{"id":1796145,"date":"2024-01-31T06:19:40","date_gmt":"2024-01-31T06:19:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1796145"},"modified":"2024-01-31T06:19:40","modified_gmt":"2024-01-31T06:19:40","slug":"viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/","title":{"rendered":"Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der B\u00fcrger darf und soll klagen: Eine freie Presse hilft ihm, seine pers\u00f6nliche Bilanz mit den nationalen Notwendigkeiten in \u00dcbereinstimmung zu bringen.<\/strong><\/p>\n<p>In der Silvesterausgabe hat Bild am Sonntag die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA ver\u00f6ffentlicht. In der wurde nach den dringendsten Probleme der B\u00fcrger gefragt, die dann \u2013 entsprechend der H\u00e4ufigkeit der Nennung \u2013 in eine Rangfolge gebracht wurden. Das Blatt f\u00fcr die Massen bereitet nat\u00fcrlich alles so auf, dass kein Unterschied zwischen den Gr\u00fcnden des einfachen Volks f\u00fcr seine Sorgen und der Sicht der verantwortungsvollen Redaktion auf die nationale Notlagen entsteht. Das ist man sich als Vierte Gewalt im Staate schuldig!<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind wenig \u00fcberraschend, die Liste der Probleme steht jeden Tag in Bild. Die Zeitung fragt jedoch nicht nach den Ursachen, sondern hat nur eins im Auge, n\u00e4mlich den Auftrag an die Zust\u00e4ndigen. F\u00fcr die Abstellung der \u00dcbel ist eben nur einer verantwortlich: die Regierung. Ist das so selbstverst\u00e4ndlich? Dazu einige Anmerkungen.<\/p>\n<h3>Platz 1: Die Bek\u00e4mpfung der Inflation<\/h3>\n<p>Die Zeitung listet die Inflationsraten von fast 8 und 6 Prozent in den letzten Jahren auf und m\u00f6chte beruhigen: \u201eZuletzt (im November) waren es nur noch 3,2 Prozent.\u201c Eine seltsame Beruhigungspille. Schliesslich gehen die Preise nicht zur\u00fcck, sondern steigen weiter und die 3,2 Prozent werden ja noch auf die vorherigen Preissteigerungen drauf gerechnet. Damit werden die L\u00f6hne und Geh\u00e4lter weiter entwertet und die B\u00fcrger m\u00fcssen sich ihr schwindendes Einkommen st\u00e4rker einteilen.<\/p>\n<p>Ursache ist der Tatbestand, dass alles in diesem Lande Mittel f\u00fcrs Gesch\u00e4ft ist, das Private auf ihre Rechnung machen. Es geht nicht um die Versorgung der B\u00fcrger mit dem, was sie zum Leben brauchen, die Lebensmittel sind f\u00fcr ihre Produzenten und H\u00e4ndler vielmehr Mittel, um aus ihrem eingesetzten Geld mehr Geld zu machen. Die Abh\u00e4ngigkeit derer, die nicht \u00fcber ihre Lebensmittel verf\u00fcgen, sondern diese von ihrem Lohn oder Gehalt kaufen m\u00fcssen, nutzen Produzenten und H\u00e4ndler f\u00fcr sich aus, um ihr Verm\u00f6gen wachsen zu lassen.<\/p>\n<p>In der Gewinnrechnung von Unternehmen tauchen L\u00f6hne und Geh\u00e4lter als Kosten auf, die es zu begrenzen gilt. Deshalb haben die einen systemgem\u00e4ss den Vorteil und die anderen die Not. Die Sorge um die Inflation \u2013 die ja die betrifft, die ihre Kosten nicht einfach auf andere abw\u00e4lzen k\u00f6nnen \u2013 zeigt, dass viele Menschen sich dieses Wirtschaftssystem eigentlich nicht leisten k\u00f6nnen, auch wenn sie es m\u00fcssen. Steigen die Kosten an der einen Stelle, muss an anderer Stelle gespart werden. Und die Grenzen f\u00fcr diese Kalkulation werden mit der Inflation immer enger.<\/p>\n<h3>Platz 2: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum<\/h3>\n<p>\u201eLandesweit fehlen 700 000 Wohnungen, eine bezahlbare Unterkunft zu finden ist vielerorts fast unm\u00f6gliche\u2026 Die Regierung versprach 400 000 neue Wohnungen pro Jahr, 2023 waren es gerade mal 270 000, Tendenz fallend.\u201c Wenn man Bild folgt, k\u00f6nnte man glatt meinen, wir w\u00fcrden in einer Planwirtschaft leben, in der die Regierung die Zahl der Wohnungen in Auftrag gibt. Ist nicht bei uns die Privatinitiative das A und O des wirtschaftlichen Lebens?<\/p>\n<p>Wenn die B\u00fcrger bezahlbaren Wohnraum anmahnen, dann zeigt dies ein weiteres Mal, dass L\u00f6hne und Geh\u00e4lter zum Leben nicht reichen und dass Wohnen zum Problemfall wird. Schliesslich ist auch das Wohnen Mittel f\u00fcrs Gesch\u00e4ft \u2013 und die Besitzer von Grund und Boden und von H\u00e4usern und Mietwohnungen nutzen ihre Macht, um diejenigen, die auf die Nutzung von Fl\u00e4chen oder Wohnraum angewiesen sind, entsprechend zu rupfen. Boden ist nicht beliebig vermehrbar, so kann das Monopol \u00fcber die Verf\u00fcgung von Grund und Boden, das staatlich garantiert wird, ausgenutzt werden, um entsprechende Preise zu verlangen. Und da steht das Bed\u00fcrfnis zu wohnen in Konkurrenz zur Nutzung von Grund und Boden f\u00fcr Gesch\u00e4fte oder Produktion. Das treibt die Preise und sichert auch langfristig Renditen.