{"id":1741714,"date":"2023-05-26T17:10:37","date_gmt":"2023-05-26T16:10:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1741714"},"modified":"2023-05-26T17:10:37","modified_gmt":"2023-05-26T16:10:37","slug":"die-aufloesung-der-eta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/05\/die-aufloesung-der-eta\/","title":{"rendered":"Die Aufl\u00f6sung der ETA"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die ETA (Abk\u00fcrzung f\u00fcr \u201eEuskadi Ta Askatasuna\u201c, \u201eBaskenland f\u00fcr Freiheit\u201c) hat am 2. Mai 2023 offiziell ihre Selbstaufl\u00f6sung verk\u00fcndet.<\/strong><\/p>\n<article>De facto war sie seit dem \u201eWaffenstillstand\u201c von 2011 nicht mehr aktiv gewesen, jetzt wurde der Schlussakt formal vollzogen.Das hat hierzulande kein besonderes Echo gefunden, genausowenig, wie die jahrzehntelange T\u00e4tigkeit dieser Organisation niemanden ausserhalb Spaniens besonders gest\u00f6rt hat.Die ETA war n\u00e4mlich nicht in die Konfrontation des Kalten Krieges eingebunden. Sie suchte den Kontakt mit der Sowjetunion nicht und erhielt von dort keine Unterst\u00fctzung. Die SU soll Ende der 70-er Jahre sogar angeboten haben, die ETA zu beseitigen, wenn Spanien der NATO nicht beitrete. Die damalige spanische Regierung (Suarez) reagierte, wenn \u00fcberhaupt, ablehnend.Daraus sieht man, dass die spanischen Eliten mit dem ETA-Terror gut leben konnten. Im Gegenteil, der st\u00e4ndige Kampf gegen einen inneren Feind kam als Rechtfertigung vieler h\u00f6chst unangenehmer Massnahmen gerade recht.<\/p>\n<h3>Die Vorwegnahme des Staates als Gewaltapparat<\/h3>\n<p>In ihre Gr\u00fcndungszeit herrschten noch verschiedene Vorstellungen \u00fcber die Ziele dieser Organisation, die in Spaltungen und Vereinigungen m\u00fcndeten. Als Ziel setzte sich schliesslich die Unabh\u00e4ngigkeit des Baskenlandes durch und verschiedene terroristische, also gewaltsame Akte zur Durchsetzung dieses Ziels.<\/p>\n<p>Dieser vornehme Auftrag, der gebeutelten Nation endlich zur ihr zustehenden Entfaltung zu verhelfen, gab den Mitgliedern von ETA das gute Gewissen, von ihrer Gr\u00fcndung 1968 bis 2011 nach offiziellen Z\u00e4hlungen 853 Menschen umzubringen.<\/p>\n<p>\u201eWir haben eine alte Sprache, daher sind wir ein Volk und deshalb werden wir einen Staat haben\u201c \u2013 mit diesen Worten charakterisierte eine franz\u00f6sische Juristin seinerzeit das Selbstverst\u00e4ndnis der ETA.<\/p>\n<p>Der Wille zu einem eigenen Staat einte die ETA mit verschiedenen Befreiungsbewegungen des 20. Jahrhunderts. Es gibt aber wenige Organisationen, die diese Sehnsucht so sehr in Reinkultur verk\u00f6rpert haben wie die ETA.<\/p>\n<p>Diese Vorstellung, sich als ideelle Staatsmacht mit der realen gleichzusetzen, zeigt sich auch an den angebotetenen \u201eWaffenstillst\u00e4nden\u201c. Da ist es unwichtig, ob sie gehalten haben oder gebrochen wurden. Die ETA definierte dieses Angebot auf Gewaltverzicht als einen Hoheitsakt, bei dem eine kriegsf\u00fchrende Seite sich mit der anderen auf etwas verst\u00e4ndigt.