{"id":1500319,"date":"2022-01-09T17:03:12","date_gmt":"2022-01-09T17:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1500319"},"modified":"2022-01-08T17:04:28","modified_gmt":"2022-01-08T17:04:28","slug":"wie-wir-aus-der-krise-herauskommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/","title":{"rendered":"Wie wir aus der Krise herauskommen"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\">\n<p class=\"author-meta\"><strong>Das Wirtschaftswachstum diktiert die Politik. Doch die Risiken von noch mehr Schulden, Geldschwemme und Null-Zinsen nehmen zu.<\/strong><\/p>\n<p><em>Urs P. Gasche f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/wachstum\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/\">Online-Zeitung\u00a0<\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entry-content clearfix\">\n<p>Die Wirtschaft der westlichen Industriestaaten hat w\u00e4hrend der Aufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg lange gut funktioniert. Doch jetzt f\u00e4hrt sie mit voller Wucht in eine Sackgasse. Selbst dreizehn Jahre nach der Schuldenkrise von 2008 verschulden sich Staaten, Unternehmen, Finanzkonzerne sowie Privathaushalte blindlings weiter. Vergeblich versuchten Regierungen und Notenbanken, das Wachstum der Wirtschaft wieder anzukurbeln, indem sie deregulierten, Steuern f\u00fcr Unternehmen senkten und Subventionen verteilten.<\/p>\n<p>Doch damit sind sie kl\u00e4glich gescheitert. Die Hoffnung, den Schuldenberg dank starkem Wachstum wieder abzubauen, hat sich als Wunschdenken entpuppt. Denn das erreichte Wachstum war nur m\u00f6glich zum Preis einer noch h\u00f6heren Verschuldung.<\/p>\n<p>Aus schierer Hilfslosigkeit \u00fcberfluten Notenbanken die Wirtschaft schon seit Jahren mit billigem Geld. Sie nehmen in Kauf, dass das Vertrauen in den Wert des Geldes schwinden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wer reich genug ist, fl\u00fcchtet sich seit einiger Zeit in Sachwerte wie Land, Immobilien, Gold oder Kunst. Oder er beteiligt sich mit Aktien an Unternehmen.<\/p>\n<p>Das ist ein wesentlicher Grund, weshalb sich die Kluft zwischen der breiten Bev\u00f6lkerung und den Superreichen weiter stark \u00f6ffnet.<\/p>\n<div class=\"wp-block-infosperber-box is-style-yellow\">\n<p>Siehe<br \/>\n1. Teil: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/kapitalmarkt\/notenbanken-machen-reiche-zu-superreichen-und-enteignen-sparer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abNotenbanken machen Reiche zu Superreichen\u00a0\u00a0und enteignen Sparer\u00bb<\/a><br \/>\n2. Teil: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/kapitalmarkt\/zusaetzliche-umverteilung-und-enteignung-durch-inflation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abZus\u00e4tzliche Umverteilung und Enteignung durch Inflation\u00bb<\/a><\/p>\n<p><strong>Arbeitspl\u00e4tze und Renten ohne BIP-Wachstum<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p>Fast niemand fragt, wie eine Wirtschaftspolitik aussieht, die nicht mehr alles dem Wirtschaftswachstum unterordnet: Wie kann man den Schuldenberg auf ein vern\u00fcnftiges Mass abbauen, ohne dass das Bruttoinlandprodukt (BIP) w\u00e4chst? Wie kann man die Renten ohne BIP-Wachstum sichern und wie gen\u00fcgend Erwerbsarbeit?<\/p>\n<p>Mit einer Volkswirtschaft ohne wachsendes BIP haben sich die wenigsten \u00d6konomen je befasst. Das r\u00e4cht sich jetzt. Denn trotz aller Anstrengungen nahm das BIP der westlichen Industriestaaten in der OECD seit \u00fcber zwanzig Jahren nur noch auf Pump zu. Allein die Staatsverschuldung ist in den meisten OECD-L\u00e4ndern st\u00e4rker gewachsen als das BIP.\u00a0Dazu kommt die gestiegene Verschuldung von Unternehmen und Privaten sowie die gestiegene Verschuldung des Finanzsektors (Banken, Blackrock, Vanguard, Hedge Funds etc.).<\/p>\n<p>Das sollten auch Wachstumsgl\u00e4ubige zur Kenntnis nehmen, die bestreiten, dass es drei Planeten wie die Erde brauchte, wenn alle Einwohner Afrikas, Indiens und Chinas ebenso viele Ressourcen konsumieren w\u00fcrden wie die Menschen in den Industriestaaten.