{"id":167482,"date":"2015-03-07T10:58:06","date_gmt":"2015-03-07T10:58:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pressenza.com\/?p=167482"},"modified":"2015-03-07T18:57:57","modified_gmt":"2015-03-07T18:57:57","slug":"der-planet-der-banken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2015\/03\/der-planet-der-banken\/","title":{"rendered":"Der Planet der Banken"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Mainstream-Medien berichten von beruhigenden Wirtschaftsdaten aus den USA. Einige Analysten best\u00e4tigen, dass ihre Erwartungen sogar \u00fcbertroffen wurden: Im letzten Jahr ist die Anzahl der Besch\u00e4ftigen um 257.000 Einheiten gestiegen. Und was die L\u00f6hne angeht, so sind diese im Januar diesen Jahres durchschnittlich um 12 Dollar-Cent die Stunde gestiegen, was einem Plus von 2,2 % gegen\u00fcber den durchschnittlichen L\u00f6hnen des Vorjahres bedeutet. All dies scheint den Beginn einer Erholung der amerikanischen Wirtschaft zu best\u00e4tigen, sodass bereits von einer m\u00f6glichen Erh\u00f6hung der Zinsen seitens der Federal Reserve zum Halbjahr gesprochen wird. Aber wie ein Sprichwort sagt: \u201eEs ist nicht alles Gold, was gl\u00e4nzt\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Bei genauerem Hinsehen erscheint die Realit\u00e4t ganz anders. Die Anzahl der Arbeitslosen, die sich ihrem Schicksal f\u00fcgen und es komplett aufgegeben haben, Arbeit zu suchen, hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Diese Menschen erscheinen nicht in diesen Statistiken, aber wenn man die Grafik der inaktiven Arbeitskr\u00e4fte betrachtet, ist ihr Prozentsatz seit 2008 bis heute konstant auf 11,7 % gestiegen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Inaktivitaet1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-167533\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Inaktivitaet1.jpg\" alt=\"Inaktivit\u00e4t\" width=\"692\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Inaktivitaet1.jpg 510w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Inaktivitaet1-300x212.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 692px) 100vw, 692px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenn man sich dann die Daten der Vollzeitbesch\u00e4ftigten ansieht, so ist die Situation noch beunruhigender. Seit 2007 bis heute wurden circa 1 Millionen neue Arbeitspl\u00e4tze geschaffen, aber gleichzeitig sind \u00fcber 13 Millionen Menschen weniger angestellt (siehe Tabelle Cumulative Changes Since December 2007 People Not in Labour Force). Der Vollst\u00e4ndigkeit halber muss dazugesagt werden, dass unter diesen 13 Millionen auch jene fallen, die in der Zwischenzeit in Rente gegangen sind, aber das bedeutet auch, dass viele der Stellen mit Rentenabg\u00e4ngern nicht mehr neu besetzt wurden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/monthly-change.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-166967\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/monthly-change.jpg\" alt=\"monthly change\" width=\"657\" height=\"575\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/monthly-change.jpg 867w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/monthly-change-300x263.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/monthly-change-600x525.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 657px) 100vw, 657px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein anderer Faktor, an dem sich die wahre Situation der Besch\u00e4ftigung in den Vereinigten Staaten ablesen l\u00e4sst, ist die Anzahl der Teilzeitbesch\u00e4ftigten, die ebenfalls im Prozentsatz der Besch\u00e4ftigen enthalten ist. Die Zahl der Menschen, die nun einen Teilzeitjob haben, vorher aber vollbesch\u00e4ftigt waren, ist um 54 % gestiegen und liegt nun bei \u00fcber 4 Millionen Arbeitskr\u00e4ften.