<\/p>\n<h3>Platz 3: Sicherung der Rente<\/h3>\n<p>\u201eDie Deutschen sorgen sich um ihre Rente \u2013 bald gehen Millionen Babyboomer in den Ruhestand. Folge: Haben 1962 sechs Erwerbst\u00e4tige einen Rentner finanziert, sind es 2030 nur noch 1,5. Geht das gut?\u201c Geht gar nicht, soll jeder denken, d. h. sich in die Rolle eines Kassenwarts versetzen und davon Abstand nehmen, was es f\u00fcr ihn bedeutet: Senkung der Renten. Die Anstrengung eines ganzen Arbeitslebens reicht offenbar nicht f\u00fcr einen Ruhestand. Selber Gelder f\u00fcrs Alter zur\u00fcckzulegen, daf\u00fcr reichen normale L\u00f6hne und Geh\u00e4lter ebenfalls nicht. Da aber die B\u00fcrger gebraucht werden, muss auch ihre Existenz gesichert werden. Also hat der Staat die B\u00fcrger verpflichtet, einen Teil ihres Lohns oder Gehalts zwangsweise zu sparen. Auch die Unternehmen sollen sich an den Kosten beteiligen. Ihr Beitrag geht in die Kostenrechnung f\u00fcr L\u00f6hne und Geh\u00e4lter ein; und dieser Posten wird dann verausgabt, wenn er sich lohnt, also Gewinn verspricht. F\u00fcr Arbeitnehmer ist der Beitrag zur Sozialversicherung ein Teil des Lohns, den sie gar nicht erst zu Gesicht bekommen, allenfalls auf dem Lohnzettel sehen. Weil diese Lohnbestandteile \u2013 wie der Lohn \u00fcberhaupt \u2013 den Vorschuss erh\u00f6hen, den Unternehmen t\u00e4tigen m\u00fcssen, um einen Gewinn zu erzielen, belastet der Vorschuss die Rendite, hat also gering auszufallen.<\/p>\n<p>Der Staat hat zudem die so eingesammelten Gelder daf\u00fcr eingesetzt, um die aktuellen Renten zu bezahlen, schliesslich haben die grossen Kriege auch die angesparten Gelder der Rentenversicherung dahinschwinden lassen. Deshalb m\u00fcssen nun die aktiven Arbeitnehmer f\u00fcr den Ruhestand der Alten aufkommen und seitdem wird die M\u00e4r von den schwindenden Einkommen der Rentenversicherung in den Medien gehandelt.<\/p>\n<article>Da macht es auch gar nichts, dass zur gleichen Zeit Rekordzahlen bei den Besch\u00e4ftigten gemeldet werden. Die dementieren eigentlich, dass die Einzahlungen in die Rentenversicherung von der Anzahl der Geborenen abh\u00e4ngig sind. Und es werden auch nicht immer alle Menschen eines Jahrgangs besch\u00e4ftigt, wie die Arbeitslosenzahlen dokumentieren. Trotz zur\u00fcckgehender Zahlen an deutschen Arbeitnehmern besch\u00e4ftigt die Wirtschaft Rekordzahlen an Arbeitnehmern, weil nicht nur Waren, sondern auch Menschen importiert werden, wenn sich deren Anwendung lohnt.Dass dennoch immer wieder die Geburtszahlen bem\u00fcht werden, um die Notlage der Rentenversicherung zu schildern, liegt daran, dass die Abz\u00fcge von den L\u00f6hnen f\u00fcr die Versorgung der Alten nie reichen und auch der Staat mit seinen Steuermitteln die Rentenversicherung bezuschusst. Diese Belastung m\u00f6chten die Politiker gerne loswerden \u2013 und deren Sorgen nehmen sich verantwortungsvolle Schreiberlinge immer zu Herzen.<\/p>\n<h3>Platz 4: Steuerung von Migration<\/h3>\n<p>\u201eGrund f\u00fcr die Sorge: 304 581 Erstantr\u00e4ge auf Asyl wurden bis November 2023 gestellt. 114 583 mehr als im Vorjahreszeitraum.\u201c Die Zahlen sollen offenbar f\u00fcr sich sprechen. Dabei kann keiner sagen, wie viele es denn sein d\u00fcrfen. Und fehlen Deutschland nicht jede Menge Arbeits- sprich Fachkr\u00e4fte? Das Thema Migration wird eben von Medien wie Politikern seit Jahren hochgekocht und damit die Vorstellung gepflegt, dass die Armutsfl\u00fcchtlinge aus aller Welt auch ein Problem f\u00fcr die B\u00fcrger darstellen m\u00fcssten. Doch dass deutsche B\u00fcrger sich ihr Geld einteilen m\u00fcssen, ist keine Folge von Immigration, sondern marktwirtschaftlicher Alltag.