{"id":1702792,"date":"2022-12-30T11:12:17","date_gmt":"2022-12-30T11:12:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1702792"},"modified":"2022-12-30T13:58:35","modified_gmt":"2022-12-30T13:58:35","slug":"eine-erde-eine-gesundheit-samen-der-freiheit-gegen-hunger-mangelernaehrung-und-krankheit-ausbringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/12\/eine-erde-eine-gesundheit-samen-der-freiheit-gegen-hunger-mangelernaehrung-und-krankheit-ausbringen\/","title":{"rendered":"Eine Erde, Eine Gesundheit &#8211; Samen der Freiheit gegen Hunger, Mangelern\u00e4hrung und Krankheit ausbringen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das industrielle Landwirtschaftsmodell basiert auf Gewalt und Krieg \u2013 Krieg gegen die Erde und gegen unsere K\u00f6rper. Es hat zu strukturellem Hunger, Mangelern\u00e4hrung und Krankheit gef\u00fchrt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wir m\u00fcssen zu gewaltfreien Alternativen \u00fcbergehen, die die Gesundheit des Planeten und der Menschen sch\u00fctzen, die die biologische Vielfalt regenerieren und gesunde B\u00f6den und gesunde Lebensmittel schaffen.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Von Dr. Vandana Shiva<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die biologische Vielfalt ist die Quelle von Gesundheit im Kontinuum des Lebensnetzes. Die biologische Vielfalt sorgt f\u00fcr gesunde, lebendige B\u00f6den, die gesunde, n\u00e4hrstoffreiche Pflanzen in gro\u00dfer biologischer Vielfalt hervorbringen, die wiederum gesunde, biodiverse Lebensmittel produzieren, die die biologische Vielfalt in unserer Darmflora, die Grundlage unserer Gesundheit, n\u00e4hren. Die Gesundheit unseres Mikrobioms wird zunehmend als die Grundlage f\u00fcr unsere Gesundheit anerkannt.<\/p>\n<p>Die Artenvielfalt au\u00dferhalb und die Artenvielfalt innerhalb von uns sind miteinander verbunden. Die Artenvielfalt in unseren B\u00f6den, die Artenvielfalt auf unseren Bauernh\u00f6fen und Tellern, kultiviert und n\u00e4hrt die Artenvielfalt in unserem Mikrobiom.<\/p>\n<p>Die Gesundheit des Planeten und unsere Gesundheit ist &#8222;One Health&#8220; &#8211; \u201eEine Gesundheit\u201c.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen durch Gesundheit miteinander verbunden sein, wenn wir die Integrit\u00e4t und die Grenzen von Arten und \u00d6kosystemen respektieren, oder wir k\u00f6nnen durch Krankheit miteinander verbunden sein, wenn wir ihre Integrit\u00e4t verletzen.<\/p>\n<p>Wenn wir W\u00e4lder und ihre biologische Vielfalt zerst\u00f6ren, um kommerzielle Monokulturen von GVO-Soja im Amazonasgebiet und Palm\u00f6l in Indonesien und Afrika anzubauen, verursachen wir Epidemien wie Ebola, HIV, Zika, die Kyasanur-Waldkrankheit und weitere 300 neuartige Infektionskrankheiten, die in den letzten drei Jahrzehnten der Globalisierung und des grenzenlosen Wirtschaftswachstums aufgetreten sind.<\/p>\n<p>Wir dringen in \u00d6kosysteme ein, weil unser landwirtschaftliches und wirtschaftliches Paradigma auf der Maximierung der Rohstoffgewinnung und der Profite aus den \u00d6kosystemen beruht, anstatt die biologische Vielfalt zu h\u00fcten, um die &#8222;Eine Gesundheit&#8220; zu maximieren, wie es die indigenen Kulturen \u00fcber Jahrtausende hinweg getan haben. 80 % der biologischen Vielfalt befinden sich heute in den 25 % der Gebiete, die von indigenen V\u00f6lkern bewohnt werden.<\/p>\n<p>Arten und Kulturen wurden ausgerottet, und die Gesundheit des Planeten und unsere Gesundheit haben sich verschlechtert.<\/p>\n<p>Wenn wir die biologische Vielfalt in den W\u00e4ldern zerst\u00f6ren, schaffen wir neue Infektionskrankheiten. Wenn wir die biologische Vielfalt in uns selbst zerst\u00f6ren, verursachen wir chronische Krankheiten.<\/p>\n<p>Wenn wir die Artenvielfalt unseres Mikrobioms durch industrielle und ultra-verarbeitete Lebensmittel zerst\u00f6ren, nehmen chronische Krankheiten wie Diabetes und Krebs epidemische Ausma\u00dfe an. 72,69 Millionen Inder haben Diabetes. 1,39 Millionen haben Krebs. Diese Zahl wird bis 2025 voraussichtlich auf 1,57 Millionen steigen.<\/p>\n<p>Chronische Krankheiten, die w\u00e4hrend der Covid-Pandemie als Komorbidit\u00e4ten bezeichnet werden, erh\u00f6hen das Sterberisiko w\u00e4hrend einer Pandemie. Das Risiko, an einer Covid-Infektion zu sterben, steigt um 9,2 % bei Diabetes und um 7,6 % bei Krebs.<\/p>\n<p>&#8222;One Health&#8220; bedeutet, dass wir die Rechte aller Arten und ihren \u00f6kologischen Raum, ihre \u00f6kologischen Prozesse und \u00f6kologischen Grenzen respektieren. \u201eEine Gesundheit\u201c erfordert einen integrierten, \u00f6kologischen Ansatz und nicht einen militarisierten, mechanistischen, reduktionistischen Ansatz, der Arten, die Teil unseres K\u00f6rpers und der Erde sind, zu &#8222;Feinden&#8220; erkl\u00e4rt, die ausgerottet werden m\u00fcssen. Krankheit ist Dysbiose, die St\u00f6rung der Symbiose, der Selbstorganisation und der Selbstregulierung, die es lebenden Organismen und \u00d6kosystemen erm\u00f6glicht, sich in einem Zustand der Gesundheit zu befinden.<\/p>\n<p>Wir haben die Wahl, nicht mehr in die W\u00e4lder einzudringen und sie stattdessen zu regenerieren. Wir haben die Wahl, die chemische Invasion in unsere landwirtschaftlichen Betriebe und in unseren Darm zu stoppen, die unsere landwirtschaftliche Artenvielfalt von Bodenorganismen und Pflanzen sowie die Artenvielfalt in unserer Darmflora zerst\u00f6rt. Indem wir uns vielf\u00e4ltig ern\u00e4hren, k\u00f6nnen wir die biologische Vielfalt in unserem Darm regenerieren und ern\u00e4hrungsbedingten Krankheiten entgegenwirken.<\/p>\n<p>Lebensmittel und Nahrung sind die W\u00e4hrung des Lebens, die durch das Lebensnetz flie\u00dft und Gesundheit schafft. Das Lebensnetz ist ein Nahrungsnetz, das durch biologische Vielfalt gewoben ist.<\/p>\n<p>Das Paradigma der industriellen Landwirtschaft ist ein militaristisches, mechanistisches Paradigma, das im Laufe des letzten Jahrhunderts zahlreiche und ausgekl\u00fcgelte Instrumente zur Vernichtung der biologischen Vielfalt und zur Bedrohung der Gesundheit entwickelt hat.