{"id":1749089,"date":"2023-07-02T21:08:12","date_gmt":"2023-07-02T20:08:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1749089"},"modified":"2023-07-03T11:34:53","modified_gmt":"2023-07-03T10:34:53","slug":"die-saubere-schweiz-und-der-dreckige-kohleabbau-in-borneo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/07\/die-saubere-schweiz-und-der-dreckige-kohleabbau-in-borneo\/","title":{"rendered":"Die saubere Schweiz und der dreckige Kohleabbau in Borneo"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die schmutzigen Methoden einer Zuger Rohstoffgruppe auf Borneo<\/strong><\/p>\n<p class=\"text_lead_in\">Indonesien hat der Bergbauindustrie den roten Teppich ausgerollt und es so geschafft, innerhalb eines Jahrzehnts zum weltweit gr\u00f6ssten Kohleexporteur aufzusteigen.<\/p>\n<p>Public Eye ist in das Herz des zweitgr\u00f6\u00dften Regenwaldes der Welt gereist, wo ein Dorf der indigenen Dayak seit 2019 mit einer Mine zu k\u00e4mpfen hat, die im Auftrag eines Schweizer Konglomerat betrieben wird. Es geht um Landgrabbing, um Luft- und Wasserverschmutzung &#8211; also darum, welche Opfer der Kohleabbau fordert.<\/p>\n<p>Auf dem vibrierenden Vorplatz der Kirche warten etwa f\u00fcnfzig Flip-Flops und Sandalen geduldig auf ihre Tr\u00e4ger*innen. An diesem Karfreitag hat sich die kleine christliche Gemeinde von Tumbang Olong versammelt, um f\u00fcr die Gesundheit eines ihrer Mitglieder zu beten. Sius war nach einer hitzigen Diskussion mit den \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden \u00fcber die Kohlemine in der N\u00e4he des Dorfes im Herzen des Regenwaldes von Borneo pl\u00f6tzlich krank geworden.<\/p>\n<p>Tumbang Olong. Ein Denkmal, das den \u00c4quator markiert, zwei Ortsteile, die schlicht Tumbang Olong I und Tumbang Olong II genannt werden, und eine Bruderschaft von Politikern an ihrer Spitze. Dieser kleine Ort in Kalimantan (dem indonesischen Teil der Insel Borneo), die haupts\u00e4chlich von indigenen Dayak-Gemeinschaften bewohnt wird, galt lange als friedlich und von der Welt abgeschieden.<\/p>\n<p>Doch seit 2019 spaltet der Betrieb einer Kohlemine, die sich etwa 20 Kilometer flussaufw\u00e4rts befindet, die Gemeinde. Ihre 900 Einwohner*innen leben nun im Rhythmus der Bagger und Lastwagen des Unternehmens Borneo Prima, das im Auftrag des in Zug ans\u00e4ssigen Konglomerats IMR Holding operiert. Es hinterl\u00e4sst eine Narbe aus Ru\u00df und Schlamm auf dem kahlen Sch\u00e4del des H\u00fcgels. Und macht, dass die Bev\u00f6lkerung krank wird.<\/p>\n<p>Nach dem Ende des \u00f6sterlichen Gottesdienstes in diesem Land der religi\u00f6sen Vielfalt bleibt die Ankunft von Besuchern mit vielen Fragen nicht unbemerkt. Mit der Unterst\u00fctzung der Basler NGO Bruno Manser Fonds verbrachten Public Eye und die indonesische Umweltorganisation Walhi eine Woche vor Ort, um die zweifelhaften Methoden eines besonders aufdringlichen Schweizer Minenunternehmens zu untersuchen.<\/p>\n<h3>Stra\u00dfe der Staubwolken<\/h3>\n<p>Das Zahnfleisch mag durch das Betelkauen eingef\u00e4rbt sein, der Mund ausgetrocknet vom s\u00fc\u00dfen Tee, aber sobald man \u00abBP\u00bb erw\u00e4hnt, das K\u00fcrzel, das hier f\u00fcr Borneo Prima steht, l\u00f6sen sich die Zungen in Tumbang Olong schnell.<\/p>\n<p>Die Bulldozer des Minenunternehmens haben zuerst die 300 Kautschukb\u00e4ume von Herrn Azis \u00abohne R\u00fccksprache oder Vorank\u00fcndigung\u00bb entfernt. Danach nahmen sie sich das Land vor, auf dem die Seele von Dewi Sertikas Tante ruht. Und schlie\u00dflich kontaminierte die Mine die Wasserquelle, welche die gesamte Gemeinde versorgt und die nach den ersten Bewohner*innen des Dorfes benannt ist, Manan und seine Frau Ilum.<\/p>\n<p>Die Mine der IMR-Gruppe f\u00f6rdert j\u00e4hrlich 2,3 Millionen Tonnen Kohle, die ausschlie\u00dflich per Lastwagen \u00fcber eine 140 Kilometer lange, holprige und unwegsame Piste zum Flussterminal Muara Laung transportiert werden. Von dort aus wird die Kohle auf breiten, tr\u00e4gen Lastk\u00e4hnen den Barito-Fluss entlang bef\u00f6rdert. Um schlie\u00dflich auf ausl\u00e4ndische M\u00e4rkte oder auf die Insel Java verschifft zu werden, wo IMR ein Stahlwerk besitzt.