{"id":1519923,"date":"2022-02-12T22:37:09","date_gmt":"2022-02-12T22:37:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1519923"},"modified":"2022-02-13T09:42:10","modified_gmt":"2022-02-13T09:42:10","slug":"amok-in-den-weltmeeren-marine-hitzewellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/02\/amok-in-den-weltmeeren-marine-hitzewellen\/","title":{"rendered":"Amok in den Weltmeeren: Marine Hitzewellen"},"content":{"rendered":"<h4>Die Weltmeere befinden sich in einem gef\u00e4hrlichen Umbruch, der sich in letzter Zeit in vielen wissenschaftlichen Studien widerspiegelt. Ob es um die Fischbest\u00e4nde in der Beringstra\u00dfe, die Korallenriffe im Mittelmeer oder die abgemagerten Grauwale an der Pazifikk\u00fcste geht &#8211; eine Studie nach der anderen beschreibt eine pl\u00f6tzliche, schnelle Verschlechterung in allen Bereichen des maritimen Lebens. Was passiert da?<\/h4>\n<p>Die globale Erw\u00e4rmung ist die Schuldige an dieser zutiefst beunruhigenden und entmutigenden Angelegenheit, und es stellt sich die Frage, ob irgendein Staat oder eine vereinte Nation etwas dagegen tun kann. Schlie\u00dflich sind &#8222;Rettet die Wale&#8220; und &#8222;Rettet die Ozeane&#8220; schon seit Jahrzehnten die Parole bei Unterschriftensammlungen auf den Parkpl\u00e4tzen von Lebensmittelgesch\u00e4ften, was ein Zeichen f\u00fcr die breite \u00f6ffentliche Besorgnis ist, aber ohne Erfolg; denn tats\u00e4chlich wurde es mit der Zeit, da die Unterschriften sich h\u00e4uften, immer schlimmer und jetzt be\u00e4ngstigend.<\/p>\n<p>T\u00f6dliche Hitzewellen im Meer, die sich in kurzen Abst\u00e4nden immer wiederholen, haben eine enorme zerst\u00f6rerische Kraft. Diese Ereignisse sind neu. Sie begannen im 21. Jahrhundert, als die vom Menschen in Gang gesetzte Klimaver\u00e4nderung Warpgeschwindigkeit aufnahm.<\/p>\n<p>Der Prozess wird in dem Bericht <em>Fevers are Plaguing the Oceans and Climate Change is Making Them Worse<\/em>, erschienen Mai 2021 in <em>Nature<\/em>, beschrieben:<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;Pl\u00f6tzliche Hitzewellen im Meer k\u00f6nnen \u00d6kosysteme zerst\u00f6ren, und die Wissenschaft hat Schwierigkeiten vorherzusagen, wann sie eintreten werden.&#8220;<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>In demselben <em>Nature<\/em>-Artikel wird er\u00f6rtert, wann die Wissenschaft zum ersten Mal ernsthafte sch\u00e4dliche Auswirkungen von Hitzewellen im Meer bemerkte:<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;Vor zehn Jahren fing es an, dass tote Fische an den Str\u00e4nden Westaustraliens angeschwemmt wurden. Schuld daran war eine riesige Str\u00f6mung ungew\u00f6hnlich warmen Wassers, die Seetangw\u00e4lder und zahlreiche wirtschaftlich bedeutsame Meereslebewesen, von Abalone \u00fcber Jakobsmuscheln bis hin zu Hummern, vernichtete. In den folgenden Wochen standen einige der lukrativsten Fischereien Westaustraliens kurz vor der Ausrottung. Einige von ihnen haben sich bis heute nicht erholt.&#8220;<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Neuere Studien haben die H\u00e4ufigkeit von Meereshitzewellen als Hauptursache f\u00fcr diese grausame Angelegenheit ausgemacht. Interessanterweise treten marine Hitzewellen zeitgleich mit <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/2022\/01\/dangerous-heat-across-the-globe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bodennahen Hitzewellen<\/a> auf.<\/p>\n<p>Der Planet heizt sich auf wie nie zuvor, die &#8222;Bodentemperaturen&#8220; erreichen sowohl auf der Nord- als auch auf der S\u00fcdhalbkugel neue Rekordwerte, und die Meerestemperaturen bedrohen die wichtigsten Fischbest\u00e4nde im hohen Norden.<\/p>\n<p>Nach Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) war der Juli 2021 der hei\u00dfeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch der <a href=\"https:\/\/www.d-copernicus.de\/daten\/fernerkundungsdienste\/copernicus-kerndienste\/ueberwachung-des-klimawandels\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU-Klimawandeldienst Copernicus<\/a> berichtete, dass die letzten sieben Jahre die w\u00e4rmsten seit Beginn der Aufzeichnungen waren.