{"id":1690352,"date":"2022-10-31T09:47:25","date_gmt":"2022-10-31T09:47:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1690352"},"modified":"2022-10-30T14:47:43","modified_gmt":"2022-10-30T14:47:43","slug":"schuld-schutt-und-scham","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/10\/schuld-schutt-und-scham\/","title":{"rendered":"Schuld, Schutt und Scham"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nach dem Ende des sogenannten \u00bbTausendj\u00e4hrigen Reichs\u00ab, wurden die Deutschen mit den Hinterlassenschaften ihres Wahns konfrontiert. Ein <\/strong><strong>Volk m\u00fchte sich, das zu vergessen, was es verschwieg: seine Bereitschaft zur Teilnahme an einem System der Barbarei. <\/strong><strong>Es begann die individuelle und kollektive Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Und die Frage <em>\u201eWie war es m\u00f6glich?\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Von Helmut Ortner<\/em><\/p>\n<p>Schuld kann nicht nur einzelne Menschen betreffen, sondern ganze Generationen, nicht nur einzelne Taten, sondern ganze Abschnitte der Geschichte. Gesellschaftliche Schuld und individuelle Schuld \u2013 wo bedingen sie einander, wo erg\u00e4nzen sie sich, wo f\u00fcgen sie sich zu einer gro\u00dfen einvernehmlichen Allianz des Inhumanen, der Barbarei? Der deutsche Autor und Jurist Bernhard Schlink spricht von einer kollektiven <em>Vergangenheitsschuld<\/em>.<\/p>\n<p>Tatsache ist: Die Zeit des \u201eDritten Reiches\u201c entschwindet der Zeitgenossenschaft, der Nationalsozialismus verabschiedet sich gewisserma\u00dfen aus dem kollektiven Vorrat pers\u00f6nlicher Geschichtserfahrung. T\u00e4ter und Opfer sterben aus. F\u00fcr die allermeisten Menschen in meinem Land ist die Hitler-Zeit keine erlebte Vergangenheit, sondern nur mehr Geschichte. <em>History, not memory.<\/em><\/p>\n<p>Die Generation, der ich angeh\u00f6re, die nach dem Krieg geboren wurde und der laut unserem ehemaligem Kanzler Helmut Kohl die <em>\u201eGnade der sp\u00e4ten Geburt\u201c<\/em> zuteilwurde, diese Generation der Nachgeborenen tr\u00e4gt keine Schuld \u2013 aber sie hat die Verpflichtung zur Erinnerung. Denn: das vergangene Geschehen ist, wie der deutsch-franz\u00f6sische Publizist Alfred Grosser anmerkt, <em>\u201ekeineswegs abwesend in der Gegenwart, nur weil es vergangen ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mehr als siebzig Jahre nach Kriegsende finden Prozesse gegen NS-T\u00e4ter statt, die vor Jahrzehnten h\u00e4tten stattfinden m\u00fcssen \u2013 aber nicht stattfanden. In Norddeutschland steht ein 94-j\u00e4hriger Greis vor Gericht: ein ehemaliger Auschwitz-Wachmann. Obwohl ihm die Richter keine konkrete Tatbeteiligung nachweisen konnten, wird er wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 170.000 F\u00e4llen zu f\u00fcnf Jahren Haft verurteilt. Ein ungew\u00f6hnliches Urteil. W\u00e4hrend der Verhandlung tut der Angeklagte das, was die meisten seiner Generation getan haben, wenn es um ihr Tun und Nichtstun zwischen 1933 und 1945 ging: er schweigt.<\/p>\n<p>Nicht einmal seiner Familie habe er \u00fcber Auschwitz erz\u00e4hlt, berichtete seine Verteidiger. Der erwachsene Sohn des Angeklagten sitzt im Gerichtssaal: ratlos, sprachlos, verunsichert. Was wusste er \u00fcber das Tun seines Vaters? Was h\u00e4tte er wissen k\u00f6nnen? Hat er ihn jemals befragt? Zu Hitler-Deutschland, zu Auschwitz, zu seiner Zeit als junger Soldat? Zum Schweigen geh\u00f6ren h\u00e4ufig zwei: einer, der nichts sagt, und ein anderer, der nichts fragt. Nach dem Krieg wurde in vielen deutschen Familien geschwiegen.