<\/p>\n<p>Zuvor m\u00fcssen die Schwerlaster jedoch buchst\u00e4blich Tumbang Olong I durchqueren. Eine unabl\u00e4ssige Flut von zehntausenden Lastwagen pro Jahr, die \u00fcberall Kohleh\u00e4ufchen verteilen und Staubwolken aufwirbeln. Ab und zu bleiben verungl\u00fcckte Lastwagen liegen. Manan, der ehemalige geistliche Damang-F\u00fchrer der Dayak-Gemeinschaft, fasst das vorherrschende Gef\u00fchl zusammen: \u00abWir werden wie Erdnussschalen behandelt\u00bb.<\/p>\n<div>\n<h3>Die Einheimischen f\u00fchlen sich wie Ausgesto\u00dfene im eigenen Land<\/h3>\n<p>Als Dewi Sertika aus der Kirche kommt, hat sie einiges zu erz\u00e4hlen: \u00ab Die Beh\u00f6rden sagen, es g\u00e4be keine Probleme. Aber der Dorfvorsteher von Tumbang Olong II wollte mein Wasser nicht trinken\u00bb. F\u00fcr diese junge Mutter, wie auch f\u00fcr die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Gemeinschaft, bleiben die Fl\u00fcsse die Wasserversorgung f\u00fcr alle Bed\u00fcrfnisse des t\u00e4glichen Lebens: Trinken, pers\u00f6nliche Hygiene, W\u00e4sche waschen und Putzen. Seit der Er\u00f6ffnung der Mine muss eine ganze Lebensweise neu erfunden werden. Vor allem in der Regenzeit, wenn die Wassermassen Kohle und Staub in die H\u00e4user, Lungen und M\u00e4gen sp\u00fclen.<\/p>\n<\/div>\n<div>Seit seiner Niederlassung befindet sich BP in einem Machtkampf mit der Gemeinschaft der Dayak. Da diese nicht in der Lage ist, das Minenunternehmen dazu zu zwingen, auf die Umwelt R\u00fccksicht zu nehmen, fordert sie die Firma dazu auf, zumindest Trinkwasser \u00fcber ein Tanksystem nach Tumbang Olong zu bringen. Die Bergleute stellen sich taub und die IMR-Gruppe, die sie besch\u00e4ftigt, h\u00fcllt sich seit den ersten kritischen Berichten des Bruno Manser Fonds Anfang 2022 in Schweigen. Tats\u00e4chlich scheint BP nur dann zu reagieren, wenn die Einwohner*innen Blockaden auf der Stra\u00dfe organisieren, \u00fcber die das Unternehmen die Kohle abtransportiert.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>In einem unternehmenseigenen Bericht \u00fcber die Umweltauswirkungen, den wir uns besorgt haben und der im Januar 2013 von seinem Direktor erstellt und handschriftlich unterzeichnet wurde, analysiert BP sorgf\u00e4ltig die lokale Demografie sowie das Konfliktpotenzial mit seiner Nachbarschaft. Da 68% der Mitglieder der Gemeinschaft von der Landwirtschaft abh\u00e4ngig sind, um zu \u00fcberleben, und die Fl\u00fcsse Murung und Barito zum \u00abTrinken, Baden und Waschen\u00bb genutzt werden, rechnet das Unternehmen mit \u00absignifikanten negativen Auswirkungen\u00bb auf die Wasserqualit\u00e4t. Das Unternehmen verspricht die Einrichtung eines Sedimentationsbeckens, um die Erosion zu verringern und den Abfluss von saurem Wasser aus der Mine zu begrenzen. Zehn Jahre, nachdem der Bericht verfasst wurde, haben wir vor Ort nicht die geringste Spur von solchen Ma\u00dfnahmen gefunden. Noch erstaunlicher ist, dass BP zugibt, dass sie dabei sind, in das Gebiet von gesch\u00fctzten Arten wie dem Langschwanzmakak, dem Nashornvogel (eine Vogelart mit einem gro\u00dfen Schnabel, mit einem wulstigen Aufsatz) und dem Meninting-Eisvogel einzudringen. Es wurden jedoch keinerlei Ma\u00dfnahmen getroffen, um deren Lebensraum zu erhalten, was eigentlich mit einem Wiederaufforstung Programm w\u00e4hrend und nach der Kohlef\u00f6rderung stattfinden sollte.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Die lokalen Beh\u00f6rden scheinen sich nicht um Gesundheitsstatistiken zu k\u00fcmmern. Laut einem internen Bericht, den wir einsehen konnten, waren Atemwegserkrankungen im Jahr 2022 die h\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr die Konsultation des \u00f6rtlichen Gesundheitszentrums, das Patient*innen aus f\u00fcnf D\u00f6rfern in der Umgebung der Mine betreut. Seit der Er\u00f6ffnung der Mine im Jahr 2019 steigen die Fallzahlen stetig, und Atemprobleme machen mittlerweile 30% der medizinischen Konsultationen aus. Die Leiterin des Dienstes sieht darin jedoch nur die \u00abAuswirkungen des Klimawandels\u00bb, der zu mehr Niederschl\u00e4gen f\u00fchrt. Dass die Bewohner*innen von Tumbang Olong I und II, die der Mine am n\u00e4chsten liegen, in den Statistiken \u00fcberrepr\u00e4sentiert sind, spielt f\u00fcr sie keine Rolle. \u00abBP beugt den Problemen mit dem von den Lastern aufgewirbelten Staub vor, indem das Unternehmen regelm\u00e4\u00dfig Wasser auf den Stra\u00dfen verspr\u00fcht\u00bb, schreibt sie in einem kuriosen medizinischen Gutachten.