{"id":1413380,"date":"2021-08-14T11:27:17","date_gmt":"2021-08-14T10:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1413380"},"modified":"2021-08-14T11:27:17","modified_gmt":"2021-08-14T10:27:17","slug":"botschafter-ali-soltanieh-strategisch-ist-es-ein-fehler-auf-atomwaffen-zu-setzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/08\/botschafter-ali-soltanieh-strategisch-ist-es-ein-fehler-auf-atomwaffen-zu-setzen\/","title":{"rendered":"Botschafter Ali Soltanieh: &#8222;Strategisch ist es ein Fehler, auf Atomwaffen zu setzen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Weil die Zeit abl\u00e4uft f\u00fcr eine L\u00f6sung hinsichtlich der Nichteinhaltung des Iran-Atomabkommens (JCPOA) durch die USA und den Iran, hat Pressenza den iranischen Botschafter der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEO) Dr. Ali Asghar Soltanieh interviewt. In diesem Interview sprachen wir \u00fcber die Geschichte des iranischen Atomprogramms, die Vorteile, die es dem iranischen Volk bringen k\u00f6nnte, warum der Iran nicht die Absicht hat, Atomwaffen zu entwickeln, \u00fcber die gesetzliche Sicherung von Atomanlagen und dar\u00fcber, was ein erfolgreicher Ausgang des Iran-Atomabkommens f\u00fcr die UN-Verhandlungen zur Schaffung einer massenvernichtungswaffenfreien Zone im Mittleren Osten bedeuten k\u00f6nnte.<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ali Asghar Soltanieh war der iranische Botschafter f\u00fcr die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEO) in Wien. Er ist Kernphysiker und war zwischen 1988 und 1997 als au\u00dferordentlicher Professor an Fakult\u00e4ten f\u00fcr Wissenschaft und internationale Beziehungen verschiedener Universit\u00e4ten t\u00e4tig. Er unterrichtete Kernphysik.<\/p>\n<p>In den 1990er Jahren war er als Kernphysiker und hochrangiger Diplomat als Sondergesandter, Delegierter, Chefunterh\u00e4ndler und geladener Redner an zahlreichen internationalen Veranstaltungen zum Thema Abr\u00fcstung und internationale Sicherheit beteiligt und arbeitete eng mit den einschl\u00e4gigen internationalen wissenschaftlichen und technischen Organisationen wie der UNO, der IAEO und der Organisation f\u00fcr das Verbot chemischer Waffen (OVCW) zusammen. Ebenso ist er Teil des UNIDIR-Programms f\u00fcr die Referenzgruppe \u201eWeapons of Mass Destruction Free Zone\u201c.<\/p>\n<p><em>Es folgt die \u00dcbersetzung der redigierten Abschrift:<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Pressenza: Dr. Soltanieh, vielen Dank, dass Sie heute bei uns sind. K\u00f6nnten Sie uns zun\u00e4chst etwas \u00fcber das iranische Atomprogramm sagen: Welchen Zweck verfolgt es, und welchen Nutzen wird es dem iranischen Volk bringen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Dr. Soltanieh: Es ist mir ein Vergn\u00fcgen, mit Ihnen sprechen zu k\u00f6nnen. Ich werde versuchen, einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber das iranische Atomprogramm seit seinen Anf\u00e4ngen zu geben. Es begann mit dem Teheraner Forschungsreaktor im Jahr 1967, unter amerikanischer Beteiligung. Nat\u00fcrlich wurde damals im Rahmen des &#8222;Atoms for Peace&#8220;-Programms der gleiche Reaktor an Pakistan, Indien, Israel und Iran \u00fcbergeben. Der erste Kernbrennstoff dieses Reaktors war zu 93 Prozent angereichert, es handelte sich also um einen 1,5-Megawatt-Materialtestreaktor f\u00fcr die Forschung. Vor der Revolution habe ich als Kernforscher, im Bereich Kernphysik, an diesem Reaktor gearbeitet und \u00fcber den Neutroneneinfang mittels Gammaspektroskopie geforscht und ver\u00f6ffentlicht. Dieser Reaktor brauchte nat\u00fcrlich Brennstoff, neuen Brennstoff, und vor der Revolution hatten wir einen Vertrag mit den USA \u00fcber neuen Brennstoff abgeschlossen. Der Brennstoff war bereits produziert und stand zur Auslieferung bereit. 1979, nach der Islamischen Revolution, wurde ich zum Direktor desselben Zentrums ernannt, in dem ich als Forscher t\u00e4tig war, des Kernforschungszentrums, zu dem auch der Reaktor geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Der Lieferant teilte mir mit, dass der Brennstoff zur Ausfuhr bereit stehe, aber die amerikanische Regierung die Ausfuhrgenehmigung nicht erteile. Das war ein schwerer Schlag, denn wir hatten bereits fast alles bezahlt, und der Brennstoff wurde ben\u00f6tigt, um radioaktive Isotope f\u00fcr Krankenh\u00e4user herzustellen. Danach kamen wir in London zusammen und diskutierten. Sie zeigten mir alle Dokumente; sie best\u00e4tigten, dass dies unser Eigentum sei. Sie luden mich sogar ein, den fertigen Brennstoff zu besichtigen, aber sie sagten uns auch, dass die Regierung erst die Ausfuhrgenehmigung erteilen m\u00fcsse. Und bis jetzt, wo ich mit Ihnen spreche, haben sie uns weder das Geld, das sie erhalten haben, erstattet, noch haben wir den Brennstoff bekommen. Das ist eine Tatsache.