{"id":1772912,"date":"2023-10-09T16:19:39","date_gmt":"2023-10-09T15:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1772912"},"modified":"2023-10-09T16:19:39","modified_gmt":"2023-10-09T15:19:39","slug":"moderne-sklaverei-ist-hier-gut-versteckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/10\/moderne-sklaverei-ist-hier-gut-versteckt\/","title":{"rendered":"&#8222;Moderne Sklaverei ist hier gut versteckt&#8220;"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Ein Interview mit Eve McMullen \u00fcber ihren Einsatz gegen moderne Sklaverei<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Du arbeitest in einer der gro\u00dfen, britischen Organisationen, die Opfern moderner Sklaverei Unterst\u00fctzung anbieten. Was genau beinhaltet deine Rolle?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Leute kommen zu uns, wenn sie in den NRM (den Nationalen Vermittlungsmechanismus) aufgenommen wurden, und laut Gesetz sollen sie nur 45 Tage in diesem System bleiben, aber unsere Mandanten sind im Durchschnitt zwei Jahre bei uns, w\u00e4hrend sie auf ihre Entscheidungen warten. Wir sind also zu einem viel umfassenderen Unterst\u00fctzungssystem geworden, als beabsichtigt war. In erster Linie sollten wir Wegweiser sein und sie [die Mandanten] mit allen Unterst\u00fctzungssystemen verbinden, die sie brauchen &#8211; \u00dcberweisungen f\u00fcr psychologische Hilfe, den Hausarzt, Antr\u00e4ge auf Obdachlosigkeit. Da wir aber oft der einzige Unterst\u00fctzungsdienst sind, der sich jeden Monat pers\u00f6nlich mit diesen Menschen trifft, bieten wir letztendlich eine umfassendere Unterst\u00fctzung an. Ich helfe meinen Mandanten, was verschiedene Bed\u00fcrfnisse angeht, zum Beispiel bei der Unterbringung, der Gesundheit, der psychischen Gesundheit, der finanziellen Bildung, wenn sie Englischunterricht w\u00fcnschen, und bei der Suche nach einem Anwalt f\u00fcr ihren Einwanderungsfall.<\/p>\n<p><em><strong>Wie oft siehst du deine Mandanten?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen sie mindestens einmal im Monat vor Ort sehen, aber Mandanten, mit denen ein h\u00f6heres Risiko verbunden ist, haben einen erh\u00f6hten Kontaktplan, also sehe ich sie etwa alle zwei Wochen.<\/p>\n<p><em><strong>Deine Arbeit fokussiert sich auf Hilfe f\u00fcr Opfer moderner Sklaverei, stimmt das?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ja, nur Opfer moderner Sklaverei. Nur wenn sie im NRM sind, kommen sie zu uns &#8211; weil wir vom Innenministerium beauftragt sind, die Unterst\u00fctzung zu leisten, die sie eigentlich geben sollten. Aber moderne Sklaverei ist eine l\u00e4cherlich vage Kategorie. Sie umfasst die meisten Formen von Ausbeutung, die man sich vorstellen kann. Die meisten Menschen denken bei Menschenhandel an die traditionellen Assoziationen zum Sklavenhandel &#8211; aber viele unserer Mandanten haben sich f\u00fcr einen Umzug entschieden und wurden dabei ausgebeutet oder sind britische Opfer. Es gibt viele Menschen im Vereinigten K\u00f6nigreich, die Teil des Drogenhandels, der &#8222;County Lines&#8220; und der Zwangskriminalit\u00e4t waren. Wir arbeiten mit Opfern von h\u00e4uslicher Sklaverei, sexueller Ausbeutung, Zwangsarbeit und manchmal sogar Organentnahme.<\/p>\n<p><em><strong>Gibt es irgendwelche Arten von moderner Sklaverei, die im Vereinigten K\u00f6nigreich st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt sind als in anderen L\u00e4ndern?