<\/p>\n<p>Wenn man im Bezug auf die Kaufkraft der amerikanischen Arbeitskr\u00e4fte den durchschnittlichen Index der Verbraucherpreise analysiert, so stand dieser Ende 2014 bei 244 Punkten, was einen Anstieg von 45 Punkten in nur vier Jahren bedeutet. Umgerechnet war dies ein Anstieg der Preise um 26,5 %, w\u00e4hrend der durchschnittliche Stundenlohn im gleichen Zeitraum lediglich um 8,5 % gestiegen ist. Der amerikanische B\u00fcrger hat also in den vergangenen vier Jahren real 18 % an Kaufkraft eingeb\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Stundenlohn11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-167546\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Stundenlohn11-600x425.jpg\" alt=\"Stundenlohn1\" width=\"724\" height=\"513\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Stundenlohn11-600x425.jpg 600w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Stundenlohn11-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Stundenlohn11.jpg 630w\" sizes=\"auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Konsumindex.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-167556\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Konsumindex-600x422.jpg\" alt=\"Konsumindex\" width=\"741\" height=\"521\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Konsumindex-600x422.jpg 600w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Konsumindex-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Konsumindex.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 741px) 100vw, 741px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die ehrenwerte Universit\u00e4t von Stanford hat k\u00fcrzlich ein Dokument mit dem Titel \u201eDer Armuts- und Ungleichheitsbericht 2014\u201c (<a href=\"http:\/\/web.stanford.edu\/group\/scspi\/sotu\/SOTU_2014_CPI.pdf\">The Poverty and Inequality Report 2014<\/a>) erstellt. Wenn man durch die Seiten bl\u00e4ttert, kann man sehen, dass der nationale Armutsindex von 12,5 % im Jahr 2007 auf 15 % in 2012 gestiegen ist. Die Kinderarmut hat 21,5 % erreicht und nach den aktuellen Daten des letzten Zensus von 2014 leben \u00fcber 45 Millionen Amerikaner unterhalb der Armutsgrenze.<\/p>\n<p>Die hier beschriebenen Daten scheinen nicht wirklich ein wirtschaftliches Wachstum zu belegen \u2013 im Gegenteil: in den USA ist ein Prozess im Gange, der systematisch zur Erh\u00f6hung von Armut und sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Wahrheit ist, dass die hochgelobte wirtschaftliche Erholung der letzten Periode im Wesentlichen auf eine enorme staatliche Investition in den Schiefer\u00f6l-Markt zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, wodurch neue Arbeitspl\u00e4tze geschaffen wurden und wodurch der Verlust in anderen Bereichen ausgeglichen werden konnte. Ohne die momentane und fragile Erholung dank des Schiefer\u00f6ls bef\u00e4nden sich die Vereinigten Staaten in einem noch schlechteren Zustand.<\/p>\n<p>Aber die bisher betrachteten Daten sind nichts im Vergleich zu dem wirtschaftlichen Szenario, das sich in den letzten Wochen abgezeichnet hat. Wenn es sich bewahrheiten sollte, w\u00fcrde es den amerikanischen Traum in etwas verwandeln, was eher einem Albtraum \u00e4hnelt. In Europa wird in den Medien nicht dar\u00fcber gesprochen, aber sobald man \u00fcber unseren Tellerrand hinausschaut, ist die Wahrnehmung die, dass die USA am Ende dieser kurzen Periode der Erholung angelangt sind. Heute sind bereits gro\u00dfe Teile des leicht zu f\u00f6rdernden \u00d6ls ersch\u00f6pft, und die F\u00f6rderungskosten steigen weiter. Wie man den Grafiken zudem entnehmen kann, k\u00f6nnen die durchschnittlichen Geh\u00e4lter des Landes \u2013 auch wenn sie leicht steigen \u2013 das reale Inflationsniveau, das sich in unaufh\u00f6rlichem Wachstum befindet, in keinster Weise kompensieren.