{"id":161079,"date":"2015-02-09T15:47:08","date_gmt":"2015-02-09T15:47:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pressenza.com\/?p=161079"},"modified":"2015-02-09T15:49:23","modified_gmt":"2015-02-09T15:49:23","slug":"mauretanien-kampf-gegen-sklaverei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2015\/02\/mauretanien-kampf-gegen-sklaverei\/","title":{"rendered":"Mauretanien: Kampf gegen Sklaverei"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Sklaverei ist eine Realit\u00e4t, die ernst genommen werden muss, weil es sich in zahlreichen F\u00e4llen auch um eine versteckte Unterdr\u00fcckung handelt. In diesem Zusammenhang denke ich haupts\u00e4chlich an die Haussklaven in der mauretanischen Gesellschaft. In ihrem Interview zeigt uns Sarah Mathewson wichtige Strategien auf, um die Sklaverei in Mauretanien effektiv zu bek\u00e4mpfen. F\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.promosaik.com\/\">ProMosaik e.V.<\/a> stellt auch die Religion einen wichtigen Aspekt dar, denn die Religion wird von den Sklavenhaltern manipuliert, um ihre Macht \u00fcber die Sklaven in Mauretanien beizubehalten, w\u00e4hrend der Islam hingegen eine Religion der Gleichheit aller Menschen vor Allah ist und von Anfang an die Sklaverei durch eine Reform abschaffen wollte.<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>ProMosaik e.V.: Wie w\u00fcrden Sie unseren Leserinnen und Lesern die moderne Sklaverei erkl\u00e4ren?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Sarah Mathewson: Die Organisation Anti-Slavery International wurde 1839 gegr\u00fcndet, um sich dem transatlantischen Sklavenhandel zu widersetzen. Sie ist die \u00e4lteste internationale Menschenrechtsorganisation der Welt. Seit 1839 arbeitet Anti-Slavery auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, um die zahlreichen Formen der modernen Sklaverei zu bek\u00e4mpfen, die bis heute noch andauern. Denn die Sklaverei besteht bis heute in vielen Erscheinungsformen in allen L\u00e4ndern der Welt. Von den Zwangsprostituierten, den landwirtschaftlichen Zwangsarbeitern (Kindern und Erwachsenen), den Haussklaven, den Industriesklaven und den Ausbeuterbetrieben, die G\u00fcter f\u00fcr die globalen Lieferantenketten herstellen, bis hin zu ganzen Familien von kosteng\u00fcnstigen oder kostenlosen Zwangsarbeitern, die die Schulden von Generationen abzahlen; oder zu den M\u00e4dchen, die mit alten M\u00e4nnern zwangsverheiratet werden; diese illegale Praxis verschandelt noch heute unsere Welt.<\/p>\n<p>Laut Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation leben ungef\u00e4hr 21 Millionen M\u00e4nner, Frauen und Kinder weltweit in einer Form der Sklaverei.<\/p>\n<p>Es gibt verschiedene Eigenschaften, welche die Sklaverei von anderen Menschenrechtsverletzungen unterscheiden. Aber es reicht nur eine dieser Eigenschaften, um von Sklaverei sprechen zu k\u00f6nnen. Eine Person ist versklavt, wenn Eigentumsrechte auf sie ausge\u00fcbt werden. Es kann sich bei Sklaverei daher um Folgendes handeln:<\/p>\n<ul>\n<li>Zwangsarbeit, durch psychische oder k\u00f6rperliche Drohung;<\/li>\n<li>Besitz oder Kontrolle durch einen Arbeitgeber, normalerweise durch psychischen oder k\u00f6rperlichen Missbrauch oder durch Androhung eines Missbrauchs;<\/li>\n<li>Entmenschlichung, Behandlung einer Person wie eine Sache oder Kauf und Verkauf von Menschen als \u201eEigentum\u201c;<\/li>\n<li>K\u00f6rperlicher Zwang oder Einschr\u00e4nkung der Bewegungsfreiheit.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>In seinen B\u00fcchern gegen die Sklaverei in den muslimischen L\u00e4ndern verfolgt ProMosaik e.V. das Ziel, die Mentalit\u00e4t der Sklaverei zu bek\u00e4mpfen. Welche Strategien setzt Ihre Organisation um, um die Sklaverei in Mauretanien zu bek\u00e4mpfen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Um die Sklaverei in Mauretanien zu beenden und vorzubeugen, muss Folgendes passieren:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Entwicklung und Umsetzung eines fundierten, gesetzlichen Rahmens, um den Sklavenhaltern eine klare Botschaft zu senden, und zwar