Heine wird das nie tun. Im Gegenteil.\u201c<\/p>\n<p>1819 brechen die Hepp-Hepp-Krawalle aus, gewaltt\u00e4tige Ausschreitungen gegen J\u00fcdinnen und Juden. \u201eHepp-hepp!\u201c sind die Rufe der Viehtreiber. Der Mob macht daraus \u201eHepp-hepp! Jud verreck!\u201c. Die Pogrome gehen aus von sog. braven B\u00fcrgern, von Handwerkern, H\u00e4ndlern, die sich zusammenrotten, j\u00fcdische B\u00fcrger beschimpfen und misshandeln, ihre Synagogen, Gesch\u00e4fte und Wohnungen angreifen und verw\u00fcsten.<\/p>\n<p>Aufschlussreich ist zu sehen, welches Motiv die Pogrome haben. Sie richten sich haupts\u00e4chlich gegen die j\u00fcdische Emanzipation, die seit der Franz\u00f6sischen Revolution auch deutsche Gebiete erreicht hat. Damit waren Juden zu gleichberechtigten Konkurrenten von Christen geworden, was bei den christlichen Wutb\u00fcrgern nun Konkurrenzneid entfacht, zudem noch legitimiert vom traditionellen christlichen Judenhass. Die Pogrome zielen auf die Vertreibung aller J\u00fcdinnen und Juden und drohen mit Massakern. In Heines Heimatstadt D\u00fcsseldorf werden im August 1819 an j\u00fcdischen Wohnh\u00e4usern Plakate angeschlagen, auf denen es heisst:<\/p>\n<p>Schon zu lange hat die Herrschaft der Juden \u00fcber den Betrieb des Handels gedauert. Mit ruhigen Augen haben die Christen diesem unerlaubten Unwesen zugesehen, die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert. Sind bis 26ten dieses Monats dem Handel und Moral verderbenden Volke nicht Schranken gesetzt, so soll ein Blutbad entstehen, das anstatt Bartholom\u00e4us-Nacht Salomoni-Nacht heissen soll.<\/p>\n<h3>Auswege, Schleichwege<\/h3>\n<p>Angesichts dieser Umst\u00e4nde hat, wer das Ghetto verlassen und an der deutschen Kultur teilhaben will, kaum eine andere Wahl, als sich taufen zu lassen, so z.B. Rahel Varnhagen, Henriette Herz, Ludwig B\u00f6rne, und eben auch Heine.<\/p>\n<p>1826\/27 studiert Heine in G\u00f6ttingen, l\u00e4sst sich dann 1827 in aller Stille in der Wohnung eines Pfarrers in Heiligenstadt, einem St\u00e4dtchen nahe G\u00f6ttingen, taufen. Die Taufe ist f\u00fcr ihn, wie er sagt, das \u201eEntr\u00e9billet zur europ\u00e4ischen Kultur\u201c. Er l\u00e4sst sich protestantisch taufen, denn, so sagt er sp\u00e4ter: \u201eDer Protestantismus war f\u00fcr mich nicht nur eine liberale Religion, sondern auch der Ausgangspunkt der deutschen Revolution\u201c, und f\u00fcr ihn der Ursprung der Rechte der Vernunft und der Geistesfreiheit.<\/p>\n<p>Doch bringt ihm die Taufe wenig Nutzen, denn, so stellt er resigniert fest:<\/p>\n<p>Ich bin jetzt bei Christ und Jude verhasst. Ich bereue sehr, dass ich mich getauft hab; ich seh noch gar nicht ein, dass es mir seitdem besser gegangen sei, im Gegenteil, ich habe seitdem nichts als Ungl\u00fcck.<\/p>\n<p>Nach seiner Promotion zum Dr. jur. in G\u00f6ttingen will ihm trotz der Konversion niemand eine Stelle geben. Ein Jahr nach der Taufe dr\u00e4ngt es ihn, Deutschland zu verlassen. 1826 schreibt er in einem Brief:<\/p>\n<p>Es ist \u2026 ganz bestimmt, dass es mich sehnlichst dr\u00e4ngt, dem deutschen Vaterland Valet zu sagen. Minder die Lust des Wanderns als die Qual pers\u00f6nlicher Verh\u00e4ltnisse (z.B. der nie abzuwaschende Jude) treibt mich von hinnen.