{"id":165447,"date":"2015-02-25T20:15:12","date_gmt":"2015-02-25T20:15:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pressenza.com\/?p=165447"},"modified":"2015-06-18T10:43:32","modified_gmt":"2015-06-18T09:43:32","slug":"liberte-egalite-taetaeraetae-ein-facebook-eintrag-unter-der-meinungsfreiheit-frankreichs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2015\/02\/liberte-egalite-taetaeraetae-ein-facebook-eintrag-unter-der-meinungsfreiheit-frankreichs\/","title":{"rendered":"Libert\u00e9, \u00c9galit\u00e9, T\u00e4t\u00e4r\u00e4t\u00e4 &#8211; ein Facebook-Eintrag unter der Meinungsfreiheit Frankreichs"},"content":{"rendered":"<p class=\"western\">Am 10. Januar diesen Jahres wurde der 48-j\u00e4hrige Kabarettist Dieudonn\u00e9 M\u2019bala M\u2019Bala von der franz\u00f6sischen Polizei in seiner Wohnung abgef\u00fchrt. Die Pariser Staatsanwaltschaft warf ihm Verherrlichung des Terrorismus vor.<\/p>\n<p class=\"western\">Grund f\u00fcr dir Verhaftung war ein Eintrag Dieudonn\u00e9s auf seiner Facebook und Twitter Seite, die er nach der Teilnahme am Solidarit\u00e4tsmarsch f\u00fcr Charlie Hebdo postete, er f\u00fchle sich heute Abend wie \u201eCharlie Coulibaly\u201c. Der Nachname stammt vom Attent\u00e4ter, der sich beim Anschlag auf Charlie Hebdo in einem j\u00fcdischen Supermarkt mit Geiseln verschanzt hatte.<\/p>\n<p class=\"western\">Einen Monat sp\u00e4ter lautete das Urteil dann nur noch \u201eRelativierung des Anschlags\u201c und wurde mit einer Geldstrafe von 30.000 Euro vollstreckt.<\/p>\n<p class=\"western\">Dieudonn\u00e9s Facebook und Twitter Post mag f\u00fcr manche zwar geschmacklos erscheinen, aber woraus genau sich eine \u201aRelativierung\u2018 des Verbrechens ergeben soll, bleibt fragw\u00fcrdig. Was soll mit dem Terminus \u201eRelativierung\u201c gemeint sein? Eine Relativierung liegt vor, wen man zwei Dinge ins Verh\u00e4ltnis setzt um eine Sache abzumildern und daraus eventuell etwas Neues zu machen. Abgesehen davon, dass es der Job von Satirikern ist, Dinge zu relativieren um damit Kritik auszudr\u00fccken, kann eine Abschw\u00e4chung des Anschlags aus \u201eich f\u00fchle mich wie Charlie Coulibaly\u201c wohl nur mit viel Fantasie abgeleitet werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Ebenso klingt es irgendwie skurril, jemanden wegen einer Meinung auf seinem Facebook-Profil festzunehmen, nur drei Tage nach dem dieses Land f\u00fcr genau dieses Recht auf die Stra\u00dfen gegangen war.<\/p>\n<p class=\"western\">Erstaunlicherweise schnappte unsere breite Presse die offizielle Begr\u00fcndung vollkommen kritiklos auf und suggerierte somit eine vermeintliche Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der Vorw\u00fcrfe. Dass Dieudonn\u00e9 den Ruf eines Antisemiten hat, wurde auch noch schnell in die Berichterstattung eingeschoben. Weder auf der Homepage der Tagesthemen noch der S\u00fcddeutschen Zeitung, Zeit oder sogar TAZ bem\u00fchte man sich um die Einbettung einer Stellungnahme Dieudonn\u00e9s zu diesen Vorw\u00fcrfen.<\/p>\n<p class=\"western\">Dabei w\u00e4re doch gerade das interessant gewesen. Unter einer von Dieudonn\u00e9s Internetseiten (www.quenelplus.com) kann man den <a href=\"http:\/\/quenelplus.com\/a-la-une\/liberte-dexpression-dieudonne-repond-a-bernard-cazeneuve.html\">offenen Brief dazu an den franz\u00f6sischen Innenminister, Bernard Cazeneuve<i>,<\/i> auch in deutscher Sprache, nachlesen.