<\/p>\n<p>In diesem Jahr, 2022, wurden auf der S\u00fcdhalbkugel mehrere Allzeit-Sommer-Temperaturrekorde bereits im Januar verzeichnet, insbesondere in Argentinien; auch in Australien wurden im Januar neue Allzeit-Rekorde aufgestellt, und es geht weiter.<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;Die <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2022\/01\/14\/the-oceans-are-overheating\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weltmeere<\/a> waren 2021 so warm wie nie zuvor in der Geschichte der Aufzeichnungen, und der j\u00e4hrliche <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/W%C3%A4rmeinhalt_der_Ozeane\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">OHC-Wert [OHC value: Ocean heat content]<\/a> liegt 2021 sogar h\u00f6her als der Allzeitrekordwert des letzten Jahres.&#8220; <\/strong>(Lijing Cheng, et al, Another Record: Ocean Warming Continues Through 2021 Despite La Ni\u00f1a Conditions, Advances in Atmospheric Sciences, 11.1.2022).<\/p><\/blockquote>\n<p>Es ist unbestreitbar, dass die Weltmeere aufgrund der globalen Erw\u00e4rmung durch \u00fcberm\u00e4\u00dfige CO2-Mengen und viel zu viel W\u00e4rme (die Ozeane absorbieren 90 % der W\u00e4rme des Planeten) massiv angegriffen werden und dass das Leben im Meer in einem Rekordtempo ausgel\u00f6scht wird; so wurden beispielsweise im <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2021\/jul\/08\/heat-dome-canada-pacific-northwest-animal-deaths\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sommer 2021<\/a> vor der K\u00fcste von British Columbia eine Milliarde Meerestiere durch die Hitze im Meer get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Die Situation ist sogar noch schlimmer, denn die wichtigsten <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/2021\/12\/warnings-from-the-far-north\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fischereien des hohen Nordens<\/a> sind bedroht wie nie zuvor &#8211; m\u00f6glicherweise die Krise aller Krisen.<\/p>\n<p>Im Kern geht es nicht einfach nur um eine gew\u00f6hnliche Hitzewelle im Meer, die dem normalen Klimawandel \u00e4hnelt, wie es von Klimaleugnern h\u00e4ufig mit falschen Behauptungen wie: &#8222;Das Klima \u00e4ndert sich immer&#8220; dargestellt wird. Au contraire, der gew\u00f6hnliche Klimawandel ist hier nicht das Problem, ganz und gar nicht, nicht einmal ann\u00e4hernd. Das Problem ist die H\u00e4ufigkeit, bzw. die Wiederholung der daraus resultierenden t\u00f6dlichen Hitzewellen, so dass den Meeresbewohnern nicht genug Zeit bleibt, sich zu erholen, wenn sie einmal in die Knie gezwungen worden sind.<\/p>\n<p>Erst k\u00fcrzlich reiste ein Team neugieriger Journalisten der <em>LA Times<\/em> in den hohen Norden, um Meereswissenschaftler zu treffen, und berichtete:<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;Tiefgreifende und alarmierende Kr\u00e4fte formen die oberen Bereiche des Nordpazifiks und der Arktis um und unterbrechen die Nahrungskette, die Milliarden von Lebewesen und einen der wichtigsten Fischbest\u00e4nde der Welt ern\u00e4hrt.&#8220; <\/strong>(Susanne Rust, Unprecedented Die-offs, Melting Ice: Climate Change is Wreaking Havoc in the Arctic and Beyond, Los Angeles Times, 17.12.2021)<\/p><\/blockquote>\n<p>Zur Wiederholung des alptraumhaften Szenarios:<\/p>\n<p><em> &#8222;Die Nahrungskette, die Milliarden von Lebewesen und einen der wichtigsten Fischbest\u00e4nde der Welt ern\u00e4hrt, wird unterbrochen&#8220;<\/em> ist ein Augen\u00f6ffner, eine schockierende Aussage, die nachwirkt und eine, die eine weltweite Bewegung motivieren sollte, die Treibhausgasemissionen, die Hauptursache f\u00fcr die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Erw\u00e4rmung der Ozeane, zugunsten der Rettung des Meereslebens zu stoppen. Hallo, ist da drau\u00dfen jemand?<\/p>\n<p>Apropos &#8222;Unterbrechung der Nahrungskette&#8220;: &#8222;Von 2019 bis zum 29. Juli 2021 sind insgesamt 481 Wale an den Str\u00e4nden Nordamerikas gestrandet, darunter 69 in Kalifornien.