{"id":1456257,"date":"2021-10-22T12:36:20","date_gmt":"2021-10-22T11:36:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1456257"},"modified":"2021-10-22T12:36:20","modified_gmt":"2021-10-22T11:36:20","slug":"linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/","title":{"rendered":"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ausgerechnet in der Corona-Krise, in der autorit\u00e4re Herrschaft und Profitwirtschaft deutlich sichtbar werden, scheint die gesellschaftliche Linke nichts Besseres zu tun zu haben, als sich in Grabenk\u00e4mpfen gen\u00fcsslich selbst zu zerlegen und die Kritik an Staat und Kapital der gesellschaftlichen Rechten zu \u00fcberlassen. Die Parole \u201eWir impfen euch alle!\u201c, voller Hass gegen demonstrierende Corona-Ma\u00dfnahmekritiker:innen gebr\u00fcllt, ist f\u00fcr mich zum Symbol dieses Versagens geworden.<\/strong><\/p>\n<p>Im Folgenden versuche ich, zu verstehen und aus feministischer Perspektive einzuordnen, was in dieser Corona-Krise passiert ist und immer noch passiert. Nicht als umfassende Analyse, sondern mit einem subjektiven Blick, vor allem auf Aspekte der Kommunikation. Dabei spreche ich nur f\u00fcr mich und beanspruche keine allgemeing\u00fcltige Definitionsmacht.<\/p>\n<p>Wenn ich Begriffe wie \u201epatriarchal\u201c oder \u201efeministisch\u201c verwende, dann beziehe ich mich damit auf das Patriarchat als hierarchische Form sozialer Organisation. Es ist \u00e4lter als der Kapitalismus, aber die Strukturen der historischen M\u00e4nnerherrschaft bestehen bis heute. Sie sind nicht unbedingt vom biologischen Geschlecht abh\u00e4ngig, Frauenbewegungen haben viele Rechte erk\u00e4mpft, aber auch heute bekleiden \u00fcberdurchschnittlich oft M\u00e4nner machtvolle Positionen, und es sind meist M\u00e4nner, die Gewalt- und Gr\u00e4ueltaten begehen, unter denen Frauen und Transpersonen leiden und gleichzeitig die Verantwortung aufgeladen bekommen, die Folgen auszuputzen. Eine Kanzlerin Merkel macht noch keinen Feminismus, relevanter finde ich den Ansatz der Stadtregierung in Barcelona, wo die Basisbewegung \u201eBarcelona en Com\u00fa\u201c mit der B\u00fcrgermeisterin Ada Colau f\u00fcr eine Feminisierung von Politik angetreten ist.<\/p>\n<h3><strong>Gewalt ist patriarchal<\/strong><\/h3>\n<p>Die Gesellschaft ist nicht freundlicher geworden in diesen pandemischen Zeiten. Eine Mischung aus Angst und Emp\u00f6rung ist das Grundgef\u00fchl, H\u00e4rte und R\u00fccksichtslosigkeit lassen sich von allen Seiten beobachten. Zurecht fragten im Oktober 2020 Vertreterinnen des Kollektivs \u201eFeministischer Lookdown\u201c im Z\u00fcricher Radio LoRa: \u201eWarum waren wir \u2013 Frauen aus der feministischen Bewegung und andere Menschen, die sich links oder kritisch oder feministisch verstehen \u2013 so rasch bereit, die Definition dar\u00fcber, was uns heute geschieht, an m\u00e4nnliche Expertengremien \u2013 und damit auch an den Staat \u2013 abzugeben? [1]<\/p>\n<p>Das Sch\u00fcren von Angst \u2013 der Angst vor dem Ersticken und der Angst davor, diesen qualvollen Tod Angeh\u00f6riger verschuldet zu haben \u2013 war bereits im Fr\u00fchjahr 2020 vom Innenministerium im Strategiepapier \u201eWie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen\u201c erwogen worden, das in Auftrag gegeben wurde, um \u201e\u201aweitere Ma\u00dfnahmen pr\u00e4ventiver und repressiver Natur\u2018 planen zu k\u00f6nnen\u201c, wie die WELT im Februar 2021 berichtete [2]. Eine Strategie des Ministeriums, dessen Minister Horst Seehofer sich an seinem 69. Geburtstag freute, dass 69 Menschen abgeschoben wurden.