<\/a><\/p>\n<p class=\"western\">Dieudonn\u00e9 habe sich nach der R\u00fcckkehr vom Marsch f\u00fcr Charlie Hebdo \u201esehr alleine gef\u00fchlt\u201c, er werde mittels Klagen und Auftrittsverboten daran gehindert seine Meinung in der \u00d6ffentlichkeit zu \u00e4u\u00dfern, er w\u00fcrde von der franz\u00f6sischen Regierung nicht als Kom\u00f6diant wahrgenommen werden, sondern \u201eals der Staatsfeind Nr. 1\u201c, als ein Terrorist. Dieudonn\u00e8 rechtfertigt die Symbiose der Namen, weil man ihn \u201eals einen Amedy Coulibaly\u201c betrachtet, obgleich er \u201enicht anders ist als Charlie\u201c.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Stellungnahme Dieudonn\u00e9s ist ein Zeugnis seiner Erfahrungen, die er als extrem kritischer Kabarettist in Frankreich gemacht hat. Er hat das Attentat weder gutgehei\u00dfen, noch dazu animiert es zu wiederholen oder mit den Attent\u00e4tern sympathisiert. Das Urteil scheint nur einmal mehr die Fortsetzung einer staatlichen Unterdr\u00fcckungskampagne gegen Dieudonn\u00e8 zu sein.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Auftrittsverbote und Zensurversuche<\/h2>\n<p class=\"western\">Denn gegen diese k\u00e4mpft Dieudonn\u00e9 schon seit \u00fcber einer Dekade an. In Gro\u00dfbritannien darf er seine f\u00fcr 2015 geplante Tournee nicht pr\u00e4sentieren, es wurde ein Einreiseverbot wegen der Gefahr antisemitischer \u00c4u\u00dferungen verh\u00e4ngt. In Frankreich wurden bislang ca. 80 Klagen eingereicht, von denen er diejenigen, bei der es zu einer Verhandlung kam, meistens gewann. Rechtskr\u00e4ftig verurteilt wurde er davon nur in sechs F\u00e4llen. Diese lauten dabei mehrheitlich auf Antisemitismus wozu, wenn es nach der franz\u00f6sischen Regierung geht, auch der Quenelle-Gru\u00df z\u00e4hlen sollte.<\/p>\n<p class=\"western\">Dabei war Dieudonn\u00e9s Aufstieg in den 90ger Jahren sehr vielversprechend. Als Kind einer Mutter aus der Bretagne und einem kamerunischen Vater befasst sich Dieudonn\u00e9 in seinen Shows viel mit politischen und gesellschaftlichen Schieflagen. Zu Beginn seiner Karriere ging der geborene Katholik und bekennende Atheist noch mit seinem B\u00fchnenpartner j\u00fcdischer Abstammung, Elie Semoun, auf Tour und machte nach der Trennung als Einmannshow weiter. Sein Sinn f\u00fcr eine feine Pointierung von Gesellschaftskritik wird nach der Ansicht einiger frei im Internet verf\u00fcgbaren Videos rasch deutlich. Das St\u00fcck \u201ePalestine\u201c verdient an dieser Stelle besonderes Lob als feinf\u00fchlige und bewegende Ode auf die Siedlungsproblematik in den besetzten Gebieten Pal\u00e4stinas.<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a><\/p>\n<div align=\"center\">\n<div id=\"attachment_165692\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/360px-Dieudo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-165692\" class=\"wp-image-165692 size-medium\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/360px-Dieudo-225x300.jpg\" alt=\"2015-02-23-360px-Dieudo\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/360px-Dieudo-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/360px-Dieudo.