<\/p>\n<p>Nach der Islamischen Revolution \u2013 die allein w\u00fcrde nat\u00fcrlich etliche Kapitel f\u00fcllen \u2013 konkurrierten die USA und die Europ\u00e4er miteinander um ein Atomkraftprogramm mit dem Iran. Und der Schah wollte 23.000 Megawatt Elektrizit\u00e4t haben, was damals nat\u00fcrlich zu ambitioniert war. Es war reine Gier. Das Stromnetz hatte weniger als 5.000 Megawatt, und zwar nicht nur das Kernkraftwerk, sondern alle Teile des Brennstoffkreislaufs. Und ich kann Ihnen sagen, dass die Amerikaner sp\u00e4ter sogar bereit waren, eine Anreicherung vorzunehmen, im Laserverfahren. Und nat\u00fcrlich kamen durch die Revolution nicht die richtigen Komponenten, und deshalb hatten wir rechtlich Beschwerde eingelegt, aber trotzdem waren sie bereit, in allen Teilen des nuklearen Brennstoffkreislaufs zu arbeiten, vom Bergbau bis zum Reaktor und der Abfallentsorgung. Aber nach der Revolution kam alles zum Stillstand. Das ist eine Tatsache.<\/p>\n<p>Der erste wichtige Punkt ist, dass nach der Revolution, als viele Abkommen \u00fcberpr\u00fcft wurden, ernsthaft dar\u00fcber diskutiert wurde, ob wir weiterhin Vertragspartei des Atomwaffensperrvertrags, der w\u00e4hrend der Schahzeit unterzeichnet und ratifiziert wurde, sein m\u00fcssen oder nicht. Schlie\u00dflich wurde die Entscheidung getroffen, dass wir, da wir uns nicht f\u00fcr Atomwaffen entscheiden werden, auch nicht gehen wollen. Deshalb haben wir beschlossen, weiterhin Vertragspartei des Atomwaffensperrvertrags zu bleiben und sogar unsere Beziehungen und die Zusammenarbeit mit der IAEO auszubauen. Deshalb haben wir nach der Revolution beschlossen, eine Mission bei der IAEO einzurichten, und ich war 1982 der erste Gesandte, der nach Wien kam, um die Beziehungen und die Zusammenarbeit mit der IAEO zu st\u00e4rken. Das war ein wichtiger Teil bez\u00fcglich der Frage, ob der Iran Atomwaffen anstrebt oder nicht. Damals w\u00e4hrend meiner Entsendung in Wien h\u00f6rte ich jeden Tag die Nachrichten im Radio, sonst kein Internet, nichts. Da h\u00f6rte ich, dass der Begr\u00fcnder der Revolution, Imam Chomeini, zum Volk sprach. Und diese Rede war sehr interessant. Er sprach \u00fcber Atomwaffen. Und er sagte, dass die eigentliche Bedrohung der internationalen Sicherheit die Atomwaffen der beiden Superm\u00e4chte USA und Sowjetunion seien. Und es ist interessant \u2013 da Sie Vertreter der Medien sind \u2013, dass er sagte, er lade Gelehrte, Schriftsteller und Intellektuelle aller L\u00e4nder ein, sich zu erheben und sich mit dem Iran gegen diese beiden Superm\u00e4chte zu stellen, f\u00fcr die Abschaffung von Atomwaffen. Das war also die erste historische Botschaft. Und bis heute kann man diese wichtige Botschaft gegen Atomwaffen nur selten finden. Das ist diese Sache.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Interview with Iranian Ambassador, Dr Ali Asghar Soltanieh for Pressenza\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/fnKyj6MT5h8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\n<em>Vielen Dank an David Andersson in New York f\u00fcr die technische Unterst\u00fctzung. Das Video auf unserem YouTube-Kanal ist mit Untertiteln versehen.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Ich habe dann versucht, sofort an diese Rede zu kommen. Ich bat Teheran, mir die Abschrift zu schicken, ich \u00fcbersetzte den Text und schickte ihn an die IAEO, um ihn an die Mitgliedsstaaten der IAEO zu verteilen. Nach einer Woche erhielt ich von der IAEO die Mitteilung, dass der Text f\u00fcr sie nicht relevant sei und wir ihn nicht einmal in die Postf\u00e4cher der verschiedenen L\u00e4ndervertretungen stecken k\u00f6nnten. Das war sehr merkw\u00fcrdig, und ich war tats\u00e4chlich sehr entt\u00e4uscht. Dann entschied ich mich, in den Stra\u00dfen Wiens einen Verleger zu finden. Ich ver\u00f6ffentlichte eine Weihnachtskarte mit einer Atomwaffen verurteilenden Botschaft von Imam Chomeini. Das ist eine historische Erinnerung, dass Iran von Beginn der Revolution an gegen Atomwaffen war. Das ist eine Tatsache.<\/p>\n<p>Die Frage ist nun, die alten Auftragnehmer USA, die Amerikaner, haben die Projekte entgegen ihren Verpflichtungen verlassen, entgegen ihren gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen. Und wir standen vor ernsten Schwierigkeiten. Eines der gro\u00dfen Projekte war das Kernkraftwerk Buschehr, f\u00fcr das die Deutschen bereits \u00fcber acht Milliarden Deutsche Mark erhalten hatten und Block eins zu fast 80 Prozent fertig war, es sollte in einem, zumindest aber in weniger als zwei Jahren den Betrieb aufnehmen und Strom liefern. Und sie stoppten es. Auch die Franzosen hatten ein Kraftwerksprojekt in Darkhovin sowie das Kernforschungszentrum in Isfahan. Auch sie verlie\u00dfen das Land, ohne ihre Verpflichtungen gem\u00e4\u00df den Vertr\u00e4gen zu erf\u00fcllen. Und nat\u00fcrlich hatten wir die Projekte zur Erkundung von Uranvorkommen, von Kanada und anderen. Deshalb verlie\u00dfen sie alle den Iran. Ich erinnere mich, dass wir damit gro\u00dfe Schwierigkeiten hatten. Im Teheraner Forschungsreaktor hatten wir keinen Brennstoff mehr, und au\u00dferdem waren die Reaktorbetreiber Ausl\u00e4nder, die den Iran ja verlie\u00dfen. Und der Reaktor wurde abgeschaltet. Meine Aufgabe als Direktor des Zentrums war es, es wieder in Betrieb zu nehmen. Zumindest den Reaktor mit dem Brennstoff, vorausgesetzt wir erhielten den Brennstoff. Wir haben den Betrieb erfolgreich