&#8220; (Susanne Rust, Something is Killing Gray Whales. Is it a Sign of Oceans in Peril? Anchorage Daily News, 15. 8.2021)<\/p>\n<p>Ein beispielloses Sterben von Meereslebewesen findet \u00fcberall auf dem Planeten statt. Das ist nicht normal. Eine wichtige Studie \u00fcber Korallenriffe im Mittelmeer ersch\u00fctterte den Meereswissenschaftler Joaquim Garrabou, der feststellte:<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;Ehrlich gesagt, ich h\u00e4tte nie gedacht, dass ich das einmal erleben w\u00fcrde. Und es passiert richtig schnell.&#8220;<\/strong> (&#8218;There&#8217;s Not Much Hope&#8216;: Mediterranean Corals Collapse Under Relentless Heat, Mongabay, 4.2.2022)<\/p><\/blockquote>\n<p>In der Garrabou-Studie wurde festgestellt, dass sich Korallenriffgemeinschaften, die vor 15 Jahren von Hitzewellen verw\u00fcstet wurden, aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen den nachfolgenden Hitzewellen immer noch nicht erholt haben. Eine andere Studie erkl\u00e4rt dies: Korallen brauchen mindestens 10 Jahre, um sich wieder zu erholen, aber die zunehmende globale Erw\u00e4rmung verringert ihre F\u00e4higkeit, sich anzupassen. Dar\u00fcber hinaus<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;prognostizieren wir, dass mehr als 99 Prozent der Korallenriffe bei 1,5\u00b0C Erw\u00e4rmung unertr\u00e4glichem thermischen Stress ausgesetzt sein werden, und 100 Prozent der Korallenriffe bei 2\u00b0C&#8220;.<\/strong>\u00a0 (Adele M. Dixon, et al, Future Loss of Local-Scale Thermal Refugia in Coral Reef Ecosystems, PLOS Climate, 1.2.2022).<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Berechnung erfolgte als Reaktion auf die Prognosen des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Intergovernmental_Panel_on_Climate_Change\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IPCC<\/a> (Intergovernmental Panel on Climate Change), wonach die Ozeane bereits in den 2030er Jahren 1,5 \u00b0C \u00fcber dem vorindustriellen Niveau liegen k\u00f6nnten. Das ist gleich um die Ecke.<\/p>\n<p>Das australische Great Barrier Reef, das gr\u00f6\u00dfte Korallensystem der Welt, wurde bereits f\u00fcnfmal von einer Massenbleiche heimgesucht &#8211; 1998, 2002, 2016, 2017 und 2020 -, die alle durch den Anstieg der Meerestemperaturen infolge der globalen Erw\u00e4rmung verursacht wurden. Im Jahr 2020 erreichten die Wassertemperaturen den h\u00f6chsten Stand seit Beginn der instrumentellen Aufzeichnungen im Jahr 1900. (2020 Marine Heatwave on the Great Barrier Reef, Australische Regierung, Bureau of Meteorology, 2020)<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;Eine Untersuchung von 1.036 Riffen im Great Barrier Reef (GBR) in den letzten beiden M\u00e4rzwochen (2020) hat das gr\u00f6\u00dfte Bleichereignis seit Beginn der Aufzeichnungen ergeben.&#8220;<\/strong> (Theresa Machemer, The Great Barrier Reef Is now Facing Most Widespread Bleaching Event Yet, Smithsonian Magazine 9. 4.2020)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das war vor nur zwei Jahren. Dies zeigt, dass die Zeitabst\u00e4nde zwischen den Bleichereignissen immer k\u00fcrzer werden. In einer k\u00fcrzlich (2022) ver\u00f6ffentlichten Studie, die von Experten der Coral Reef Watch Unit der US National Oceanic and Atmospheric Administration verfasst wurde, hei\u00dft es au\u00dferdem:<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;Das Great Barrier Reef wurde im November und Dezember (2021) erneut von einer rekordverd\u00e4chtigen Hitzeperiode heimgesucht.&#8220;<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Das Great Barrier Reef, eines der gro\u00dfen ikonischen \u00d6kosysteme des Planeten, das von der internationalen Raumstation aus leicht zu erkennen ist, hat sich in der Vergangenheit als widerstandsf\u00e4hig erwiesen, aber wie viel kann es noch aushalten?<\/p>\n<p>Eine k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrte umfassende Studie \u00fcber die Ozeane in ihrer Gesamtheit von 1870 bis 2021 hat ergeben:<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;57 % der globalen Ozeanoberfl\u00e4che verzeichnete extreme Hitze&#8230; F\u00fcr den globalen Ozean war 2014 das erste Jahr, in dem die 50 %-Schwelle f\u00fcr extreme Hitze \u00fcberschritten wurde.