<\/p>\n<p>Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der fr\u00fchere Wachmann des Vernichtungslagers mit seinem Einsatz zum Funktionieren der Mordmaschinerie in Auschwitz beigetragen hat. Die Staatsanwaltschaft stellt fest, der Angeklagte habe einen Beitrag zum \u201ereibungslosen Ablauf der Massenvernichtung\u201c geleistet, das Morden billigend in Kauf genommen. Eine untergeordnete Rolle spielt dabei, wie gro\u00df dieser Beitrag gewesen war, so das Gericht.<\/p>\n<p>Das Urteil: F\u00fcnf Jahre Haft. Zum ersten Mal ist von einem deutschen Gericht gesagt worden, dass man als \u201eeinfacher\u201c SS-Mann f\u00fcr alle Morde in Auschwitz mitverantwortlich war \u2013 und ist. Der Schuldspruch hat eine Botschaft: als SS-Bewacher in Auschwitz ist jeder zum T\u00e4ter geworden. In Auschwitz durfte man nicht mitmachen.<\/p>\n<p>Nach dem Prozess bleibt vor allem die eine Frage, die \u00fcber dem gesamten Verfahren schwebte: Warum hat es mehr als sieben Jahrzehnte gedauert, bis dem Angeklagten der Prozess gemacht wurde? Die Antwort ist so einfach wie erschreckend: weil die Gesellschaft, der Staat, die Justiz es nicht wollten. Nicht nach dem Krieg, nicht in der Adenauer-Republik, nicht in der sozialdemokratischen Brandt-Schmidt-\u00c4ra, nicht unter Helmut Kohl.<\/p>\n<p>Nun kann man die Regierungen f\u00fcr das mangelnde Interesse der zust\u00e4ndigen Staatsanwaltschaften und Ermittlungsbeh\u00f6rden, sowie der Verschleppung der Verfahren nicht unmittelbar verantwortlich machen \u2013 in einem Rechtsstaat gibt es eine unabh\u00e4ngige Justiz. Es fehlte an gesetzgeberischen Signalen. Es fehlte der politische Wille, NS-Straft\u00e4ter \u2013 als diese noch <em>keine<\/em> Greise waren \u2013 vor Gericht zu bringen.<\/p>\n<p>So blieb das Strafverfahren gegen den alten SS-Mann vor allem eines: ein Symbol. Es erinnerte daran, dass eine Beteiligung an staatlichen Massenmorden nicht unges\u00fchnt bleiben darf, selbst wenn dies erst nach vielen Jahrzehnten geschieht.<\/p>\n<p>Der SS-Wachmann wurde verurteilt \u2013 mit 94 Jahren. Der Schuldspruch gegen ihn erinnert daran, dass Zigtausende M\u00f6rder, Schreibtischt\u00e4ter und Mordgehilfen ohne Strafe davonkamen. Es ist eine Tatsache: Die Aufarbeitung des NS-Unrechts durch die deutsche Nachkriegsjustiz ist eine Geschichte der Versp\u00e4tung und Verz\u00f6gerung.<\/p>\n<p><strong>Von der Justiz hatten die NS-T\u00e4ter nichts zu bef\u00fcrchten<\/strong><\/p>\n<p>Bis 2005 wurden insgesamt gegen 172.294 Personen wegen strafbarer Handlungen w\u00e4hrend der NS-Zeit ermittelt. Das ist angesichts der monstr\u00f6sen Verbrechen und der Zahl der daran Beteiligten Menschen nur ein winziger Teil. Das hatte seine Gr\u00fcnde: Im Justizapparat sa\u00dfen Anfangs dieselben Leute wie einst in der NS-Zeit. Viele machten sich nur mit Widerwillen an die Arbeit. Auch politisch wurde auf eine Beendigung der Verfahren gedr\u00e4ngt, daf\u00fcr sorgten schon zahllose Amnestiegesetze.<\/p>\n<p>Nur 14.693 Angeklagte mussten sich tats\u00e4chlich vor Gericht verantworten. Verurteilt wurden schlie\u00dflich gerade einmal 6.656 Personen, f\u00fcr 5.184 Angeklagte endete das Verfahren mit Freispruch. Die meisten Verurteilungen \u2013 rund 60 Prozent \u2013 endeten mit geringen Haftstrafen von bis zu einem Jahr. Vor dem Hintergrund eines der gr\u00f6\u00dften Verbrechen in der Menschheitsgeschichte eine skandal\u00f6se, emp\u00f6rende Bilanz.