aufgenommen, und dieser Reaktor arbeitet bis heute und produziert Radioisotope. Nat\u00fcrlich haben wir selbst versucht, wieder den Kontakt zu den anderen aufzubauen: Wir haben mit den Deutschen diskutiert. Ich erinnere mich, dass ich einmal sogar als Abgesandter nach Deutschland gefahren bin. Ich habe all diese Lagerst\u00e4tten gesehen. Millionen und Abermillionen von Dollar an Ausr\u00fcstung, und ich sah, dass sie bereit f\u00fcr die Ausfuhr zum Buschehr-Kraftwerk waren, und sie berechneten uns sogar die Aufbewahrung, aber sie gaben uns die Ausr\u00fcstung nicht. Deshalb hatten wir keine andere Wahl, als uns an die Sowjetunion zu wenden. Wir trafen eine Vereinbarung, und sie erkl\u00e4rten sich bereit, das Projekt zu Ende zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ich muss anerkennen, dass Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die volle Verantwortung \u00fcbernommen hat. Diese Regierung setzte die Abmachungen mit der Sowjetunion fort und versuchte, dieses Projekt zu Ende zu stellen. Und Sie wissen, dass das Kraftwerk jetzt Strom produziert, 1.000 Megawatt. Und nat\u00fcrlich haben wir den Vertrag f\u00fcr zwei weitere Einheiten abgeschlossen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich standen wir vor Schwierigkeiten. Wir waren entschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb haben wir versucht, alle Teile des Brennstoffkreislaufs von den Uranminen an auszuarbeiten. Ein wichtiger historischer, technischer und sicherheitsrelevanter Aspekt ist die Anreicherung. Ich bin sicher, dass viele Menschen sich fragen, warum der Iran die Anreicherung erlernt hat. Dazu m\u00f6chte ich Ihnen sagen: In den 80er Jahren, als ich bis \u201b87 Botschafter bei der IAEO war, wurde fast sieben Jahre lang in Wien in einem Ausschuss \u00fcber die Versorgungssicherheit verhandelt. Es bestand die Erwartung, ein rechtsverbindliches Instrument, einen Gesetzestext von einer Seite Umfang, zu haben, das die Versorgung mit Kernbrennstoff international zusichert und garantiert. Leider scheiterte dieser Ausschuss der IAEO aufgrund der Hindernisse seitens der westlichen L\u00e4nder, der Industriel\u00e4nder, v\u00f6llig. Daher hatten wir keine Garantie, dass bei einem Reaktorkraftwerk der Brennstoff gesichert ist, und das war 1987. Und nach den Informationen der IAEO, die man seit Beginn dieser Produktionskrise hatte, hat der Iran tats\u00e4chlich mit der Anreicherung mit Vereinbarung von 1987 begonnen.<\/p>\n<p>Das war genau die Zeit, als ich in Wien war. Ich verlie\u00df Wien auch zu dieser Zeit, und wir hatten keine andere Wahl, als selbst an der Anreicherung zu arbeiten, denn weder die amerikanischen oder europ\u00e4ischen Arbeiter (die alle das Land verlassen hatten) noch die IAEO waren in der Lage, irgendeine Zusicherung zu geben; wenn man ein Kraftwerk wie Buschehr fertiggestellt hat oder den Teheraner Forschungsreaktor, ben\u00f6tigten wir aber unbedingt den Brennstoff. Und ich habe mehrmals mit Herrn Hans Blix gesprochen. Hans Blix schrieb an mehrere potenzielle Lieferanten, und keiner von ihnen lieferte den Brennstoff, den wir brauchten, auch Amerika hatte ihn uns nicht geliefert. Das ist der Grund f\u00fcr die Entscheidung, die Anreicherung selbst vorzunehmen.<\/p>\n<p><strong><em>Ich danke Ihnen. Welchen Nutzen wird das Atomprogramm dem iranischen Volk bringen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nun, das ist eine heikle Frage. Als Kernforscher kann ich Ihnen, verehrte Zuschauer, sagen, dass die Kernforschung den h\u00f6chsten Standards von Wissenschaft und Technik gen\u00fcgt.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich Ihnen ein einfaches Beispiel nennen. Wenn Sie sich die Normen ansehen, die Industrienormen f\u00fcr das Schwei\u00dfen, f\u00fcr das Bauwesen, f\u00fcr die elektrische Instrumentierung, dann werden Sie feststellen, dass unter den Normen die h\u00f6chste als Nuclear Grade Standard bezeichnet wird, weil es sich um die Atomindustrie handelt. Kerntechnische Anlagen sind hinsichtlich der nuklearen Sicherheit und des nuklearen Schutzes sehr empfindlich, daher sollte diese Norm die strengste sein.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich daran, dass selbst ein Schwei\u00dfer mit mehr als, sagen wir, etwa zwei Jahrzehnten Erfahrung nicht in der Lage war, die Pr\u00fcfung zu bestehen, die wir f\u00fcr Schwei\u00dfarbeiten in der Atomindustrie verlangten, weil das Schwei\u00dfen in der Atomindustrie sehr strengen Vorschriften und Normen unterliegt. Daher steigt in jedem Land, das in die Atomindustrie, die Kerntechnik und Kernkraftwerke einsteigt, automatisch das Niveau der Wissenschaft und Technologie sowie der Ingenieure. Das ist einer der unmittelbaren Vorteile.<\/p>\n<p>Ich kann Ihnen ein einfaches Beispiel nennen: Wir haben erfolgreich Zentrifugen mit 1.000 Umdrehungen pro Sekunde in Betrieb genommen \u2013 k\u00f6nnen Sie sich vorstellen, dass 1.000 Umdrehungen pro Sekunde ausreichen, um die Atome von Uran 235 und 238 zu trennen? \u2013, das ist der Grund, warum im Iran viele von ihnen, nachdem wir mit der Anreicherung in Natanz erfolgreich waren, jetzt viele Industrien, einschlie\u00dflich der Krankenh\u00e4user, Zentrifugensysteme haben. Man wird die iranische Atomenergiebeh\u00f6rde um Rat bitten. Und wir importieren nicht mehr.