<\/p>\n<p>Und wenn bestimmte Strassen und Viertel unsicher sind, weil ein Teil der Bev\u00f6lkerung &#8211; ob mit deutschem oder anderem Pass \u2013 verroht und verwahrlost, dann ist das kein Problem, das erst durch Ausl\u00e4nder ins Land gebracht worden w\u00e4re. Wenn viele Migranten aus Afrika, Asien oder dem S\u00fcden Amerikas Europa und die USA best\u00fcrmen, dann zeigen sich darin die Erfolge der regelbasierten Weltpolitik des Westens, die weite Teile dieser Kontinente durch den Einbezug in die kapitalistische Wirtschaftsweise ruiniert hat. Menschen werden vertrieben von ihren Ackerfl\u00e4chen oder Wohnungen, weil dort Rohstoffe abgebaut werden, Plantagen f\u00fcr Blumen oder Fr\u00fcchte f\u00fcr die Metropolen des Kapitalismus angebaut werden sollen. Kleinproduzenten werden durch die Erfolge europ\u00e4ischer oder amerikanischer Agrarindustrie ruiniert.<\/p>\n<p>Und die Kleidersammlungen aus den hiesigen Altkleidercontainern beliefern auch noch im letzten Urwaldwinkel die Billigkonkurrenz, die den dortigen Produzenten zu schaffen macht. Die kapitalistische Wirtschaftsweise produziert eben Massenelend, das dann auf dem Globus hin und her geschoben wird. Das wird zwar gerne exklusiv der Entstehungszeit dieser Wirtschaftsweise zugeschrieben, n\u00e4mlich dem legend\u00e4ren Manchesterkapitalismus. Doch dieses Elend ist nie verschwunden \u2013 es zeigt sich heute nicht nur in Form der Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me und Elendsregionen, von denen \u201ewir\u201c uns abgrenzen, sondern auch in den Schlangen vor Tafeln und Kleiderkammern hierzulande.<\/p>\n<h3>Platz 5: Sicherung der Energieversorgung<\/h3>\n<p>\u201eDas war DAS Thema des letzten Winters: Der drohende Energieengpass wegen des Wegfalls der russischen Gaslieferungen. Inzwischen hat sich die Lage deutlich entspannt\u2026 Dennoch will die Regierung aus Atom UND Kohle aussteigen, w\u00e4hrend Windr\u00e4der fehlen.\u201c Die Energieversorgung ist zwar nicht unsicher, viel banaler: Energie ist teuer. Der Grund daf\u00fcr ist auch kein Geheimnis, wird allerdings durch eine sehr einseitige Schuldzuweisung ziemlich verfremdet:<\/p>\n<p>Deutschland wollte Russland durch den Boykott bei Gas und \u00d6l treffen, Russland konterte und will Deutschland als Unterst\u00fctzer im Ukraine-Krieg durch den Lieferstopp von billigem Gas und \u00d6l wirtschaftlich schaden. Diesen Wirtschaftskrieg haben die Produzenten wie H\u00e4ndler jeder Form von Energie f\u00fcr sich ausgenutzt, um die Preise zu erh\u00f6hen. Das trifft die B\u00fcrger beim Heizen, beim Strompreis, an der Tankstelle und beim Einkauf. Ihr Einkommen erweist sich wieder einmal als zu schmal, um die hohen Gewinnanspr\u00fcche der Energieunternehmen zu befriedigen.<\/p>\n<p>Viele H\u00e4ndler haben zudem die Gelegenheit genutzt, sich ebenfalls mit ihren Preisen \u2013 unter Verweis auf die erh\u00f6hten (oder sich demn\u00e4chst erh\u00f6henden) Kosten \u2013 beim Kunden schadlos zu halten. Bild hat hingegen einen eindeutigen Schuldigen ausgemacht: die Ampelregierung, die nach dem Atomausstieg auch den Kohleausstieg plant. Unterstellt ist dabei, dass dadurch die Energiepreise hoch bleiben \u2013 und das nicht nur f\u00fcr die Verbraucher, sondern auch f\u00fcr die Industrie, was die Zeitung f\u00fcrs einfache Volk gar nicht leiden kann.<\/p>\n<h3>Platz 6: Bek\u00e4mpfung des Pflegenotstands<\/h3>\n<p>\u201eDeutschland wird \u00e4lter und \u00e4lter! 2036 werden in Deutschland vier Millionen \u00fcber 67j\u00e4hrige mehr leben als heute. Die Schattenseite des langen Lebens: Der Pflegebedarf steigt dramatisch. Bis 2025 brauchen wir 58 000 Pflegekr\u00e4fte mehr. Woher ist unklar.\u201c Bild setzt Deutschland umstandslos gleich mit seinen Bewohnern. Mehr alte Menschen bedeutet einen h\u00f6heren Pflegebedarf, wenn sie im Alter gebrechlich sind. Wer ist da gefordert? Die Familie! Denn bei der Pflege der Alten hat der Staat sich immer schon auf sie als kostenlose Pflegeeinrichtung verlassen.<\/p>\n<p>Da sie aber zunehmend ihre Aufl\u00f6sung erf\u00e4hrt \u2013 beide Partner m\u00fcssen z. B. arbeiten, weil sonst der Lohn nicht reicht, und auch die erwachsenen Kinder werden durch Lohnarbeit beansprucht \u2013, ist diese Form der Pflege zunehmend in Frage gestellt. Ganz aus der Pflicht will der Staat die Familie dennoch nicht entlassen und hat die Pflegeversicherung als Teilkasko-Versicherung eingef\u00fchrt \u2013 bezahlbar von den Betroffenen selbst. Nur ein Teil der Pflegekosten soll durch diese Versicherung abgedeckt werden, den Rest sollen die Betroffenen selber oder ihre Angeh\u00f6rigen erbringen.