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-165692\" class=\"wp-caption-text\">Dieudonn\u00e9 M\u2019bala M\u2019Bala (Lizenz: CC0 1.0 &#8211; Public Domain)<\/p><\/div>\n<\/div>\n<p class=\"western\">Dieudonn\u00e9s riesige Fangemeinde und die ausgebuchten Theater sprechen f\u00fcr sich. Dieudonn\u00e9 ist ein intelligenter und talentierter Kom\u00f6diant. Jemand, der mit gro\u00dfem schauspielerischem Talent und spitzer Zunge geschickt den Bogen spannt zwischen den Problemen der Neuzeit und ihren wahren Ursachen. Er macht sich lustig \u00fcber Minderheiten und entlarvt dabei die Doppelb\u00f6digkeit unserer Gesellschaft wenn er auf eine neoliberale und rassistische Elite verweist, die diesen Minderheiten nicht die gleichen Rechte einr\u00e4umen will.<\/p>\n<h2 class=\"western\"><a name=\"_GoBack\"><\/a>\u201eShoah Nanas\u201c und \u201eLa Quenelle\u201c<\/h2>\n<p class=\"western\">Ins Fadenkreuz der Medien und der Justiz geriet Dieudonn\u00e9 im Dezember 2003 als er sich in einer Fernsehersendung einen folgeschweren Auftritt leistete: er wollte die Siedlungspolitik Israels kritisieren und trat als j\u00fcdischer Siedler mit Sturmmaske auf, machte dabei den Nazigru\u00df und rief \u201aShoah-Heil\u2018 (Shoah ist der j\u00fcdische Begriff f\u00fcr den Holocaust). Die Medien und der Staat reagierten sofort. Dieudonn\u00e9 wurde als Antisemit gebrandmarkt, Fernseherauftritte wurden verweigert, Auftrittsverbote in St\u00e4dten verh\u00e4ngt. Wenig sp\u00e4ter formte er, aus derart negativen Erfahrungen mit der Obrigkeit, die Shoah Nanas (Shoah und Ananas), die als Art Ver\u00e4ppelungssymbol gegen die staatlich auferlegten Denkverbote gelten sollte.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenig sp\u00e4ter erfand Dieudonn\u00e9 eine Ableitung des britischen Stinkefingers \u2013 la Quenelle. Diese \u201eKn\u00f6del\u201c sollte in erster Linie f\u00fcr die Emanzipation der Nachfahren ehemaliger Kolonien, so wie er einer ist, von ihren Kolonialherren, so wie Frankreich es einst war, stehen. Gleichzeitig entwickelte sich die \u201eKn\u00f6del\u201c als Geste des Widerstands gegen\u00fcber der herrschenden Elite und symbolisiert dabei \u201ewie tief wir von Bankern, Politikern und Konzernen gefistet werden\u201c, beschreibt es sein Erfinder.<\/p>\n<p class=\"western\">Auf welch hohe Resonanz diese Geste in der Bev\u00f6lkerung st\u00f6\u00dft, kann man sehen, wenn man die offizielle Seite Dieudonn\u00e9s, <a href=\"http:\/\/www.dieudosphere.com\">www.dieudosphere.com<\/a>, besucht. Unter den gesch\u00e4tzten 1.500 hochgeladenen Quenelle-Gr\u00fc\u00dfen der Fans werden die Besten nominiert f\u00fcr den Quenelle-Oskar. Man sieht den Gru\u00df beim Fallschirmspringen, auf Hochzeitsphotos, im Sportverein, in Thailand, in Pal\u00e4stina, in Deutschland, von Soldaten, von Polizisten, von Demonstranten, von Schwarzen, von Wei\u00dfen. Darunter befinden sich zwar auch eine Handvoll Bilder vor j\u00fcdischen Symbolen, wobei die Frage offen bleibt, ob daraus der immer wieder aufgef\u00fchrte Vorwand eines verkappten Nazigru\u00dfes hergeleitet werden kann.<\/p>\n<div align=\"center\">\n<div id=\"attachment_165481\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Quenelle_--paul--e_DSK.part_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-165481\" class=\"size-medium wp-image-165481\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Quenelle_--paul--e_DSK.part_-251x300.jpg\" alt=\"Bild von: Meostil (Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0)\" width=\"251\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Quenelle_--paul--e_DSK.part_-251x300.jpg 251w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Quenelle_--paul--e_DSK.part_-600x716.jpg 600w, https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Quenelle_--paul--e_DSK.part_.jpg 