{"id":1356040,"date":"2021-05-07T15:52:53","date_gmt":"2021-05-07T14:52:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pressenza.com\/?p=1356040"},"modified":"2021-05-07T15:52:53","modified_gmt":"2021-05-07T14:52:53","slug":"digitale-unternehmensplattformen-die-zensur-als-programm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2021\/05\/digitale-unternehmensplattformen-die-zensur-als-programm\/","title":{"rendered":"Digitale Unternehmensplattformen: Die Zensur als Programm"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es ist notwendig, diese digitalen Unternehmen als hyperkonzentrierte M\u00e4chte zu betrachten, die entweder den freien Ideenfluss verhindern oder erschweren, vor allem von solchen Ideen, die weder die kapitalistische Ordnung noch den Profitfaktor als Lebensmotivation f\u00f6rdern.<\/strong><\/p>\n<p>Die Ausbreitung des Internets hat innerhalb von wenigen Jahren eine direkte globale Verbindung m\u00f6glich gemacht, vorausgesetzt man verf\u00fcgte \u00fcber ein passendes Ger\u00e4t und irgendeine Art von Zugang.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur Ankurbelung der Nachfrage nach Infrastruktur und Ger\u00e4teproduktion, hat sich der neue informatische Kosmos schnell selbst mit Vermittlungen zugesch\u00fcttet. Ein dekadenter Kapitalismus erkannte darin das Potential f\u00fcr neue gewinnbringende Aktivit\u00e4ten und eine Wiedergeburt des Systems durch die Technologie.<\/p>\n<p>Der so hoch gepriesene (und tr\u00fcgerisch) \u201eoffene Wettbewerb\u201c ist schnell einigen Monopolen von gro\u00dfen technologischen Konzernen gewichen.<\/p>\n<p>Ein Modell, das die Vereinfachung globaler Kommunikation, Anreize f\u00fcr dezentralisierte Partizipation und uneingeschr\u00e4nkten Zugang zu kumuliertem, menschlichem Wissen versprach, artete aus in eine immer schnellere Kommerzialisierung eines jeden Funkens sozialer Aktivit\u00e4t, \u00f6ffentliche oder private.<\/p>\n<p>An entscheidender Stelle haben die multinationalen, sich selbst als \u201esoziale Netzwerke\u201c bezeichnende Konzerne, eine f\u00fchrende Position ergattert, die ihnen eine zentrale, ma\u00dflose Rolle in der Politik gibt.<\/p>\n<p>F\u00fchrte dies zur St\u00e4rkung der Meinungsfreiheit? Ist die Demokratie jetzt tiefer verwurzelt? Oder hat man eher im Namen dieser beiden Prinzipien einen weltweiten, komplexen Zensurapparat gegen kritisches und befreiendes Denken geschaffen?<\/p>\n<h4><strong>Eindeutige Zensur<\/strong><\/h4>\n<p>Alle \u00fcberlegenen Netzwerke haben Richtlinien f\u00fcr zul\u00e4ssige Inhalte oder \u201eGemeinschaftsregeln\u201c, die als ein paar Empfehlungen angefangen haben, sich aber heute in echte Bewertungsma\u00dfgaben f\u00fcr Ver\u00f6ffentlichungen entwickelt haben.<\/p>\n<p>Auch wenn die meisten von diesen Richtlinien als ethisch sinnvolle Eckpfeiler angesehen werden k\u00f6nnen, wie die Ablehnung von Gewalt, Verbrechen, Diskriminierung oder Ausnutzung und Kinderpornographie, verwandelt die komplette Interpretationsfreiheit, die sich diese Unternehmen selbst zuweisen, die Richtlinien in echte Zensur.<\/p>\n<p>David Kaye, Sonderberichtserstatter f\u00fcr die F\u00f6rderung und den Schutz der Meinungs\u00e4u\u00dferung und \u2013freiheit, \u00e4u\u00dferte sich in seinem Bericht f\u00fcr den UN-Menschenrechtsrat zur Handhabung der inhaltlichen Richtlinien online (April 2018):<\/p>\n<p><em>\u201eDie Unbestimmtheit der Bel\u00e4stigungs- und Hassredenrichtlinien hat zu Vorw\u00fcrfen einer inkonsequenten Umsetzung solcher Richtlinien gef\u00fchrt, die Minderheiten benachteiligt und gleichzeitig die Position dominanter oder m\u00e4chtiger Gruppen st\u00e4rkt. Nutzer*innen und die