{"id":1722717,"date":"2023-03-06T14:39:39","date_gmt":"2023-03-06T14:39:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1722717"},"modified":"2023-03-20T15:46:55","modified_gmt":"2023-03-20T15:46:55","slug":"pluriversum-oder-die-natur-mit-eigenen-verfassungsrechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2023\/03\/pluriversum-oder-die-natur-mit-eigenen-verfassungsrechten\/","title":{"rendered":"Pluriversum oder: Die Natur mit eigenen Verfassungsrechten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Moderne schafft es nicht, Geld reicht nicht, eine andere Welt ist n\u00f6tig: Gespr\u00e4ch mit Alberto Acosta \u00fcber Erfahrungen im einzigen Land der Welt, das die Natur als Rechtssubjekt in seiner Verfassung eingef\u00fchrt hat.<\/strong><\/p>\n<p>2007 war Alberto Acosta Energie- und Bergbauminister Ecuadors in der Regierung von Rafael Correa. Er war auch Pr\u00e4sident der Verfassunggebenden Versammlung, die 2008 die Rechte der Natur in der <a href=\"https:\/\/pdba.georgetown.edu\/Constitutions\/Ecuador\/english08.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ecuadorianischen Verfassung<\/a> verankerte.<\/p>\n<p>In indigenen Kosmologien wird die Erde &#8222;Pachamama&#8220; genannt. Die Natur ist alles, sie ist \u00fcberall pr\u00e4sent. Sie hat &#8222;das Recht auf ganzheitliche Achtung ihrer Existenz und auf die Erhaltung und Regeneration ihrer Lebenszyklen, ihrer Struktur, ihrer Funktionen und ihrer evolution\u00e4ren Prozesse&#8220; (Art. 71 der Verfassung).<\/p>\n<p>Im Unterschied zur Verpflichtung des Staates, die nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen zu sch\u00fctzen, wie es im Grundgesetz Deutschlands festgeschrieben ist, wurde die Natur in Ecuador zur Rechtsperson, die ihre eigenen Rechte geltend machen kann.<\/p>\n<p>Der Impuls aus Ecuador wurde in anderen L\u00e4ndern aufgegriffen. Auch in Deutschland gibt es Bestrebungen, das <a href=\"https:\/\/www.rechte-der-natur.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Grundgesetz entsprechend zu \u00e4ndern<\/a>. In Bayern wird ein Volksbegehren &#8222;<a href=\"https:\/\/gibdernaturrecht.muc-mib.de\/vb_bayern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rechte der Natur<\/a>&#8220; vorbereitet.<\/p>\n<p>Zu Hintergr\u00fcnden und Erfahrungen hat Elisabeth Vo\u00df f\u00fcr <em>Telepolis<\/em> ein Gespr\u00e4ch mit Alberto Acosta gef\u00fchrt.<\/p>\n<h3><strong>&#8222;Die Realit\u00e4t, in der wir leben&#8220;<\/strong><\/h3>\n<p><strong><em>Menschen haben Rechte, juristische Personen ebenso \u2013 wenngleich die Menschenrechte oft nicht eingehalten werden. Dagegen ist die Vorstellung, auch der Natur eigene Rechte einzur\u00e4umen, noch ungew\u00f6hnlich. Wie kam es damals zu der Idee der Rechte f\u00fcr die Natur?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Alberto Acosta:<\/strong> Das ist die Realit\u00e4t, in der wir leben. Juristische Personen haben fast Menschenrechte, aber viele Menschen finden es fast unm\u00f6glich zu akzeptieren, dass das Leben selbst, die Natur, Rechte hat.<\/p>\n<p>Das haben wir in Ecuador ge\u00e4ndert. Aus verschiedenen Blickwinkeln wurde die Natur als Rechtssubjekt angenommen. Eine grundlegende Ann\u00e4herung bilden die Kulturen der indigenen V\u00f6lker. Wenn wir uns die Rechte der Natur als einen Baum vorstellen, stammen seine Wurzeln aus jenen Visionen und Praktiken, die die Erde als ihre Mutter ansehen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist Mutter Erde oder Pachamama im kulturellen Bereich der indigenen V\u00f6lker keine einfache Metapher, sondern eine t\u00e4gliche Realit\u00e4t. Aber dieser Baum hat andere Wurzeln, die aus anderen Realit\u00e4ten und Weltanschauungen stammen, die alle zusammen einen zunehmend kr\u00e4ftigeren Stamm bilden. So entwickelt sich dieser Baum.