<\/p>\n<h3>Die ETA und die PNV<\/h3>\n<p>Der baskische Nationalgedanke wurde traditionell durch die PNV (Baskische Nationalpartei) vertreten. Diese national-klerikale Partei wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegr\u00fcndet. Ihr Gr\u00fcnder gab die Parole aus: \u201eAlles f\u00fcr das Baskenland, und das Baskenland f\u00fcr Gott!\u201c In der II. Spanischen Republik strebte sie nach Autonomie. Das Autonomiestatut wurde nach langen Querelen und dem Ausscheiden Navarras 1936, bereits nach Ausbruch des B\u00fcrgerkriegs erlassen. Der erste Pr\u00e4sident, Aguirre, gr\u00fcndete eine Exilregierung, die schliesslich in den 50-er Jahren erlosch, nachdem die USA und Frankreich ihr die Unterst\u00fctzung entzogen hatten.<\/p>\n<p>Der baskische Nationalgedanke wurde vor allem im Schosse der katholischen Kirche weiter gepflegt. So entstanden die \u201eIkastolas\u201c, verborgene Schulen, in denen Baskisch unterrichtet wurde. Das war der Boden, auf dem die ETA entstand. Mit dem Attentat auf Carrero Blanco verschaffte sich diese Organisation Anerkennung bei der gesamten spanischen Opposition, und von diesem Erfolg zehrte sie noch lange, nach Francos Tod und dem \u00dcbergang zur Demokratie.<\/p>\n<p>Nach 1975, als sich die PNV wieder neu gr\u00fcndete, traten die beiden Organisationen in Konkurrenz zueinander. Die PNV setzte auf Autonomie innerhalb des demokratischen spanischen Staates, die sie auch mit dem Statut von Guernica 1979 erhielt.<\/p>\n<p>Die ETA k\u00e4mpfte f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit des Baskenlandes. Die PNV unterst\u00fctzte im weiteren die Sozialistische Partei Spaniens, PSOE, die stets mit Unterst\u00fctzung der PNV regierte. Es gab jedoch immer eine Art stille Unterst\u00fctzung der PNV f\u00fcr die ETA, weil sie sich dadurch Gewicht in der spanischen Politik sicherte: Wir sichern den Verbleib des Baskenlandes im spanischen Verband! \u2013 das brachte weitere Autonomierechte, wie z.B. die Gr\u00fcndung einer eigenen baskischen Polizei, der Ertzaintza (\u201eVolksschutz\u201c).<\/p>\n<p>Der Lehendakari (= Pr\u00e4sident) Ibarretxe nahm die Unabh\u00e4ngigkeit des Baskenlandes in sein Programm auf und verlor daraufhin die Wahl im Jahr 2009. Sein Nachfolger wurde der sozialistische Kandidat L\u00f3pez. Damit war endg\u00fcltig klar, dass die Idee der Unabh\u00e4ngigkeit des Baskenlandes im Baskenland selbst nicht mehr popul\u00e4r war.<\/p>\n<p>Die ETA nahm diese Entwicklung zur Kenntnis und modifizierte ihre Politik.<\/p>\n<h3>Der Kampf des spanischen Staats gegen die ETA<\/h3>\n<p>Der Umstand, dass die ETA nach Francos Tod nicht die Waffen streckte und weiter aktiv blieb \u2013 und sich auch einer gewissen Unterst\u00fctzung im restlichen Spanien erfreute, aufgrund der Tatsache, dass sie die einzige Organisation war, die dem Regime die Stirn geboten hatte \u2013 kam den spanischen Eliten gerade recht. Mit Berufung auf \u201eBek\u00e4mpfung des Terrorismus\u201c konnte die \u00dcbergangsregierung unter Suarez und die Nachfolgeregierungen auch gegen linke Studenten- und Arbeiterorganisationen vorgehen und den Gewaltapparat aus der Franco-Zeit 1:1 \u00fcbernehmen. Er diente jetzt der \u201eVerteidigung der Demokratie\u201c.