1334w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-165481\" class=\"wp-caption-text\">Bild von: Meostil (Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0)<\/p><\/div>\n<\/div>\n<p class=\"western\">Ausser Frankreich scheint es nur noch die FIFA besser zu wissen. Der englische Profi Fu\u00dfballspieler- Nicolas Anelka, der wie Dieudonn\u00e9 afrikanische Wurzeln hat, machte den Quenelle-Gru\u00df nach einem erfolgreichen Tor und wurde daraufhin wegen antisemitischer \u00c4u\u00dferungen von seinem Arbeitgeber gesperrt.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Antizionist, nicht Antisemit<\/h2>\n<p class=\"western\">Dieudonn\u00e9 weist die Antisemitismus-Vorw\u00fcrfe immer wieder zur\u00fcck. Er bezeichnet sich eher als Antizionisten, womit er Kritik an einer einflussreichen j\u00fcdischen Elite meint, die die Demokratie in Frankreich aush\u00f6hle und die Ungleichverteilung und Ungerechtigkeit f\u00f6rdere.<\/p>\n<p class=\"western\">Ja, Dieudonn\u00e9 macht sich lustig \u00fcber den Holocaust. In dem umstrittenen Sketch \u201eThe deported Jew\u201c<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a> geht er auf eine Direktive von Pr\u00e4sident Francois Hollande ein, wonach in den Schulb\u00fcchern ab der f\u00fcnften Klasse das Leiden der Juden im Holocaust besonderes Gewicht haben soll. In diesem B\u00fchnenst\u00fcck l\u00e4sst Dieudonn\u00e9 den Juden so darstellen, wie er sich in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung etabliert hat: in einem Pyjama, mit einem Stern auf der Brust, als Inbegriff der h\u00f6chsten menschlichen Leidensstufe. Dieudonn\u00e9 m\u00f6chte damit der Kritik an der Hierarchisierung von Leiden Ausdruck verschaffen. In einem Interview mit dem britischen Fernsehsender BBC<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a> stellt sich Dieudonn\u00e9 auf den Standpunkt, dass keinerlei Qualifikationsstufen f\u00fcr menschliche Leiden existieren sollen. Jedes Volk leide in gleicher Art und Weise. Ein Genozid an der afrikanischen oder amerikanischen (Ur-) Bev\u00f6lkerung sei nicht weniger Schlimm als der Genozid an Juden. Das j\u00fcdische Volk h\u00e4tte nicht mehr gelitten als andere V\u00f6lker an denen man Verbrechen begangen hat. Hingegen arbeite Frankreich kaum das eigene dunkle Kapitel der Sklaverei und Kolonialisierung auf, die sich durch gro\u00dffl\u00e4chige Massaker an der Zivilbev\u00f6lkerung durch das franz\u00f6sische Milit\u00e4r auszeichnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Weiter fragt Dieudonn\u00e9, warum man, wenn es um das Thema Juden geht, beim Holocaust anf\u00e4ngt und dort stehengeblieben ist und nicht \u00fcber die Juden im Hier und Jetzt sprechen darf.<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a> Er st\u00f6\u00dft immer wieder auf Grenzen der Meinungsfreiheit wenn er die Politik Israels und den vermeintlichen Einfluss j\u00fcdischer Lobbyisten in der franz\u00f6sischen Elite unter verbalen Beschuss nimmt.<\/p>\n<p class=\"western\">Es hat sich kaum etwas ver\u00e4ndert an der Kultur des Kritikverbotes Israels. Noch immer wird das einzigartige Leid, das den Juden im zweiten Weltkrieg widerfahren ist, als Grund f\u00fcr die Unterlassung moralisch-ethischer Beurteilungen nach g\u00e4ngigen Ma\u00dfst\u00e4ben missbraucht und somit jeglicher Kritik an Israels Politik mit dem Vorwurf des Antisemitismus der Wind aus den Segeln genommen.