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es mehreren Pfropfen in diesem Baum, die aus wissenschaftlichen Forschungen oder sogar aus juristischen und philosophischen \u00dcberlegungen stammen. In diesem Punkt ist die Bedeutung der Beitr\u00e4ge der vielf\u00e4ltigen K\u00e4mpfe verschiedener Personen und Gemeinden hervorzuheben, die die Natur weltweit verteidigen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1722746\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1722746\" class=\"wp-image-1722746 \" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Alberto_Acosta_en_2016-820x547.jpg\" alt=\"\" width=\"856\" height=\"571\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Alberto_Acosta_en_2016-820x547.jpg 820w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Alberto_Acosta_en_2016-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Alberto_Acosta_en_2016.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 856px) 100vw, 856px\" \/><p id=\"caption-attachment-1722746\" class=\"wp-caption-text\"><em>(Bild: Rosa Luxemburg Stiftung via wikimedic comons | CC BY-SA 2.0)<\/em><\/p><\/div>\n<p><strong><em>Welche Erfahrungen haben Sie in Ecuador mit den Rechten der Natur gemacht? Konnten sie schon durchgesetzt werden?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Neue Rechte einzuf\u00fchren ist um ein Vielfaches komplizierter als der Versuch, dem eigenen Schatten zu entkommen. In Wirklichkeit ist es ein Schatten, der von den Privilegien einiger weniger getragen wird.<\/p>\n<p>Darum ist es eine komplexe Aufgabe, neue Rechte zu akzeptieren, und ihre Umsetzung ist noch viel komplexer. Sehen wir uns zum Beispiel an, was es f\u00fcr Frauen oder sogar indigene V\u00f6lker bedeutet hat, Rechte zu haben, und wie schwierig es ist, diese Rechte in der Praxis umzusetzen.<\/p>\n<p>Seit 15 Jahren gilt die Natur in Ecuador verfassungsrechtlich als ein Rechtssubjekt. Die Fortschritte im Rechtsbereich sind im Vergleich zum Umfang der vorgeschlagenen Herausforderung noch begrenzt.<\/p>\n<p>Trotzdem wird die Anwendung allm\u00e4hlich ausgeweitet: Derzeit gibt es bereits etwa 60 F\u00e4lle auf gerichtlicher Ebene, viele davon mit g\u00fcnstigen Urteilen. Aber noch wichtiger ist, dass die Rechte der Natur, egal ob sie unterst\u00fctzt oder abgelehnt werden, Teil der nationalen Debatte sind.<\/p>\n<p>Was uns sehr motiviert, ist zu sehen, dass der Impuls der ecuadorianischen Verfassung die Einf\u00fchrung der Rechte der Natur durch Gesetze, Verordnungen oder Volksbefragungen in fast 40 L\u00e4ndern auf allen Kontinenten gef\u00f6rdert hat.<\/p>\n<p>Noch ist Ecuador das einzige Land, das die Natur als Rechtssubjekt in seiner Verfassung eingef\u00fchrt hat, hoffen wir, dass das n\u00e4chste Land Bayern ist und warum nicht Deutschland.<\/p>\n<p><strong><em>Hat sich mit der Ver\u00e4nderung des Rechtsstatus der Natur auch das Verh\u00e4ltnis der Bev\u00f6lkerung zu den nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen ver\u00e4ndert?