<\/p>\n<h3>Heimat Sprache<\/h3>\n<p>Er bleibt aber zun\u00e4chst im Land, weil er mit seinem Buch der Lieder grossen Erfolg hat. Trotzdem ist es, so stellt Marcel Reich-Ranicki fest, ein Triumph \u201eauf gef\u00e4hrlich schwankendem Boden \u2026 Man wollte den Juden, ob getauft oder nicht, als deutschen Dichter nicht gelten lassen\u201c.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zerm\u00fcrben Heine die K\u00e4mpfe mit der Zensur, bis dann 1833 in Preussen und 1835 im gesamten Deutschen Bund seine Schriften verboten werden. Aber mehr noch als diese Drangsalierungen ist es die Ausgrenzung aus der deutschen Gesellschaft, die ihn in die Emigration treibt. In Frankreich, wo es durchaus auch Antisemitismus gibt, sei, so Reich-Ranicki, Heine als Ausl\u00e4nder betrachtet worden, in Deutschland hingegen galt er immer als Jude und damit als Nicht-Dazugeh\u00f6riger und Ausgestossener.<\/p>\n<p>Dennoch: Ein Zur\u00fcck in den abgespaltenen Geborgenheitsraum einer j\u00fcdischen Gemeinschaft kommt f\u00fcr ihn nicht infrage. Er will als Deutscher anerkannt sein, wird aber von seinem \u201eVaterland\u201c zur\u00fcckgestossen. Als Reaktion auf die st\u00e4ndig zu ertragenden Dem\u00fctigungen entwickelt er seinerseits einen Hass gegen das Deutsche und die deutsche Sprache selbst. Er schreibt er in einem Brief an einen Freund:<\/p>\n<p>Alles was deutsch ist, ist mir zuwider \u2026 Alles Deutsche wirkt auf mich wie ein Brechpulver. Die deutsche Sprache zerreisst mir die Ohren. Die eigenen Gedichte ekeln mich zuweilen an, wenn ich sehe, dass sie auf Deutsch geschrieben sind. \u2026 \u201c (Erbittert wechselt er ins Franz\u00f6sische, kehrt dann aber wieder ins Deutsche zur\u00fcck.) \u201eO Christian, w\u00fcsstest du, wie meine Seele nach Frieden lechzt, und wie sie doch t\u00e4glich mehr und mehr zerrissen wird. Ich kann fast keine Nacht mehr schlafen.<\/p>\n<p>Doch kommt er von Deutschland nicht los. Da ihn die Gesellschaft zur\u00fcckweist, sucht er seine Heimat in der von ihm geliebten deutschen Sprache; denn das deutsche Wort sei, so schreibt er in einem Brief, \u201eein Vaterland selbst demjenigen, dem Torheit und Arglist ein Vaterland verweigern\u201c. 1824 schreibt er:<\/p>\n<p>Ich weiss nur zu gut, dass mir das Deutsche das ist, was dem Fisch das Wasser ist, dass ich aus diesem Lebenselement nicht heraus kann \u2026 Ich liebe sogar das Deutsche mehr als alles auf der Welt, ich habe meine Lust und Freude dran, und meine Brust ist ein Archiv deutschen Gef\u00fchls.<\/p>\n<p>Wie innig er der deutschen Sprache verbunden ist, zeigt der Beginn seines Versepos Deutschland, ein Winterm\u00e4rchen. Als er nach zw\u00f6lfj\u00e4hrigem Exil 1843 wieder nach Deutschland zu reisen wagt, \u00fcbermannt ihn beim \u00dcberschreiten der Grenze die Wehmut, die er in bekannter Manier durch Ironie vor Abrutschen in Sentimentalit\u00e4t bewahrt:<\/p>\n<p>Im traurigen Monat November war&#8217;s,<br \/>\nDie Tage wurden tr\u00fcber,<br \/>\nDer Wind riss von den B\u00e4umen das Laub,<br \/>\nDa reist&#8216; ich nach Deutschland hin\u00fcber.<\/p>\n<p>Und als ich an die Grenze kam,<br \/>\nDa f\u00fchlt ich ein st\u00e4rkeres Klopfen<br \/>\nIn meiner Brust, ich glaube sogar<br \/>\nDie Augen begunnen zu tropfen.