{"id":1701966,"date":"2022-12-23T11:32:07","date_gmt":"2022-12-23T11:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1701966"},"modified":"2022-12-23T11:32:07","modified_gmt":"2022-12-23T11:32:07","slug":"das-uebereinkommen-ueber-die-biologische-vielfalt-cbd-muss-sich-der-kommodifizierung-allen-lebens-widersetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/12\/das-uebereinkommen-ueber-die-biologische-vielfalt-cbd-muss-sich-der-kommodifizierung-allen-lebens-widersetzen\/","title":{"rendered":"Das \u00dcbereinkommen \u00fcber die biologische Vielfalt (CBD) muss sich der Kommodifizierung allen Lebens widersetzen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vom 7. bis 19. Dezember fand in Montreal, Kanada, die 15. Konferenz (COP15) zum \u00dcbereinkommen \u00fcber biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, kurz CBD) statt, die auch oft UN-Weltnaturkonferenz oder UN-Artenschutzkonferenz genannt wird. Es war die erste COP seit 2018, nachdem sie wegen der Pandemie verschoben wurde. Auf dieser COP sollte der <a href=\"https:\/\/www.cbd.int\/doc\/c\/abb5\/591f\/2e46096d3f0330b08ce87a45\/wg2020-03-03-en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">n\u00e4chste globale Rahmen<\/a> diskutiert werden, der die Ziele und Vorgaben f\u00fcr das n\u00e4chste Jahrzehnt festlegt, um den anhaltenden, beispiellosen Verlust der biologischen Vielfalt zu bek\u00e4mpfen. Nachdem auf der CBD-COP10 in Nagoya, Japan, <a href=\"https:\/\/www.cbd.int\/gbo5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">keines der Aichi-Ziele erreicht<\/a> wurde, ist dieser n\u00e4chste Rahmen entscheidend, um den Ton f\u00fcr die Regelung und den Schutz der biologischen Vielfalt bis 2030 und bis 2050 anzugeben.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Einige der wichtigsten Themen, die auf der COP15 er\u00f6rtert wurden, sind die Finanzierung der Erhaltung der biologischen Vielfalt, die digitale Sequenzinformation (DSI) und die Steuerung neuer Biotechnologien.<\/strong><\/p>\n<p>Die COP15 findet zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt, an dem die Biotech- und Agrar-Industrie verzweifelt versuchen, <a href=\"https:\/\/www.greens-efa.eu\/dossier\/eu-gmo-rules-are-under-attack\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neue Biotechnologien<\/a> und Finanzsysteme durch Greenwashing zu propagieren, <a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/the-lobby-behind-italys-opening-to-gmos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lobbyarbeit f\u00fcr die Deregulierung<\/a> zu leisten und neue und unerprobte Technologien schneller auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig wird behauptet, dass diese neuen Biotechnologien, wie CRISPR-Cas9 f\u00fcr die Geneditierung, Gene Drives, digitale Sequenzierung und synthetische Biologie, sowie Programme wie Biodiversit\u00e4tskredite und gr\u00fcne Finanzierungen als nachhaltige L\u00f6sungen f\u00fcr die heutige Krise angesehen werden sollten.<\/p>\n<p>Bislang ist das Abkommen \u00fcber die biologische Vielfalt das einzige internationale Gremium, das sich mit der Bew\u00e4ltigung dieser neuen Probleme und ihren potenziellen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt befasst sowie ihre multidimensionalen Implikationen bewertet. Umso wichtiger ist die aktuelle COP f\u00fcr unsere \u00f6kologische Zukunft.<\/p>\n<p>Doch wie im Bericht &#8222;<a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/publications\/gates-to-a-global-empire\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gates to a Global Empire<\/a>&#8220; von Navdanya International beschrieben, wuchs bereits 2016 die Besorgnis \u00fcber den Einfluss des Wirtschaftssektors auf die Agenden dieser Themen. Wie <a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-BEYOND-GREEN-GOLD.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Adelita San Vicente Tello und Aid\u00e9 Jim\u00e9nez-Mart\u00ednez<\/a>, Delegierte des mexikanischen Ministeriums f\u00fcr Umwelt und nat\u00fcrliche Ressourcen (SEMARNAT) f\u00fcr das Abkommen \u00fcber die biologische Vielfalt feststellten, begann sich der Ton bereits in Richtung einer eher merkantilen Sichtweise der Natur zu verschieben und die Formulierung der biologischen Vielfalt auf ihr kommerzielles Potenzial auszurichten. Seitdem ist das Dr\u00e4ngen zu einer st\u00e4rkeren Kommerzialisierung der biologischen Vielfalt nur noch gewachsen und stand im Mittelpunkt der COP15.