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Diese Rechte finden langsam Eingang in die Rechtspraxis und das spielt eine wichtige Rolle, zum Beispiel in vielen Widerstandsprozessen gegen Bergbau- oder \u00d6laktivit\u00e4ten. Viele nicht-indigene Gemeinschaften, und nat\u00fcrlich auch die indigenen, hissen das Banner der Rechte der Natur, die zu einem Grundelement ihrer K\u00e4mpfe geworden sind.<\/p>\n<p>Aber als Gesellschaft sind wir weit davon entfernt, wirklich zu verstehen, was die Rechte der Natur sind, die weit \u00fcber die engen Grenzen der Justiz, der Verfassung und der Gesetze hinausgehen.<\/p>\n<p><strong><em>Sie hatten damals auch eine internationale Initiative gestartet, um den Yasun\u00ed-Nationalpark vor der Zerst\u00f6rung durch die \u00d6lf\u00f6rderung zu retten. Die internationale Staatengemeinschaft h\u00e4tte Ecuador f\u00fcr den Erhalt dieses \u00d6kosystems, das f\u00fcr das Weltklima sehr bedeutend ist, bezahlen m\u00fcssen \u2013 hat dies aber nicht getan. Der R\u00fcckzug Deutschlands aus der Initiative war wesentlich mit daf\u00fcr verantwortlich. Warum konnten nicht trotzdem die Rechte der Natur den Beginn der \u00d6lf\u00f6rderung verhindern?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich musste sich die Yasun\u00ed-ITT-Initiative \u2013 die in der Zivilgesellschaft entstanden ist \u2013 seit der Verabschiedung der Rechte der Natur im Jahr 2008 radikal \u00e4ndern. Es war nicht m\u00f6glich, einfach eine internationale monet\u00e4re Entsch\u00e4digung zu verlangen, um diese wunderbare Region, ein wahres Paradies, zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Am Anfang \u2013 bevor die neue Verfassung verabschiedet wurde \u2013 wurde diese Kompensation gefordert, aber mit den Rechten der Natur war f\u00fcr diese Forderung kein Platz mehr.<\/p>\n<p>Angesichts schwerwiegender Umweltprobleme ist es notwendig, eine gemeinsame, differenzierte Verantwortung einzuf\u00fchren: Das hei\u00dft, die L\u00e4nder, die den Planeten am meisten zerst\u00f6rt haben, m\u00fcssen auch am meisten beitragen.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Rafael Correa hat nie verstanden, was die Rechte der Natur bedeuten. Er war nur daran interessiert, das Geld zu kassieren und Applaus zu bekommen. Selbst um dieses Ziel zu erreichen, fehlte ihm eine politische Strategie, und am Ende scheiterte er, weil er einer solch revolution\u00e4ren Initiative nicht gewachsen war.<\/p>\n<p>Die Rolle der Bundesrepublik f\u00fcr die Yasuni-ITT-Initiative ist unverkennbar. Die politische Unterst\u00fctzung aller Fraktionen im Bundestag im Jahr 2007 war entscheidend wichtig, um diese Initiative voranzubringen. Die erste Regierung von Angela Merkel hat diese parlamentarische Entscheidung verfolgt, aber kurz danach kam ein Minister, Dirk Niebel, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Debatte-Ecuadors-Umweltpolitik\/!5060625\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der die Situation &#8222;verniebelt&#8220; hat<\/a>.<\/p>\n<p>Trotzdem verbreitet sich die Einsicht in die Notwendigkeit, \u00d6l und Kohle in der Erde zu lassen, weltweit wie ein Lauffeuer. Sogar die Internationale Energieagentur mit Sitz in Paris hat vor Jahren gefordert, dass mehr als 75 Prozent aller bekannten fossilen Brennstoffreserven im Untergrund zu belassen sind, wenn wir nicht wollen, dass die Temperatur des Planeten um weitere 1,5 Prozent ansteigt.