{"id":1489129,"date":"2021-12-15T14:55:50","date_gmt":"2021-12-15T14:55:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1489129"},"modified":"2023-06-11T15:55:04","modified_gmt":"2023-06-11T14:55:04","slug":"eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/12\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/","title":{"rendered":"Eine gemeinsame Zukunft \u2013 f\u00fcr uns alle"},"content":{"rendered":"<h3>Die Antwort auf den Neoliberalismus ist eine Gemeinwohl-\u00d6konomie \u2013 allein sie kann die Voraussetzungen f\u00fcr eine gelingende Zukunft der Gesellschaft schaffen.<\/h3>\n<p>Zwei Themen beherrschen aktuell die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen: die drohende Klimakatastrophe und Corona. Gemeinsam haben sie, dass fast immer die Frage nach den notwendigen wirtschaftlichen Konsequenzen zur Abwendung bzw. Beherrschung dieser beiden Bedrohungen im Mittelpunkt steht.<a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftn1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Dabei setzen mich als ehemaligen Bankvorstand, also Praktiker der Real- und Finanzwirtschaft, aber auch Theoretiker, n\u00e4mlich als autodidaktischen Gemeinwohl-\u00d6konom, die Vorschl\u00e4ge der Mehrheit der Eliten in Politik und \u00d6konomie oftmals in Erstaunen. Zwar werden einige Ideen, die tats\u00e4chlich zielf\u00fchrende Aspekte zur \u00dcberwindung dieser Krisen enthalten, diskutiert \u2013 so zum Beispiel der \u00a0&#8222;Green New Deal\u201c oder die Corona-Notfallprogramme der EZB. Dann aber folgt allzu oft der R\u00fcckfall in die intellektuell eingeschr\u00e4nkte neoliberale Wirtschaftsideologie, verbunden mit einem Verst\u00e4ndnisdefizit der Staatsfinanzierung. Seit Jahrzehnten kann jeder Nicht-Dogmatiker die \u201e\u00c4ngste\u201c neoliberaler Akteure vor einem wirtschaftlich und fiskalisch konsequent lenkenden Staat als gesellschaftssch\u00e4digende Ideologie beobachten.<\/p>\n<p>Deshalb ist es f\u00fcr eine gelingende Zukunft der Gesellschaft unerl\u00e4sslich, sich mit neuen \u00f6konomischen Modellen unvoreingenommen auseinanderzusetzen und die besten Wege zur \u00dcberwindung der existenziellen Krisen der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik zu finden.<\/p>\n<p>Vorweg: Ich unterst\u00fctze dabei die Idee der \u201eGemeinwohl-\u00d6konomie (GW\u00d6)\u201c, weil ich diesen umfassenden \u00d6konomie- und Gesellschaftsentwurf als eine evolution\u00e4re Fortschreibung einer demokratischen Wirtschaftsordnung sehe. Der aktuell neoliberal ausgerichtete Kapitalismus hat sich in wichtigen Teilbereichen als antidemokratisch entlarvt, der sowohl den freien Wettbewerb des Marktes im Zweifel zu Gunsten einer kleinen Gesellschaftsschicht wie in der Finanzkrise au\u00dfer Kraft setzt als auch unter \u201eFreiheit\u201c meist das Recht der St\u00e4rkeren versteht.<\/p>\n<p>Betrachtet man die letzten Jahrzehnte der Wirtschaftsentwicklung gesamtgesellschaftlich, wird ein vielf\u00e4ltiges Versagen des auf der neoklassischen \u00d6konomielehre beruhenden Neoliberalismus erkennbar. Geradezu paradox ist, dass sich die Idee eines \u201eMarkt-Radikalismus\u201c mehrheitlich durchsetzen konnte \u2013 also eines sich selbst regulierenden Marktes ohne Staatseingriffe, der aus stets umfassend informierten Marktakteuren besteht und wie von einer \u201eunsichtbaren Hand\u201c gesteuert immer das beste Marktergebnis erzielen soll.<\/p>\n<p>Ebenso erstaunlich ist, dass das neoliberale \u201eGlaubensbekenntnis\u201c der Nichtexistenz einer Gesellschaft (Margret Thatcher) zu Gunsten des absoluten Vorrangs der egoistischen Durchsetzung von Eigeninteressen, ein simples und gleichzeitig die Gemeinschaft zerst\u00f6rendes Dogma, nicht sofort als Irrweg erkannt und mehrheitlich abgelehnt wurde.