<\/p>\n<p><strong>Kurzer geschichtlicher Abriss des CBD und des Nagoya-Protokolls<\/strong><\/p>\n<p>1992 fand der UN-Erdgipfel in Rio de Janeiro in Brasilien statt, um der wachsenden Besorgnis \u00fcber das Artensterben, die Erosion der biologischen Vielfalt und den Klimawandel Rechnung zu tragen. Als Ergebnis des Erdgipfels wurden das Abkommen der Vereinten Nationen \u00fcber die biologische Vielfalt (CBD) und das Rahmen\u00fcbereinkommen der Vereinten Nationen \u00fcber Klima\u00e4nderungen gegr\u00fcndet. Auf der Rio-Konferenz wurden auch zwei wichtige Grunds\u00e4tze festgelegt: das Vorsorgeprinzip und das Verursacherprinzip (\u201eWer verschmutzt, muss zahlen\u201c). Laut der <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/opinions\/2012\/6\/1\/20-years-after-the-earth-summit-what-does-the-future-hold\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00e4sidentin von Navdanya International, Dr. Vandana Shiva<\/a>, &#8222;basierte Rio auf den Werten der \u00f6kologischen Nachhaltigkeit, der sozialen Gerechtigkeit und der wirtschaftlichen Gleichheit &#8211; l\u00e4nder\u00fcbergreifend und innerhalb der L\u00e4nder. Es wurde von \u00f6kologischen Bewegungen, \u00f6kologischer Wissenschaft und souver\u00e4nen Regierungen gepr\u00e4gt.&#8220;<\/p>\n<p>Auf der Grundlage dieser Werte wurden die <a href=\"https:\/\/www.cbd.int\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hauptziele des CBD<\/a> festgelegt: &#8222;Die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Komponenten und die faire und gerechte Aufteilung der sich aus den genetischen Ressourcen ergebenden Gewinne&#8220;, einschlie\u00dflich des Schutzes der landwirtschaftlichen Biodiversit\u00e4t und der Schaffung eines Rahmens f\u00fcr den Schutz der biologischen Vielfalt. Da sich die Technologien weiterentwickelt haben, umfasst dieses Mandat nun auch die Kontrolle \u00fcber Biotechnologien, die im CBD als &#8222;jede technologische Anwendung, die biologische Systeme, lebende Organismen oder Derivate davon nutzt, um Produkte oder Verfahren f\u00fcr einen bestimmten Zweck herzustellen oder zu ver\u00e4ndern&#8220; <a href=\"https:\/\/www.cbd.int\/convention\/articles\/?a=cbd-02\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">definiert<\/a> sind.<\/p>\n<p>Regelungen f\u00fcr den Zugang zur biologischen Vielfalt und den ihre gerechte Verteilung wurden durch das <a href=\"https:\/\/www.cbd.int\/abs\/about\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nagoya-Protokoll<\/a> geschaffen, das einen Rechtsrahmen f\u00fcr die Nutzung genetischer Ressourcen bildet. Das Protokoll legte auch fest, dass Staaten das Recht auf ihre eigene biologische Vielfalt haben und dass die Befugnis, den Zugang zu ihren genetischen Ressourcen zu bestimmen, bei den jeweiligen Regierungen liegt und somit der nationalen Gesetzgebung unterliegt. Dieses Protokoll wurde geschaffen, um das biologische Erbe der einzelnen Staaten und das damit verbundene traditionelle Wissen zu sch\u00fctzen und um sicherzustellen, dass die L\u00e4nder, deren genetische Ressourcen genutzt werden, eine angemessene Entsch\u00e4digung oder einen Gewinnanteil f\u00fcr deren Nutzung erhalten. Au\u00dferdem sollen rechtliche Rahmenbedingungen f\u00fcr die Entnahme von genetischen Proben und Ressourcen aus den L\u00e4ndern geschaffen werden. All dies diente der Bek\u00e4mpfung von Bioprospektion und Biopiraterie aus L\u00e4ndern, die reich an biologischer Vielfalt sind. Doch mit der Entwicklung von Digitalisierungswerkzeugen und neuen Biotechnologien ist das Nagoya-Protokoll nun direkt bedroht.<\/p>\n<p><strong>Das Erbe der TRIPS\/GATT-Abkommen<\/strong><\/p>\n<p>Kurz nach der Gr\u00fcndung des \u00dcbereinkommens \u00fcber die biologische Vielfalt wurden die Uruguay-Runde des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT) und das \u00dcbereinkommen \u00fcber handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS) ratifiziert und damit ein <a href=\"https:\/\/www.aapsorg.org\/en\/archive\/development-magazine\/82-issue-no-87\/657-w-t-o-agreement-on-agreement-on-agriculture\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neues Freihandelsregime<\/a> f\u00fcr Lebensmittel und Landwirtschaft offiziell institutionalisiert. Als Teil des TRIPS\/GATT-Abkommens leitete Klausel 27.3 (b) eine neue \u00c4ra des <a href=\"http:\/\/www.navdanya.org\/site\/attachments\/article\/617\/Seeds-of-Hope-Report-Download.