<\/p>\n<p>Und als ich die deutsche Sprache vernahm,<br \/>\nDa ward mir seltsam zumute;<br \/>\nIch meinte nicht anders, als ob das Herz<br \/>\nRecht angenehm verblute.<\/p>\n<p>Das altert\u00fcmlich gewordene Pr\u00e4teritum \u201ebegunnen\u201c gebraucht er ironisch-distanzierend, und im Vers, dass sein \u201eHerz recht angenehm verblute\u201c, mischt er den Schmerz mit Selbstironie.<\/p>\n<h3>Von der blauen Blume zur roten Fahne<\/h3>\n<p>Seine Tragik als romantischer Dichter ist, dass er ein Zu-sp\u00e4t-Gekommener ist. Denn als er 1797 geboren wird, bricht die romantische Dichtung gleichsam wie ein Vulkan aus und erreicht ihren ersten H\u00f6hepunkt mit Dichtern wie Brentano, Tieck, Novalis, Wackenroder.<\/p>\n<p>Heine spielt zun\u00e4chst virtuos auf der romantischen Klaviatur und schreibt Gedichte von unwiderstehlicher Sch\u00f6nheit (z.B. Der Tod, das ist die k\u00fchle Nacht). Doch wendet er sich bald ab von der Romantik und treibt sein ironisch-sp\u00f6ttisches Spiel mit ihr und seinen Dichterkollegen, die \u201eBl\u00fcmlein, Mondglanz, Sternlein und \u00c4uglein\u201c besingen, und schliesst mit den Worten: \u201eWie sehr das Zeug auch gef\u00e4llt, \/ So macht&#8217;s doch noch lang keine Welt\u201c (im Gedicht Wahrhaftig). Eichendorff schm\u00e4ht ihn deswegen einen \u201eTotengr\u00e4ber der Romantik\u201c.<\/p>\n<p>Aus dem romantischen Traumreich der Phantasie wendet Heine sich der Welt zu, wie sie wirklich ist, der gesellschaftlichen und politischen Realit\u00e4t. In Paris, genannt die Revolutionshauptstadt der deutschen Demokraten, weil sich hier Hunderte in Deutschland verfolgter Demokratinnen und Demokraten versammeln, nimmt Heine Verbindung zu ihren f\u00fchrenden K\u00f6pfen auf und wandelt sich zum politischen Dichter.<\/p>\n<p>Anstoss dazu gibt der Aufstand der schlesischen Weber im Jahr 1844. In der Konkurrenz mit billigerer Ware aus England und durch die Ver\u00e4nderung der Produktionsstruktur \u2013 die bis dahin selbst\u00e4ndigen Handwerker werden zu Lohnarbeitern \u2013 geraten die Weber in eine Armut, die sogar zu Hungerrevolten f\u00fchrt. Der Aufstand wird vom preussischen Milit\u00e4r niedergeschlagen; viele Weber kommen ins Zuchthaus, andere wandern nach Amerika aus.<\/p>\n<p>Zornbebend, nicht mit dem Florett, sondern mit dem S\u00e4bel schreibt Heine ein Gedicht, das sp\u00e4ter als Weberlied ber\u00fchmt wird. Marx, mit dem Heine eng befreundet ist, sie sind sogar Cousins dritten Grades, ver\u00f6ffentlicht es im Pariser \u201eVorw\u00e4rts\u201c; 50.000 Flugbl\u00e4tter mit dem Gedicht werden in den Aufstandsgebieten verteilt. Der preussische Innenminister bezeichnet das Gedicht als \u201eeine in aufr\u00fchrerischem Ton gehaltene und mit verbrecherischen \u00c4usserungen angef\u00fcllte Ansprache an die Armen im Volke\u201c. Er hat Recht, das Gedicht ist staatsfeindlich und blasphemisch. Es wird verboten, einer, der es \u00f6ffentlich rezitiert, landet im Zuchthaus, Heine ist in Paris und in Sicherheit.<\/p>\n<p>Das ist der radikale politische Heine. Aber zur\u00fcck nach Deutschland, zum jungen Heine!