Zivilgesellschaft berichten von Gewalttaten und Missbrauch gegen Frauen, darunter k\u00f6rperliche Bedrohungen, frauenfeindliche Kommentare, die Ver\u00f6ffentlichung falscher oder nicht einvernehmlicher intimer Bilder so wie von sensiblen pers\u00f6nlichen Informationen; Androhungen von Aggressionen gegen politische Randgruppen, gegen BIPoC und Kastenminderheiten sowie ethnische Gruppen, die gewaltsam verfolgt werden; und \u00dcbergriffe gegen Fl\u00fcchtlinge, Migranten und Asylsuchende. Gleichzeitig haben die Plattformen Berichten zufolge Aktivismus f\u00fcr lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und asexuelle Menschen, Protest gegen repressive Regierungen, Anprangerung ethnischer S\u00e4uberungen und Kritik an rassistischen Erscheinungen und Machtstrukturen unterdr\u00fcckt\u201c.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><strong>[1]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Es ist m\u00f6glich, dass der \u00f6ffentliche und unternehmerische Druck aufgrund der willk\u00fcrlichen Benutzersperrungen und \u2013l\u00f6schungen, der Verringerung der Anzahl von Followern und der Undurchsichtigkeit bei der Entfernung von Beitr\u00e4gen die Unternehmen gezwungen hat, ihre Richtlinien zur Ausschlie\u00dfung von Ver\u00f6ffentlichungen, Seiten und Gruppen zu erweitern und genauer zu definieren.<\/p>\n<p>Trotzdem kommt man nach einer schnellen \u00dcberpr\u00fcfung und einer tieferen Analyse zu dem Ergebnis, dass solche Erkl\u00e4rungen nicht wirklich der Wahrheit entsprechen.<\/p>\n<h4><strong>Halb verdeckte Zensur<\/strong><\/h4>\n<p>Um im Rahmen einer sehr hohen Anzahl von Ver\u00f6ffentlichungen die Elemente zu identifizieren, die nicht in \u00dcbereinstimmung mit ihren Richtlinien sind, machen alle Unternehmen Gebrauch der Automatisierung. Einige hierf\u00fcr verwendete Werkzeuge sind Wortfilter, Erkennung von Junk-Emails, Verschl\u00fcsselungsalgorithmen und die Verarbeitung von nat\u00fcrlichen Sprachen.<\/p>\n<p>Sogar einige Regierungen fordern solche Vorgehensweisen, die sich tagt\u00e4glich weiterverbreiten. Trotzdem ist dieser Ansatz, der fast magisch genaue Ergebnisse verspricht, in sich beschr\u00e4nkt und fehlbar. Es k\u00f6nnte der Eindruck erweckt werden, dass \u00fcberm\u00e4\u00dfige Zensur auf bestimmte bereits benachteiligte Gruppen ausge\u00fcbt wird und die Landesgesetze sowie die Dienstleistungsbedingungen auf voreingenommene Art und Weise angewendet werden. So erkl\u00e4rt es ein <a href=\"https:\/\/cdt.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Mixed-Messages-Paper.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht<\/a>\u00a0 des \u201eCenter for Democracy &amp; Technology\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> (auf Englisch).<\/p>\n<p>Aus diesen technischen Unzul\u00e4nglichkeiten ist die Praxis entstanden, immer mehr Social Media Content Moderator*innen einzustellen, um die undankbare Aufgabe zu erledigen. Die Existenz dieser Angestellten und die Notwendigkeit ihrer Arbeit in der Produktionskette der sozialen Medien, bemerkt Sarah T. Roberts, &#8222;bricht bequeme Mythen \u00fcber das Internet als einen Raum der Eins-zu-eins-Beziehungen zwischen dem Benutzer und der Plattform&#8220;.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Akademikerin &#8222;m\u00f6gen sich diese Entscheidungen um die Nutzerschaft und die freie Meinungs\u00e4u\u00dferung drehen, aber in kommerziellen Medien und Plattformen wirkt diesen Prinzipien immer ein Profitmotiv entgegen.&#8220; Dazu f\u00fcgt sie eindringlich hinzu: &#8222;Einfach ausgedr\u00fcckt, die Entscheidung dar\u00fcber, was bleibt und was nicht, wird auf gewisser Ebene eine Geldfrage sein.