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Saatgut- und Biodiversit\u00e4tsimperialismus<\/a> ein, indem sie effektiv ein Schlupfloch schuf, das die vorl\u00e4ufige Patentierung von lebenden Organismen und deren genetischem Material erm\u00f6glichte. Die <a href=\"https:\/\/grain.org\/article\/entries\/39-for-a-full-review-of-trips-27-3-b\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klausel besagt<\/a>: &#8222;<em>Die Vertragsparteien k\u00f6nnen Pflanzen und Tiere, ausgenommen Mikroorganismen, sowie im Wesentlichen biologische Verfahren zur Erzeugung von Pflanzen oder Tieren, ausgenommen nichtbiologische und mikrobiologische Verfahren, von der Patentierbarkeit ausschlie\u00dfen. Die Vertragsparteien sehen jedoch den Schutz von Pflanzensorten entweder durch Patente oder durch ein wirksames System sui generis oder durch eine beliebige Kombination davon vor<\/em>.&#8220;<\/p>\n<p>Obwohl es unterschiedliche Auffassungen \u00fcber die Auslegung dieser Klausel gibt, hat dieses Abkommen dazu gef\u00fchrt, dass Unternehmen Saatgut und biologische Vielfalt patentieren k\u00f6nnen, wie es bei GVO oder Pflanzen, die das genetische Material f\u00fcr die Herstellung von GVO liefern, der Fall ist. Heute f\u00fchrt dieser Pr\u00e4zedenzfall dazu, dass dieselben Konzerne nun digitalisiertes genetisches Material patentieren k\u00f6nnen, wobei sie im Grunde genommen die durch das Nagoya-Protokoll geschaffenen Rahmenbedingungen umgehen.<\/p>\n<p><strong>Was ist Digitale Sequenzinformation (DSI)?<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Digitalen Sequenzinformation (DSI) handelt es sich um eine Biotechnologie, mit der eine Vielzahl von genetischen Informationen aus dem Genom eines Organismus effektiv gescannt werden kann, so dass das genetische Material von Pflanzen in eine digitale Datenbank hochgeladen werden kann. Seit der Einf\u00fchrung der digitalen Sequenzierungstechnologien im Jahr 2010 wurden Milliarden von genetischen Sequenzen &#8211; Nukleotide der DNA, RNA-Sequenzen, Aminos\u00e4uren, chemische Verbindungen, die von genetischen Informationen abgeleitet sind (Metaboliten), und sogar epigenetische Informationen oder Informationen, die sich aus Umwelt- und \u00f6kologischen Wechselwirkungen ergeben, sowie alle anderen daraus resultierenden Informationen &#8211; sequenziert und in verschiedenen \u00f6ffentlichen und privaten Datenbanken gesammelt. Die gr\u00f6\u00dften Best\u00e4nde liegen dabei in \u00f6ffentlichen Datenbanken.<\/p>\n<p>DSI ist zu einer M\u00f6glichkeit geworden, die genetische Vielfalt in gro\u00dfem Umfang zu bewahren und zu erhalten, aber seit dem Durchbruch der gentechnischen Biotechnologien ist DSI auch zu einem wertvollen Rohstoff f\u00fcr Biotech-Unternehmen geworden. Mit der Technologie der synthetischen Biologie k\u00f6nnen Privatunternehmen und Forschungseinrichtungen nun die digitalisierten genetischen Informationen herunterladen und die Sequenzen in einem Labor synthetisch nachbilden, wobei sie die bestehenden Vorschriften \u00fcber den Zugang zur biologischen Vielfalt effektiv umgehen. Mithilfe von CRISPR-CAS9 und anderen Genom-Editierungs-Technologien kann dieses synthetisch erzeugte genetische Material dann zur <a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-NEW-GENE-EDITING-GMO-TECHNOLOGIES.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gentechnischen Ver\u00e4nderung lebender Organismen<\/a> verwendet werden. Es gibt zwar viele Verwendungszwecke f\u00fcr DSI, z. B. f\u00fcr die industrielle chemische Produktion, die medizinische Forschung und die pharmazeutische Entwicklung, aber die Anwendungen im Zusammenhang mit Lebensmitteln, Landwirtschaft und Gene Drives geben Anlass zu gr\u00f6\u00dfter Besorgnis.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Generation von GVO wird jetzt in vielen Teilen der Welt mit wenig Regulierung vorangetrieben. Diese &#8222;neuen Z\u00fcchtungstechniken&#8220; (\u201eNew Breeding Techniques\u201c, NBT), &#8222;neuen genomischen Techniken&#8220; (\u201eNew Genomic Techniques\u201c, NGT) oder, wie die <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/law\/better-regulation\/have-your-say\/initiatives\/13119-Legislation-for-plants-produced-by-certain-new-genomic-techniques_en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU-Kommission sie nennt<\/a>, &#8222;Pflanzen, die mit bestimmten neuen genomischen Techniken erzeugt wurden&#8220;, gehen \u00fcber eine <a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/es\/cause\/new-gmos-must-not-be-deregulated\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neue Generation von GVO-Saatgut<\/a> hinaus und erstrecken sich nun auch auf <a href=\"https:\/\/www.fooddive.com\/news\/fda-approves-gmo-cattle-for-food\/620061\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tiere in der Landwirtschaft<\/a> und andere lebende Organismen. So wurde beispielsweise vom International Potato Center eine neue GVO-Kartoffel durch eine DSI aus einer argentinischen und einer peruanischen Kartoffelsorte mit einer in der \u00f6ffentlichen Datenbank GenBank verf\u00fcgbaren Sequenz erzeugt. Die Experimente fanden dann in Ostafrika statt, ohne dass Argentinien oder Peru einen finanziellen Ausgleich erhielten. <a href=\"https:\/\/www.etcgroup.org\/content\/gene-drive-organisms\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hochriskante Gene-Drive-Organismen<\/a>, wie z. B. <a href=\"https:\/\/www.etcgroup.org\/content\/driven-extinction\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gene-Drive-M\u00fccken<\/a> oder M\u00fccken, die mit einem Aussterbe-Gen gentechnisch ver\u00e4ndert wurden, sind inzwischen in der ganzen Welt <a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-SCIENTIFIC-TERRORISM-IN-BURKINA-FASO.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">freigesetzt worden<\/a>, ohne dass man sich \u00fcber ihre potenziellen \u00f6kologischen Auswirkungen im Klaren ist. Alles unter dem Vorwand der Ausrottung von Malaria. Organisationen der Zivilgesellschaft haben das CBD aufgefordert, die <a href=\"https:\/\/www.stop-genedrives.eu\/gene-drives-are-the-opposite-of-nature-conservation-un-biodiversity-conference\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gef\u00e4hrlichen Folgen<\/a> solcher Ausrottungstechnologie zu bedenken und ein weltweites Moratorium zu erlassen.<\/p>\n<p>Wie Navdanya International ausf\u00fchrlich recherchiert hat, werden diese neuen Biotechnologien auch f\u00fcr die Herstellung gef\u00e4hrlicher, <a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/publications\/the-corporate-push-for-synthetic-foods\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hochgradig verarbeiteter k\u00fcnstlicher Lebensmittel<\/a> eingesetzt, bei denen gentechnisch ver\u00e4nderte Mikroorganismen f\u00fcr die &#8222;Fermentierung&#8220; chemischer Verbindungen verwendet werden. Impossible Burger beispielsweise verwendet ein &#8222;H\u00e4m&#8220;-Molek\u00fcl aus Sojabohnen-H\u00e4moglobin, einen Farbstoff, der in gentechnisch ver\u00e4nderter Hefe hergestellt wird, um ihre Burger scheinbar &#8222;bluten&#8220; zu lassen. Laut dem <a href=\"https:\/\/www.centerforfoodsafety.org\/press-releases\/6256\/lawsuit-challenging-fda-approval-of-novel-genetically-engineered-color-additive-that-makes-impossible-burger-bleed-moves-forward\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Center for Food Safety<\/a> hat die FDA (Food and Drug Administration) vor der Zulassung des Farbzusatzes im Jahr 2019 keine ausreichenden Langzeittests durchgef\u00fchrt, nach einem Kurzzeitversuch mit Ratten wurden mehrere <a href=\"https:\/\/www.gmoscience.org\/rat-feeding-studies-suggest-the-impossible-burger-may-not-be-safe-to-eat\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">potenzielle sch\u00e4dliche Auswirkungen<\/a> festgestellt.<\/p>\n<p>Durch Fusionen und Firmen\u00fcbernahmen, Kreuzlizenzen zwischen multinationalen Unternehmen sowie den unregulierten Zugang zu \u00f6ffentlichen DSI-Datenbanken k\u00f6nnen private Unternehmen riesige private Datenbanken mit genetischem Material anh\u00e4ufen, was im Wesentlichen zu digitalisierter Biopiraterie f\u00fchrt. So hat sich beispielsweise das von Bill Gates finanzierte Unternehmen <a href=\"https:\/\/www.ginkgobioworks.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gingko Bioworks<\/a> zu einer der gr\u00f6\u00dften Firmen f\u00fcr synthetische Biologie in den USA entwickelt. Dank der TRIPPS\/GATT-Klausel und anderer Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle im Bereich der Patentierung ist Ginkgo Bioworks in der Lage, \u00f6ffentlich verf\u00fcgbare DSI herunterzuladen, sie zu optimieren und das daraus resultierende Material zu patentieren, um es \u00fcber seine Tochtergesellschaft <a href=\"https:\/\/madewithmotif.