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Es gibt definitiv wiederkehrende Motive. Bei britischen Opfern geht es oft um Drogenhandel und Zwangskriminalit\u00e4t. Sie haben manchmal schon Sozialhilfe erhalten oder wurden von klein auf in Gangs herangezogen. Wenn ich meine Arbeit in einem anderen Teil des Landes, zum Beispiel in Nottingham oder Liverpool, machen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich wahrscheinlich noch h\u00e4ufiger auf diese F\u00e4lle sto\u00dfen. Da ich im S\u00fcdosten des Landes arbeite, haben wir es mit viel mehr Asylbewerbern zu tun. Es liegt einfach daran, dass sie hier ankommen. Der gr\u00f6\u00dfte Teil unserer Mandanten, ein Drittel, sind Albaner. Bei den meisten albanischen F\u00e4llen, mit denen ich es zu tun habe, handelt es sich um Frauen, die Opfer von Sexhandel geworden sind. Zunehmend erleben wir aber auch, dass junge albanische M\u00e4nner mit Tricks zur Arbeit im Drogenhandel oder zu unbezahlter Arbeit im Baugewerbe gezwungen werden. In den britischen Nachrichten h\u00f6ren wir viel \u00fcber den albanischen Exodus, aber vor Ort ist er \u00e4u\u00dferst beunruhigend.<\/p>\n<p>Ein weiterer, recht gro\u00dfer Anteil kommt aus nordafrikanischen L\u00e4ndern. Manchmal sind es Frauen, die vor Verfolgung fliehen, oder junge M\u00e4nner, die vor Konflikten entkommen m\u00f6chten. Oft wurden sie durch Libyen geschleust, wo Zwangsarbeit und Folter durch die Schmuggler anscheinend zum Standard geh\u00f6ren. Diese Geschichten geh\u00f6ren zu den schrecklichsten, die ich je geh\u00f6rt habe, sie beinhalten h\u00e4ufig Folter und Vergewaltigung.<\/p>\n<p>Selbst wenn Menschen es nach Gro\u00dfbritannien schaffen, sind sie nicht unbedingt sicher, da viele Formen der modernen Sklaverei hier gut versteckt sind. Wir sehen zum Beispiel viele philippinische Frauen, die von &#8211; oft sehr wohlhabenden &#8211; britischen Familien als Kinderm\u00e4dchen und Hausangestellte ausgebeutet werden. Nat\u00fcrlich sind nicht alle diese Unternehmen illegitim, aber es f\u00e4llt mir schwer, an einer Autowaschanlage oder einem Nagelstudio vorbeizugehen, ohne mir Gedanken \u00fcber die dort angestellten Gastarbeiter zu machen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1771589\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Eve_McMullen_cropped.jpg\" alt=\"\" width=\"825\" height=\"619\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Eve_McMullen_cropped.jpg 820w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Eve_McMullen_cropped-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px\" \/><\/p>\n<p><em><strong>Wie haben es die Leute in diesen F\u00e4llen geschafft, sich aus dem Menschenhandel zu befreien? Und im Fall der albanischen Frauen: Wurden sie in Albanien Opfer des Sexhandels und haben im Vereinigten K\u00f6nigreich Zuflucht gesucht, oder passierte ihnen so etwas im Vereinigten K\u00f6nigreich?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Wir sehen eine ganze Bandbreite. Ich kann nicht genug betonen, wie oft es sich bei diesen albanischen F\u00e4llen um ganz normale Frauen handelt, denen eine scheinbar legale Arbeit angeboten wird; die inhaftiert werden, um die Schulden ihrer Ehem\u00e4nner zu begleichen; die von einem Mann hintergangen wurden, den sie f\u00fcr ihren Freund hielten; oder die buchst\u00e4blich von der Stra\u00dfe entf\u00fchrt werden. Zwei unterschiedliche F\u00e4lle zum Vergleich: Ich habe mit einer Frau gearbeitet, die in Albanien von M\u00e4nnern angeworben wurde, unter Drogen gesetzt und erpresst wurde. Sie wurde dann quer durch Europa