<\/div>\n<div>\n<h3>Die Schlupfl\u00f6cher<\/h3>\n<p>Die Verschmutzung von Wasser, Luft und Kulturen sind ein wiederkehrendes Problem in Kalimantan, einer Region, die durch den Holzhandel, die Palm\u00f6lindustrie und nun auch durch Kohlebergwerke ausgebeutet wird. Die Teams der Umwelt-NGO Jatam mit Sitz in Jakarta und von Greenpeace Indonesien haben Dutzende von Wasserproben aus den Fl\u00fcssen in den Bergbaugebieten entnommen. Die Ergebnisse sind katastrophal. In fast zwei Dritteln der von, Jatam entnommenen Proben wies das Wasser einen Aluminiumgehalt von mehr als 0,5 ppm auf, und das ist f\u00fcr den Reisanbau fatal.<\/p>\n<p>Auf Anfrage von Public Eye verweist Jatam auf die mangelnde Regulierung und den fehlenden Willen des Staates, Kontrollen durchzuf\u00fchren. Obwohl die Bergbaukonzessionen 10% des Landes bedecken, \u00abgibt es immer noch keine gesetzlichen Grenzwerte f\u00fcr Schwermetalle wie Aluminium\u00bb, so ihr Sprecher Ki Bagus Hadikusumo. \u00abUnd die Grenzwerte f\u00fcr den S\u00e4uregrad der Fl\u00fcsse sind zu hoch angesetzt und k\u00f6nnen die Landwirtschaft und die Fischerei nicht sch\u00fctzen\u00bb. Doch davon leben diese l\u00e4ndlichen Gemeinschaften.<\/p>\n<\/div>\n<div>Der zweitgr\u00f6\u00dfte Regenwald der Welt im Herzen Borneos sichert das \u00dcberleben eines einzigartigen \u00d6kosystems mit \u00fcber 6000 Pflanzen, die nur dort vorkommen , und vielen bedrohten Arten wie dem Orang-Utan und dem Gibbon-Affen. Die Dayak-Gemeinschaften dort waren \u00fcberwiegend Nomaden und lebten isoliert. In den sp\u00e4ten 1990er-Jahren zogen die zuk\u00fcnftigen Bewohner*innen von Tumbang Olong n\u00e4her an die Verkehrswege heran, um sich dort niederzulassen, wobei sie ihre Traditionen und die Kultur der m\u00fcndlichen \u00dcberlieferung beibehielten. Umweltsch\u00fctzer Thomas Wanly, selbst Dayak, fasst zusammen: \u00abNoch heute wird das Land mit blo\u00dfem Auge durch eine Gratlinie oder nat\u00fcrliche Kan\u00e4le aufgeteilt. Ein gro\u00dfer Baum kann die Grenze zwischen zwei Grundst\u00fccken darstellen\u00bb. Die Ankunft der Bergbauunternehmen hat diese Menschen in eine v\u00f6llig andere Realit\u00e4t versetzt.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Wanly ist auch Jurist; er arbeitet mit dem internationalen Programm Heart of Borneo zusammen, das sich f\u00fcr den Schutz der Biodiversit\u00e4t und der lokalen Bev\u00f6lkerung einsetzt, und begleitet f\u00fcnf F\u00e4lle von Landgrabbing durch Borneo Prima. Sein letzter Fall endete damit, dass seine Klientin zur Wiedergutmachung als K\u00f6chin im Bergbaubetrieb angestellt wurde. Trotzdem macht der Jurist weiter, auch wenn er k\u00fcrzlich einen Schlaganfall erlitten hat, der einen Teil seines K\u00f6rpers l\u00e4hmt. Denn f\u00fcr ihn ist das Emp\u00f6rendste, dass die m\u00fcndliche Tradition der Dayak ein \u00abrechtliches Schlupfloch\u00bb darstellt, das von Borneo Prima zynisch ausgenutzt w\u00fcrde, um \u00abuns das Land zu entrei\u00dfen\u00bb.\u00a0Im Gegenzug erhalten die Landbesitzer manchmal eine Entsch\u00e4digung und ein Arbeitsversprechen &#8230; Dieses wird jedoch nur selten eingel\u00f6st.<\/div>\n<div>\n<p>Public Eye konnte mehrere Besch\u00e4ftigte von BP treffen; um Repressalien zu vermeiden, haben wir ihre Namen ge\u00e4ndert. Anang* hat eine gegerbte Haut und die Unterarme von Menschen, die an harte Arbeit gewohnt sind. Wie andere aus der Dorfgemeinschaft hat er sich bei BP beworben, wo er umgerechnet einen Franken pro Stunde verdient. Anang meint: \u00abDer Lohn hier ist nicht gut. Die Leute rauchen bei der Arbeit und haben keine Sicherheitsgurte. In diesem Jahr habe ich bereits ein Dutzend Unf\u00e4lle mit Knochenbr\u00fcchen und Gehirnersch\u00fctterungen gesehen.