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Motif Foodworks<\/a> f\u00fcr die Herstellung <a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/bill-gates-his-fake-solutions-to-climate-change\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">synthetischer Lebensmittelzutaten<\/a> oder \u00fcber seine <a href=\"https:\/\/www.bayer.com\/media\/en-us\/bayer-and-ginkgo-bioworks-close-deal-creating-agricultural-biologicals-powerhouse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Partnerschaft mit Bayer<\/a> f\u00fcr landwirtschaftliche Anwendungen zu verwenden. Neuartige Methoden der digitalen Sequenzierung, Datenbank-Speichermechanismen, Suchmechanismen und Techniken der synthetischen Biologie k\u00f6nnen ebenfalls patentiert und von Unternehmen wie diesen als Gesch\u00e4ftsgeheimnis geh\u00fctet werden. Dadurch werden die Grunds\u00e4tze des Nagoya-Protokolls effektiv umgangen und blockiert, was direkt zu digitaler Biopiraterie f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Besorgnis \u00fcber diese Technologien wurzelt in der langen Geschichte der Monopolisierung, Privatisierung und Biopiraterie durch multinationale und westliche Unternehmen, die Milliardengewinne erwirtschaftet haben. All dies hat verheerende Folgen f\u00fcr die Umwelt: \u00dcberm\u00e4\u00dfige Ausbeutung, die Schaffung und Ausbreitung von GVO, die Zerst\u00f6rung der biologischen Vielfalt, fehlende Entsch\u00e4digung von Landwirten die Patentierung deren eigenen Saatguts und dessen biologische Vielfalt. Wenn diese Technologien nicht angemessen reguliert werden, besteht die Gefahr einer weiteren Privatisierung des Lebens.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend diese Fragen erstmals auf der COP in Cancun im Dezember 2016 aufgeworfen wurden, hat das CBD im Jahr 2018 die abweichenden Ansichten zu diesem Thema zur Kenntnis genommen, was zu einem <a href=\"https:\/\/www.cbd.int\/doc\/c\/e95a\/4ddd\/4baea2ec772be28edcd10358\/dsi-ahteg-2018-01-03-en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht der technischen Ad-hoc-Expertengruppe<\/a> f\u00fchrte. Der Bericht der Expertengruppe hat seither eine Reihe von <a href=\"https:\/\/www.cbd.int\/doc\/recommendations\/wg2020-03\/wg2020-03-rec-02-en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Empfehlungen<\/a> ausgesprochen, die auf der aktuellen COP15 aufgegriffen werden sollten, wie die Nutzung der DSI-Technologie angegangen werden kann, einschlie\u00dflich aktualisierter Rahmenbedingungen f\u00fcr eine angemessene Entsch\u00e4digung von Staaten und indigenen Gruppen, eine angemessene Verfolgung und R\u00fcckverfolgbarkeit des Herkunftslandes und dass die Gewinne zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt beitragen sollten. Wie Jos\u00e8 Esquinas-Alcazar, ehemaliger Sekret\u00e4r der zwischenstaatlichen FAO-Kommission f\u00fcr genetische Ressourcen f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft und Vorsitzender der FAO-Ethikkommission f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, erl\u00e4uterte, werden diese neuen Technologien auch bei den Verhandlungen \u00fcber den Internationalen Vertrag \u00fcber pflanzengenetische Ressourcen (<a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-A-TREATY-TO-PROTECT-OUR-AGRICULTURAL-BIODIVERSITY.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">International Treaty on Plant Genetic Resources for Food and Agriculture<\/a>) aufgegriffen, bei denen der Zugang und der Vorteilsausgleich f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft dank DSI neu verhandelt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>In Anbetracht des Erstarkens der <a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-BEYOND-GREEN-GOLD.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unternehmenslobby bei den letzten COPs<\/a> und von Interessen in den Vereinigten Staaten, die durch den j\u00fcngsten <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/briefing-room\/presidential-actions\/2022\/09\/12\/executive-order-on-advancing-biotechnology-and-biomanufacturing-innovation-for-a-sustainable-safe-and-secure-american-bioeconomy\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Executive Order des Pr\u00e4sidenten der USA<\/a> zur F\u00f6rderung der Bio\u00f6konomie gekennzeichnet sind, besteht jedoch eine Gefahr, dass das Thema einmal mehr verz\u00f6gert wird.