<\/p>\n<p>Von der Justiz hatten die NS-T\u00e4ter nichts zu bef\u00fcrchten. Und von der Gesellschaft? Von Bekannten, Nachbarn, Arbeitgebern? \u201eIrgendwann muss doch auch mal Schluss sein\u201c \u2013 so lautete das einverst\u00e4ndliche Credo. Die meisten Deutschen wollten von Kriegsverbrechern, von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, von den Nazi-Verstrickungen, von schuldhaften T\u00e4ter-Biografien, kurz: vom moralischen und zivilisatorischen Desaster des Hitler-Deutschlands nichts mehr wissen.<\/p>\n<p>Die Politik von Deutschlands ersten Nachkriegs-Bundeskanzler Konrad Adenauer stand vom ersten Tag an im Zeichen von Amnestie und Integration der T\u00e4ter. Straffreiheit f\u00fcr bestimmte staatliche Akte der NS-Diktatur zum Bestandteil der Rechtsordnung zu machen, darum ging es. So verwandelten sich T\u00f6tungs- und Gewaltdelikte in eine <em>\u201e<\/em>von oben\u201c befohlene Straftat ohne eigene Verantwortung. Die T\u00e4ter und deren Taten wurden <em>\u201ewei\u00dfgewaschen\u201c<\/em>. Sie hatten angeblich keine eigene, sondern eine <em>\u201efremde\u201c<\/em> Tat begangen. Gewisserma\u00dfen stellvertretend ihre Pflicht erf\u00fcllt, ihrem Eid verpflichtet \u2013 f\u00fcr Partei, Volk und Vaterland. Wo Gehorsam h\u00f6chste Tugend war, konnte die Erf\u00fcllung der Tugend nichts Schlechtes sein. Es war ein Geist, der biedere B\u00fcrger dazu f\u00fchrte, verwerfliche, erniedrigende, menschenunw\u00fcrdige Anweisungen blind zu befolgen, weil die meisten sie befolgten. Befehl war Befehl. Verordnung war Verordnung. Gesetz war Gesetz.<\/p>\n<p>Den Auftakt dieser Vergangenheitsumdeutung bildete zu Jahresende 1949 ein erstes, vom Bundestag einstimmig im Eilverfahren verabschiedetes <em>Straffreiheitsgesetz<\/em>, das s\u00e4mtliche Straftaten amnestierte, die vor dem 15. September 1949 begangen worden waren und mit einer Gef\u00e4ngnisstrafe bis zu sechs Monaten geahndet werden konnte. Gut 80.000 Personen profitierten davon.<\/p>\n<p>Die bei den Deutschen ohnehin bestehende Neigung, dem fundamentalen Unrechtscharakter des NS-Regimes und seiner Eroberungskriege aus dem kollektiven Bewusstsein auszublenden, wurde also von der Adenauer-Regierung konsequent umgesetzt. Unter dem Eindruck zeigte vor allem die Justiz nur wenig Neigung, ehemalige NS-T\u00e4ter zur Verantwortung zu ziehen, zumal dort bekanntlich eine besondere starke personelle Kontinuit\u00e4t zur NS-Zeit gegeben war. Die Bereitschaft, in NS-Strafsachen zu ermitteln und zu handeln, ging auf nahezu null.<\/p>\n<p>Es gab Ausnahmen: mutige Frauen und M\u00e4nner, wie etwa Fritz Bauer, Generalstaatsanwalt im Bundesland Hessen, ein Sozialdemokrat j\u00fcdischer Herkunft, der zu den wenigen unbelasteten Justizjuristen geh\u00f6rte, die in der jungen Bundesrepublik eine F\u00fchrungsposition einnahmen und der nichts so hasste, wie die g\u00e4ngigen Verteidigungs- und Entschuldigungsformeln der Verharmlosung.<\/p>\n<p><strong>Ein \u00bbKetzer\u00ab, der die Deutschen zum Hinsehen zwang<\/strong><\/p>\n<p>Bauer setzte die Aufhebung der Verj\u00e4hrungsfrist f\u00fcr NS-Morde durch, ohne ihn h\u00e4tte es 1963 den gro\u00dfen Frankfurter Auschwitz-Prozess nicht gegeben. Und ohne diesen Prozess gegen ehemalige Bewacher des Vernichtungslagers h\u00e4tte die deutsche \u00d6ffentlichkeit noch viel die NS-Verbrechen verdr\u00e4ngt. Und er sorgte mit daf\u00fcr, dass Adolf Eichmann in Israel vor Gericht gebracht wurde, dem Chef-Organisator des Holocaust. Fritz Bauer zwang die Deutschen zum Hinsehen, trotz und inmitten einer Justiz, die noch immer von braunen Seilschaften durchsetzt war. <em>\u201eWenn ich mein B\u00fcro verlasse, betrete ich feindliches Ausland\u201c<\/em>, beschrieb er einmal seine Lage sp\u00e4ter in einem Fernsehinterview.