{"id":154350,"date":"2014-12-24T13:11:38","date_gmt":"2014-12-24T13:11:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pressenza.com\/?p=154350"},"modified":"2017-10-13T13:45:47","modified_gmt":"2017-10-13T12:45:47","slug":"weltgipfeltreffen-der-friedensnobelpreistrager-abschlusserklarung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2014\/12\/weltgipfeltreffen-der-friedensnobelpreistrager-abschlusserklarung\/","title":{"rendered":"Weltgipfeltreffen der Friedensnobelpreistr\u00e4ger: Abschlusserkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Friedensnobelpreistr\u00e4ger und die Friedenspreistr\u00e4ger-Organisationen, die vom 12. bis 14. Dezember 2014 in Rom zum 14. Weltgipfel der Nobelpreistr\u00e4ger zusammenkamen, habe folgende Erkl\u00e4rung bez\u00fcglich ihrer \u00dcberlegungen abgegeben:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Frieden leben<\/strong><\/p>\n<p>Nichts steht dem Frieden feindlicher gegen\u00fcber als ein menschlicher Geist ohne Liebe, Mitgef\u00fchl und Ehrfurcht vor dem Leben und der Natur. Nichts ist nobler als ein Mensch, der sich entscheidet, Liebe und Mitgef\u00fchl in die Tat umzusetzen.<\/p>\n<p>Dieses Jahr ehren wir das Verm\u00e4chtnis von Nelson Mandela. Er verk\u00f6rperte die Prinzipien, f\u00fcr die der Friedensnobelpreis verliehen wird, und steht beispielhaft als zeitloses Vorbild f\u00fcr eine Wahrheit, die er lebte. Wie er selbst sagte: \u201eLiebe kommt nat\u00fcrlicher zum menschlichen Herz als ihr Gegenteil\u201c.<\/p>\n<p>Er h\u00e4tte viele Gr\u00fcnde gehabt, die Hoffnung aufzugeben, ja sogar zu hassen, aber er w\u00e4hlte Liebe in Aktion. Dies ist eine Wahl, die wir alle treffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir sind betr\u00fcbt angesichts der Tatsache, dass wir Nelson Mandela und die anderen Preistr\u00e4ger aufgrund der Weigerung der s\u00fcdafrikanischen Regierung, seiner Heiligkeit dem Dalai Lama ein Visum auszustellen, um an dem in Kapstadt geplanten Gipfel teilzunehmen, dieses Jahr nicht in Kapstadt ehren k\u00f6nnen. Der 14. Gipfel, der deshalb nach Rom verlegt wurde, erlaubte es uns nichtsdestotrotz, diese einzigartige Erfahrung mit S\u00fcdafrika als Beweis daf\u00fcr anzusehen, dass selbst die verfahrensten Streitigkeiten durch zivilen Aktivismus und Verhandlungen friedlich gel\u00f6st werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als Friedensnobelpreistr\u00e4ger bezeugen wir, dass \u2013 wie in S\u00fcdafrika in den letzten 25 Jahren geschehen \u2013 Wandel zum Wohl aller m\u00f6glich ist. Viele von uns sahen sich Waffen gegen\u00fcber und \u00fcberwanden Angst durch die Verpflichtung, mit und f\u00fcr den Frieden zu leben.<\/p>\n<p>Frieden gedeiht dort, wo Regierungen die Verwundbaren besch\u00fctzt, wo das Gesetz Gerechtigkeit und Menschenrechte garantiert, wo Harmonie im Einklang mit der Natur herrscht und wo der Nutzen von Toleranz und Vielfalt voll ausgesch\u00f6pft wird.<\/p>\n<p>Gewalt hat viele Gesichter: Vorurteil und Fanatismus, Rassismus und Fremdenhass, Ignoranz und Kurzsichtigkeit, Ungerechtigkeit, Ungleichheit in der Verteilung von Wohlstand und Chancen, Unterdr\u00fcckung von Frauen und Kindern, Zwangsarbeit und Sklaverei, Terrorismus und Krieg.<\/p>\n<p>Viele Menschen f\u00fchlen sich machtlos und leiden an Zynismus, Selbstsucht und Apathie. Aber es gibt ein Gegenmittel: wenn Menschen sich dazu entscheiden, sich mit Freundlichkeit und Mitgef\u00fchl f\u00fcr andere einzusetzen, dann \u00e4ndern sie sich und k\u00f6nnen zum Frieden in der Welt beitragen.