<\/p>\n<p>Bezahlt werden durch die Pflegeversicherung die Leistungen, die ein Pflegedienst erbringt, oder mit einer Anerkennungsgeb\u00fchr die pflegenden Angeh\u00f6rigen. Mit der Einrichtung der Pflegeversicherung hat der Staat einen Markt f\u00fcr Pflegedienste er\u00f6ffnet, die um ihre Kundschaft konkurrieren \u2013 mit billigen L\u00f6hnen f\u00fcr die Pflegenden und hohen Preisen f\u00fcr die Kunden. Das hat den Pflegeberuf nicht unbedingt attraktiv gemacht, bei dem die Pflegenden mit ihren Kleinwagen st\u00e4ndig durch die Strassen hetzen, um f\u00fcr wenig Geld den Zeitvorgaben ihrer Arbeitgeber gerecht zu werden. Deshalb finden sich auch nicht in ausreichendem Umfang Menschen, die diesen miesen Job machen wollen \u2013 und auch die, die ein Herz f\u00fcr die Alten haben, schmeissen irgendwann das Handtuch.<\/p>\n<h3>Platz 7: Wirtschaftswachstum ankurbeln<\/h3>\n<p>\u201e2023 war ein mieses Jahr f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Deutschland. W\u00e4hrend alle anderen Industrienationen zulegten, schrumpfte die deutsche Wirtschaft. Besonders die energieintensiven Industrien (Chemie, Zement) k\u00e4mpfen, auch die Autoindustrie strauchelt.\u201c Wenn die B\u00fcrger sich um das Wachstum der Wirtschaft und den Kapitalstandort Deutschland sorgen sollen \u2013 wobei die Wirtschaft ja nicht ihnen geh\u00f6rt und deren Wachstum nicht mit dem Wachstum ihres Geldbeutels zusammenf\u00e4llt \u2013, dann ist das einerseits irre. Andererseits total nachvollziehbar, denn ihre Existenz ist vom Gelingen des Wachstums abh\u00e4ngig gemacht.<\/p>\n<p>Sie bekommen n\u00e4mlich nur ein Einkommen, wenn sie f\u00fcr den Erfolg eines Unternehmens oder des Staates gebraucht werden. Diese Abh\u00e4ngigkeit vom Ertrag der anderen Seite macht ihre Existenz prinzipiell unsicher. Aus der Abh\u00e4ngigkeit heraus sorgen sie sich um den wirtschaftlichen Erfolg nicht nur des Unternehmens, das sie besch\u00e4ftigt, sondern gleich der ganzen Wirtschaft. Irre ist diese Anteilnahme am Erfolg der deutschen Wirtschaft deshalb, weil die Besch\u00e4ftigten in der Erfolgsrechnung der Unternehmen als Kostenfaktor auftauchen, der immer als bedenkliche, d. h. zu senkende Gr\u00f6sse gehandelt wird. Das f\u00fchrt zu regelm\u00e4ssigen Rationalisierungsmassnahmen mit Kostensenkungsprogrammen durch Entlassungen, Leistungssteigerungen oder Lohnsenkungen. Letztere werden auch dadurch bewirkt \u2013 siehe oben: Problem Nr. 1! \u2013, dass Kostensteigerungen der Lebenshaltung nicht ausgeglichen werden.<\/p>\n<h3>Platz 8: Ausstattung der Schulen verbessern<\/h3>\n<p>\u201ePeinlich: Bei der Pisa-Studie schnitten deutsche Sch\u00fcler so schlecht ab, wie nie. Kein Wunder: Deutschland fehlen 12 000 Lehrer, jedes Bundesland kocht sein eigenes Schuls\u00fcppchen.\u201c F\u00fcr Bild sind Kinder umstandslos Mittel in der Konkurrenz von Staaten, weswegen das Abschneiden deutscher Sch\u00fcler \u2013 nicht f\u00fcr sich genommen, sondern: \u2013 im internationalen Vergleich peinlich ist.<\/p>\n<p>Die Sorge der Eltern gilt in der Regel aber dem Fortkommen ihrer Kinder. Schulabschl\u00fcsse entscheiden mit dar\u00fcber, auf welcher Stufe in der Hierarchie der Berufe Kinder landen. In der Schule werden die Kinder nicht einfach unterrichtet, sondern beim Lernen in Bezug auf die Schnelligkeit des Begreifens untereinander verglichen. Es findet eine Lernkonkurrenz statt, durch die der Staat die Verteilung des nachwachsenden Menschenmaterials auf die verschiedenen Berufsebenen regeln will. Ein erfolgreicher Abschluss ist allerdings keine Garantie f\u00fcr irgendetwas. Es kommt vielmehr stets darauf an, ob der jeweilige Abschluss dann auch von einem Arbeitgeber genutzt wird. So m\u00fcnden von Zeit zu Zeit Schulabsolventen gleich in die Jugendarbeitslosigkeit oder \u2013 trotz h\u00f6herer Qualifikation \u2013 in die Akademikerarbeitslosigkeit.<\/p>\n<p>Obwohl die Konkurrenz um Abschl\u00fcsse immer Gewinner und Verlierer hervorbringt und auch die Gewinner damit keine Garantie auf einen Lebensunterhalt haben, sorgen sich Eltern zu allen Zeiten um die Zukunft ihrer Kinder und machen den Erfolg ihrer Kinder von der Qualit\u00e4t der Schule abh\u00e4ngig. Mit dem Effekt, dass es auch eine Konkurrenz der Bildungseinrichtungen gibt, die verantwortungsbewusste Eltern im Blick haben m\u00fcssen. Ganz so, als ob die Versorgung der Sch\u00fcler mit Tablets, die Ausstattung der Unterrichtsr\u00e4ume und die Zahl der Lehrer ihren Kindern das Leben leichter machen k\u00f6nnten. In der st\u00e4ndigen Sorge der Eltern um die Zukunft der Kinder zeigt sich dagegen ganz banal das, wodurch die Zukunftsaussichten bestimmt sind: durch die Existenzunsicherheit im kapitalistischen Alltag.