<\/p>\n<p>Das Online-Spiel \u201eCorona-World\u201c \u2013 \u00f6ffentlich-rechtlich betrieben von ARD und ZDF \u2013 l\u00e4dt ein: \u201eWerde zum Helden der Coronakrise\u201c. Zu \u201eHelden\u201c assoziiere ich: m\u00e4nnlich, kriegerisch und selbstgewiss, weil von h\u00f6heren (eben heldenhaften) Motiven angetrieben. Einzelk\u00e4mpfer (selten K\u00e4mpferinnen), die wissen wo es lang geht. Die nicht fragen, sondern anpacken. Das Spiel hetzt zu Gewalt (wenngleich nur am Computer) auf: \u201eSchl\u00fcpfe in die Rolle einer Krankenschwester, die nach einem harten Arbeitstag einfach nur im Supermarkt einkaufen will. Aber Vorsicht! \u00dcberall lauern Infektionsgefahren. Nimm dich in Acht vor Joggern, Party People, Preppern und hochansteckenden Kindern. Schlage zur\u00fcck, indem du deine Gegner desinfizierst. Hast du das Zeug, um Corona ein f\u00fcr alle Mal zu besiegen?\u201c [3] W\u00e4hrend die Bundesregierung das Virus schnell zum Feind erkl\u00e4rt hatte, gegen den Krieg gef\u00fchrt werden m\u00fcsse \u2013 was von links mit der Ausrottungsfantasie von Zero Covid aufgegriffen wurde \u2013 wird die Seuchenabwehr hier individualisiert.<\/p>\n<p>Aber auch von ma\u00dfnahmekritischer Seite gibt es \u00dcbergriffiges, wenn beispielsweise Captain Future und seine Leute von der Freedom Parade ohne Masken durch einen Supermarkt oder einen Zug tanzen. Unabh\u00e4ngig von der Einsch\u00e4tzung der Sinnhaftigkeit von Masken ist es r\u00fccksichtslos und gewaltt\u00e4tig, in der Corona-Situation andere in Angst und Schrecken zu versetzen und ihnen grenz\u00ad\u00fcberschreitend die eigene K\u00f6rperlichkeit und den eigenen Atem aufzudr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>All dies verstehe ich als Ausdruck patriarchaler Haltungen von Dominanz und Rechthaberei. Auch die vorgeblichen Schutzma\u00dfnahmen verstr\u00f6men nur zu oft den kalten Hauch von Autoritarismus und Ausgrenzung. Am meisten haben mich jedoch die verbalen Gewaltt\u00e4tigkeiten von Linken erschrocken.<\/p>\n<h3><strong>Rechthaben gen\u00fcgt?<\/strong><\/h3>\n<p>H\u00e4tte ich diesen Satz \u201eWir impfen euch alle!\u201c als Demobeobachterin nicht selbst mehrmals geh\u00f6rt, h\u00e4tte ich nicht glauben wollen, dass Antifas eine solche Parole rufen. Sind das die gleichen Leute, die sonst so viel Wert auf Achtsamkeit legen, sich den Kopf zergr\u00fcbeln \u00fcber ihre Privilegien und sich akribisch um eine gewaltfreie und inklusive Sprache bem\u00fchen? Kann diese Konstruktion des \u201ewir\u201c und \u201eihr\u201c nicht ebenso als Othering, als Konstruktion vom \u201eAnderen\u201c, verstanden werden, wie es oft zurecht menschenfeindlichen Ideologien vorgeworfen wird? Mit dieser verbalen Attacke wird anderen abgesprochen, \u00fcberhaupt Gespr\u00e4chspartner:innen, geschweige denn potenziell Verb\u00fcndete zu sein. Da gelten auch keine minimalen Regeln h\u00f6flicher Distanz mehr, wie sie zwischen politischen Gegnern \u00fcblich sein sollten, sondern die anderen werden zu Feinden gemacht, denen gegen\u00fcber keinerlei Respekt mehr erforderlich ist.<\/p>\n<p>Dabei ist der Inhalt dieses Satzes keine Banalit\u00e4t. Egal wie mensch zum Impfen steht, stellt es doch in jedem Fall einen Eingriff dar, eine \u00dcberschreitung der k\u00f6rperlichen Grenze und das Einbringen einer k\u00f6rperfremden Substanz, deren Wirkungsweise zumindest langfristig noch nicht bekannt ist, nicht bekannt sein kann. Auch wenn es nur eine Parole ohne unmittelbare Wirkm\u00e4chtigkeit ist (mittelbar kann sie durchaus auf Debatten um eine Impfpflicht einwirken), wirft sie doch alles, was in der Linken an Gewaltfreiheit und Respekt vor der Integrit\u00e4t einer jeden Person entwickelt wurde, \u00fcber den Haufen. Es waren vor allem Impulse aus der Frauenbewegung, die linke Bewegungen f\u00fcr Grenz\u00fcberschreitungen verbaler und k\u00f6rperlicher Art sensibilisiert haben.<\/p>\n<p>Die Parole \u201eWir impfen euch alle!\u201c scheint einen patriarchalen Rollback zu markieren, der sich in den Umgangsformen auf der linken reflect-Mailingliste [4] spiegelt, wo beispielsweise am 20. Januar 2021 ein:e User:in in autorit\u00e4rem Befehlston schrieb: \u201eLaber mich und andere nicht voll. Lockdown. Maske. Alle Impfen. Abwarten. Punkt.