&#8220;<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Plattformen wie Facebook haben etwa 15.000 Angestellte, die Inhalte pr\u00fcfen und gr\u00f6\u00dftenteils extern arbeiten. Andere <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/gdpr-consent\/?next_url=https%3a%2f%2fwww.washingtonpost.com%2ftechnology%2f2019%2f07%2f25%2fsocial-media-companies-are-outsourcing-their-dirty-work-philippines-generation-workers-is-paying-price%2f\">Quellen<\/a>, wie die Washington Post, beziffern die Zahl eher auf 30.000. Etwa 10.000 pr\u00fcfen YouTube und andere Google-Produkte (im Besitz von Alphabet Inc.). Bei Twitter reduziert sich die Zahl der Moderator*innen auf etwa 1500.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Bei TikTok sind es laut dem amerikanischen <a href=\"https:\/\/www.cnbc.com\/2020\/11\/12\/tiktok-luring-facebook-content-moderators.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sender<\/a> CNBC etwa 10.000, von denen viele zuvor bei Facebook aktiv waren und von den Outsourcing-Firmen Accenture, CPL, Hays oder Voxpro kommen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu diesen einschr\u00e4nkenden Richtlinien gab es zahlreiche Anfragen von Regierungen, bestimmte Inhalte oder bestimmte Personen oder Gruppen geografisch zu blockieren (&#8222;Geoblocking&#8220;, im Fachjargon), worauf die Plattformen Antworten gegeben haben, die sowohl von Regierungen als auch von aktivistischen Organisationen als h\u00f6chst unbefriedigend angesehen werden.<\/p>\n<p>Vor allem Facebook, aber auch Google und Twitter sind Gegenstand heftiger Kritik und einer Vielzahl von Beschwerden, weil sie die Arbeit von Aktivisten, Journalisten oder Menschenrechtsverteidigern behindern, und zwar mehrfach und in Absprache mit unterdr\u00fcckenden Regierungen.<\/p>\n<p>Auf der zweiten Konferenz zur Moderation von massiven Inhalten, die im Mai 2018 in Washington (USA) stattfand, schlugen Bef\u00fcrworter*innen des Rechts auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung im Internet drei Grundprinzipien als ersten Schritt vor, um Transparenz, Fairness und die Achtung der Grundrechte aller beteiligten Personen zu gew\u00e4hrleisten: Regelm\u00e4\u00dfige Ver\u00f6ffentlichung der Anzahl gel\u00f6schter Beitr\u00e4ge und gesperrter oder gek\u00fcndigter Konten, Benachrichtigung der Betroffenen \u00fcber den konkreten Grund f\u00fcr die Entfernung von Inhalten oder die Sperrung von Konten und die M\u00f6glichkeit der Einrichtung eines Berufungsverfahrens durch Nutzer*innen.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<h4><strong>Zensurlogik<\/strong><\/h4>\n<p>Abgesehen von den \u00f6ffentlichen Bem\u00fchungen aller Plattformen, ihre Bereitschaft zur Einhaltung der oben genannten Anforderungen zu zeigen, ist die Zensurlogik dieser digitalen Netzwerke jedoch in den mathematischen Modellen eingebettet, die die Inhaltszufuhr regeln.<\/p>\n<p>Die aufgereihten Schichten der jeweiligen maschinellen Lernsysteme (&#8222;Machine oder Deep Learning&#8220;), durch die eine gro\u00dfe Menge an Daten verarbeitet wird, die zuvor aus der Aktivit\u00e4t aller Nutzer*innen extrahiert wurden, sind diejenigen, die definieren, was der jeweiligen Person angezeigt wird und was ausgeblendet oder an Stellen mit minimaler Sichtbarkeit platziert wird.<\/p>\n<p>Obwohl sich diese Algorithmen h\u00e4ufig \u00e4ndern, ist es m\u00f6glich, einige Allgemeinheiten aus den von den Unternehmen selbst bereitgestellten Informationen zu ermitteln<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>. Dennoch ist ein gewisses Ma\u00df an Skepsis ratsam. Der investigative, juristische und \u00f6ffentliche Meinungsdruck zwingt die Plattformen dazu, einen Teil ihrer &#8222;Black Boxes&#8220; zu \u00f6ffnen, um nicht alle Glaubw\u00fcrdigkeit zu verlieren. Nichts garantiert jedoch, dass sie alle ihre Geheimnisse preisgeben werden.