verschleppt. Sie [die Menschenh\u00e4ndler] neigen dazu, sie in verschiedene L\u00e4nder zu bringen &#8211; Deutschland, Frankreich, die Schweiz &#8211; alle f\u00fcr dieselbe Arbeit. Sie waren gerade dabei, sie nach Gro\u00dfbritannien zu bringen. Als ihr Lastwagen im Vereinigten K\u00f6nigreich ankam, konnte sie fliehen, statt ihre Arbeit dort fortzusetzen. Man h\u00f6rt viel \u00fcber Menschen, die durch &#8222;sichere&#8220; L\u00e4nder wie Frankreich oder Deutschland reisen, bevor sie in Gro\u00dfbritannien Asyl beantragen, aber ich habe viele F\u00e4lle erlebt, in denen sich die Opfer sicher waren, dass nur ein Ozean ausreicht, um sie vor erneutem Menschenhandel quer durch Europa zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Der andere Fall war eine Minderj\u00e4hrige, damals etwa sechzehn oder siebzehn Jahre alt, die aus Albanien kam. Sie dachte, sie sei in das Vereinigte K\u00f6nigreich gekommen, um h\u00e4uslicher Gewalt zu Hause zu entkommen. Sie dachte, sie k\u00e4me mit ihrem Freund. Aber ihr Freund verlie\u00df sie, sobald sie auf das Schiff nach Gro\u00dfbritannien gesetzt wurde. Das ist eine der Methoden, die sie anwenden: \u201eLover-Boy&#8220;. Sie t\u00e4uschen vor, ihr Freund zu sein, und rekrutieren sie [die Frauen] dann f\u00fcr die Prostitution. Ich bin nicht mehr leicht zu schocken, aber es gab einmal einen Fall, in dem eine Minderj\u00e4hrige aus ihrem Hotel im Vereinigten K\u00f6nigreich entf\u00fchrt wurde, um in einem \u00f6rtlichen Bordell zur Prostitution gezwungen zu werden. Mein Herz brach, als ich davon h\u00f6rte.<\/p>\n<p><em><strong>Wie oft erkennen Leute die Anzeichen moderner Sklaverei? Wie schwierig ist es, als au\u00dfenstehende Person in den Kreislauf einzudringen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Sehr schwierig. Vor allem, weil es nicht viel Bewusstsein zum Problem gibt. Teil der Arbeit unserer Organisation besteht darin, bei gro\u00dfen Unternehmen und in Gemeinden Aufkl\u00e4rungsarbeit zu moderner Sklaverei zu leisten. Aber die Grenzen sind oft unklar. In F\u00e4llen von Zwangsprostitution und Sexhandel ist es ganz offensichtlich, dass es sich um ein Verbrechen handelt, aber oft sind Arbeiter ohne Einwanderungsstatus betroffen, und die Leute, die sie anstellen, sind vielleicht keine schlechten Menschen, vielleicht aber doch. Wenn ihre Arbeitsbedingungen nicht gut sind, k\u00f6nnen sie nicht zur Polizei oder zur Gewerkschaft gehen, sie k\u00f6nnen nichts tun. Sie wissen, dass sie keinen Status haben und dass sie abgeschoben werden, wenn sie sich an die Beh\u00f6rden wenden. Es gibt Arbeitgeber, die sich daraus einen Nutzen ziehen.<\/p>\n<p><em><strong>Haben Menschen, die als illegale Einwanderer ins Vereinigte K\u00f6nigreich kommen, eine echte Alternative zu Arbeit, die sie moderner Sklaverei aussetzen k\u00f6nnte?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>[Lacht.] Ich w\u00fcrde gerne ja sagen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das die Realit\u00e4t ist. Viele der Gesetze zur modernen Sklaverei konzentrieren sich nicht wirklich auf Verhinderung oder Erkennung. Nicht ein einziger Fall, den ich hatte, kam vor Gericht oder wurde von der Polizei untersucht. Die Gesetzgebung konzentriert sich in erster Linie darauf, die Einwanderung zu stoppen, angeblich als Mittel, um auch den Menschenhandel zu beenden. Ein Gro\u00dfteil der Rhetorik, die im Moment verwendet wird, lautet: Wenn wir die Boote stoppen, stoppen wir auch die Menschenh\u00e4ndler. Das neue Gesetz \u00fcber illegale Einwanderung bedeutet, dass jeder, der auf &#8222;illegale&#8220; oder irregul\u00e4re Weise hierhergekommen ist, kein Recht hat, einen Antrag auf moderne Sklaverei oder Asyl zu stellen. Das liegt an der Einreiseart. Aber im Grunde genommen wird jemand, der von Menschenh\u00e4ndlern verschleppt wurde, immer auf illegalem Weg einreisen, das ist doch klar.