<\/p>\n<p><strong>Wenn Bankguthaben nicht mehr sicher sind<\/strong><\/p>\n<p>An den zunehmend unstabilen Verh\u00e4ltnissen tr\u00e4gt die Finanzwirtschaft die Hauptschuld. Statt wie fr\u00fcher der Realwirtschaft zu dienen, ist die Finanzwirtschaft mit Unterst\u00fctzung der Notenbanken in den letzten 25 Jahren zu einem gigantischen Wett-Casino verkommen. Die allermeisten Finanztransaktionen dienen nicht mehr den produzierenden Unternehmen, sondern sind reine Wettgesch\u00e4fte in Billionenh\u00f6he, die h\u00e4ufig in Bruchteilen einer Sekunde abgewickelt werden.<\/p>\n<p>Die hohen unberechenbaren Risiken der Wettgesch\u00e4fte auf Pump tragen die reale Wirtschaft und die Inhaber von Spar- und Zahlungskonten. Zwar sind in der Schweiz angeblich 100\u2019000 Franken pro Bank garantiert, jedoch lediglich bis maximal zu einer addierten Summe von 6 Milliarden Franken \u2013 bei einer Gesamtsumme an Guthaben von rund 800 Milliarden Franken!<\/p>\n<p>Aus Angst, eines Tages k\u00f6nnten zu viele Leute ihre Guthaben bei den Banken abziehen, wird bereits diskutiert, ob man den Bezug von Bargeld und die Zahlungsm\u00f6glichkeiten mit Bargeld einschr\u00e4nken soll. Sogar vom Abschaffen des Bargelds ist die Rede. Allein das Gerede dar\u00fcber ist ein Alarmzeichen.<\/p>\n<p><strong>Machtkonzentration und verzerrte Preise<\/strong><\/p>\n<p>Erschwert wird eine Umkehr der Politik durch milliardenschwere Fusionen und \u00dcbernahmen, welche die Konzentration und damit eine Machtballung sowohl in der produzierenden Wirtschaft wie auch im Finanzsektor stark beschleunigen. Internationale Megakonzerne und deren Lobbys k\u00f6nnen nationale Regierungen und Parlamente enorm unter Druck setzen.<\/p>\n<p>Die nationalen Gesetzgeber schaffen es nicht mehr, die zu einflussreich gewordenen Konzerne marktgerecht zu regulieren, beispielsweise<\/p>\n<ul>\n<li>das Privileg des \u00abtoo big to fail\u00bb zu beseitigen;<\/li>\n<li>die weltweiten, ausgedehnten Steuervermeidungspraxen wirksam zu unterbinden;<\/li>\n<li>bei Umweltsch\u00e4den und Risiken das Verursacherprinzip durchzusetzen;<\/li>\n<li>Subventionen abzubauen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Statt Effizienz hohe sozialisierte Kosten<\/strong><\/p>\n<p>Von direkten Subventionen in Billionenh\u00f6he profitiert ausgerechnet der klimarelevante Flug-, Schiffs- und Schwerverkehr. Nicht einmal f\u00fcr seine massiven Umweltbelastungen muss der Verkehr aufkommen.<\/p>\n<p>Die Folgen der viel zu tiefen Transportpreise sind gravierend: Der deregulierte Welthandel verteilt die Produktionsst\u00e4tten und die Erwerbsarbeit an volkswirtschaftlich falsche Standorte. Aus diesem Grund bringt die internationale Arbeitsteilung nicht die erhofften Vorteile, sondern beschert hohe sozialisierte Kosten.<\/p>\n<p><strong>Dauerangst um Arbeitspl\u00e4tze und Renten<\/strong><\/p>\n<p>Trotz st\u00e4ndigem Streben nach BIP-Wachstum herrscht in den reichsten Staaten der Erde Dauerangst um Arbeitspl\u00e4tze und Renten. Weil fast alle Industriestaaten die Finanzierung der Renten vom Wirtschaftswachstum und von hohen Anlagerenditen abh\u00e4ngig machten, ist deren langfristige Finanzierung gef\u00e4hrdet. Als Ausweg will man die Renten senken und erst ab einem h\u00f6heren Alter auszahlen.<\/p>\n<p>Arbeitslose und Ausgesteuerte vertr\u00f6stet man seit Jahren auf eine Zeit mit mehr Wachstum.<\/p>\n<ul>\n<li>Konzernverantwortliche erh\u00f6hen die (Arbeits-)Produktivit\u00e4t ihrer Betriebe fortw\u00e4hrend. Ihr Ziel ist es,\u00a0f\u00fcr einen gegebenen Output mit <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/konzerne\/konzerne-tun-alles-um-arbeitsplaetze-abzuschaffen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">m\u00f6glichst wenigen Arbeitskr\u00e4ften<\/a> auszukommen.<\/li>\n<li>Es wird davor gewarnt, dass die IT-Revolution eine grosse Zahl von Arbeitspl\u00e4tzen zum Verschwinden bringe.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wirtschaftslobbys und Regierende <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/arbeit\/unsinnige-angstmacherei-mit-arbeitslosen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">sch\u00fcren die Angst<\/a> vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und n\u00fctzen diese Angst bei Tarifverhandlungen und bei Volksabstimmungen politisch aus.