<\/p>\n<p>Es ist ein universelles Gesetz: Wir sollten <strong>andere so behandeln, wie auch wir selbst behandelt werden wollen<\/strong>. Auch Nationen sollten andere Nationen behandeln, wie sie selber behandelt werden wollen. Wenn sie das nicht tun, wird dies Chaos und Gewalt zur Folge haben, wenn sie es aber tun, werden Stabilit\u00e4t und Frieden das Ergebnis sein.<\/p>\n<p>Wir beklagen das anhaltende Vertrauen auf die Gewalt als prim\u00e4res Mittel, um Konflikten zu begegnen. Es gibt keine milit\u00e4rische L\u00f6sung f\u00fcr Syrien, Kongo, S\u00fcd-Sudan, Ukraine, Irak, Pal\u00e4stina \/ Israel, Kashmir und andere Konflikte.<\/p>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Bedrohungen f\u00fcr den Frieden ist die anhaltende Sicht einiger Gro\u00dfm\u00e4chte, ihre Ziele nur mit milit\u00e4rischer St\u00e4rke erreichen zu k\u00f6nnen. Diese Sicht f\u00fchrt zu einer neuen Krise. Wenn diese Tendenz nicht aufgehalten wird, f\u00fchrt sie unweigerlich zu vermehrten milit\u00e4rischen Konfrontationen und zu einem neuen, noch gef\u00e4hrlicheren kalten Krieg.<\/p>\n<p>Wir sind sehr besorgt \u00fcber die Gefahr eines Krieges zwischen gro\u00dfen Nationen \u2013 nuklearer Krieg mit eingeschlossen \u2013, diese Bedrohung ist heutzutage gr\u00f6\u00dfer als je zuvor seit dem kalten Krieg.<\/p>\n<p>Wir bitten eindringlich um Aufmerksamkeit auf die diesbez\u00fcglichen Stellungnahme von Pr\u00e4sident Mikhail Gorbachev, die dieser Erkl\u00e4rung angeh\u00e4ngt ist.<\/p>\n<p>Der Militarismus kostete die Welt im vergangenen Jahr \u00fcber 1,7 Billionen Dollar. Dies raubt den Armen dringend ben\u00f6tigte Ressourcen zur Entwicklung, schadet dem Schutz des \u00d6kosystems der Erde und tr\u00e4gt zur Wahrscheinlichkeit von Krieg bei, mit all seinem damit verbundenen Leid.<\/p>\n<p>Kein Glaube, keine Religion sollte dazu pervertiert werden, massive Menschenrechtsverletzungen oder den Missbrauch von Frauen und Kindern zu rechtfertigen. Terroristen bleiben Terroristen. Fanatismus unter dem Deckmantel von Religion wird einfacher zu begrenzen und zu eliminieren sein, wenn Diplomatie und Zusammenarbeit von den m\u00e4chtigsten Nationen praktiziert werden.<\/p>\n<p>10 Millionen Menschen sind heute staatenlos. Wir unterst\u00fctzen die Kampagne des Hohen Fl\u00fcchtlingskommissars der Vereinten Nationen, Staatenlosigkeit innerhalb der n\u00e4chsten 10 Jahre abzuschaffen sowie seine Bem\u00fchungen, das Leiden von \u00fcber 50 Millionen Vertriebenen zu lindern.<\/p>\n<p>Die aktuelle Welle der Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen und die Aus\u00fcbung sexueller Gewalt durch bewaffnete Gruppen und Milit\u00e4rregime in Konflikten verletzt zudem Menschenrechte von Frauen und macht es ihnen unm\u00f6glich, ihre Ziele in Bezug auf Bildung, Bewegungsfreiheit, Frieden und Gerechtigkeit zu realisieren. Wir fordern die volle Umsetzung aller UN Resolutionen gegen\u00fcber Frauen, Frieden und Sicherheit und den politischen Willen von nationalen Regierungen, diese auch in die Tat umzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Schutz der Gemeing\u00fcter<\/strong><\/p>\n<p>Keine Nation kann in Sicherheit sein, wenn Klima, Ozeane und Regenw\u00e4lder bedroht sind. Der Klimawandel f\u00fchrt bereits jetzt zu radikalen Ver\u00e4nderungen in der Produktion von Lebensmitteln, zu extremen Ereignissen, steigendem Meeresspiegel, der wachsenden Intensit\u00e4t von Wetterph\u00e4nomenen und erh\u00f6hter Wahrscheinlichkeit von Epidemien.