<\/p>\n<h3>Platz 9: Kampf gegen Extremismus und Terrorismus<\/h3>\n<p>\u201eIn Deutschland steigen die Zahlen von antisemitischen \u00dcbergriffen, rechtsextremistischen Straftaten, islamistischer Gewalt. Viele sind beunruhigt.\u201c Zu Silvester hatten die Terrorwarnungen der Politiker und Medien wieder Hochkonjunktur. Viele B\u00fcrger m\u00f6gen auch noch die Bilder vom fr\u00fcheren Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin vor Augen haben. Zwar wird hier vieles aufgebauscht (auch einiges, was die Mitwirkung von Geheimdiensten betrifft, im Dunkeln gelassen), aber erfunden sind diese Sicherheitsprobleme nicht.<\/p>\n<p>Mit ihrer Politik schaffen sich die politisch Verantwortlichen n\u00e4mlich im In- und Ausland Gegner, die auch die hiesigen B\u00fcrger als Mitmacher oder Unterst\u00fctzer der praktizierten Politik zum Ziel von Angriffen machen. Und so werden sie, ob sie wollen oder nicht, f\u00fcr ihre Herrschaft in Haftung genommen. Dass sie sich dennoch um deren Funktionieren sorgen und ihr ein \u201eWeiter so!\u201c w\u00fcnschen, h\u00e4ngt nicht zuletzt davon ab, dass sie in ihrem Alltag auf die staatlichen Regelungen oder Hilfen angewiesen sind \u2013 ob bei der Kita, dem Mietrecht, der Krankenversicherung oder im Strassenverkehr.<\/p>\n<p>Als Wohlt\u00e4ter sehen viele B\u00fcrger die Politiker dennoch nicht, erfahren sie doch durch die staatlichen Regelungen eine Vielzahl an Einschr\u00e4nkungen; f\u00fcr die meisten f\u00e4llt die Bilanz staatlicher Politik nicht positiv aus und auch die Bessergestellten (Beispiel: \u00c4rzte- und Apothekerstreik) k\u00f6nnen auf mehr oder weniger hohem Niveau klagen. Der Unmut \u00fcber die Ergebnisse staatlicher Politik \u00e4ussert sich regelm\u00e4ssig in Protesten, Streiks oder soll seinen Platz in Wahlen finden, wo die herrschenden Figuren durch andere ersetzt werden. Da deren Aufgaben weitgehend feststehen \u2013 n\u00e4mlich die F\u00f6rderung des Allgemeinwohls, das weitgehend mit der F\u00f6rderung der Wirtschaft, von der alles im Staate abh\u00e4ngig gemacht ist, zusammenf\u00e4llt \u2013, \u00e4ndert sich mit der Auswechslung der Farben der Regierungsmitglieder in der Regel nichts Wesentliches. Das f\u00fchrt dann systemgem\u00e4ss zu neuen Entt\u00e4uschungen und Hoffnungen, f\u00fcr die gleich wieder eine Wahlalternative bereit steht.<\/p>\n<p>Was an Unmuts\u00e4usserungen und Protest erlaubt ist und was nicht, legen die Regierungen mit ihren Gesetzen und Erlassen fest und damit auch, was als Extremismus &#8211; also als nicht mehr tragbare Haltung oder Gesinnung \u2013 gilt. Wer das Mass des Erlaubten \u00fcberschreitet, bekommt es dann nicht nur mit dem Polizeikn\u00fcppel bei Demonstrationen, sondern auch mit dem Verfassungsschutz oder der Justiz zu tun. Und da kann schnell \u2013 siehe das Beispiel der Letzten Generation \u2013 der Vorwurf auf Bildung einer kriminellen Vereinigung lauten. Gemeinsam mit den Medien wird auch bei so manchem Kritiker die Existenzgrundlage in Form des Berufs zerst\u00f6rt. Wenn die steigenden Zahlen antisemitischer Straftaten beklagt wird, dann ist dies auch Resultat dessen, dass jede Kritik an der Politik Israels mit Antisemitismus gleichgesetzt und damit kriminalisiert wird.<\/p>\n<p>Als Terrorist gilt ein jeder, dem der Staat die Legitimit\u00e4t der Gewaltaus\u00fcbung abspricht. Das trifft Staatsm\u00e4nner anderer Nationen wie Privatpersonen. Entscheidend ist aber nicht die Form der Gewaltaus\u00fcbung, sondern z. B. bei anderen Staaten oder Staatsgr\u00fcndungsprojekten die Frage, wie sie zu den Interessen der hiesigen nationalen F\u00fchrung stehen. Verb\u00fcndete Staaten \u00fcben demnach nie Terror aus, auch wenn sie foltern oder die Vernichtung eines ganzen Volkes in Angriff nehmen.