{"id":1775030,"date":"2024-11-13T10:03:52","date_gmt":"2024-11-13T10:03:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1775030"},"modified":"2024-11-13T14:29:15","modified_gmt":"2024-11-13T14:29:15","slug":"die-bedeutung-des-friedens-und-der-gewaltfreiheit-im-gegenwaertigen-moment-der-weltweite-marsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/11\/die-bedeutung-des-friedens-und-der-gewaltfreiheit-im-gegenwaertigen-moment-der-weltweite-marsch\/","title":{"rendered":"Die Bedeutung des Friedens und der Gewaltfreiheit im gegenw\u00e4rtigen Moment &#8211; Der Weltweite Marsch"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Wir ver\u00f6ffentlichen hier Silos (Mario Rodr\u00edguez Cobos) Rede, die er am 11. November 2009 in Berlin auf dem Gipfeltreffen der Friedensnobelpreistr\u00e4ger gehalten hat.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ein Marsch geht um die Welt <em>\u2013<\/em> der Marsch f\u00fcr Frieden und Gewaltfreiheit.<\/p>\n<p>\u00dcber dieses Thema werde ich vor diesem Forum eine kurze Ansprache halten. Ich tue dies in meiner Rolle als Begr\u00fcnder des Universalistischen Humanismus, der diesen Marsch inspiriert hat. Der Marsch hat den Ansto\u00df zu verschiedenen Initiativen und Aktivit\u00e4ten gegeben, unter anderem zu der symbolischen Tour eines begeisterten Teams, das drei Monate lang verschiedene L\u00e4nder durchqueren wird. Diese Tour begann am 2. Oktober in Wellington, Neuseeland, und wird am 2. Januar 2010 am Fu\u00dfe des Berges Aconcagua in Punta de Vacas, zwischen Argentinien und Chile, enden.<\/p>\n<p>Erstmals pr\u00e4sentiert wurde der Marsch am 15. November 2008 <em>\u2013<\/em> also vor knapp einem Jahr <em>\u2013<\/em> beim Symposium des Weltzentrums f\u00fcr Humanistische Studien im &#8222;Punta-de-Vacas-Park zum Studium und zur Reflexion&#8220;, und zwar mit der klaren Absicht, ein Bewusstsein f\u00fcr die gef\u00e4hrliche Situation zu schaffen, in der sich die Welt befindet <em>\u2013<\/em> eine Situation, die durch die erh\u00f6hte Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Konflikts, durch die Aufr\u00fcstung und die gewaltsamen milit\u00e4rischen Besetzungen fremder Gebiete gekennzeichnet ist.<\/p>\n<p>Dieser Vorschlag gesellschaftlicher Mobilisierung wird von der Humanistischen Bewegung und ihren Organismen vorangetrieben. Innerhalb weniger Monate haben sich tausende Personen, pazifistische und gewaltfreie Organisationen, verschiedenste Institutionen, die sich f\u00fcr die Menschenrechte einsetzen sowie Pers\u00f6nlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Politik dem Weltweiten Marsch angeschlossen; sie alle sp\u00fcren die Dringlichkeit dieses Moments. Der Marsch hat ebenfalls zahlreiche Initiativen in mehr als hundert L\u00e4ndern inspiriert und zur Bildung eines schnell wachsenden Ph\u00e4nomens kultureller Vielfalt gef\u00fchrt. An dieser Stelle sollte ich auch erw\u00e4hnen, dass zu diesem urspr\u00fcnglichen Basisteam ein weiteres Team hinzugekommen ist, das verschiedene L\u00e4nder des Mittleren Ostens bereist, sowie ein drittes Team, das in Mittelamerika unterwegs ist.