<\/p>\n<p>Zuerst wurde dem Ungeziefer und der Artenvielfalt der Insekten der Kampf angesagt.<\/p>\n<p>Pestizide und Insektizide wurden entwickelt, um Insekten zu t\u00f6ten. Wir sind Zeugen eines Insektensterbens und Verschwindens von Best\u00e4ubern, die ein Drittel unserer Nahrung produzieren. Nach Angaben der UN sterben j\u00e4hrlich 200.000 Menschen an Pestizidvergiftungen.<\/p>\n<p>Dann wurde der Artenvielfalt der Pflanzen der Krieg erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Herbizide wie RoundUp wurden entwickelt, um &#8222;alles Gr\u00fcne&#8220; zu vernichten, also auch Nahrungspflanzen, nicht kultivierte Lebensmittel, Heilpflanzen und Pflanzen, die als Nahrung f\u00fcr Best\u00e4uber dienen. Glyphosat\/RoundUp ist laut WHO auch ein Karzinogen. Weltweit sterben jedes Jahr 10 Million Menschen an Krebs.<\/p>\n<p>Mit Covid ist den Mikroben der Krieg erkl\u00e4rt worden.<\/p>\n<p>Doch ohne Mikroben gibt es kein Leben und keine Gesundheit.<\/p>\n<p>Die mikrobielle Artenvielfalt ist die eigentliche Grundlage des Lebensgef\u00fcges. Mikroben \u2013 Bakterien, Viren, Pilze \u2013 sind f\u00fcr die Aufrechterhaltung gesunder \u00d6kosysteme \u2013 in B\u00f6den, Pflanzen, Tieren und unserem K\u00f6rper \u2013 unerl\u00e4sslich. Der Verlust und die Aush\u00f6hlung der biologischen Vielfalt durch den \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Einsatz von Chemikalien mit dem Ziel, sie zu zerst\u00f6ren, hat das Aufkommen pathogener Mikroben erm\u00f6glicht. Wir sind Teil der Natur und ihrer \u00d6kosysteme. Wenn wir der Gesundheit des \u00d6kosystems schaden, schaden wir unserer eigenen Gesundheit.<\/p>\n<p>Gesundheit ist ein Verh\u00e4ltnis von Gleichgewicht und Respekt, von Bewusstsein und Verantwortung.<\/p>\n<p>Ein Lebensmittelsystem, das die biologische Vielfalt zerst\u00f6rt, indem es anderen Lebewesen das Leben nimmt, beraubt auch einen gro\u00dfen Teil der Menschheit des ihr zustehenden Anteils an Nahrung, ihres Rechts auf Leben und ihres Rechts auf Gesundheit.<\/p>\n<p>Hunger- und Mangelern\u00e4hrungspandemien forderten bereits vor Covid Millionen von Menschenleben. Laut der nationalen Erhebung zur Familiengesundheit 2015-2016 der indischen Regierung sind 35,7 % unserer Kinder untergewichtig, 38,4 % haben eine zu geringe K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe im Bezug auf das Alter und 21 % haben ein zu geringes Gewicht im Bezug auf die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p>Von den 1,04 Millionen Todesf\u00e4llen bei Kindern unter f\u00fcnf Jahren im Jahr 2017 sind mehr als 706.000 auf Mangel- und Unterern\u00e4hrung zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Covid hat die Anf\u00e4lligkeit erh\u00f6ht, da Menschen ihre Lebensgrundlage und ihren Arbeitsplatz verloren haben. Pro Minute sterben sieben Menschen an den Folgen des Covid-Virus. Jede Minute sterben elf Menschen an den Folgen des Hungervirus.<\/p>\n<p>Das zweite UN-SDG-Ziel lautet: Null Hunger, Ern\u00e4hrungssicherheit und verbesserte Ern\u00e4hrung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Das dritte UN-SDG-Ziel ist: Gute Gesundheit und Wohlbefinden.<\/p>\n<p>Beide sind durch die biologische Vielfalt in den Lebensmittelsystemen miteinander verbunden.<\/p>\n<p>Chemisch intensive, auf Monokulturen basierende, nicht nachhaltige und ungerechte Lebensmittelsysteme verursachen Hunger und Krankheiten. \u00d6kologische, biodiverse, nachhaltige und gerechte Systeme haben das Potenzial, sowohl Hunger als auch Krankheiten zu verringern, indem sie die biologische Vielfalt in uns und um uns herum kultivieren.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen die biologische Vielfalt durch Sorgfalt und Verantwortung kultivieren und aufh\u00f6ren, Schaden anzurichten.<\/p>\n<p>Wenn wir diese Verbindung zwischen biologischer Vielfalt, Nahrung und Gesundheit, zwischen Hunger und Krankheit, zwischen unserer Krankheit und dem hungrigen Kind, zwischen Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sehen, dann ist das &#8222;One Health&#8220;.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen damit beginnen, Gesundheit durch die Lebensmittel, die wir anbauen und essen, zu kultivieren. Die Wissenschaft lehrt uns heute, dass Lebensmittel lebendig sind. Essen ist ein Akt der Kommunikation. Beim Essen kommunizieren wir mit der Erde, dem Landwirt und denjenigen, die unsere Nahrung verarbeiten. Unsere Nahrung kommuniziert wiederum mit den n\u00fctzlichen Bakterien in unserem Darm, und durch diese Kommunikation wird unsere Gesundheit erhalten und unsere Widerstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber Krankheiten erh\u00f6ht.<\/p>\n<p><strong>Die Gesundheit des Bodens ist unsere Gesundheit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Boden ist unsere Gesundheit<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8222;Die Gesundheit von Boden, Pflanze, Tier und Mensch ist eins und unteilbar.&#8220;<\/strong><br \/>\n<strong>\u2013 Albert Howard<\/strong><\/p>\n<p>Unsere Gesundheit und die Gesundheit des Planeten sind &#8222;One Health&#8220; &#8211; \u201eEine Gesundheit\u201c. Unsere Gesundheit h\u00e4ngt mit der Gesundheit des Bodens zusammen, mit dem Saatgut und den Pflanzen, die wir anbauen, mit den Lebensmitteln, die wir essen, mit den Insekten und Mikroben, von denen wir abh\u00e4ngen, mit dem Wasser und dem Klima, die das Leben erhalten.<\/p>\n<p>Unsere Gesundheit beginnt in gesunden B\u00f6den. Gesunde B\u00f6den sind lebende Systeme.<\/p>\n<p>Der Boden, der Darm und unser Gehirn sind ein einziges, miteinander verbundenes Biom \u2013 Gewalt an einem Teil davon l\u00f6st Gewalt in dem gesamten, miteinander verbundenen System aus.<\/p>\n<p>Der Boden ist kein leerer Beh\u00e4lter, in den man synthetische chemische D\u00fcngemittel sch\u00fctten kann. Pflanzen sind keine Maschinen, die mit NPK-D\u00fcnger aus Fabriken und Minen versorgt werden.