<\/p>\n<p>Im Inland ist private Gewaltaus\u00fcbung generell verboten und ganz dem Staat vorbehalten. Was nicht heisst, dass damit die Gewalttaten in der Gesellschaft verschwunden w\u00e4ren, wie die Kriminalstatistiken eindrucksvoll beweisen. Private Gewalttaten sanktioniert der Staat mit seiner Polizei und Justiz, sie sind Verbrechen. Als Terror gelten sie dann, wenn ein politischer Hintergrund vermutet wird, die Tat also auf die Herrschaft des Landes zielt. Dann werden die Sicherheitsbeh\u00f6rden in ganz anderer Weise aktiv als bei der marktwirtschaftlich normalen Eigentumskriminalit\u00e4t oder der Gewaltkriminalit\u00e4t, die den Alltag von Partnerschaft und Familienleben kennzeichnet. Mit dem Vorgehen gegen die Terroristen sch\u00fctzt der Staat nicht in erster Linie seine B\u00fcrger, sondern seine Hoheit \u00fcber sie. Nicht andere d\u00fcrfen \u00fcber Leib und Leben seiner Untertanen verf\u00fcgen, das ist allein ihm vorbehalten \u2013 und welchen Gebrauch er davon machen will, wird zurzeit etwa als Wehrpflichtdebatte vorgef\u00fchrt.<\/p>\n<h3>Platz 10: Bek\u00e4mpfung des Klimawandels<\/h3>\n<p>\u201e2023 war mit 10,6 Grad Durchschnittstemperatur laut Deutschem Wetterdienst das w\u00e4rmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. Auch weltweit d\u00fcrfte der W\u00e4rmerekord geknackt werden. Grund: Klimawandel. Ob die beschlossenen Gegenmassnahmen ausreichen, ist umstritten.\u201c Die Folgen der r\u00fccksichtslosen Benutzung von Mensch und Natur bekommen die B\u00fcrger gerade als Starkregen und \u00dcberschwemmungen pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>\u00dcberall sind die Wirkungen des kapitalistischen Wirtschaftens hierzulande zu besichtigen \u2013 ob als riesige L\u00f6cher im Erdboden, die dann zu Seen umgewidmet werden, ob als Bodensenkungen nach Abzug der Kohlefirmen, die ihr Kapital l\u00e4ngst in andere Sph\u00e4ren angelegt haben, als Industrieruinen, die zur Industriekultur erkl\u00e4rt werden; bestimmte Lebensmittel erhalten ein Biosiegel und dokumentieren so, dass die normalen Lebensmittel eigentlich ungeniessbar sind usw.<\/p>\n<p>Mit dem Klimawandel hat nun die Zerst\u00f6rung der Natur ein Ausmass erreicht, das die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit bedroht. Damit ist die Umweltzerst\u00f6rung zu einem allgemein anerkannten Thema geworden. Dem Umweltschutz wird nun offiziell Rechnung getragen \u2013 soweit es eben dem Gesch\u00e4ft der eigenen Unternehmen in der Konkurrenz mit anderen Nationen nutzt. Wo der Nutzen fraglich ist, kann man nat\u00fcrlich nicht den hehren Zielen folgen, die auf internationalen Konferenzen beschworen werden. Damit ist die weitere Umweltzerst\u00f6rung eine ausgemachte Sache, sodass sogar Bild Zweifel am Erfolg der \u201eGegenmassnahmen\u201c anmeldet.<\/p>\n<h3>Die Adressaten der Sorgen<\/h3>\n<p>Die Zeitung hat die Meinungsumfrage gleich so in Auftrag gegeben, dass die B\u00fcrger nicht einfach ihre Sorgen \u00e4ussern sollten, sondern diese als 10 Gebote f\u00fcr die Politik formulieren: \u201eDas muss die Politik 2024 anpacken.\u201c So lautete daher die \u00dcberschrift des dazugeh\u00f6rigen Artikels. Das ist nat\u00fcrlich eine leicht irref\u00fchrende Ableitung der Staatsziele aus der Volksstimmung!<\/p>\n<p>Die verehrten B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen k\u00f6nnen zwar Personen w\u00e4hlen, die die staatlichen Funktionen aus\u00fcben; Auftr\u00e4ge erteilen k\u00f6nnen sie nicht, sind doch die Gew\u00e4hlten nur ihrem Gewissen und nicht einem Mandat ihrer W\u00e4hler verpflichtet. Seltsam bei der ganzen Bestandsaufnahme der guten Vors\u00e4tze f\u00fcrs Jahr 2024 ist zudem etwas anderes: Ausgerechnet diejenigen, die dieses Wirtschaftssystem verwalten und f\u00f6rdern \u2013 das den B\u00fcrgern (nicht nur) die Probleme Nr. 1 bis 10 beschert \u2013, sollen ganz selbstverst\u00e4ndlich die Adresse f\u00fcr die Beseitigung dieser Probleme sein.<\/p>\n<p>Ein erstaunlicher Kurzschluss: Schliesslich haben die Verantwortlichen mit ihrem Wirtschaftskrieg die Inflation angeheizt, garantieren mit ihrer Mietpreisbremse den Vermietern regelm\u00e4ssige Preissteigerungen, senken die Renten, schliessen Handelsvertr\u00e4ge mit L\u00e4ndern, deren B\u00fcrger dadurch ihre Existenz verlieren, k\u00f6nnen die selbst gesteckten Ziele bei der Reduktion umweltsch\u00e4dlicher Emissionen nicht einhalten, weil das zur Reduzierung von Renditen f\u00fchren w\u00fcrde usw. usf.