<\/p>\n<p>Wir fordern ein starkes internationales Abkommen zum Schutz des Klimas 2015 in Paris.<\/p>\n<p><strong>Armut und nachhaltige Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p>Es ist inakzeptabel, dass \u00fcber 2 Milliarden Menschen von weniger als 2 Dollar pro Tag leben. Staaten m\u00fcssen wohlbekannte praktische L\u00f6sungen einf\u00fchren, um die Ungerechtigkeit der Armut zu abzuschaffen. Sie m\u00fcssen den erfolgreichen Abschluss der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen unterst\u00fctzen. Wir fordern die dringende Umsetzung der Empfehlungen des hochrangigen Beratergremiums der Post-2015-Entwicklungsagenda.<\/p>\n<p>Ein erster Schritt zur Beendigung von Unterdr\u00fcckung durch Diktaturen w\u00e4re die Zur\u00fcckweisung von Geldern aus deren Korruption seitens der Banken sowie Einschr\u00e4nkungen von Reisefreiheit.<\/p>\n<p>Die Rechte von Kindern m\u00fcssen Teil einer jeden Regierungsagenda sein. Wir fordern die l\u00fcckenlose Ratifizierung und Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.<\/p>\n<p>Die steigende Zahl an fehlenden Arbeitspl\u00e4tzen muss und kann reduziert werden und es m\u00fcssen wirksame Ma\u00dfnahmen eingeleitet werden, um den Millionen von neuen Arbeitskr\u00e4ften einen angemessenen Arbeitsplatz zur Verf\u00fcgung zu stellen. Ein effektives soziales Netz kann in jedem Land eingerichtet werden, um die schlimmste Not zu lindern. Die Menschen m\u00fcssen dazu in die Lage versetzt werden, ihre sozialen und demokratischen Rechte in Anspruch und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Atomare Abr\u00fcstung<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt zum heutigen Zeitpunkt \u00fcber 16.000 Kernwaffen in der Welt. Wie die 3. internationale Konferenz zu den humanit\u00e4ren Auswirkungen von Kernwaffen befand: die Auswirkung der Anwendung nur einer einzigen Kernwaffe ist inakzeptabel. Blo\u00dfe 100 davon w\u00fcrden die Erdtemperatur f\u00fcr mindestens 10 Jahre um \u00fcber 1 Grad Celsius sinken lassen, die Lebensmittelproduktion erheblich st\u00f6ren und somit 2 Milliarden Menschen dem Risiko des Verhungerns aussetzen. Wenn wir es nicht schaffen sollten, einen atomaren Krieg zu vermeiden, w\u00e4ren all unsere anderen Anstrengungen f\u00fcr Frieden und Gerechtigkeit obsolet. Wir m\u00fcssen Kernwaffen stigmatisieren, verbieten und vernichten.<\/p>\n<p>Wir loben und unterst\u00fctzen den k\u00fcrzlich lancierten Aufruf von Papst Franziskus, Kernwaffen \u201eein f\u00fcr alle Mal\u201c abzuschaffen. Wir begr\u00fc\u00dfen das Versprechen der australischen Regierung, \u201eeffektive Ma\u00dfnahmen zu identifizieren und zu verfolgen, um die gesetzliche L\u00fccke f\u00fcr Verbot und Vernichtung von Kernwaffen zu schlie\u00dfen\u201c und \u201emit allen Akteuren zusammenzuarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen\u201c.<\/p>\n<p>Wir fordern alle Staaten eindringlich dazu auf, Verhandlungen zu einem Vertrag zum Verbot von Kernwaffen so bald wie m\u00f6glich aufzunehmen und diese innerhalb von zwei Jahren zum Abschluss zu bringen. Dies wird die im Atomwaffensperrvertrag festgelegten existierenden Verpflichtungen erf\u00fcllen, der im Mai 2015 neu gepr\u00fcft wird, sowie auch das einstimmige Urteil des Internationalen Gerichtshofes. Verhandlungen sollten allen Staaten offen stehen, jedoch von keinem blockiert werden k\u00f6nnen. Der 70. Jahrestag der Bombardierungen von Hiroshima und Nagasaki 2015 unterstreicht die Dringlichkeit der Abschaffung dieser Bedrohung.