{"id":1785025,"date":"2023-12-01T17:11:24","date_gmt":"2023-12-01T17:11:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1785025"},"modified":"2023-12-01T17:11:24","modified_gmt":"2023-12-01T17:11:24","slug":"global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/","title":{"rendered":"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Weltoffenheit<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Mehr denn je beeinflussen die Wissenschaften den heutigen Menschen. Deshalb k\u00f6nnen wissenschaftliche Themen nicht l\u00e4nger nur eine interne Angelegenheit von Eliten und Experten sein. Grundlage des vorliegenden Essays, das als Manifest verstanden werden soll, ist das eingehende Studium der derzeit bekannten acht Formen der Logik (1) sowie der Forschungsmethoden, die zum Teil seit mehreren Jahrhunderten unver\u00e4ndert Verwendung finden.<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Nadim Sradj und Gunther Sosna<\/em><\/p>\n<p>Die Gesetze der klassischen Logik bilden die jeweilige Achse, um die sich das Denken und die menschliche Orientierung drehen. Die darauf aufbauende Analyse erl\u00e4utert die epochale Entwicklung der politischen Philosophie seit dem 17. Jahrhundert. Ebenso wie andere Wissenschaften hat sich die Philosophie \u00fcber die Jahrhunderte hinweg \u00fcberwiegend mit sich selbst und weniger mit den Folgen ihrer Erkenntnisse besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Die Wende des Denkens spiegelte sich im 1929 ver\u00f6ffentlichten Manifest des Wiener Kreises (2), der eine programmatische und orientierende globale Konzeption f\u00fcr den Fortschritt der Weltgesellschaften auf der Grundlage der objektiven Erkenntnis entwarf. Der Kreis betonte Weltoffenheit und eine universelle Sicht. Im Gegensatz dazu standen das Kommunistische Manifest von 1848, ideologische Grundlage der Oktoberrevolution 1917, in dem der Klassenkampf die zentrale Rolle einnimmt, und vor allem die von Adolf Hitler 1925 in \u201eMein Kampf\u201c publizierte nationalsozialistische Ideologie \u2013 eine feindselige, egoistische, rassistische, nationalistische, sozialdarwinistische und antipluralistische Weltanschauung.<\/p>\n<h3><strong>Expertokratie<\/strong><\/h3>\n<p>Der 1972 vom Club of Rome vorgelegte Bericht \u201eGrenzen des Wachstums\u201c zeigte signifikante Fehlentwicklungen auf, die jedoch weitgehend ignoriert wurden. Einen wesentlichen Anteil an diesen Fehlentwicklungen, die in Wissenschaft und Forschung mehr und mehr sichtbar werden, haben sogenannte Experten. Ihre Ware ist ihr \u201eWissen\u201c, das neben sich kein anderes Wissen zulassen kann, also absolute Formen annimmt, weil sie sonst ihren Wert als Ware verliert. Diese Art der Marktbeherrschung, hat die Gesellschaften, die ihr intellektuelles Grundger\u00fcst aus dem Wissen aller Subjekte errichten, in eine Expertokratie gef\u00fchrt und damit nah an den Abgrund heran.<\/p>\n<p>Bei der Nuklearkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi 2011, der zahlreiche Warnungen vorausgingen, die von Experten nicht ausreichend gew\u00fcrdigt wurden, war das Versagen der Experten offensichtlich. Die Kernschmelze in drei Reaktorbl\u00f6cken f\u00fchrte zur Kontaminierung der Luft, B\u00f6den, Nahrungsmittel und des Wassers und sch\u00e4digte die Umwelt irreparabel.<\/p>\n<p>Die Experten, die durch Ignoranz, Gleichg\u00fcltigkeit oder Besserwisserei der Katastrophe von Fukushima den Weg ebneten, m\u00fcssten zur Rechenschaft gezogen werden. Allerdings ist die Last der zu tragenden Verantwortung so gewaltig, dass sie von diesem Personenkreis gar nicht \u00fcbernommen werden kann. Bedingt durch die unkalkulierbaren Folgen der atomaren Verseuchung, wird die Weltgesellschaft in letzter Konsequenz in Gegenwart und Zukunft die die Folgen tragen m\u00fcssen \u2013 ob sie das will oder nicht.<\/p>\n<p>Damit wurde das Ende der von partikularen Interessen gesteuerten Expertokratie mit seinem Fukushima-Syndrom (3) eingel\u00e4utet. Die Herrschaft der Experten sollte auch deshalb schnellstm\u00f6glich beendet werden, weil die Dynamik der wissenschaftlichen Theorien langfristig keine Hierarchie gelten l\u00e4sst und Wissenschaft l\u00e4ngst eine \u00f6ffentliche Angelegenheit geworden ist.<\/p>\n<p>Innerhalb der V\u00f6lker und speziell in den Entwicklungsl\u00e4ndern, zu denen 152 Staaten gez\u00e4hlt werden, entsteht ein neues Bewusstsein. Die Menschen wissen, oder sie ahnen, dass politische Freiheit und nationale Autonomie in der globalisierten Welt erst dann realisierbar sind, wenn die intellektuelle und wissenschaftliche Abh\u00e4ngigkeit von fremden Kulturen und Denkweisen endg\u00fcltig \u00fcberwunden sein wird.<\/p>\n<h3><strong>Euro-Science: Zur Weltauffassung im 20. Jahrhundert<\/strong><\/h3>\n<p>Der Begriff &#8222;Wissenschaftliche Weltauffassung\u201c wurde im Jahre 1929 durch den Wiener Kreis des logischen Empirismus eingef\u00fchrt. Die Verfasser des Manifestes &#8222;Wissenschaftliche Weltauffassung: Der Wiener Kreis&#8220; (4), herausgegeben vom Verein Ernst Mach und erschienen im Verlag Artur Wolf, waren Hans Hahn, Otto Neurath und Rudolf Carnap. In ihrem Werk geht es um die Gestaltung der internationalen Gesellschaftsordnung durch die Erkenntnisse der Natur- und Geisteswissenschaften im 20. Jahrhundert. Zehn Aspekte sind hervorzuheben:<\/p>\n<ol>\n<li>Der Geist der wissenschaftlichen Auffassung ist von der Philosophie der Aufkl\u00e4rung gepr\u00e4gt. Der n\u00fcchterne menschliche Verstand steht im Vordergrund. Damit wird die Ablehnung der Metaphysik und des theologischen Dogmatismus begr\u00fcndet.