<\/p>\n<p>Die Zukunftsaussichten sind demnach mitnichten beruhigend; \u00fcber der amerikanischen Wirtschaft schwebt das Damoklesschwert des Platzens der n\u00e4chsten Spekulationsblase, die sich vom Schiefer\u00f6l n\u00e4hrt. Von den gro\u00dfen Finanzinvestoren des Sektors wird das bevorstehende Platzen der Blase als unvermeidlich angesehen: \u201eWir k\u00f6nnen nicht behaupten von einem bevorstehenden Zusammenbruch der Aktienm\u00e4rkte \u00fcberrascht zu werden\u201c, erkl\u00e4rt Mark Spitznagel, einer der Verwalter der gro\u00dfen Hedgefonds. In der amerikanischen Wirtschaftswelt hat er damit Bekanntheit erlangt, die Krise von 2008 vorhergesehen und dadurch Milliarden-Profite erzielt zu haben, w\u00e4hrend Millionen von amerikanischen B\u00fcrgern gleichzeitig alles verloren.<\/p>\n<p>Spitznagel steht mit seiner Aussage nicht alleine da; <a href=\"http:\/\/kingworldnews.com\/marc-faber-warns-frankenstein-global-financial-system-collapse\/\">Marc Faber<\/a> stimmt ebenfalls in den Chor der Mahner ein: \u201eWir befinden uns in einer riesigen spekulativen Finanzblase, die jeden Tag platzen k\u00f6nnte\u201c warnt der Schweizer Berater und Verwalter des Marc-Faber-Fonds. Auch der amerikanische Milliard\u00e4r Warren Buffett ist sich sicher, dass die enorme Spekulationsblase explodieren wird. Der nach ihm benannte Warren-Buffet-Indikator, auch als \u201eTotal-Market-Cap to GDP-Ratio\u201c bekannt, erreichte in den letzten Monaten die h\u00f6chste Alarmstufe, d. h., dass ein finanzwirtschaftlicher Kollaps jeden Moment eintreten k\u00f6nnte. Die \u00f6konomische Blase <a href=\"http:\/\/www.moneynews.com\/MKTNewsIntl\/stock-market-crash-warren-buffett-indicator\/2014\/10\/03\/id\/598461\/?dkt_nbr=ufos34vz&amp;utm_source=taboola&amp;utm_medium=referral\">habe laut Buffett ihren Ursprung in einem \u201eunvern\u00fcnftigen Kredit, der mit schuldhafter Verantwortungslosigkeit noch vergr\u00f6\u00dfert wurde\u201c<\/a>.<\/p>\n<p>Wenn man diese Behauptungen besser verstehen will und sie im aktuellen wirtschaftlichen Kontext der Vereinigten Staaten analysiert, wird klar, dass sich die Finanzgurus hier auf den enormen Kredit beziehen, den die amerikanische Regierung zusammen mit vielen Banken in den letzten Jahren f\u00fcr den Wirtschaftsfaktor Schiefer\u00f6l gew\u00e4hrt haben. Wie bereits in vorhergehenden Artikeln erl\u00e4utert, funktioniert diese Technik der \u00d6lf\u00f6rderung (Fracking) mit kostspieliger Technik, die den bitumenhaltigen Schiefer zertr\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Fracking ist, abgesehen von der enormen Umweltsch\u00e4dlichkeit, extrem teuer geworden und der starke Fall der \u00d6lpreise in der letzten Zeit hat dazu gef\u00fchrt, dass sich diese Abbaumethode nicht mehr rechnet. In den Vereinigten Staaten hat die Regierung 1.500 Milliarden Dollar in den Schiefer\u00f6l-Markt investiert. Zusammen mit weiteren Investitionen seitens der Banken macht das insgesamt ein Volumen von 2.400 Milliarden Dollar, was etwa 13 % der amerikanischen Staatsverschuldung entspricht.<\/p>\n<p>Schulden, die bereits heute <a href=\"http:\/\/www.usdebtclock.org\/\">laut offiziellen Zahlen<\/a> die erschreckende Zahl von 18.000 Milliarden Dollar \u00fcbersteigen \u2013 ein Wert, der nunmehr unaufhaltsam um durchschnittlich 1.000 Milliarden Dollar pro Jahr steigt. Ein Betrag, der aufgeteilt auf jeden B\u00fcrger 56.500 Dollar ausmacht, und der, wenn man ihn auf jeden Steuerzahler umrechnet, gut 154.000 Dollar erreicht.<\/p>\n<p>Das sind Zahlen, die bei weitem die desastr\u00f6se italienische Wirtschaft \u00fcbertreffen, bei der die Verschuldung bei 36.000 Euro pro Kopf und bei 88.000 Euro pro Steuerzahler steht. Dies verdeutlicht, wie schwindelerregend die Zahlen aus den USA tats\u00e4chlich sind, die f\u00fcr sich alleine sprechen und den realen Zustand der amerikanischen Wirtschaft widerspiegeln.