<\/p>\n<p class=\"western\">Dabei sollte das politische Kabarett per Definition ein Ventil bieten um den Finger auf die gesellschaftlichen Wunden der krisengesch\u00fcttelten Region des Nahen Ostens legen zu d\u00fcrfen und bef\u00e4higt sein, deren Opfern genauso einen Platz im kollektiven Ged\u00e4chtnis der Menschheit zu verschaffen wie den Opfern des Holocaust.<\/p>\n<p class=\"western\">Mit seiner antizionistischen und antielit\u00e4ren Haltung hat sich Dieudonn\u00e9 viele Fans in den Vororten Frankreichs und unter den \u201eBeurs\u201c<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a> gemacht, aber auch einen m\u00e4chtigen Feind &#8211; die einflussreiche, j\u00fcdische Dachorganisation CRIF (Conseil Repr\u00e9sentatif des Institutions Juives de France), die seit Jahren nichts unversucht l\u00e4\u00dft, Dieudonn\u00e9 als Antisemit darzustellen und somit seine Karriere zu vernichten. Nur hat die CRIF damit das Gegenteil bewirkt: Je \u00f6fter ihm der Mund verboten wird, je mehr Klagen gegen ihn eingereicht werden, desto mehr f\u00fchlen sich die aufmerksamen Beobachter der staatlich organisierten Schmierenkom\u00f6die best\u00e4rkt in ihrem Glauben an die Scheinheiligkeit ihrer B\u00fcrgerrechte und den schlummernden Rassismus in ihrer Regierung.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Kritikverbot Israels<\/h2>\n<p class=\"western\">Es ist schwierig, Dieudonn\u00e9s Meinung zu der Doppelb\u00f6digkeit der Meinungsfreiheit zu widerlegen. Man verfolge nur Art und Weise der westlichen Berichterstattung. Anders als mit dem Einfluss j\u00fcdischer Organisationen ist zum Beispiel nicht zu erkl\u00e4ren warum vor allem die USA, Deutschland und Frankreich stets hinter Israel stehen, egal wieviel Pal\u00e4stinenser gerade den Tod im israelischen Raketenhagel finden. Harsche Kritik aus den Reihen der f\u00fchrenden Medienh\u00e4user kommt, wenn \u00fcberhaupt, nur dann, wenn sich das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung unleugbar \u00fcber soziale Netzwerke verbreitet hat. Die vorhin genannte Dachorganisation CRIF steht dabei \u201eohne Wenn und Aber\u201c gemeinsam mit dem franz\u00f6sischen Premier Francois Hollande hinter den Entscheidungen Tel Avivs und tr\u00e4gt selbst dazu bei, dass sich in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung der Verdacht etabliert, es gebe eine pro-israelische Lobby, die in der franz\u00f6sischen Politik ihren Einfluss unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark zu ihrem Vorteil ausspielt.<sup> <a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\">In den USA zum Beispiel geh\u00f6rt die (American Israel Public Affairs Committee, fr\u00fcher AZPAC, American Zionistic Public Affairs Committee) zu den einflussreichsten und finanziell st\u00e4rksten Lobbygruppen. Ihr Wirkungsgrad reicht vom Einfluss auf das Stimmverhalten zahlreicher Senatoren und Politiker bis hin zur Mitbestimmung an Gesetzesvorlagen und Strategiepapieren. Zu ihren Mitgliedern geh\u00f6ren ranghohe Regierungsvertreter einschlie\u00dflich des Pr\u00e4sidenten.