<\/p>\n<p>Selbst das einstmals positiv besetzte Wort \u201eReform\u201c entwickelte sich f\u00fcr die untere H\u00e4lfte der Gesellschaft zu einer gef\u00fcrchteten \u201eAnk\u00fcndigung\u201c.\u00a0<a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/populismus-am-ende\/das-kommende-jahrzehnt-des-populismus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sebastian M\u00fcller beschrieb die neue Bedeutung zutreffend<\/a>: \u201eReform bedeutet heute Liberalisierung, hei\u00dft Privatisierung, hei\u00dft \u2013 im Klartext \u2013 Enteignung der Allgemeinheit!\u201c Grunds\u00e4tzlich kann ein neoliberal deregulierter Markt, in dem der Hauptakteur einer demokratisch verfassten Marktwirtschaft, also der Staat als Vertreter des Volkes, fast keine Rolle spielen soll, keine echte Marktwirtschaft sein.<\/p>\n<p>Der \u201eneoliberale Markt\u201c ist letztlich ein Konstrukt zur F\u00f6rderung der Starken zu Lasten der Schwachen. Insofern ist die Kritik der wachsenden Ungleichheit in Einkommen und Verm\u00f6gen keine Neiddebatte, sondern stellt die Gerechtigkeitsfrage in den Mittelpunkt und dient damit der Zukunftssicherung aller. Zukunftssicherung deshalb, weil uns die Geschichte lehrt, dass die obsz\u00f6nen Realit\u00e4ten weltweiter Ungleichverteilung nicht ewig ignoriert werden k\u00f6nnen, ohne in zerst\u00f6rerischen Revolutionen zu enden.<\/p>\n<p>Die vorgenannten Beschreibungen der neoliberalen Ideologie ergeben zwingend die Aufgabe zu deren \u00dcberwindung. Dies erfordert ein Bewusstsein der Erfordernisse: eine Transformation unserer Lebensweise und einen Wertewandel. Der \u00f6kologische Umbau muss ins Zentrum der Investitionst\u00e4tigkeit sowie unseres Denkens und Handelns r\u00fccken. Ohne diesen \u00f6kologischen Umbau wird es keine \u00f6kosoziale Moderne geben und damit auch keine gelingende Zukunft unserer Gesellschaft. Die Umsetzung dieser Forderungen bietet das Modell der \u201eGemeinwohl-\u00d6konomie (GW\u00d6)\u201c.<\/p>\n<h3>Gemeinwohl-\u00d6konomie: Der Weg ist das Ziel<\/h3>\n<p>Die Gemeinwohl-\u00d6konomie ist ein umfassendes Wirtschaftsmodell, basierend auf den Ideen des \u00f6sterreichischen Philologen und Publizisten Christian Felber, gemeinsam entwickelt mit 15 Unternehmerinnen und Unternehmern. Eine umfassende Darstellung bietet Felbers Hauptwerk \u201eGemeinwohl-\u00d6konomie\u201c<a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftn2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Es erschien in zw\u00f6lf Sprachen, die englische Version enth\u00e4lt ein Vorwort von \u00d6konomie-Preistr\u00e4ger Erik Maskin.<\/p>\n<p>Die GW\u00d6 versteht sich als Wegbereiterin f\u00fcr gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen in Richtung eines kooperativen Miteinanders im Rahmen ethischen Wirtschaftens.\u00a0<a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/fehlschuesse-und-querschlaeger\/viel-gefuehl-wenig-fakten-ueber-die-kritik-an-der-postwachstumstheorie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Daniel Deimling hat die GW\u00d6 ebenfalls als wichtiges Modell f\u00fcr eine neue Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung beschrieben<\/a>. F\u00fcr mich als in Bayern lebender B\u00fcrger war es erfreulich, dass er auch Artikel der Bayerischen Verfassung zu einer gemeinwohlorientierten Wirtschaft aufzeigte. Diese Landesverfassung ist durch eine Volksabstimmung (01.12.1946) legitimiert und enth\u00e4lt Gemeinwohl-Vorgaben, die man als Gr\u00fcndungsauftrag f\u00fcr die GW\u00d6-Bewegung bewerten kann. Dabei besticht die klare Ansage im Artikel 151 (1) zum Zweck wirtschaftlichen Handelns:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie gesamte wirtschaftliche T\u00e4tigkeit dient dem Gemeinwohl, insbesondere der Gew\u00e4hrleistung eines menschenw\u00fcrdigen Daseins f\u00fcr\u00a0<strong>alle<\/strong>\u00a0und der allm\u00e4hlichen Erh\u00f6hung der Lebenshaltung\u00a0<strong>aller<\/strong>\u00a0Volksschichten.