<\/p>\n<p><strong>Das \u00fcbergeordnete, aber verdr\u00e4ngte Problem<\/strong><\/p>\n<p>Doch Schlagzeilen \u00fcber den Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen und \u00fcber gef\u00e4hrdete Renten, \u00fcber Mega-Fusionen, Quartalsabschl\u00fcsse, Negativzinsen, B\u00f6rsenkurse und Handelsabkommen lenken alle von einem \u00fcbergeordneten Problem ab: Die heutige Generation in reichen L\u00e4ndern lebt wie keine andere zuvor auf Kosten k\u00fcnftiger Generationen. Wenn alle Menschen so leben w\u00fcrden, brauchte es drei oder vier Planeten wie die Erde. Zudem \u00fcberl\u00e4sst die heutige Generation ihren Nachkommen einen gigantischen Schuldenberg, strahlenden Atomm\u00fcll, mit Kunststoffabf\u00e4llen belastete und \u00fcberfischte Meere, die Folgen einer beschleunigten Klimaerw\u00e4rmung, verseuchte B\u00f6den und eine dezimierten Tier- und Pflanzenwelt. Und sie hat einen Grossteil an Rohstoffen der Erde, die <em>g\u00fcnstig<\/em> abbau- oder f\u00f6rderbar waren, verbraucht.<\/p>\n<div class=\"wp-block-infosperber-box\">\n<blockquote><p><strong>Blockierter Ausweg mit h\u00f6heren Zinsen<\/strong><\/p>\n<p>Die bisherige Politik birgt hohe Risiken: Die Schuldenberge der meisten westlichen Industriestaaten sind so hoch und die Abh\u00e4ngigkeit von tiefen Zinss\u00e4tzen so gross, dass man sie nicht mehr wie fr\u00fcher mit einer hohen Inflation entwerten und abtragen kann (<em>siehe 2.Teil: \u00abZus\u00e4tzliche Umverteilung und Enteignung durch Inflation\u00bb<\/em>). Bereits Zinss\u00e4tze, die in kurzer Zeit um einen oder zwei Prozentpunkte steigen, f\u00fchren in den USA, Frankreich, Italien oder Deutschland zu einer Zinslast, die manche stark verschuldete Unternehmen, Finanzkonzerne und Staaten nicht mehr tragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zudem w\u00fcrde der B\u00f6rsenwert der bestehenden Nullzins-Obligationen bei einem h\u00f6heren Zinsniveau stark sinken. Grossbanken, Versicherungen oder Pensionskassen, welche solche Obligationen in ihren Best\u00e4nden haben, m\u00fcssten den Wert der Obligationen in ihren B\u00fcchern herabsetzen und k\u00e4men rasch in die Bredouille.<\/p>\n<p>Auch viele Haus- und Wohnungsbesitzer k\u00f6nnten ihre Hypothekarzinsen nicht mehr zahlen und m\u00fcssten verkaufen. Die wahrscheinliche Folge w\u00e4ren grosse, <em>unorganisierte<\/em> Schuldenschnitte und Abschreiber.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re weniger schmerzhaft gewesen, nach Ausbruch der Finanzkrise \u00fcberschuldete Banken abzuwickeln statt mit Steuergeldern zu \u00abretten\u00bb. Noch heute w\u00e4re es der risiko\u00e4rmere Weg, einen Grossteil der Schulden <em>organisiert und koordiniert<\/em> abzuschreiben. Doch das ist \u00abpolitisch nicht machbar\u00bb und deshalb tabu.<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<p><strong>Das \u00abpolitisch Machbare\u00bb reicht nicht<\/strong><\/p>\n<p>Offensichtlich braucht es einen radikalen Kurswechsel. Doch die Macht und der Einfluss der Konzerne, die auf kurzfristige Gewinnmaximierung aus sind, verhindern politische Mehrheiten f\u00fcr einen Kurswechsel. Die Politik beschr\u00e4nkt sich fast immer auf das, was sie \u2013 im Hinblick auf Wahlen und Volksabstimmungen \u2013 f\u00fcr \u00abpolitisch machbar\u00bb h\u00e4lt. Am \u00fcbergeordneten Ziel wird deshalb nicht ger\u00fcttelt: Die Wirtschaft \u2013 gemessen am Bruttoinlandprodukt BIP \u2013 soll endlich wieder m\u00f6glichst stark wachsen. Diesem Ziel ordnet die Politik von rechts bis links fast alles unter: Die Steuer-, Sozial-, Arbeitsmarkt- und Umweltpolitik. Die Handels- und Wirtschaftspolitik sowieso.<\/p>\n<p>Abstimmende B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sollen sich bitte nach dem ausrichten, was mehr Wirtschaftswachstum bringt und den Unternehmen im internationalen \u00abWettbewerb\u00bb mehr Vorteile verschafft.<\/p>\n<p>Auf <em>diese Fragen<\/em> k\u00f6nnte allerdings ein Gremium von Experten die besseren Antworten geben als die Stimmb\u00fcrgerinnen und Stimmb\u00fcrger.