<\/p>\n<h3>Dichter in der Diaspora<\/h3>\n<p>Im Buch der Lieder, das ihn in Deutschland ber\u00fchmt gemacht hat, steht ein r\u00e4tselhaftes Gedicht, geschrieben um 1822:<\/p>\n<p>Ein Fichtenbaum steht einsam<br \/>\nIm Norden auf kahler H\u00f6h&#8216;.<br \/>\nIhn schl\u00e4fert; mit weisser Decke<br \/>\nUmh\u00fcllen ihn Eis und Schnee.<\/p>\n<p>Er tr\u00e4umt von einer Palme,<br \/>\nDie, fern im Morgenland,<br \/>\nEinsam und schweigend trauert<br \/>\nAuf brennender Felsenwand.<\/p>\n<p>Das Gedicht wird traditionell interpretiert als ein Gedicht \u00fcber eine unerwiderte Liebe. Das ist es wohl, aber es ist viel mehr als eins der \u00fcblichen romantischen Liebesgedichte. Sehen wir es uns genauer an!<\/p>\n<p>Es beginnt mit dem Bild eines Fichtenbaums, der \u201eim Norden auf kahler H\u00f6h&#8217;\u201c steht und \u201eeinsam steht\u201c, in lebensfeindlicher K\u00e4lte, umh\u00fcllt von Eis und Schnee. Er ist m\u00fcde, Schlaf \u00fcberkommt ihn, und er f\u00e4ngt an zu tr\u00e4umen. Im Traum reist er ins ferne Morgenland, er tr\u00e4umt von einer Palme, dem f\u00fcr den Orient charakteristischen Baum, und auch diese Palme steht einsam und trauert schweigend. Und w\u00e4hrend der nordische Fichtenbaum in der K\u00e4lte steht, umh\u00fcllt von Eis und Schnee, ist die morgenl\u00e4ndische Palme von Feuer und Glut umgeben.<\/p>\n<p>Ein Liebender und eine Geliebte verzehren sich in Sehnsucht zueinander. Welche Rolle spielt aber der Gegensatz von Norden und Osten, von Okzident und Orient? Ist das nur exotische poetische Dekoration? Nein, es ist viel mehr, und das r\u00e4tselhafte Gedicht beginnt zu sprechen, wenn man es einordnet in die Tradition von j\u00fcdischen Liebesgedichten, die an das ferne und unerreichbare Jerusalem gerichtet sind.<\/p>\n<p>Vorbild ist der von Heine verehrte sephardische Dichter Jehuda ben ha Levy. Dieser gilt als der bedeutendste hebr\u00e4ische Philosoph des Mittelalters, der zudem ein vielgestaltiges dichterisches Werk hinterlassen hat; und nicht nur Dichtungen in hebr\u00e4ischer Sprache, sondern auch in Altspanisch, sodass man sagen kann, dass er der erste namentlich bekannte Dichter in spanischer Sprache war. Hier ein Auszug aus seinen hebr\u00e4ischen Zionsliedern:<\/p>\n<p>Ach, wie sitzt so einsam die Stadt, einst reich an Volk!<br \/>\nWie ist sie zur Witwe geworden, die gross war unter den V\u00f6lkern!<br \/>\nDie da F\u00fcrstin war unter den St\u00e4dten, ist dienstbar geworden.<br \/>\nSie weint und weint durch die Nacht, Tr\u00e4nen auf der Wange; Keiner ist da, der sie tr\u00f6ste (\u2026)<\/p>\n<p>Mein Herz ist im Osten, doch ich bin am westlichsten Ende \u2013<br \/>\nWas kann mir mein Brot da bedeuten, wie k\u00f6nnt&#8216; ich es kosten mit Lust, (\u2026)<br \/>\nNichts bedeutet es mir, allen Reichtum Spaniens zu verlassen,<br \/>\nAber alles bedeutet mir ein Blick nur auf den Staub des zerst\u00f6rten Tempels.<\/p>\n<p>Wenn man Heines Gedicht vom Fichtenbaum in dieser Tradition sieht, so erweist es sich durchaus als Liebesgedicht, aber als ein entschieden religi\u00f6ses, ein Gedicht von einer Sehnsucht getragen, die sich in dem alten Abschiedsgruss ausdr\u00fcckt: \u201eN\u00e4chstes Jahr in Jerusalem!