<\/p>\n<p>Dies ist eines von vielen Beispielen daf\u00fcr. Ein weiterer Vorteil ist nat\u00fcrlich, dass die Kernenergie, wie die Dokumente der IAEO eindeutig feststellen, eine saubere, kohlenstofffreie Energieform ist. Daher k\u00f6nnte ein Kernkraftwerkssystem Teil einer gemischten Energieversorgung sein. Wir wollen nicht auf die ehrgeizige Politik des Schahs eingehen, der damals, wie gesagt, 23.000 Megawatt hatte, aber jetzt haben wir ein Netz von \u00fcber 70.000 Megawatt und nur 1.000 Megawatt Kernenergie. Nat\u00fcrlich versuchen wir, in bescheidenem Umfang mehr Kernkraftwerke zu haben, denn am Ende des Tages werden die fossilen Brennstoffe aufgebraucht sein. Au\u00dferdem gibt es bei fossilen Brennstoffen nat\u00fcrlich ein Umweltproblem, welches bei der Kernenergie nicht auftritt.<\/p>\n<p>Dies w\u00e4re ein Vorteil. Ein weiterer Nutzen ist die Anwendung der Kernenergie in der Medizin und in der Landwirtschaft, und mein Zentrum war eines der verantwortlichen Zentren f\u00fcr die Herstellung von Radioisotopen f\u00fcr etwa 1 Million Iraner. Es liegt in ihrem Interesse. Und wir werden hoffentlich in der Lage sein, auch in andere L\u00e4nder der Region im Mittleren Osten zu exportieren.<\/p>\n<p><strong><em>Wenn wir ein wenig mehr \u00fcber ein Atomwaffenprogramm nachdenken, dann meine ich, dass die Technologie zum Bau einer Atomwaffe bis in die 1940er Jahre zur\u00fcckreicht, die Wissenschaft ist bekannt, die Informationen sind sicherlich vorhanden. Die iranischen Wissenschaftler, da bin ich mir sicher, verf\u00fcgen \u00fcber die Technologie und das Know-how, um ein Waffenprogramm zu entwickeln, aber aus Teheran kam immer wieder die Botschaft, dass der Iran diesen Weg nicht einschlagen wird. Sie erw\u00e4hnten vorhin die Ank\u00fcndigung des Religionsf\u00fchrers in den 80er Jahren, dass dies nicht zu den Ambitionen des Irans geh\u00f6re, aber steckt mehr dahinter? Steckt noch mehr hinter dem Wunsch des Irans, kein Atomwaffenprogramm zu entwickeln?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ja. Zun\u00e4chst einmal m\u00f6chte ich all die verehrten Zuschauer daran erinnern, dass Saddam w\u00e4hrend des Krieges chemische Waffen gegen Iraner eingesetzt hat. 100.000 Iraner wurden verletzt und get\u00f6tet, und jeder wei\u00df, dass unsere chemische Industrie viel weiter entwickelt war als die des Irak. Nat\u00fcrlich hat der Irak diese Technologie f\u00fcr chemische Waffen von Europa und den Industriel\u00e4ndern erhalten.<\/p>\n<p>Wir haben sie nicht genutzt. Wir waren nicht in der Lage, sie einzusetzen, weil sie im Widerspruch zu der Fatwa oder dem religi\u00f6sen Erlass unseres Religionsf\u00fchrers, des Begr\u00fcnders der Revolution und dann nat\u00fcrlich des jetzigen Religionsf\u00fchrers, stand, denn er hat wiederholt bekr\u00e4ftigt, dass Massenvernichtungswaffen (chemische, biologische und nukleare Waffen) gegen unsere religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen versto\u00dfen. Das ist klar. Und da der Religionsf\u00fchrer, der nach unserer Verfassung nicht nur religi\u00f6s die h\u00f6chste Autorit\u00e4t ist, darf deshalb niemand gegen diese Entscheidung versto\u00dfen. Das ist eine Tatsache.<\/p>\n<p>Ich habe vor ein paar Jahren auf einer internationalen Konferenz gesagt, dass abgesehen davon, dass man sagen k\u00f6nnte: &#8222;Okay, der Iran k\u00f6nnte die Entscheidung \u00e4ndern&#8220;, was auch immer, ich denke, dass es strategisch ein Fehler ist, nach Atomwaffen zu streben. Und warum?<\/p>\n<p>Ohne Atomwaffen ist der Iran m\u00e4chtig genug, um sich mit den P5+1, den f\u00fcnf Atomwaffenstaaten, die einen st\u00e4ndigen Sitz im UN-Sicherheitsrat haben, und Deutschland an einen Tisch zu setzen und mit ihnen auf Augenh\u00f6he zu verhandeln. Nehmen wir an, der Iran entscheidet sich f\u00fcr den Bau einer Atomwaffe. Wie viele Waffen oder Sprengk\u00f6pfe k\u00f6nnten wir nach einem oder zwei Jahren haben? Eine, zwei, was auch immer? Damit w\u00e4ren wir im Vergleich zu den Tausenden von Sprengk\u00f6pfen, die die andere Seite des Tisches hat, im Nachteil.<\/p>\n<p>Deshalb denke ich, dass es ein strategischer Fehler f\u00fcr den Iran ist, dies zu tun, und dass wir uns dadurch in einer schw\u00e4cheren Position befinden w\u00fcrden; auch abgesehen von dem religi\u00f6sen Erlass, w\u00e4re das f\u00fcr uns ein Fehler. Dies ist eine eindeutige Position f\u00fcr uns. Der Zugang zur Kerntechnologie ohne jegliche Einschr\u00e4nkung ist jedoch gem\u00e4\u00df Artikel 4 ein unver\u00e4u\u00dferliches Recht, wie es in der Satzung der IAEO festgelegt ist. Im Atomwaffensperrvertrag oder in der IAEO ist keine Grenze angegeben, auch nicht f\u00fcr den Grad der Vereinbarung. Wir k\u00f6nnten sogar bis zu 93 Prozent gehen, um den Brennstoff f\u00fcr den Teheraner Reaktor zu bekommen, wie es Amerika vorhatte.