\u00bb<\/p>\n<p>Trotz allem gibt es immer noch viele, die bereit sind f\u00fcr BP zu arbeiten. Raya, der eine abgewetzte Uniform tr\u00e4gt, sagt, er sei \u00abzu allem bereit, sogar dazu, den M\u00fcll aufzusammeln, nur um wieder dort zu arbeiten. Aber sie haben mir gesagt, ich h\u00e4tte das produktive Alter \u00fcberschritten\u00bb. Das ist das Bergbau-Paradox: In Tumbang Olong sind sich alle einig, dass die negativen Auswirkungen des Bergbaus die D\u00f6rfer entv\u00f6lkern, aber die Mine ist der einzige Arbeitgeber in der Region. Nach unseren Sch\u00e4tzungen besch\u00e4ftigt BP etwa 15 Dayak, das sind gerade einmal 5 % seiner Belegschaft. In seinem Umweltvertr\u00e4glichkeitsbericht von 2013 versprach das Unternehmen einen Anteil von 65 %. In den Holzh\u00fctten der Gemeinschaft kommt man immer wieder darauf zu sprechen, dass das Minenunternehmens \u00absein Versprechen nicht gehalten\u00bb hat.<\/p>\n<\/div>\n<div>Die in dem Land t\u00e4tigen Schweizer Unternehmen k\u00f6nnten zudem bald in der Lage sein, die indonesische Justiz einfach zu umgehen. Nach dem Freihandelsabkommen, das 2018 unterzeichnet und 2021 in einer Volksabstimmung best\u00e4tigt wurde, hat die Schweiz k\u00fcrzlich mit Jakarta ein neues bilaterales Investitionsschutzabkommen abgeschlossen: Schweizer Unternehmen erm\u00f6glicht es, sich direkt an ein internationales Gericht zu wenden, ohne die nationale Gerichtsbarkeit zu bem\u00fchen. So werden die Interessen von Investoren besser gesch\u00fctzt. Diesen Rechten stehen jedoch keine Pflichten gegen\u00fcber. Die Verantwortung der Unternehmen, die international anerkannten Menschenrechte sowie Umweltstandards zu respektieren, sind im Abkommen nicht verbindlich festgeschrieben.<\/div>\n<div>\n<h3>Der unsichtbare Staat<\/h3>\n<p>Die Strategie der Enthaltung der indonesischen Regierung sticht besonders ins Auge in einem Land, das es gewohnt ist, sein Schicksal in die eigenen H\u00e4nde zu nehmen. Sei es die Ausrufung der Unabh\u00e4ngigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die Schaffung und Durchsetzung einer Nationalsprache in einem Land, das in 17\u2019000 Inseln und rund 700 Sprachen zersplittert ist, grosse demographische Projekte (wie das staatliche Programm Transmigrasi mit seinen 2,5 Millionen Umsiedler*innen auf die am wenigsten bev\u00f6lkerten Inseln Anfang der 1980er Jahre) oder Programme zur Ern\u00e4hrungssicherheit (Mega Rice oder in j\u00fcngster Zeit Food Estate).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Im Bericht \u00abHungry Coal\u00bb beschreibt Jatam ein Land im st\u00e4ndigen Konflikt zwischen den Interessen der Kohleindustrie und dem Kampf, die Ern\u00e4hrung einer schnell wachsenden Bev\u00f6lkerung \u2013 auf voraussichtlich fast 300 Millionen Menschen im Jahr 2030 \u2013 zu sichern. Die Minen verschlingen das fruchtbarste Land und konkurrieren auf einem st\u00e4ndig schrumpfenden Territorium direkt mit dem Reisanbau, der die Grundlage f\u00fcr die Ern\u00e4hrung der Bev\u00f6lkerung bildet.<\/p>\n<p>Durch die Liberalisierung der ausl\u00e4ndischen Investitionen und sp\u00e4ter die Dezentralisierung der Bewilligungsverfahren f\u00fcr den Bergbau, wodurch die regionalen Beh\u00f6rden f\u00fcr die Vergabe von Konzessionen zust\u00e4ndig wurden, stieg die Zahl der Bergbaulizenzen in den 2000er-Jahren explosionsartig an. Ein Jahrzehnt sp\u00e4ter wurde Indonesien zum weltweit gr\u00f6ssten Exporteur dieses Sedimentgesteins, noch vor Australien. Allein f\u00fcr Kohle gibt es heute 998 Abbaulizenzen mit einer Fl\u00e4che von \u00fcber neun Millionen Hektar, haupts\u00e4chlich in Kalimantan und Sumatra. Das ganze trotz der j\u00fcngsten Bereinigung durch die Zentralbeh\u00f6rden, bei der Hunderte von nicht genutzten oder nicht tragf\u00e4higen Lizenzen gestrichen wurden.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2023 erwartet der Minister f\u00fcr Energie und Bodensch\u00e4tze eine Produktion von 695 Millionen Tonnen Kohle, wovon drei Viertel f\u00fcr regionale Grossm\u00e4chte wie China, Indien und S\u00fcdkorea bestimmt sind.<\/p>\n<p>Dank seiner endlosen K\u00fcstenkilometer und langen Fl\u00fcsse musste Indonesien nicht in teure Infrastruktur wie moderne Eisenbahnstrecken investieren, um seine Kohle zu exportieren. Sein Bergbau besteht gr\u00f6sstenteils aus einem Ameisenhaufen kleiner Minen, die auf die n\u00e4chstgelegenen Fluss- oder Seewege ausgerichtet sind.