<\/p>\n<p><strong>Die drei eigentlichen Ziele des Wirtschaftens<\/strong><\/p>\n<p><em>Geordnete<\/em> Schuldenerlasse w\u00e4ren ein erster wichtiger Schritt aus der gef\u00e4hrlichen Sackgasse. Als zweiten Schritt m\u00fcssten sich Wirtschaft und Politik vom Zwang zum Wirtschaftswachstum befreien. Sie d\u00fcrften nicht weiter versuchen, den Konsum und das Wachstum mit der Brechstange anzukurbeln. Wenn das BIP trotzdem w\u00e4chst, umso besser. Wenn das BIP sinkt, macht es nichts, weil eine enkeltaugliche Zukunft und unser Gl\u00fcck nicht davon abh\u00e4ngen, ob wir in den n\u00e4chsten Jahren insgesamt noch mehr Geld zum Konsumieren, Wegwerfen und Verschwenden zur Verf\u00fcgung haben oder nicht. Auch ohne BIP-Wachstum ist <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/wachstum\/ohne-wachstum-kein-fortschritt-schwachsinn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fortschritt m\u00f6glich<\/a>.<\/p>\n<p>Die Politik kann sich dann wieder auf die drei eigentlichen Ziele des Wirtschaftens besinnen:<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li>Die Wirtschaft soll die materiellen Bed\u00fcrfnisse der Menschen befriedigen, und zwar mit m\u00f6glichst wenig Rohstoffen, Energie und Erwerbsarbeit. Bleibt zu wenig Erwerbsarbeit, sind die verbleibenden n\u00f6tigen Arbeitsstunden mit Anreizen besser zu verteilen.<\/li>\n<li>Das Wirtschaften soll verhindern, dass Menschen in materielle und soziale Not geraten. Alle sollen ein Einkommen erhalten, das ihnen erlaubt, \u00fcber dem Existenzminimum zu leben.<\/li>\n<li>Das Wirtschaften soll helfen, die allgemeine Lebensqualit\u00e4t zu verbessern: Mitsprache und Mitbestimmung erlauben, gute Bedingungen an den Arbeitspl\u00e4tzen schaffen, Luft, Gew\u00e4sser und B\u00f6den m\u00f6glichst wenig belasten; L\u00e4rm und andere Immissionen m\u00f6glichst vermeiden; das Landschaftsbild intakt halten; enkeltauglich produzieren, d.h. nicht auf Kosten der nachfolgenden Generationen.<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Eine Exit-Strategie, die politisch nicht machbar ist<\/strong><\/p>\n<p>Es ist Aufgabe der Politik, die Spielregeln des Marktes so festzulegen, dass das private und \u00f6ffentliche Wirtschaften diese drei Ziele erreichen. Das bedeutet eine Abkehr von vermeintlichen Wachstumsanreizen wie Subventionen, Steuererleichterungen, Lockerungen von Sozial- und Umweltauflagen. Es braucht strukturelle Reformen, die ein Expertengremium erarbeiten muss.<\/p>\n<p>Hier einige konkrete Massnahmen, die verschiedene Seiten bereits vorgeschlagen haben:<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><strong>Die Leistung des Wirtschaftens nicht mehr am Wachstum des Bruttoinlandprodukts BIP messen:<br \/>\n<\/strong>Die <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/wachstum\/grobfahrlaessige-taeuschung-mit-hohen-risiken\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Leistung des Wirtschaftens<\/a> muss daran gemessen werden, ob die materiellen Bed\u00fcrfnisse mit weniger Energie, Rohstoffen und Umweltbelastung befriedigt wurden \u2013 und in den reichen L\u00e4ndern nicht mehr daran, ob noch mehr konsumiert und verschwendet werden konnte. Den Schuldenberg mit Wachstum abzutragen, hat sich <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/kapitalmarkt\/notenbanken-machen-reiche-zu-superreichen-und-enteignen-sparer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">als Illusion erwiesen<\/a>. Es braucht gerordnete Schuldenschnitte.<\/li>\n<li><strong>Andere Wertung in den Medien<\/strong><br \/>\nMedien verbreiten es nicht mehr <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/wachstum\/badefreuden-ein-horrorszenario-der-schweizer-tagesschau\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">als Hiobsbotschaften<\/a>, wenn <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/schweiz\/das-unheimliche-wachstum-des-schweizer-luftverkehrs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">weniger geflogen<\/a> und herumgereist wird, oder wenn Kreuzfahrten storniert werden, oder wenn der Fleischabsatz zur\u00fcckgeht. Sie reden nicht mehr von \u00abschlechter Konsumentenstimmung\u00bb, wenn weniger konsumiert wird.<br \/>\nNachrichtensendungen k\u00f6nnten w\u00f6chentlich oder monatlich folgende \u00abInzidenz\u00bb-Zahlen ver\u00f6ffentlichen: Weltweite Zu-\/Abnahme des CO2-Ausstosses; Abnahme des Gletschereises in der Antarktis; Zu-\/Abnahme Heiz\u00f6l- und Benzinverbrauch national; Zu-\/Abnahme Abf\u00e4lle national; Zunahme Plastikabf\u00e4lle im Meer; Zu-\/Abnahme der Fischbest\u00e4nde in den Meeren; Neu-Abholzung von Urwald; Zunahme Atomm\u00fcll; Zu-\/Abnahme weltweiter \u00f6ffentlicher und privater Verschuldung; Weltweite Zu-\/Abnahme der Unterern\u00e4hrten; Weltweite Zu-\/Abnahme von MigrantInnen etc.