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Vorgabe an unser Wirtschaftssystem wird in weiteren Verfassungsartikeln verdeutlicht. Vor dem Hintergrund der aktuellen wahnwitzigen Bodenspekulationen findet man im Artikel 161, Absatz 2 ein Highlight:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSteigerungen des Bodenwertes, die ohne Arbeits-\u00a0 oder Kapitalaufwand des Eigent\u00fcmers entstehen, sind f\u00fcr die Allgemeinheit nutzbar zu machen\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Besser k\u00f6nnen es die Handb\u00fccher der GW\u00d6 nicht ausdr\u00fccken. Allerdings bricht Bundesrecht Landesrecht. Zwar enth\u00e4lt auch Artikel 14 unseres deutschen Grundgesetzes einen Gemeinwohl-Auftrag, n\u00e4mlich \u201eEigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich der Allgemeinheit dienen\u201c, aber die gemeinwohlorientierte Klarheit des bayerischen Verfassungsauftrags wird damit nicht ann\u00e4hernd erreicht.<\/p>\n<p>Umso mehr ist es angesichts der gesellschaftlichen Verwerfungen durch den neoliberal ausgerichteten Kapitalismus notwendig, ein Wirtschaftsmodell zu entwerfen, das im Sinne einer echten Marktwirtschaft dem Wohle aller dient. Diesen erforderlichen Umbau zeigen die Grunds\u00e4tze der GW\u00d6 transparent und unmissverst\u00e4ndlich auf:<\/p>\n<ul>\n<li>Privateigentum, Gemeinschaftseigentum, Gesellschaftseigentum und Naturnutzungsrechte koexistieren ma\u00dfvoll.<\/li>\n<li>Unternehmen werden ab einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe am weiteren Wachstum gehindert.<\/li>\n<li>Handelsr\u00e4ume werden durch gemeinsame Arbeits-, Sozial-, Steuer-, Umwelt-, Transparenz- und Antikorruptionsstandards gesch\u00fctzt.<\/li>\n<li>Soziale Sicherungssysteme sch\u00fctzen vor Absturz und Ausgrenzung.<\/li>\n<li>\u00d6ffentliche G\u00fcter erg\u00e4nzen die privaten.<\/li>\n<li>Die Startchancen sind durch ein \u00f6ffentliches Bildungs- und Gesundheitssystem sowie die Beschr\u00e4nkung des Erbrechts gleichm\u00e4\u00dfig verteilt.<\/li>\n<li>Die Ungleichheit bei Einkommen und Verm\u00f6gen wird begrenzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Doch eine Gemeinwohl-\u00d6konomie ersch\u00f6pft sich darin nicht. Seit dem weltweiten Ph\u00e4nomen der \u201eFridays for Future\u201c-Bewegung ist einer Mehrheit quer durch alle gesellschaftlichen Schichten klar geworden, dass wir vor allem einen \u00f6kologischen Umbau unserer \u00d6konomie als \u00dcberlebenschance unserer Zivilisation ben\u00f6tigen. Der \u00f6kologische Umbau muss ins Zentrum der Investitionst\u00e4tigkeit, des Denkens und Handelns r\u00fccken. Das ist die wichtigste Herausforderung beim Aufbau neuer Produktionsweisen.<\/p>\n<p>Diese Forderung ist auch ein zentraler Punkt in der von der GW\u00d6-Bewegung konzipierten \u201e<a href=\"https:\/\/web.ecogood.org\/de\/gemeinwohl-bilanz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gemeinwohl-Bilanz (GWB)<\/a>\u201c, die beispielsweise von Unternehmen \u2013 neben der Finanzbilanz \u2013 als auditierter Nachweis einer am Gemeinwohl ausgerichteten Gesamtstrategie zu erstellen ist. Die \u201eWerteachse\u201c der\u00a0<a href=\"https:\/\/web.ecogood.org\/de\/unsere-arbeit\/gemeinwohl-bilanz\/gemeinwohl-matrix\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gemeinwohl-Matrix<\/a>\u00a0wird mit den Ber\u00fchrungsgruppen des Unternehmens wie Miteigent\u00fcmer, Mitarbeitende, Lieferketten, Kunden oder dem gesellschaftlichen Umfeld verkn\u00fcpft. Sie setzt nicht nur \u201eMenschenw\u00fcrde \u2013 Solidarit\u00e4t &amp; Gerechtigkeit \u2013 Transparenz &amp; Mitentscheidung\u201c als Ma\u00dfstab, sondern auch den aktuell keineswegs umgesetzten Wert f\u00fcr eine gelingende Zukunft: \u201e\u00d6kologische Nachhaltigkeit\u201c.