dass ihre Praxis absolut unakzeptabel ist und die T\u00e4ter zur Rechenschaft gezogen werden;<\/li>\n<li>Notfallfunds und Unterst\u00fctzung (Zuflucht, Schutz, Ausbildungsprogramme, usw.) f\u00fcr die geflohenen Sklavinnen und Sklaven;<\/li>\n<li>Die Entwicklung und Umsetzung von politischen Richtlinien und Programmen, welche die Rechte der von der Sklaverei gef\u00e4hrdeten Gruppen unterst\u00fctzen (z.B. durch die Erleichterung des Zugangs zur Bildung, zum Landbesitz, zu den Ressourcen, zur Arbeit und zum Gesundheitswesen). Dies \u00fcberwindet die Diskriminierung dieser Gruppen; man muss ihnen Alternativen zur Sklaverei, Ausbeutung und Armut bieten und Menschen die Chance geben, sich zu gleichwertigen B\u00fcrgern zu emanzipieren.<\/li>\n<li>Die Erziehung und St\u00e4rkung der Menschen, die von der Sklaverei gef\u00e4hrdet sind (z.B. durch die Organisation dieser Menschen, um ihre Rechte einzufordern). Ein besonderer Fokus muss in diesem Zusammenhang die Frauenrechte betreffen, um den vielen Zusatzfaktoren vorzubeugen, durch die Frauen versklavt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Ziele sollen wie folgt erreicht werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Gew\u00e4hrleistung der Verantwortung der Regierung gegen\u00fcber den versklavten Menschen, durch Massenbewegungen, nationale und internationale Pr\u00fcfung und durch Druck seitens der Verfechter auf allen Ebenen;<\/li>\n<li>Bereitstellung gesetzlicher und sozio-\u00f6konomischer Unterst\u00fctzung der Opfer und Unterst\u00fctzung versch\u00e4rfter und konkret umgesetzter Gesetzen gegen die Sklaverei;<\/li>\n<li>Entwicklung politischer Richtlinien und Modellprogramminterventionen (z.B. Schulen, Ausbildungszentren und Mikrokredit-Projekte), welche die Regierung und die gro\u00dfen Institutionen vervielf\u00e4ltigen k\u00f6nnen;<\/li>\n<li>Kompetenzaufbau in den Bewegungen gegen die Sklaverei, durch Funds f\u00fcr die Organisationskosten (damit diese gut ausgestattet sind und \u00fcber wertvolle Ressourcen verf\u00fcgen, um ihre T\u00e4tigkeit effizient auszu\u00fcben), sowie Ausbildung und Weiterbildung f\u00fcr die Mitglieder dieser Organisationen.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"http:\/\/fightslaverynow.files.wordpress.com\/2010\/06\/chattel.jpg\" alt=\"\" width=\"534\" height=\"401\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Bild: fightslaverynow.org<\/p><\/div>\n<p><em><strong>Der Journalist und Menschenrechtler Louis Hunkanrin schrieb 1930, dass es keine Religion gibt, welche die Sklaverei rechtfertigt. Wie k\u00f6nnen wir den Menschen erkl\u00e4ren, dass zahlreiche Eliten die Religion manipulieren, um die Sklaverei zu rechtfertigen?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Es stimmt, dass sich viele Apologeten der Sklaverei auf die Religion berufen, um die Sklaverei zu rechtfertigen. Die Religion ist sicher ein wesentlicher Bestandteil der Art und Weise, auf die die Sklavenhalter ihren Einfluss auf die Sklaven aus\u00fcben; den Sklaven wird gesagt, dass sie nicht ins Paradies kommen, wenn sie nicht ihren Herren gehorchen. Sich auf die Religion und die Androhung der H\u00f6lle zu beziehen gelten offensichtlich als ein machtvolles Mittel, um Menschen in Angst zu versetzen, damit sie ihr Schicksal als Sklaven akzeptieren.<\/p>\n<p>Da es so viele verschiedene Interpretationen der religi\u00f6sen Quellen gibt, tendieren wir dazu, uns nicht in theologische Debatten \u00fcber die Sklaverei verwickeln zu lassen. Wir bevorzugen es, uns auf die internationalen Menschenrechtsstandards und die nationalen Gesetze zu beziehen, welche die Sklaverei kategorisch verbieten und bestrafen.<\/p>\n<p>Unsere muslimischen Partnerorganisationen lehren, dass der Islam die Sklaverei nicht begr\u00fc\u00dft und der Islam eine starke Botschaft im Sinne der Emanzipation und der Gleichberechtigung verk\u00fcndet. Sie beziehen sich sehr stark auf die muslimischen Gelehrten, um den Kampf gegen die Sklaverei zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong><em>Welche Hauptprobleme gibt es in Mauretanien? Warum ist die Sklaverei heute noch so stark in der Gesellschaft verankert?