<\/p>\n<p>Jetzt haben wir nat\u00fcrlich unseren Brennstoff f\u00fcr den Teheraner Reaktor auf 20 Prozent ge\u00e4ndert, wie wir ihn von Argentinien bekamen, und sp\u00e4ter haben wir ihn dann selbst hergestellt. Es ist klar, dass es ein legitimes Recht ist, \u00fcber Nukleartechnologie zu verf\u00fcgen, die von der IAEO umfassend \u00fcberwacht wird. Aber wir werden keine Atomwaffen anschaffen, und zwar aus zwei Gr\u00fcnden: aus religi\u00f6ser Verpflichtung und auch aus strategischer Sicht ist es nicht richtig, dass Iran Atomwaffen anschafft.<\/p>\n<p><strong><em>Ich danke Ihnen. Sie befassen sich seit vielen Jahren mit der nuklearen Sicherheit und dem Schutz von Atomanlagen vor Angriffen. Was wird auf internationaler Ebene ben\u00f6tigt, um nicht nur die iranischen Anlagen zu sch\u00fctzen, die, wie in den Medien zu sehen war, k\u00fcrzlich angegriffen wurden, d. h. die Anlage in Natanz, sondern auch die Anlagen anderer L\u00e4nder, denn Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate entwickeln ebenfalls ihre Atomprogramme. Was ist Ihrer Meinung nach im internationalen Recht erforderlich?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Dies ist in der Tat ein sehr wichtiges Thema, mit dem ich mich seit \u00fcber 30 Jahren besch\u00e4ftige. Als ich 1982 nach Wien kam, gab es in der IAEO-Generalkonferenz eine politische Diskussion, denn im Jahr zuvor, 1981, hatte Israel den irakischen Reaktor angegriffen und der UN-Sicherheitsrat hatte dies in einer Resolution verurteilt. Und deshalb wollte die IAEO auch eine Resolution zu diesem Thema haben. Ich war gerade neu zu dieser Konferenz dazugekommen, und es gab eine ernsthafte Diskussion.<\/p>\n<p>Auch muss ich Ihnen sagen, dass es f\u00fcr mich sehr schwer war, dass Saddam den Iran angriff und ihm einen Krieg aufzwang. Dazu veranstaltete der Repr\u00e4sentant von Saddam ein Treffen und bereitete einen Resolutionsentwurf gegen Israel vor. Dazu waren die L\u00e4nder wie meines und auch ich eingeladen, um das zu unterst\u00fctzen. Darum war das eine historische Entscheidung. Wir beschlossen, obwohl der Vertreter Saddams dort sa\u00df und Tausende meiner Mitb\u00fcrger massakrierte, die Resolution aus Prinzip zu bef\u00fcrworten, weil wir gegen jeden Angriff auf Atomanlagen waren. Leider fanden wir nach einiger Zeit heraus, dass ein Amerikaner auf der Konferenz allen gedroht hatte, dass Amerika die IAEO verlassen w\u00fcrde, wenn es eine Resolution gegen Israel g\u00e4be. Da 25 Prozent des regul\u00e4ren Budgets von den USA zur Verf\u00fcgung gestellt wurden, bedeutet dies, dass die IAEO zusammenbrechen sollte. Das war eine ernsthafte Drohung.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag hatten die Iraker ein weiteres Treffen, und einige der arabischen L\u00e4nder wurden unter Druck gesetzt und versuchten darum, die Resolution irgendwie abzuschw\u00e4chen oder zu verschieben. Ich war dagegen. Ich sagte: &#8222;Nein. Diese Resolution sollte verabschiedet werden, weil es sich um eine prinzipielle Frage handelt.&#8220; Und dann rief ich meine Hauptstadt an und bekam die Genehmigung \u2013 das ist 1982 ein historischer Moment \u2013 ich bekam die Genehmigung, offiziell zu verk\u00fcnden, dass, wenn die USA die IAEO verlassen sollte, der Iran 25 Prozent der Kosten auf Dauer \u00fcbernehmen wird. So konnten wir diese Resolution gegen die israelischen Angriffe verabschieden und verhindern, dass sich so etwas in Zukunft wiederholt.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich war ich mir sicher, dass dies ein politischer Bluff der USA war. Dann begann die Konferenz, und pl\u00f6tzlich lehnten die USA die Diskussion \u00fcber die Resolution ab, weil es darum ging, Israel gem\u00e4\u00df Artikel 19 die Rechte und Privilegien eines Mitgliedsstaates zu entziehen.<\/p>\n<p>Und als die US-Delegation die Konferenz verlie\u00df, schlug mein Herz nat\u00fcrlich heftig, denn die Einsch\u00e4tzung, die mir von meiner Hauptstadt gegeben wurde, war, dass die USA bluffen und nicht gehen w\u00fcrden. Seitdem h\u00e4tten wir 25 Prozent des Budgets der IAEO zahlen m\u00fcssen, aber nach ein paar Monaten kamen die USA mit einer gesichtswahrenden L\u00f6sung zur\u00fcck, die besagte, dass Israel eine gewisse technische Zusammenarbeit vorbehalten bleiben k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Im Anschluss verfolgte Saddam leider die gleiche Politik wie Israel, und er griff das Kraftwerk Buschehr an.<\/p>\n<p>Dies ist das Buch, das ich ver\u00f6ffentlicht habe. Ich hoffe, Sie k\u00f6nnen es sehen. Das Museum des Heiligen Krieges im Iran hat es ver\u00f6ffentlicht. Es ist ein dokumentarisches Buch mit Zeugengespr\u00e4chen \u00fcber die Ereignisse im Kraftwerk Buschehr zwischen 1984 und 1988. Sogar noch Tage nach der Resolution 598 des UN-Sicherheitsrates zum Waffenstillstand griff Saddam an, und deshalb enth\u00e4lt dieses Buch dokumentarische Fotos, alle Dokumente und die Kommunikation und so weiter. Und der Punkt ist, dass ich, als ich dieses Buch, eine Dokumentation, ver\u00f6ffentlichen wollte, Dr. Hans Blix gefragt habe. Er war nat\u00fcrlich der Generaldirektor zu der Zeit des Angriffs von Saddam. Er war so freundlich und hat mir einen Brief geschrieben, in dem es um den Schutz von Atomanlagen im Allgemeinen geht, wovon dieses Buch handelt.