<\/p>\n<p>Die Gemeinwohl-Matrix ist ein Modell zur Organisationsentwicklung und Bewertung von unternehmerischen als auch gemeinn\u00fctzigen T\u00e4tigkeiten. Sie beschreibt 20 Gemeinwohl-Themen inhaltlich und gibt Anleitungen zur Bewertung nach Gemeinwohl-Ma\u00dfst\u00e4ben. Die Gemeinwohl-Matrix ist die Basis f\u00fcr die Erstellung eines Gemeinwohl-Berichts, einer umfassenden Dokumentation der Gemeinwohl-Orientierung eines Unternehmens oder einer Organisation. Als Grundlage f\u00fcr die Erstellung der GWB dienen gezielt aufgebaute Handb\u00fccher. Das erreichte Ergebnis wird in Punkten ausgedr\u00fcckt, wobei maximal 1000 Punkte zu erzielen sind. Die Dokumentation der Zielerreichung in Punkten ist sinnvoll und wichtig, um zum Beispiel den Fortschritt der Gemeinwohlaktivit\u00e4ten im Unternehmen wie bei einer Finanzbilanz in Zahlen zu sehen. Der wichtigste Grundsatz ist jedoch: Der Weg ist das Ziel.<\/p>\n<h3>Tr\u00e4umerei oder Vision einer echten Marktwirtschaft?<\/h3>\n<p>Ist die GW\u00d6-Bewegung eine Tr\u00e4umerei oder die Vision einer echten Marktwirtschaft auf dem Weg in eine gute Zukunft?<\/p>\n<p>Ziel der GW\u00d6-Bewegung ist die demokratische Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft. Die GW\u00d6 ist nicht nur eine soziale, sondern auch eine \u00f6kologische, humane, solidarische und demokratische, also kurz ausgedr\u00fcckt, eine vollethische Marktwirtschaft. Au\u00dferdem entsteht durch die Gemeinwohl-\u00d6konomie eine wirklich liberale Marktwirtschaft, in der Bedeutung, dass alle Menschen die gleichen Rechte, Chancen und Freiheiten genie\u00dfen sollen.<\/p>\n<p>Wenig \u00fcberraschend versuchen die Profiteure des neoliberalen Systems die GW\u00d6 zu bremsen und zu verunglimpfen. Es fehlt auch nicht der Griff \u201ein die Kiste der Angstkampagnen des letzten Jahrhunderts\u201c, indem vor der GW\u00d6 als \u201ekommunistische Lehre\u201c gewarnt wird.<\/p>\n<p>Wie l\u00e4cherlich solche aus der Zeit gefallenen Kampagnen sind, wird deutlich, wenn man sich zwei Unternehmen mit einer auditierten Gemeinwohlbilanz anschaut. Beide sind \u00fcbrigens sogenannte Pionier-Unternehmen, da sie sich seit Beginn, also dem Jahr 2011, f\u00fcr die Gemeinwohl-\u00d6konomie und die Erstellung einer GWB entschieden haben.<\/p>\n<p>Als erstes eine der gr\u00f6\u00dften Genossenschaftsbanken Deutschlands, n\u00e4mlich die Sparda-Bank M\u00fcnchen eG. Trotz Gemeinwohlausrichtung, oder gerade darum, verzeichnete die Sparda-Bank M\u00fcnchen eG einen kontinuierlich angemessenen gesch\u00e4ftlichen Erfolg und j\u00e4hrlich rund 10.000 neue Mitglieder. Nach einem Befragungsergebnis war die Strategie der Umsetzung der Gemeinwohl-\u00d6konomie sogar f\u00fcr 20 bis 25 Prozent der j\u00e4hrlichen Neumitglieder der Hauptgrund f\u00fcr einen Wechsel zur Sparda-Bank M\u00fcnchen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sparda-m.de\/gemeinwohl-oekonomie-wirtschaft-der-zukunft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nach dem letzten Gemeinwohlbericht der Bank<\/a>\u00a0erzielte das Unternehmen in der GWB von 1000 m\u00f6glichen Punkten einen Wert von 602. Der