<\/li>\n<li>Die politische Philosophie des Wiener Kreises war der Liberalismus, der den Menschen als Werttr\u00e4ger definiert. Wissen steht demnach im Dienste des Volkes (Anm. d. Autoren: Staatsvolk) und muss jedem Menschen zug\u00e4nglich sein. Hieraus entstand die Idee der Volkshochschule.<\/li>\n<li>Die Logik ist die Grundlage des klaren Denkens. Die Methode der wissenschaftlichen Weltauffassung ist die logische Analyse. Ihr Ziel ist die Einheitswissenschaft aller Disziplinen.<\/li>\n<li>Wissenschaftliche T\u00e4tigkeit erstrebt Strukturerkenntnis (Ordnungsformen) des Objektes, nicht die Erkenntnis ihres Wesens. Subjektive Empfindungen wie die Lust sind Erlebnisse, keine Erkenntnisse und werden daher vernachl\u00e4ssigt.<\/li>\n<li>In der Mathematik (Arithmetik) wurde Erkenntnisfortschritt durch Aufdecken der Antinomien (Anm. d. Autoren: logischer Widerspruch einer Aussage) erreicht. Die Arbeiten der Mathematiker George Boole, Gottlob Frege, Ernst Schr\u00f6der und Giuseppe Peano erm\u00f6glichten die Entdeckung der symbolischen Logik (Logistik) durch die Mathematik-Philosophen Alfred North Whitehead und Bertrand Russell (1910). In diesem Zusammenhang entstand die logistische, formale Grundlagenforschung als Zweig der Erkenntnistheorie.<\/li>\n<li>In der Physik wurden Grundbegriffe wie Raum, Zeit, Wahrscheinlichkeit und andere von ihren metaphysischen Beimengungen befreit. Vorreiter dieser Richtung waren Hermann Helmholtz, Albert Einstein und Ernst Mach, Physiker, Philosoph und Mitbegr\u00fcnder des Wiener Kreises.<\/li>\n<li>Die Quantentheorie verwandelte die normativen Naturgesetze in statistische Wahrscheinlichkeiten. Die Grenzen der Messbarkeit wurden erstmals thematisiert.<\/li>\n<li>In der Geometrie wurde der klassische euklidische Raumbegriff \u2013 der Raum unserer Anschauung \u2013 erweitert. Es entstanden die hyperbolische und die sph\u00e4rische Geometrie. (5)<\/li>\n<li>Durch empirische Kontrollen haben Biologie, Psychologie und Sozialwissenschaften ihre spekulativen und hypothetischen Elemente \u00fcberwunden. Damit gelangte der Erkenntnisfortschritt auf eine h\u00f6here Ebene. Bemerkenswert ist, dass sich die Medizin an der Wissenschaftsdiskussion des Wiener Kreises nicht beteiligt hat.<\/li>\n<li>Das Manifest des Wiener Kreises gipfelt in dem Schlusssatz: &#8222;Die wissenschaftliche Weltauffassung dient dem Leben, und das Leben nimmt sie auf.&#8220;<\/li>\n<\/ol>\n<h3><strong>Global Science im 21. Jahrhundert aus Sicht der politischen Philosophie<\/strong><\/h3>\n<p>Im Gegensatz zu bereits bestehenden Ans\u00e4tzen wie beispielsweise in der Wirtschafts- und Finanzwelt (Global Business), zielt unsere Definition auf die dar\u00fcber liegende und umfassendere Ebene der politischen Philosophie ab. Unter &#8222;global&#8220; verstehen wir die \u00dcberwindung der inneren (psychologischen) und \u00e4u\u00dferen regionalen und nationalen (geografischen) Grenzen, mit dem Ziel, die Vieldimensionalit\u00e4t der pluralistischen Welt zu begreifen (siehe Anhang: &#8222;Entwicklung des globalen Denkens&#8220;). Demgegen\u00fcber zeichnet sich das Lokale durch die bewusste Abgrenzung aus, wobei jedoch Grenzen prinzipiell Negation der Freiheit sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1785029\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/4318lprh.jpg\" alt=\"\" width=\"819\" height=\"452\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/4318lprh.jpg 766w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/4318lprh-300x166.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px\" \/><\/p>\n<h3><strong>Die globale Welt und ihre Grenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Der Mensch unterscheidet zwischen inneren und \u00e4u\u00dferen Grenzen, zwischen psychologischen und ideologischen und zwischen nat\u00fcrlichen und k\u00fcnstlichen. Die Grenzbestimmung ist in der Regel ein Willensakt des Menschen. Ob eine Grenze allerdings als Ausdruck der Sicherheit oder als Einschr\u00e4nkung der Freiheit betrachtet wird, ist lediglich eine Frage des Standpunkts.<\/p>\n<p>Grenzziehungen erscheinen f\u00fcr das Zusammenleben der V\u00f6lker, den Handel und Warenfluss, mehr als ungeeignet, und dennoch kam es in der Geschichte zu Grenzziehungen, die au\u00dfergew\u00f6hnliche Ausma\u00dfe erreichten. Die \u00fcber 6200 Kilometer lange Chinesische Mauer ist dabei herausragend, und ebenso der von den R\u00f6mern errichtete Limes, der durch gro\u00dfe Teile Europas verl\u00e4uft. Dieser Grenzwall war eine strategisch-milit\u00e4rische Anlage, aber er stellte auch eine kulturelle Trennlinie zwischen dem r\u00f6mischen Einflussbereich und den germanischen V\u00f6lkern dar.<\/p>\n<p>Im Zuge der Globalisierung, die Erweiterung und \u00d6ffnung nach allen Seiten bedeutet, entstand ein neues Weltbewusstsein. Gleichzeitig konnte eine Diskrepanz beobachtet werden: einerseits fallen Grenzen oder sie werden zumindest bedeutungslos, andererseits entstehen neue, noch h\u00f6here und nahezu un\u00fcberwindbare Mauern, Z\u00e4une und Gr\u00e4ben. Beispiele sind die Berliner Mauer, ein Symbol des Kalten Krieges, die mit Posten und Sensoren gespickte israelische Sperranlage um den Gazastreifen, die von den USA erbaute Grenzbefestigung zu Mexiko oder der von Griechenland ausgehobene Graben, errichtet zur Abgrenzung gegen\u00fcber der T\u00fcrkei und zur Abwehr von Migranten. (6)<\/p>\n<p><strong>Global Science besteht aus drei Komponenten:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Logisch: Die dynamischen Beziehungen der Elemente untereinander werden unter Ber\u00fccksichtigung ihres funktionalen Sinnzusammenhangs (Teleologie) dargestellt. Die Strukturerkenntnis unterscheidet sich von der konventionellen induktiven experimentellen Methode und Logik, 1843 beschrieben vom englischen Philosoph John Stuart Mill in seinem Buch \u201eA System of Logic, Ratiocinative and Inductive\u201c.