<\/p>\n<p>Dennoch ist es m\u00f6glich, Hinweise auf die Logik zu geben, auf der das Herz des riesigen Werbe- und \u00dcberwachungsgesch\u00e4fts dieser Netzwerke aufgebaut ist, vers\u00fc\u00dft durch das Konzept der Sozialisierung, des Zugangs oder des Betrachtens von Inhalten.<\/p>\n<ol>\n<li>Um das vermeintliche Interesse der auf der Plattform aktiven Person zu befriedigen und vor allem, um Werbung an Meistbietende zu verkaufen, werden alle Interaktionen gesammelt und eine personalisierte Abfolge von dem programmiert, was alle Nutzer*innen sehen. Allein diese Aussage verr\u00e4t die grundlegende Absicht der \u00dcberwachung, des Eindringens und des permanenten Sammelns von Informationen \u00fcber das Intimleben eines jeden Menschen und seiner Kontakte. Die irref\u00fchrende Rechtfertigung, nur zu zeigen, &#8222;was dich am meisten interessiert&#8220;, erscheint sehr schwach.<\/li>\n<li>Die Dauer und H\u00e4ufigkeit der Aktivit\u00e4t innerhalb der Anwendung ist ein wichtiger positiver Bewertungsfaktor der Modelle und f\u00fchrt zu Dauerhaftigkeit und Abh\u00e4ngigkeit, zwei Schl\u00fcsselfaktoren in der Aufmerksamkeits\u00f6konomie.<\/li>\n<li>Die Lage aller Nutzer*innen wird geolokalisiert, um Konsumangebote darauf abzustimmen, was die Interaktion mit Themen oder Personen aus anderen Breitengraden erschwert.<\/li>\n<li>Bezahlte Inhalte werden gegen\u00fcber frei geteilten Inhalten (in einigen Netzwerken als &#8222;organische&#8220; Inhalte bezeichnet) priorisiert, sowohl in Suchmaschinen als auch auf kommerziellen sozialen Plattformen. Der Unterschied zwischen kommerziellen und privaten Accounts f\u00fchrt in der Praxis zu unterschiedlichen Rangfolgen, die das Prinzip der Netzneutralit\u00e4t beeintr\u00e4chtigen. Die vermeintliche Nicht-Ideologie ist die Ideologie des Profits, die automatisch die Mitteilungen derjenigen beg\u00fcnstigt, die bezahlen, also der Wirtschaftsm\u00e4chte.<\/li>\n<li>Vorrangig werden attraktive Bilder verwendet, die die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen fesseln. Auf diese Weise werden sie Opfer ihrer eigenen maximalen Blo\u00dfstellung, der Sensationslust und des Exhibitionismus, was in schutzbed\u00fcrftigen Situationen riskant sein kann.<\/li>\n<li>Die Schleife des vermeintlichen Interesses der Personen stellt jenseits kleiner, vom Unternehmen selbst eingef\u00fchrten und gegen Langeweile wirkenenden Abwechslungen, ein geschlossenes Aufbewahrungssystems dar, eine &#8222;Blase&#8220;. Es liegt auf der Hand, dass das Eindringen neuer Perspektiven von der einen oder anderen dieser Variablen h\u00f6chst unwahrscheinlich ist.<\/li>\n<li>Die Plattformen ma\u00dfen sich an, Neigungen und Verhaltensweisen vorhersagen zu k\u00f6nnen, indem sie das anbieten, was eine Person ihrer Meinung nach sehen will. In der Praxis ver\u00e4ndern sie das gemeinsame, digitale Verhalten nach den von ihnen ausgearbeiteten mathematischen Modellen und schlagen vor, was, wie, wo und wann man posten sollte, um Reaktionen zu erzeugen. Gleichzeitig versuchen sie, auf bestimmte Offline-Moral und -Verhaltensweisen hinzuweisen.<\/li>\n<li>Sie f\u00f6rdern die &#8222;Popularit\u00e4t&#8220;, das Sammeln von Followern, Wettbewerb und Rangfolge, um einen Vorteil zu erreichen. Anders gesagt, individualistische Anti-Werte, die f\u00fcr das aktuelle System typisch sind.<\/li>\n<li>Das \u00fcberm\u00e4\u00dfige Vorhandensein von Werbeinhalten erm\u00fcdet alle und schw\u00e4cht die zwischenmenschliche Kommunikation.