<\/p>\n<p>Es gibt also einen gesetzlichen Rahmen, aber ich glaube nicht, dass es das Ziel dieses Rahmens ist, den Opfern zu helfen. Ich denke, es geht in erster Linie um Einwanderungskontrolle. Es gibt auch keine wirkliche Trennung zwischen der Polizei und den Vollzugsbeamten der Einwanderungsbeh\u00f6rde. Das ist in anderen L\u00e4ndern, wie etwa den Niederlanden, nicht so. Wenn man hier zur Polizei geht, ist es sehr wahrscheinlich, dass man angezeigt wird.<\/p>\n<p><em><strong>Hat der Brexit die Gesetzgebung stark beeinflusst?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, welche EU-Rechtsvorschriften es zur modernen Sklaverei gibt. Da es sich bei dem Thema, mit dem wir uns befassen, um ein relativ \u201eneues\u201c handelt, gibt es f\u00fcr viele Aspekte keine internationalen Rechtsvorschriften. Aber seit dem Brexit hat das Innenministerium mehr Spielraum f\u00fcr seine Einwanderungspolitik, wobei die Nationality and Borders Bill und die Illegal Migration [Bill] die beiden kennzeichnenden Ma\u00dfnahmen sind. Aus meiner Sicht widerspricht das, was sie tun, dem internationalen Recht \u2013 man sollte Menschen nicht daran hindern k\u00f6nnen, einen Asylantrag zu stellen, unabh\u00e4ngig davon, wie sie ins Land gekommen sind.<\/p>\n<p><em><strong>Das Innenministerium finanziert euch also, will aber gleichzeitig nicht, dass die Leute kommen&#8230;?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ja, das stimmt. Wir machen uns Sorgen, dass die Inkraftsetzung der neuen Gesetzgebung bedeuten wird, dass wir keine Opfer [h\u00e4lt inne, lacht] mehr in unserem Dienst haben werden. Denn wenn Menschen, die illegal einreisen, keinen Anspruch auf moderne Sklaverei geltend machen k\u00f6nnen\u2026Wahrscheinlich sind 80 Prozent meiner Mandanten, wenn nicht sogar mehr, Asylbewerber, und keiner von ihnen ist auf \u201enormalem\u201c Wege eingereist. Keiner von ihnen kam mit einem Visum oder mit dem Flugzeug hierher. Ich bin also ziemlich besorgt. Und du hast recht, es ist widerspr\u00fcchlich. Das Innenministerium finanziert uns, aber die Gesetzgebung ist nicht wirklich darauf ausgerichtet, den Menschen zu helfen, mit denen wir arbeiten.<\/p>\n<p><em><strong>Wenn die neue Gesetzgebung in Kraft tritt, werden die Menschen immer noch zu deiner Organisation als sicherem Ort kommen k\u00f6nnen? In der Realit\u00e4t werden nat\u00fcrlich weiterhin neue Menschen ins Vereinigte K\u00f6nigreich kommen&#8230;<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Das Problem ist, dass die Menschen \u00fcber den Nationalen Vermittlungsmechanismus zu uns kommen, den man durchl\u00e4uft, wenn man eine Klage wegen moderner Sklaverei einreicht. Normalerweise wird man von einem Beamten des Innenministeriums, einem Polizeibeamten oder einem Anwalt an uns verwiesen. Es gibt keine wirkliche M\u00f6glichkeit f\u00fcr Menschen, sich an uns zu wenden, wenn sie gerade im Land ankommen, als Zufluchtsort oder wie auch immer man es nennen m\u00f6chte. Wenn jemand nicht an den NRM verwiesen wird, kommt er nicht zu uns.<\/p>\n<p><em><strong>Du erw\u00e4hnst Zufluchtsorte. Deine Organisation bietet \u201eSafehouses\u201c in und au\u00dferhalb von London an. Wie funktionieren diese?