<\/li>\n<li>Entwicklungsgeschichtlich (genetisch): Erkenntnis dient der Orientierung und der Verbesserung in der Lebenswelt. Es ist das Ziel, \u00fcber das Detailwissen hinauszugehen, dies zugunsten des Orientierungswissens. Hierdurch wird das Best\u00e4ndige im Wandel herausgestellt.<\/li>\n<li>Topisch-perspektivisch: Der gesunde Menschenverstand formuliert einen Topos-Katalog (Topik des Aristoteles, 7), um ein Problem situativ und argumentativ zu erkennen und L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten zu finden. Der gesunde Menschenverstand setzt sich von dem normativen Sachverstand der Experten und ihrem h\u00e4ufig autorit\u00e4ren Verhalten ab (Problemdenken versus Systemdenken, 8).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Unterschied zu der g\u00e4ngigen Wissenschaftsstrategie, die das wissenschaftliche Arbeiten als \u201eTrial-and-Error\u201c (Versuch und Irrtum) versteht und dadurch zum unendlichen Experimentieren f\u00fchrt, sehen wir die Methode der Dialektik als Simultanit\u00e4t von Fortschritt und R\u00fcckschritt.<\/p>\n<p>Die Philosophie des Dialoges mit der Natur versucht Herrschaftswissen, das mit Ideologischem verbunden ist, das hei\u00dft, mit falschem Bewusstsein und Entfremdung, zu \u00fcberwinden. Dadurch l\u00e4sst sich die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr das Auftreten irreversibler Sch\u00e4den, so wie sie aus den nuklearen Katastrophen in Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 resultierten, die ihren Ursprung in der Nutzung riskanter Technologie und dem Glauben an Experten hatten, vermeiden.<\/p>\n<p>Wie die Nichtregierungsorganisationen (NGO) der Vereinten Nationen in der Politik, fordern wir f\u00fcr Wissenschaft und Forschung die Bildung unabh\u00e4ngiger internationaler Kontrollgremien, damit sich artifizielle Abgrenzungen wie beispielsweise zwischen &#8222;deutscher&#8220; und &#8222;j\u00fcdischer&#8220; Physik w\u00e4hrend der Naziherrschaft nicht wiederholen.<\/p>\n<p>Denn Wissen, gleichg\u00fcltig in welcher Form, ist weder an Staatsgrenzen noch an M\u00e4chte gebunden. Grenz\u00fcberschreitungen sind somit Fortschritte im Bewusstsein der Freiheit. Die Entwicklung des Globalen geht dabei vom Teil zum Ganzen, vom Einfachen zum Komplexen und vom Statischen zum Irregul\u00e4r-Dynamischen. Diese Dynamik des Denkens hat zur Folge, dass Wissens- und Machtzentren ihre Monopolstellung nicht auf Ewig halten k\u00f6nnen \u2013 ihre Zeit ist abgelaufen.<\/p>\n<p>Das weltumspannende kapitalistische Wirtschaftssystem, dessen einziges Ziel die endlose Akkumulation von Kapital ist, bedarf einer W\u00fcrdigung. Es hat ganz offenkundig ein ungeahntes Evolutionsniveau erreicht. Praktisch alle Segmente der belebten und unbelebten Natur wurden in Ware verwandelt: B\u00f6den, Fl\u00fcsse, W\u00e4lder, Pflanzen, Tiere, Arbeitskraft, Luft, Gef\u00fchle, Organe, Gene, das Weltall.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Umwelthistoriker Jason W. Moore, Professor f\u00fcr Soziologie an der Universit\u00e4t Binghamton (New York) und Koordinator des World-Ecology Research Network, bilden die Aneignung unbezahlter Arbeit \u2013 einschlie\u00dflich der billigen, weil &#8222;kostenlosen Geschenke&#8220; der Natur \u2013 und die Ausbeutung der Lohnarbeit eine dialektische Einheit.<\/p>\n<p>In seinem Aufsatz &#8222;The End of Cheap Nature&#8220; geht Moore auf die historische Beziehung des Kapitalismus zu denn &#8222;Four Cheaps&#8220; Arbeitskraft, Nahrung, Energie und Rohstoffe (labor-power, food, energy and raw materials) ein. Nach seiner These sind diese Wertbeziehungen, die die billige Natur hervorbrachte, ausgesch\u00f6pft. (Vgl.: Moore, W. J.: The End of Cheap Nature or: How I Learned to Stop Worrying about &#8218;the&#8216; Environment and Love the Crisis of Capitalism; in: Suter, C. und Chase-Dunn, Chr.: Structures of the World Political Economy and the Future of Global Conflict and Cooperation, LIT 2014, S. 285-314).<\/p>\n<p>Wird Moores Ansatz konsequent weitergedacht, stellt Wissen das f\u00fcnfte \u201eCheap\u201c dar. Auch Wissen ist im \u00dcberfluss vorhanden und es befindet sich in einer Beziehung mit dem Kapitalismus. Durch Mechanismen wie Lizenzen und Patente wird Wissen \u2013 \u00fcber beispielsweise bestimmte Medikamente, Daten, Algorithmen et cetera \u2013 privatisiert und (in der Regel) verbunden mit der Absicht, Profit zu erzielen, der \u00f6konomischen Nutzung zugef\u00fchrt. Diese dauert an, bis die Wertaussch\u00f6pfung abgeschlossen ist \u2013 au\u00dfer es gelingt, die Beziehung vorher zu beenden.<\/p>\n<h3><strong>Die 10 Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert \u2013 Ein Manifest und seine Erl\u00e4uterungen<\/strong><\/h3>\n<p>1. Wissenschaftler k\u00f6nnen sich nicht \u00fcber die Natur \u2013 oder au\u00dferhalb der Natur stellen. &#8222;Wissende&#8220; und &#8222;Nichtwissende&#8220; sind wie Pflanze und Tier integraler Bestandteil der Natur.<\/p>\n<p><em>Wissenschaft ist ein nach Prinzipien geordnetes System von Aussagen, die entweder deduktiv (Ableitung von Aussagen aus anderen Aussagen mithilfe logischer Schlussregeln), hypothetisch (ausgehend von als wahr erkl\u00e4rten Pr\u00e4missen) oder induktiv empirisch (ausgehend von Problemen, mit dem Ziel, eine praktikable Antwort darauf zu finden). Hierbei ist entscheidend, dass der Erkenntnisvorgang intersubjektiv nachvollziehbar und logisch stringent ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Homo-Mensura-Satz &#8222;Der Mensch ist das Ma\u00df aller Dinge&#8220; des antiken griechischen Philosophen Protagoras f\u00fchrte im Laufe der Entwicklungsgeschichte zu einer gewaltigen Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung und Verabsolutierung des Menschen mit all ihren negativen Folgen.