<\/li>\n<li>Unternehmensnetzwerke &#8222;belohnen&#8220; oder &#8222;bestrafen&#8220; Verhaltensweisen und urteilen dar\u00fcber, was kommuniziert werden kann oder soll.<\/li>\n<li>Sie f\u00f6rdern kurze Inhalte, fiktive Trends, Banalit\u00e4t, Dekontextualisierung oder Inhaltsleere durch kindische Herausforderungen.<\/li>\n<li>Sie beg\u00fcnstigen Desinformation, indem sie Medien, die mit dem Kapital oder von ihm finanzierten Unternehmen in Verbindung stehen, als &#8222;H\u00fcter zuverl\u00e4ssiger Information&#8220; darstellen.<\/li>\n<\/ol>\n<h4><strong>Alternativen zur konzentrierten Macht der kommerziellen, digitalen Plattformen<\/strong><\/h4>\n<p>Wenn wir versuchen, Ma\u00dfnahmen und Mechanismen zu implementieren, um der enormen Macht der digitalen Konzerne entgegenzuwirken, die heute die Entscheidungen und das Leben vieler V\u00f6lker beeinflussen, f\u00fchrt uns die Analyse der politischen Dimension des Themas auf L\u00f6sungswege.<\/p>\n<p>Es geht weder darum, neo-ludditische<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Positionen zu vertreten &#8211; was heute gleichbedeutend w\u00e4re mit dem Hacken von Systemen, der Verbreitung von Malware oder anderen Formen kybernetischer Zerst\u00f6rung -, noch darum, technophobe oder antitechnologische Positionen einzunehmen. Diese Positionen reihen sich, vielleicht ungewollt, in konservative und r\u00fcckschrittliche Str\u00f6mungen ein, die von der gro\u00dfen Unsicherheit profitieren, die durch die Geschwindigkeit der laufenden Transformationen erzeugt wird.<\/p>\n<p>Es ist notwendig, diese digitalen Konzerne als hyperkonzentrierte M\u00e4chte zu betrachten, die den freien Ideenaustausch verhindern oder erschweren, insbesondere von solchen Ideen, die weder die kapitalistische Ordnung noch den Profitfaktor als Lebensmotivation f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Diese Konzerne unterst\u00fctzen sich selbst und das Gesch\u00e4ft der wichtigsten spekulativen Akteure &#8211; Banken und Investmentfonds &#8211; deren Maschinerie f\u00fcr Armut, Hunger, Umweltzerst\u00f6rung und Zukunftslosigkeit verantwortlich ist.<\/p>\n<p>Aus geopolitischer Sicht tragen die digitalen Megakonglomerate, die im Silicon Valley verankert sind, zu den Absichten der imperialistischen Macht USA bei, ihre schwindende einseitige Position wiederzuerlangen. Sie stellen eine Kraft f\u00fcr die kulturelle Durchdringung ersten Ranges dar, die die anma\u00dfende Vormachtstellung des Westens voranbringt.<\/p>\n<p>Auf die gleiche Weise erzwingen sie eine Technologienzentralisierung, die nicht nur potenzielle Konkurrenzkompetenzen erstickt, sondern auch jeden Versuch, alternative Ans\u00e4tze zur Technologie einzusetzen.<\/p>\n<p>Es geht also darum, gemeinsam zu handeln, um jedem der oben beschriebenen Faktoren entgegenzuwirken. Weit davon entfernt, Diskussionen als abgeschlossen zu betrachten, haben wir folgend, f\u00fcnf m\u00f6gliche Wege konkreten Handelns aufgelistet, die wir als eine zeitgleiche und konvergierende Strategie verstehen.<\/p>\n<ul>\n<li>Erzeugen von kollektiver Macht gegen die ausbeuterische, zentralisierte Macht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie in jedem ideologischen Kampf ist es wichtig, das Bewusstsein zu sch\u00e4rfen, die Verst\u00e4ndigung zu f\u00f6rdern, sowie die Anprangerung des unterdr\u00fcckerischen Systems zu verst\u00e4rken und Alternativen zu proklamieren. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Beteiligten und die Bekr\u00e4ftigung gemeinsamer Vorschl\u00e4ge auf der Suche nach einheitlichem, gemeinsamem Handeln ist entscheidend.