<\/p>\n<p>Wir wissen, dass der Boden lebendig ist. Prof. Rattan Lal, der den Weltern\u00e4hrungspreis 2020 erhielt, hat gesagt:<\/p>\n<p>&#8222;Ich glaube, dass der Boden ein Lebewesen ist. Das ist das, was Bodengesundheit bedeutet. Boden ist Leben. Jedes Lebewesen hat Rechte. Deshalb hat auch der Boden Rechte.&#8220;<\/p>\n<p>Deshalb nennen indigene Kulturen das Land und den Boden Mutter Erde, Bhoomi Ma, Pachamama.<\/p>\n<p>Und weil die Erde unsere Mutter ist, d\u00fcrfen wir sie nicht mit Giften und Chemikalien und schweren Maschinen verletzen, die den lebendigen Boden zertreten und verdichten.<\/p>\n<p>Der Atharva Veda ruft zum Gebet f\u00fcr Prithvi, die Erde, auf, in dem es auch um das Bewusstsein der Zur\u00fcckhaltung und der Achtung von Grenzen geht:<\/p>\n<p>&#8222;Lass das, was ich von dir, oh Erde, ausgrabe, schnell wieder entspringen und wachsen.<br \/>\nOh Reiniger, lass mich nicht deine Lebenskraft oder dein Herz durchbohren.&#8220;<\/p>\n<p>Die heute vorherrschende Politik und deren Gesetze scheinen der Erde das Gegenteil zu sagen: &#8222;Wir werden so tief und so gewaltsam graben, wir werden so brutal, in so gro\u00dfem Ma\u00dfstab und mit so hoher Geschwindigkeit platt walzen, dass wir deine Lebenskraft und dein Herz durchbohren und sicherstellen, dass nichts mehr aus dir wachsen kann.&#8220;<\/p>\n<p>Sowohl die \u00f6kologische Wissenschaft als auch unsere alte Weisheit lehren uns, dass alles Leben vom Boden abh\u00e4ngt. Aber wir geben uns heute gedankenlos der Illusion hin, dass der menschliche Fortschritt darauf beruht, wie schnell wir den Boden zerst\u00f6ren, ausgraben und verbrauchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die indische Zivilisation hat sich \u00fcber Tausende von Jahren erhalten, weil sie den Boden als heilig und unantastbar verehrt hat. Sie behandelte den Boden und das Land als Vasundhara, Bhoomi, Dharti Ma, Maati Ma, Mutter Erde. Unsere Kultur der Ehrfurcht vor der Erde hat unser Bewusstsein gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Der Boden ist keine leblose, tote Materie. Der Boden ist kein leerer Beh\u00e4lter. Der Boden ist lebendig.<\/p>\n<p>Gesunde B\u00f6den sind voller biologischer Vielfalt, die die Gesundheit des Planeten aufrechterh\u00e4lt, indem sie an den Kohlenstoff- und Stickstoffkreisl\u00e4ufen teilnimmt und diese aufrechterh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Ein Gramm Boden enth\u00e4lt bis zu einer Milliarde Bakterienzellen, die aus Zehntausenden von Taxa bestehen, bis zu 200 Millionen Pilzhyphen und eine Vielzahl von Milben, Nematoden, Regenw\u00fcrmern und Gliederf\u00fc\u00dfern.<\/p>\n<p>Ein Teel\u00f6ffel lebendiger Boden enth\u00e4lt sechs Milliarden Mikroorganismen, darunter eine Milliarde Bakterien, was eine Tonne pro Acre entspricht. Ein Kubikmeter Boden enth\u00e4lt tausend Regenw\u00fcrmer, 50.000 Insekten und zw\u00f6lf Billionen Rundw\u00fcrmer.<\/p>\n<p>Ein Kubikmeter gesunder Boden kann 25.000 Kilometer Mykorrhizapilze beherbergen, was dem doppelten Erddurchmesser entspricht. Die Pilze sind lebende, intelligente Systeme, die selektieren und unterscheiden, die N\u00e4hrstoffe in Gegenseitigkeit geben und nehmen. Sie sind intelligente Filter, die lebenswichtige N\u00e4hrstoffe aufsp\u00fcren, sie aufnehmen und mit den Pflanzen teilen. Sie schlie\u00dfen sch\u00e4dliche Substanzen aus. Intelligenz bedeutet, zwischen dem Guten und dem Schlechten zu w\u00e4hlen und zu unterscheiden. Die F\u00e4higkeit lebender Organismen, zwischen essenziellen und sch\u00e4dlichen Stoffen zu unterscheiden und nur den Austausch der n\u00fctzlichen Stoffe durch die sch\u00fctzenden Membranen zu f\u00f6rdern, macht Leben und Gesundheit in lebenden Systemen m\u00f6glich, von der kleinsten Zelle \u00fcber Mikroben bis hin zu den Organen in unserem K\u00f6rper und unserem K\u00f6rper als Ganzem.<\/p>\n<p>Albert Howard erinnert uns daran:<\/p>\n<p>&#8222;Der Boden ist in der Tat voll von lebenden Organismen. Es ist wichtig, ihn als etwas zu begreifen, in dem das Leben pulsiert, und nicht als eine tote oder tr\u00e4ge Masse. Es gibt keinen gr\u00f6\u00dferen Irrtum, als den, die Erde als tot zu betrachten: eine Handvoll Erde ist voller Leben. Die lebenden Pilze, Bakterien und Protozoen, die unsichtbar im Bodenkomplex vorhanden sind, werden als Bodenpopulation bezeichnet. Diese Population von Millionen und Abermillionen winzigen Existenzen, die f\u00fcr unsere Augen nat\u00fcrlich unsichtbar sind, f\u00fchrt ihr eigenes Leben.&#8220;<br \/>\n\u2013 Albert Howard, &#8222;<a href=\"https:\/\/www.goodreads.com\/work\/quotes\/591023\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Boden und die Gesundheit: Eine Studie \u00fcber den \u00f6kologischen Landbau<\/a>&#8220;<\/p>\n<p>Wenn wir uns um den Boden k\u00fcmmern, produzieren wir auch mehr Lebensmittel auf weniger Fl\u00e4che. Fruchtbare B\u00f6den sind die nachhaltige Antwort auf Lebensmittel- und Ern\u00e4hrungssicherheit. Die \u00f6kologische Landwirtschaft ist die einzig wahre Antwort auf den Klimawandel. Die Luftverschmutzung, die sich in der Atmosph\u00e4re angesammelt hat, betr\u00e4gt heute etwa 400 Teile pro Million (ppm) Kohlendioxid. Dies ist der Grund f\u00fcr den Treibhauseffekt und das Klimachaos, einschlie\u00dflich des Temperaturanstiegs. Um den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, m\u00fcssen wir die Kohlenstoffkonzentration in der Luft auf 350 ppm reduzieren.<\/p>\n<p>Es ist notwendig, die Emissionen zu reduzieren und aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen, aber es ist auch erforderlich, den \u00dcberschuss an Kohlenstoff aus der Atmosph\u00e4re zu reduzieren und ihn wieder in den Boden einzubringen, wo er hingeh\u00f6rt. Hier bietet uns die \u00f6kologische, regenerative Landwirtschaft einen L\u00f6sungsweg. Dabei geht sie auch gegen Ern\u00e4hrungsunsicherheit und Hunger vor, kehrt die W\u00fcstenbildung um, schafft Existenzsicherung durch \u00f6kologische Sicherheit und damit den Weg zum Frieden.