<\/em><\/p>\n<p><em>Nach dem &#8222;Scheitern der Vernunft der Aufkl\u00e4rung&#8220; (Frankfurter Schule) wird klar, dass die belebte Natur einen elementaren Wert hat, der bislang weitgehend ignoriert wurde. Die Konsequenz dieser Erkenntnis ist daher: Nicht der Mensch, sondern das Lebende als Ganzes (Mensch, Tier, Pflanze usw.) ist das Ma\u00df aller Dinge.<\/em><\/p>\n<p>2. Vom Menschen verfasste Gesetze k\u00f6nnen nicht Naturgesetze bestimmen.<\/p>\n<p><em>Immanuel Kant, vielfach zitiert und als Ma\u00dfstab genommen, hat seine Erkenntnistheorie folgenderma\u00dfen formuliert: &#8222;Der menschliche Verstand schreibt der Natur ihre Gesetze vor&#8220;. Ohne die gro\u00dfartigen Leistungen des kritischen Philosophen Kant schm\u00e4lern zu wollen: in dieser Hinsicht war er nicht kritisch genug. Prinzipiell ist die Ableitung der Natur aus der menschlichen Vernunft nicht akzeptabel, da diese Auffassung einem falschen Bewusstsein, einer Ideologie entspricht.<\/em><\/p>\n<p>3. Wissenschaft ist kein Monopol einer bestimmten Nation, eines Staates, einer Gesellschaft oder einer Institution. Jede Nation hat eine eigene spezifisch-kulturelle Tradition, die ihre individuelle zu respektierende Art hat, Dinge zu betrachten und Probleme zu l\u00f6sen. Zum Beispiel werden Schmerzen in Europa anders behandelt als in China oder Indien. Es gibt keine Hierarchie und keine Autorit\u00e4ten des Wissens. Dies l\u00e4sst die Dynamik nicht zu, da das Wissen st\u00e4ndigem Wandel unterworfen ist.<\/p>\n<p><em>W\u00e4hrend die wissenschaftliche Weltauffassung des 20. Jahrhunderts von der europ\u00e4ischen Philosophie gepr\u00e4gt war, ist die Tendenz des 21. Jahrhunderts, diesen Eurozentrismus zu \u00fcberwinden. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die gelungene Kombination verschiedener internationaler Forschungsans\u00e4tze bei der Entwicklung der Systemtherapie der Makuladegeneration, einem fortschreitenden Sehverlust im zentralen Gesichtsfeld. Ein Patient, der sich in einer kritischen Situation befindet (wie die Gefahr der Erblindung), fragt nicht mehr nach nationalen Grenzen. Er sucht nur nach Hilfe \u2013 egal wo in der Welt!<\/em><\/p>\n<p>4. Daraus folgt die Forderung nach Methodenpluralismus in der Forschung. Es gibt keine spezifische und alleinige Methode, die zur Wahrheit f\u00fchrt. Die Geschichte des Wissens ist die Geschichte von Versuch und Irrtum (Trial-and-Error).<\/p>\n<p><em>In der Logik gilt der Satz &#8222;Nichts ist der Wahrheit n\u00e4her, als der Irrtum&#8220;. Jede wissenschaftliche Erkenntnis ist unvollkommen, unvollst\u00e4ndig und vorl\u00e4ufig. Wissenschaftliches Arbeiten besteht im Wesentlichen darin, die Grenzen und Grundlagen des Wissens st\u00e4ndig zu erweitern. Als Grundlage dienen uns die derzeit bekannten acht Logik- und Methodenformen. Die Auswahl, welche dieser Methoden und Logiken jeweils angewandt werden soll, richtet sich nach dem Gegenstand und der spezifischen Fragestellung.<\/em><\/p>\n<p><em>W\u00e4hrend die induktiv-experimentelle Methode grunds\u00e4tzlich davon ausgeht, dass jede neue Erkenntnis ein Fortschritt ist und die Grenzen des Fortschritts weiter ausdehnt, bezieht die Heraklitisch-Hegelsche Dialektik Fortschritt und R\u00fcckschritt gleicherma\u00dfen ein. Die Richtigkeit dieser Auffassung wird durch die Beobachtung, dass trotz hoch entwickelter Technologien die irreversiblen Umweltsch\u00e4den nicht weniger geworden sind, best\u00e4tigt.<\/em><\/p>\n<p>5. Das moderne Ph\u00e4nomen der normativen Expertokratie (Herrschaft der Experten) verengt in unzul\u00e4ssiger Weise die Perspektive. Der gesunde Menschenverstand ist formal umfassender als der reduzierte sogenannte &#8222;wissenschaftliche&#8220; Sachverstand. Vernunftargumente sind wichtiger und meist richtiger als statistische &#8222;Beweise&#8220; und &#8222;signifikante&#8220; Kurven. Die Wirtschafts- und Finanzkrise 2007\/2008 hat hierf\u00fcr ebenso den Beweis geliefert wie Fukushima.<\/p>\n<p><em>Komplexit\u00e4t und irregul\u00e4re Dynamik in der heutigen Welt, machen es den politisch Verantwortlichen unm\u00f6glich, eine klare Orientierung und Konzeption ihres Denkens und Handelns zu erlangen. Vielfach m\u00fcssen sie wie Feuerwehrleute von einer Krise zu anderen eilen. Daher entstand eine neue politische Klasse: die Experten.<\/em><\/p>\n<p><em>Experten haben ihre urspr\u00fcngliche beratende Funktion h\u00e4ufig \u00fcberschritten und sind zu Entscheidungsinstanzen geworden. Im Laufe der Zeit haben sie sich kraft sogenannter &#8222;wissenschaftlicher Objektivit\u00e4t&#8220; Immunit\u00e4t und Autorit\u00e4t angeeignet.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Bericht des Club of Rome &#8222;Grenzen des Wachstums&#8220; hat bereits 1972 auf die Anomalien und Fehlentwicklungen von Wirtschaft und Wissenschaft aufmerksam gemacht. Politiker und Experten haben diese Mahnung bislang total ignoriert. Es ist an der Zeit, sie daf\u00fcr zur Verantwortung zu ziehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dies ist notwendig, da sich die Sicherung von Entscheidungen durch Signifikanzen, Statistiken, &#8222;klinische Erprobungen&#8220;, Tierexperimente usw., das hei\u00dft, durch ein sogenanntes &#8222;wissenschaftliches Instrumentarium&#8220;, allzu oft als blo\u00dfe Rechtfertigung eigener Interessen erwiesen hat. Durch die scheinbare Objektivit\u00e4t der Experten werden die Empfindungen und Erfahrungen, das hei\u00dft die Subjektivit\u00e4t der sogenannten Laien praktisch ausgeschaltet.<\/em><\/p>\n<p>6. Die aus der Expertokratie folgende Verrechtlichung des Wissens verwandelt das Kommunikationswissen in Herrschaftswissen. Dies ist zu unterbinden.