<\/p>\n<ul>\n<li>Der revolution\u00e4re Prozess der Abl\u00f6sung des Kapitalismus<\/li>\n<\/ul>\n<p>Pragmatische konjunkturelle L\u00f6sungen sind gleichzusetzen mit Selbstgef\u00e4lligkeit gegen\u00fcber Situationen extremer Ungerechtigkeit und Gewalt. Die Digitalisierung verschiedener Lebensbereichen ist eng mit Strategien der systemischen Neuerfindung verbunden. Aufgrunddessen m\u00fcssen die Transformationen eine \u00e4hnliche Wirkung haben, und als Ziel neue Formen der sozialen und politischen Ordnung haben, die sich weit entfernt von den Akkumulationsschemata befinden.<\/p>\n<ul>\n<li>Die digitale Souver\u00e4nit\u00e4t in die K\u00e4mpfe um die geopolitische Souver\u00e4nit\u00e4t einbetten<\/li>\n<\/ul>\n<p>So wie die Erde in ein digitales Zeitalter eintritt, so ist die Auseinandersetzung um die technologische Souver\u00e4nit\u00e4t entscheidend. Das Vordringen der Konzerne, die sich als tats\u00e4chliche Herrscher des Internets aufspielen, macht einerseits eine fokussierte Aktion zwischen den Staaten und den organisierten Gemeinden notwendig. Eine \u00f6ffentlich und durch Gemeinden gef\u00fchrte Allianz ist vonn\u00f6ten, um durch geeignete Ma\u00dfnahmen, den Absolutismus und die politische Illegitimit\u00e4t dieser Gesch\u00e4ftskonglomerate einzud\u00e4mmen.\u00a0 Andererseits erfordert das globale Ausma\u00df der Herrschaft multilaterale Einvernehmung zwischen den Staaten, insbesondere zwischen denjenigen, die nicht Teil des neokolonialen Vasallentums sind, sowie die Aktivierung von Volksorganisationen \u00fcber nationale Grenzen hinaus.<\/p>\n<ul>\n<li>Erzeugung von alternativen Technologien, die f\u00fcr die menschliche Entwicklung n\u00fctzlich sind<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Gegensatz zu anderen historischen Momenten geht es hier nicht um die Umverteilung oder Aneignung der technologischen Systeme, wie es mit den &#8222;Produktionsmitteln&#8220; dieser Zeit geschieht, da viele von ihnen grunds\u00e4tzlich nicht mit Solidarit\u00e4t und Freiheit vereinbar sind. Es ist eher notwendig, parallel dazu &#8211; und diese Prozesse sind gl\u00fccklicherweise bereits in vollem Gange &#8211; technologische Alternativen mit einem humanistischen Kern zu entwickeln, die die Menschenw\u00fcrde in den Mittelpunkt stellen und Solidarit\u00e4t, Zusammenarbeit, Dezentralisierung, Gleichsetzung, Vereinigung, nicht besitzergreifende Innovation und Weiteres f\u00f6rdern.<\/p>\n<ul>\n<li>Kritisches Denken. Unsere Rolle als Rohstoff der Konzerne in Hauptakteure im digitalen Raum umwandeln.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nichts von dem oben Erw\u00e4hnten w\u00e4re m\u00f6glich oder w\u00fcrde Sinn ergeben, ohne die wesentlichen Protagonist*innen dieser Transformation einzubeziehen. Es ist unbedingt notwendig, in den einzelnen Personen, in den Organisationen und in den V\u00f6lkern eine kritische Haltung gegen\u00fcber den tr\u00fcgerischen Versprechungen der Plattformen zu erzeugen, die die Menschen auf Rohstoff f\u00fcr ihre sch\u00e4dlichen Akkumulationszwecke reduzieren. Wie in jedem anderen Bereich auch ist die gemeinsame \u00dcberzeugung unbedingte Voraussetzung, um eine zentrale Rolle in der Handlung zu spielen.<\/p>\n<p>(*) Javier Tolcachier ist wisseschaftlicher Mitarbeiter des Weltzentrums f\u00fcr Humanistische Studien und Sprecher der internationalen Nachrichtenagentur Pressenza. Er nimmt aktiven Teil am Kommunikationsforum f\u00fcr die Integration UnserAmerika und am lateinamerikanischen-karibischen Programm \u201eB\u00fcrgerliches Internet\u201c.