<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a><\/p>\n<div align=\"center\">\n<div id=\"attachment_165685\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/latuff1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-165685\" class=\"wp-image-165685 size-medium\" src=\"http:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/latuff1-300x161.gif\" alt=\"Wie die westliche Meinungsfreiheit von vielen Muslimen wahrgenommen wird\" width=\"300\" height=\"161\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-165685\" class=\"wp-caption-text\">Wie die westliche Meinungsfreiheit von vielen Muslimen wahrgenommen wird &#8211; Karikaturist Latuff, Brasilien<\/p><\/div>\n<\/div>\n<p class=\"western\">In Deutschland bildet der Mediengigant Bertelsmann<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a> das R\u00fcckgrat proisraelischer Standpunkte in den Medien. Wie dann das Ergebnis von diesen Redaktionsleitlinien aussieht, kann man in Bild, Stern, Focus und Co. nachlesen. Es macht in der Berichterstattung sehr wohl einen Unterschied, ob z.B. Matthias D\u00f6pfner, Vorsitzender des Springer Verlags, als oberstes Credo die Sicherheit und das Existenzrecht Israels konstatiert. Wenig verwunderlich, dass dann gerechtfertigte Kritik an politischen und milit\u00e4rischen Entscheidungen Israels in der Berichterstattung oft nicht mehr als den Rang einer Fu\u00dfnote zugewiesen bekommt.<\/p>\n<p class=\"western\">Im August 2014, als innerhalb von vier Wochen ca. \u00fcber 2.500 pal\u00e4stinensische Zivilisten im Bombenhagel der israelischen Armee den Tod fanden und mehr als zehntausend verletzt wurden, protestierten tausende von Menschen aller Nationen, Hautfarben und Religionen in Europa und USA gegen diesen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig brutalen Vergeltungsschlag Israels. Statt sich um Geh\u00f6r f\u00fcr die Demonstranten zu bem\u00fchen, versuchten viele Zeitungen und Fernsehsender diese einheitlich als Antisemiten darzustellen. In Frankreich wurde eine angek\u00fcndigte Demonstration von propal\u00e4stinensischen Gruppen verboten und in Deutschland ging die Angst, als Antisemit beschimpft zu werden, sogar so weit, dass Protestkundgebungen gegen Israels Kriegspolitik regelm\u00e4\u00dfig mit dem Warnhinweis \u201enicht antisemitisch\u201c versehen waren.<\/p>\n<h2 class=\"western\">K\u00fcnstlerische Freiheit nur dann, wenn sie einen Propheten beleidigt<\/h2>\n<p class=\"western\">Wie empfindlich die Reaktionen von j\u00fcdischen Organisationen auf negativ konnotierte Karikaturen Israels sind, mussten hierzulande beispielsweise die S\u00fcddeutsche Zeitung und die Stuttgarter Zeitung erfahren. Die S\u00fcddeutsche Zeitung hatte mit dem Eingangstitel \u201eDeutschland serviert\u201c eine Karikatur abgebildet, die Israel als \u201egefr\u00e4\u00dfigen Moloch\u201c deutscher Waffenlieferungen darstellte, die Stuttgarter Zeitung Netanjahu als \u201eFriedensvergifter\u201c. Die Redaktionen der Bl\u00e4tter mussten sich daraufhin entschuldigen.<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\">Im Lichte dessen, was Charlie Hebdo produziert hat, mit seinen \u00fcberwiegend islamfeindlichen, beleidigenden und nicht selten geschmacklosen Zeichnungen, wird deutlich, wie wenig Einfluss dagegen andere Gruppierungen haben. Es gibt in Frankreich, anders wie in Deutschland, keinen Paragraphen, der Blasphemie verbietet. Frankreich ist ein strikt s\u00e4kularer Staat. Jeder darf dort die Religionen verunglimpfen, solange dies nicht den Straftatbestand von Volksverhetzung erf\u00fcllt.