<\/li>\n<li><strong>Kostenwahrheit und Verursacherprinzip:<\/strong><br \/>\nWettbewerb ist nur fair und n\u00fctzlich, wenn die Unternehmen m\u00f6glichst keine Kosten mehr sozialisieren, d.h. auf die Allgemeinheit abw\u00e4lzen k\u00f6nnen. Ein regelrechter Kosten-Sozialismus herrscht in erster Linie bei Energietr\u00e4gern wie Erd\u00f6l, Kohle und Kernkraft, im Verkehr sowie in der Landwirtschaft. Die <a href=\"https:\/\/www.eesi.org\/papers\/view\/fact-sheet-proposals-to-reduce-fossil-fuel-subsidies-2021\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Subventionen fossiler Energietr\u00e4ger<\/a> sind schrittweise, aber konsequent abzubauen.\u00a0Ebenso die <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/schweiz\/subventionen-fuer-proviande-droht-die-schlachtbank\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Subventionen f\u00fcr den Absatz von Fleisch<\/a>.<br \/>\nHeute oder in Zukunft anfallende Kosten und Risiken, die bei der Produktion entstehen, sind in Rechnung zu stellen, oder es ist eine Haftpflichtdeckung zu verlangen, wie sie jede Autofahrerin und jeder Autofahrer ebenfalls abschliessen muss.<\/li>\n<li><strong>Kostenpflicht f\u00fcr den Gebrauch von nicht erneuerbaren G\u00fctern der Natur:\u00a0<\/strong><br \/>\nNicht erneuerbare G\u00fcter der Natur m\u00fcssen einen Preis erhalten, der mit der zunehmenden Verknappung steigt.<\/li>\n<li><strong>Vermeidung von Arbeitslosigkeit:\u00a0<\/strong><br \/>\nWenn die Bed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung mit weniger Erwerbsarbeit befriedigt werden k\u00f6nnen, ist dies zu begr\u00fcssen. Es ist falsch, einen angeblich \u00abzu schwachen\u00bb Konsum mit finanziellen Anreizen und mit verf\u00fchrerischer Werbung anzuheizen. \u2013 Um die verbleibende Erwerbsarbeit besser aufzuteilen, braucht es finanzielle Anreize. In Zeiten drohender Arbeitslosigkeit sind Arbeitgebende, welche die Arbeit auf mehrere Erwerbswillige verteilen, finanziell zu entlasten. Denn Arbeitslosigkeit ist die schlechteste Form von Teilzeitarbeit.<\/li>\n<li><strong>Die Macht von Grosskonzernen einschr\u00e4nken, damit der Staat unabh\u00e4ngig regulieren kann:<\/strong><br \/>\nDas Wettbewerbsrecht ist zu versch\u00e4rfen, so dass Monopolstellungen und Kartellabsprachen auch dann verboten sind, wenn sie angeblich einen gesellschaftlichen Nutzen bringen. Fusionen sind zu verbieten, wenn auf Teilm\u00e4rkten marktbeherrschende Stellungen entstehen.<br \/>\nWhistleblower werden gesch\u00fctzt, auch wenn sie sich an die Medien wenden.<br \/>\nUnternehmen und deren Verb\u00e4nde k\u00f6nnen ihre Interessen weiterhin im Rahmen von Vernehmlassungen einbringen. Sie d\u00fcrfen aber keine Zahlungen mehr leisten an Parteien, Wahlen und Abstimmungen.<br \/>\n[Siehe: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/dossier\/die-macht-der-konzerne\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Macht der Konzerne<\/a>]<\/li>\n<li><strong>Keine Grossbank und kein Konzern darf \u00abtoo big to fail\u00bb sein:\u00a0<\/strong><br \/>\nDie grossen Risiken einer Pleite d\u00fcrfen nicht mehr die Steuerzahlenden tragen. Bis das ungewichtete Eigenkapital von Grossbanken 25 Prozent der Bilanzsumme (inklusive Staatsanleihen) erreicht, d\u00fcrfen sie keine Dividenden auszahlen. Denn solange Banken ein Zehn- oder Zwanzigfaches an Krediten schaffen k\u00f6nnen, als sie Geld haben, bleibt das Bankensystem instabil und eine Gefahr f\u00fcr die Realwirtschaft. F\u00fcr Privateinlagen bis zu 100\u2019000 CHF pro Bank ist eine unbegrenzte staatliche Garantie zu gew\u00e4hren.