\u201c Ein Gruss, der traditionell am Schluss des j\u00fcdischen Sederabends und des Vers\u00f6hnungstags ausgesprochen wurde und dessen Wunsch nach zweitausend Jahren verwirklicht worden ist.<\/p>\n<p>Heines Lieblingspsalm ist der Psalm 137, wo es heisst:<\/p>\n<p>An den Str\u00f6men Babylons sassen wir und weinten, wenn wir an Zion dachten \u2026 Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, so verdorre meine Rechte! Es klebe meine Zunge am Gaumen!<\/p>\n<p>In seinem Versepos Romanzero, geschrieben zwischen 1848 und 1851, gedenkt er im Dritten Buch, genannt Hebr\u00e4ische Melodien, des von ihm bewunderten Jehuda ben ha Levy:<\/p>\n<h3>Hebr\u00e4ische Melodien<\/h3>\n<p>\u201eBei den Wassern Babels sassen<br \/>\nWir und weinten, unsre Harfen<br \/>\nLehnten an den Trauerweiden\u201c \u2013<br \/>\nKennst du noch das alte Lied? (\u2026)<\/p>\n<p>\u201eLechzend klebe mir die Zunge<br \/>\nAn dem Gaumen, und es welke<br \/>\nMeine rechte Hand, verg\u00e4ss&#8216; ich<br \/>\nJemals dein, Jerusalem \u2013 \u201c<\/p>\n<p>Wort und Weise, unaufh\u00f6rlich<br \/>\nSchwirren sie mir heut im Kopfe,<br \/>\nUnd mir ist, als h\u00f6rt&#8216; ich Stimmen,<br \/>\nPsalmodierend, M\u00e4nnerstimmen \u2013<\/p>\n<p>Manchmal kommen auch zum Vorschein<br \/>\nB\u00e4rte, schattig lange B\u00e4rte \u2013<br \/>\nTraumgestalten, wer von euch<br \/>\nIst Jehuda ben Halevy?<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Gedicht vom Fichtenbaum! Der von Eis und Schnee umh\u00fcllte Fichtenbaum tr\u00e4umt \u201evon einer Palme, \/ Die, fern im Morgenland, \/ Einsam und schweigend trauert \/ Auf brennender Felsenwand\u201c. Ist es zu verwegen interpretiert, wenn mit der Felsenwand der Felsenberg gemeint ist, auf dem der Tempel stand und der von den R\u00f6mern zerst\u00f6rt wurde? Und dass die einsame Palme in ihrer Trauer der Zerstreuung der Juden in der Diaspora gilt, einer Zerstreuung, dessen Extremfigur der einsame Fichtenbaum in der K\u00e4lte des Nordens darstellt?<\/p>\n<p>Im Innersten ist Heine immer Jude geblieben. Einmal bekennt er: \u201eIch bin zwar getauft, aber nicht bekehrt.\u201c F\u00fcr seinen Herausgeber und Biographen Klaus Briegleb ist dieses Zitat und sind weitere Zitate Schl\u00fcsselbelege daf\u00fcr, dass Heine als \u201egenuin j\u00fcdischer Schriftsteller in der Diaspora\u201c (Briegleb) zu verstehen sei: ein Getaufter, der im Herzen j\u00fcdisch geblieben ist, und dass dieses j\u00fcdische Selbstverst\u00e4ndnis pr\u00e4gend sei f\u00fcr seine Denk- und Schreibweise.<\/p>\n<h3>Verstossen in die Freiheit<\/h3>\n<p>Heine ist, trotz allen Spotts \u00fcber mancherlei religi\u00f6se Bizarrerien, tiefreligi\u00f6s. Fr\u00fch vom Judentum gepr\u00e4gt, schreibt er in seinem Essay Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland (1834):<\/p>\n<p>Der Verfasser dieser Bl\u00e4tter ist sich einer solchen fr\u00fchen urspr\u00fcnglichen Religiosit\u00e4t aufs freudigste bewusst, und sie hat ihn nie verlassen. Gott war der Anfang und das Ende aller meiner Gedanken.