<\/p>\n<p class=\"western\">Charlie Hebdo hat sich von seiner provokativen Linie nicht abbringen lassen, war deswegen Bedrohungen aus Reihen der Bev\u00f6lkerung ausgesetzt, musste mehrmals die Redaktionsr\u00e4ume wechseln und hatte zeitweise Polizeischutz. Es gab nichtsdestotrotz, keine muslimische Lobby, die m\u00e4chtig genug gewesen w\u00e4re Charlie Hebdos Zeichnungen mit der Gunst der franz\u00f6sischen Politik verhindern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Charlie Hebdo scheint allerdings selbst etwas zur\u00fcckhaltend gewesen zu sein, wenn es um Witze \u00fcber j\u00fcdische Mitmenschen ging. Die Redaktion von Charlie Hebdo feuerte seinen Autor Sin\u00e9 (Maurice Sinet) in 2009, nachdem er sich den Scherz erlaubt hatte, dass nun der Sohn des damaligen Staatsoberhauptes Sarkozy zum Judentum konvertieren w\u00fcrde, damit er eine Ehe mit einer reichen j\u00fcdischen Erbin eines Elektronikkonzerns eingehen k\u00f6nne. Als Sin\u00e9 seine Entschuldigung verweigerte, wurde er von Charlie Hebdos Chefredakteur Phillipe Val wegen antisemitischer \u00c4u\u00dferungen gefeuert. Der Philipe Val, der noch zwei Jahre zuvor die umstrittenen Mohammed-Karikaturen hatte nachdrucken lassen &#8211; im Namen der Pressefreiheit.<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\">Und der franz\u00f6sische Staat, der das M\u00e4rtyrertum Charlie Hebdos mit Millionen B\u00fcrgern zelebrierte, hat den Vorg\u00e4nger Charlie Hebdos selbst schon mal umgelegt. Das Magazin Hara-Kiri Hebdo wurde in den 70er-Jahren von Staats wegen eingestampft, weil es sich einen Witz \u00fcber den Tod von Charles de Gaulle auf dem Titelblatt leistete \u201eBallungl\u00fcck in Colombey<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a> \u2013 ein Todesopfer\u201c.<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a> Daraufhin machte das Blatt als Charlie Hebdo weiter.<\/p>\n<p class=\"western\">Die h\u00f6chst bedenkliche Reaktion der franz\u00f6sischen Justiz auf die \u00c4u\u00dferungen Dieudonn\u00e9s und weiterer Personen, die zeitgleich wegen ihrer Sympathiebekundungen f\u00fcr die Attent\u00e4ter festgenommen wurden, spiegelt die Hypokrisie der Meinungsfreiheit in Frankreich wieder. Der islamische, zumeist aus ehemaligen Koloniall\u00e4ndern eingewanderte Teil der franz\u00f6sischen B\u00fcrger erlebt eine Meinungsfreiheit, die sie von rassistischer Hetze nicht mehr zu unterscheiden vermag. Hierzu z\u00e4hlen die Anti-Islam Proteste der Front National genauso wie die Karikaturen Charlie Hebdos, die in einem extrem islam- bzw. ausl\u00e4nderfeindlichen, gesellschaftlichen Umfeld stets die bestehenden Ressentiments bedienen und aufbl\u00e4hen k\u00f6nnen. Und wiederum f\u00fcr andere, gilt Meinungsfreiheit unter Vorbehalt. Gegen Minderheiten wie Moslems auf die Barrikaden zu gehen, f\u00e4llt somit also unter Meinungsfreiheit. Kritik an Israel dagegen riecht nach Antisemitismus und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Islamisten oder die \u201aRelativierung\u2018 ihrer Untaten ist &#8211; nach der momentanen Logik der franz\u00f6sischen Regierung &#8211; eine Art Gedankenverbrechen und wird strafrechtlich verfolgt. George Orwell l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"western\">Den Wert der Meinungsfreiheit eines Staates erkennt man auch immer daran wie es mit denjenigen umgeht, mit denen es nicht einer Meinung ist. Wenn Frankreich von Meinungsfreiheit spricht, dann muss diese f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen gelten &#8211; alles andere ist libert\u00e9, \u00e9galit\u00e9, t\u00e4t\u00e4r\u00e4t\u00e4.