<\/p>\n<p>Vor allem aber erm\u00f6glicht sie den \u00dcbergang von einem gewaltt\u00e4tigen Paradigma, gewaltt\u00e4tigen Strukturen und Systemen zu einem gewaltfreien Paradigma, Strukturen und Systemen, die auf <em>Ahimsa\u00a0 <\/em>(Sanskrit f\u00fcr \u201eGewaltlosigkeit\u201c; Anm.d.\u00dc.) basieren und das Wohlergehen aller Menschen einschlie\u00dfen. Die \u00f6kologische Landwirtschaft ist die Antwort auf D\u00fcrre und Klimawandel. Sie ist auch eine Friedensl\u00f6sung. Wenn wir den Boden und unsere kulturelle Vielfalt nicht respektieren und uns nicht kollektiv zu <em>Ahimsa<\/em> verpflichten, k\u00f6nnen wir als Zivilisation schnell zerfallen. F\u00fcr mich ist die \u00f6kologische Landwirtschaft das Dharma, das die Saat f\u00fcr Frieden und Wohlstand f\u00fcr alle s\u00e4t. Sie hilft uns, aus dem Teufelskreis von Gewalt und Degeneration auszubrechen und positive Kreisl\u00e4ufe zu schaffen, die auf Gewaltlosigkeit und Regeneration basieren.<\/p>\n<p>Howard besch\u00e4ftigte sich mit der zentralen Rolle der Mykorrhizapilze bei der Schaffung von Humus und lebendigem Boden.<\/p>\n<p>Wenn wir das Gesetz der R\u00fcckf\u00fchrung (\u201eLaw of Return\u201c) praktizieren, gehen wir eine symbiotische Beziehung mit dem Boden ein. Wir geben den Bodenorganismen Nahrung. Die lebenden Organismen erledigen den Rest der Arbeit, indem sie Nahrung, N\u00e4hrstoffe und Gesundheit f\u00fcr die Pflanzen produzieren, die wiederum uns ern\u00e4hren und uns Gesundheit bringen.<\/p>\n<p>Bodenorganismen wie Mykorrhizapilze und Pflanzen gehen eine symbiotische Beziehung ein. Die Pilze w\u00e4hlen N\u00e4hrstoffe aus, bringen sie zu den Pflanzen und sch\u00fctzen sie vor Toxinen, w\u00e4hrend die Pflanzen den Pilz mit Kohlenhydraten aus der Photosynthese versorgen. B\u00f6den, die reich an N\u00fctzlingen sind, regen die Pflanzen dazu an, gesundheitsf\u00f6rdernde und krankheitsbek\u00e4mpfende Molek\u00fcle zu produzieren, n\u00e4mlich Polyphenole, die als Antioxidantien und Entz\u00fcndungshemmer wirken.<\/p>\n<p>Industriell bewirtschaftete B\u00f6den, die von au\u00dfen mit synthetischen Stickstoffd\u00fcngern versehen werden, zerst\u00f6ren Bodenorganismen wie die Mykorrhizapilze, die als kreative Filter die Pflanzen mit N\u00e4hrstoffen versorgen. Die Pflanzen m\u00fcssen mit einem Giftcocktail aus synthetischen D\u00fcngemitteln, Herbiziden wie Glyphosat\/RoundUp, Pestiziden und Fungiziden zurechtkommen, die unsere Lebensmittel kontaminieren. Die Pflanzen m\u00fcssen mit einer chemischen Di\u00e4t leben und werden der symbiotischen Hilfe von Pilzen beraubt, die ihnen helfen, wichtige N\u00e4hrstoffe wie Zink und Magnesium zu finden. Dies sind jedoch die N\u00e4hrstoffe, die Pflanzen und Tiere, einschlie\u00dflich des Menschen, ben\u00f6tigen, um Enzyme zu bilden, die zur Regulierung unseres Stoffwechsels und unserer Biochemie, zum Aufbau des Immunsystems, zur Bek\u00e4mpfung von Krankheiten und zur Erhaltung unserer Gesundheit erforderlich sind.<\/p>\n<p>Durch die Zerst\u00f6rung der biologischen Vielfalt der B\u00f6den produziert die industrielle Landwirtschaft n\u00e4hrstofflose, giftige Lebensmittel, die unserer Gesundheit schaden.<\/p>\n<p>Laut einer Studie, die in der Zeitschrift des American College of Nutrition (ACN) und des American Journal of Agricultural Sciences (AJAS) in Washington DC, ver\u00f6ffentlicht wurde, ist der N\u00e4hrstoffgehalt in Gem\u00fcse und Obst in den Vereinigten Staaten im Laufe der letzten 70 Jahren stetig zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1702949 size-full\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-1.jpg\" alt=\"\" width=\"569\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-1.jpg 569w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-1-300x237.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 569px) 100vw, 569px\" \/><\/p>\n<p>Unsere Lebensmittel werden immer weniger nahrhaft: Der N\u00e4hrstoffgehalt in Obst und Gem\u00fcse ist in den Vereinigten Staaten im Laufe der letzten 70 Jahren stetig zur\u00fcckgegangen. In einer umfassenden Studie von Prof. Donald Davis von der University of Texas wurde der Verlust an N\u00e4hrstoffen in Obst und Gem\u00fcse in den letzten 70 Jahren wie folgt quantifiziert: 6 % weniger Proteingehalt, 9 % weniger Phosphor, 15 % weniger Eisen und Vitamin C (Ascorbins\u00e4ure), 16 % weniger Kalzium, 18 % weniger Vitamin A und 38 % weniger Vitamin B (Riboflavin). [1]<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1702950 size-full\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-2.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-2.jpg 355w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-2-265x300.jpg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/p>\n<p>Eine britische Metastudie, die mehr als 400 Studien umfasst, hat ergeben, dass \u00f6kologische Lebensmittel bis zu 60 % mehr n\u00fctzliche N\u00e4hrstoffe enthalten k\u00f6nnen als chemisch erzeugte Lebensmittel [2].<\/p>\n<p>Eine Navdanya-Studie, die B\u00f6den \u2013 die chemisch oder \u00f6kologisch bewirtschaftet wurden \u2013 \u00fcber einen Zeitraum von 20 Jahren miteinander verglich, zeigte einen dramatischen R\u00fcckgang der Bodenn\u00e4hrstoffe in der chemischen Landwirtschaft und einen signifikanten Anstieg der verschiedenen N\u00e4hrstoffe im \u00f6kologischen Landbau [3].<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1702951 size-full\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-3.jpg\" alt=\"\" width=\"710\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-3.jpg 710w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-3-300x120.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><\/p>\n<p>In den B\u00f6den \u00f6kologisch wirtschaftender Betriebe haben nicht nur die n\u00fctzlichen N\u00e4hrstoffe zugenommen, sondern auch die n\u00fctzlichen Bodenorganismen. Die Pilzpopulation nahm in \u00f6kologisch wirtschaftenden Betrieben um das 6- bis 36-fache zu. In chemischen Betrieben sank sie um 2,5 &#8211; 49,7 %.