<\/p>\n<p>Sein Bekenntnis zum Judentum ist aber nicht eine R\u00fcckkehr zum Judentum des Mittelalters; denn dieses erscheint f\u00fcr ihn ebenso \u00fcberwunden wie das Christentum seiner Epoche. Schon 1834 schwebt ihm in einem Gedicht aus dem Zyklus Seraphine ein Drittes vor: ein drittes Testament, und er spielt an auf Jesu Wort zu Petrus, dass er auf ihm \u2013 \u201eauf diesem Felsen\u201c (griech. p\u00e9tros: Fels) \u2013 seine Gemeinde bauen wolle (Matth\u00e4us 16,18; nebenbei ein, wie die Bibelkritik festgestellt hat, erfundenes Jesus-Wort zur Legitimation von Kirche und Papsttum):<\/p>\n<p>Auf diesem Felsen bauen wir<br \/>\nDie Kirche von dem dritten,<br \/>\nDem dritten neuen Testament;<br \/>\nDas Leid ist ausgelitten.<\/p>\n<p>Vernichtet ist das Zweierlei*,<br \/>\nDas uns so lang bet\u00f6ret;<br \/>\nDie dumme Leiberqu\u00e4lerei<br \/>\nHat endlich aufgeh\u00f6ret.<\/p>\n<p>H\u00f6rst du den Gott im finstern Meer?<br \/>\nMit tausend Stimmen spricht er.<br \/>\nUnd siehst du \u00fcber unserm Haupt<br \/>\nDie tausend Gotteslichter?<\/p>\n<p>Der heilge Gott der ist im Licht<br \/>\nWie in den Finsternissen;<br \/>\nUnd Gott ist alles, was da ist;<br \/>\nEr ist in unsern K\u00fcssen.<\/p>\n<p>Diese Utopie erinnert an das Schiller&#8217;sche und Beethoven&#8217;sche Pathos der universalen Menschenliebe in der Ode an die Freude: \u201eAlle Menschen werden Br\u00fcder \u2026 \/ Diesen Kuss der ganzen Welt!\u201c Nur dass Heines K\u00fcsse durchaus sinnlicher imaginiert sind als die seiner strengen Vorg\u00e4nger.<\/p>\n<p>Dieses \u201edritte neue Testament\u201c, das Heine erhofft, stellt nicht eine Abwendung vom Judentum dar, sondern ist die Vision eines modernen, welt- und geschichtsbewussten, zur Freiheit sich entfaltenden Judentums. Das stellt auch den alten Jehova-Gott infrage. Die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies und ihren Weg ins Erdenleben zeichnet Heine in seinem Gedicht Adam der Erste von 1844 prophetisch als Weg des Judentums in die Freiheit. Adam I. bedeutet: Dieser Adam ist der erste wirkliche, weil freie Mensch. Der auf diesen Weg sich aufmachende Adam spricht zu Gott:<\/p>\n<h3>Adam I.<\/h3>\n<p>Du schicktest mit dem Flammenschwert<br \/>\nDen himmlischen Gendarmen,<br \/>\nUnd jagtest mich aus dem Paradies,<br \/>\nGanz ohne Recht und Erbarmen!<\/p>\n<p>Ich ziehe fort mit meiner Frau<br \/>\nNach andren Erdenl\u00e4ndern;<br \/>\nDoch dass ich genossen des Wissens Frucht,<br \/>\nDas kannst du nicht mehr \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Du kannst nicht \u00e4ndern, dass ich weiss,<br \/>\nWie sehr du klein und nichtig,<br \/>\nUnd machst du dich auch noch so sehr<br \/>\nDurch Tod und Donnern wichtig. (\u2026)<\/p>\n<p>Vermissen werde ich nimmermehr<br \/>\nDie paradiesischen R\u00e4ume;<br \/>\nDas war kein wahres Paradies \u2013<br \/>\nEs gab dort verbotene B\u00e4ume.<\/p>\n<p>Ich will mein volles Freiheitsrecht!<br \/>\nFind ich die geringste Beschr\u00e4nknis,<br \/>\nVerwandelt sich mir das Paradies<br \/>\nIn H\u00f6lle und Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Diese Frage nach dem Wesen Gottes ist f\u00fcr Heine zentral. Erkannt wird dieses Wesen, wenn die alte Aufspaltung von Leib und Seele, Geist und Materie aufgehoben und wenn der Mensch wieder in sein urspr\u00fcngliches Freiheitsrecht eingesetzt wird.