<\/p>\n<p>Eine besondere Rolle kam dabei der Guardia Civil zu. Diese spezielle Einheit, die als \u201eGendarmerie\u201c \u00fcbersetzt wird, wurde 1844 als eine Art Milit\u00e4r f\u00fcr das Inland gegr\u00fcndet, zur \u00dcberwachung der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung. Ihre Mitglieder leben in Kasernen, kommen aus anderen Landesteilen und d\u00fcrfen sich nicht mit der Bev\u00f6lkerung vor Ort verbr\u00fcdern, verheiraten usw. Nach Ablauf ihrer Dienstzeit werden sie versetzt und in die nationale Polizei \u00fcbernommen. In der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts war die Guardia Civil eine Art interne Terrororganisation gegen das aufst\u00e4ndische Landproletariat Spaniens. Im Baskenland wurde sie zu einer Besatzungsarmee.<\/p>\n<p>Sie verf\u00fcgte \u00fcber spezielle Vollmachten, die alle demokratischen Gepflogenheiten ausser Kraft setzten. W\u00e4hrend die baskische Polizei, die Ertzaintza, mehr oder weniger auf verkehrspolizeiliche Massnahmen und \u00e4hnliches beschr\u00e4nkt war, konnte die Guardia Civil problemlos in Wohnungen eindringen, Hausdurchsuchungen vornehmen, Leute verhaften und tage-, sogar wochelang Leute in Gewahrsam nehmen, verpr\u00fcgeln, dem\u00fctigen, usw., ohne ihre Angeh\u00f6rigen auch nur in Kenntnis zu setzen.<\/p>\n<p>Es ist nicht herauszukriegen, wieviele Personen der Repression der Sicherheitskr\u00e4fte seit 1975 zum Opfer gefallen sind. Dar\u00fcber wird offenbar keine Statistik gef\u00fchrt, w\u00e4hrend die Opfer der ETA genau verzeichnet wurden. Zu den Ermordeten, ob ETA-Mitglieder oder nur der ETA-Mitgliedschaft Verd\u00e4chtigen, muss man auch diejenigen hinzuz\u00e4hlen, die durch die Polizeihaft bleibende Sch\u00e4den erlitten haben.<\/p>\n<p>Das war aber offenbar dem Staat noch nicht genug.<\/p>\n<p>Von 1983 bis 1987 \u00fcbten die paramilit\u00e4rischen Einheiten der GAL (Antiterroristische Befreiungsgruppen), die vom Innenministerium zur Zeit der sozialistischen Gonzalez-Regierung organisiert wurden, ihre T\u00e4tigkeit aus, die sp\u00e4ter als \u201eschmutziger Krieg\u201c bezeichnet wurde. Ihnen werden 27 Morde zugeschrieben. Sie entf\u00fchrten Personen und ermordeten sie, auch in Frankreich.<\/p>\n<h3>Die Organisationsstruktur der ETA<\/h3>\n<p>Die ETA verf\u00fcgte mit der 1978 von aus dem Exil heimgekehrten Politikern gegr\u00fcndeten Partei Herri Batasuna (\u201eVolkseinheit\u201c), die sich 1986 formal als Partei gr\u00fcndete, \u00fcber ein legales Standbein im baskischen Regionalparlament, bis HB und auch Nachfolgeorganisationen 2003 verboten wurden.<\/p>\n<p>Die \u201eVolkseinheit\u201c definierte sich als \u201epatriotische Linke\u201c, womit sie erstens die Liebe zur Heimat als linke Tugend definierte, und zweitens sich als ehrbare Opposition darstellte, die letztlich immer f\u00fcr das Gute und gegen das B\u00f6se war.<\/p>\n<p>Zur Erreichnung dieser hohen Ziele sind nat\u00fcrlich alle Mittel erlaubt.