<\/p>\n<p><em>Die Allianz von Gro\u00dfindustrie, Expertentum, Parteipolitik und Gesetzgebung l\u00e4sst weder eine kritische Betrachtung noch eine Alternative zu. Die Aussagen von Experten werden h\u00e4ufig dogmatisiert und zur herrschenden Meinung erkl\u00e4rt. Hierzu werden gro\u00dfe Mengen von Untersuchungsmaterialien, multizentrische Studien, bekannte Pers\u00f6nlichkeiten, internationale Vergleiche benutzt. Die Lenkung bzw. Manipulation der \u00f6ffentlichen Meinung erfolgt durch Medien, die die gew\u00fcnschte Meinung im Sinne einer Mehrheitsmeinung verbreiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Unter diesen Bedingungen wird &#8222;Recht&#8220; gesprochen und werden Gesetze verabschiedet. Die juristische Begr\u00fcndung hierf\u00fcr ist die &#8222;Konvention&#8220;. Wissenschaftstheoretisch gesehen bedeutet &#8222;Konvention&#8220; eine willk\u00fcrliche, einseitige Entscheidung f\u00fcr eine Theorie oder Hypothese, die weder logisch, noch sachlich begr\u00fcndet sein muss (Henri Poincar\u00e9). Dieser Form der Konvention sowie der oben genannten Allianz ist entgegenzutreten, da durch diese Phalanx jede Art der Entwicklung blockiert wird.<\/em><\/p>\n<p>7. Fortschritt durch Wissenschaft ist nicht der alleinige Weg der Entwicklung. Oft ist dies lediglich eine Rechtfertigung von Interessen. Der auf den englischen Philosophen Francis Bacon zur\u00fcckgehende Satz &#8222;Wissen ist Macht&#8220; hat Bestand, auch weil dieses Wissen den Weg zu Korruption und Kriminalit\u00e4t ebnet. Der Philosoph Paul Feyerabend hat zu Recht den Begriff der \u201eWissenschaftsmafia\u201c als neue Dimension der gegenw\u00e4rtigen Erkenntnistheorie eingef\u00fchrt. (Vgl. Feyerabend, P.: Widerstreit und Harmonie, Wien 1996, S. 78).<\/p>\n<p><em>Neben der positiven Hauptwirkung des Wissens gibt es auch kognitive, negative Nebenwirkungen wie Entfremdung im Sinne einer degenerativen Bewusstseinsver\u00e4nderung. Es ist anzumerken, dass normalerweise Wissen als eine Bereicherung empfunden, also als Wert verstanden wird. Sobald das Wissen als Macht gesehen wird, ist die Ebene des Machtmissbrauchs erreicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Die D\u00e4monie der Macht und das falsche Bewusstsein, das manch einem Wissenschaftler unterstellt werden muss, verlagern die Logik der Forschung in die Psychologie und Psychopathologie der Forschung. Die Wissenschaftsgeschichte insbesondere des vergangenen Jahrhunderts zeigt Anomalien wie die Unterscheidung von \u201edeutscher\u201c und \u201eEinstein&#8217;scher\u201c Physik.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Verf\u00e4lschung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse und die Manipulation von Statistiken ist inzwischen ein offenes Geheimnis. Einerseits werden wissenschaftliche Arbeiten mit neuen Erkenntnissen durch Intervention einzelner Protagonisten (ein Anruf gen\u00fcgt!) als unzureichend abgelehnt, w\u00e4hrend gleichzeitig Plagiate mit h\u00f6chstem Lob versehen werden. Das Sich-berufen-auf &#8222;Wissenschaftlichkeit&#8220; ist kein Kriterium mehr f\u00fcr Glaubw\u00fcrdigkeit und Richtigkeit der Ergebnisse.<\/em><\/p>\n<p>8. Die Herstellung eines strategischen Gleichgewichts der Forschungsans\u00e4tze zwischen \u00d6konomie und \u00d6kologie, zwischen Technologie und Biologie, zwischen nat\u00fcrlichen und synthetischen Stoffen (Genmanipulation) ist zu realisieren.<\/p>\n<p><em>Die \u00dcberbewertung von \u00d6konomie und Technologie bewirkte eine Verschiebung des Verh\u00e4ltnisses von Erkenntnis und Interesse zulasten der Erkenntnis. Das Denken in den Kategorien des reinen materiellen Interesses macht auf die Dauer blind f\u00fcr Werte.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Kyoto 1997 gab die Bush-Administration ihr Votum zu Gunsten der \u00d6konomie und gegen die \u00d6kologie ab. W\u00e4hrend dieser Konferenz sprach der demokratische Vizepr\u00e4sident der USA, Al Gore, davon, dass die Natur krank sei und dringend einen Arzt brauche.<\/em><\/p>\n<p><em>Die einseitige Konzentration auf \u00d6konomie und Technologie hat in der Natur bereits irreversible Sch\u00e4den hervorgerufen. Die Herstellung synthetischer Stoffe, wie Kunststoffe und Gifte, haben das \u00f6kologische System dekompensiert. Die Erde ist eine Gro\u00dfgarage geworden. Selbst die Medizin hat ihre historischen Wurzeln und ihre Grundlagen zu Gunsten spitzfindiger Technologien und einer ausschlie\u00dflich artifiziellen Pharmakologie verlassen.<\/em><\/p>\n<p>9. Begriffe, Hypothesen und Theorien sind heuristisch notwendig, aber nicht ausreichend. Es sind zus\u00e4tzlich Bilder erforderlich, um Gesamtzusammenh\u00e4nge zu verdeutlichen. Kunst und Wissenschaft sollten eine intellektuelle Einheit bilden (Beispiel: Die Dali-Uhr und polyaxiale Chronometrie-Darstellung).<\/p>\n<p><em>Wenn Hegel die Aufgabe der Philosophie darin sah, ihre Zeit in Begriffen zu erfassen, so hat die Kunst die Aufgabe, ihre Zeit in Bildern darzustellen. Abstrakte Begriffe wie Methodologie, Epistemologie und andere sind prinzipiell f\u00fcr den Erkenntnisfortschritt notwendig, aber nicht hinreichend. Jede Disziplin hat ihre eigene Terminologie. Die Interaktion von Bild und Begriff ist in der Lage, die hierdurch verursachte &#8222;Privatsprache&#8220; einzelner Disziplinen zu \u00fcberwinden. Farbe und Form sind in der Lage, auch komplizierte, abstrakte Sachverhalte verst\u00e4ndlich darzustellen. In der \u00c4sthetik sehen wir eine reale M\u00f6glichkeit der Verbindung von Geist und Natur.<\/em><\/p>\n<p>10. Es ist notwendig, die Idee der Naturbeherrschung aufzugeben zugunsten der Vers\u00f6hnung und des Dialoges mit der Natur. Hierbei erlangt die Idee der Ethik und der Moral in Wissenschaft und Forschung wieder besondere Bedeutung.