<\/p>\n<p><em>Dieser Artikel wurde urspr\u00fcnglich in der Zeitschrift <a href=\"https:\/\/www.alainet.org\/es\/revistas\/552\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Revista Am\u00e9rica Latina en Movimiento N\u00b0 552 \u2013 Abril 2021<\/a> ver\u00f6ffentlicht, eine Koproduktion der Lateinamerikanischen Informationsagentur (ALAI) und dem lateinamerikanischen-karibischen Programm \u201eB\u00fcrgerliches Internet\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>\u00dcbersetzung aus dem Spanischen von Nadia Miranda, \u00fcberarbeitet von Chiara Pohl, beide vom ehrenamtlichen Pressenza-\u00dcbersetzungsteam.<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/mitarbeiten\/\">Wir suchen Freiwillige!\u00a0<\/a><\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Bericht des Sonderberichterstatters f\u00fcr die F\u00f6rderung und den Schutz der Meinungs\u00e4u\u00dferung und \u2013freiheit, UN-Menschenrechtsrat. 4. April 2018, S. 12. Gefunden in <a href=\"https:\/\/undocs.org\/en\/A\/HRC\/38\/35\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/undocs.org\/en\/A\/HRC\/38\/35<\/a> (Englisch<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/cdt.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Mixed-Messages-Paper.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/cdt.org\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Mixed-Messages-Paper.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/core.ac.uk\/download\/pdf\/61664278.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/core.ac.uk\/download\/pdf\/61664278.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Barrett, P. \u2013 \u201cWho moderates the social media? A call to end outsourcing.\u201d Gefunden in <a href=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/5b6df958f8370af3217d4178\/t\/5ed9854bf618c710cb55be98\/1591313740497\/NYU+Content+Moderation+Report_June+8+2020.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/5b6df958f8370af3217d4178\/t\/5ed9854bf618c710cb55be98\/1591313740497\/NYU+Content+Moderation+Report_June+8+2020.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> https:\/\/santaclaraprinciples.org\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> F\u00fcr die Zusammenfassung haben wir folgende Artikel zugrunde gelegt: <a href=\"https:\/\/about.fb.com\/news\/2018\/05\/inside-feed-news-feed-ranking\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/about.fb.com\/news\/2018\/05\/inside-feed-news-feed-ranking\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>\u201eAm Anfang des 19. Jahrhunderst, haben die Arbeiter aufgrund des Einsatzes von gro\u00dfen, landwirtschaftlichen und industriellen Maschinen eine Verschlechterung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen hinnehmen m\u00fcssen. Diese Ver\u00e4nderungen f\u00fchrten zu l\u00e4ngeren und schwierigeren Arbeitszeiten, verminderten die Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften und verringerte die L\u00f6hne und Geh\u00e4lter. Die Antwort Ludditen war die Zerst\u00f6rung der Maschinen in den Fabriken.\u201c Luddismus, der gro\u00dfe Aufstand gegen die Maschinen des 19. Jahrhunderts. National Geographic.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/historia.nationalgeographic.com.es\/a\/luditas-gran-rebelion-contra-maquinas-siglo-xix_14175\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/historia.nationalgeographic.com.es\/a\/luditas-gran-rebelion-contra-maquinas-siglo-xix_14175<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist notwendig, diese digitalen Unternehmen als hyperkonzentrierte M\u00e4chte zu betrachten, die entweder den freien Ideenfluss verhindern oder erschweren, vor allem von solchen Ideen, die weder die kapitalistische Ordnung noch den Profitfaktor als Lebensmotivation f\u00f6rdern. 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