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Safehouses sind Teil unseres NRM-Angebots f\u00fcr Personen, die keine anderen Unterbringungsm\u00f6glichkeiten haben. Wenn jemand einen Antrag auf moderne Sklaverei, aber keinen Asylantrag gestellt hat, hat er keinen Anspruch auf eine Unterkunft des Innenministeriums &#8211; in der Regel Hotels. Sie [die Antragsteller] haben keinen Anspruch auf \u00f6ffentliche Gelder, k\u00f6nnen also keine Sozialleistungen oder den Universalkredit beantragen. Wenn sie also keine Freunde oder Familienangeh\u00f6rigen im Land haben, bei denen sie unterkommen k\u00f6nnen &#8211; was bei vielen der Fall ist -, bleibt ihnen nur die Unterbringung in einer sicheren Unterkunft. Wir k\u00f6nnen ihnen immer einen Unterschlupf anbieten, aber wir k\u00f6nnen nie garantieren, wo dieser sein wird. Es gibt Safehouses im ganzen Land, vielleicht landen sie in Birmingham oder in London. Sie [die H\u00e4user] sind recht klein, sie werden von Leuten geleitet, die im Wesentlichen meine Arbeit machen. Sie [die Opfer] k\u00f6nnen dort so lange bleiben, wie sie es brauchen, aber prim\u00e4r soll die Unterbringung ihnen helfen, einen Plan f\u00fcr ihren weiteren Weg zu entwickeln. In der Regel landen mehr Hochrisiko-Mandanten in sicheren Unterk\u00fcnften, weil es f\u00fcr sie nicht viele andere M\u00f6glichkeiten gibt.<\/p>\n<p><em><strong>Z\u00e4hlen dazu auch Menschen, die dem Menschenhandel entkommen sind und die bef\u00fcrchten, dass die Menschenh\u00e4ndler sie wieder finden k\u00f6nnten?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ja, das kann der Fall sein. Und manchmal hat ein britischer Mandant zwar Zugang zu \u00f6ffentlichen Geldern, ist aber in dem Bezirk, in dem er derzeit untergebracht ist, nicht sicher. Das kommt h\u00e4ufiger beim Drogenhandel und bei erzwungener Kriminalit\u00e4t vor, wo wir buchst\u00e4blich F\u00e4lle haben, in denen Auftragsm\u00f6rder beauftragt werden, einen Mandanten zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p><em><strong>Gibt es \u00dcberschneidungen zwischen Obdachlosigkeit und Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr moderne Sklaverei?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Wohnungssituation in London ist im Moment [lacht] verr\u00fcckt. Viele unserer Mandanten werden als vorrangig bed\u00fcrftig eingestuft. Sie haben vielleicht gesundheitliche Probleme oder sind von Ausbeutung bedroht. Wir arbeiten mit den Menschen, von denen man annehmen w\u00fcrde, dass sie bei der Wohnungssuche Vorrang haben. Aber oft ist das nicht der Fall. Wenn die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden f\u00fcr die Unterbringung verantwortlich sind, m\u00fcssen sie ein Angebot f\u00fcr eine geeignete Unterkunft machen, und wenn sie [die Mandanten] dieses eine Angebot ablehnen, machen sie sich absichtlich obdachlos. Das ist eine wirklich gef\u00e4hrliche Bedingung. Ich hatte eine Familie, in der die Frau im sechsten Monat schwanger war. Sie leidet an einer lebensbedrohlichen Krankheit und kann nur in einem bestimmten Krankenhaus in London behandelt werden. Sie haben einen vierj\u00e4hrigen Sohn. Und sowohl der Mann als auch die Frau sind Opfer moderner Sklaverei. Sie musste ihre Unterkunft beim Innenministerium verlassen, weil sie ihren Fl\u00fcchtlingsstatus erhalten hatte, also gingen sie zur \u00f6rtlichen Beh\u00f6rde, wie es sich geh\u00f6rt, und die \u00f6rtliche Beh\u00f6rde sagte, Die einzige Wohnung, die wir Ihnen geben k\u00f6nnen, ist in Bradford. Das ist bei Leeds. Obwohl sie eine Krankenhausbehandlung in London ben\u00f6tigte. Und als sie dieses Wohnungsangebot ablehnten, sagte die \u00f6rtliche Beh\u00f6rde: \u201eNun, das ist das einzige Angebot, Sie haben sich absichtlich obdachlos gemacht. Wir k\u00f6nnen nichts anderes f\u00fcr Sie tun.