<\/p>\n<p>Bauer erkannte klarsichtig, dass der NS-Staat kein Betriebsunfall der Geschichte war, und wies auf die geschichtlich gewachsenen Strukturen und Mentalit\u00e4ten hin, die den NS-Verbrechen so sehr entgegenkamen und die aufzubrechen mehr erfordern w\u00fcrde als Gerichtsprozesse. Damit handelte er sich nicht nur den Zorn konservativer Kreise ein. Bauer wurde gemieden, bek\u00e4mpft und bedroht. In einer Nachkriegsjustiz, die die personelle Kontinuit\u00e4t mit der NS-Justiz wieder hergestellt hatte, war er ein Ketzer. Er hatte wenig Freunde. Er starb 1968 als einsamer Mann.<\/p>\n<p>Es bleibt eine besch\u00e4mende historische Tatsache: Zehntausende Juristen, \u00c4rzte, Unternehmer, Journalisten und Offiziere, die dem NS-Regime in wichtigen Positionen gedient hatten, setzten erfolgreich <em>\u201eentnazifiziert\u201c<\/em> \u2013 in der Bundesrepublik ihre Karrieren fort. Die Opfer aber, die Hinterbliebenen und Verfolgten, die ins Exil gedr\u00e4ngten und Ausgegrenzten, sie alle mussten h\u00e4ufig \u00fcber Jahre erniedrigende Erfahrungen im Kampf um ihre Wiedergutmachungs- und Versorgungsanspr\u00fcche machen.<\/p>\n<p>Danach, was ihre Gro\u00dfv\u00e4ter und V\u00e4ter angerichtet, zugelassen und warum sie weggesehen hatten \u2013 wie die Opfer entsch\u00e4digt und rehabilitiert wurden, danach wurde erst in den 1960er Jahren und 70er Jahren gefragt. Die sozialdemokratisch-liberale Regierung unter Willy Brandt, der als junger Mann vor den Nazis ins norwegische Exil gefl\u00fcchtet war, sorgte daf\u00fcr, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der NS-Zeit \u2013 aber auch der Zeit nach 1945, die Zeit der Integration der T\u00e4ter und Belasteten \u2013 in das \u00f6ffentliche Bewusstsein ger\u00fcckt wurden. Das lange Schweigen und Vertuschen ging damit zu Ende. Eine schmerzhafte \u00f6ffentliche, kollektive Auseinandersetzung \u2013 aber eine notwendige.<\/p>\n<p><strong>Die \u00bbzweite Schuld\u00ab in West und Ost<\/strong><\/p>\n<p>Und in der DDR, dem anderen, bis 1989 kommunistischen Teil Deutschlands? Der \u201esozialistische Arbeiter- und Bauernstaat\u201c, \u2013 so dessen propagandistische Selbstdefinition \u2013 glaubte, sich der braunen Vergangenheit entledigen zu k\u00f6nnen. Mit den personellen Hinterlassenschaften des NS-Regimes wollte man nichts zu tun haben. \u00dcber eine Million ehemalige Nazi-Parteig\u00e4nger wurde lautlos integriert, bei brisanten T\u00e4ter-Biografien unter aktiver Mithilfe des Staatssicherheit-Apparates, dem allgegenw\u00e4rtigen Geheimdienst. Hier sorgte eine gesonderte Expertengruppe \u2013 bestehend aus \u00fcber f\u00fcnfzig Mitarbeitern \u2013 daf\u00fcr, den antifaschistischen Schein zu wahren. Es war die Zeit des sogenannten \u201eKalten Krieges\u201c.<\/p>\n<p>Ob Ost oder West \u2013 die Frage bleibt: gibt es eine kollektive Schuld? Machen sich alle, die die Vergangenheit verdr\u00e4ngen oder gar leugnen, nicht mitschuldig? Der deutsche Publizist Ralph Giordano hat daf\u00fcr den Begriff von der <em>\u201ezweiten Schuld\u201c <\/em>gepr\u00e4gt. Gibt es nicht eine individuelle Moral, eine ganz und gar pers\u00f6nliche Schuld? Wer waren die T\u00e4ter des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges? Waren sie Bestien oder Befehlsempf\u00e4nger, desinteressierte B\u00fcrokraten und willenlose R\u00e4dchen im Getriebe? Waren sie ideologisierte \u00dcberzeugungst\u00e4ter oder gew\u00f6hnliche Verbrecher?