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte den Teil vorlesen, der historisch sehr wichtig ist. Er sagt, dass er aktiv den Artikel 56 eines Zusatzprotokolls zur Genfer Konvention vom 12. August 1949 mitentworfen hat. Er war daran beteiligt, aber das Wichtigste ist, dass er abschlie\u00dfend sagt, dass kein Angriff auf nukleare Einrichtungen erfolgen sollte. Und er sagt nat\u00fcrlich auch, dass der Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung der wichtigste Grund f\u00fcr diese Festlegung in dem Dokument ist. Es ist wichtig, wenn er sagt: &#8222;Ich denke, dass jede kriegerische Aktion auf Ziele, die eine Freisetzung radioaktiven Materials zur Folge haben, genauso ernst und zu verurteilen ist wie ein Angriff mit Atomwaffen.&#8220;<\/p>\n<p>Dies ist eine sehr wichtige Botschaft von solch einer herausragenden internationalen Pers\u00f6nlichkeit, die immerhin 16 Jahre lang Generaldirektor der IAEO war. Er betrachtete jeden Angriff auf nukleare Einrichtungen als einen Angriff mit einer Atomwaffe, da es zu einer Freisetzung von Radioaktivit\u00e4t kommen w\u00fcrde. Da gibt es faktisch keine Grenze. Radioaktivit\u00e4t k\u00f6nnte grenz\u00fcberschreitend in viele L\u00e4nder der Welt gelangen. Aus diesem Grund habe ich 1990 eine Resolution vorgeschlagen. Die Resolution hei\u00dft 533 von 1990. Jeder kann bei Google danach suchen. Gem\u00e4\u00df dieser Resolution, deren Text ich auswendig kenne, lese ich nur den Teil vor, der besagt, dass \u201ejeder Angriff oder auch nur die Androhung eines Angriffs auf Atomanlagen w\u00e4hrend des Betriebs oder w\u00e4hrend des Baus eine Verletzung der UN-Charta, der IAEO-Satzung und des V\u00f6lkerrechts darstellt und dass der UN-Sicherheitsrat unverz\u00fcglich handeln sollte.\u201c Und der andere Absatz besagt, die L\u00e4nder sollten einem anderen Land mit technischer und humanit\u00e4rer Hilfe beistehen.<\/p>\n<p>Diese Resolution ist eine fundamentale historische Verbesserung, die ich vorgenommen habe. Ich habe sie getippt. Ich liebe sie. 60 L\u00e4nder oder so. Und trotz des Widerstands der USA und einiger anderer westlicher L\u00e4nder wurde diese Resolution angenommen. Etwa 20 Jahre sp\u00e4ter wurde ich erneut Botschafter bei der IAEO. Im Jahr 2009 drohten Israelis und sogar Amerikaner damit, die Anreicherungsanlagen in Natanz anzugreifen. Ich wollte sie daran erinnern, dass es eine Resolution gibt, und dass Israel gem\u00e4\u00df dieser Resolution vor den Sicherheitsrat gerufen werden sollte, weil bereits die Drohung eine Verletzung darstellt. Dann habe ich einen Punkt der Tagesordnung bei der IAEO-Generalkonferenz beantragt, der gl\u00fccklicherweise bewilligt wurde, weil die Bewegung der Blockfreien Staaten ihn unterst\u00fctzte. Und schlie\u00dflich gab es eine Konsenserkl\u00e4rung der Pr\u00e4sidentin der Konferenz, die ich bewunderte: Es war die neuseel\u00e4ndische Botschafterin, sehr ehrlich und sehr konstruktiv. Der Text wurde verlesen. \u2013 Sie hat eine Menge Lobbyarbeit geleistet und Diskussionen angesto\u00dfen. Statt einer Resolution gab es also einen Konsenstext von der Pr\u00e4sidentin, einen Konsens, dem sich tats\u00e4chlich alle anschlossen und der besagte, dass Atomanlagen vor jedem Angriff oder jeder Angriffsdrohung gesch\u00fctzt werden sollten.<\/p>\n<p>Im darauffolgenden Jahr, 2010, reiste ich als Mitglied der Delegation zur \u00dcberpr\u00fcfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags nach New York. Dort habe ich \u00e4hnliche Texte zum Schutz von Atomanlagen vorgeschlagen. Und ich bin stolz, sagen zu k\u00f6nnen, dass auch dieser Text im Konsens angenommen wurde. Er ist im Schlussdokument des Atomwaffensperrvertrags enthalten. Auf der Grundlage dieser drei historischen rechtlichen Entwicklungen und Dokumente arbeite ich voller Hoffnung an einer Konvention, denn Dr. Blix spricht in seinem Brief \u2013 ich m\u00f6chte Ihre Zeit nicht l\u00e4nger in Anspruch nehmen \u2013 in einem anderen Teil seines Briefes von der Notwendigkeit einer Konvention. Eine Konvention, ein ausgehandeltes Abkommen ist in dieser Angelegenheit notwendig, je fr\u00fcher, desto besser.<\/p>\n<p>Was nun den Mittleren Osten betrifft, so habe ich seit \u00fcber 10 Jahren einen pers\u00f6nlichen Antrieb. Dieser Antrieb besteht darin, Immunit\u00e4t und Schutz f\u00fcr alle Atomanlagen im Mittleren Osten als erste vertrauensbildende Ma\u00dfnahme in dieser Region vorzuschlagen. Und wo immer ich das vorgeschlagen habe \u2013 ich habe es auf der Pugwash-Konferenz vorgeschlagen, ich habe es auf der Moskauer Podiumsdiskussion vorgeschlagen, auf der Nahost-Konferenz im Rahmen des Athener Dialogs vor fast 10 Jahren \u2013, und jeder hat es begr\u00fc\u00dft. Bei der Moskauer Podiumsdiskussion war ein israelischer Think-Tanker auf dem Podium. Er sagte, dies sei ein sehr guter Vorschlag von Botschafter Soltanieh, aber da der Iran Israel nicht anerkenne, wie k\u00f6nnten wir dann verhandeln? Ich sagte, dass es keine Notwendigkeit f\u00fcr Verhandlungen gibt, wenn alle L\u00e4nder im Mittleren Osten gleichzeitig mit der Koordination des Generalsekret\u00e4rs den Vereinten Nationen erkl\u00e4ren, dass sie keine nuklearen Einrichtungen angreifen werden.