<\/p>\n<p>Warum sollen sie nun einfach anders handeln, wo sie mit all diesen Taten Deutschlands Stellung in der Welt und deren Wirtschaft voranbringen wollen? In diesem Vorhaben sind die B\u00fcrger eben die Man\u00f6vriermasse, solange sie sich dies bieten lassen. Klagen d\u00fcrfen sie nat\u00fcrlich immer und f\u00fcr etwas mehr als einen Euro k\u00f6nnen sie sich ein Blatt kaufen, das ihnen das Klagelied \u2013 im Sinne rechter Untertanengesinnung \u2013 vorsingt und mit vielen Bildern versieht.<\/p>\n<\/article>\n<p class=\"author\" style=\"text-align: right;\">Suitbert Cechura<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der B\u00fcrger darf und soll klagen: Eine freie Presse hilft ihm, seine pers\u00f6nliche Bilanz mit den nationalen Notwendigkeiten in \u00dcbereinstimmung zu bringen. In der Silvesterausgabe hat Bild am Sonntag die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA ver\u00f6ffentlicht. In der wurde&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1556,"featured_media":1796147,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9168,9158],"tags":[103869,55721,91309,26462,10332],"class_list":["post-1796145","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik","category-wirtschaft","tag-energieversorgung","tag-grundrechte","tag-inflation-de","tag-kapitalismus","tag-pressefreiheit"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Der B\u00fcrger darf und soll klagen: Eine freie Presse hilft ihm, seine pers\u00f6nliche Bilanz mit den nationalen Notwendigkeiten in \u00dcbereinstimmung zu bringen.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der B\u00fcrger darf und soll klagen: Eine freie Presse hilft ihm, seine pers\u00f6nliche Bilanz mit den nationalen Notwendigkeiten in \u00dcbereinstimmung zu bringen.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2024-01-31T06:19:40+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Capitalism_graffiti_2016_Germany_w.webp\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"912\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"421\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/webp\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Untergrund-Bl\u00e4ttle\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Untergrund-Bl\u00e4ttle\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"19\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/\"},\"author\":{\"name\":\"Untergrund-Bl\u00e4ttle\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/769b3fca5f2f2d48f505e01a952bd7db\"},\"headline\":\"Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus\",\"datePublished\":\"2024-01-31T06:19:40+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/\"},\"wordCount\":3589,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Capitalism_graffiti_2016_Germany_w.webp\",\"keywords\":[\"Energieversorgung\",\"Grundrechte\",\"inflation\",\"Kapitalismus\",\"Pressefreiheit\"],\"articleSection\":[\"Politik\",\"Wirtschaft\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/\",\"name\":\"Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Capitalism_graffiti_2016_Germany_w.webp\",\"datePublished\":\"2024-01-31T06:19:40+00:00\",\"description\":\"Der B\u00fcrger darf und soll klagen: Eine freie Presse hilft ihm, seine pers\u00f6nliche Bilanz mit den nationalen Notwendigkeiten in \u00dcbereinstimmung zu bringen.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Capitalism_graffiti_2016_Germany_w.webp\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Capitalism_graffiti_2016_Germany_w.webp\",\"width\":912,\"height\":421},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"name\":\"Pressenza\",\"description\":\"International Press Agency\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\",\"name\":\"Pressenza\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Pressenza\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\",\"https:\/\/x.com\/PressenzaIPA\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/769b3fca5f2f2d48f505e01a952bd7db\",\"name\":\"Untergrund-Bl\u00e4ttle\",\"description\":\"Online-Magazin f\u00fcr kritischen Journalismus aus dem Grossraum Z\u00fcrich. Untergrund-Bl\u00e4ttle publizieren analytische und kontroverse Texte zu den Themenschwerpunkten Politik, Gesellschaft, \u00d6konomie und \u00d6kologie. Ein ganz besonderes Augenmerk gilt dabei auch dem kulturellen Teil. Der inhaltlich und redaktionelle Anspruch liegt unter anderem darin, Synergien innerhalb von linken Str\u00f6mungen herzustellen.