<\/p>\n<p>Wir wissen nur zu gut, dass wir in einer weltweit \u00e4u\u00dferst kritischen Situation leben, gepr\u00e4gt von der Verarmung ganzer Regionen, der Konfrontation zwischen Kulturen und von Gewalt und Diskriminierung, die den Alltag breiter Bev\u00f6lkerungsteile vergiften. Heutzutage gibt es an zahlreichen Orten bewaffnete Konflikte und gleichzeitig erleben wir eine tiefgreifende Krise des internationalen Finanzsystems. Zu all dem kommt die wachsende nukleare Bedrohung hinzu, die letztlich die h\u00f6chste Dringlichkeit der Gegenwart darstellt. Das ist eine \u00e4u\u00dferst komplexe Situation. Zu den unverantwortlichen Interessen der Atomm\u00e4chte und dem Wahnsinn gewaltt\u00e4tiger Gruppen mit m\u00f6glichem Zugang zu nuklearem Material kleinerer Gr\u00f6\u00dfenordnung m\u00fcssen wir das Risiko eines m\u00f6glichen Unfalls hinzuz\u00e4hlen, der einen verheerenden Konflikt ausl\u00f6sen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Hierbei handelt es sich nicht um die Summe einzelner Krisen, sondern um ein Gesamtbild, das vom globalen Scheitern eines Systems zeugt, dessen Handlungsmethodologie die Gewalt und dessen zentraler Wert das Geld ist.<\/p>\n<p>Um eine atomare Katastrophe zu verhindern, die unsere mehr oder weniger unmittelbare Zukunft zu bedrohen scheint, m\u00fcssen wir eben heute an der \u00dcberwindung der gesellschaftlichen und pers\u00f6nlichen Gewalt arbeiten und gleichzeitig folgendes fordern:<\/p>\n<ol>\n<li>Die weltweite nukleare Abr\u00fcstung.<\/li>\n<li>Den sofortigen R\u00fcckzug der Invasionstruppen aus den besetzten Gebieten.<\/li>\n<li>Die progressive und proportionale Abr\u00fcstung der Massenvernichtungswaffen.<\/li>\n<li>Die Unterzeichnung von Nichtangriffsabkommen zwischen L\u00e4ndern.<\/li>\n<li>Den Verzicht auf den Einsatz von Krieg als Mittel zur Konfliktl\u00f6sung seitens der Regierungen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es muss dringend ein Bewusstsein f\u00fcr Frieden und Abr\u00fcstung geschaffen werden. Aber es ist auch notwendig, ein Bewusstsein f\u00fcr die Aktive Gewaltfreiheit zu wecken, um nicht nur die k\u00f6rperliche Gewalt, sondern jede Form von wirtschaftlicher, rassistischer, psychologischer, religi\u00f6ser und geschlechtsspezifischer Gewalt abzulehnen. Nat\u00fcrlich streben wir danach, dass diese neue Sensibilit\u00e4t zu einem festen Bestandteil der gesellschaftlichen Strukturen wird und sie bewegt, um den Weg f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Universelle Menschliche Nation zu bahnen.<\/p>\n<p>Der Weltweite Marsch ruft alle Menschen auf, mitzumachen und die Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00e4nderung unserer Welt in die eigenen H\u00e4nde zu nehmen, indem sie die pers\u00f6nliche Gewalt \u00fcberwinden und die Ausbreitung dieses positiven Einflusses in ihrer unmittelbaren Umgebung\u00a0 unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dieser ganzen Zeit finden in vielen St\u00e4dten und Ortschaften M\u00e4rsche, Festspiele, Foren, Konferenzen und andere Veranstaltungen statt, um ein Bewusstsein f\u00fcr die Dringlichkeit von Frieden und Gewaltfreiheit zu schaffen. Auf der ganzen Welt vervielfachen die Unterst\u00fctzungskampagnen dieses Signal, und zwar weit \u00fcber das hinaus, was man sich bisher vorstellen konnte.