<\/p>\n<p>Damit ist es historisch erstmals m\u00f6glich, etwas zum Schutz aller Atomanlagen in dieser Region zu unternehmen.<\/p>\n<p>Wie Sie wissen, hat Israel 2007 leider auch Syrien unter dem Vorwand, dass dort ein Reaktor gebaut wurde, angegriffen, was nie bewiesen wurde, aber gem\u00e4\u00df der Resolution 533 h\u00e4tten sie vor dem UN-Sicherheitsrat erscheinen m\u00fcssen, weil sie behaupteten, dass es sich um einen Reaktor handelte. Syrien wies dies nat\u00fcrlich zur\u00fcck und auch das Stuxnet im Jahr 2012, im iranischen Natanz, sicherlich sind Sie sich dessen bewusst. Dazu die j\u00fcngsten F\u00e4lle in Natanz sowie die Sabotageakte. Auch m\u00f6chte ich Sie noch einmal daran erinnern, dass ich wie gesagt mein ganzes Leben lang damit zu tun hatte. Im Jahr 2012, als es auch eine Sabotage in der Anreicherung gab, wurde beim Einkauf einer Komponente in der Industrie innerhalb dieser Anlage die Pumpe so manipuliert, dass sie nach einiger Zeit automatisch explodieren w\u00fcrde und somit das ganze System der Zentrifugen abgeschaltet wird.<\/p>\n<p>Und normalerweise wissen Sie, dass Zentrifugen, wenn sie so schnell arbeiten, dann zerst\u00f6rt werden, wenn sie pl\u00f6tzlich stehen bleiben, und deshalb habe ich die Resolution zur nuklearen Sicherheit der IAEA eingebracht. Im Bereich der nuklearen Sicherheit bringt jedes Jahr eine westliche Gruppe eine Resolution zur nuklearen Sicherheit in die IAEO ein. Und ich habe bis sp\u00e4t in die Nacht hinein nachgefragt und insistiert, wir haben sogar verhandelt, und schlie\u00dflich hat die westliche Gruppe beschlossen, einen Absatz aufzunehmen. Dies ist die Resolution Nr. 10, 2012 zur nuklearen Sicherheit. Und ich habe einen Abschnitt eingef\u00fcgt, der die Besorgnis \u00fcber Sabotage in der Atomindustrie in jedem Teil der Welt zum Ausdruck bringt. Wir sprechen hier nicht \u00fcber den Iran, denn diese Sabotage k\u00f6nnte zu einem nuklearen Unfall und zur Freisetzung von Radioaktivit\u00e4t f\u00fchren, was nat\u00fcrlich sehr gef\u00e4hrlich ist.<\/p>\n<p>Das ist wieder etwas, das noch 40 Jahre dauern wird.<\/p>\n<p><strong><em>Ich danke Ihnen. Angesichts all der Probleme, die das iranische Atomprogramm Teheran in den letzten mehr als 15 Jahren bereitet hat, angesichts der Anschl\u00e4ge, der Ermordung von Wissenschaftlern, der Sanktionen und angesichts der st\u00e4ndig sinkenden Kosten f\u00fcr erneuerbare Energiequellen, warum hat das Atomprogramm f\u00fcr den Iran immer noch eine solche politische Priorit\u00e4t?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich habe Ihnen bereits gesagt, worin der Vorteil von Anwendungen der Nuklearwissenschaft und -technologie besteht. Ich hatte es bereits erw\u00e4hnt. Sie k\u00f6nnen sich gar nicht vorstellen, welch gro\u00dfartige Anwendung sogar bei Krebserkrankungen m\u00f6glich ist. Wir haben ein gro\u00dfes Zyklotronenprojekt zum Beschuss von Tumoren mit Kohlenstoff und Protonen, das gerade im Gange ist, und viele andere Anwendungen, dazu die Kernenergie. Aber es gibt eine Sache \u2026<\/p>\n<p>Sie fragen mich nach dem Iran. Es ist fast 70 Jahre her, dass wir mit unseren nuklearen Aktivit\u00e4ten begonnen haben. Und ich sagte, dass wir 40 Jahre lang unter Sanktionen und Problemen erfolgreich die Anreicherungstechnologie gemeistert haben und in der Tat den gesamten Kernbrennstoffkreislauf beherrschen. K\u00f6nnen Sie erwarten, dass das iranische Volk dieses unver\u00e4u\u00dferliche Recht nach so vielen Investitionen, politischen, rechtlichen und sicherheitspolitischen Investitionen und Sch\u00e4den, die dem Iran zugef\u00fcgt wurden, einfach so aufgibt? Wir k\u00f6nnen nicht aufgeben. Wir m\u00fcssen die ma\u00dfvollen Schritte, die wir unter internationaler \u00dcberwachung und IAEO-Kontrolle unternehmen, fortsetzen, das ist, denke ich, sehr einfach und jeder versteht das.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich arbeiten wir auch sehr hart an der Nutzung anderer Energiequellen und Alternativen, wie z. B. der erneuerbaren Energien, Sie k\u00f6nnen das jedes Jahr an den Statistiken ablesen, die ich Ihnen sp\u00e4ter zeigen kann. Ich habe auf einer der internationalen Konferenzen einen Vortrag dar\u00fcber gehalten, dass wir jedes Jahr den Anteil der erneuerbaren Energien erh\u00f6hen: Solarenergie, Windenergie und nat\u00fcrlich andere Anwendungen, f\u00fcr die es im Iran einige Beispiele gibt.<\/p>\n<p>Aber gleichzeitig sollten wir die Kernenergie fortsetzen, wie ich schon sagte, nicht so ehrgeizig wie zu Zeiten des Schahs, aber wir sollten sie in unserem Energiemix weiterf\u00fchren. Und das ist es, was wir tun.<\/p>\n<p><strong><em>Okay. Ich m\u00f6chte nun auf den heutigen Tag kommen. Es sieht so aus, als g\u00e4be es sehr ermutigende Signale aus Wien, aus den Gespr\u00e4chen zwischen den Parteien des Iran-Atomabkommens, dem JCPOA, und den Vereinigten Staaten. Es sieht so aus, als w\u00fcrde es zu einem positiven Ergebnis kommen. Welche Folgen k\u00f6nnte ein erfolgreiches Ergebnis f\u00fcr die 2019 einberufenen UN-Gespr\u00e4che \u00fcber die Aushandlung einer massenvernichtungswaffenfreien Zone im Nahen und Mittleren Osten haben?