{"id":1764507,"date":"2023-09-11T16:33:56","date_gmt":"2023-09-11T15:33:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1764507"},"modified":"2023-09-12T12:04:40","modified_gmt":"2023-09-12T11:04:40","slug":"triage-findet-grundsaetzlich-statt-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/09\/triage-findet-grundsaetzlich-statt-teil-2\/","title":{"rendered":"\u201eTriage findet grunds\u00e4tzlich statt\u201c (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Interview: Ein Krankenpfleger erkl\u00e4rt, warum er keine Lust mehr hat<\/strong><\/p>\n<p><em>Daniel Steinbauer*, ausgebildeter Krankenpfleger, 33 Jahre, kennt die Pflegesituation in- und auswendig. Er liebt die Arbeit mit Menschen und hilft gerne Menschen in Not. Er hat mit Leidenschaft in Krankenh\u00e4usern, im Hospitz, auf der Intensiv und in einer Ayurvedaklinik gearbeitet. Doch obwohl er sich quasi seinen Arbeitgeber aussuchen kann, ist er jetzt ausgestiegen. Warum?<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/09\/triage-findet-grundsaetzlich-statt-teil-1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil 1 des Interviews<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong><em>Was ist deiner Meinung nach der Grund, weshalb es ist, wie es ist?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Am ehesten liegt den Assistenz\u00e4rzten noch am Patienten, sofern es ihnen gelungen ist, die Indoktrination an der Uni zu \u00fcberstehen. Den meisten wird dort schon das intellektuelle R\u00fcckgrat gebrochen; sich selbst Gedanken zu machen, ist nicht erw\u00fcnscht. Sie lernen dort nicht, was sie im Krankenhaus am Menschen k\u00f6nnen sollten, sondern werden auf Linie gebracht: Jeder Patient soll gem\u00e4\u00df den medizinischen Leitlinien gleich behandelt werden. Bei der Leitlinienerstellung sprechen aber auch Vertreter aus Wirtschaft und Pharmaindustrie ein W\u00f6rtchen mit. Man muss sich die Sponsoren der Fachgesellschaften nur ansehen, um zu sehen, was im Spiel ist. Fr\u00fcher war zum Beispiel ein N\u00fcchternblutzucker von 120 normal, heute ist man damit schon Diabetiker. Und noch besser: Inzwischen gibt es schon die sogenannte Pr\u00e4diabetes, die dann ebenfalls medikament\u00f6s behandelt werden soll. Das gleiche Spiel wurde mit Cholesterin gespielt: Dort wurde der Grenzwert f\u00fcr eine behandlungsbed\u00fcrftige Hypercholesterin\u00e4mie mehrfach nach unten korrigiert \u2013 was jedes Mal Tausende neuer Patienten bedeutet. Die Zeiten, bei denen \u00c4rzte mitsamt Familie auf Kosten von Pharma-Firmen in paradiesischen Umgebungen Urlaub machten, sind zwar schon ein paar Jahre vorbei, doch lange Jahre war es g\u00e4ngige Praxis.<\/p>\n<p>Der Mensch w\u00fcrde mehr gelten, w\u00e4re das ganze System anders organisiert.<\/p>\n<p><strong><em>N\u00e4mlich?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Erstens w\u00fcrde kein Politiker es wagen zu verlangen, dass mit der Versorgung von Kranken Gewinn gemacht wird. Die Gewinnabsicht f\u00fchrt dazu, dass Behandlungen durchgef\u00fchrt werden, nur weil sie Geld bringen. Auch \u00c4rzte kritisieren das. Vorsichtig behandelnde \u00c4rzte werden durch das System bestraft.