<\/p>\n<p><strong>Die Finanzialisierung der Natur<\/strong><\/p>\n<p>Als wachsende Reaktion auf das Massensterben von Arten hat der Finanzsektor den Ruf nach der falschen L\u00f6sung der Finanzialisierung von Natur und biologischer Vielfalt durch eine Reihe von Marktmechanismen laut werden lassen. Organisationen wie Finance for Europe (AFME) und EY hatten f\u00fcr die aktuelle CBD COP15 Empfehlungen zur Schaffung von Biodiversit\u00e4tskrediten und Natural Asset Companies (NACs) <a href=\"https:\/\/www.afme.eu\/publications\/reports\/details\/Into-The-Wild-Why-nature-may-be-the-next-frontier-for-capital-markets\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vorgeschlagen<\/a>, um den L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens Finanzmittel f\u00fcr den Erhalt der biologischen Vielfalt zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Dies ergibt sich aus der Forderung des \u00dcbereinkommens \u00fcber die biologische Vielfalt (CBD), dass die wohlhabenderen L\u00e4nder mehr Finanzmittel f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder bereitstellen m\u00fcssen, um die Erhaltung und den Schutz der biologischen Vielfalt zu unterst\u00fctzen. Als Teil des <a href=\"https:\/\/www.unep.org\/news-and-stories\/story\/what-you-need-know-about-un-biodiversity-conference\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entwurfs des globalen Rahmens<\/a>, der auf dieser COP vorgelegt werden sollte, wurde insbesondere eine Erh\u00f6hung der Finanzstr\u00f6me f\u00fcr die Erhaltung der biologischen Vielfalt um 200 Mrd. USD gefordert.<\/p>\n<p>Der Finanzsektor versucht nun, sich einzuschalten, indem er <a href=\"https:\/\/www.afme.eu\/publications\/reports\/details\/Into-The-Wild-Why-nature-may-be-the-next-frontier-for-capital-markets\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">argumentiert<\/a>, dass 87 Prozent der Finanzmittel f\u00fcr die biologische Vielfalt aus \u00f6ffentlichen Mitteln, Philanthropie und Entwicklungsinstitutionen stammen und immer noch nicht ausreichen, um den gesamten Wiederherstellungs- und Schutzbedarf zu decken, und dass private Mittel eingesetzt werden m\u00fcssen, um die globale Finanzierungsl\u00fccke bei der biologischen Vielfalt zu schlie\u00dfen. Da sie anerkennen, dass alle Industrie- und Finanzm\u00e4rkte untrennbar von der Natur abh\u00e4ngig sind, schlagen sie vor, messbare Bewertungssysteme wie &#8222;naturbasierte L\u00f6sungen&#8220;, &#8222;Blue Finance&#8220; oder &#8222;Ocean Carbon\/Biodiversity Credits&#8220; und &#8222;Regenerative Agriculture Credits&#8220; einzuf\u00fchren, um zum Schutz dessen beizutragen, was sie als Naturkapital betrachten. Dazu geh\u00f6rt auch die Finanzialisierung von Biodiversit\u00e4t, \u00d6kosystemleistungen und allem, was als &#8222;Naturkapital&#8220; gilt. Alles unter dem Deckmantel, es zu &#8222;sch\u00fctzen&#8220;. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, liegt das daran, dass viele dieser Finanzierungsmodelle denen \u00e4hneln, die f\u00fcr die Finanzierung des Klimawandels vorgeschlagen werden und die bereits als <a href=\"https:\/\/www.localfutures.org\/an-agribusiness-greenwashing-glossary\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;gr\u00fcne&#8220; Modeworte<\/a> zur de facto Aufrechterhaltung des Status quo kritisiert wurden.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung dieser Systeme hat bereits begonnen, da die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pNBu1-ePzPc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">New Yorker B\u00f6rse (NYSE) im Jahr 2021<\/a> die bereits erw\u00e4hnte neue, auf Naturkapital basierende Anlageklasse namens Natural Asset Companies (NACs) vorstellte. Bei NACs wird ein nat\u00fcrlicher Verm\u00f6genswert (<a href=\"https:\/\/www.intrinsicexchange.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Natural Asset)<\/a> identifiziert und bewertet, z. B. ein St\u00fcck bedrohter Regenwald, ein gef\u00e4hrdetes Tier oder ein ganzes \u00d6kosystem. Auf dieser Grundlage wird dann eine NAC gegr\u00fcndet, wobei die Struktur des Unternehmens oder die Unternehmenseigent\u00fcmer die NAC verwalten und an der B\u00f6rse notieren. Die NAC generiert dann \u00fcber die B\u00f6rse Finanzkapital, und sein Wert (auch der Wert des &#8222;Naturkapitals&#8220; genannt) wird durch den Indexpreis bestimmt. Die NAC wird dann theoretisch das Naturkapital erhalten, pflegen und vermehren.