<\/p>\n<p><strong>Konventionelle Waffen<\/strong><\/p>\n<p>Wir unterst\u00fctzen den Aufruf des pr\u00e4ventiven Verbots von voll automatisierten Waffen (Killer-Roboter) &#8211; Waffen, die dazu in der Lage w\u00e4ren, Ziele ohne menschliche Intervention auszumachen und anzugreifen. Diese neue Form von inhumaner Kriegsf\u00fchrung muss verhindert werden.<\/p>\n<p>Wir fordernd dringend den sofortigen Stopp des Gebrauchs von unterschiedslos wirkenden Waffen und fordern alle Staaten auf, das \u00dcbereinkommen \u00fcber das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen und \u00fcber deren Vernichtung sowie das \u00dcbereinkommen \u00fcber Streumunition zu unterzeichnen und uneingeschr\u00e4nkt zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Wir loben das Inkrafttreten des UN-Waffenhandelsvertrages und fordern alle Staaten zu dessen Unterzeichnung auf.<\/p>\n<p><strong>Unser Aufruf<\/strong><\/p>\n<p>Wir fordern alle religi\u00f6sen, gesch\u00e4ftlichen, zivilen F\u00fchrungspersonen, Parlamente sowie alle Personen guten Willens dazu auf, mit uns zusammenzuarbeiten und diese Prinzipien und Strategien umzusetzen.<\/p>\n<p>Menschliche Werte, die das Leben in Ehrfurcht halten, Menschenrechte und Sicherheit sind mehr denn je n\u00f6tig, um Nationen zu leiten. Unabh\u00e4ngig davon, was Nationen tun, kann auch jeder Einzelne dazu beitragen. Nelson Mandela lebte den Frieden von einer einsamen Gef\u00e4ngniszelle aus und erinnert uns daran, dass wir niemals vergessen sollten, welches der wichtigste Ort ist, wo Frieden lebendig sein muss \u2013 im Herzen eines jeden von uns. Von diesem Ort aus k\u00f6nnen wir alles, sogar Nationen, zum Besseren \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Wir empfehlen eindringlich die Verbreitung und das sorgf\u00e4ltige Studium der Charta f\u00fcr eine Welt ohne Gewalt, die vom 7. Gipfel der Friedensnobelpreistr\u00e4ger 2007 in Rom adaptiert wurde.<\/p>\n<p><strong>Im Anhang befindet sich eine wichtige Nachricht von Pr\u00e4sident Mikhail Gorbachev. Aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden konnte er an diesem Gipfel nicht teilnehmen. Er ist der Gr\u00fcnder des Gipfels der Friedensnobelpreistr\u00e4ger und wir bitten, dieser wichtigen Intervention Aufmerksamkeit zu schenken:<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Freunde,<\/p>\n<p>es tut mir sehr leid, dass ich nicht an unserem Treffen teilnehmen kann, aber ich bin auch gl\u00fccklich, dass Ihr \u2013 getreu unserer gemeinsamen Tradition \u2013 Euch alle in Rom zusammenfindet, um der Stimme der Friedensnobelpreistr\u00e4ger in der ganzen Welt Geh\u00f6r zu verschaffen.<\/p>\n<p>Heute bin ich sehr besorgt \u00fcber den Stand der Dinge in Europa und der Welt.<\/p>\n<p>Die Welt erlebt eine schwierige Zeit. Der Konflikt, der in Europa aufgeflammt ist, bedroht seine Stabilit\u00e4t und unterwandert die F\u00e4higkeit Europas, eine positive Rolle in der Welt zu spielen. Die Ereignisse im Mittleren Osten nehmen einen gef\u00e4hrlichen Verlauf. Sie schwelen vor sich hin, so wie auch potentielle Konflikte in anderen Regionen, w\u00e4hrend die wachsenden Herausforderungen im Bezug auf Sicherheit, Armut und Umweltschutz nicht angemessen adressiert werden.<\/p>\n<p>Politiker stellen sich nicht den neuen Realit\u00e4ten einer globalen Welt. Wir erleben einen katastrophalen Verlust an Vertrauen in internationale Beziehungen. Den \u00c4u\u00dferungen von Stellvertretern der Gro\u00dfm\u00e4chte zufolge bereiten sich diese auf eine langanhaltende Konfrontation vor.