<\/p>\n<\/div>\n<div>\u00abDieses System hat es auch den regionalen Beh\u00f6rden erm\u00f6glicht, sich durch die Vergabe von Lizenzen zu bereichern\u00bb, stellt Ki Bagus Hadikusumo von der NGO Jatam mit Verbitterung fest. Die politische Elite ist bis in die h\u00f6chsten Ebenen hinein in den Bergbau investiert. Zwei S\u00f6hne von Pr\u00e4sident Joko Widodo (genannt \u00abJokowi\u00bb) sassen im Verwaltungsrat eines Kohlebergbauunternehmens, und mehrere seiner Minister sind direkte Eigent\u00fcmer. Die Legislative ist von dieser Einflussnahme nicht ausgenommen. Laut einer Analyse von Jatam sind 55% der Parlamentsmitglieder Unternehmer, die H\u00e4lfte davon im Bergbausektor. Transparency International listet Indonesien auf Platz 110 (von 180) seines Korruptionswahrnehmungsindexes. Fast ein Drittel der Bev\u00f6lkerung gibt an, dass sie in den letzten zw\u00f6lf Monaten Beamt*innen bestechen mussten.<\/div>\n<div>\n<h3>Die Stimmen der Entwicklung<\/h3>\n<p>Tarigan, der aus einer Familie stammt, die seit Generationen in der Politik aktiv ist, leitet das Dorf Tumbang Olong I seit siebzehn Jahren. Die Strasse, die durch das Dorf f\u00fchrt, wurde in seiner Kindheit von einem Holzunternehmen gebaut. Der 40-J\u00e4hrige, der 2025 seine dritte und letzte Amtszeit beenden wird, anerkennt die Schwierigkeit seiner Rolle als Vermittler zwischen der Gemeinde und der Mine. Er betont zwar die Notwendigkeit einer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung, um \u00abdie Gemeinschaft zu st\u00e4rken\u00bb, gleichzeitig \u00e4ussert Tarigan Bedenken, \u00abSeite an Seite\u00bb mit einem \u00abUnternehmen zu leben, das keinerlei soziale und \u00f6kologische Verantwortung \u00fcbernimmt\u00bb.<\/p>\n<\/div>\n<div>Mit diesem Dilemma sieht sich ganz Indonesien, das viertbev\u00f6lkerungsreichste Land der Welt, konfrontiert. Pr\u00e4sident Jokowi h\u00fctet sich davor, den Bergbau und seine Ausw\u00fcchse zu kritisieren. 2013 mit dem Versprechen gew\u00e4hlt, ein Wirtschaftswachstum von 7% aufrechtzuerhalten, hat er letztendlich nur die Abh\u00e4ngigkeit des Landes von der Kohle verst\u00e4rkt \u2013 und das sowohl bei den Exporten als auch beim heimischen Verbrauch von Strom aus dem Sedimentgestein. Der Anteil der Kohle am Energiemix liegt heute bei 60% und wird voraussichtlich weiter steigen, da im Rahmen eines 2015 gestarteten Regierungsprogramms neue Minen er\u00f6ffnet und Kohlekraftwerke gebaut werden. Die Kampagne l\u00e4uft unter dem K\u00fcrzel \u00ab35 GW\u00bb, was f\u00fcr die zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4t des Stromnetzes steht, von der 20 Gigawatt auf Kohle entfallen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Wie zum Beweis, dass das Thema heikel ist, haben sich indonesische Beamte nur unter der Wahrung der Anonymit\u00e4t zu einem Gespr\u00e4ch mit uns bereit erkl\u00e4rt. \u00abKohle ist ein notwendiges \u00dcbel, um unsere Entwicklung voranzutreiben. Sie ist eine \u00dcbergangsenergie \u00bb. So die offizielle Aussage. Das Land nimmt sich, wie Indien, bis 2060 Zeit, um Net Zero, die CO2-Neutralit\u00e4t, zu erreichen. Und bis 2037, um aus der umweltsch\u00e4dlichsten aller fossilen Energien auszusteigen, w\u00e4hrend es weiterhin in die entsprechende Infrastruktur investiert.<\/div>\n<div>\n<p>\u00abIndonesien hat keinen glaubw\u00fcrdigen Plan f\u00fcr den Kohleausstieg\u00bb, kritisiert Isabelle Suarez, eine ehemalige Mitarbeiterin der Umweltorganisation Crea. Die auf S\u00fcdostasien spezialisierte Analystin verweist auch auf die Rolle Chinas und seine 5,5 Mrd. US-Dollar, die im Rahmen des Projekts Neue Seidenstrasse (One Belt One Road) in neue Kohlekraftwerke investiert wurden. Das Projekt wurde 2013 ins Leben gerufen, um insbesondere die Infrastruktur in Asien und Afrika zu entwickeln. F\u00fcr Isabelle Suarez exportiert Peking nach und nach seine Kohleindustrie: \u00abTrotz seines Versprechens, die Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland einzustellen, hat sich China zu einem wichtigen Geldgeber f\u00fcr firmeneigene Kohlekraftwerke in Indonesien entwickelt. \u00bb<\/p>\n<p>Also Kraftwerke, deren Stromproduktion f\u00fcr einen spezifischen Industriebetrieb vorgesehen ist.