<\/p>\n<h3>Schmerzensmann<\/h3>\n<p>Dem Atheismus seiner Freunde Marx, Feuerbach, Bauer ist Heine nicht gefolgt. Nach verschlungener philosophischer Wanderschaft bekennt er sich ab 1848 offener zum Gott der Juden. Sieben Jahre vor seinem Tod schreibt er:<\/p>\n<p>Ja, ich bin zur\u00fcckgekehrt zu Gott, wie der verlorene Sohn \u2026 Das himmlische Heimweh \u00fcberfiel mich und trieb mich fort durch W\u00e4lder und Schluchten, \u00fcber die schwindligsten Bergpfade der Dialektik.<\/p>\n<p>1833 lernt Heine in Paris die junge Schuhverk\u00e4uferin Augustine Crescence Mirat kennen, die er Mathilde nennt. Sie ist attraktiv und temperamentvoll, er liebt sie sehr, sie heiraten, und sie steht ihm bis zu seinem Tode bei.<\/p>\n<p>Seit 1845 qu\u00e4lt ihn ein Nervenleiden, 1848, als in Paris die Revolution ausbricht, kommt es zu einem Zusammenbruch, der eine acht Jahre dauernde Erkrankung einleitet, die mit Schmerzen, Kr\u00e4mpfen, Sehst\u00f6rungen, L\u00e4hmungen und Fieberanf\u00e4llen einhergeht, sodass er ans Krankenlager gefesselt ist, das er sarkastisch seine \u201eMatratzengruft\u201c nennt. Er bleibt aber geistig klar und literarisch produktiv \u2013 es ist eine ungeheure Willensanstrengung, mit der er diese Produktivit\u00e4t seiner Krankheit abringt.<\/p>\n<p>Jedoch qu\u00e4len ihn Zweifel ob seiner Konversion zum Christentum. In seinen sp\u00e4ten Gedichten zwischen 1846 und 1856 findet sich unter dem Titel Lamentationes folgendes Gedicht, das wohl das bitterste ist, das Heine je geschrieben hat:<\/p>\n<p>\u201eNicht gedacht soll seiner werden!\u201c<br \/>\nAus dem Mund der armen alten<br \/>\nEsther Wolf h\u00f6rt&#8216; ich die Worte,<br \/>\nDie ich treu im Sinn behalten.<\/p>\n<p>Ausgel\u00f6scht sein aus der Menschen<br \/>\nAngedenken hier auf Erden,<br \/>\n(\u2026)<\/p>\n<p>Nicht gedacht soll seiner werden,<br \/>\nNicht im Liede, nicht im Buche \u2013<br \/>\nDunkler Hund im dunkeln Grabe,<br \/>\nDu verfaulst mit meinem Fluche!<\/p>\n<p>Selbst am Auferstehungstage,<br \/>\nWenn, geweckt von den Fanfaren<br \/>\nDer Posaunen, schlotternd wallen<br \/>\nZum Gericht die Totenscharen,<\/p>\n<p>Und alldort der Engel abliest<br \/>\nVor den g\u00f6ttlichen Beh\u00f6rden<br \/>\nAlle Namen der Geladnen \u2013<br \/>\nNicht gedacht soll seiner werden!<\/p>\n<p>(Esther Wolf, eine unbekannte J\u00fcdin.) Der Fluch \u201eNicht gedacht soll seiner werden\u201c ert\u00f6nt refrainartig im Gedicht; er ist ein Zitat aus dem Buch Hesekiel (21,37). Im Namen des Herrn spricht Hesekiel den Fluch gegen die feindlichen Ammoniter aus:<\/p>\n<p>Du sollst dem Feuer zur Nahrung werden, dein Blut soll im Land vergossen werden, und man wird deiner nicht mehr gedenken; denn ich der Herr habe es geredet.<\/p>\n<p>Es ist ein vernichtender Fluch, denn selbst beim J\u00fcngsten Gericht soll des Schuldigen nicht gedacht werden; es ist der wildeste Fluch, den ein Jude auszustossen vermag.<\/p>\n<p>Jedoch gibt es auch Gottes Zusage des immerw\u00e4hrenden Gedenkens, so beim Propheten Jesaja (49,14 f.):<\/p>\n<p>Zion spricht: \u201eDer Herr hat mich verlassen, der Herr hat meiner vergessen.\u201c Gott spricht: \u201eKann auch eine Frau ihres Kindes vergessen, dass sie sich nicht erbarme \u00fcber den Sohn ihres Leibes? Und wenn sie auch seiner verg\u00e4sse, so will ich doch deiner nicht vergessen.