<\/p>\n<p>Die Bakterienpopulation nahm in Biob\u00f6den um 50 &#8211; 241 % zu.<\/p>\n<p>Durch das Gesetz der R\u00fcckf\u00fchrung, durch die Pflicht, f\u00fcr die Gesundheit des lebendigen Bodens zu sorgen, indem wir etwas zur\u00fcckgeben, kultivieren wir unsere eigene Gesundheit.<\/p>\n<p>Unsere Gesundheit und die Gesundheit des Bodens sind \u201eEine Gesundheit\u201c.<\/p>\n<p>Der \u00f6kologische Landbau ist die Pflege des Bodens, er ist ein \u00f6ffentliches Gesundheitssystem.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund verlegen immer mehr \u00c4rzte ihre Praxis auf Biobetriebe.<\/p>\n<p>Wir sind mit dem Boden verbunden. Wenn die B\u00f6den gesund sind, sind auch die Gesellschaften gesund. Wenn die B\u00f6den krank und ver\u00f6det sind, werden auch die Gesellschaften krank und die Herzen und Eingeweide der Menschen ver\u00f6den.<\/p>\n<p>So wie Humus im Boden Bodenpartikel bindet und Bodenerosion verhindert, bindet er auch die Gesellschaft und verhindert Gewalt und sozialen Zerfall. Da Humus f\u00fcr Nahrung, Lebensunterhalt, Wasser und Klimasicherheit sorgt, tr\u00e4gt er auch zum Frieden bei. So wie man nasses Stroh nicht mit einem Streichholz anz\u00fcnden kann, k\u00f6nnen Gemeinschaften, die sicher sind, nicht von gewaltt\u00e4tigen Elementen angez\u00fcndet werden, die sich von der Unsicherheit n\u00e4hren, die durch ein Wirtschaftsmodell entsteht, das <em>Swadeshi<\/em> (von Gandhi initiierte Bewegung, nur einheimische Produkte zu nutzen; Anm.d.\u00dc.) t\u00f6tet und nur dazu dient, dass die globalen Wirtschaftsm\u00e4chte das herausholen, was sie wollen. Die Pflege des Bodens ist das h\u00f6chste <em>Ahimsa<\/em> und schafft Frieden durch Beziehungen, die der Erde und den anderen keinen Schaden zuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Indem wir uns um den Boden k\u00fcmmern, gewinnen wir unsere Menschlichkeit zur\u00fcck. Unsere Zukunft ist untrennbar mit der Zukunft der Erde verbunden. Es ist kein Zufall, dass das Wort &#8222;human \u2013 menschlich&#8220; seine Wurzeln in \u201eHumus\u201c hat, dem lateinischen Wort f\u00fcr lebendige Erde. Und Adam, der erste Mensch in den abrahamitischen Traditionen, leitet sich von <em>Adamah<\/em>, dem hebr\u00e4ischen Wort f\u00fcr Erde ab.<\/p>\n<p>Mahatma Gandhi schrieb: &#8222;Wenn wir vergessen, wie man die Erde gr\u00e4bt und den Boden pflegt, vergessen wir uns selbst.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Biologische Vielfalt bringt mehr Gesundheit und Nahrung pro Hektar<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten Jahrzehnten hat die Agrarindustrie, die auf dem Paradigma der mechanistischen industriellen Landwirtschaft basiert, Monokulturen gef\u00f6rdert und zu einem gro\u00dfen Verlust an biologischer Vielfalt gef\u00fchrt. Sie hat auch ein verzerrtes Produktivit\u00e4tsma\u00df gef\u00f6rdert, das die Illusion erweckt, dass wir mehr Nahrungsmittel produzieren, w\u00e4hrend wir tats\u00e4chlich nur n\u00e4hrstofflose landwirtschaftliche Produkte erzeugen, die zunehmend als Biokraftstoff und Tierfutter verwendet werden.<\/p>\n<p>Eine Landwirtschaft, die sich ausschlie\u00dflich auf den Verkauf von Agrochemikalien als externe Inputs f\u00fcr die Rohstoffproduktion konzentriert, hat das Ma\u00df f\u00fcr landwirtschaftliche Produktivit\u00e4t auf die reduktionistische Kategorie &#8222;Ertrag pro Hektar&#8220; herabgesetzt. Doch der Ertrag pro Hektar l\u00e4sst die wichtigsten Aspekte von Lebensmitteln und Landwirtschaft au\u00dfer Acht. Der Ertrag misst die Masse, die Menge einer Ware, nicht die nahrhafte Qualit\u00e4t der Lebensmittel. Daher ist er als Ma\u00df f\u00fcr die Ern\u00e4hrung im Zusammenhang mit der Gesundheit unzureichend. Der &#8222;Ertrag&#8220; misst auch nicht die Zerst\u00f6rung der uns Nahrung und Gesundheit liefernden Artenvielfalt. Der &#8222;Ertrag&#8220; misst nicht die hohen finanziellen Kosten der giftigen Chemiemittel, die die Landwirte in die Schuldenfalle st\u00fcrzen und sie in den Selbstmord treiben. Er misst auch nicht die Kosten der Krankheitslast, die durch Giftstoffe in unseren Lebensmitteln verursacht wird. Und schlie\u00dflich misst der Ertrag pro Hektar nicht die \u00f6kologischen Kosten der chemischen Monokulturen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen davon abkommen, den &#8222;Ertrag pro Hektar&#8220; von n\u00e4hrstoffarmen, giftigen Monokulturen zu messen, deren Produktion mit hohen Kosten verbunden ist und die biologische Vielfalt und Gesundheit zerst\u00f6ren, und stattdessen den N\u00e4hrstoffgehalt pro Hektar einer Vielfalt von Nutzpflanzen messen.<\/p>\n<p>Wir bei Navdanya haben das Ma\u00df &#8222;Gesundheit pro Hektar&#8220; entwickelt, um den N\u00e4hrwert pro Hektar zu messen. Wenn wir anstelle von chemischer Intensivierung und Kapitalintensivierung in unserer Landwirtschaft die Nahrungsmittelproduktion \u00f6kologisch und im Hinblick auf die Artenvielfalt intensivieren, k\u00f6nnen wir zwei Indien mit gesunden, ausgewogenen und n\u00e4hrstoffreichen Nahrungsmitteln versorgen, wie die Navdanya-Studie <a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/publications\/health-per-acre\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Health per Acre<\/em><\/a> zeigt.<\/p>\n<p>Eine biodiversit\u00e4tsreiche Landwirtschaft produziert mehr N\u00e4hrstoffe pro Hektar.<\/p>\n<p>Vielfalt in unseren Betrieben und auf unseren Tellern ist die Antwort auf Mangelern\u00e4hrung, Hunger und Krankheiten. Der \u00f6kologische Mischanbau bringt im Vergleich zum konventionellen Monoanbau im Durchschnitt mehr Ertrag:<\/p>\n<p>106 % mehr Kupfer<br \/>\n61 % mehr Mangan<br \/>\n243 % mehr Molybd\u00e4n<br \/>\n64 % mehr Zink<br \/>\n120 % mehr Chrom<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1702952 size-full\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-4.jpg\" alt=\"\" width=\"699\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-4.jpg 699w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Samen-der-Freiheit_Graphik-4-300x166.