<br \/>\n[Siehe: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/konzerne\/grossbanken-sind-staerker-subventioniert-als-die-landwirtschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Grossbanken sind st\u00e4rker subventioniert als die Landwirtschaft<\/a>]<\/li>\n<li><strong>Schattenbanken wie Hedge Funds, die heute weitgehend unreguliert sind, muss man unter anderem so regulieren, dass Banken die Eigenkapital-Vorschriften nicht umgehen k\u00f6nnen:<\/strong><br \/>\n\u00dcber <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/kapitalmarkt\/schattenbanken-wachsen-den-aufsichtsbehoerden-ueber-den-kopf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schattenbanken<\/a> laufen rund ein Viertel aller weltweiten Finanztransaktionen. Die Verschiebung von Risiken in die Schattenbanken sei \u00abdie gr\u00f6sste Gefahr f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t\u00bb, warnte Goldman-Sachs-Vizepr\u00e4sident Gary Cohn.<\/li>\n<li><strong>Kreditausfallversicherungen, sogenannte CDS, sind nur noch zuzulassen, wenn tats\u00e4chlich ein vorhandener Kredit versichert wird:<\/strong><br \/>\nReine Wettgesch\u00e4fte, welche \u00fcber 90 Prozent des CDS-Handels ausmachen, sind zu verbieten.<br \/>\nDas risikoreiche Investmentbanking ist zu unabh\u00e4ngigen juristischen Personen zu verlagern.<br \/>\nDer Eigenhandel, also B\u00f6rsenspekulationen der Banken auf eigene Rechnung, ist zu verbieten.<br \/>\n[Siehe: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/kapitalmarkt\/allein-die-cs-50980000000000-dollar-derivate\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Allein die CS: 50\u2019980\u2019000\u2019000\u2019000 Dollar Derivate<\/a>]<\/li>\n<li><strong>Keine F\u00f6rderung des Schuldenmachens:\u00a0<\/strong><br \/>\nUnternehmen und Private sollen Schuldzinsen bei den Steuern nicht mehr in Abzug bringen k\u00f6nnen, wie es in Schweden schon seit Ende der 80er Jahre der Fall ist.<\/li>\n<li><strong>Eine radikale Steuerreform:<\/strong><br \/>\nDas schrittweise Einf\u00fchren einer Mikrosteuer ist eine einfache und wirkungsvolle Kurs\u00e4nderung, welche der Verm\u00f6gensverwalter Felix Bolliger vorschl\u00e4gt\u00a0<a href=\"http:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesellschaft\/Steuerwettbewerb-Schlupflocher-Mikrosteuer-Zahlungsverkehr\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>(Infosperber vom 18.2.2016)<\/em><\/a>\u00a0und die der Z\u00fcrcher Finanzprofessor Marc Chesney unterst\u00fctzt.<br \/>\nVorgesehen ist eine Mikrosteuer von bis zu 2 Promille <em>auf allen elektronischen Geldtransaktionen<\/em>, zum Beispiel 1 Promille je Belastung und Gutschrift. Mit den Einnahmen kann man die viel h\u00f6here und b\u00fcrokratische Mehrwertsteuer ersetzen. Auch kommende L\u00fccken in der AHV und Kosten der Klimapolitik w\u00e4ren damit leicht zu finanzieren.<br \/>\nEine Volksinitiative, welche eine Mikrosteuer einf\u00fchren wollte, scheiterte vorl\u00e4ufig, weil sie im Corona-Jahr 2021 zu wenig Unterschriften erhielt.<\/li>\n<li><strong>Transparenz als eine Voraussetzung demokratischer Mitsprache:<\/strong><br \/>\nDas \u00d6ffentlichkeitsgesetz ist nach dem Vorbild des \u00abFreedom of Information Act\u00bb in den USA zu erweitern.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00abPolitisch nicht machbar\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten dieser und anderer zweckm\u00e4ssiger Massnahmen scheinen \u00abpolitisch nicht machbar\u00bb zu sein. Es finden sich daf\u00fcr keine politischen Mehrheiten, weil der Einfluss des Finanzsektors und der grossen Konzerne zu gross ist. Das wirft die Frage auf, ob die traditionellen demokratischen Institutionen noch in der Lage sind, n\u00f6tige Weichenstellungen rechtzeitig in die Wege zu leiten.\u00a0Die Geschichte lehrt, dass gr\u00f6ssere Kurskorrekturen meistens aus Krisen hervorgehen. Allerdings sollten sich weitsichtige \u00d6konomen und Politiker schon heute damit befassen, wie eine Zukunft ohne Schuldenkrisen, ohne \u00f6kologische und soziale Ausbeutung, ohne eine Machtanballung bei internationalen Konzernen sowie, last but not least, ohne Wachstumszwang gestaltet werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wirtschaftswachstum diktiert die Politik. Doch die Risiken von noch mehr Schulden, Geldschwemme und Null-Zinsen nehmen zu. Urs P. Gasche f\u00fcr die Online-Zeitung\u00a0 Die Wirtschaft der westlichen Industriestaaten hat w\u00e4hrend der Aufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg lange gut