<\/p>\n<p><strong><em>Sollten die Fallkostenpauschalen nicht gerade das eingrenzen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Man muss verstehen, wie das l\u00e4uft. Nehmen wir theoretisch an, eine Uniklinik behandelt im Jahr 20.000 Blinddarmentz\u00fcndungen, die jeweils z.B. 10.000 Euro Kosten verursacht haben. Dann belaufen sich die Fallkosten f\u00fcr einen Blinddarm n\u00e4chstes Jahr auf 10.000 Euro. Wenn du es dann schaffst, den Patienten loszuwerden, ehe die 10.000 Euro verbraucht sind, dann macht das Krankenhaus Gewinn. Umgekehrt veranlasst das System das Krankenhaus, F\u00e4lle m\u00f6glichst kompliziert darzustellen, weil das die Fallpauschale f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr erh\u00f6ht. Unter dem Strich kostet das die Kassen, und damit uns, jedes Jahr Milliardenbetr\u00e4ge \u2013 Geld, das dann nat\u00fcrlich an anderer Stelle fehlt, z.B. am Personal.<\/p>\n<p><strong><em>Und zweitens?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Zweitens g\u00e4be es ordentliches Essen. Man wei\u00df: Alle sieben Jahre ist jedes Molek\u00fcl unseres K\u00f6rpers ausgetauscht, das bedeutet die Qualit\u00e4t der Ern\u00e4hrung hat ma\u00dfgeblichen Einfluss auf den Ausgang der Behandlung. Die Essenspl\u00e4ne werden nicht in Auswertung der Patientendaten von einem Ern\u00e4hrungsexperten gemacht, wie man sich das w\u00fcnschen w\u00fcrde. Auch die Bestellung der Mahlzeiten ist in vielen Kliniken Aufgabe der Pflege \u2013 wie so viel anderes. Doch individuelle Vorlieben und Abneigungen k\u00f6nnen dabei oft wenig ber\u00fccksichtigt werden, Wunschkost oder spezielle Di\u00e4ten werden in aller Regel nur bei Anforderung durch den Stationsarzt umgesetzt. Dass es Patienten gibt, die folglich durch Angeh\u00f6rige mit Nahrungsmitteln versorgt werden, ist f\u00fcr mich erschreckend angesichts des relativen Reichtums in unserem Land.<\/p>\n<p><strong><em>Kann es sein, dass du ein wenig \u00fcbertreibst?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich beruhen meine Schilderungen auf meinen Erfahrungen aus meiner Zeit im System \u201eKrankenhaus\u201c, andere Pflegekr\u00e4fte haben vielleicht auch andere Erfahrungen gemacht. Allerdings habe ich in vielen Gespr\u00e4chen mit Kollegen festgestellt, meine Erfahrungen keine Einzelf\u00e4lle darstellen. Und meine Schilderungen hier sind ja letztlich nur die Spitze des Eisberges, nur das, was sich wirklich eingebrannt hat, und nicht das allt\u00e4gliche Elend, dem die Patienen Tag f\u00fcr Tag ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>Jedenfalls werde ich nicht arbeiten, wenn meine Eltern jemals ins Krankenhaus kommen, sondern werden bei ihnen sein. Du wei\u00dft nie, wer ins Zimmer kommt und irgendetwas macht. Ein beliebiges Beispiel aus diesem Alltag: Eine Bekannte hatte eine Teilentfernung der Blase. Nach einem Tag kam eine \u00c4rztin herein und hat angeordnet, den Katheter zu ziehen, obwohl der OP-Bericht des Chirurgen verlangte, dass er sieben Tage lang bleiben muss. Obwohl meine Bekannte darauf hingewiesen hat, wurde er trotzdem entfernt, eine sehr schmerzhafte Prozedur so kurz nach einer gro\u00dfen Operation und auch potentiell gef\u00e4hrlich. Drei Stunden sp\u00e4ter bekam sie einen Neuen \u2013 eine erneute, schmerzhafte und gef\u00e4hrlich Prozedur. Dazu keine Entschuldigung oder \u00c4hnliches.<\/p>\n<p><strong><em>Warum macht eine \u00c4rztin so was?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u00c4rzte verbringen wenig Zeit am Patientenbett, sie haben keinen Bezug zum Patienten und sehen oft nur die Diagnose. Ziel ist die z\u00fcgige Abverlegung oder Entlassung des Patienten nach erfolgreicher Behandlung nach Leitlinie. Au\u00dferdem haben \u00c4rzte, insbesondere Ober\u00e4rzte, h\u00e4ufig die Einstellung: Ich lasse mir nichts sagen, nicht von Kollegen und schon gar nicht von Pflegekr\u00e4ften. \u00c4rzte k\u00f6nnen eigenm\u00e4chtig Entscheidungen treffen, egal wie sinnvoll das gerade ist. In den seltensten F\u00e4llen findet ein ergebnisoffener Dialog zwischen Patienten und behandelnden \u00c4rzten aller Hierarchieebenen statt. Und kein Assistenzarzt w\u00fcrde die Entscheidung eines Oberarztes in Zweifel ziehen. Es ist so ein bisschen wie im wilden Westen: Wenn du erstmal der Sheriff bist, dann machst du die Regeln &#8211; und ein korrektiver oder kontrollierender Mechanismus fehlt.