\u201c<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen kaum ermessen, was Heine durchgemacht hat. Religi\u00f6s, wie er im Innern geblieben ist, sucht er Frieden mit Gott. Wir lesen Bekenntnisse eines \u00fcber viele Jahre ans Bett gefesselten, zeitweise gel\u00e4hmten, schmerzgepeinigten, geistig aufgew\u00fchlten, seelisch zerrissenen Menschen \u2013 menschliche Bekenntnisse, allzu menschliche. Nietzsche hat den Gedanken formuliert, dass wir aus Treue zu uns selbst zu Wanderern zwischen Extremen werden m\u00fcssen:<\/p>\n<p>Wer nur einigermassen zur Freiheit der Vernunft gekommen ist, kann sich auf Erden nicht anders f\u00fchlen, denn als Wanderer. (Menschliches, Allzumenschliches, I, 638)<\/p>\n<h3>Rebellische Resignation<\/h3>\n<p>Heines Todeskampf ist qu\u00e4lend. Den Tod vor Augen dichtet er:<\/p>\n<p>Keine Messe wird man singen,<br \/>\nKeinen Kadosch wird man sagen,<br \/>\nNichts gesagt und nichts gesungen<br \/>\nWird an meinen Sterbetagen.<\/p>\n<p>Doch vielleicht an solchem Tage,<br \/>\nWenn das Wetter sch\u00f6n und milde,<br \/>\nGeht spazieren auf Montmartre<br \/>\nMit Paulinen Frau Mathilde.<\/p>\n<p>Mit dem Kranz von Immortellen<br \/>\nKommt sie mir das Grab zu schm\u00fccken.<br \/>\nUnd sie seufzet: \u201ePauvre homme!\u201c<br \/>\nFeuchte Wehmut in den Blicken.<\/p>\n<p>Als er im Sterben liegt, kniet seine Frau an seinem Bett und betet zu Gott, dass er ihm alle S\u00fcnden verzeihen m\u00f6ge. Daraufhin sagt Heine mit schwacher Stimme:<\/p>\n<p>Ma ch\u00e8re, ne t&#8217;inqui\u00e8te pas, Dieu me pardonnera, c&#8217;est son metier. (Meine Liebe, mach dir keine Sorgen, Gott wird mir schon verzeihen, das ist sein Beruf.)<\/p>\n<p>Begraben wird er auf dem Friedhof Montmartre. Kein Rabbi, kein Pastor, kein Priester darf ihn begleiten. Rebell bis zuletzt, hat er es so bestimmt.<\/p>\n<p>Auf der Grabplatte ist ein Gedicht von ihm eingemeisselt:<\/p>\n<p>Wo wird einst des Wanderm\u00fcden<br \/>\nLetzte Ruhest\u00e4tte sein?<br \/>\nUnter Palmen in dem S\u00fcden?<br \/>\nUnter Linden an dem Rhein?<br \/>\n(\u2026)<br \/>\nImmerhin mich wird umgeben<br \/>\nGotteshimmel, dort wie hier,<br \/>\nUnd als Totenlampen schweben<br \/>\nNachts die Sterne \u00fcber mir.<\/p>\n<p>Neben ihm liegen Hector Berlioz, Edgar Degas, Stendhal, Alexandre Dumas fils, Jacques Offenbach.<\/p>\n<p>Jahre sp\u00e4ter schreibt Gustave Flaubert, ein enger Freund Heines, in einem Brief voller Grimm:<\/p>\n<p>Ich denke mit Bitterkeit daran, dass bei Heinrich Heines Begr\u00e4bnis nur neun Personen anwesend waren! O Publikum! O B\u00fcrger! O Lumpenpack!<\/p>\n<p>(Vortrag im J\u00fcdischen Lehrhaus zu G\u00f6ttingen, Februar 2023)<\/p>\n<\/article>\n<p class=\"author\" style=\"text-align: right;\">Hermann Engster<\/p>\n<p class=\"fussnoten\"><em>Zuerst erschienen auf streifzuege.org<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Heine wird gesagt, dass er ein in sich zerrissener Mensch gewesen sei. Heine war nicht zerrissen, sondern er wurde es, weil ihm das Verlangen, Jude und Deutscher zugleich zu sein, verwehrt wurde. Es war Deutschland, das ihn zerriss. 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