<\/p>\n<\/div>\n<div>Aus Sicht des Klimaschutzes ebenso beunruhigend ist die Nickel-Thematik: Das Metall ist in Indonesien reichlich vorhanden und wird unter anderem f\u00fcr die Herstellung von Elektrobatterien ben\u00f6tigt. Obwohl dieses Metall das Land zu einem strategischen Akteur der Energiewende macht, treibt sein Abbau den CO2-Fussabdruck Indonesiens in die H\u00f6he. \u00abDie industriellen Prozesse st\u00fctzen sich hierzulande ausschliesslich auf kohlebetriebene Giessereien. Das indonesische Paradox ist, dass ein steigender Bedarf an elektrischen Batterien die Kohleproduktion ankurbelt\u00bb, so Imam von der NGO Jatam.<\/div>\n<div>\n<h3>Die Opfer der Kohle<\/h3>\n<p>Die Provinz Ostkalimantan mit ihren 319 Kohleminen ist das beste Beispiel f\u00fcr diesen Run auf die Kohle. Die lokalen Beh\u00f6rden haben dort mehr Bergbaulizenzen vergeben als in jeder anderen Region. In Zeiten fallender Preise, wie zwischen 2015 und 2020, verlassen die Bergleute einfach den Ort, ohne den Tagebau wieder zuzusch\u00fctten oder das Gebiet abzusperren. In der zerkl\u00fcfteten Landschaft bilden die verlassenen Minen riesige Seen, die mit Regenwasser gef\u00fcllt sind. Rund um die Stadt Samarinda, deren Gebiet zu 80% von Konzessionen eingenommen wird, sind 80 Sch\u00e4chte ihrem Schicksal \u00fcberlassen worden, wie eine Studie von Jatam aus dem Jahr 2019 festh\u00e4lt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Bei den verlassenen Minen geht es nicht nur um die Verschandelung der Landschaft. Laut Jatam sind in den letzten zw\u00f6lf Jahren 34 Kinder in diesen k\u00fcnstlichen Seen mit ihren br\u00fcchigen Klippen ertrunken. Der indonesische Filmemacher Dandhy Dwi Laksono widmete einen Dokumentarfilm dem Thema Kohle, dieser Geissel, die ganze D\u00f6rfer in Trauer versetzt. \u00abDer Tod dieser Kinder wird immer noch als Ungl\u00fccksfall angesehen, nicht als das systemische Versagen einer riesigen Industrie\u00bb, kritisiert er. \u00abDie Regierung geht das Problem nicht an, weil die Politiker*innen selbst ein Teil davon sind.\u00bb<\/p>\n<p>Aber dank seines Films \u00abSexy Killers\u00bb, der 37 Millionen Mal angesehen wurde, wird trauernden Familien allm\u00e4hlich bewusst, dass sie nicht die einzigen Opfer der Kohleindustrie sind.<\/p>\n<\/div>\n<div>Die Sanktionen gegen russische Kohle und der darauffolgende Anstieg der Preise hatten auch einen unerwarteten Effekt auf die Region. So auf einen besonders sch\u00f6nen blauen See in Ostkalimantan, der entstanden war, nachdem das Unternehmen Carakamulia 2013 eine Mine aufgegeben hatte. W\u00e4hrend Jahren machten einheimische Tourist*innen gern Selfies am See und Kommentare von Reisenden auf Google Maps warnten \u00abTaucht nicht hinein!\u00bb. Vor Ort konnte Public Eye allerdings feststellen, dass unterdessen die Bergleute in die Region zur\u00fcckgekehrt sind. Wo nur ein paar B\u00e4ume zur Aufforstung gepflanzt worden waren, karren Lastwagen nun wieder Kohle um das blaue Wasser.<\/div>\n<div>\n<h3>Der Eiertanz von Mercuria<\/h3>\n<p>Der Genfer Rohstoffkonzern Mercuria hingegen hatte schon am Ende des Superzyklus der Rohstoffpreise im Jahr 2015 an indonesischer Kohle festgehalten. \u00abAls die Preise fielen, schlossen die lokalen Minen. Aber Mercuria machte weiter\u00bb, best\u00e4tigt ein Verk\u00e4ufer von Satay-Spiessen, der \u00fcber das Kommen und Gehen der Bergleute in S\u00fcdkalimantan gut informiert zu sein scheint.<\/p>\n<p>In dieser Provinz befindet sich eine von weltweit zwei Kohleminen von Mercuria (die andere liegt in S\u00fcdafrika). Vor dem Eingang der Mine ihrer Tochtergesellschaft Kalimantan Energi Lestari (KEL), die seit 2012 Tag und Nacht in Betrieb ist, wundert sich ein Mitarbeitender \u00fcber eine schweizerisch-indonesische Delegation, die vor einer Mine haltmacht, als sei sie eine touristische Attraktion. Und das in einer Region, die eigentlich abseits von den Routen der Reisef\u00fchrer liegt.