<\/p>\n<p><strong><em>Oho, gilt dieser Spielraum auch f\u00fcr die Pflegekr\u00e4fte?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es die \u00e4rztlichen Anordnungen und die Empfehlungen der Therapeuten, die den Rahmen meines Handelns im Krankenhaus eingrenzen. Doch Papier ist bekanntlich geduldig und so gibt es oft eine gro\u00dfe Diskrepanz zwischen dem, was tats\u00e4chlich am Patienten geschieht und dem, was die Patientendokumentation beschreibt. So werden viele Ma\u00dfnahmen, die z.B. f\u00fcr Zertifizierungen der Krankenh\u00e4user wichtig sind, dokumentiert, auch wenn die Ma\u00dfnahme in der Praxis vielleicht gar nicht durchgef\u00fchrt wurde. Dies gilt f\u00fcr Lagerungsintervalle der Patienten genauso wie f\u00fcr K\u00f6rperpflege. Es gilt das Prinzip: Verg\u00fctet wird das, was dokumentiert ist. Ob die Ma\u00dfnahme auch tats\u00e4chlich durchgef\u00fchrt wurde, ist dabei nicht nachzuvollziehen.<br \/>\nUnd gerade auf der Intensivstation kommt noch ein gro\u00dfer Handlungsspielraum dazu, was die Gabe von Medikamenten und Fl\u00fcssigkeitsinfusionen angeht: Hier liegt die Verantwortung zwar offiziell beim Arzt, der hat allerdings oft nicht alle Details der Behandlung auf dem Schirm, sodass viele Entscheidungen von Pflegekr\u00e4ften auf eigene Faust getroffen werden und im Nachhinein durch die \u00c4rzte angeordnet werden. Mal ganz davon abgesehen, dass ich als Pflegekraft letztlich freie Hand habe, welche Medikamente meine Patienten bekommen und welche nicht \u2013 Hauptsache, alles ist ordnungsgem\u00e4\u00df dokumentiert.<\/p>\n<p><strong><em>Das klingt so, als h\u00e4ttest du als Pfleger einen gro\u00dfen Spielraum gehabt.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Theoretisch nicht, aber rein praktisch ja. Es kontrolliert dich ja keiner. Du richtest die Tabletten und verabreichst sie den \u00e4rztlichen Angaben entsprechend. Aber die Dosierung kann ich erweitern, einschr\u00e4nken oder sogar auf Null fahren. Das bekommt keiner mit.<\/p>\n<p>Letztlich sieht es in der Praxis so aus: Du kommst zur Schicht und das erkl\u00e4rte Ziel ist, alle Patienten lebendig an die n\u00e4chste Schicht zu \u00fcbergeben. Wie das Ganze vonstattengeht, ist im Prinzip allen Verantwortlichen egal.<\/p>\n<p><strong><em>Gibt es denn keine Aufzeichnungen \u00fcber die Medikation?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Solche Aufzeichnungen gibt es. Ob aber die Anordnungen des Arztes 1:1 umgesetzt werden, daf\u00fcr gibt es keine Qualit\u00e4tskontrolle. Das ist vielleicht auch ein Grund, weshalb es immer wieder zu Mordskandalen in diesem Bereich kommt. Nat\u00fcrlich machen es die meisten Kolleginnen richtig, aber es gen\u00fcgt ja, wenn einer ausschert.<\/p>\n<p><strong><em>Gibt es noch einen dritten Aspekt, wie das ganze System anders organisiert sein sollte?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Drittens g\u00e4be es, der Situation angemessen, ausreichend Personal. Im Krankenhaus bist du an der vordersten Front. Wir sind f\u00fcr die Verb\u00e4nde, die Medikamente, das Essen und sogar f\u00fcr Aufkl\u00e4rungsgespr\u00e4che verantwortlich. Kaum ist der Arzt aus dem Zimmer, hei\u00dft es nicht selten: \u201eK\u00f6nnen Sie mir das alles nochmal verst\u00e4ndlich erkl\u00e4ren?