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte sagen, dass wir nat\u00fcrlich unseren politischen Willen bewiesen haben, zu verhandeln und jedes Hindernis, jede Frage zu unseren kerntechnischen Aktivit\u00e4ten zu beseitigen. In den 7 Jahren, in denen ich Botschafter in Wien war, habe ich keine M\u00fchen gescheut, all meinen Amtskollegen Erkl\u00e4rungen zu liefern und mehrmals das Gespr\u00e4ch zu suchen. Ich habe sogar die Botschafter und Repr\u00e4sentanten aller blockfreien Staaten eingeladen und zu den Atomanlagen der Anreicherungsanlage in Natanz und dem Schwerwasserreaktor in Arak mitgenommen, damit sie sich davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, dass der Iran zu 100 Prozent mit der IAEO zusammenarbeitet.<\/p>\n<p>Und der andere Punkt ist nat\u00fcrlich die Verhandlung. Trotz der Tatsache, dass alles unter der siebenw\u00f6chigen Aufsicht der IAEO stattfand, haben wir akzeptiert, mit anderen L\u00e4ndern zu verhandeln und zu sprechen, zuerst einschlie\u00dflich der EU3 ab dem Jahr 2003, die jedoch leider nicht in der Lage waren, ihre Verpflichtungen zu erf\u00fcllen. Deshalb mussten wir die Anreicherung nach zweieinhalb Jahren vor\u00fcbergehend aussetzen und das Zusatzprotokoll, den modifizierten Code 3.1, anwenden. Und dann, 2006, mussten wir sie einstellen, weil wir nicht mehr weitermachen konnten. Alles wurde gestoppt, und die EU war nicht einmal in der Lage, das Thema von der Tagesordnung des Gouverneursrates zu streichen und eine technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu erreichen. Deshalb haben wir mit 19.000 Zentrifugen weitergemacht, w\u00e4hrend die EU3 darauf bestanden haben, dass der Iran nicht einmal drei Zentrifugen haben kann, nur um etwas Forschung und Entwicklung zu betreiben, und gezeigt hat, wie man die Menschen \u00fcberzeugen kann, um sie zu beruhigen, damit sie geduldig sind.<\/p>\n<p>Jetzt haben wir 2013\/2015 mit dem JCPOA wieder verhandelt. Ich pers\u00f6nlich bin mit dem maximalen Zugest\u00e4ndnis, das wir gemacht haben, nicht zufrieden. Das ist ein noch nie dagewesenes Zugest\u00e4ndnis, das Iran gemacht hat, und wir h\u00e4tten gar nicht so weit gehen sollen. Wenn ich das JCPOA lese, tut es mir sehr leid, dass der Iran so behandelt wird, wissen Sie. Auf der Grundlage des JCPOA werden im Iran die aufdringlichsten Inspektionen der Geschichte durchgef\u00fchrt. Mit diesen Beschr\u00e4nkungen wollte der Iran seinen politischen Willen beweisen. Wir wollen, dass jeder sicher sein kann, dass alles zu friedlichen Zwecken geschieht, ausschlie\u00dflich zu friedlichen Zwecken, und das haben wir getan. Und trotz des Versprechens, die Sanktionen aufzuheben, war selbst die Obama-Regierung nicht in der Lage, ihre Verpflichtungen zu erf\u00fcllen. Und dann hat sich Trump leider, wie Sie alle wissen, aus dem JCPOA zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p>Und ich habe es in einer Konferenz 2017 auf der Pugwash-Konferenz in Astana in einem einfachen Satz gesagt, kurz vor dem R\u00fcckzug von Trump, ich sagte, das ist Anarchie in der Ordnung der Vereinigten Staaten. Es ist l\u00e4cherlich, dass ein Pr\u00e4sident kommt und sagt, es w\u00e4re ein &#8222;Disaster&#8220;, was der vorherige Pr\u00e4sident vereinbart hat, bilaterale oder internationale Vertr\u00e4ge. Das ist selbst ein &#8222;Disaster&#8220;. Und deshalb sind wir das Opfer dieser Anarchie in der Ordnung der Vereinigten Staaten geworden. Und dann hatte der Iran sogar ein Jahr lang strategisch Geduld. Wir haben nichts unternommen. Wir haben unsere Verpflichtungen im Rahmen des JCPOA fortgesetzt. Dann mussten wir unsere Verpflichtungen gem\u00e4\u00df Artikel 36 und 26 schrittweise reduzieren. Und wo stehen wir jetzt?<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich nicht mehr damit befassen, aber wir haben unseren politischen und guten Willen bewiesen, diese politischen Fragen beiseitegelassen. Und nat\u00fcrlich sollten diese ungl\u00fccklichen und illegalen Sanktionen sofort aufgehoben werden, alle Sanktionen, die viel Schaden angerichtet haben. Und das iranische Volk hat w\u00e4hrend der globalen Pandemie tats\u00e4chlich Opfer gebracht. Sie werden verstehen, dass wir in vielen F\u00e4llen nicht einmal in der Lage waren, Medikamente f\u00fcr iranische Patienten einzuf\u00fchren. Dies ist eine humanit\u00e4re Angelegenheit, aber hoffen wir, dass in Washington und Br\u00fcssel die Weisheit siegt und sie verstehen, dass der Iran ein verl\u00e4sslicher Partner ist und sie werden anders handeln, als zu erwarten w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong><em>Die \u00dcbersetzung aus dem Englischen wurde vom ehrenamtlichen Pressenza-\u00dcbersetzungsteam erstellt. <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir suchen Freiwillige!<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weil die Zeit abl\u00e4uft f\u00fcr eine L\u00f6sung hinsichtlich der Nichteinhaltung des Iran-Atomabkommens (JCPOA) durch die USA und den Iran, hat Pressenza den iranischen Botschafter der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEO) Dr. Ali Asghar Soltanieh interviewt. 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