<\/p>\n<p>Zu den M\u00f6glichkeiten der Bewertung des &#8222;Naturkapitals&#8220;, die der CBD COP vorgeschlagen wurden, geh\u00f6ren auch <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/en-us\/money\/markets\/biodiversity-credit-market-must-learn-from-carbon-offset-mistakes-commentary\/ar-AA14KlBM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Biodiversit\u00e4tskredite<\/a> oder ein Finanzsystem, das Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der biologischen Vielfalt durch die Schaffung, den Verkauf und den Austausch von Biodiversit\u00e4ts-&#8222;Einheiten&#8220; finanziert.<\/p>\n<p>Aber selbst der NYSE und andere geben zu, dass die Hauptattraktivit\u00e4t dieser neuen Finanzsysteme in einem praktisch <a href=\"https:\/\/fortune.com\/2021\/09\/14\/nyse-natural-asset-company-ieg-esg-investment-vehicle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unbegrenzten Gewinnpotenzial<\/a> liegt. Nach Angaben von <a href=\"https:\/\/www.intrinsicexchange.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Intrinsic Exchange<\/a>, dem Unternehmen, das die NYSE bei der Einf\u00fchrung ihrer neuen Anlageklasse unterst\u00fctzt hat, kann die &#8222;Wirtschaft der Natur&#8220; potenziell mit 4.000 Billionen USD bewertet werden. Sie erkl\u00e4ren auch, dass NACs die Gewinne der Anleger steigern k\u00f6nnen: &#8222;Wenn der nat\u00fcrliche Verm\u00f6genswert gedeiht und einen stetigen oder zunehmenden Fluss von \u00d6kosystemleistungen bietet, sollte das Eigenkapital des Unternehmens entsprechend an Wert gewinnen und Investitionsertr\u00e4ge liefern. Aktion\u00e4re und Investoren des Unternehmens k\u00f6nnen durch den Verkauf von Anteilen Gewinne erzielen. Diese Verk\u00e4ufe k\u00f6nnen so bemessen werden, dass sie den Anstieg des Kapitalwerts der Aktien widerspiegeln, der in etwa der Rentabilit\u00e4t des Unternehmens entspricht und einen Cashflow auf der Grundlage der Gesundheit des Unternehmens und seiner Verm\u00f6genswerte schafft.&#8220;<\/p>\n<p>Die Versuche des Finanzsektors, ganze \u00d6kosysteme zur Ware zu machen, haben viele alarmierende Aspekte. Diese Pl\u00e4ne erlauben es im Wesentlichen dem historisch pl\u00fcndernden Finanzsektor, zu bestimmen, was in der Natur welchen Wert hat, und welche \u00f6kologischen Gemeinschaften und \u00d6kosysteme als sch\u00fctzenswert gelten und welche nicht. Die Finanzialisierung der Natur wird nur zu einer weiteren Kommerzialisierung der letzten verbliebenen Gemeing\u00fcter der Welt f\u00fchren und den letzten verbliebenen Teil der nat\u00fcrlichen Welt, der dem menschlichen Zugriff bis jetzt entzogen war, in die Marktwirtschaft einbinden.<\/p>\n<p>NACs und jeder, der &#8222;Biodiversit\u00e4tskredite&#8220; schafft, bewertet und besitzt, kann nun die exklusiven Rechte an \u00d6kosystemen, \u00d6kosystemleistungen, Land, Lebewesen und \u00f6kologischen Prozessen besitzen. Die totale Kommerzialisierung der Natur und der \u00d6kosysteme ist <a href=\"https:\/\/unlimitedhangout.com\/2021\/10\/investigative-reports\/wall-streets-takeover-of-nature-advances-with-launch-of-new-asset-class\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00e4u\u00dferst besorgniserregend<\/a>, denn die Natur ist kein blo\u00dfer Mechanismus f\u00fcr Profit, sondern hat ein ureigenes Recht zu existieren und zu gedeihen. Es ist nicht Sache der finanziellen Raubritter, zu bestimmen, was im Leben einen Wert hat. Diese Systeme werden auch direkt zu Landraub f\u00fchren, wie es bereits durch die Kohlenstoffkreditsysteme (carbon credit systems) geschehen ist, da 80 Prozent der weltweiten biologischen Vielfalt in indigenen Gebieten liegen.<\/p>\n<p>Die Geschichte hat gezeigt, dass die Aneignung der Allmende und der Natur durch Unternehmen noch nie zu einem verbesserten Schutz der Natur gef\u00fchrt hat. Der Grund f\u00fcr die heutige Krise liegt in der extraktivistischen, profitorientierten und mechanistischen Mentalit\u00e4t des Unternehmenssektors. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die <a href=\"https:\/\/www.intrinsicexchange.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rockefeller Foundation<\/a>, <a href=\"https:\/\/unlimitedhangout.com\/2021\/10\/investigative-reports\/wall-streets-takeover-of-nature-advances-with-launch-of-new-asset-class\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blackrock<\/a>, das <a href=\"https:\/\/www.businessfornature.org\/our-partners\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weltwirtschaftsforum<\/a> und andere Unternehmensinteressen pl\u00f6tzlich das Wohl der \u00d6ffentlichkeit, des Planeten oder der Natur im Auge haben k\u00f6nnten. Ist es wirklich glaubhaft, dass ein Sektor, der f\u00fcr die Zerst\u00f6rung der biologischen Vielfalt und der Natur verantwortlich war, pl\u00f6tzlich in der Lage sein wird, sie zu retten?