\u201c Solche Antworten f\u00e4ngt sich leicht ein, wer auf Widerspr\u00fcche in den offiziellen Verlautbarungen zu Corona hinweist, gar abweichende wissenschaftliche Meinungen zitiert oder auch nur kritische Fragen stellt. Ganz schnell kommt dann auch der Vorwurf \u201eSchwurbler\u201c. Argumente scheinen nicht mehr n\u00f6tig zu sein, es gen\u00fcgt zu behaupten, Recht zu haben, auch innerhalb linker Bewegungen, nicht nur im Umgang mit denen, die aus unterschiedlichsten Motiven auf Demos von Querdenken oder anderen Ma\u00dfnahmekritiker:innen mitlaufen.<\/p>\n<p>Wobei unter den Demonstrierenden auch Linke sind, aber auch Leute, die bisher nicht auf Demos gegangen sind. Da sind nicht alle so gut informiert, recherchieren nicht permanent, und ihnen vorzuwerfen, dass sie rechte Aussagen oder Nazis nicht gleich erkennen k\u00f6nnen, hat auch einen Beigeschmack von bildungsb\u00fcrgerlicher \u00dcberheblichkeit, abgesehen davon, dass es nicht nur eindeutig rechts oder links einzusortierende Auffassungen gibt, sondern viele Zwischent\u00f6ne.<\/p>\n<h3><strong>Corona als das absolut B\u00f6se<\/strong><\/h3>\n<p>Verbale \u00dcbergriffigkeiten sind nicht neu, haben aber mit Corona zugenommen. Beispielsweise versuchte jemand im April 2021 auf der \u00f6ffentlichen, mittlerweile streng moderierten Attac-Diskussionsmailingliste inmitten erbitterter Streitigkeiten auch Gemeinsamkeiten zu formulieren und schlug vor: \u201e\u00dcbereinstimmung: Leben sch\u00fctzen und anerkennen, dass Corona deutlich gef\u00e4hrlicher ist als eine normale Grippe.\u201c Sogleich bekam er die Antwort: \u201eEs ist ist keine \u00dcbereinstimmung von uns, dass Corona deutlich gef\u00e4hrlicher ist als eine normale Grippe. Das rhetorische Mittel Corona in einem Satz mit normaler Grippe zu setzen, kennst Du und es verharmlost die Situation und zieht indirekt einen Vergleich.\u201c<\/p>\n<p>Diese Unterstellung einer Intention kann schon f\u00fcr sich als verbale Gewalt verstanden werden. Dass Corona nicht mit der Grippe verglichen werden d\u00fcrfe, erinnert an das Argumentationsmuster, der Holocaust w\u00fcrde verharmlost, wenn er mit anderen V\u00f6lkermorden verglichen w\u00fcrde. Schon der Begriff \u201eCoronaleugner\u201c kann Assoziationen zu \u201eHolocaustleugner\u201c wecken. Wer Corona zum absolut Furchtbaren, Unvergleichlichen stilisiert, beansprucht eine nicht kritisierbare Position, schon Nachfragen gelten als Sakrileg. Insofern spiegelt sich in diesem kleinen Beispiel die kommunikative Verh\u00e4rtung, die nicht nur innerhalb linker Diskurse, sondern in der ganzen Gesellschaft pr\u00e4gend geworden ist. Hinzu kommt, dass der Vorschlagende ein einfaches Listenmitglied war, w\u00e4hrend der Antwortende kurz darauf in den KoKreis, das gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gremium von Attac, also in eine nicht ganz machtlose Position gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Linke sich streiten, wissen die Rechten ihre Chance zu nutzen, geben sich mal wieder \u201enicht rechts, nicht links\u201c und bauen an ihren Netzwerken. Insofern sind akribische Antifa-Recherchen und aufkl\u00e4rende \u00d6ffentlichkeitsarbeit wichtig und notwendig, wenn sie \u00fcberpr\u00fcfbare Fakten zusammentragen. Mitunter \u00e4hneln jedoch die Vorw\u00fcrfe, die von linker Seite gegen\u00fcber Ma\u00dfnahmen-Skeptiker:innen ge\u00e4u\u00dfert werden, eher Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlungen als rationaler Kritik.<\/p>\n<h3><strong>Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlungen und linke Kritik<\/strong><\/h3>\n<p>Ingar Solty und Velten Sch\u00e4fer haben Ende 2020 vier Eckpunkte zur Definition von Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlungen benannt [5], die ich im Folgenden kurz (ggf. verk\u00fcrzend) benennen und an ihnen Vorw\u00fcrfe von links gegen Ma\u00dfnahmekritiker:innen spiegeln werde:<\/p>\n<p>Erstens seien \u201eVerschw\u00f6rungstheorien radikal simplifiziert und personalisiert\u201c. Das l\u00e4sst sich \u00fcber linke Kritik ebenso sagen, wenn auf Fragen oder Argumente nicht mehr eingegangen wird, sondern diese pauschal als \u201eGeschwurbel\u201c abgetan werden, und wenn es ausreicht zu behaupten, jemand st\u00fcnde beispielsweise den Querdenkern nahe oder sei bei denen aufgetreten, um sich mit so jemandem nicht mehr inhaltlich auseinanderzusetzen, egal was diese Person \u00e4u\u00dfert, sei sie auch fachlich noch so kompetent.