<\/p>\n<\/div>\n<div>Die Gegend mit ihren von der Erosion zerfressenen Strassen, den Karstbergen und den von chinesischen Konzernen betriebenen Untertageminen lohnt jedoch einen Besuch. An der S\u00fcdostflanke verdeckt eine lange Reihe von \u00d6lpalmen die 6000 Hektar Konzessionsgebiet von Mercuria, von denen 1000 Hektar derzeit bewirtschaftet werden. Die heutige Produktion betr\u00e4gt 1,5 Millionen Tonnen Kohle, die gewaschen und dann \u00abbis nach Polen\u00bb verschifft werden, wie ein Mitarbeitender stolz verk\u00fcndet. Der Krieg in der Ukraine und die darauffolgenden Sanktionen gegen russische Kohle haben die Preise in die H\u00f6he getrieben, was Kohle profitabler denn je gemacht und neue Handelsrouten er\u00f6ffnet hat.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Vor den Medien und bei grossen Veranstaltungen hat sich Mercuria beim Thema Kohle immer zur\u00fcckhaltend gegeben. Auf dem FT Global Commodities Summit im M\u00e4rz 2023, dem Rohstoffgipfel in Lausanne, versuchte sein Chef Marco Dunand den Einfluss von Kohle auf das Jahresergebnis des Unternehmens, das eher als Rohstoffh\u00e4ndler denn als Bergbaukonzern bekannt ist, herunterzuspielen. Eine Journalistin der \u00abFinancial Times\u00bb, die das Treffen organisiert, hatte ihn auf der B\u00fchne darauf angesprochen: \u00ab3 % des Umsatzes sind nicht unbedeutend\u00bb. Auf Anfrage von Public Eye best\u00e4tigt der Konzern einen Erl\u00f6s von 3,48 Mrd. US-Dollar (bei einem Gesamtumsatz von 174 Mrd. US-Dollar) aus der Produktion und dem Handel von Kohle im Jahr 2022. Mercuria hat etwa 17 Millionen Tonnen davon verkauft.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Der Genfer Riese wollte jedoch weder seine T\u00fcren f\u00fcr Public Eye \u00f6ffnen noch ein Interview zulassen. Mercuria findet, das Unternehmen sei durch seine Investitionen in erneuerbare Energien \u00abin der Dekarbonisierung der Wirtschaft engagiert\u00bb. \u00abIn diesem Sinne ist es nicht angebracht, Mercurias begrenzte Pr\u00e4senz in dieser Produktklasse {A.d.R., Kohle} noch weiter zu betonen\u00bb, h\u00e4lt der Konzern in seiner schriftlichen Stellungnahme fest.<\/div>\n<div>\n<p>Mercuria weist jedoch darauf hin, dass das Sedimentgestein immer noch mehr als ein Drittel der weltweit produzierten Prim\u00e4renergie ausmacht: \u00abDer Ausstieg aus der Kohle muss auf geordnete Weise erfolgen, indem w\u00e4hrend des gesamten \u00dcbergangszeitraums ein gutes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sichergestellt wird\u00bb.<\/p>\n<p>Bei KEL verspricht Mercuria, dass die \u00abProduktion nach zehn Jahren Betrieb allm\u00e4hlich abnehmen wird\u00bb, spricht aber gleichzeitig von einem \u00abzus\u00e4tzlichen Ressourcenpotenzial\u00bb, das \u00abnoch Gegenstand von wirtschaftlichen Machbarkeitsstudien sein sollte\u00bb.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>In der Region, wo niemand von einem Schliessungsplan oder dem Ende des Lebenszyklus der Mine geh\u00f6rt hat, wird man sich dar\u00fcber nicht beschweren. Das Unternehmen besch\u00e4ftigt derzeit etwa 180 Personen und wird diese Belegschaft nicht vergr\u00f6ssern, versichert Mercuria. \u00abDie Umschulung der Mitarbeitenden vor Ort ist ein vorrangiges Thema, und die Schliessung der Mine muss so geplant werden, dass ein m\u00f6glichst flexibler \u00dcbergang zu alternativen Aktivit\u00e4ten gew\u00e4hrleistet ist\u00bb, heisst es. Die L\u00f6hne sind nach regionalen Massst\u00e4ben hoch. \u00abEin LKW-Fahrer kann bis zu 12 Millionen Rupien (730 Franken) im Monat verdienen\u00bb, sagt ein Branchenkenner. Das ist das Dreifache des Mindestlohns.<\/p>\n<p>In der Genfer Zentrale scheint die Zukunft der Mine KEL ungewisser zu sein als vor Ort. Auf der Website von Mercuria ist die Seite \u00fcber die Kohleminen nach unserem Mailaustausch verschwunden. Die lokale Gemeinschaft aber kann beruhigt sein: KEL ver\u00f6ffentlicht immer noch Stellenangebote.