funktioniert. Doch&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1855,"featured_media":1500322,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9165,9158],"tags":[76507,98226,31314,21500],"class_list":["post-1500319","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-vielfalt","category-wirtschaft","tag-bip","tag-schulden","tag-steuern","tag-wirtschaftswachstum"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wie wir aus der Krise herauskommen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Das Wirtschaftswachstum diktiert die Politik. Doch die Risiken von noch mehr Schulden, Geldschwemme und Null-Zinsen nehmen zu. Urs P. Gasche f\u00fcr die\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Wie wir aus der Krise herauskommen\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Das Wirtschaftswachstum diktiert die Politik. Doch die Risiken von noch mehr Schulden, Geldschwemme und Null-Zinsen nehmen zu. Urs P. Gasche f\u00fcr die\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2022-01-09T17:03:12+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/E52215F2-F66A-4ED2-B2E2-ADAACF341D09.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1920\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1022\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"INFOsperber\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"INFOsperber\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"13\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/\"},\"author\":{\"name\":\"INFOsperber\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/77735f6583e3041b31ebc7b93a284357\"},\"headline\":\"Wie wir aus der Krise herauskommen\",\"datePublished\":\"2022-01-09T17:03:12+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/\"},\"wordCount\":2577,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/E52215F2-F66A-4ED2-B2E2-ADAACF341D09.png\",\"keywords\":[\"BIP\",\"Schulden\",\"Steuern\",\"Wirtschaftswachstum\"],\"articleSection\":[\"Vielfalt\",\"Wirtschaft\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/\",\"name\":\"Wie wir aus der Krise herauskommen\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/E52215F2-F66A-4ED2-B2E2-ADAACF341D09.png\",\"datePublished\":\"2022-01-09T17:03:12+00:00\",\"description\":\"Das Wirtschaftswachstum diktiert die Politik. Doch die Risiken von noch mehr Schulden, Geldschwemme und Null-Zinsen nehmen zu. Urs P. Gasche f\u00fcr die\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/E52215F2-F66A-4ED2-B2E2-ADAACF341D09.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/E52215F2-F66A-4ED2-B2E2-ADAACF341D09.png\",\"width\":1920,\"height\":1022},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Wie wir aus der Krise herauskommen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"name\":\"Pressenza\",\"description\":\"International Press Agency\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\",\"name\":\"Pressenza\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Pressenza\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\",\"https:\/\/x.com\/PressenzaIPA\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/77735f6583e3041b31ebc7b93a284357\",\"name\":\"INFOsperber\",\"description\":\"Infosperber.ch - sieht, was andere \u00fcbersehen Die Schweizer Internet-Zeitung richtet sich an Entscheidungstr\u00e4ger in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sowie alle, die erg\u00e4nzende Informationen zu den grossen Medien suchen. Infosperber will die grossen Informations-Medien nicht konkurrenzieren, sondern diese erg\u00e4nzen. \u00a9 Das Weiterverbreiten s\u00e4mtlicher auf dem gemeinn\u00fctzigen Portal www.infosperber.ch enthaltenen Texte ist ohne Kostenfolge erlaubt, sofern die Texte integral ohne K\u00fcrzung und mit Quellenangaben (Autor und \u00abInfosperber\u00bb) verbreitet werden. Bei einer Online-Nutzung ist die Quellenangabe m\u00f6glichst schon am Anfang des Artikels mit einem Link auf infosperber.ch zu versehen. F\u00fcr das Verbreiten von gek\u00fcrzten oder abge\u00e4nderten Texten ist das schriftliche Einverst\u00e4ndnis der AutorInnen erforderlich.