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 699px) 100vw, 699px\" \/><\/p>\n<p><strong>Artenvielfalt ist \u201eEine Gesundheit\u201c: Vom Boden \u00fcber die Pflanzen, die wir essen, bis zu unserem Darmmikrobiom<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind Lebewesen. Wir sind Multispezies-Organismen. Wir sind eine \u00f6kologische Gemeinschaft. Ein komplexes, selbstorganisiertes, selbstreguliertes \u00d6kosystem.<\/p>\n<p>Wir bestehen zu 90 % aus anderen Lebewesen, in erster Linie aus unseren Mitmikroben, die uns gesund halten. Die Artenvielfalt in uns wird durch die Artenvielfalt in unserer \u00e4u\u00dferen Umgebung und unserer Nahrung geformt und erhalten.<\/p>\n<p>Das menschliche Mikrobiom besteht aus allen Mikroben \u2013 Bakterien, Pilzen und Viren \u2013 die in oder auf uns leben, einschlie\u00dflich der Haut, der Milchdr\u00fcsen, der Samenfl\u00fcssigkeit, der Geb\u00e4rmutter, der Eierstockfollikel, der Lunge, des Speichels, der Mundschleimhaut, der Bindehaut, der Gallenwege und des Magen-Darm-Trakts.<\/p>\n<p>Man sch\u00e4tzt, dass \u00fcber <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pbio.1002533\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">380 Billionen Viren<\/a> in uns leben, eine Gemeinschaft, die als das menschliche Virom bekannt ist. Mehr als 38 Billionen Bakterien sind Teil von uns, dem menschlichen Biom.<\/p>\n<p>Unser Darmmikrobiom besteht aus hundert Billionen Mikroorganismen und hundert Arten.<\/p>\n<p>In unserem Darm leben 100.000-mal mehr Mikroben als Menschen auf der Erde.<\/p>\n<p>Es besteht eine enge Verbindung zwischen der Artenvielfalt und der Gesundheit der B\u00f6den, der Pflanzen, unserer Darmflora und unseres Gehirns. Unser Darm ist ein Mikrobiom, das Billionen von Bakterien enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Um gesund zu funktionieren, braucht das Darmmikrobiom eine vielf\u00e4ltige Ern\u00e4hrung, und eine vielf\u00e4ltige Ern\u00e4hrung braucht Vielfalt auf unseren Feldern und G\u00e4rten. Der Verlust an Vielfalt in unserer Ern\u00e4hrung f\u00fchrt zu Krankheiten.<\/p>\n<p>Das ausgefeilte Ern\u00e4hrungsverst\u00e4ndnis des Ayurveda hat die Vielfalt und gesunde Basis der traditionellen indischen Esskulturen gepr\u00e4gt. Heute ist diese reiche Ern\u00e4hrungskultur durch die Invasion von Junk-Food bedroht. Es ist an der Zeit, ayurvedische Leitf\u00e4den f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrungsweise zu erstellen und st\u00e4rker Forschung zu einheimischen Lebensmitteln zu betreiben, und zwar nicht auf der Grundlage eines reduktionistischen mechanistischen kartesianischen Paradigmas, sondern auf der Grundlage des ayurvedischen Paradigmas der Verbundenheit und des Biodiversit\u00e4tsparadigmas der \u201eEinen Gesundheit\u201c.<\/p>\n<p>Ayurveda hat erkannt, dass die biologische Vielfalt der Nahrung die Grundlage der Gesundheit ist und dass die Ern\u00e4hrung und das Verdauungssystem f\u00fcr die k\u00f6rperliche und geistige Gesundheit von zentraler Bedeutung sind.<\/p>\n<p>Ayurveda basiert auf den Quantenprinzipien der Nicht-Trennung und des Potenzials, nicht auf den mechanistischen Annahmen der Trennung, des Absolutismus, der externen Inputs und der Kontrolle.<\/p>\n<p>Sogar die westliche Wissenschaft beginnt zu begreifen, was Ayurveda schon vor 100.00 Jahren verstanden hat \u2013 dass der K\u00f6rper keine Maschine und die Nahrung kein Treibstoff ist, der die Maschine nach den Newtonschen Gesetzen von Masse und Bewegung antreibt. Nahrung ist keine &#8222;Masse&#8220;, sie ist lebendig, sie ist die Quelle des Lebens und die Quelle der Gesundheit.<\/p>\n<p>Der Darm wird zunehmend als das zweite Gehirn bezeichnet. Er verf\u00fcgt \u00fcber ein eigenes Nervensystem, das als enterisches Nervensystem (ENS) bezeichnet wird und 50 bis 100 Millionen Nervenzellen umfasst. Unser K\u00f6rper ist ein intelligenter Organismus. Die Intelligenz ist nicht im Gehirn angesiedelt. Sie ist verteilt. Und die Intelligenz im Boden, in den Pflanzen und in unserem K\u00f6rper sorgt f\u00fcr Gesundheit und Wohlbefinden.<\/p>\n<p>Ein gesunder Darm verf\u00fcgt \u00fcber eine Vielfalt und eine wirksame Barriere zwischen dem Inneren des Darms, wo Mikroben die Nahrung abbauen, und dem darmassoziierten Immunsystem, das die gesunde Interaktion und Kommunikation zwischen Darmmikroben und Immunzellen erm\u00f6glicht. Eine gesunde Gemeinschaft und Interaktion f\u00fchren zu allgemeiner Gesundheit. Je gr\u00f6\u00dfer die Artenvielfalt in einem \u00d6kosystem ist, desto h\u00f6her seine Widerstandsf\u00e4higkeit und Resistenz gegen Krankheiten. Dies gilt auch f\u00fcr unser Darm-\u00d6kosystem. Die Zerst\u00f6rung der Artenvielfalt im Darmmikrobiom ist verantwortlich f\u00fcr Entz\u00fcndungen und Stoffwechselst\u00f6rungen, die zu vielen chronischen Krankheiten f\u00fchren, darunter Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit, Verhaltensst\u00f6rungen, kognitiver Verfall, Depressionen und degenerative Hirnerkrankungen. Wenn die biologische Vielfalt unseres Darms aufgrund von Giftstoffen oder M\u00e4ngeln in den Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen, zusammenbricht, kann es zu gesundheitlichen Pandemien kommen \u2013 Magen-Darm-Infektionen, Autoimmunerkrankungen wie Asthma, rheumatoide Arthritis, entz\u00fcndliche Darmerkrankungen, Autismus-Spektrum-St\u00f6rungen, Fettleibigkeit und Stoffwechselerkrankungen.