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen alles tun, um diesen gef\u00e4hrlichen Trend umzukehren. Wir brauchen neue, fundierte Ideen und Vorschl\u00e4ge, die der heutigen Generation von politischen F\u00fchrungspersonen dabei hilft, die ernste Krise in internationalen Beziehungen zu \u00fcberwinden, den normalen Dialog wieder herzustellen und Institutionen und Mechanismen zu schaffen, die den Anforderungen der heutigen Welt gerecht werden.<\/p>\n<p>Ich habe k\u00fcrzlich Vorschl\u00e4ge unterbreitet, die helfen k\u00f6nnten, von der Schwelle eines neuen kalten Krieges zur\u00fcckzutreten und das Vertrauen in die internationalen Beziehungen wiederherzustellen. Im Kern schlage ich folgendes vor:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Abkommen von Minsk muss endlich umgesetzt werden, um die Ukraine-Krise zu l\u00f6sen.<\/li>\n<li>Die Intensit\u00e4t an Polemik und gegenseitigen Anschuldigungen muss reduziert werden.<\/li>\n<li>Schritte zur Vermeidung von humanit\u00e4ren Katastrophen in Konfliktregionen m\u00fcssen unternommen werden und die Regionen wieder aufgebaut werden.<\/li>\n<li>Verhandlungen zur St\u00e4rkung von Institutionen und Mechanismen im Bezug auf Sicherheit in Europa m\u00fcssen gef\u00fchrt werden.<\/li>\n<li>Gemeinsame Bem\u00fchungen, die globalen Herausforderungen und Bedrohungen anzugehen, m\u00fcssen wieder gest\u00e4rkt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass jeder Friedensnobelpreistr\u00e4ger einen Beitrag dazu leisten kann, die aktuelle gef\u00e4hrliche Situation zu \u00fcberwinden und auf den Pfad des Friedens und der Zusammenarbeit zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Euch allen viel Erfolgt und hoffe, Euch bald wiederzusehen.<\/p>\n<p><strong>Folgende zehn Friedensnobelpreistr\u00e4ger nahmen am Gipfel teil:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Seine Heiligkeit, der XIV. Dalai Lama<\/li>\n<li>Shirin Ebadi<\/li>\n<li>Leymah Gbowee<\/li>\n<li>Tawakkol Karman<\/li>\n<li>Mairead Maguire<\/li>\n<li>Jos\u00e9 Ramos-Horta<\/li>\n<li>William David Trimble<\/li>\n<li>Betty Williams<\/li>\n<li>Jody Williams<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Folgende zw\u00f6lf Friedensnobelpreistr\u00e4ger-Organisationen nahmen am Gipfel teil:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>American Friends Service Committee<\/li>\n<li>Amnesty International<\/li>\n<li>European Commission<\/li>\n<li>International Campaign to Ban Landmines<\/li>\n<li>International Labour Organization<\/li>\n<li>Intergovernmental Panel on Climate Change<\/li>\n<li>International Peace Bureau<\/li>\n<li>International Physicians for the Prevention of Nuclear War<\/li>\n<li>Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons<\/li>\n<li>Pugwash Conferences on Science and World Affairs<\/li>\n<li>United Nations High Commissioner for Refugees<\/li>\n<li>United Nations<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es sei jedoch angemerkt, dass nicht alle dieser Teilnehmer zwangsl\u00e4ufig alle Aspekte des gemeinsamen Konsensus unterst\u00fctzen, der aus den \u00dcberlegungen des Gipfels hervorgegangen ist.<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung aus dem Italienischen von Evelyn Rottengatter<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Friedensnobelpreistr\u00e4ger und die Friedenspreistr\u00e4ger-Organisationen, die vom 12. bis 14. 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