<\/p>\n<p><em>Der Begriff &#8222;Weisheit&#8220; ist interkulturell. Die Weisheit, als Ziel und Sinn des Wissens, setzt dem ma\u00dflosen Streben des Menschen nach Naturbeherrschung Grenzen. Daraus folgt: Die Menschheit ist auf dem falschen Weg! Und die Herrschaft der Experten am Ende! Zur Umkehr ist es notwendig, dass sich jeder Einzelne f\u00fcr ein Miteinander von Natur und Mensch, der Teil der Natur ist, engagiert. Denn in letzter Konsequenz ist Naturbeherrschung identisch mit der Beherrschung des Menschen \u2013 seiner Versklavung.<\/em><\/p>\n<h3><strong>Ausblick<\/strong><\/h3>\n<p>Das Manifest &#8222;Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert&#8220; versteht sich als eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Rolle der Wissenschaft in der modernen Gesellschaft. Die Autoren argumentieren f\u00fcr eine global ausgerichtete, offene und pluralistische Wissenschaft, die weder von nationalen Grenzen noch von Expertenmonopolen eingeschr\u00e4nkt wird. Deshalb wird die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in der Weltauffassung besonders betont. Die \u00dcberwindung der destruktiven Expertokratie und die R\u00fcckkehr zu einem ganzheitlichen, dialogorientierten Ansatz wird als unerl\u00e4sslich angesehen. Die grundlegende Kritik an der normativen Expertokratie, insbesondere im Kontext von Ereignissen wie der Nuklearkatastrophe in Fukushima, wird daher deutlich herausgestellt.<\/p>\n<p>Pl\u00e4diert wird f\u00fcr einen Methodenpluralismus in der Forschung, der die Vielfalt der menschlichen Perspektiven und kulturellen Traditionen ber\u00fccksichtigt. Die Bedeutung des gesunden Menschenverstands, der einer verengten, auf theoretischen Modellen und Statistiken basierenden Expertenperspektive gegen\u00fcbersteht, wird unterstrichen.<\/p>\n<p>Daraus leitet sich die Forderung nach einer Ethik und Moral in der Wissenschaft ab, die sich gegen eine einseitige Naturbetrachtung und -beherrschung stellt und stattdessen einen respektvollen Dialog mit der Natur insgesamt anstrebt. Die Autoren verstehen ihr Manifest auch als einen Appell an die Menschheit, sich f\u00fcr ein Gleichgewicht zwischen \u00d6konomie und \u00d6kologie, Technologie und Biologie einzusetzen. Um dies zu erreichen, wird die greifbare Vision einer globalen Wissenschaft entfaltet, die auf Kooperation, Vielfalt und einem tieferen Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur basiert.<\/p>\n<p><em><strong>\u00dcber die Autoren:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Dr. Nadim Sradj<\/strong> ist Facharzt f\u00fcr Augenheilkunde und freier Wissenschaftler. Er wurde in Syrien geboren und lebt seit 1956 in Deutschland. An den Universit\u00e4ten Mainz und T\u00fcbingen studierte er Medizin und Philosophie (Abschluss zum Dr. med. 1966 bzw. Magister artium , M.A. 1968). Seine Schwerpunkte als Philosoph sind Wissenschaftstheorie, Pragmatische \u00c4sthetik und Global Science. Seine medizinische Forschung ist seit 1987 auf die Behandlung der Maculadegeneration ausgerichtet, einer Augenkrankheit, bei der die zentrale Sehzellenregion der Netzhaut (Makula) gesch\u00e4digt wird. Folge ist der Verlust der Sehkraft. 2004 ver\u00f6ffentlichte Sradj die Informationschrift &#8222;Dynamik des Sehens: Von der Wahrnehmungsanomalie bei Maculadegeneration zur Operationalen \u00c4sthetik&#8220;. Sradj ist Mitglied zahlreicher europ\u00e4ischer und internationaler Fachorganisationen und der American Association of the Advancement of Science. 1995 wurde sein Name in das \u201eWho is who in the World\u201c und in das \u201eDictionary of International Biography\u201c aufgenommen. Seit 2000 wird er im \u201eWho is who in Medicine and Healthcare\u201c gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Gunther Sosna<\/strong> studierte Psychologie, Soziologie und Sportwissenschaften in Kiel und Hamburg. Er war Handballtrainer und arbeitete ab Ende der 1990er-Jahre als Journalist f\u00fcr Tageszeitungen und Magazine. Sp\u00e4ter war er in der Unternehmenskommunikation und Werbung t\u00e4tig und international in PR und Marketing. Er ist Initiator entkommerzialisierter Medien, verschiedener gesellschaftspolitischer Video- und Audioformate und der Zukunftskonferenz, die 2021 und 2022 unter dem Slogan \u00abWeil es anders geht\u00bb in Wien stattfand. Als Autor, Co.-Autor und Ghostwriter publizierte er zahlreiche Artikel \u00fcber soziologische Themen, Militarisierung, gesellschaftlichen Wandel und die destruktiven Auswirkungen des kapitalistischen Wirtschaftssystems auf Natur und Menschheit.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Quellen und Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>(1) Die acht bekannten Formen der Logik:<\/p>\n<ul>\n<li>Klassische Logik: Die traditionelle Logik, die auf dem Prinzip des ausgeschlossenen Widerspruchs basiert. Eine Aussage kann entweder wahr oder falsch sein.<\/li>\n<li>Modale Logik: Besch\u00e4ftigt sich mit Modalit\u00e4ten wie M\u00f6glichkeit, Notwendigkeit und Unm\u00f6glichkeit. Untersucht Aussagen \u00fcber das, was m\u00f6glich oder notwendig ist.<\/li>\n<li>Pr\u00e4dikatenlogik: Erweitert die klassische Logik, indem sie Pr\u00e4dikate und Quantoren einbezieht. Erlaubt komplexere Aussagen \u00fcber Beziehungen zwischen Objekten.<\/li>\n<li>Intuitionistische Logik: Ablehnung des Prinzips des ausgeschlossenen Widerspruchs. Betont, dass die Existenz eines Beweises notwendig ist, um die Wahrheit einer Aussage zu etablieren.<\/li>\n<li>Temporale Logik: Ber\u00fccksichtigt die Aspekte der Zeit in logischen Aussagen. Untersucht, wie Aussagen sich im Laufe der Zeit verhalten.