Vorstandsvorsitzende, Helmut Lind, stellte bereits 2015 in einem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.fch-gruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/BP_11_2015_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag in \u201eBankpraktiker\u201c<\/a>\u00a0unmissverst\u00e4ndlich fest:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIm Endergebnis ist es erst einmal sekund\u00e4r, wie viele Punkte ein Unternehmen erreicht. Es geht nicht um Punktesammeln, sondern darum, im Unternehmen authentische Ver\u00e4nderungsprozesse anzusto\u00dfen und Denkweisen zu ver\u00e4ndern.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Dass eine Unternehmensstrategie als Gemeinwohlunternehmen im aktuellen Wirtschaftssystem finanzielle Nachteile tragen muss, ist immer noch Tatsache. Auch dazu hat sich Lind im Kundenjournal der Bank ge\u00e4u\u00dfert:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eHier stelle ich klar und deutlich fest: Gemeinwohl-\u00d6konomie bedeutet nicht kostenlos oder \u201abillig sein\u2018. Nein, eine Ausrichtung an der Gemeinwohl-\u00d6konomie bedeutet, die drei wichtigsten Fragen f\u00fcr eine gute Zukunft der Gesellschaft bei jedem Handeln zu beachten und zu hinterfragen: Dient es den Menschen? &#8211; Dient es der Umwelt? &#8211; Dient es dem Frieden? Die Beachtung dieser elementaren Fragen ist sicherlich aktuell in einigen Bereichen kostenintensiver als die r\u00fccksichtslose und langfristig zerst\u00f6rerische Handlungsweise einer an der Gewinnmaximierung ausgerichteten Gesch\u00e4ftspolitik.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Aber auch mittelst\u00e4ndische Familienunternehmen engagieren sich f\u00fcr einen wirtschaftspolitischen Wechsel hin zu einer Gemeinwohl-\u00d6konomie. Ein Beispiel ist das Familien-Unternehmen Vaude, ein Unternehmen f\u00fcr Outdoorprodukte mit in Deutschland rund 500 Besch\u00e4ftigten und weltweit vernetzten Lieferketten. Vaude-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Antje von Dewitz ist ebenfalls eine \u201eGW\u00d6-Pionierin\u201c. In einem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.forbes.at\/artikel\/die-zukunft-liegt-in-der-gemeinwohloekonomie.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Forbes<\/a>\u00a0schreibt sie zum aktuellen Wirtschaftssystem:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDas wirft die Frage auf, wie gut die gesetzlichen Regelungen unseres Wirtschaftssystems zu den Werten unserer Verfassung passen. F\u00fcr uns steht fest: Es braucht eine Weiterentwicklung der Gesetzgebung. Ein wertvoller L\u00f6sungsansatz ist die Gemeinwohl-\u00d6konomie (GW\u00d6) \u2013 sie ist eine Vision f\u00fcr ein langfristig stabiles und faires Wirtschaftssystem, in dem Menschenrechte und Umwelt geachtet werden.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Aber ist die GW\u00d6 nur \u201eSpielwiese\u201c f\u00fcr eine Handvoll idealistischer Unternehmer? Oder hat sich aus dieser kleinen Zahl von Idealisten eine gesamtgesellschaftliche Bewegung entwickelt?<\/p>\n<p>Schaut man auf die Entwicklung der Zahlen seit dem Start von 15 Unternehmen im Jahr 2011, dann kann man die zweite Frage mit einem eindeutigen Ja beantworten. Aktuell umfasst die GW\u00d6 weltweit 11.000 Unterst\u00fctzer, 5000 Aktive in 200 Regionalgruppen, etwa 800 bilanzierende Unternehmen und andere Organisationen, 200 Hochschulen weltweit und \u00fcber 60 Gemeinden und St\u00e4dte, die die Vision der GW\u00d6 verbreiten, umsetzen und weiterentwickeln.