\",\"sameAs\":[\"https:\/\/www.infosperber.ch\/\"],\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/infosperber\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Wie wir aus der Krise herauskommen","description":"Das Wirtschaftswachstum diktiert die Politik. Doch die Risiken von noch mehr Schulden, Geldschwemme und Null-Zinsen nehmen zu. Urs P. Gasche f\u00fcr die","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Wie wir aus der Krise herauskommen","og_description":"Das Wirtschaftswachstum diktiert die Politik. Doch die Risiken von noch mehr Schulden, Geldschwemme und Null-Zinsen nehmen zu. Urs P. Gasche f\u00fcr die","og_url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/","og_site_name":"Pressenza","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","article_published_time":"2022-01-09T17:03:12+00:00","og_image":[{"width":1920,"height":1022,"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/E52215F2-F66A-4ED2-B2E2-ADAACF341D09.png","type":"image\/png"}],"author":"INFOsperber","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@PressenzaIPA","twitter_site":"@PressenzaIPA","twitter_misc":{"Verfasst von":"INFOsperber","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"13\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/"},"author":{"name":"INFOsperber","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/77735f6583e3041b31ebc7b93a284357"},"headline":"Wie wir aus der Krise herauskommen","datePublished":"2022-01-09T17:03:12+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/"},"wordCount":2577,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/E52215F2-F66A-4ED2-B2E2-ADAACF341D09.png","keywords":["BIP","Schulden","Steuern","Wirtschaftswachstum"],"articleSection":["Vielfalt","Wirtschaft"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/","name":"Wie wir aus der Krise herauskommen","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/E52215F2-F66A-4ED2-B2E2-ADAACF341D09.png","datePublished":"2022-01-09T17:03:12+00:00","description":"Das Wirtschaftswachstum diktiert die Politik. Doch die Risiken von noch mehr Schulden, Geldschwemme und Null-Zinsen nehmen zu. Urs P. Gasche f\u00fcr die","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/E52215F2-F66A-4ED2-B2E2-ADAACF341D09.png","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/E52215F2-F66A-4ED2-B2E2-ADAACF341D09.png","width":1920,"height":1022},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2022\/01\/wie-wir-aus-der-krise-herauskommen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Wie wir aus der Krise herauskommen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","name":"Pressenza","description":"International Press Agency","publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization","name":"Pressenza","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Pressenza"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","https:\/\/x.com\/PressenzaIPA"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/77735f6583e3041b31ebc7b93a284357","name":"INFOsperber","description":"Infosperber.ch - sieht, was andere \u00fcbersehen Die Schweizer Internet-Zeitung richtet sich an Entscheidungstr\u00e4ger in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sowie alle, die erg\u00e4nzende Informationen zu den grossen Medien suchen. Infosperber will die grossen Informations-Medien nicht konkurrenzieren, sondern diese erg\u00e4nzen. \u00a9 Das Weiterverbreiten s\u00e4mtlicher auf dem gemeinn\u00fctzigen Portal www.infosperber.ch enthaltenen Texte ist ohne Kostenfolge erlaubt, sofern die Texte integral ohne K\u00fcrzung und mit Quellenangaben (Autor und \u00abInfosperber\u00bb) verbreitet werden. Bei einer Online-Nutzung ist die Quellenangabe m\u00f6glichst schon am Anfang des Artikels mit einem Link auf infosperber.ch zu versehen. F\u00fcr das Verbreiten von gek\u00fcrzten oder abge\u00e4nderten Texten ist das schriftliche Einverst\u00e4ndnis der AutorInnen erforderlich.","sameAs":["https:\/\/www.infosperber.ch\/"],"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/infosperber\/"}]}},"place":"","original_article_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1500319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1855"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1500319"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1500319\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1500322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1500319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1500319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1500319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}