<\/p>\n<p>Die paramilit\u00e4rischen Einheiten, die \u201eKommandos\u201c, agierten unabh\u00e4ngig voneinander, sodass die Verhaftung eines oder mehrer Mitglieder eines solchen Kommandos keine Auswirkungen f\u00fcr die anderen hatte. Auch unter Folter konnten die Verhafteten keine Informationen weitergeben, weil sie keine hatten.<\/p>\n<p>Die Unabh\u00e4ngigkeit der Kommandos bezog sich auf die Wahl der Opfer, der Tatorte, die Form der Ausf\u00fchrung, und auch auf Geldbeschaffung und Einbr\u00fcche in milit\u00e4rische Depots zur Beschaffung von Sprengstoff.<\/p>\n<p>Ein Moment der Dauerhaftigkeit und Unterst\u00fctzung der ETA war das absolute Verbot des Konsums von Alkohol und Drogen. In der Zeit der Transici\u00f3n, des \u00dcbergangs zur Demokratie, wo sich eine ganze Generation mit Heroin zu- und wegt\u00f6rnte \u2013 durchaus von den Beh\u00f6rden geduldet \u2013, war das ein Anziehungspunkt. Den meisten Eltern war es lieber, wenn ihre Kinder sich in ETA-Kreisen herumtrieben, als sie im Drogenmilieu versumpfen zu sehen.<\/p>\n<p>Ihre Mittel beschaffte sich die ETA \u00fcber Schutzgelderpressung \u2013 mit sehr glaubw\u00fcrdigen Drohungen unterlegt \u2013, \u00fcber Entf\u00fchrungen von Unternehmern und das daf\u00fcr gezahlte L\u00f6segeld, und \u00fcber Einbr\u00fcche in Munitionsdepots.<\/p>\n<h3>Die Unterst\u00fctzer der ETA<\/h3>\n<p>Das Staatsprojekt der ETA fand auf der Welt wenig Unterst\u00fctzer. Spekulationen auf Unterst\u00fctzung von Seiten der Sowjetunion oder anderer Staaten des Warschauer Paktes werden nicht einmal von den gr\u00f6ssten Antikommunisten in die Welt gesetzt.<\/p>\n<p>Auch der CIA hatte nichts mit der ETA zu tun, weder vor noch nach Francos Tod. Die USA waren mit Spanien hochzufrieden, sie h\u00e4tten gar keinen Grund daf\u00fcr gehabt.<\/p>\n<p>Die ETA wurde lange von Algerien unterst\u00fctzt. Die Regierungen von Boumedienne und Bendjedid sahen offenbar im nationalen Befreiungskampf der ETA eine Parallele zur eigenen Befreiung von der Kolonialmacht. Algerien diente sowohl als Versteck und Zufluchtsort f\u00fcr ETA-Mitglieder, die in Spanien gesucht wurden, als auch als Ausbildungslager f\u00fcr die Mitglieder der Kommandos.<\/p>\n<p>Aus verschiedenen lateinamerikanischen Staaten erhielt die ETA ebenfalls Unterst\u00fctzung, vor allem aus Mexiko, Venezuela, Argentinien und Uruguay. Von staatlicher Seite wurde diese Unterst\u00fctzung nur geduldet, nicht aktiv betrieben. Die Freunde der ETA waren in diesen Staaten republikanische Fl\u00fcchtlinge und deren Angeh\u00f6rige sowie Nachfahren baskischer Auswanderer.<\/p>\n<p>Nicht ganz klar erschliesst sich die Rolle Frankreichs. Die ETA h\u00e4tte sich nie so lange halten k\u00f6nnen, wenn die franz\u00f6sischen Beh\u00f6rden mit den spanischen zusammengearbeitet h\u00e4tten. Aber daran bestand offenbar kein Interesse von Seiten Frankreichs.<\/p>\n<p>So diente das franz\u00f6sische Baskenland als R\u00fcckzugsgebiet und logistisches Hinterland. Der Sprengstoff kam aus franz\u00f6sischen Milit\u00e4reinrichtungen, die weniger streng bewacht waren als die spanischen. Aktionen der spanischen Polizei und Guardia Civil in Frankreich, bei denen \u00f6fters auch franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrger zu Schaden kamen, wurden zwar geduldet, f\u00fchrten aber regelm\u00e4ssig zu Verstimmungen und Protesten von franz\u00f6sischer Seite.