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal in der Geschichte wird ein Ereignis dieses Ausma\u00dfes durch Initiative der teilnehmenden Personen selbst in Gang gesetzt. Die wahre Kraft dieses Impulses r\u00fchrt aus der einfachen Handlung derjenigen, die sich aus ihrem Bewusstsein heraus einer w\u00fcrdigen Sache anschlie\u00dfen und sie mit anderen teilen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Dauer des Marsches bis Januar 2010 \u2013 dem Zeitpunkt, an dem die Umstrukturierung der Humanistischen Bewegung stattfinden wird \u2013 wurde Rafael de la Rubia zum Vertreter des humanistischen Organismus \u201eWelt ohne Kriege\u201c ernannt. Die Sprecher f\u00fcr die jeweiligen Kontinente sind: Michel Ussene f\u00fcr Afrika, Sudhir Gandotra f\u00fcr Asien, Giorgio Schultze f\u00fcr Europa, Tom\u00e1s Hirsch f\u00fcr Lateinamerika und Chris Wells f\u00fcr Nordamerika. Sie alle erhielten die Mission, die \u201eCharta f\u00fcr eine Welt ohne Gewalt\u201c von den Friedensnobelpreistr\u00e4gern &#8211; bei diesem Gipfel in Berlin &#8211; in Empfang zu nehmen, mit der Verpflichtung, sie in all den L\u00e4ndern zu verbreiten, die der Weltweite Marsch bereist.<\/p>\n<p>In eben dieser \u201eCharta\u201d werden die Grunds\u00e4tze zum Ausdruck gebracht, die weltweit von allen Menschen guten Willens unterschrieben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um langatmige Ausschweifungen zu vermeiden, m\u00f6chte ich lediglich den neunten Grundsatz dieser Charta hervorheben, der besagt: \u201eWir ersuchen die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedsstaaten, Mittel und Methoden in Betracht zu ziehen, um eine bedeutsame Anerkennung ethnischer, kultureller und religi\u00f6ser Vielfalt in multi-ethnischen Nationalstaaten zu f\u00f6rdern. Der moralische Grundsatz einer gewaltfreien Welt lautet: \u00bbBehandle die anderen so, wie Du selbst von anderen behandelt werden m\u00f6chtest\u00ab.\u201c<\/p>\n<p>Dieser moralische Grundsatz geht \u00fcber jede Norm und jede Rechtssprechung hinaus, um seine G\u00fcltigkeit auf menschlichem Gebiet aufgrund der Empfindung unserer gegenseitigen und gemeinsamen Anerkennung zu verankern, die jenseits jeder Berechnung und jeder Spekulation liegt.<\/p>\n<p>Dieser Grundsatz \u2013 von alters her als \u201eGoldene Regel\u201d des Zusammenlebens bekannt \u2013 ist einer von den 13 Grunds\u00e4tzen, die in diesem gro\u00dfartigen Dokument enthalten sind, das weit verbreitet werden muss.<\/p>\n<p>Andererseits d\u00fcrfen wir es nicht vers\u00e4umen, einige Punkte zu erw\u00e4hnen, die zu einem besseren Verst\u00e4ndnis unserer Aktivit\u00e4ten auf dem Gebiet der Gewaltfreiheit f\u00fchren. Es ist offensichtlich, dass die Voreingenommenheit uns gegen\u00fcber ihren Ursprung in S\u00fcdamerika hatte und sich dort im Laufe des gewaltfreien Kampfes gegen die Milit\u00e4rdiktaturen entwickelte. Es ist eindeutig, dass die Diskriminierung, der wir auf verschiedenen Gebieten ausgesetzt waren, auf die Desinformation und die systematische Verleumdung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, unter der wir in unseren Herkunftsl\u00e4ndern wie Argentinien und Chile \u00fcber Jahrzehnte gelitten haben. Die Diktaturen und ihre \u201eDesinformationsorgane\u201c haben ihre Netze seit jener Zeit gesponnen, in der unsere Aktionen verboten und unsere Aktivisten verhaftet, deportiert und ermordet wurden. Selbst heute noch kann man auf verschiedenen Breitengraden Recherchen \u00fcber die Verfolgung anstellen, unter der wir nicht nur von Seiten der Faschisten, sondern auch von Seiten einiger \u201ekonservativ denkender\u201c Sektoren gelitten haben. Und man sollte beachten, dass in dem Ma\u00dfe, in dem unsere Aktivit\u00e4ten sich entfalten, viele Friedensapostel sprichw\u00f6rtlich ihre Gew\u00e4nder zerrei\u00dfen und unser Schweigen fordern oder alle Gruppen oder Personen zurechtweisen, die uns \u00f6ffentlich erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p>Obschon diese Schm\u00e4hungen der Vergangenheit angeh\u00f6ren, st\u00f6\u00dft die gewaltfreie Aktion auch heute noch auf Geringsch\u00e4tzung, da man argumentiert, man werde au\u00dfer gro\u00dfe Reden zu halten nichts gegen\u00fcber den \u201ewirklich\u201c M\u00e4chtigen ausrichten k\u00f6nnen, die \u00fcber die Weltsituation entscheiden. Um dies an Beispielen zu verdeutlichen, schauen wir uns einige F\u00e4lle an:<\/p>\n<p>Der erste Fall bezieht sich auf die Kampagnen f\u00fcr die Abschaffung der Wehrpflicht, die vor ein paar Jahren von Humanisten in Argentinien durchgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Damals hielt man daran fest, es sei unm\u00f6glich das Gesetz der Wehrpflicht zu \u00e4ndern \u2013 vor allem, nachdem 1,5 Millionen Unterschriften, die im Laufe eines Aktionsjahres gesammelt wurden, ohne Begr\u00fcndung abgelehnt wurden. Daraufhin erkl\u00e4rte die Exekutive die Unzweckm\u00e4\u00dfigkeit dieses Versuchs, weil er \u201edie Nation schutzlos den m\u00f6glichen Aggressionen der angrenzenden L\u00e4ndern aussetzen w\u00fcrde\u201c. Die \u00f6ffentliche Meinung war jedoch bereits soweit sensibilisiert, dass die Debatte \u2013 ohne die Initiatoren des Projektes zu nennen \u2013 ins Rollen kam und in den Medien Echo fand. Sp\u00e4ter dann unterzeichnete der Pr\u00e4sident der Republik ein \u201eDekret zur Abschaffung des Wehrdienstes\u201c und ersetzte ihn durch den freiwilligen Milit\u00e4rdienst. Damals wurde jedoch argumentiert, diese Ma\u00dfnahme w\u00fcrde ergriffen, weil ein Soldat aufgrund von Misshandlungen in einer Kaserne ums Leben gekommen war. So wie die Dinge liegen, war die lange Kampagne und Mobilisation der Humanisten nicht umsonst, da das willk\u00fcrliche Gesetz begraben wurde.<\/p>\n<p>Der zweite Fall ereignete sich erst k\u00fcrzlich in der Tschechischen Republik.<\/p>\n<p>Das sogenannte \u201eRaketenabwehrschild\u201d war seit dem Jahr 2002 ohne das Wissen der\u00a0 tschechischen Bev\u00f6lkerung und der Europ\u00e4ischen Union in Planung. Im Juni 2006 f\u00f6rderte die Humanistische Bewegung die Entstehung eines B\u00fcndnisses verschiedener sozialer und politischer Organisationen, das zu Tage brachte, dass sich 70% der Bev\u00f6lkerung gegen dieses Projekt aussprach. Man forderte den Stopp dieses Projektes, das eine Gefahr darstellte, und verlangte gleichzeitig ein Referendum. Zwei Humanisten traten in einen Hungerstreik und pazifistische und gewaltfreie Organisationen begannen, den Protest zu unterst\u00fctzen. Diese Art Protest wurde ein Jahr lang aufrecht erhalten und es schlossen sich K\u00fcnstler, Akademiker, Wissenschaftler und B\u00fcrgermeister an. Schlie\u00dflich wurde der Protest auch im Europ\u00e4ischen Parlament vorgetragen. Im M\u00e4rz 2009 kam es unter Einwirkung verschiedenster Faktoren zum Sturz der damaligen Regierung, aber der Volksprotest und die parlamentarische Opposition z\u00f6gerten die Ratifizierung des Vertrages zwischen der Tschechischen Republik und den USA hinaus. Im September 2009 lie\u00df Obama vom Projekt des Raketenabwehrschildes in Tschechien und Polen ab.