<\/p>\n<p><strong><em>Auf dem Naturgipfel im Dezember 2022 in Montreal wurde beschlossen, dass 30 Prozent der ganzen Erde bis 2030 unter Naturschutz gestellt werden sollen. <a href=\"https:\/\/www.survivalinternational.de\/nachrichten\/13601\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Indigene haben dagegen protestiert<\/a>, denn sie bef\u00fcrchten, im Interesse der Natur vertrieben zu werden. Die Natur wurde nicht gefragt \u2013 was w\u00fcrde sie wollen, und wer w\u00e4re legitimiert, f\u00fcr die Natur zu sprechen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Versuch, die Natur zu sch\u00fctzen, indem man Menschen vertreibt, die in Harmonie mit ihr leben, ist eine grobe Absurdit\u00e4t. Wir k\u00f6nnen nicht die Rechte der Natur anwenden, indem wir die Menschenrechte an den Rand dr\u00e4ngen. Das w\u00e4re eine Art sinnlose Gartenarbeit.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind es die Menschen, die die Rechte von Mutter Erde vertreten. An vorderster Front stehen jene indigenen V\u00f6lker, die es seit Hunderten von Jahren verstehen, in enger Beziehung zur Natur zu leben.<\/p>\n<p>Ohne zu versuchen, alle indigenen V\u00f6lker zu romantisieren, m\u00fcssen wir akzeptieren, dass diese V\u00f6lker oft diejenigen sind, die die Natur wirklich sch\u00fctzen, so wie es im Amazonasbecken geschieht. Ihr konkretes Handeln ist ebenso nachweisbar, wie die Leere der Reden der M\u00e4chtigen auf Klimagipfeln, um nur ein Beispiel zu nennen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen verstehen, dass die Rechte der Natur auf einer Lebensauffassung beruhen, in der alle Lebewesen, menschliche und nicht-menschliche, immer in einer Beziehung zwischen Subjekten, nicht zwischen Subjekt und Objekt, und keineswegs individuell existieren.<\/p>\n<p>Mutter Erde ist f\u00fcr uns Menschen die Grundlage unserer Existenz, sie gibt uns \u00fcberhaupt erst das Recht, zu existieren. Ohne die Natur als Rechtssubjekt zu akzeptieren, w\u00e4re also auch unsere Freiheit und vor allem die der k\u00fcnftigen Generationen nur eine Illusion.<\/p>\n<h3><strong>&#8222;\u00d6kologische Gerechtigkeit geht immer Hand in Hand mit sozialer Gerechtigkeit&#8220;<\/strong><\/h3>\n<p><strong><em>Die deutsche Bundesregierung m\u00f6chte nun die Mittel f\u00fcr den Weltnaturerbefonds <a href=\"https:\/\/legacylandscapes.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Legacy Landscapes Fund<\/a> (LLF) aufstocken, und damit unter anderem erm\u00f6glichen, dass der Yasun\u00ed-Park unter Naturschutz gestellt wird. Was halten Sie von diesem Vorhaben?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich erscheint es positiv, mehr Ressourcen zu mobilisieren, um den Anforderungen des Umweltschutzes gerecht zu werden. Es ist offensichtlich, dass viele wirtschaftliche Ressourcen erforderlich sind, um den \u00f6kologischen Kollaps zu bew\u00e4ltigen. Das ist zwar wichtig, aber nicht genug.<\/p>\n<p>Wir brauchen konkrete Ma\u00dfnahmen, um uns mit der Natur neu zurechtzufinden, wobei \u00f6kologische Gerechtigkeit immer Hand in Hand mit sozialer Gerechtigkeit geht.<\/p>\n<p>\u00dcberdies kommen viele dieser Projekte, die mit der sogenannten Entwicklungshilfe finanziert werden, letztendlich einer reduzierten Gruppe von Beratern und Experten zugute, mit sehr geringem Nutzen f\u00fcr die indigenen Gemeinschaften und sogar f\u00fcr die Natur selbst.