<\/p>\n<p>Diese Duldung ist um so verwunderlicher, als der Wunsch nach einem eigenen Staat durchaus auch das franz\u00f6sische Baskenland bedrohte und damit die Einheit Frankreichs. Zun\u00e4chst konzentrierte sich die ETA auf den spanischen Teil \u2013 Hegoalde, die \u201es\u00fcdlichen L\u00e4nder\u201c \u2013, aber der Norden \u2013 Iparralde \u2013 lag als Fernziel durchaus im Staatskonzept der baskischen Patrioten.<\/p>\n<p>Schliesslich ist auch eine Unterst\u00fctzung der ETA bei der baskischen Unternehmerschaft nicht zu untersch\u00e4tzen. Nicht alle wurden gen\u00f6tigt, Schutzgeld zu zahlen. Es gab auch in der Unternehmerschaft welche, denen die Vorstellung eines unabh\u00e4ngigen Baskenlandes angenehm war und die daf\u00fcr gerne etwas ablegten. Sie erhofften sich dadurch geringere Abgaben und damit h\u00f6here Profite.<\/p>\n<h3>Die Attentate<\/h3>\n<p>Der bewaffnete Arm der ETA betrachtete sich als Nachfolger der baskischen Armee im B\u00fcrgerkrieg, der Finger sass recht locker am Abzug. Sie betrachtete sich als Armee im Krieg und wollte den Feind treffen, wo es nur ging. Die Auswahl ihrer Opfer fand so statt, dass diese Personen von den Mitgliedern der Kommandos f\u00fcr lebensunwert betrachtet und zur Liquidierung verurteilt wurden.<\/p>\n<p>Die Attentate erfolgten in Form von Hinrichtungen mit Schusswaffen, oftmals aus n\u00e4chster N\u00e4he \u2013 der Attent\u00e4ter ging zu seinem Opfer und teilte ihm vorher mit, dass es jetzt erschossen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Andere Attentate erfolgten mit Bombenanschl\u00e4gen. Die Frequenz von Anschl\u00e4gen mit Bomben hing davon ab, welche Mengen der ETA gerade zur Verf\u00fcgung standen. Die Anschl\u00e4ge erfolgten teilweise auf Wohneinheiten der Guardia Civil. Oftmals wurden aber einfach auf Lokale, Flugh\u00e4fen, Bahnh\u00f6fe und Superm\u00e4rkte Anschl\u00e4ge ver\u00fcbt, weil die ETA die als legale Ziele gegen die Besatzungsmacht ansah.<\/p>\n<p>Mit der Zeit b\u00fcrgerte sich ein, dass bei den Bombenattentaten in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden vorher eine Warnung erfolgte, damit die betreffende \u00d6rtlichkeit rechtzeitig ger\u00e4umt werden konnte. Beim Attentat auf den Hipercor in Barcelona 1987, das 21 Todesopfer forderte, war die Warnung von der Polizei ignoriert worden, weil sie es f\u00fcr g\u00fcnstig hielt, mit einem blutigen Attentat die Stimmung in der Bev\u00f6lkerung gegen die ETA aufzuhetzen. Die Toten von damals kann man also als Gemeinschaftswerk von Polizei und ETA betrachten.<\/p>\n<p>Beim Bombenattentat auf den Flughafen Barajas 2006 war der Flughafen zwar ger\u00e4umt worden, zwei Ecuatorianer, die in ihren Autos schliefen und deshalb die Evakuierung verschliefen, fielen der Explosion jedoch zum Opfer.<\/p>\n<h3>Die Opfer der ETA<\/h3>\n<p>Die ETA hatte ein relativ breit gestreutes Spektrum an Opfern.