<\/p>\n<p><strong>Die Versuche der Kommodifizierung des Lebens, sowohl durch die Digitalisierung genetischer Informationen als auch durch die Finanzialisierung der biologischen Vielfalt und der \u00d6kosysteme, stellen in Wirklichkeit die neuesten Versuche der Unternehmen dar, das Leben an sich zu kommerzialisieren. Gleichzeitig wird jeder Aspekt ihrer Produktketten vollst\u00e4ndig vertikal integriert, von den \u00d6kosystemfunktionen, die ihre Produkte erst erm\u00f6glichen, bis hin zur ultimativen Kontrolle \u00fcber jede Ebene des Lebens. Was hier droht, ist das endg\u00fcltige Vordringen in die vollst\u00e4ndige Privatisierung und Kommerzialisierung des Lebens auf diesem Planeten. Wir m\u00fcssen Widerstand leisten.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen zum Thema (Englisch):<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/civil-society-organisations-along-with-organic-producers-reject-the-european-commissions-opinion-in-favour-of-new-gmos\/\">New GMOs: civil society organisations along with organic and agroecological producers reject the European Commission\u2019s opinion in favour of alternative regulations<\/a>\u00a0(May 2021)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/the-gmo-revival\/\">The Gmo Revival<\/a>\u00a0(April 2021)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/webinar-gmos-are-a-failed-technology-the-future-is-gmo-free-highlights\/\">Webinar \u2018GMOs are a failed Technology. The future is GMO-Free\u2019 \u2013 Highlights<\/a>\u00a0(March 2021)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/truths-and-lies-about-new-and-old-gmos\/\">Truths and lies about new and old GMOs \u2013 Testing the industry narrative<\/a>\u00a0(February 2021)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-DIGITAL-BIOPIRACY.pdf\">Digital Biopiracy to Undermine International Treaties that Protect Biodiversity and Prevent Biopiracy<\/a>\u00a0(\u201cGates to a Global Empire\u201d Report), Navdanya International, October 2020<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-BEYOND-GREEN-GOLD.pdf\">Beyond Green Gold: Megadiverse Countries as Providers of Genetic Resources and Digital Sequence Information<\/a>\u00a0\u2013 Aid\u00e9 Jim\u00e9nez-Mart\u00ednez And Adelita San Vicente Tello (\u201cGates to a Global Empire\u201d Report), Navdanya International, October 2020<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-A-TREATY-TO-PROTECT-OUR-AGRICULTURAL-BIODIVERSITY.pdf\">A Treaty to Protect our Agricultural Biodiversity<\/a>\u00a0\u2013 Jos\u00e8 Esquinas-Alcazar\u00a0 (\u201cGates to a Global Empire\u201d Report), Navdanya International, October 2020<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-NEW-GENE-EDITING-GMO-TECHNOLOGIES.pdf\">Owning Seeds Through Patents and New Gene Editing GMO Technologies<\/a>\u00a0\u2013\u00a0 Vandana Shiva (\u201cGates to a Global Empire\u201d Report), Navdanya International, October 2020<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-GLOBAL-RESISTANCE-TO-GENETIC-EXTINCTION-TECHNOLOGY.pdf\">Global Resistance to Genetic Extinction Technology<\/a>\u00a0\u2013\u00a0 Navdanya (\u201cGates to a Global Empire\u201d Report), Navdanya International, October 2020<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/1-BIODIVERSITY-GMOS-GENE-DRIVES-OF-THE-MILITARISED-MIND.pdf\">Biodiversity, Gmos, &amp; Gene Drives of the Militarised Mind<\/a>\u00a0\u2013 Vandana Shiva (\u201cGates to a Global Empire\u201d Report), Navdanya International, October 2020<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/publications\/the-law-of-the-seed\/\">The Law of the Seed<\/a>\u00a0\u2013 Navdanya International, 2013<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/navdanyainternational.org\/publications\/seed-freedom-global-report-2012\/\">Seed Freedom \u2013 A Global Citizens\u2019 Report<\/a>\u00a0\u2013 Navdanya International, 2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung aus dem Englischen von Pressenza M\u00fcnchen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 7. bis 19. Dezember fand in Montreal, Kanada, die 15. Konferenz (COP15) zum \u00dcbereinkommen \u00fcber biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, kurz CBD) statt, die auch oft UN-Weltnaturkonferenz oder UN-Artenschutzkonferenz genannt wird. 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