<\/p>\n<p>In Deutschland war es 2019 das bayerische Kirchansch\u00f6ring, das als erste Gemeinde in Deutschland\u00a0<a href=\"https:\/\/zukunftskommunen.de\/kommunen\/kirchanschoering\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eine auditierte Gemeinwohlbilanz pr\u00e4sentierte<\/a>. Inzwischen sind diese \u201eTreiber der Bewegung\u201c auch in Nord-, Mittel- und S\u00fcdamerika sowie seit 2019 \u00a0in Afrika aktiv. Seit 2018 gibt es den Internationalen GW\u00d6-Verband mit Sitz in Hamburg.<a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftn3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Auch die Wissenschaft besch\u00e4ftigt sich immer mehr mit der GW\u00d6.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/europa\/spanien-region-valencia-fuehrt-gemeinwohl-oekonomie-ein\/19699002.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2017 wurde an der Universit\u00e4t Valencia ein GW\u00d6-Lehrstuhl eingerichtet<\/a>. In einer wissenschaftlichen\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nachhaltigkeitsallianz.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/SDG_KMU_Leitfaden_Okt2018.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie f\u00fcr \u201eKleine und mittlere Unternehmen \u2013 KMU\u201c<\/a>\u00a0von 2018 bescheinigt die Universit\u00e4t Bremen hinsichtlich des Nachweises der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals (SDGs)):<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer Ansatz der Gemeinwohlbilanz entspricht aus unserer Sicht dabei einem hohen Ambitionsniveau in der Umsetzung der SDGs\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses Gesamturteil hat nur die Gemeinwohl-Bilanz erreicht. Auch die internationale Wissenschaft setzt sich mittlerweile mit dem GW\u00d6-Konzept auseinander. So machte etwa die in Oxford und Cambridge lehrende britische Wirtschaftswissenschaftlerin Kate Raworth mit ihrem\u00a0<a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/mit-einem-donut-die-welt-retten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ansatz der \u201eDonut-\u00d6konomie\u201c<\/a>\u00a0Schlagzeilen, der die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft fordert.<\/p>\n<p>Eine Rolle spielt die GW\u00d6 auch im von Ernst Ulrich von Weizs\u00e4cker und Anders Wijkmann zusammen mit 33 weiteren Mitgliedern zum 50-j\u00e4hrigen Bestehen des Club of Rome erstellten Buch \u201eWir sind dran \u2013 Was wir \u00e4ndern m\u00fcssen, wenn wir bleiben wollen\u201c<a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftn4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>.<\/p>\n<p>Und was tut sich in der Politik? Auch hier kommt man immer weniger an den st\u00e4rker werdenden Bestrebungen vorbei, das neoliberale Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell durch eine am Gemeinwohl ausgerichtete \u00d6konomie zu \u00fcberwinden. 2015 beschloss der \u201eEurop\u00e4ische Wirtschafts- und Sozialausschuss\u201c einen Initiativantrag mit 86 Prozent Mehrheit, mit dem Ziel, das GW\u00d6-Modell im Rahmen der EU-Richtlinien als Grundlage f\u00fcr die nichtfinanzielle Berichterstattung der Unternehmen in\u00a0 die Rechtsrahmen zu integrieren. In Deutschland wurde die GW\u00d6 in\u00a0 Koalitionsvertr\u00e4ge und Regierungsprogramme der L\u00e4nder Baden-W\u00fcrttemberg, Hessen und Bremen als zu unterst\u00fctzende Form des Wirtschaftens aufgenommen. Und bei der kleinen, aber in Bayern auf Gemeinde- und Landkreisebene etablierten Partei \u201e\u00d6DP\u201c ist die GW\u00d6 bereits ein Teil des Parteiprogramms.