<\/p>\n<p>&#8222;One Health&#8220; bedeutet, dass wir erkennen, dass die mikrobielle Artenvielfalt wichtig f\u00fcr den Aufbau unseres Immunsystems ist. So wie die Bodenmikroben den Pflanzen helfen, zu wachsen und gesund zu bleiben, versorgen uns die Mikroben in unserem K\u00f6rper mit N\u00e4hrstoffen und erhalten unsere k\u00f6rperliche und geistige Gesundheit. Sie st\u00e4rken unsere Widerstandskraft im Kampf gegen Krankheiten. Da wir mehr Bakterien als Menschen sind, k\u00f6nnen die in der Landwirtschaft verwendeten Gifte wie Pestizide und Herbizide, die \u00fcber die Nahrung in unseren Darm gelangen, n\u00fctzliche Bakterien abt\u00f6ten. Unsere Darmmikroben verarbeiten die Nahrung, die wir essen, und verwandeln sie in N\u00e4hrstoffe f\u00fcr unseren K\u00f6rper und unser Gehirn. \u00c4hnlich wie die biologische Vielfalt des Bodens erf\u00fcllt auch unser Darmmikrobiom lebenswichtige \u00f6kologische Funktionen wie die Bereitstellung und Aufnahme von N\u00e4hrstoffen, den Schutz vor Krankheitserregern, die Aufrechterhaltung von Barrieren zur Filterung von gesundheitsf\u00f6rdernden und -sch\u00e4digenden Stoffen sowie die Umwandlung unserer Nahrung in die verschiedenen chemischen Stoffe und Enzyme, die unsere Gesundheit erhalten. Das Darmmikrobiom ist an lebenswichtigen Prozessen wie der Verdauung, der Energiehom\u00f6ostase und dem Stoffwechsel, der Synthese von Vitaminen und anderen N\u00e4hrstoffen sowie der Entwicklung und Regulierung der Immunfunktion beteiligt. Es tr\u00e4gt auch zur Produktion zahlreicher Verbindungen bei, die ins Blut gelangen und verschiedene Gewebe und Organe des K\u00f6rpers beeinflussen.<\/p>\n<p>Der Ayurveda empfiehlt sechs Geschmacksrichtungen f\u00fcr eine ausgewogene Ern\u00e4hrung: s\u00fc\u00df, sauer, salzig, scharf, hei\u00df, bitter und adstringierend.<\/p>\n<p>Hinter jedem Geschmack stehen Potenziale f\u00fcr Prozesse, die die selbstregulierenden Systeme unseres K\u00f6rpers schaffen und erhalten. Agni \u2013 die Energie \u2013 im Verdauungstrakt ist der gro\u00dfe Transformator, der die entstehenden Eigenschaften erzeugt.<\/p>\n<p>Geschmacksrezeptoren befinden sich nicht nur auf der Zunge, sondern sind \u00fcber den gesamten Magen-Darm-Trakt verteilt und befinden sich an sensorischen Nervenenden und hormonhaltigen Wandlerzellen in der Darmwand.<\/p>\n<p>Neue biologische Erkenntnisse zeigen nun, dass der Darm \u00fcber Sensoren f\u00fcr verschiedene Geschmacksrichtungen verf\u00fcgt und dass verschiedene Stoffwechselprozesse durch die Vielfalt der Geschm\u00e4cker gesteuert werden. Es gibt 25 verschiedene Rezeptoren f\u00fcr Bittergeschmack.<\/p>\n<p>Wie die Forschungen von Dr. Eric Seralini zeigen, kommuniziert die hoch entwickelte Intelligenz im komplexen \u00d6kosystem unseres Darms mit der Nahrung, die wir zu uns nehmen. Wenn wir frische und biologische Lebensmittel essen, werden die Regulierungsprozesse, die die Gesundheit sicherstellen, gest\u00e4rkt. Wenn wir chemische Lebensmittel mit Giftstoffen essen, f\u00fchrt die Kommunikation zu Krankheiten.<\/p>\n<p>Bestimmte Molek\u00fcle und sekund\u00e4re Pflanzenstoffe, die in Kr\u00e4utern und Gew\u00fcrzen enthalten sind, aktivieren bestimmte Geschmacksrezeptoren und l\u00f6sen bestimmte Stoffwechselprozesse aus. S\u00fc\u00dfstoffrezeptoren stimulieren die Aufnahme von Glukose in den Blutkreislauf und die Freisetzung von Insulin aus der Bauchspeicheldr\u00fcse, wenn sie Glukose wahrnehmen. Mayer erkl\u00e4rt: &#8222;Die Vielzahl von sekund\u00e4ren Pflanzenstoffen aus einer Ern\u00e4hrung, die reich an verschiedenen Pflanzen ist, in Kombination mit der Vielzahl perfekt aufeinander abgestimmter sensorischer Mechanismen in unserem Darm, synchronisiert unser internes \u00d6kosystem, unser Darmmikrobiom, mit der Welt um uns herum &#8230;. (Mayer, S. 59). Die sensorischen Systeme des Darms sind die nationale Sicherheitsagentur des menschlichen K\u00f6rpers, die Informationen aus allen Bereichen des Verdauungssystems, einschlie\u00dflich der Speiser\u00f6hre, des Magens und des Darms, sammelt und die meisten Signale ignoriert, aber Alarm schl\u00e4gt, wenn etwas verd\u00e4chtig aussieht oder nicht stimmt. Wie sich herausstellt, handelt es sich um eines der komplexesten Sinnesorgane des K\u00f6rpers&#8220; (Mayer, S. 63).<\/p>\n<p>Essen ist ein Austausch zwischen dem Boden, den Pflanzen, den Zellen in unserem Darm und den Zellen in unserer Nahrung sowie zwischen unserem Darm und unserem Gehirn. Essen ist ein intelligenter Akt auf der tiefsten zellul\u00e4ren und mikrobiellen Ebene. Die zellul\u00e4re Kommunikation ist die Grundlage f\u00fcr Gesundheit und Wohlbefinden. Sie ist auch die Wurzel von Krankheit. Vergiftete Lebensmittel erzeugen Krankheiten. Wir wissen vielleicht nichts \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge zwischen Ern\u00e4hrung und Gesundheit. Aber unsere Zellen kennen sie. Unser K\u00f6rper ist intelligenter als der reduktionistische, mechanische Verstand, den der moderne Mensch entwickelt hat. W\u00fcrden wir auf unseren K\u00f6rper h\u00f6ren, w\u00fcrde unser Wissen mehr mit der Intelligenz unseres K\u00f6rpers \u00fcbereinstimmen, die durch den Dialog zwischen Darm und Gehirn die eigentliche Intelligenz unseres Verstandes ist. Da Lebensmittel das Ged\u00e4chtnis der biologischen Vielfalt im Boden und in den Pflanzen in sich tragen, ist die Art und Weise, wie Lebensmittel angebaut werden, ein wichtiger Faktor f\u00fcr die Gesundheit. Durch die \u00f6kologische Wissenschaft der Agrar\u00f6kologie und des Ayurveda k\u00f6nnte unser Verstand mit der Intelligenz der Erde, unseres K\u00f6rpers, seiner Doshas, seiner Zellen und seiner Mikroben gleichziehen, die uns durch Krankheitsepidemien auf die Gefahren in unserer Nahrung und Umwelt aufmerksam machen wollen.