<\/li>\n<li>Fuzzylogik: Arbeitet mit unscharfen oder unklaren Aussagen, indem sie Graduierungen der Wahrheit zul\u00e4sst. Eignet sich f\u00fcr Situationen, in denen klare Abgrenzungen schwierig sind.<\/li>\n<li>Deontische Logik: Besch\u00e4ftigt sich mit Pflichten, Rechten und Erlaubnissen. Analyisiert Aussagen dar\u00fcber, was erlaubt, verboten oder notwendig ist.<\/li>\n<li>Dialektische Logik: Betont die Entwicklung von Widerspr\u00fcchen und deren \u00dcberwindung in der Denkweise. Ein zentrales Konzept in der Philosophie, insbesondere im dialektischen Materialismus.<\/li>\n<\/ul>\n<p>(2) Der Wiener Kreis war eine Gruppe von Philosophen und Naturwissenschaftlern, die sich zu Diskussionen von 1922 bis 1936 w\u00f6chentlich in Wien auf Einladung des Philosophen und Physikers Moritz Schlick traf. Innerhalb des Kreises wurde der philosophische Ansatz des &#8222;Logischen Empirismus&#8220; entwickelt, der wesentlichen Einfluss auf die Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie des 20. Jahrhunderts hatte. Moritz Schlick wurde am 22. Juni 1936 im Geb\u00e4ude der Universit\u00e4t Wien von seinem ehemaligen Studenten Hans Nelb\u00f6ck ermordet. Nelb\u00f6ck hatte mehrere Sch\u00fcsse auf Schlick abgegeben. Nach ausl\u00e4ndischer Auffassung war der Mord an Schlick politisch motiviert. Die Tat f\u00fchrte zur Emigration der \u00f6sterreichischen Elite (u.a. Ludwig Wittgenstein und Karl Popper). Es entstand ein intellektuelles Vakuum. Denn die herrschende Klasse in \u00d6sterreich hatte zwar ausreichend Macht und Einfluss, aber keine konstruktiven Ideen. Diese Desorientierung ist eine der Ursachen f\u00fcr die Korruption im Land, durch die die Eiten ihre Glaubw\u00fcrdigeit verloren. Dieser Zustand h\u00e4lt bis in die Gegenwart an. Der Tod Schlicks markierte das faktische Ende des Wiener Kreises.<\/p>\n<p>(3) Unter Fukushima-Syndrom verstehen wir die durch Menschen verursachte und durch Experten beg\u00fcnstigte irreversible, nachhaltige und globale Sch\u00e4digung der Natur und des Lebendigen.<\/p>\n<p>(4) Wissenschaftliche Weltauffassung \u2013 Der Wiener Kreis (1929): Als PDF verf\u00fcgbar auf https:\/\/www.phil.cmu.edu\/projects\/carnap\/editorial\/latex_pdf\/1929-5.pdf (abgerufen am 25.11.2023).<\/p>\n<p>(5) Hyperbolische Geometrie ist ein spezieller Bereich der Geometrie, der sich mit gekr\u00fcmmten Fl\u00e4chen besch\u00e4ftigt, die eine negative Kr\u00fcmmung haben. Im Gegensatz zur gew\u00f6hnlichen flachen oder euklidischen Geometrie, bei der die Summe der Innenwinkel in einem Dreieck 180 Grad betr\u00e4gt, haben Dreiecke in hyperbolischer Geometrie eine Summe von weniger als 180 Grad. Das bedeutet, dass die Geometrie auf gekr\u00fcmmten Oberfl\u00e4chen basiert, die anders als die uns vertrauten flachen Ebenen sind. Anders als in der flachen oder euklidischen Geometrie, bei der auf ebenen Oberfl\u00e4chen gearbeitet wird, betrachtet die sph\u00e4rische Geometrie Dinge auf der Oberfl\u00e4che einer Kugel. Ein wichtiger Unterschied liegt in den Winkeln. In der sph\u00e4rischen Geometrie ist die Summe der Innenwinkel in einem Dreieck gr\u00f6\u00dfer als 180 Grad. Das bedeutet, dass die \u00fcblichen Regeln, die man in der flachen Geometrie nutzt, hier nicht gelten. Die sph\u00e4rische Geometrie findet Anwendung in der Navigation, Astronomie und anderen Bereichen, in denen gekr\u00fcmmte Oberfl\u00e4chen eine Rolle spielen. Es ist eine Art, die Welt zu betrachten, wenn sie eher wie eine Kugel als eine flache Ebene ist.<\/p>\n<p>(6) Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung (21.1.2019): Der Zaun am Fluss. Siehe: https:\/\/www.bpb.de\/themen\/europaeische-geschichte\/geschichte-im-fluss\/270668\/der-zaun-am-fluss\/ (abgerufen am 21.11.2023).<\/p>\n<p>(7) Aristoteles \u2013 Organon. Topik; Meiner Verlag (Hamburg 1968).<\/p>\n<p>(8) Viehweg, Theodor: Topik und Jurisprudenz \u2013 Ein Beitrag zur rechtswissenschaftlichen Grundlagenforschung. C. H. Beck Verlag (M\u00fcnchen 1969).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltoffenheit Mehr denn je beeinflussen die Wissenschaften den heutigen Menschen. Deshalb k\u00f6nnen wissenschaftliche Themen nicht l\u00e4nger nur eine interne Angelegenheit von Eliten und Experten sein. Grundlage des vorliegenden Essays, das als Manifest verstanden werden soll, ist das eingehende Studium der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1095,"featured_media":1785027,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9150,9162,9143,11387],"tags":[118256,118255,118257],"class_list":["post-1785025","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europa-de","category-humanismus-und-spiritualitaet","category-meinungen","category-originalinhalt","tag-politischen-philosophie","tag-weltoffenheit","tag-wiener-kreis"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Weltoffenheit Mehr denn je beeinflussen die Wissenschaften den heutigen Menschen. Deshalb k\u00f6nnen wissenschaftliche Themen nicht l\u00e4nger nur eine interne\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Weltoffenheit Mehr denn je beeinflussen die Wissenschaften den heutigen Menschen. Deshalb k\u00f6nnen wissenschaftliche Themen nicht l\u00e4nger nur eine interne\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:author\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2023-12-01T17:11:24+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1024px-Body_of_Knowledge.