<\/p>\n<p>Diese Art von Projekten dient fast immer eher dazu, das Gewissen der Spender zu beruhigen, als die gro\u00dfen Ziele zu erreichen, mit denen sie pr\u00e4sentiert werden. Diese Logik bewegt sich oft in der perversen Sph\u00e4re der Kommodifizierung der Natur. Ich bezahle, also habe ich das Recht zu zerst\u00f6ren, w\u00e4re eine Schlussfolgerung, die sich daraus ziehen lie\u00dfe.<\/p>\n<p><strong><em>Die ecuadorianische Verfassung sieht auch vor, dass die Natur ein Recht darauf hat, wiederhergestellt zu werden. Aber selbst wenn die \u00d6lf\u00f6rderung in Yasun\u00ed eingestellt w\u00fcrde \u2013 w\u00e4re eine Wiederherstellung des bereits zerst\u00f6rten Regenwaldes \u00fcberhaupt m\u00f6glich?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Eine Wiederherstellung ist in diesen F\u00e4llen unm\u00f6glich. Eine \u00d6lf\u00f6rderung verursacht schwere und irreparable Sch\u00e4den an der Natur. Eine Bergbauausbeutung ist wie eine Amputation von Mutter Erde.<\/p>\n<p>Aus dieser Perspektive ist es unter Anwendung der Rechte der Natur notwendig, das bereits Zerst\u00f6rte zumindest so weit zu reparieren wie m\u00f6glich, und neue Zerst\u00f6rungen zu unterlassen, alles im Rahmen postextraktivistischer Prozesse eines Umbaus der Wirtschaft.<\/p>\n<p>Aber das ist nicht genug. Eine andere Welt ist unbedingt n\u00f6tig. Wir k\u00f6nnen nicht weiter in die Sackgasse gehen, die uns die Moderne vorgibt, die die Natur als Objekt betrachtet. Dieses und andere Leitbilder der Moderne sind in der Krise.<\/p>\n<p>Sie wurden als Leuchtt\u00fcrme pr\u00e4sentiert, um die Menschheit in Richtung &#8222;Entwicklung&#8220; zu mobilisieren, aber am Ende erwiesen sie sich f\u00fcr die ausgebeuteten und verarmten Gesellschaften der kapitalistischen Welt als unerreichbare Hirngespinste, w\u00e4hrend die reicheren Gesellschaften in ihrer eigenen Fehlentwicklung versinken.<\/p>\n<p><strong><em>Wenn die Natur und alle Lebewesen ebensolche Rechte haben wie wir Menschen, dann m\u00fcsste doch beispielsweise die Massentierhaltung, letztlich jede Form der Tierhaltung und -nutzung verboten werden. Wie gehen Sie in Ecuador damit um?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Diese Frage wurde in der Verfassunggebenden Versammlung in Ecuador angesprochen, aber es war nicht m\u00f6glich, eine konkrete Bestimmung zu erlassen, die diese Formen der Tierqu\u00e4lerei verhindert. Die Massenproduktion von Fleisch oder Eiern stellt eine klare Verletzung der Tierrechte dar, also der Rechte der Natur selbst.<\/p>\n<p>Wirtschaftsgruppen, die diese Praktiken vertreten und durchf\u00fchren, sind sehr m\u00e4chtig und sch\u00fctzen sich auch mit dem Argument, dass eine \u00c4nderung dieser Praxis der Fleischproduktion eine massive Verteuerung vieler Lebensmittel bedeuten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Eine L\u00f6sung f\u00fcr diese Herausforderung erfordert nicht nur Gesetze, sondern tiefgreifende \u00c4nderungen im Rahmen der Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t, die Ver\u00e4nderungen im Bereich der Produktion, insbesondere bei Kleinbauern, und auch im Bereich des Konsums beinhalten. Hier muss man viel im kulturellen Bereich arbeiten.<\/p>\n<h3><strong>Errungenschaft: &#8222;Frei von Gentechnik&#8220;<\/strong><\/h3>\n<p><strong><em>Die ecuadorianische Verfassung verbietet das Einbringen von Organismen und Material, mit dem das genetische Erbgut ver\u00e4ndert werden kann. Bedeutet das, dass in Ecuador keine Gentechnik eingesetzt wird?