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6sste Teil ihrer Opfer waren Mitglieder der Exekutive \u2013 der Guardia Civil und der Polizei, des Milit\u00e4rs, sowie deren Angeh\u00f6rige. Es gab keinerlei Bedenken oder Reue, wenn bei einem Attentat gegen eine als Feind definierte Zielperson auch deren Partner und Kinder umkamen, oder die Erschiessung ihres Vaters mit ansehen mussten. Die ETA betrieb also bei ihren Attentaten auch eine Art Sippenhaftung.<\/p>\n<p>Weiters wurden Lokalpolitiker \u2013 B\u00fcrgermeister oder Gemeinder\u00e4te von nicht-baskischen Parteien \u2013 ins Visier genommen, mit \u00e4hnlich tolerierten Kollateralsch\u00e4den. Sie waren immerhin Verr\u00e4ter, die sich trotz ihrer baskischen Abstammung dem spanischen Kolonialherren andienten.<\/p>\n<p>Ein \u2013 sogar baskischst\u00e4mmiger \u2013 Schulwart wurde vor einem Haufen Sch\u00fcler am hellichten Tag an seinem Arbeitsplatz erschossen \u2013 in der irrigen Annahme, er h\u00e4tte fr\u00fcher einmal bei der Polizei gedient.<\/p>\n<p>Gerne und reichlich wurden Taxifahrer, Kellner oder Barbetreiber erschossen, weil die ETA von ihnen annahm, dass sie Spitzel waren. Sie hatten n\u00e4mlich hin und wieder Polizisten in ihren Taxis gef\u00fchrt oder in ihren Etablissements bewirtet, waren also eindeutig Kollaborateure der Besatzungmacht.<\/p>\n<p>Bei diesen Menschen war auch noch zus\u00e4tzlich verd\u00e4chtig, dass sie oftmals aus anderen Teilen Spaniens stammten, also schon ihrer Herkunft nach als Feinde zu gelten hatten. In dieser Logik wurden auch diverse Andalusier oder aus Kastilien, Murcia oder Extremadura stammende Leute einfach so erschossen, um klarzustellen, dass die ETA keinen Wert auf Zuzug legte.<\/p>\n<p>Auch Leute, die die ETA verlassen hatten, weil sie genug von diesem Wahnsinn hatten, wurden hingerichtet, sobald sie sich wieder ins Baskenland wagten, in der irrigen Annahme, dass \u00fcber die Sache Gras gewachsen sei.<\/p>\n<h3>Die Nachfolgeorganisation Bildu<\/h3>\n<p>Die Organisation EH Bildu (= \u201ebaskische B\u00fcrger versammelt euch\u201c) ist das Ergebnis verschiedener Koalitionen, die sich aus baskischen Kleinparteien seit dem \u201eAbkommen von Gernika\u201c im Jahre 2010 gebildet hat. Damals wurde der Waffenstillstand, also das Ende des bewaffneten Kampfes vereinbart, und alle anderen politischen Organisationen auf die Zusammenarbeit mit der ETA verpflichtet.<\/p>\n<p>Hier ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass die ETA jahrzehntelang keine Organisationen der spanischen oder sogar internationalen Linken auf dem Territorium des Baskenlandes duldete. Sobald irgendwelche anarchistischen, trotzkistischen, maoistischen, marxistischen und \u00e4hnlichen Gruppen eine Filiale im Baskenland er\u00f6ffnen wollten, erhielten sie einen Besuch, der ihnen davon abriet, weil dergleichen mit Gefahr f\u00fcr Leib und Leben verbunden sei. Diese Drohungen betrafen auch den franz\u00f6sischen Teil des Baskenlandes.<\/p>\n<p>So ergab es sich zwangsl\u00e4ufig, dass alle Organisationen, die sich dort bildeten, ob sozialistisch oder \u00f6kologisch orientiert, als erstes die nationale Frage in ihre Statuten oder sonstigen Absichtserkl\u00e4rungen aufzunehmen hatten. Sie hatten sich als baskische Patrioten zu definieren, mussten sich einen baskischen Namen geben und hatten ihre Ver\u00f6ffentlichungen auf Baskisch zu machen.