\u201c Aber es geht auch um die seelische Situation. Viele Patienten brauchen einfach jemanden, der ihnen die Hand h\u00e4lt; auch daf\u00fcr sind wir zust\u00e4ndig, doch in aller Regel fehlt daf\u00fcr die Zeit. Man bemerkt in solchen Gespr\u00e4chen schnell, dass die personelle Ausstattung der Krankenh\u00e4user der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Misere ist. Doch genau das ist es, was seit Jahren ignoriert wurde und nun, wo das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, werden die verbliebenen Pflegenden in den Krankenh\u00e4usern mit Durchhalteparolen bei Laune gehalten und dar\u00fcber hinweg get\u00e4uscht, dass sich grunds\u00e4tzlich nichts \u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>Es ist schon eine groteske Situation: Lediglich auf Intensivstationen gibt es einen annehmbaren Personalschl\u00fcssel [Verh\u00e4ltnis Pflegekr\u00e4fte zu Patienten]. Der hohe Betreuungsaufwand der Apparate und die Schwere der Erkrankungen lassen hier keine Kompromisse zu und so muss sich eine Intensivpflegkraft in der Regel um zwei bis drei Patienten k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Doch ist diese akute Phase der Erkrankung \u00fcberstanden, werden die Patienten auf Normalstation verlegt. Hier liegt der Betreuungsschl\u00fcssel bei teilweise 12 \u2013 15:1. Zudem kommen auf solchen Stationen mittlerweile auch immer mehr Pflegekr\u00e4fte mit einer lediglich einj\u00e4hrigen Ausbildung zum Einsatz, mittlerweile auch immer mehr Pflegekr\u00e4fte aus dem Ausland, wo die sprachliche Barriere den Ablauf und die Organisation zus\u00e4tzlich erschwert.<\/p>\n<p>Die w\u00e4hrend der Corona-Pandemie so h\u00e4ufig diskutierte \u201eTriagierung der Patienten\u201c [Priorisierung medizinischer Hilfeleistungen] ist schon, seit ich in diesem Bereich arbeite, ein normaler Bestandteil des Arbeitsalltages: Man muss abw\u00e4gen, welche Ma\u00dfnahmen gerade wichtiger sind als andere; f\u00fcr die Dinge am Ende der Liste ist dann oft keine Zeit.<\/p>\n<p>Und wenn Behandlungsfehler passieren \u2013 und dass diese passieren, ist nur zu menschlich \u2013 wird von Seiten des Krankenhauses oft gemauert, Verantwortung abgeschoben und werden Tatsachen verschleiert. So verschwinden wichtige Dokumente teilweise ganz, und die Einsicht in die eigenen Patientendaten wird den Patienten mit Verweis auf datenschutzrechtliche Bedenken erschwert \u2013 v\u00f6llig absurd, da sich die Daten ja auf diejenige Person beziehen, welche die Einsicht verlangt. Im Zweifel hilft dann nur noch ein guter Fachanwalt bei der Durchsetzung der Patientenrechte. Doch diese F\u00e4lle sind selten, oftmals gibt es gar keine Angeh\u00f6rigen oder die Angeh\u00f6rigen scheuen den juristischen Streit.<\/p>\n<p>Dann gibt es nat\u00fcrlich auch die Art von \u00c4rzten, die eigenm\u00e4chtig Entscheidungen treffen, die dann aber auch wieder keinem korrektiven Mechanismus untergeordnet sind.<\/p>\n<p><strong><em>Was f\u00fcr ein Betreuungsschl\u00fcssel w\u00e4re n\u00f6tig?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich denke, dass man mit einem Betreuungsschl\u00fcssel von 8:1 den Menschen im Krankenhaus besser gerecht werden k\u00f6nnte. So w\u00e4ren gen\u00fcgend zeitliche Reserven mit eingeplant, um Krisensituationen mit Patienten besser bew\u00e4ltigen und kurzfristige Personalausf\u00e4lle besser abfedern zu k\u00f6nnen. Das Problem ist, dass das Krankenhaus per Definition mit den Themen Verg\u00e4nglichkeit und Sterblichkeit verkn\u00fcpft ist, zutiefst tabuisierte Themen in unserer Gesellschaft. Daher