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Ecuador, ein Land frei von Gentechnik&#8220; ist eine der Errungenschaften der Verfassung. Diese Errungenschaft im Lebensmittelbereich wird zwar nicht respektiert, stellt jedoch ein Thema dar, das sogar den Applaus des Europ\u00e4ischen Parlaments im Jahr 2008 bekommen hat. Dort wurde die wirtschaftliche Bedeutung dieser Entscheidung hervorgehoben. Man kann sich leicht vorstellen, was das Potenzial gentechnikfreier Lebensmittelexporte bedeutet.<\/p>\n<p>Dieses Thema ist immer noch Anlass f\u00fcr erneute K\u00e4mpfe und Konflikte. Trotz aller Widerst\u00e4nde haben wir einige Errungenschaften zu verzeichnen.<\/p>\n<p><strong><em>K\u00f6nnen Sie ein Beispiel daf\u00fcr nennen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Kurz nach der Verabschiedung der Verfassung wurde auf Druck gro\u00dfer Wirtschaftsgruppen, die vom Verkauf von transgenem Saatgut oder Lebensmitteln profitieren, nach Mechanismen gesucht, um die Einhaltung des Verfassungsauftrags zu umgehen. Im Jahr 2019 konnten die Versuche der Regierungen selbst, diese verfassungsm\u00e4\u00dfige Sperre zu durchbrechen, durch eine Klage gestoppt werden.<\/p>\n<p>Nachdem an der ecuadorianischen K\u00fcste transgene Sojabohnen gefunden wurden, ordnete ein Gericht in der Stadt Quevedo die \u00dcberwachung, Beschlagnahme und Verbrennung aller transgenen Pflanzen an. Aber in der Gerichtsverhandlung \u00fcber transgene Sojabohnen sagte das Landwirtschaftsministerium, dass es in Sachen Saatgutschmuggel nicht zust\u00e4ndig sei.<\/p>\n<p>Auf die eine oder andere Weise kommt die offensichtliche Komplizenschaft zwischen Regierungen und gro\u00dfen Wirtschaftsgruppen zum Vorschein. Der Kampf ist komplex, aber er geht weiter.<\/p>\n<h3><strong>Wer vertritt die Natur?<\/strong><\/h3>\n<p><strong><em>Wenn ich eine Anw\u00e4ltin beauftrage, mich vor Gericht zu vertreten, dann kann ich mit ihr besprechen, wie sie vorgehen soll. Die Natur kann das nicht. Wie kann sichergestellt werden, dass die Vertreter:innen der Natur deren Interessen bestm\u00f6glich vertreten, und nicht vielleicht eigene Interessen, die denen der Natur widersprechen, mit hineinspielen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>In der Verfassung ist in Artikel 71 eindeutig festgelegt, dass jede Person oder Gemeinschaft die Rechte der Natur vertreten kann. Dies ist nichts Neues im einem Rechtssystem. Wenn es um die Rechte eines neugeborenen Kindes oder einer Person in der Endphase ihres Lebens geht, vertreten Angeh\u00f6rige oder gegebenenfalls der Staat deren Rechte.<\/p>\n<p>In solchen F\u00e4llen und in denen, die mit der Natur zu tun haben, besteht immer die Gefahr des Missbrauchs, aber das ist eine Frage, die vor Gericht gekl\u00e4rt wird.<\/p>\n<p><strong><em>Rechte haben ist das eine, sie auch durchsetzen zu k\u00f6nnen, das andere. Bei konkurrierenden Interessen zwischen Menschen und Natur m\u00fcssen Gerichte abw\u00e4gen. Sie sagen zwar, dass in Ecuador jede(r) die Rechte der Natur einklagen kann. Aber k\u00f6nnen sich das auch alle finanziell leisten? Haben nicht naturzerst\u00f6rende Unternehmen bessere Chancen, sich durchzusetzen, weil sie st\u00e4rker und finanzkr\u00e4ftiger sind und sich bessere Anw\u00e4lt:innen leisten k\u00f6nnen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das Recht ist immer ein umstrittenes Feld, sei es bei der Verabschiedung von Gesetzen oder bei deren Anwendung. Nat\u00fcrlich gehen in diesem Feld politische Macht und wirtschaftliche Macht, die oft im B\u00fcndnis agieren, von privilegierten Positionen aus. Das Gesetz ist von Klassenverh\u00e4ltnissen gerahmt, mit allem, was zum Beispiel die Ausbeutung der Arbeit angeht oder das Privateigentum sichert.