&#8220;<\/strong> (Tanaka, KR und Van Houtan, KS, The Recent Normalization of Historical Marine Heat, PLOS Climate, 1.2.2022).<\/p><\/blockquote>\n<p>Die statistische Angabe, dass 57 % der globalen Meeresoberfl\u00e4che von &#8222;extremer Hitze&#8220; betroffen sind, ist kaum zu fassen. Sie ist beunruhigend weitreichend und gibt Anlass zur Sorge um das gesamte Ozeansystem. &#8222;Was kann getan werden?&#8220; ist die Frage des Jahrhunderts, und wer wird es tun? Die bekannte Ursache ist ein \u00dcberma\u00df an Emissionen von Autos, Z\u00fcgen und Flugzeugen sowie von K\u00fchen und der Industrie, die die Atmosph\u00e4re mit einer w\u00e4rmespeichernden Decke aus Treibhausgasen f\u00fcllen.<\/p>\n<p>In einer Studie \u00fcber 20 Jahre wird beschrieben, wie Wissenschaftler ein ausgepr\u00e4gtes Muster darin entdecken, wie an Str\u00e4nden auf der ganzen Welt Segelquallen (Velella) angeschwemmt werden und dort sterben. Die Zahl der toten Quallen geht in die Billionen, und die Ursache war eine wiederkehrende Hitzewelle im Meer. (Timothy Jones, et al, Long-term Patterns of Mass Stranding of the Colonial Cnidarian Velella: Influence of environment forcing, Marine Ecology Progress Report, School of Aquatic and Fishery Sciences, University of Washington, 18.3.2021).<\/p>\n<p>All dies geschieht bei globalen Gesamttemperaturen, die nach Angaben der <a href=\"https:\/\/public.wmo.int\/en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weltorganisation f\u00fcr Meteorologie<\/a> nur 1,2 \u00b0C \u00fcber dem vorindustriellen Wert liegen, aber sind es wirklich nur 1,2 \u00b0C mehr? Das h\u00e4ngt davon ab, welches Datum f\u00fcr die Basislinie verwendet wird, die im Laufe der Zeit nach oben verschoben wurde. Vielleicht sind 1,2 \u00b0C also zu niedrig f\u00fcr eine realistische Basislinie.<\/p>\n<p>Nach der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 schlug der IPCC vor, unter 1,5 \u00b0C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu bleiben, um gr\u00f6\u00dfere St\u00f6rungen des Klimasystems zu vermeiden, die zum Zusammenbruch von \u00d6kosystemen f\u00fchren k\u00f6nnen. Das Versagen von \u00d6kosystemen ist jedoch bereits bei 1,2 \u00b0C zu beobachten.<\/p>\n<p>Es bleibt eine offene Frage, wann und wie sich die Regierungen der Welt zusammenschlie\u00dfen werden, um die Treibhausgasemissionen zu stabilisieren oder so weit zu senken, dass das Leben in den Meeren &#8211; wenn es \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist &#8211; weitergehen kann, ja, dass alles Leben weitergehen kann.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass vor weniger als einem Jahr mehr als eine Milliarde Meerestiere durch eine Hitzewelle vor der K\u00fcste von British Columbia get\u00f6tet wurden, ist ein gigantischer Weckruf! Aber wenn eine Milliarde Tote nicht ausreicht, um die Regierenden wachzur\u00fctteln, was braucht es dann noch, zwei oder drei Milliarden oder wie viele mehr?<\/p>\n<p>Obwohl, bei dem Tempo, in dem die Dinge laufen, wird der Welt bald das Leben in den Meeren ausgehen, so dass es vielleicht gar keine Rolle mehr spielt.<\/p>\n<p>Vorausgesetzt, dass es keine gr\u00f6\u00dferen radikalen (ja, radikalen) Ver\u00e4nderungen in der Sozio\u00f6konomie (Abkehr vom Neoliberalismus) geben wird, die von einer wirklich m\u00e4chtigen Umweltpolitik der f\u00fchrenden Nationen der Welt begleitet werden, glauben einige Wissenschaftler, dass den Ozeanen nur noch drei Jahrzehnte bleiben. Sayonara!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><i>\u00dcbersetzung aus dem Englischen von Margit Staltmayr vom ehrenamtlichen Pressenza-\u00dcbersetzungsteam erstellt. <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir suchen Freiwillige!<\/a><\/i><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Weltmeere befinden sich in einem gef\u00e4hrlichen Umbruch, der sich in letzter Zeit in vielen wissenschaftlichen Studien widerspiegelt. 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