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1024\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"800\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Pressenza Berlin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@pressenza_ger\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Pressenza Berlin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"25\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/\"},\"author\":{\"name\":\"Pressenza Berlin\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a\"},\"headline\":\"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert\",\"datePublished\":\"2023-12-01T17:11:24+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/\"},\"wordCount\":4555,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1024px-Body_of_Knowledge.jpg\",\"keywords\":[\"politischen Philosophie\",\"Weltoffenheit\",\"Wiener Kreis\"],\"articleSection\":[\"Europa\",\"Humanismus und Spiritualit\u00e4t\",\"Meinungen\",\"Originalinhalt\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/\",\"name\":\"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1024px-Body_of_Knowledge.jpg\",\"datePublished\":\"2023-12-01T17:11:24+00:00\",\"description\":\"Weltoffenheit Mehr denn je beeinflussen die Wissenschaften den heutigen Menschen. Deshalb k\u00f6nnen wissenschaftliche Themen nicht l\u00e4nger nur eine interne\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1024px-Body_of_Knowledge.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1024px-Body_of_Knowledge.jpg\",\"width\":1024,\"height\":800,\"caption\":\"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"name\":\"Pressenza\",\"description\":\"International Press Agency\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\",\"name\":\"Pressenza\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Pressenza\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\",\"https:\/\/x.com\/PressenzaIPA\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a\",\"name\":\"Pressenza Berlin\",\"description\":\"News from the Pressenza Bureau in Berlin, Germany\",\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/\",\"https:\/\/x.com\/pressenza_ger\"],\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/pressenza-berlin\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert","description":"Weltoffenheit Mehr denn je beeinflussen die Wissenschaften den heutigen Menschen. Deshalb k\u00f6nnen wissenschaftliche Themen nicht l\u00e4nger nur eine interne","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert","og_description":"Weltoffenheit Mehr denn je beeinflussen die Wissenschaften den heutigen Menschen. Deshalb k\u00f6nnen wissenschaftliche Themen nicht l\u00e4nger nur eine interne","og_url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/","og_site_name":"Pressenza","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","article_author":"https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/","article_published_time":"2023-12-01T17:11:24+00:00","og_image":[{"width":1024,"height":800,"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1024px-Body_of_Knowledge.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Pressenza Berlin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@pressenza_ger","twitter_site":"@PressenzaIPA","twitter_misc":{"Verfasst von":"Pressenza Berlin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"25\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/"},"author":{"name":"Pressenza Berlin","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a"},"headline":"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert","datePublished":"2023-12-01T17:11:24+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/"},"wordCount":4555,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1024px-Body_of_Knowledge.jpg","keywords":["politischen Philosophie","Weltoffenheit","Wiener Kreis"],"articleSection":["Europa","Humanismus und Spiritualit\u00e4t","Meinungen","Originalinhalt"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/","name":"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1024px-Body_of_Knowledge.jpg","datePublished":"2023-12-01T17:11:24+00:00","description":"Weltoffenheit Mehr denn je beeinflussen die Wissenschaften den heutigen Menschen. Deshalb k\u00f6nnen wissenschaftliche Themen nicht l\u00e4nger nur eine interne","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1024px-Body_of_Knowledge.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1024px-Body_of_Knowledge.jpg","width":1024,"height":800,"caption":"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/12\/global-science-zehn-thesen-zur-weltauffassung-im-21-jahrhundert\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Global Science \u2013 Zehn Thesen zur Weltauffassung im 21. Jahrhundert"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","name":"Pressenza","description":"International Press Agency","publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization","name":"Pressenza","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Pressenza"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","https:\/\/x.com\/PressenzaIPA"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/57bb5480943a496a7722b0248e4b658a","name":"Pressenza Berlin","description":"News from the Pressenza Bureau in Berlin, Germany","sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/Pressenza-Deutschland-sterreich-Schweiz-281675388658060\/timeline\/","https:\/\/x.com\/pressenza_ger"],"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/pressenza-berlin\/"}]}},"place":"","original_article_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1785025","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1095"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1785025"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1785025\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1785027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1785025"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1785025"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1785025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}