<\/p>\n<h3>Schwarze Null bremst GW\u00d6 aus<\/h3>\n<p>F\u00fcr Finanzmarkt-Insider wurde in den letzten Jahren aber deutlich, dass die von der GW\u00d6 geforderte \u00f6kologische Umstellung der Wirtschaftsweise und die gemeinwohlzentrierte Neuorientierung als \u201e\u00dcberlebenskonzept\u201c in der mehrheitlich immer noch nicht verstandenen Funktionsweise der modernen Geldsystems ihre Grenzen findet. Vor allem das Festhalten an der \u201eschwarzen Null-Politik\u201c und das Nichtverstehen des Zusammenhangs von Staatsverschuldung und Geldverm\u00f6gensbildung der Privatsektoren einer Volkswirtschaft sind das gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr die rasche Umsetzung der GW\u00d6.<\/p>\n<p>Dabei bieten nicht nur zahlreiche MAKROSKOP-Beitr\u00e4ge bestes Lehrmaterial, sondern auch die Publikationen der \u201eModern Monetary Theory (MMT)\u201c. Dirk Ehnts, in Deutschland der bekannteste Vertreter der MMT, hat mit \u201eGeld und Kredit\u201c<a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftn5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>\u00a0ein Buch zur Funktionsweise des Geldsystems verfasst, in dem die Gesamtzusammenh\u00e4nge empirisch nachvollziehbar aufgezeigt werden.<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr Informationsarbeit zur Gemeinwohl-\u00d6konomie ist ein Taschenbuch<a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftn6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>, f\u00fcr das als Haupt-Autor Gunther Moll, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universit\u00e4tsklinikum Erlangen, zeichnet. Seine Erlebnisse mit den psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen, die nach seiner Expertise in einer gemeinwohlorientierten Gesellschaft in zahlreichen F\u00e4llen vermieden werden k\u00f6nnten, brachten ihn auf die Idee f\u00fcr eine Geschichte einer gelingenden Zukunft in einer sozialen und \u00f6kologischen Gesellschaft, einer \u201eVorstufe zum Paradies f\u00fcr uns alle\u201c. Erstellt wurde eine Zukunftsvision in Erz\u00e4hlform bis ins Jahr 2050 von einem Dreier-Team, neben Gunther Moll, von der Journalistin und jungen Mutter Sarah Benecke, die sich als kritisch-hinterfragende Medienschaffende vor allem in der Sozial- und Gesellschaftspolitik engagierte, sowie von mir als Finanzmarktinsider und Gemeinwohl-\u00d6konom. Unser gemeinsames Ziel war kein weiteres \u201eWissenschaftswerk\u201c, sondern in einem Taschenbuch einen f\u00fcr alle verst\u00e4ndlichen Beitrag zu den M\u00f6glichkeiten unserer Gesellschaft aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Dass die Chancen f\u00fcr die Umsetzung \u00a0der Gemeinwohl-\u00d6konomie aktuell steigen, zeigt sich bei politischen Entscheidungen auf europ\u00e4ischer und deutscher Ebene. Das k\u00fcrzlich verabschiedete \u201eLieferkettengesetz\u201c sowie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nachhaltigkeitsrat.de\/aktuelles\/eu-taxonomie-so-steht-es-auf-dem-weg-zur-nachhaltigen-wirtschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die EU-Taxonomie<\/a>, das Regelwerk der EU, das definiert, ob Unternehmen \u00f6kologisch wirtschaften und 2022 in Kraft tritt, entsprechen wichtigen Teilforderungen der Gemeinwohl-Bilanz.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Voraussetzung f\u00fcr eine zeitnahe Umsetzung der GW\u00d6 w\u00e4re jedoch die gesetzliche Vorgabe, dass ab dem Jahr 2026 \u00f6ffentliche Auftr\u00e4ge nur noch an Unternehmen vergeben werden, die auch eine Gemeinwohl-Bilanz vorlegen. Solche politisch genau definierten Zeitrahmen, \u00e4hnlich wie beim Atomkraft- und Kohleausstieg, erzeugen Wettbewerbsfairness und geben den Unternehmen den notwenigen Spielraum f\u00fcr die Umstellung.<\/p>\n<p>Ja, tiefgreifende gesellschaftspolitische \u00c4nderungen beanspruchen politisch mehr Zeit, als man sich w\u00fcnscht. Den Optimismus sollte man deswegen aber nicht verlieren.