<\/p>\n<p>Nun also, da wir klargestellt haben, dass sich die gro\u00dfen amerikanischen Investoren auf die bevorstehende Explosion der \u00d6lblase und den alles andere als wohlbedachten Schiefer\u00f6l-Kredit beziehen, schauen wir uns die aktuellsten erh\u00e4ltlichen Wirtschaftsdaten an. Allein in den letzten Wochen haben die mit diesem Markt verbundenen Titel \u00fcber 90 % ihres Werts verloren. Dieser Trend wird auch durch Daten best\u00e4tigt, die von keiner geringeren als der \u201eBank for International Settlements\u201c (BIS), der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bank_f%C3%BCr_Internationalen_Zahlungsausgleich\">Bank f\u00fcr internationalen Zahlungsausgleich<\/a> kommen, der Organisation, die weltweit \u00fcber Wirtschafts- und Finanztransaktionen wacht.<\/p>\n<p>In ihrer Analyse \u201eSchulden und \u00d6l\u201c vom 9. Februar hebt die BIS besonders die <a href=\"https:\/\/www.bis.org\/statistics\/gli\/glibox_feb15.htm\">Belastung des \u00d6l-Sektors<\/a> hervor, die die Dynamik des Roh\u00f6lmarktes in der letzten Zeit beeinflusst hat, wodurch viele Produzenten Risiken bez\u00fcglich Zahlungsf\u00e4higkeit und Liquidit\u00e4t aussetzt werden. Die Analyse der BIS zeigt weiterhin auf, dass in diesem Kontext der erh\u00f6hten Schulden, begleitet vom fallenden \u00d6lpreis, einerseits eine Schw\u00e4chung der Bilanzen seitens der Produzenten erfolgt ist und andererseits ein weiteres Fallen des \u00d6lpreises. Letzteres wurde ausgel\u00f6st durch die erheblichen Mengen an Roh\u00f6l, die von den \u00d6lproduzenten auf den Markt gebracht wurden, um ihre enormen Schulden bezahlen zu k\u00f6nnen. Kurzum: dies ist wie die sprichw\u00f6rtliche Katze, die sich in den Schwanz bei\u00dft.<\/p>\n<p>Die enormen Mengen an Roh\u00f6l, die vom amerikanischen Schiefer\u00f6l-Sektor auf den Markt gebracht wurden, hatten urspr\u00fcnglich zwei Ziele: die Energieunabh\u00e4ngigkeit der USA und die Senkung des Roh\u00f6lpreises, um andere Staaten, deren Wirtschaft stark an den \u00d6lpreis gebunden ist, in Schwierigkeiten zu bringen. Unter dem Strich aber hat diese Strategie auch zwei \u201eKollateralsch\u00e4den\u201c mit sich gebracht: die Schaffung von enormen Schulden und die exzessive Senkung der Marktpreise. Als Konsequenz sind jetzt viele \u00d6lfirmen hoch verschuldet und haben deshalb mehr und mehr die Produktion von Roh\u00f6l erh\u00f6ht, um den Gewinnausfall aufgrund der Senkung des \u00d6lpreises auszugleichen. Dadurch wurde eine Abw\u00e4rtsspirale in Gang gesetzt, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint.<\/p>\n<p>Die Signale des wirtschaftlichen Zusammenbruchs in diesem Sektor sind so offensichtlich, dass einige Firmen, sowohl amerikanische als auch nicht-amerikanische, die von der Schiefer\u00f6l-F\u00f6rderung abh\u00e4ngig sind, bereits von Schlie\u00dfung oder kontrollierter Abwicklung sprechen.<\/p>\n<p>Wie aus der Grafik der BIS gut ersichtlich ist, gab es in den letzten drei Monaten eine Spitze der implizierten Volatilit\u00e4t (rote Linie) gegen\u00fcber einem drastischen Fall des Cashflows im \u00d6lsektor (blaue Linie).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Oil-producer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-167571\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Oil-producer-600x372.jpg\" alt=\"Oil producer\" width=\"668\" height=\"414\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Oil-producer-600x372.jpg 600w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Oil-producer-300x186.