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wie in vielen Gesellschaften gibt es auch in der mauretanischen ethnische und soziale Kasten. Es gibt eine tief verankerte Tradition des Rassismus unter den wei\u00dfen Mauren gegen die schwarzen Mauretanier, sowie eine Tradition von Sklavenhaltern in verschiedenen ethnischen Gruppierungen des Landes. Das Erbe der Sklaverei und die rassistischen politischen Richtlinien der Regierung haben dazu gef\u00fchrt, dass sich die Macht in der Hand einer Elite-Minderheit befindet, w\u00e4hrend die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung politisch unzureichend vertreten und wirtschaftlich marginalisiert ist. Die M\u00e4chtigen wollen ihre Privilegien nicht gef\u00e4hrdet oder angegriffen sehen. Sie tun alles, was in ihrer Macht steht, um die derzeitige Hierarchie aufrechtzuerhalten. Dies bedeutet die Aufrechterhaltung einer \u201eSklavenkaste\u201c innerhalb der Bev\u00f6lkerung, die kosteng\u00fcnstige oder kostenlose Arbeitskraft und politische Unterst\u00fctzung bereitstellt. Aufgrund der engen Beziehungen der Regierungseliten (inklusive der Sicherheitskr\u00e4fte und der richterlichen Gewalt) zu den Sklavenhaltern ist es somit nicht \u00fcberraschend, dass es am politischen Willen fehlt, das Gesetz zu versch\u00e4rfen und politische Richtlinien einzuf\u00fchren, die eine Gleichberechtigung vorantreiben.<\/p>\n<p><strong><em>Saidou Kane sprach von der Wichtigkeit, die Sklaverei durch engagierte Menschen in der Gesellschaft zu bek\u00e4mpfen. Wie ist dies heute in Mauretanien m\u00f6glich?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Es ist wesentlich, zu gew\u00e4hrleisten, dass die mauretanische Regierung und die Eliten der Sklavenhalter zur Rechenschaft gezogen werden. Eine Strategie, um dies zu erreichen, besteht darin, die Mehrheit der Gesellschaft \u00fcber die Gleichheit, ihre Rechte und die Illegalit\u00e4t der Sklaverei aufzukl\u00e4ren. Dadurch erzeugt man eine starke, politische Opposition, die sich f\u00fcr die Ver\u00e4nderung einsetzt. Die reichen Eliten der Sklavenhalter haben zwar ihre Macht, aber es gibt auch eine Macht der Massen. Eine aufgekl\u00e4rte und engagierte Bev\u00f6lkerung ist von wesentlicher Bedeutung f\u00fcr die Umw\u00e4lzung der dominanten Ideologien und der vorherrschenden Politik, welche die Sklaverei zulassen. Dies w\u00fcrde auch eine gr\u00f6\u00dfere politische Vertretung f\u00fcr die einzelnen Menschen bedeuten, die sich gegen die Sklaverei auflehnen. Daraus w\u00fcrde auch ein Klima der wachsenden Unterst\u00fctzung und gleichzeitig st\u00e4rkerer sozialer und gesetzlicher Strafma\u00dfnahmen gegen die Sklavenhalter hervorgehen.<\/p>\n<p>Die Organisation Anti-Slavery International arbeitet mit ihrer Partnerorganisation SOS-Esclaves zusammen, um sie dabei zu unterst\u00fctzen, das Bewusstsein und die Teilnahme der Menschen an der Bewegung gegen die Sklaverei zu st\u00e4rken. Wir arbeiten vor Ort und auf nationaler und internationaler Ebene, leiten \u00f6rtliche Beratungsstellen und Treffen, \u00e4u\u00dfern uns in Fernsehdiskussionen und Radioprogrammen und f\u00f6rdern politische Empfehlungen im Rahmen der internationalen Gemeinschaft und \u00fcber die Menschenrechtsmechanismen der Vereinten Nationen.<\/p>\n<p><strong><em>Frauen und Kinder sind die schw\u00e4chsten Opfer der Sklaverei. Wie k\u00f6nnen wir ihnen heute in Mauretanien helfen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Dies entspricht mit Sicherheit der Wahrheit. Denn die M\u00e4nner besitzen in allen L\u00e4ndern dieser Welt die meiste politische und wirtschaftliche Macht; Amnesty International geht von einer Sch\u00e4tzung aus, nach der nur 1% des weltweiten Reichtums den Frauen geh\u00f6rt und dass 70% der Armen dieser Welt Frauen sind. In vielen gesetzlichen und kulturellen Institutionen herrscht eine implizite oder explizite Diskriminierung zu Gunsten der M\u00e4nner vor, welche die Macht der Frauen einschr\u00e4nkt. Eine strenge Kontrolle der Geschlechterrollen kann auch zu einer Verst\u00e4rkung der Dynamiken