<\/p>\n<h6>Anmerkung des Autors: Aus Gr\u00fcnden der fl\u00fcssigen Lesbarkeit wurde im gesamten Text grunds\u00e4tzlich die maskuline Form angewandt. Alle Geschlechter sind jedoch gleicherma\u00dfen angesprochen.<\/h6>\n<h6><a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftnref1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> &#8222;Eine gemeinsame Zukunft \u2013 f\u00fcr uns alle&#8220; &#8211; Original-Artikel auf makroskop.eu<\/h6>\n<h6><a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftnref2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u201eGemeinwohl-\u00d6konomie\u201c &#8211; Piper-Verlag, 2018, 6. Auflage<\/h6>\n<h6><a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftnref3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0Umfassende Informationen zu den vorgenannten Entwicklungszahlen sowie \u00fcber die Organisation\u00a0 findet man auf der\u00a0<a href=\"https:\/\/web.ecogood.org\/de\/\">Website der GW\u00d6-Bewegung<\/a>.<\/h6>\n<h6><a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftnref4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0\u201eWir sind dran. Was wir \u00e4ndern m\u00fcssen, wenn wir bleiben wollen\u201c, S. 310 ff &#8211;\u00a0 G\u00fctersloher Verlagshaus 2018<\/h6>\n<h6><a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftnref5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0\u201eGeld und Kredit: eine \u20ac-p\u00e4ische Perspektive\u201c \u2013\u00a0 Metropolis-Verlag, 4. \u00fcberarbeitete Auflage, 2020<\/h6>\n<h6><a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/#_ftnref6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>\u00a0\u201eDie Vorstufe zum Paradies \u2013 f\u00fcr uns alle\u201c \u2013Papeto-Verlag, 2018<\/h6>\n<div class=\"break-words\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>\u00dcber den Autor:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn77.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/G%C3%BCnter-Grzega-Interview.jpg\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/tag\/guenter-grzega\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">G\u00fcnter Grzega<\/a> ist diplomierter Bank- und Verwaltungsbetriebswirt sowie emeritierter Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank M\u00fcnchen eG. Unter seiner F\u00fchrung stieg sie zu einer der gr\u00f6\u00dften Genossenschaftsbanken in Deutschland auf. Von 2010 bis 2015 war er Vorstandsvorsitzender des Instituts f\u00fcr gemeinwohlorientierte Politikberatung in Bonn. Seit 2019 ist er Dozent an der Akademie f\u00fcr Gemeinwohl in Wien. Dar\u00fcber hinaus engagiert er sich in der Global-Marshall-Plan-Initiative, in der Gemeinwohl-\u00d6konomie-Initiative sowie im \u201eSenatsinstitut f\u00fcr gemeinwohlorientierte Politik\u201c (IGP) und ist Mitherausgeber des wirtschaftspolitischen Online-Magazins \u201eMakroskop\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><strong><em>Dieser Artikel erschien erstmals auf <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/spotlight\/die-suche-nach-dem-gemeinwohl\/eine-gemeinsame-zukunft-fuer-uns-alle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MAKROSKOP<\/a>. Wir bedanken uns f\u00fcr die freundliche Genehmigung zur Publikation.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Antwort auf den Neoliberalismus ist eine Gemeinwohl-\u00d6konomie \u2013 allein sie kann die Voraussetzungen f\u00fcr eine gelingende Zukunft der Gesellschaft schaffen. Zwei Themen beherrschen aktuell die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen: die drohende Klimakatastrophe und Corona. 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