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Oil-producer.jpg 1007w\" sizes=\"auto, (max-width: 668px) 100vw, 668px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aus \u00f6konomischer Sicht hat der Anstieg der implizierten Volatilit\u00e4t extrem negative Auswirkungen, die desastr\u00f6s werden, wenn man sie zum R\u00fcckgang des Cashflows dazurechnet. In finanzieller Hinsicht bedeutet all dies drei Dinge: erstens, dass die H\u00e4ndler aufgeh\u00f6rt haben, in diesen Sektor zu investieren; zweitens, dass das Misstrauen in diesen Bereich nunmehr astronomisch ist; und drittens, dass eine massive Kapitalflucht sowie ein regelrechter Ausverkauf der Derivate stattfindet, die mit dem Schiefer\u00f6l zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Die letzte Krise von 2008, aus der wir noch immer nicht heraus sind, wurde durch das Platzen der spekulativen Blase ausgel\u00f6st, die ihren Ursprung in \u201efaulen\u201c amerikanischen Immobilienkrediten hatte. Die n\u00e4chste Blase wird mit Sicherheit den Bereich der amerikanischen \u00d6lindustrie betreffen, die mit dem Schiefer\u00f6l zusammenh\u00e4ngt, deren Explosion imminent zu sein scheint und deren \u00f6konomische Auswirkungen weitaus schwerwiegender sein werden als die der Krise von 2008.<\/p>\n<p>Der Zusammenbruch des Schiefer\u00f6lsektors ist bereits im Gange und manifestiert sich in diesem ersten Quartal von 2015. Wie auch 2008 wird er eine Lawine von nicht-r\u00fcckzahlbaren Krediten ausl\u00f6sen, produziert durch Staatsanleihen und Bankemissionen, die zu \u201eJunk Bonds\u201c herabgestuft werden. Folgt man diesem Gedanken, so zeichnen sich in den kommenden Monaten Schlie\u00dfungen zahlreicher \u00d6lf\u00f6rderst\u00e4tten und Massenentlassungen im amerikanischen Bereich von \u00d6l und Gas ab. Die Folgen werden in den n\u00e4chsten beiden Quartalsbilanzen, die im April und im Juli ver\u00f6ffentlicht werden, noch offensichtlicher erscheinen. An diesem Punkt wird die Blase mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bereits geplatzt sein und Auswirkungen \u00e4hnlich derer eines Krieges hinterlassen, die wie bei der vorhergehenden Krise auch andere \u00d6konomien weltweit betreffen werden.<\/p>\n<p>Das ist eine b\u00f6se Geschichte, deren gesalzene Rechnung \u2013 wie gew\u00f6hnlich \u2013 von den Schw\u00e4chsten der Gesellschaft bezahlt werden wird, und zwar durch Arbeitslosigkeit, Abbau des Sozialstaats, weitere operative Einschr\u00e4nkungen der realen Wirtschaft, und Spannungen zwischen Staaten. In einer solchen Situation k\u00f6nnen die Ressourcen anderer Staaten zur Tilgung der entstandenen Schulden sehr verlockend sein. Ein solcher gef\u00e4hrlicher Versuch derart die vielf\u00e4ltigen Probleme einer frevelhaften Wirtschaftspolitik l\u00f6sen zu wollen, m\u00fcndet zwangsl\u00e4ufig in weitere Aggressionen gegen\u00fcber anderen Staaten. Es ist eine h\u00e4ssliche Spirale, die nirgendwo hinf\u00fchrt, und die Teil derselben gro\u00dfen T\u00e4uschung ist, die uns immer wieder erz\u00e4hlen will, dass kein Geld da ist f\u00fcr die Realwirtschaft, f\u00fcr die Menschen, f\u00fcr soziale Leistungen, f\u00fcr Arbeit, f\u00fcr Schulen, Bildung, Kultur und Gesundheit. Und die aber zur gleichen Zeit seltsamerweise Geld und Investitionen f\u00fcr Waffen, Kriege und Zerst\u00f6rung findet.<\/p>\n<p>Es ist eine Sackgasse ohne Ausweg, die zur disproportionalen Bereicherung von wenigen f\u00fchrt und gleichzeitig zur Verarmung vieler. Eine nunmehr bekannte Vorgehensweise, bei der diejenigen, die hohe Risiken schaffen, daraus enorme Gewinne erzielen. Sie haben die Instrumente und die Strukturen, die es ihnen erlauben, dieses Spiel zu spielen und dabei immer als Sieger daraus hervorzugehen.