<\/p>\n<p>Zweitens \u201edenken (sie) in Schwarz und Wei\u00df und kennen keine Schattierungen.\u201c Auch dies findet sich in Kritiken von links. Es deutete sich bereits fr\u00fcher bei anderen heiklen politischen Themen an, aber nun, wo die Corona-Diskussionen hoch aufgeladen um existenzielle Fragen von Tod oder Leben gef\u00fchrt werden, scheint die Kultur des vorsichtig fragenden Abw\u00e4gens von Ambivalenzen und Widerspr\u00fcchen g\u00e4nzlich verloren gegangen zu sein. Simplifizierende Parolen suggerieren stattdessen, es g\u00e4be nur noch gut oder b\u00f6se, falsch oder richtig \u2013 vielleicht ein Reflex auf das zunehmende Leben in digitalen Welten, deren Null-Eins-Null-Eins-Struktur sich unbewusst auch ins Denken und F\u00fchlen einschreibt?<\/p>\n<p>Drittens steht in ihnen \u201edas Ergebnis jedweder gesellschaftlichen Debatte a priori fest.\u201c Das ist die klassische Haltung patriarchaler Rechthaberei, die im Grunde aus dem oben bereits Ausgef\u00fchrten folgt.<\/p>\n<p>\u201eUnd viertens gelangen sie stets zu einem apodiktischen Fazit. Sie wehren die Annahme ab, der Missstand sei ver\u00e4nderbar, erst recht innerhalb des gegebenen politischen Systems.\u201c Hier ist die Parallele nicht ganz so einfach zu ziehen. Jedoch sehe ich eine \u00e4hnlich fatalistische Haltung in der Stilisierung von Corona als das absolut B\u00f6se, in der aggressiven Abwehr von Vorschl\u00e4gen zur selbstt\u00e4tigen St\u00e4rkung des Immunsystems und der hilflosen Hoffnung auf die Rettung durch die Impfstoffe der Pharmaindustrie.<\/p>\n<p>F\u00fcr Solty und Sch\u00e4fer ist solches Verschw\u00f6rungsdenken Ausdruck eines politischen Vakuums, \u201edas durch die Schw\u00e4che einer antikapitalistischen Linken entsteht.\u201c Sie warnen: \u201eGanze soziale Felder schon bei Spuren \u201aunreinen\u2018 Denkens abzuschreiben, ist aber nicht nur unpolitisch, sondern zeugt auch von geringem Selbstbewusstsein.\u201c Genau dies tun die Teile der Linken, die mit ihren feindlichen Attacken gegen Andersdenkende denen \u00e4hnlich werde, die sie kritisieren wollen. Wo jedoch Kritik notwendig w\u00e4re, gegen\u00fcber den M\u00e4chtigen in Wirtschaft und Politik, zeigen sie oft eine erstaunliche Unf\u00e4higkeit oder Unwilligkeit. So wird Antifaschismus zur leeren Selbstdarstellung in der neoliberalen Konkurrenz um Aufmerksamkeit, bleibt ideologisch ohne real etwas zu bewirken. Mit Erich Fried l\u00e4sst sich feststellen: \u201eEin Faschist, der nichts ist als ein Faschist, ist ein Faschist. Aber ein Antifaschist, der nichts ist als ein Antifaschist, ist kein Antifaschist!\u201c<\/p>\n<p>Sicher gibt es viele, die sich eher zur\u00fcckziehen, das Corona-Thema meiden, um sich nicht zu zerlegen, wie es in Familien, Freundeskreisen und selbstorganisierten politischen Initiativen und Projekten viel zu oft geschehen ist. So sind vor allem die Lauten zu h\u00f6ren, und vielleicht ist es gar keine Mehrheit der Linken, die sich so aggressiv auff\u00fchrt. Bedachtere Stimmen, die abw\u00e4gen und nach wie vor ein breites Meinungsspektrum respektieren, gibt es ja durchaus auch. Sie sind allerdings viel weniger wahrzunehmen und haben sich vor allem nicht organisiert, um der zunehmenden Feindseligkeit, die letztlich nur den M\u00e4chtigen und den Rechten n\u00fctzt, etwas entgegenzusetzen.<\/p>\n<h3><strong>Respektvoll und gewaltfrei kommunizieren?