<\/p>\n<p>Und das Recht spiegelt auch die traditionellen Herrschaftsverh\u00e4ltnisse \u00fcber die Natur wider, die als aneignungsf\u00e4higes, privatisierbares und letztlich sogar vernichtbares Objekt verstanden wird.<\/p>\n<p>In diesem ungleichen Kampf gibt es Gruppen von Anw\u00e4lten\/innen, die mit den Gemeinden zusammenarbeiten. Es gibt auch Universit\u00e4ten und zivilgesellschaftliche Organisationen, die zur Verteidigung der Menschenrechte und zunehmend auch der Rechte der Natur freiwillig beitragen.<\/p>\n<p>Aber was am interessantesten ist, ist zu sehen, wie viele politische Gruppen und soziale Bewegungen in verschiedenen Teilen des Planeten beginnen, diese komplexen Pfade des Rechts zu beschreiten, ohne die anderen vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten des Widerstands und des transformativen Kampfes an den Rand zu dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p><strong><em>Reiche und M\u00e4chtige h\u00e4ufen immer mehr Macht an. Die Rechtsprechung schafft im Kapitalismus oft nicht Gerechtigkeit, sondern handelt als Klassenjustiz. Wir Menschen sind als Teil der Natur aufgrund von deren Zerst\u00f6rung vom Aussterben bedroht. Welchen Beitrag kann angesichts der real existierenden Machtverh\u00e4ltnisse die Anerkennung und Durchsetzung von Rechten der Natur zur Rettung der Menschheit leisten?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Erst im Laufe der Zeit und durch den Druck von Tatsachen, die noch hartn\u00e4ckiger sind als das Gesetz, wird die Natur zuerst in der politischen Diskussion, sp\u00e4ter in der Rechtsprechung und schlie\u00dflich in der Gesetzgebung die ihr entsprechende Rechtsstellung erlangen.<\/p>\n<p>Daraus folgt die n\u00e4chste Phase, n\u00e4mlich der Streit um die Einhaltung der Gesetze. Wir m\u00fcssen das Rechtsgebiet als Streitraum betrachten, um nicht in ein auswegloses Labyrinth zu geraten, wenn wir die Macht des Kapitals erkennen: die Kontrolle \u00fcber die Justiz.<\/p>\n<p>Es ist daher dringend erforderlich, dass die Ziele jeder Gesellschaft den Gesetzen der nat\u00fcrlichen Systeme untergeordnet werden, ohne jemals die Achtung vor der W\u00fcrde des menschlichen Lebens zu vergessen. Eine neue Wirtschaft muss akzeptieren, dass die Natur die Grenzen und den Umfang der Nachhaltigkeit und Erneuerungsf\u00e4higkeit der Systeme festlegt.<\/p>\n<p>Aus der Politik er\u00f6ffnen sich neue Perspektiven f\u00fcr das, was wir unter kollektiver und \u00f6kologischer Staatsb\u00fcrgerschaft verstehen k\u00f6nnten, um die G\u00fcltigkeit der Erddemokratie zu verwirklichen.<\/p>\n<p>Deren Kernpunkte sagen uns, dass individuelle und kollektive Menschenrechte im Einklang mit den Rechten anderer nat\u00fcrlicher Gemeinschaften auf der Erde stehen m\u00fcssen; \u00d6kosysteme haben das Recht zu existieren und ihren eigenen lebenswichtigen Prozessen zu folgen; die Vielfalt des Lebens, die in der Natur zum Ausdruck kommt, ist ein Wert an sich; \u00d6kosysteme haben ihre eigenen Werte, die unabh\u00e4ngig von ihrem Nutzen f\u00fcr den Menschen sind.