<\/p>\n<p>Der letzte gro\u00dfe Krieg wurde durch dieselben Faktoren ausgel\u00f6st: andauernde wirtschaftliche Krisen, durch die ein Gro\u00dfteil der Menschen verarmte, w\u00e4hrend eine kleine Elite investierte und sich an einer uferlosen Waffenproduktion bereicherte. Auch damals weitete sich die Krise aus, die Mittel zum Wohnungsbau, zur Arbeitsschaffung, f\u00fcr Bildung und Wohlstand waren nicht vorhanden, aber pl\u00f6tzlich, als die globale Elite an den Punkt gelangte, in den Krieg zu investieren, gab es Geld im \u00dcberfluss f\u00fcr die deutsche Waffenproduktion, f\u00fcr Japans Aufr\u00fcstung und den Eintritt in den Krieg durch die Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Es ist ein Albtraum, aus dem es kein Entrinnen gibt, au\u00dfer durch das Umkehren des Konzeptes der \u201eWirtschaft\u201c, das momentan auf der Basis von Schulden und Zinsen funktioniert. Dieser Punkt wird offensichtlich, wenn auch oberfl\u00e4chlich, sobald man alle \u00f6ffentlichen und privaten Schulden der Staaten weltweit betrachtet.<\/p>\n<p>Laut einer neuen <a href=\"http:\/\/www.mckinsey.com\/~\/media\/McKinsey\/dotcom\/Insights\/Economic%20Studies\/Debt%20and%20not%20much%20deleveraging\/MGI%20Debt%20and%20not%20much%20deleveragingFullreportFebruary2015.ashx\">Studie von McKinsey &amp; Company<\/a> belaufen sich die gesamten Schulden auf diesem Planeten auf 200.000 Milliarden Dollar, was 286 % des weltweiten Bruttoinlandsproduktes entspricht. Schulden, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie eher weiter wachsen denn schrumpfen werden, und auf die unentwegt Zinsen und Zinseszinsen, f\u00e4llig werden.<\/p>\n<p>Auch wenn es oberfl\u00e4chlich erscheinen mag, aber die Frage, die es zu stellen gilt, lautet: wenn alle verschuldet sind, wer ist dann der Kreditgeber? Oder auch: wer sind die Entit\u00e4ten und wirtschaftliche Organismen, die Geld zu Null-Kosten produzieren, auf das im Moment der Herausgabe automatisch Zinsen anfallen?<\/p>\n<p>Die Antwort kann nur eine sein und ist fast zu einfach, es sind die gro\u00dfen Banken, deren Namen f\u00e4lschlicherweise zu der Annahme f\u00fchren k\u00f6nnten, es handele sich um staatliches und somit \u00f6ffentliches Eigentum, wie zum Beispiel die Deutsche Bundesbank, Bank of England, Banque de France, Banca d&#8217;Italia und Zentralbanken anderer Staaten, die alle zusammen zu unterschiedlichen Prozents\u00e4tzen Anteilseigner der EZB sind, die die W\u00e4hrung ausgibt. Das Problem ergibt sich nicht aus der Beteiligung der Zentralbanken an der EZB, sondern aus der Tatsache, dass diese Zentralbanken wiederum von privaten Unternehmen kontrolliert werden. Dadurch ist die EZB in Wahrheit eine Gesellschaft unter privater Kontrolle, die die \u00f6ffentliche W\u00e4hrung ausgibt und die total unabh\u00e4ngig \u00fcber Zinss\u00e4tze entscheidet.<\/p>\n<p>In der untenstehenden Tabelle ist die Zusammensetzung der Anteilseigner der EZB, aufgeteilt nach den Beteiligungsprozents\u00e4tzen der verschiedenen Zentralbanken, ersichtlich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Beteiligung-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-167578\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Beteiligung-1-600x336.jpg\" alt=\"Beteiligung 1\" width=\"600\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Beteiligung-1-600x336.jpg 600w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Beteiligung-1-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Beteiligung-1.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Um die Sache besser zu verstehen, schauen wir uns dazu in einer anderen Tabelle zum Beispiel die Zusammensetzung der Anteilseigner der italienischen Zentralbank, der Banca d&#8217;Italia, nach Prozents\u00e4tzen ihrer jeweiligen Beteiligungen aufgeteilt an.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Beteiligungen-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-167585\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Beteiligungen-2-600x429.jpg\" alt=\"Beteiligungen 2\" width=\"600\" height=\"429\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Beteiligungen-2-600x429.jpg 600w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Beteiligungen-2-300x214.jpg 300w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Beteiligungen-2.jpg 770w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schauen wir uns auch die Aufteilung der Hauptanteilseigner der Bank of England an:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/61201.