<\/strong><\/h3>\n<p>Wo sind die kulturellen Errungenschaften respektvoller und gewaltfreier Kommunikation geblieben, die seit vielen Jahren alternative Bewegungen gepr\u00e4gt haben? Ist nicht einer der wichtigsten Grunds\u00e4tze eines gedeihlichen Miteinander, nicht \u00fcber andere, sondern \u00fcber sich selbst zu sprechen \u2013 aus der Erkenntnis heraus, dass es gar nicht m\u00f6glich ist, in andere hineinzuschauen und Aussagen \u00fcber deren Beweggr\u00fcnde zu machen? Beobachtungen des Verhaltens oder der \u00c4u\u00dferungen anderer k\u00f6nnen aus Sicht der Betrachter:in formuliert werden und erm\u00f6glichen ein Gespr\u00e4ch zwischen Subjektivit\u00e4ten. Wer sich jedoch verobjektiviert und Aussagen \u00fcber die Intention einer anderen Person macht, begeht eine Form verbaler Gewalt und Grenz\u00fcberschreitung, denn \u00fcber das eigene Innenleben kann nur jede:r selbst Auskunft geben. Warum nicht einfach nachfragen?<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen solche Selbstausk\u00fcnfte angezweifelt werden, aber das w\u00e4re dann eine Aussage \u00fcber den eigenen Zweifel, und keinesfalls eine Tatsachenfeststellung \u00fcber eine andere Person. Behauptungen \u00fcber andere oder Vorw\u00fcrfe, die Gespr\u00e4chspartner:innen in eine Verteidigungsrolle dr\u00e4ngen, haben in solidarischen Zusammenh\u00e4ngen nichts zu suchen. Konstruktive Kritik stellt die eigene Auffassung neben die Auffassungen anderer, ohne sich \u00fcber diese zu erheben und die eigene Meinung als die einzig richtige darzustellen. Eine kooperative, feministische Haltung \u00e4u\u00dfert sich meines Erachtens im Sowohl-als-Auch, das die M\u00f6glichkeit des eigenen Irrtums mitdenkt, w\u00e4hrend das Entweder-Oder aus der Gef\u00fchls- und Gedankenwelt patriarchal gepr\u00e4gter Konkurrenz entspringt.<\/p>\n<h3><strong>Die heilige Inquisition \u2013 Wissenschaft oder Religion?<\/strong><\/h3>\n<p>Im Umgang mit Corona zeigt sich auch, wie wenig geblieben ist vom Aufbruch der alternativmedizinischen Bewegung der 1970\/80er Jahre, als ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Rolle von \u00c4rzt:innen im Nationalsozialismus auch die einseitige Orientierung auf Pharmaindustrie und Medizintechnik kritisiert wurde. Ganzheitliche Erfahrungs- und Naturheilkunde erg\u00e4nzte die Schulmedizin, und in Selbsthilfegruppen fanden viele zu einem neuen, weniger entfremdeten Umgang mit sich selbst. Solche Erfahrungen von Selbstwirksamkeit waren etwas vollkommen anderes als das, was von neoliberaler Seite als Eigenverantwortung gefordert wird und nur die Kehrseite von entw\u00fcrdigenden Sparprogrammen darstellt.<\/p>\n<p>Heute scheint der Begriff \u201ealternativ\u201c fast zum Schimpfwort geworden zu sein. Alternative Medien gelten als Organe zur Verbreitung von Fake News, und wenn bei Berichten \u00fcber Querdenken-Demos Esoterikerinnen, Hom\u00f6opathen, Anthroposophinnen und Impfskeptiker als Teilnehmende aufgez\u00e4hlt werden, dann schwingt zumindest unausgesprochen mit, es sei doch klar, dass die alle irgendwie verschw\u00f6rungstheoretisch oder rechts seien, mindestens rechtsoffen.<\/p>\n<p>Die Art und Weise, wie manche Linke heute auf Wissenschaftlichkeit beharren, die vermeintlich Eindeutiges festgestellt h\u00e4tte, hat fast schon einen religi\u00f6sen Charakter, denn wissenschaftliche Erkenntnisse sind vielf\u00e4ltig und widerspr\u00fcchlich, ebenso deren Interpretationen durch Expert:innen aus medizinischen und anderen Fachgebieten. Widerspr\u00fcche und kontroverse Diskussionen sind ein N\u00e4hrboden zur Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse, das unterscheidet Wissenschaft von Religion. Wissenschaft ist oft hilfreich, aber sie ist nicht die Wahrheit, sondern interpretierbar und auch manipulierbar, und ihre Erkenntnisse sind nicht unabh\u00e4ngig davon, wer sie finanziert. Wenn diejenigen, die Unbotm\u00e4\u00dfiges \u00e4u\u00dfern, harsch zurechtgewiesen und belehrt werden, dann ist ein Hauch von heiliger Inquisition zu sp\u00fcren. Daf\u00fcr reicht es mitunter schon, auf die Bedeutung des Immunsystems f\u00fcr den Verlauf von Infektionskrankheiten hinzuweisen. Fr\u00fcher wurden naturheilkundige Hexen verbrannt.