<\/p>\n<p>Der Hunger- und Gesundheitsnotstand ruft B\u00fcrger und Regierungen dazu auf, die Trennung zwischen Mensch und Natur, zwischen Landwirtschaft, Nahrung, Ern\u00e4hrung und Gesundheit zu \u00fcberwinden und die Zusammenh\u00e4nge zu erkennen. Verflechtung erfordert Integration. Die biologische Vielfalt und die Unversehrtheit unserer Lebensmittel m\u00fcssen im Mittelpunkt der \u00f6ffentlichen Gesundheitspolitik stehen. Die Landwirtschafts- und Lebensmittelsysteme m\u00fcssen als Gesundheitssysteme betrachtet werden, die einen gesunden Planeten und eine gesunde Gesellschaft erhalten und f\u00f6rdern. Wir m\u00fcssen die Landwirte f\u00fcr den Anbau gesunder B\u00f6den, gesunder Pflanzen und gesunder Gemeinschaften belohnen, anstatt sie f\u00fcr den Einsatz fossiler Brennstoffe, Chemikalien und Gifte zu subventionieren, die zum Klimawandel, zur Wasserverschmutzung und -verarmung sowie zu Krankheiten beitragen. In Anbetracht des Ausma\u00dfes der Hunger-, Mangelern\u00e4hrungs- und Gesundheitskrise in Indien m\u00fcssen wir von einem chemischen System der Produktion von n\u00e4hrstoffarmen Waren zu einer ern\u00e4hrungssensiblen Landwirtschaft \u00fcbergehen, die die &#8222;Gesundheit pro Hektar&#8220; und die &#8222;N\u00e4hrstoffe pro Hektar&#8220; erh\u00f6ht. Wir m\u00fcssen das PDS-System und das ICDS-System als ein \u00f6ffentliches Gesundheitssystem auf der Grundlage von One Health \u2013 Einer Gesundheit &#8211; neu definieren. Und wir brauchen \u00f6ffentliche Aufkl\u00e4rungskampagnen, die den One-Health-Ansatz bei den B\u00fcrgern kultivieren.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen unsere alten, bew\u00e4hrten wissenschaftlichen Systeme der Agrar\u00f6kologie und des Ayurveda, die \u00fcber den mechanistischen Reduktionismus hinausgehen und den K\u00f6rper als komplexes, selbstorganisiertes \u00d6kosystem begreifen, im Zusammenhang mit der Krankheitsepidemie und der modernen Biologie neu bewerten.<\/p>\n<p>Ern\u00e4hrungssysteme sind das Herzst\u00fcck von Gesundheit und Krankheit. COVID-19 hat den Menschen die Zusammenh\u00e4nge zwischen Ern\u00e4hrung und Gesundheit vor Augen gef\u00fchrt. Gesunde Ern\u00e4hrung schafft einen gesunden Darm, der wiederum Immunit\u00e4t erzeugt. Die Menschen begannen, mehr Kurkuma, Ingwer und Ashwagandha zu essen. Die Pandemie hat die Menschen dazu gebracht, die Lehren des Ayurveda &#8222;Annam Sarva Aushadhi&#8220; und von Hippokrates &#8222;Lass die Nahrung deine Medizin sein&#8220; zu leben.<\/p>\n<p>Die biologische Vielfalt in den B\u00f6den, in den Pflanzen und in unserem Darm ist die Grundlage f\u00fcr die Selbstorganisation lebender Systeme \u2013 von den Bakterien im Boden \u00fcber unseren Darm bis hin zu Gaia.<\/p>\n<p>Die biologische Vielfalt des Nahrungsnetzes im Boden, die biologische Vielfalt der Pflanzen und die biologische Vielfalt unseres Darmmikrobioms, die in Gegenseitigkeit, Symbiose, Harmonie und Quantenkoh\u00e4renz zusammenarbeiten, schaffen &#8222;Eine Gesundheit&#8220;.<\/p>\n<p>Die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt als Organisationsprinzip f\u00fcr &#8222;Eine Gesundheit&#8220; ist der wichtigste Schritt zur Wiederherstellung der Gesundheit des Planeten und der Gesundheit der Menschen.<\/p>\n<p>Es ist diese Wissenschaft der Biodiversit\u00e4t und der Verbindung zwischen lebendigem Boden, lebendigem Saatgut, lebendiger Nahrung und lebendigen \u00d6konomien des Wohlbefindens, die Navdanya seit drei Jahrzehnten praktiziert und f\u00f6rdert. F\u00fcr uns ist die Pflege der Erde Gesundheitspflege, sowohl f\u00fcr die Menschen als auch den Planeten.<\/p>\n<p>Unsere Arbeit hat gezeigt, dass wir sowohl das SDG 2 (Null Hunger) als auch das SDG 3 (Gesundheit und Wohlbefinden f\u00fcr alle) erreichen k\u00f6nnen, indem wir die biologische Vielfalt in unseren K\u00f6pfen, auf unseren H\u00f6fen und in unserem Darm regenerieren und kultivieren.<\/p>\n<p>Wie wir unsere Lebensmittel anbauen und was wir essen, ist die gr\u00f6\u00dfte Ver\u00e4nderung, die jeder von uns vornehmen kann, um die Erde zu regenerieren, indem wir uns bewusst machen, dass die Natur lebendige und nicht tote Materie ist. Wir k\u00f6nnen mit der lebendigen Erde und ihrer Artenvielfalt zusammenarbeiten, um One Health &#8211; Eine Gesundheit &#8211; zu schaffen. Eine gesunde Erde bringt gesunde Menschen hervor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellenangaben:<\/p>\n<p>[1] <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/15637215\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/15637215\/<\/a> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.gowinglife.com\/70-years-of-nutritional-decline\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www. gowinglife. com\/70-years-of-nutritional-decline\/<\/a><br \/>\n[2] <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/british-journal-of-nutrition\/article\/div-classtitlehigher-antioxidant-%20and-lower-cadmium-concentrations-and-lower-incidence-of-pesticide-residues-in-organically-grown-crops-a-system-%20atic-literature-review-and-meta-analysesdiv\/33F09637EAE6C4ED119E0C4BFFE2D5B1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/british-journal-of-nutrition\/article\/div-classtitlehigher-antioxidant-%20and-lower-cadmium-concentrations-and-lower-incidence-of-pesticide-residues-in-organically-grown-crops-a-system-%20atic-literature-review-and-meta-analysesdiv\/33F09637EAE6C4ED119E0C4BFFE2D5B1<\/a><br \/>\n[3] <a href=\"https:\/\/medcraveonline.com\/HIJ\/a-comparison-on-soil-biological-health-on-continuous-organic-and-inorganic-farming.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/medcraveonline.com\/HIJ\/a-comparison-on-soil-biological-health-on-continuous-organic-and-inorganic-farming. html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Die \u00dcbersetzung aus dem Englischen wurde von Alina Kulik vom ehrenamtlichen Pressenza-\u00dcbersetzungsteam erstellt. <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir suchen Freiwillige<\/a>!<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Weitere Infos zur Autorin gibt es unter\u00a0<a href=\"https:\/\/vandana-shiva.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.vandana-shiva.de<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das industrielle Landwirtschaftsmodell basiert auf Gewalt und Krieg \u2013 Krieg gegen die Erde und gegen unsere K\u00f6rper. 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