<\/p>\n<p>Man kann sagen, dass die ETA sich auf diese Art und Weise den Boden f\u00fcr den \u00dcbergang in die Legalit\u00e4t vorbereitet hat. Erstens hat sie eine Infrastruktur f\u00fcr die Teilnehme am demokratischen Machtkampf zugelassen, derer sie sich jetzt bedienen kann. Zweitens hat sie damit gesorgt, dass alle Unzufriedenheit mit den herrschenden Verh\u00e4ltnissen sich nur innerhalb der \u201epatriotischen Linken\u201c artikulieren kann. Dadurch hat sie drittens ein breites Reservoir von jungen Anh\u00e4ngern und W\u00e4hlern, denen es selbstverst\u00e4ndlich ist, ihre gesamten Anliegen zu Bildu und deren Koalitionspartnern zu tragen.<\/p>\n<p>Der \u00dcbergang in die Legalit\u00e4t ist also gegl\u00fcckt. 44 abgeurteilte und nach langen Haftstrafen wieder entlassene Etarras, also ehemalige ETA-K\u00e4mpfer, kandidieren jetzt f\u00fcr die laufenden Gemeinderatswahlen und werden es vermutlich auch schaffen, auf einen Gemeinderatssitz zu kommen.<\/p>\n<p>Dort sitzen sie bald neben den Anh\u00f6rigen ihrer ehemaligen Opfer, die sich bei anderen Parteien bet\u00e4tigen und oft erst als Ergebnis der Ermordung ihrer V\u00e4ter zu einem politischen Engagement entschlossen haben. Alle Einspr\u00fcche gegen diese Umwandlung von ETA in Bildu \u2013 oft mit Zwischenschritten \u00fcber andere, kurzlebige Organisationen \u2013 wurden abgeschmettert.<\/p>\n<p>Es ist anzunehmen, dass die PNV mit Bildu Pakte geschlossen hat, um m\u00f6glichst viele Gemeinderatssitze f\u00fcr die nationale Sache zu sichern und andere Parteien nach M\u00f6glichkeit aus dem Baskenland zu entfernen.<\/p>\n<p>Die Vereinigung mit dem Norden ist weiterhin nicht ausgeschlossen, wenngleich derzeit auf die Gemeindeebene reduziert: Bildu bzw. mit der Partei verb\u00fcndete Parteien kandidieren auch in Frankreich.<\/p>\n<\/article>\n<p class=\"author\">Amelie Lanier<\/p>\n<p class=\"fussnoten\"><strong>Zusatz 1<\/strong><\/p>\n<p>Die spanische Partei der extremen Rechten Vox entstand im Baskenland. Ihr Gr\u00fcnder Santiago Abascal stammt aus Bilbao und betrieb genau als Reaktion auf den Terror und die Politik der ETA eine Partei, die sich gegen jegliche Autonomierechte ausspricht, also die rechtliche, administrative und fiskalische Sonderstellung des Baskenlandes und auch Kataloniens und der restlichen Bundesstaaten aufheben will.<\/p>\n<p><strong>Zusatz 2<\/strong><\/p>\n<p>Wer die T\u00e4tigkeit der ETA positiv bewertet, ohne baskischer Nationalist zu sein, tut dies aus einem sehr staatsb\u00fcrgerlichen Denken heraus: Es gef\u00e4llt ihm (oder ihr), wenn sich bedeutungslose B\u00fcrger zu Vertretern einer imagin\u00e4ren Staatsgewalt aufschwingen und sich damit zu Herren \u00fcber Leben und Tod erkl\u00e4ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ETA (Abk\u00fcrzung f\u00fcr \u201eEuskadi Ta Askatasuna\u201c, \u201eBaskenland f\u00fcr Freiheit\u201c) hat am 2. Mai 2023 offiziell ihre Selbstaufl\u00f6sung verk\u00fcndet. 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