<\/p>\n<h3>Einzelnachweise:<\/h3>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a><sup>\u0002<\/sup> B\u00fchnenst\u00fcck \u201ePalestine\u201c: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_ypIqpclCXE\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_ypIqpclCXE<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a><sup>\u0002<\/sup> B\u00fchnenst\u00fcck \u201eThe deported Jew\u201c: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BSkUq-3JF3M\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BSkUq-3JF3M<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a><sup>\u0002<\/sup> Interview mit BBC vom Februar 2014: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xmkrVNYfYwk\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xmkrVNYfYwk<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a><sup>\u0002<\/sup> siehe z.B. auch <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.fr\/2015\/02\/BREVILLE\/52625\">Benoit Br\u00e9ville, Prolophobie, in: Le Monde diplomatique, Februar 2015<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a><sup>\u0002<\/sup> Umgangssprachliche Bezeichnung f\u00fcr in Frankreich geborene Kinder nordafrikanischer Einwanderer<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a><sup>\u0002<\/sup> Vgl. <a href=\"http:\/\/mondediplo.com\/2015\/02\/07antisemitism\">Dominique Vidal, Antisemitismus in Frankreich, in: Le Monde diplomatique, Februar 2015<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a><sup>\u0002<\/sup> Mitglieder AIPAC: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/American_Israel_Public_Affairs_Committee\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/American_Israel_Public_Affairs_Committee<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a><sup>\u0002<\/sup> Zum Bertelsmann-Konzern geh\u00f6ren f\u00fcnf Unternehmensbereiche: Gruner und Jahr, die RTL Group, die Verlagsgruppe Penguin Random House, Arvato und Be Printers Group, Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann.de\">www.bertelsmann.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a><sup>\u0002<\/sup> Die S\u00fcddeutsche Zeitung (SZ) druckte im Juni 2013 eine Karikatur von Ernst Kahl mit dem Untertitel: \u201eDeutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land f\u00fcr einen gefr\u00e4\u00dfigen Moloch [\u2026].\u201c und l\u00f6ste damit eine Welle der Entr\u00fcstung aus. Die Redakteurin musste sich entschuldigen. Die gleiche Reaktion von j\u00fcdischer Seite wurde der SZ auch mit der Karikatur von Mark Zuckerberg zuteil, als sie den Gr\u00fcnder von Facebook mit einer Hakennase als Datenkrake darstellte (SZ, 21.02.2014). Die Stuttgarter Zeitung kritisierte in ihrer Ausgabe am 05.08.2013 die israelische Politik und ver\u00f6ffentlichte eine Karikatur, die Netanjahu als \u201eFriedensvergifter\u201c zeigt. Der Chefredakteur musste sich entschuldigen nachdem sich u.a. die Israelische Botschaft in Berlin und das American Jewish Commitee (AJC) eingeschaltet hatten.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a><sup>\u0002<\/sup> Vgl. http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2008\/aug\/03\/france.pressandpublishing<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote1sym\">11<\/a><sup>\u0002<\/sup> Damaliger Wohnsitz von Charles de Gaulle<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a><sup>\u0002<\/sup> Vgl. http:\/\/gawker.com\/what-is-charlie-hebdo-and-why-a-mostly-complete-histo-1677959168<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. 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