<\/p>\n<h3><strong>Das Verbindende betonen<\/strong><\/h3>\n<p>Einen Impuls zur Auss\u00f6hnung ver\u00f6ffentlichte im Juli 2021 eine Gruppe von 16 Expert:innen aus Deutschland und \u00d6sterreich, darunter die Politikprofessorin Ulrike Gu\u00e9rot, der Begr\u00fcnder der Gemeinwohl-\u00d6konomie Christian Felber und der fr\u00fchere Berliner \u00c4rztekammerpr\u00e4sident Ellis Huber, der in den 1970er Jahren den ersten Gesundheitsladen mitgegr\u00fcndet hatte und heute Vorstandsvorsitzender des Berufsverbandes der Pr\u00e4ventologen ist. Sie m\u00f6chten die Spaltung der Gesellschaft \u00fcberwinden, indem sie die Corona-Krise analysieren und dazu beitragen, \u201edie Ziele umfassende Gesundheit aller, Grundrechte und Demokratie, sozialer Zusammenhalt und nachhaltiges Wirtschaften besser in Einklang\u201c zu bringen [6].<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich schreibe, sind die Zapatistas aus dem mexikanischen Chiapas in Europa unterwegs auf einer \u201eReise f\u00fcr das Leben\u201c, mit der sie Bewegungen \u201evon links und unten\u201c vernetzen wollen, indem sie das Verbindende betonen und nicht das Trennende [7]. In der Selbstverwaltung und den K\u00e4mpfen der Zapatistas spielen Frauen und Transpersonen eine wichtige Rolle. Ihre Praxis ist eingebettet in eine Kosmologie des Lebens in der und mit der Natur. In ihrer Haltung des \u201efragend voran\u201c dr\u00fcckt sich das Bem\u00fchen um Resonanzbeziehungen aus, das sozialen K\u00e4mpfen einen g\u00e4nzlich anderen Charakter verleiht als das hier beschriebene patriarchale Dominanzverhalten.<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel <a href=\"http:\/\/www.agspak-buecher.de\/epages\/15458842.sf\/de_DE\/?ObjectPath=\/Shops\/15458842\/Products\/%22M%20356%22\">e<\/a>rschien im Herbst 2021 im Buch: <strong>Gerhard Hanloser, Peter Nowak, Anne Seeck (Hg): <a href=\"http:\/\/www.agspak-buecher.de\/epages\/15458842.sf\/de_DE\/?ObjectPath=\/Shops\/15458842\/Products\/%22M%20356%22\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Corona und linke Kritik(un)f\u00e4higkeit. Kritisch-solidarische Perspektiven \u201evon unten\u201c gegen die Alternativlosigkeit \u201evon oben\u201c<\/a><\/strong>. AG SPAK B\u00fccher, Neu-Ulm 2021, 240 Seiten, 19 Euro.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Anmerkungen (die Links aus dem Buch wurden f\u00fcr die Online-Ver\u00f6ffentlichung diesen Anmerkungen hinterlegt)<\/em>:<\/p>\n<p>[1] Transkript einer Sendung des Kollektivs \u201e<a href=\"https:\/\/www.feministischerlookdown.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Feministischer Lookdown<\/a>\u201c vom 25.10.2020 auf Radio Lora.<br \/>\n[2] Anette Dowideit: \u201eDann schadet dies dem Ansehen einer faktenbasierten Bek\u00e4mpfung\u201c, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article225991449\/Corona-Papier-Opposition-fordert-Aufklaerung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Welt, 09.02.2021<\/a>.<br \/>\n[3] ARD und ZDF: <a href=\"https:\/\/www.playcoronaworld.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Corona World<\/a>.<br \/>\n[4] <a href=\"https:\/\/www.reflect-online.org\/verteilerregeln-und-faq\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Offener Infoverteiler<\/a> von und f\u00fcr den Berliner Verein reflect! e.V.<br \/>\n[5] Ingar Solty und Velten Sch\u00e4fer: Das verwilderte Denken. <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1144079.verschwoerungstheorien-das-verwilderte-denken.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nd, 06.11.2020<\/a>.<br \/>\n[6] <a href=\"https:\/\/coronaaussoehnung.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Covid-19 ins Verha\u0308ltnis setzen<\/a>. Berlin\/Wien, 7. Juli 2021.<br \/>\n[7] Ein Teil des Europas von unten und die EZLN: Eine <a href=\"https:\/\/www.ya-basta-netz.org\/europa-von-unten-und-ezln-zapatistas-reise\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erkl\u00e4rung f\u00fcr das Leben<\/a>. 01.01.2021.