der Sklaverei f\u00fchren. Denn Unterwerfung und F\u00fcgsamkeit werden mit der Weiblichkeit in Verbindung gebracht, w\u00e4hrend Autorit\u00e4t und Aggressivit\u00e4t von Natur aus eher als m\u00e4nnlich gelten. Hausarbeit und Kinderpflege wurden lange Zeit als die nat\u00fcrliche Funktion der Frauen (mehr als als Arbeit an sich) angesehen. Diese Ungleichheiten erzeugen eine Kultur, die zur Aus\u00fcbung von Eigentumsrechten \u00fcber Frauen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Obwohl sei es Frauen als auch M\u00e4nner (\u00fcblicherweise f\u00fcr Hirten-, landwirtschaftliche und Hausarbeit) versklavt werden, sind ihre Erfahrung sehr unterschiedlich. M\u00e4dchen und Frauen werden von den Herren sexuell missbraucht und vergewaltigt. Und die Kinder, die sie zur Welt bringen, gelten auch als Sklaven; somit stellen die Frauen eine wichtige Ressource zwecks Erzeugung neuer Sklaven dar. Demzufolge werden den Frauen normalerweise Pflichten im Haushalt auferlegt. Dadurch werden ihre Bewegungsfreiheit und ihre sozialen Interaktionen begrenzt, um ihre Flucht oder andere Gefahren zu vermeiden, welche die sexuelle und reproduktive Kontrolle von Seiten der Herren einschr\u00e4nken k\u00f6nnten. Die Tatsache, dass die Frauen m\u00f6glicherweise Kinder haben, gestaltet ihre konkrete Flucht unm\u00f6glich oder sehr schwierig. Die Frauen, denen die Flucht gelingt, laufen eine gr\u00f6\u00dfere Gefahr der Entbehrung; eine weit verbreitete Ungleichheit und Diskriminierung f\u00fchren dazu, dass alleinstehende Frauen \u00fcber sehr begrenzte wirtschaftliche M\u00f6glichkeiten und sehr wenig gesellschaftliche Unterst\u00fctzung verf\u00fcgen. Des Weiteren m\u00fcssen sie sich auch um die Kinder k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Mit unserer Arbeit engagieren wir uns die ehemaligen Sklavinnen, um ihnen zu ihren Rechten f\u00fcr die von ihnen erlittenen Straftaten zu verhelfen, um die Strafverfolgung der Herren (durch die Sendung einer abschreckenden Botschaft an die Sklavenhalter) zu gew\u00e4hrleisten und die weibliche Emanzipation zu f\u00f6rdern (um der Gefahr entgegenzuwirken, dass die ehemaligen Sklavinnen wieder in eine Situation der Sklaverei oder Ausbeutung gelangen).<\/p>\n<p>Wir arbeiten mit dem Team und den Mitgliedern von SOS-Esclaves in zwei Regionen mit hohem Sklavenanteil zusammen und fokussieren im Besonderen auf die Mobilisierung weiblicher Mitglieder, um ihre Beratungs-, Identifikations- und seelsorgerische Unterst\u00fctzung zu f\u00f6rdern und die Situation der ehemaligen Sklavinnen und Kindersklaven zu \u00fcberwachen. Dies unterst\u00fctzt unsere Bem\u00fchung, mehr versklavten Frauen und Kindern zu helfen und f\u00fcr sie jenseits der gesetzlichen Arbeit ein offenes Ohr f\u00fcr ihre Erfahrung und ihrer Bed\u00fcrfnisse zu haben, die mit der Sklaverei und der Gewalt der M\u00e4nner gegen die Frauen zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Wir hoffen, den Druck auf die Regierung zu erh\u00f6hen, damit sie sich gezielt um die Abschaffung der Sklaverei bem\u00fcht. Wir hoffen, dass uns dies sei es direkt (indem wir mit einer Gruppe von Regierungsakteuren und wichtigen Institutionen kooperieren) als auch durch einflussreiche, internationale Akteure gelingen wird. Die Regierung macht sich Sorgen um den internationalen Ruf Mauretaniens. Dasselbe gilt auch f\u00fcr die Interessengruppen, die mit der Regierung zusammenarbeiten. Wir m\u00f6chten die Misere der versklavten Frauen international bekannt machen, um die mauretanische Regierung zu zwingen, verschiedene hilfreiche soziale und gesetzliche Reformen einzuleiten, welche die Beendigung der Sklaverei und die \u00dcberwindung der Ungleichheit zwischen M\u00e4nnern und Frauen unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sklaverei ist eine Realit\u00e4t, die ernst genommen werden muss, weil es sich in zahlreichen F\u00e4llen auch um eine versteckte Unterdr\u00fcckung handelt. In diesem Zusammenhang denke ich haupts\u00e4chlich an die Haussklaven in der mauretanischen Gesellschaft. 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