\",\"sameAs\":[\"http:\/\/www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch\/\"],\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/untergrund-blaettle\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus","description":"Der B\u00fcrger darf und soll klagen: Eine freie Presse hilft ihm, seine pers\u00f6nliche Bilanz mit den nationalen Notwendigkeiten in \u00dcbereinstimmung zu bringen.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus","og_description":"Der B\u00fcrger darf und soll klagen: Eine freie Presse hilft ihm, seine pers\u00f6nliche Bilanz mit den nationalen Notwendigkeiten in \u00dcbereinstimmung zu bringen.","og_url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/","og_site_name":"Pressenza","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","article_published_time":"2024-01-31T06:19:40+00:00","og_image":[{"width":912,"height":421,"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Capitalism_graffiti_2016_Germany_w.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Untergrund-Bl\u00e4ttle","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@PressenzaIPA","twitter_site":"@PressenzaIPA","twitter_misc":{"Verfasst von":"Untergrund-Bl\u00e4ttle","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"19\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/"},"author":{"name":"Untergrund-Bl\u00e4ttle","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/769b3fca5f2f2d48f505e01a952bd7db"},"headline":"Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus","datePublished":"2024-01-31T06:19:40+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/"},"wordCount":3589,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Capitalism_graffiti_2016_Germany_w.webp","keywords":["Energieversorgung","Grundrechte","inflation","Kapitalismus","Pressefreiheit"],"articleSection":["Politik","Wirtschaft"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/","name":"Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Capitalism_graffiti_2016_Germany_w.webp","datePublished":"2024-01-31T06:19:40+00:00","description":"Der B\u00fcrger darf und soll klagen: Eine freie Presse hilft ihm, seine pers\u00f6nliche Bilanz mit den nationalen Notwendigkeiten in \u00dcbereinstimmung zu bringen.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Capitalism_graffiti_2016_Germany_w.webp","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Capitalism_graffiti_2016_Germany_w.webp","width":912,"height":421},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/01\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Viele Probleme \u2013 eine Ursache: Der Kapitalismus"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","name":"Pressenza","description":"International Press Agency","publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization","name":"Pressenza","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Pressenza"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","https:\/\/x.com\/PressenzaIPA"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/769b3fca5f2f2d48f505e01a952bd7db","name":"Untergrund-Bl\u00e4ttle","description":"Online-Magazin f\u00fcr kritischen Journalismus aus dem Grossraum Z\u00fcrich. Untergrund-Bl\u00e4ttle publizieren analytische und kontroverse Texte zu den Themenschwerpunkten Politik, Gesellschaft, \u00d6konomie und \u00d6kologie. Ein ganz besonderes Augenmerk gilt dabei auch dem kulturellen Teil. Der inhaltlich und redaktionelle Anspruch liegt unter anderem darin, Synergien innerhalb von linken Str\u00f6mungen herzustellen.","sameAs":["http:\/\/www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch\/"],"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/untergrund-blaettle\/"}]}},"place":"","original_article_url":"https:\/\/www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch\/politik\/deutschland\/viele-probleme-eine-ursache-der-kapitalismus-008178.html","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1796145","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1556"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1796145"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1796145\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1796147"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1796145"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1796145"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1796145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}