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgerechnet in der Corona-Krise, in der autorit\u00e4re Herrschaft und Profitwirtschaft deutlich sichtbar werden, scheint die gesellschaftliche Linke nichts Besseres zu tun zu haben, als sich in Grabenk\u00e4mpfen gen\u00fcsslich selbst zu zerlegen und die Kritik an Staat und Kapital der gesellschaftlichen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1865,"featured_media":1456307,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9160,9143,9168],"tags":[72725,85969,12024,39769,64107,96004,29053,35202,65359],"class_list":["post-1456257","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheit","category-meinungen","category-politik","tag-coronakrise","tag-covid-19-pandemie","tag-die-linke","tag-diffamierung","tag-gewaltfreie-kommunikation","tag-kritikfaehigkeit","tag-patriarchat","tag-polarisierung","tag-spaltung"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Ausgerechnet in der Corona-Krise, in der autorit\u00e4re Herrschaft und Profitwirtschaft deutlich sichtbar werden, scheint die gesellschaftliche Linke nichts\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Ausgerechnet in der Corona-Krise, in der autorit\u00e4re Herrschaft und Profitwirtschaft deutlich sichtbar werden, scheint die gesellschaftliche Linke nichts\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Pressenza\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2021-10-22T11:36:20+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Corona_und_linke_KritikUNfaehigkeit-1.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"820\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"460\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Elisabeth Vo\u00df\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@PressenzaIPA\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Elisabeth Vo\u00df\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/\"},\"author\":{\"name\":\"Elisabeth Vo\u00df\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/4b8d6805a5b6236659aa3974ba910d38\"},\"headline\":\"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback\",\"datePublished\":\"2021-10-22T11:36:20+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/\"},\"wordCount\":2854,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Corona_und_linke_KritikUNfaehigkeit-1.jpg\",\"keywords\":[\"Coronakrise\",\"Covid-19 Pandemie\",\"Die Linke\",\"Diffamierung\",\"gewaltfreie Kommunikation\",\"Kritikf\u00e4higkeit\",\"Patriarchat\",\"Polarisierung\",\"Spaltung\"],\"articleSection\":[\"Gesundheit\",\"Meinungen\",\"Politik\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/\",\"name\":\"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Corona_und_linke_KritikUNfaehigkeit-1.jpg\",\"datePublished\":\"2021-10-22T11:36:20+00:00\",\"description\":\"Ausgerechnet in der Corona-Krise, in der autorit\u00e4re Herrschaft und Profitwirtschaft deutlich sichtbar werden, scheint die gesellschaftliche Linke nichts\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Corona_und_linke_KritikUNfaehigkeit-1.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Corona_und_linke_KritikUNfaehigkeit-1.jpg\",\"width\":820,\"height\":460,\"caption\":\"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"name\":\"Pressenza\",\"description\":\"International Press Agency\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization\",\"name\":\"Pressenza\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Pressenza\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia\",\"https:\/\/x.com\/PressenzaIPA\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/4b8d6805a5b6236659aa3974ba910d38\",\"name\":\"Elisabeth Vo\u00df\",\"description\":\"Freiberufliche Autorin, Journalistin, Vortragende und Beraterin zu solidarischem Wirtschaften und Selbstorganisation in Wirtschaft und Gesellschaft. Mehr Infos auf ihrem Blogg: http:\/\/www.elisabeth-voss.de\/\",\"sameAs\":[\"http:\/\/www.elisabeth-voss.de\/\"],\"url\":\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/elisabeth-voss\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback","description":"Ausgerechnet in der Corona-Krise, in der autorit\u00e4re Herrschaft und Profitwirtschaft