<\/p>\n<p>Aus dem Vorhergehenden leiten wir tiefgreifende Schlussfolgerungen f\u00fcr die menschlichen Kulturen ab, in denen eine radikale Transformation erforderlich ist: Der Mensch ist nicht die Krone irgendeiner Sch\u00f6pfung, wir sind zur Krone der Zerst\u00f6rung geworden. Die Menschheitsgeschichte hat das, was im Leben real ist, degradiert, insbesondere durch die Zivilisation des Kapitals.<\/p>\n<h3>Die neue &#8222;kopernikanische Wende&#8220;: Zum Pluriversum<\/h3>\n<p><strong><em>Was schlagen Sie also vor, Herr Acosta ?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Streng genommen erfordert die wirksame Umsetzung der Rechte der Natur eine &#8222;kopernikanische Wende&#8220;. Die harmonische und ausgewogene Wiedervereinigung mit der Natur ist unsere gro\u00dfe Aufgabe. Bereits Immanuel Kant hat diesen Begriff in der Philosophie verwendet.<\/p>\n<p>Die bisherige Philosophie ging davon aus, dass das erkennende Subjekt in der Erfahrung des Wissens passiv ist, dass das beobachtete Objekt das Subjekt beeinflusst und in ihm eine zuverl\u00e4ssige Repr\u00e4sentation der Realit\u00e4t bewirkt.<\/p>\n<p>Kant schlug vor, die Beziehung umzukehren und zu akzeptieren, dass in der kognitiven Erfahrung das erkennende Subjekt aktiv ist, dass das erkennende Subjekt im Akt des Erkennens die beobachtete Realit\u00e4t modifiziert.<\/p>\n<p>Diese Anerkennung ver\u00e4nderte die Philosophie und die Welt selbst radikal. Kant definierte dies als &#8222;kopernikanische Wende&#8220; von \u00e4hnlicher Bedeutung, wie zu akzeptieren, dass die Erde nicht das Zentrum des Universums ist, was Nikolaus Kopernikus demonstriert hatte.<\/p>\n<p>Mit den Rechten der Natur stehen wir vor einer \u00e4hnlichen Situation, sogar von viel gr\u00f6\u00dferer Bedeutung, da wir akzeptieren m\u00fcssen, dass Menschen Natur sind und dass es in der Natur keine \u00fcberlegene Spezies gibt. Der Mensch ist Natur, wir stehen nicht au\u00dferhalb von ihr. Und sie, die Natur, ist es, die uns das Recht auf unsere Existenz gibt.<\/p>\n<p>Es ist an der Zeit, uns von den gedanklichen Fesseln des Fortschritts und der sogenannten Entwicklung zu befreien, die zu einem globalen sozio\u00f6kologischen Debakel mit unvorhersehbaren Folgen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns auf das plurale Universum, das Pluriversum, zubewegen, unter dem wir eine Welt verstehen, in der es Platz f\u00fcr viele Welten gibt, in der aber alle \u2013 Menschen und nichtmenschliche Wesen \u2013 in W\u00fcrde zusammenleben, ohne Elend und Ausbeutung, die heute noch das <em>Dolce Vita<\/em> einiger Weniger sichern.<\/p>\n<p>Mehr denn je brauchen wir Postwachstumsgesellschaften und Gesellschaften des &#8222;Buen Vivir&#8220;, des Guten Lebens f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>Das u.a. von Alberto Acosta herausgegebene Buch &#8222;Pluriversum&#8220; erscheint im Herbst 2023 im AG SPAK Verlag<\/p>\n<p><strong><em>Der Artikel von Elisabeth Vo\u00df wurde bei <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Pluriversum-oder-Die-Natur-mit-eigenen-Verfassungsrechten-7530046.html?seite=all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Telepolis<\/a> erstver\u00f6ffentlicht. Die Vervielf\u00e4ltigung bedarf der Zustimmung der Autorin.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Moderne schafft es nicht, Geld reicht nicht, eine andere Welt ist n\u00f6tig: Gespr\u00e4ch mit Alberto Acosta \u00fcber Erfahrungen im einzigen Land der Welt, das die Natur als Rechtssubjekt in seiner Verfassung eingef\u00fchrt hat. 2007 war Alberto Acosta Energie- 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