findet kein \u00f6ffentlicher Diskurs zu diesem Thema statt und viele Menschen haben ja auch gar keine Vorstellung von den Zust\u00e4nden im Krankenhaus \u2013 solange, bis sie selbst oder jemand aus ihrer Familie in so einem Bett liegt. Dann ist die Ern\u00fcchterung und der Frust oft gro\u00df, wenn man die Behandlungsdefizite bemerkt. Leider ist gerade die seelisch Vernachl\u00e4ssigung System. Letztlich \u00fcberl\u00e4sst es das \u201eSystem Krankenhaus\u201c den Pflegenden, wie viel emotionale Zuwendung sie Patienten schenken.<\/p>\n<p><strong><em>Hat die Corona-Krise zu irgendeiner Art von Umdenken gef\u00fchrt, gar zu Verbesserungen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Jein. W\u00e4hrend der Pandemie, als das Gesundheitssystem zu kollabieren drohte, wurden wir teilweise von der Bundeswehr unterst\u00fctzt. Nat\u00fcrlich sind Soldaten, die keinerlei medizinische Ausbildung haben, auch nur eine begrenzte Hilfe in einem so hoch spezialisierten System. Doch diese Ma\u00dfnahmen wurden bereits vor Beginn des Ukraine-Krieges eingestellt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem erinnern wir uns an den Beifall von den deutschen Balkonen f\u00fcr die Helden im Krankenhaus. Dass diese Helden mit Abklingen der Pandemie wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden w\u00fcrden, war f\u00fcr mich klar und keine \u00dcberraschung. Insgesamt hat die Corona-Pandemie eher gezeigt, dass es kein wirkliches Interesse der Verantwortlichen gibt, die n\u00f6tigen Ver\u00e4nderungen einzuleiten. Meine Frustration dar\u00fcber, den eigenen Anspr\u00fcchen nicht zu gen\u00fcgen und die Arbeit nicht so tun zu k\u00f6nnen, wie man es einmal gelernt hat (\u201eDer Patient steht im Mittelpunkt und ist individuell entsprechend seiner Bed\u00fcrfnisse zu versorgen. Die W\u00fcrde des Menschen ist das h\u00f6chste Gut\u201c) lie\u00df zuletzt meinen Wunsch wachsen, mich aus diesem System zu verabschieden. Zu gro\u00df ist aus meiner Sicht der Einfluss derer, die vom derzeitigen Status Quo profitieren. Mein Gef\u00fchl ist, dass es auf h\u00f6herer Ebene einen Unwillen, vielleicht auch mit finanziellem Anreiz, dagegen gibt, den Status Quo im Sinne der Patienten und Mitarbeiter im Krankenhaus zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Man muss sich die groteske Situation vor Augen halten, wo gro\u00dfe Konzerne aus dem Bereich Pharma mittlerweile marode Krankenh\u00e4user aufkaufen, um sie dann in das eigene Vertriebsnetz zu integrieren \u2013 ohne Mehrwert f\u00fcr die Gesellschaft (Kosteneinsparungen) oder den Patienten (bessere Behandlung). Die Vorteile liegen bei den produzierenden Konzernen: Sie k\u00f6nnen Preise diktieren und die eigenen Krankenh\u00e4user zum Kauf von ggf. \u00fcberteuerten Produkten zwingen und so Geld aus \u00f6ffentlichen Kassen auf private Konten sp\u00fclen.<\/p>\n<p>Und diese Produkte zielen meiner Empfindung nach nicht darauf ab, das Leid der Patienten zu beenden, sondern sie in eine m\u00f6glichst treue Kundschaft der Pharmaindustrie zu verwandeln, die abh\u00e4ngig von den chemischen Produkten dieser Firmen sind. Denn zwei Sorten von Menschen sind f\u00fcr diesen riesigen Industriezweig unrentabel: die Gesunden und die Toten. Und so wusste schon Paracelsus: \u201eAlso sollen wir wissen, dass zwei Arten der \u00c4rzte sind: die aus der Liebe handeln und aus dem Eigennutz.