deutlich sichtbar werden, scheint die gesellschaftliche Linke nichts","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback","og_description":"Ausgerechnet in der Corona-Krise, in der autorit\u00e4re Herrschaft und Profitwirtschaft deutlich sichtbar werden, scheint die gesellschaftliche Linke nichts","og_url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/","og_site_name":"Pressenza","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","article_published_time":"2021-10-22T11:36:20+00:00","og_image":[{"width":820,"height":460,"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Corona_und_linke_KritikUNfaehigkeit-1.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Elisabeth Vo\u00df","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@PressenzaIPA","twitter_site":"@PressenzaIPA","twitter_misc":{"Verfasst von":"Elisabeth Vo\u00df","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"14\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/"},"author":{"name":"Elisabeth Vo\u00df","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/4b8d6805a5b6236659aa3974ba910d38"},"headline":"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback","datePublished":"2021-10-22T11:36:20+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/"},"wordCount":2854,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Corona_und_linke_KritikUNfaehigkeit-1.jpg","keywords":["Coronakrise","Covid-19 Pandemie","Die Linke","Diffamierung","gewaltfreie Kommunikation","Kritikf\u00e4higkeit","Patriarchat","Polarisierung","Spaltung"],"articleSection":["Gesundheit","Meinungen","Politik"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/","name":"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Corona_und_linke_KritikUNfaehigkeit-1.jpg","datePublished":"2021-10-22T11:36:20+00:00","description":"Ausgerechnet in der Corona-Krise, in der autorit\u00e4re Herrschaft und Profitwirtschaft deutlich sichtbar werden, scheint die gesellschaftliche Linke nichts","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Corona_und_linke_KritikUNfaehigkeit-1.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Corona_und_linke_KritikUNfaehigkeit-1.jpg","width":820,"height":460,"caption":"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/10\/linke-kritikunfaehigkeit-und-patriarchaler-rollback\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Linke Kritik(un)f\u00e4higkeit und patriarchaler Rollback"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","name":"Pressenza","description":"International Press Agency","publisher":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#organization","name":"Pressenza","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pressenza.com\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/pressenza_logo_200x200.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Pressenza"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/PressenzaItalia","https:\/\/x.com\/PressenzaIPA"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/#\/schema\/person\/4b8d6805a5b6236659aa3974ba910d38","name":"Elisabeth Vo\u00df","description":"Freiberufliche Autorin, Journalistin, Vortragende und Beraterin zu solidarischem Wirtschaften und Selbstorganisation in Wirtschaft und Gesellschaft. Mehr Infos auf ihrem Blogg: http:\/\/www.elisabeth-voss.de\/","sameAs":["http:\/\/www.elisabeth-voss.de\/"],"url":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/author\/elisabeth-voss\/"}]}},"place":"","original_article_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1456257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1865"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1456257"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1456257\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1456307"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1456257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1456257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1456257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}