\u201c Das ist ein extremes Beispiel, aber es zeigt, wie die Wohnsituation aussieht.<\/p>\n<p><em><strong>Durch deine Arbeit erf\u00e4hrst du viele Einzelheiten, pers\u00f6nliche Geschichten, und wie es ist, in so einer Situation zu sein. Das ist bei deinen Kollegen bestimmt \u00e4hnlich. Setzt ihr, als Organisation, dieses Wissen in Kampagnenarbeit um oder versucht, die Regierung zu sensibilisieren, die vielleicht nicht wei\u00df, wie kompliziert die Situation ist?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Wir versuchen es \u2013 die fehlenden Ressourcen sind manchmal ein Problem. Wir haben eine gewisse Lobbymacht. Es gibt eine Anti-Sklaverei-Koalition, die aus uns und einer Reihe gro\u00dfer Anti-Sklaverei-NGOs besteht, [und wir] haben eine Lobbyfront gegen das neue Gesetz \u00fcber illegale Migration gebildet. Die Lords stimmten wiederholt unseren \u00c4nderungsantr\u00e4gen zu, die darauf abzielten, Opfer moderner Sklaverei von einigen der h\u00e4rteren Bestimmungen des Gesetzes auszunehmen. Das ging ins Ping-Pong-Spiel mit dem Unterhaus. Und das Oberhaus kann sich leider nicht dar\u00fcber hinwegsetzen, wenn der Gesetzentwurf wiederholt vom Unterhaus abgelehnt wird. Unsere \u00c4nderungsantr\u00e4ge wurden also abgelehnt.<\/p>\n<p>Wir versuchen auch, Sozialforschung zu betreiben. Jedes Jahr haben wir ein Forschungsprojekt, das sich j\u00e4hrlich auf ein anderes Thema konzentriert. In diesem Jahr ging es aus naheliegenden Gr\u00fcnden um albanische Opfer. Ich war teilweise an diesem Projekt beteiligt. Es ging darum, unsere albanischen Mandanten zu ihren Geschichten zu befragen, die gemeinsamen Themen herauszufiltern und unsere Mandanten zu befragen &#8211; denn realistisch gesehen verf\u00fcgen wir \u00fcber eine der gr\u00f6\u00dften ungenutzten Datenbanken zu Opfern moderner Sklaverei im Land. Das Projekt soll im Oktober oder November ver\u00f6ffentlicht werden, und das wird ziemlich viel Aufmerksamkeit erregen.<\/p>\n<p><strong><em>Ich freue mich darauf, es zu sehen.<\/em> <\/strong><\/p>\n<p>Es ist n\u00fctzlich. Ich habe einige meiner Mandanten daf\u00fcr interviewt, damit ihre Geschichten verwendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em><strong>Hast du jemals Probleme mit Sprachbarrieren?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>[Lacht.] Keiner meiner aktuellen Mandanten spricht Englisch. Ich nehme Dolmetscherdienste in Anspruch. Aber man muss immer sensibel sein, wenn man \u00dcbersetzer einsetzt, denn es kommt auch zu kulturellen Missverst\u00e4ndnissen. Wenn man etwas Rechtliches und Wichtiges \u00fcber den Fall mitteilt und es nicht klar kommuniziert wird, kann man dem Mandanten viel Sorgen bereiten. Ich arbeite viel mit albanischen Dolmetschern. Die meisten, mit denen ich arbeite, sind sehr gut. Aber es gibt auch viel Misstrauen, sogar innerhalb der albanischen Gemeinschaft, deshalb muss man vorsichtig sein. Manche Leute arbeiten nur mit einem bestimmten Dolmetscher zusammen, weil sie eine besondere Beziehung zu ihm haben oder weil sie anderen Mitgliedern ihrer Gemeinschaft misstrauen. Sie [die Sprache] ist definitiv ein interessanter Teil der Arbeit. Nat\u00fcrlich muss ich meinen Mandanten oft Nachrichten \u00fcbermitteln, und ich muss mich viel mehr auf Google \u00dcbersetzer verlassen, als ich sollte.