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-168207 size-full\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/61201.gif\" alt=\"\" width=\"663\" height=\"378\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das gleiche Szenario gilt f\u00fcr die amerikanische Federal Reserve, auch sie besteht komplett aus Beteiligungen privater Banken.<\/p>\n<p>Deshalb sind alle gro\u00dfen Banken privat, ihre Kontrolle liegt in den H\u00e4nden weniger, die gleichen jedoch, die die Weltm\u00e4rkte finanzieren, die Spekulationsblasen bilden und daraus resultierende wirtschaftliche Krisen, durch die sich wenige bereichern und viele ihrer Verm\u00f6gen beraubt werden. Um zu verstehen, dass es sich um private Banken handelt, reicht es aus, zu \u00fcberlegen wie folgt: wenn es tats\u00e4chlich \u00f6ffentliche Banken unter staatlicher Kontrolle w\u00e4ren, w\u00fcrde die W\u00e4hrung auch durch die souver\u00e4nen Staaten ausgegeben werden, und zumindest die ber\u00fchmte Staatsverschuldung w\u00fcrde nicht existieren, es w\u00e4re paradox, wenn ein Staat, der seine W\u00e4hrung ausgibt, darauf masochistischerweise Zinsen erhebt und sich somit selbst verschuldet&#8230;<\/p>\n<p>Der Mechanismus der Schulden l\u00e4sst sich nur mit der Tatsache erkl\u00e4ren, dass es keine staatlichen Banken sind, sondern private Banken, denen die Macht erteilt wurde, \u201eunbegrenzt Geld zu erzeugen\u201c. In der aktuellen Situation sprechen wir deshalb von der \u201eErzeugung von Geld\u201c, da dieses Geld real nicht existiert, aber von allen anerkannt und als Schulden akzeptiert wird. Das zeigt die j\u00fcngste Operation vom EZB-Pr\u00e4sidenten Mario Draghi, der mit dem Man\u00f6ver des \u201eQuantitative Easing\u201c in der Tat 700 Milliarden Euro aus dem Nichts hervorgezaubert hat. Es ist Geld, dessen Produktion nichts kostet, aber das von dem Moment an, in dem dieser Kredit theoretisch ins Leben gerufen wird, akzeptiert wird und auf den die Banken Zinsen aufschlagen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dies ist das Wirtschaftssystem, das Schulden produziert \u2013 Hunderttausende Milliarden von Schulden \u2013 und das es letztendlich erlaubt, Staaten zu kaufen und die Menschen zu kontrollieren, die in ihnen leben. Dies ist die Art und Weise, wie das System funktioniert: es saugt den wahren Reichtum des Planeten in Form von Zinsen auf und produziert Schulden auf jedes Darlehen, das einer Person, einer Vereinigung, einem Unternehmen oder einem Staat gew\u00e4hrt wird. Schulden, die niemals getilgt werden.<\/p>\n<p>Die Anh\u00e4ufung von Reichtum und die F\u00e4higkeit, Kredite und Macht zu b\u00fcndeln, hat in den letzten Jahren jegliche Vorstellungskraft \u00fcberschritten. Heute ist der Reichtum, der sich in den H\u00e4nden weniger befindet, weitaus gr\u00f6\u00dfer als der der Vereinigten Staaten, dem reichsten Land auf dieser Erde. Aber die Realit\u00e4t ist noch schlimmer, es sind nunmehr die Banken selber, die betr\u00e4chtliche Teile der USA besitzen, sowie auch gro\u00dfen Einfluss auf fast alle anderen L\u00e4nder dieser Welt haben.<\/p>\n<p>Dank der Schaffung von Schulden haben Banker unvorstellbare Kredite angeh\u00e4uft. Durch die Abgaben auf die Schulden und die fehlende R\u00fcckzahlung der Kredite konnten die Banken wichtige Anteile der weltweiten \u00d6lfirmen kontrollieren und \u00fcbernehmen, genauso wie Teile von multinationalen Unternehmen jeden Bereichs. Zudem konnten sie Mainstream-Medien finanzieren, denen sie dann die redaktionelle Linie vorgeben, Mehrheitsanteile an Waffenindustrie und Pharmaunternehmen akquirieren, den Politikern Regeln durch ihre \u201eWirtschaftsberater\u201c diktieren, praktisch alles, was dazu dient, ihre Politik einem immer gr\u00f6\u00dferen Teil der Welt aufzuzwingen.