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Die Wohlt\u00e4tigkeit des Minenunternehmens<\/h3>\n<p>Ein braunes B\u00fcndel, mit dem sie nerv\u00f6s in ihren H\u00e4nden spielt. Auf der Vorderseite des Umschlags hat Dewi Sertika gewissenhaft in der Nationalsprache Bahasa vermerkt: \u00abDokumentation BP (Borneo Prima)\u00bb. Im Laufe ihrer Erz\u00e4hlung zieht die 42-J\u00e4hrige die Dokumente und Zertifikate heraus, die ihr Anliegen illustrieren. Es ist, als ob ihre Existenz und das Schicksal ihrer vier Kinder in diesem B\u00fcndel enthalten w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Das erste Dokument ist ein Brief, der ihr Eigentum an einer drei Hektar grossen Parzelle anerkennt. Die Parzelle liegt nun in der Konzession der Mine und hat BP bereits erm\u00f6glicht, \u00abTonnen von Kohle zu f\u00f6rdern\u00bb, wie die Frau sagt. Nachdem sie bei der Stadtverwaltung mit H\u00e4nden und F\u00fcssen darum gek\u00e4mpft hatte, erhielt Dewi Sertika schliesslich den wertvollen Brief. \u00abAber sie sagen, dass er keine Rechtsg\u00fcltigkeit hat\u00bb, sagt sie, die auch die Zerst\u00f6rung des Hauses ihrer Schwester durch die Bulldozer von BP erleben musste.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Das zweite ist eine Vereinbarung mit BP, mit der sie sich verpflichtet, den Tokahan ihrer Tante, die letztes Jahr im Bergbaugebiet gestorben ist, zu versetzen. In der Tradition der Dayak stellt diese Statue die Seele der Verstorbenen dar, und die Arbeiter von BP wagten es nicht, sie zu ber\u00fchren, aus Angst, den b\u00f6sen Blick auf sich zu ziehen.<\/p>\n<p>Das dritte und letzte Dokument ist ein Vertrag, ohne dies ausdr\u00fccklich zu nennen. Es ist auf den 20. Januar 2023 datiert und enth\u00e4lt die fettgedruckten Worte \u00abTali asih\u00bb, was \u2013 nach indonesischem Verst\u00e4ndnis \u2013 eine Art Almosen ist. Bei n\u00e4herer Betrachtung l\u00f6st BP das \u00abProblem\u00bb Dewi Sertika, indem es ihre drei Hektar Land gegen eine kleine \u00abSchenkung\u00bb eintauscht, die auf 10 Millionen Rupien pro Hektar (607 Franken) gesch\u00e4tzt wird. Sie versichert jedoch: \u00abMir war nicht klar, dass ich mein Land verkaufen w\u00fcrde, als ich das Dokument unterschrieb\u00bb. Im weiteren Text heisst es, dass Dewi Sertika und ihre Erb*innen sich verpflichten, auf eine Klage gegen das Bergbauunternehmen zu verzichten. \u00a0\u00abDas ist eine Kopie, BP hat das Original behalten\u00bb, sagte sie, w\u00e4hrend ihre Kinder hinter dem Vorhang im Wohnzimmer die Besucher beobachten.<\/p>\n<p>Dewi Sertika ist eher \u00abentt\u00e4uscht als w\u00fctend\u00bb und trotzdem dankbar f\u00fcr das Geld, das die Bergbaugesellschaft bezahlt hat. Sie gibt jedoch zu, dass sie die Haltung der \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden nicht versteht, die sich mehr um die Interessen der Bergbauinvestoren als um den Schutz der lokalen Gemeinschaft zu k\u00fcmmern scheinen.<\/p>\n<p>Bevor sie zum Fluss geht, um Wasser zu holen, sagt sie noch: \u00abDer Dorfvorsteher von Tumbang Olong II hat mir sogar gesagt, dass wir uns sch\u00e4men sollten, zu protestieren, da wir doch die BP-Stra\u00dfe benutzten\u00bb. Die Grossz\u00fcgigkeit der Minenunternehmen kennt keine Grenzen.<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die schmutzigen Methoden einer Zuger Rohstoffgruppe auf Borneo Indonesien hat der Bergbauindustrie den roten Teppich ausgerollt und es so geschafft, innerhalb eines Jahrzehnts zum weltweit gr\u00f6ssten Kohleexporteur aufzusteigen. 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f\u00fcr kritischen Journalismus aus dem Grossraum Z\u00fcrich. 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Der inhaltlich und redaktionelle Anspruch liegt unter anderem darin, Synergien innerhalb von linken Str\u00f6mungen herzustellen.","sameAs":["http:\/\/www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch\/"],"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/untergrund-blaettle\/"}]}},"place":"","original_article_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1749089","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1556"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1749089"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1749089\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1749427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1749089"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1749089"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1749089"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}