<\/p>\n<p><em><strong>Leute neigen dazu, zu vergessen, dass sprach\u00fcbergreifende Verst\u00e4ndigung oft der entscheidende Faktor in Situationen ist, in denen es um Menschenrechte geht\u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ganz genau. Und ich werde oft w\u00fctend im Namen meiner Mandanten, wenn ich versuche, sie an andere Unterst\u00fctzungsdienste zu verweisen, und wir versuchen, ihre Unabh\u00e4ngigkeit zu f\u00f6rdern, aber die anderen Unterst\u00fctzungsdienste weigern sich einfach, einen Dolmetscher einzusetzen. Wie sollen sie dann Zugang zur Unterst\u00fctzung erhalten? Manchmal muss man sich sogar mit Haus\u00e4rzten auseinandersetzen. Der staatliche Gesundheitsdienst [NHS] hat kostenlosen Zugang zu Telefondolmetschern, wann immer man sie braucht, und trotzdem muss man sich mit dem Hausarzt streiten, um einen Termin mit einem Dolmetscher zu bekommen. Wie k\u00f6nnen sie [die \u00c4rzte] erwarten, dass die Mandanten mit ihnen \u00fcber ihre Sorgen oder ihre psychische Gesundheit sprechen?<\/p>\n<p><em><strong>Vielleicht als letzte Frage: Sind dir bei deiner Arbeit zu moderner Sklaverei irgendwelche falschen Grundvorstellungen aufgefallen, die Menschen immer wieder zu dem Thema haben?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die meisten Menschen wissen einfach nicht, was es ist. Und ich denke, mit gutem Grund. Meiner Meinung nach ist es eine etwas konstruierte Kategorie, die die vielf\u00e4ltigen Formen der Ausbeutung, die Menschen erleben und deren Opfer sie werden k\u00f6nnen, nicht anerkennt. Aber ich arbeite mit Sozialarbeitern, Wohnungsvermittlern, \u00c4rzten und psychiatrischen Teams zusammen und merke, wie ich ihnen mindestens einmal pro Woche erkl\u00e4re, was moderne Sklaverei ist, was der NRM ist, was es bedeutet, dass unsere Opfer Erfahrungen gemacht haben, was es f\u00fcr ihren Einwanderungsstatus bedeutet. Es gibt einfach kein professionelles Wissen, geschweige denn \u00f6ffentliches Wissen. Und in der \u00d6ffentlichkeit herrscht die falsche Vorstellung, dass man von moderner Sklaverei oder Menschenhandel nur h\u00f6rt, wenn es um die Einwanderungspolitik geht, und deshalb denken sie, dass jeder, der mit einem Boot einreist, Opfer von Menschenhandel ist. Dabei ist ihnen nicht klar, dass moderne Sklaverei auch im Vereinigten K\u00f6nigreich vorkommen kann. Sie nimmt die unterschiedlichsten Formen an und hat nicht nur etwas mit Einwanderung zu tun.<\/p>\n<p><em><strong>Also verzerren die Medien auch das Bild\u2026?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Medien haben eine bestimmte politische Erz\u00e4hlung gef\u00f6rdert, die sich nicht wirklich auf die Opfer konzentriert. Nichts daran ist opferorientiert.<\/p>\n<p><em>Eve McMullen verlie\u00df die Organisation im Oktober 2023, um im Bereich der Menschenrechte zu arbeiten. Die in diesem Artikel ge\u00e4u\u00dferten Meinungen sind ihre eigenen, und nichts in diesem Artikel sollte als Ausdruck der Ansichten der Organisation verstanden werden.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Interview mit Eve McMullen \u00fcber ihren Einsatz gegen moderne Sklaverei Du arbeitest in einer der gro\u00dfen, britischen Organisationen, die Opfern moderner Sklaverei Unterst\u00fctzung anbieten. Was genau beinhaltet deine Rolle? 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