\u201c Ein paar Jahre in der Pflege haben mir gezeigt, dass er Recht hatte. Ich habe beide Typen von \u00c4rzten kennenlernen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><strong><em>Die Motivation eines Pflegenden, Menschen helfen zu wollen, unterst\u00fctzt das wenig<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nein, das zutiefst Menschliche ist im Krankenhaus nicht nur unwichtig, es spielt keine Rolle. Und f\u00fcr die Kollegen, die einfach \u201eDienst nach Vorschrift\u201c machen, ist der Alltag deutlich leichter zu bew\u00e4ltigen. Warum sollte man sich auch selbst zus\u00e4tzlichem Stress aussetzen, wenn dies weder wertgesch\u00e4tzt noch erwartet wird? Wei\u00dft du, wir hatten die Stechuhr in der Umkleide. Wenn mal weniger zu tun war, h\u00e4ttest ich gehen k\u00f6nnen, aber dann wird dir das vom Lohn abgezogen. Du hast nicht das Gef\u00fchl, dass man deine Arbeit wertsch\u00e4tzt. So was kommt nur von Patienten, aber nicht von der Leitung. Das zehrt schon an der Motivation. Wenn du Einsatz bringst, musst du das rechtfertigen, das ist w\u00fcrdelos und respektlos. Du bekommst n\u00e4mlich nicht mehr, wenn du l\u00e4nger bleibst, z.B. um eine Kollegin nicht h\u00e4ngen zu lassen. Bezahlt bekommst du das nur, wenn du das bei deinem Chef beantragt und gerechtfertigt hast. Logisch bleibst du auf Station, bis deine Schicht durch ist, auch wenn deine Arbeit l\u00e4ngst erledigt ist.<\/p>\n<p><strong><em>Gab es einen ganz konkreten Anlass, dass du hingeschmissen hast?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es gab f\u00fcr mich nicht die EINE Situation, bei der ich dachte \u201eJetzt reichts, das wars\u201c. F\u00fcr mich war es eine schleichende Entwicklung: Viele Kollegen stumpfen ab angesichts der Verh\u00e4ltnisse im Krankenhaus und der Machtlosigkeit, diese zu ver\u00e4ndern. Ich konnte das nicht und bin auch sehr froh dar\u00fcber. Ich habe mir oft ein paar Extraminuten f\u00fcr meine Patienten genommen und habe gemerkt, wie gut es ihnen getan hat. Doch oft hatte ich dadurch mehr Stress als meine Kollegen, war mit meinem Arbeitspensum im Verzug oder musste l\u00e4nger bleiben.<\/p>\n<p>Retrospektiv habe ich f\u00fcr dieses Engagement einen hohen Preis gezahlt: ein brachliegendes Privatleben, Schlafprobleme und eine gewisse Entfremdung von den eigenen Bed\u00fcrfnissen und Tr\u00e4umen. Ich lebte f\u00fcr die Arbeit im Krankenhaus, und kaum hatte ich frei, f\u00fchlte ich, wie ein Stecker gezogen wurde und mich dazu zwang, mich zu regenerieren. Allerdings nicht f\u00fcr mich, sondern um wieder diensttauglich zu sein. Oft hatte ich in meinen freien Tagen eine durchgehende Migr\u00e4neattacke, bis ich wieder zum Dienst musste.<\/p>\n<p>Und so war ich nicht weiterhin bereit, meine Lebenszeit und -energie in einem System zu verheizen, in dem der Patient und das Patientenwohl einen v\u00f6llig untergeordneten Stellenwert einnehmen und in dem auch hingenommen wird, dass die meisten Arbeitnehmer in diesem System im Laufe ihres Lebens arbeitsunf\u00e4hig werden. Entweder weil sie psychisch oder physisch an ihre Grenzen geraten und diese aber nicht anerkennen.<\/p>\n<p>Man wird ja auch eigentlich allein gelassen: Dort sind die Patienten, die Hilfe brauchen und da sind die Pflegekr\u00e4fte, die niemals den Berg von Arbeit bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen, der zu Schichtbeginn auf sie wartet.<\/p>\n<p><em>*Name anonymisiert aus naheliegenden Gr\u00fcnden<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview: Ein Krankenpfleger erkl\u00e4rt, warum er keine Lust mehr hat Daniel Steinbauer*, ausgebildeter Krankenpfleger, 33 Jahre, kennt die Pflegesituation in- und auswendig. Er liebt die Arbeit mit Menschen und hilft gerne Menschen in Not. 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