<\/p>\n<p>Die Geschichtswissenschaft hat sich jahrzehntelang fast ausschlie\u00dflich auf die Hauptt\u00e4ter Hitler, Himmler und Heydrich oder auch Schreibtischt\u00e4ter wie Eichmann konzentriert und die Akteure der zweiten und dritten Ebene, die Vollstrecker vor Ort, ausgespart.<\/p>\n<p>Wie aber wird man zum T\u00e4ter, zum Befehlsverbrecher? Wie werden aus ganz gew\u00f6hnlichen M\u00e4nnern inhumane, barbarische Vollstrecker? Was trieb M\u00e4nner dazu, zu Schreckensfiguren, zu M\u00f6rdern zu werden? Studien der T\u00e4terforschung zeigen, wie extreme Konformit\u00e4tsbereitschaft sich entladen kann, wenn Gruppendruck und Situationen es erfordern \u2013 oder soll man sagen: erm\u00f6glichen?<\/p>\n<p>Gilt das, was f\u00fcr den Soldaten zutrifft, auch f\u00fcr den \u201egew\u00f6hnlichen\u201c B\u00fcrger, f\u00fcr Verwalter und Funktionstr\u00e4ger? Sind sie nur mitgelaufen, haben sie weggesehen, weil alle weggesehen haben? Razzien und Verhaftung gegen Oppositionelle, Todesurteile des Volksgerichtshofes gegen Widerstandsk\u00e4mpfer \u2013 auf blutroten Plakaten, \u00f6ffentlich ausgeh\u00e4ngt, j\u00fcdische Mitb\u00fcrger, die ausgegrenzt, verfolgt und verhaftet, schlie\u00dflich in Konzentrationslagern transportiert wurden \u2013 f\u00fcr die meisten eine Fahrt in den Tod \u2026. <em>Vergangenheitsbew\u00e4ltigung<\/em> \u2013 eine Lebensl\u00fcge der Deutschen? Ein juristischer, gesellschaftlicher und politischer Etikettenschwindel? Kann, was geschehen ist, \u00fcberhaupt bew\u00e4ltigt werden?<\/p>\n<p>Deutschland in den 2000er Jahren: Das Geschehene weicht einem historischen Mythos, der keine Widerspr\u00fcche kennt. Die Gestalten, die Propaganda, die Verbrechen der Nationalsozialisten, das reale Grauen schl\u00e4gt mitunter um in schaudernde Faszination. Die Nazi-\u00c4ra verkommt zur beliebig ersetzbaren Chiffre des B\u00f6sen \u2013 mit einem verh\u00e4ngnisvollen Nebeneffekt: der Verharmlosung.<\/p>\n<p>Es waren die Funktionseliten der Hitler-Zeit, die das neue Deutschland bis in die 1970er Jahre hinein entscheidend gestalteten, erst danach dr\u00e4ngte eine junge \u201eskeptische Generation\u201c von Reformern in allen gesellschaftlichen Bereichen auf Aufkl\u00e4rung und Wandlung. Diese Generation wuchs in wahrer Liberalit\u00e4t heran und ergriff die Chance, zu passablen Demokraten zu werden.<\/p>\n<p>Die T\u00e4ter sterben aus \u2013 die Opfer und Zeitzeugen ebenfalls. Mit Blick auf die Gegenwart, in der pers\u00f6nliches Erinnern immer seltener wird, braucht es deshalb Wissen, wie <em>\u201ees geschehen konnte\u201c<\/em>, nicht nur die Bereitschaft zur Erinnerung, sondern die Pflicht des Erinnerns. Die Frage <em>\u201eWie war es m\u00f6glich?\u201c<\/em> darf nicht verj\u00e4hren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Helmut Ortner, <a href=\"https:\/\/editionfaust.de\/produkt\/volk-im-wahn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Volk im Wahn \/ Hitlers Deutsche \u2013 \u00dcber die Gegenwart der Vergangenheit<\/a><\/strong><br \/>\nDreizehn Erkundungen, Edition Faust, 296 Seiten, 22 Euro<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1690355\" src=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Lesetour.-Volk-im-Wahn-2022.jpg\" alt=\"Schuld, Schutt und Scham\" width=\"820\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Lesetour.-Volk-im-Wahn-2022.jpg 820w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Lesetour.-Volk-im-Wahn-2022-300x134.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Ende des sogenannten \u00bbTausendj\u00e4hrigen Reichs\u00ab, wurden die Deutschen mit den Hinterlassenschaften ihres Wahns konfrontiert. 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