<\/p>\n<p>Wenn man ans Ende dieser absurden Kette schaut, wer den Gro\u00dfteil der Banken kontrolliert, entdeckt man, dass wenige Familien alles besitzen, und zwar dieselben, die mit zwei Weltkriegen und verschiedenen globalen Wirtschaftskrisen spekuliert haben.<\/p>\n<p>Der einzige m\u00f6gliche Ausweg ist, das Konzept der Wirtschaft umzukehren: von der entmenschlichenden Wirtschaft der Schulden zur \u201emenschlichen \u00d6konomie\u201c, die auf dem Wert von Personen basiert, auf dem Wissen, das diese besitzen, auf Arbeit, auf Dienstleistungen, auf der Produktion von essentiellen lebensnotwendigen G\u00fctern, deren Nutzung nicht exklusiv, sondern inklusiv \u2013 also f\u00fcr alle \u2013 ist.<\/p>\n<p>So wird ein Reichtum geschaffen, der nicht auf virtuellem Kapital und auf aus dem Nichts geschaffenen Geld basiert, sondern auf menschliche Arbeitskraft und F\u00e4higkeiten, und dessen Index auf der Basis der Lebensqualit\u00e4t und am Erreichen von Wohlstand f\u00fcr den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Anteil der Bev\u00f6lkerung gemessen wird. Ein Index des Reichtums, der direkt mit einer gerechten Umverteilung verbunden ist, dessen Wert direkt proportional zur Wertsch\u00e4tzung der Menschen ist, zur Erweiterung ihrer immensen F\u00e4higkeiten, zur Erhaltung und Verbesserung der Umwelt in der wir leben. Ein Reichtum, der nicht in Zahlen zu fassen ist, f\u00fcr unsere Nachkommen erhalten bleibt und durch eine einzige m\u00f6gliche Art von Produktion unterst\u00fctzt wird, und zwar die der <em>Kreislaufwirtschaft<\/em>. Der Kreislauf ist das nat\u00fcrliche Prinzip auf unserem Planeten der begrenzten und endlichen Ressourcen und steht der unheilvollen neoliberalen Idee des unbegrenzten Wachstums diametral entgegen. Wir m\u00fcssen daher dieser Ideologie f\u00fcr immer den R\u00fccken kehren, indem wir den Konsum auf Kosten von Boden, Rohstoffen und menschlichen Leben ablehnen und ein f\u00fcr alle Mal Schluss machen mit der verr\u00fcckten Idee, dass eine kleine Gruppe von Personen die Welt f\u00fcr immer kontrolliert, eine Welt dessen Geschichte oft unerwartete Wendungen nimmt.<\/p>\n<p>Ich bin mir bewusst, dass angesichts der Art und Weise, in der wir gewohnt sind zu denken, diese Konzepte utopisch erscheinen m\u00f6gen \u2013 fast wie M\u00e4rchen f\u00fcr Kinder; aber es ist auch wahr, dass wir in der Geschichte der Menschheit oft zu grundlegenden Ver\u00e4nderungen gelangt sind, die \u2013 wenn auch unerwartet \u2013 geschahen, weil sie notwendig waren.<\/p>\n<p>Die Menschheit machte zum \u00dcberleben unvermeidbare Ver\u00e4nderungen durch und sie nutzte von Zeitalter zu Zeitalter zur Fortentwicklung die gr\u00f6\u00dften F\u00e4higkeiten, die sie besitzt: die Anpassung und die Kraft der Vorstellung. Anpassung wird durch den Motor der Notwendigkeit und durch die Dringlichkeit der Situation angetrieben und dies sind die Umst\u00e4nde, die geschichtlich schon immer einen \u00e4u\u00dferst wertvollen Anreiz zur Ver\u00e4nderung und zur Mobilisierung der Vorstellungskraft gegeben haben, um etwas substantiell Neues zu schaffen.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung aus dem Italienisch von Evelyn Rottengatter, \u00fcberarbeitet von Christoph H\u00fcgel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mainstream-Medien berichten von beruhigenden Wirtschaftsdaten aus den USA. Einige Analysten best\u00e4tigen, dass ihre Erwartungen sogar \u00fcbertroffen wurden: Im letzten Jahr ist die Anzahl der Besch\u00e4ftigen um 257.000 Einheiten gestiegen. 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