<\/p>\n<p>An dieser Stelle sollten wir zwei Themen betrachten, deren gesellschaftliche Reichweite noch nicht verstanden wurde.<\/p>\n<p>Wie uns allen bekannt ist, sind die Themen \u00d6kologie und Umweltschutz zu einem festen Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Selbst wenn einige Regierungen und gewisse Interessengruppen die Gefahr leugnen, die eine Missachtung des \u00d6kosystems birgt, sehen sie sich unter dem Druck der Bev\u00f6lkerung doch dazu gezwungen, zunehmend Ma\u00dfnahmen zu ergreifen \u2013 dem Druck einer Bev\u00f6lkerung, die sich immer mehr Sorgen um die Zerst\u00f6rung unseres gemeinsamen Hauses macht. Selbst unsere Kinder werden sich dieser Gefahr immer mehr bewusst und in den Grundschulen und den Medien ist das Thema des vorsorglichen Umgangs mit der Umwelt pr\u00e4sent und niemand kann sich dieser Sorge entziehen.<\/p>\n<p>Was aber das Thema Gewalt angeht, hinken wir betr\u00e4chtlich hinterher. Damit meine ich, dass die Verteidigung des menschlichen Lebens und der elementarsten Menschenrechte auf allgemeiner und globaler Ebene noch keine Wurzeln geschlagen hat. Immer noch rechtfertigt man Gewalt als Verteidigungsmittel und sogar als \u201ePr\u00e4ventivma\u00dfnahme\u201c gegen m\u00f6gliche Aggressionen. Und es sieht nicht so aus, dass man Entsetzen bei der Massenvernichtung schutzloser V\u00f6lker empfindet. Nur wenn die Gewalt unser eigenes Leben in Form von verbrecherischen Bluttaten streift, sind wir alarmiert, aber wir verherrlichen nach wie vor die schlechten Vorbilder, die unsere Gesellschaft und unsere Kinder von klein auf vergiften.<\/p>\n<p>Offensichtlich haben sich bislang weder die Idee noch die Sensibilit\u00e4t durchgesetzt, die in der Lage sind, eine tiefe Ablehnung und einen moralischen Ekel hervorzurufen und die uns von der Ungeheuerlichkeit der Gewalt in ihren verschiedenen Formen fernhalten.<\/p>\n<p>Von unserer Seite aus werden wir alle notwendigen Anstrengungen unternehmen, um die Themen des Friedens und der Gewaltfreiheit in der Gesellschaft nachhaltig zu verankern, und es ist offensichtlich, dass die Zeit kommen wird, in der sowohl individuelle als auch Massen-Reaktionen ausgel\u00f6st werden. Das wird der Augenblick sein, in dem unsere Welt eine radikale Ver\u00e4nderung erfahren wird.<\/p>\n<p>Zum Abschluss meiner kurzen Rede m\u00f6chte ich auf die \u201eCharta f\u00fcr eine Welt ohne Gewalt\u201c zur\u00fcckkommen, die von den Friedensnobelpreistr\u00e4gern und den mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Organisationen verfasst wurde, um ihre Vorschl\u00e4ge im Verlauf des Weltweiten Marsches f\u00fcr Frieden und Gewaltfreiheit voranzutreiben. Es wird uns eine gro\u00dfe Ehre sein, ihre Grunds\u00e4tze in den konkreten Aktionen des gesellschaftlichen Handelns mit anderen zu teilen, die uns mit Sicherheit in die erw\u00e4hnte neue Welt f\u00fchren werden.<\/p>\n<p>Das war alles, vielen Dank.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir ver\u00f6ffentlichen hier Silos (Mario Rodr\u00edguez Cobos) Rede, die er am 11. November 2009 in Berlin auf dem Gipfeltreffen der Friedensnobelpreistr\u00e4ger gehalten hat. 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