{"id":135282,"date":"2014-09-29T13:03:28","date_gmt":"2014-09-29T12:03:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pressenza.com\/?p=135282"},"modified":"2014-09-29T19:52:47","modified_gmt":"2014-09-29T18:52:47","slug":"ttip-stoppen-hat-absolute-prioritat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2014\/09\/ttip-stoppen-hat-absolute-prioritat\/","title":{"rendered":"TTIP stoppen hat absolute Priorit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><em>Wir ver\u00f6ffentlichen den Vortrag von Emilio Molinari anl\u00e4sslich des Seminars \u00fcber das TTIP vom 13. September (organisiert von \u201eL&#8217;altra Europa di Milano\u201c, Teil der italienischen Partei \u201eL&#8217;altra Europa con Tsipras\u201c), der ein erschreckendes Bild der aktuellen Situation sowie der Zukunft der Wasserversorgung in der Welt zeichnet.<\/em><\/p>\n<p>Das TTIP (Transatlantic Trade Investment Partnership; Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU) ist ein Ausblick auf die Zukunft einer neuen Weltordnung, in der die Politik und die gew\u00e4hlten Volksvertretungen nur noch marginal, wenn \u00fcberhaupt, eine Rolle spielen. Was dann beginnt &#8211; sollte das TTIP ratifiziert werden &#8211; ist ein enormer Prozess der Privatisierung all jener Bereiche, die bislang Gemeingut waren bzw. in der Verwaltung der \u00f6ffentlichen Hand lagen, sowie die Privatisierung der Politik und der Institutionen selbst. Die Tendenz dazu existiert bereits. Aktuell geplante Reformen der EU und der Regierung Renzi k\u00f6nnten im dieser Hinsicht auch als Wegbereiter des TTIP verstanden werden.<\/p>\n<p><strong>Au\u00dfer-institutionelle Organisationen und Wasserversorgung<\/strong><\/p>\n<p>Bereits heute sind die gro\u00dfen multinationalen Unternehmen &#8211; \u00fcber externe private Organisationen, Delegierte oder als Teilnehmer an internationalen Institutionen wie der UNO &#8211; Hauptakteure (man nennt sie \u201eStakeholder\u201c oder Interessensgruppen) von Entscheidungen geworden, die dann von staatlichen Institutionen durch Gesetzte und Direktiven umgesetzt werden sollen. Sie haben somit eine offizielle Einflussnahme auf die sogenannte \u201eGovernance\u201c, ein Begriff, der heute Regierungen als gew\u00e4hlte Volksvertretungen ersetzt.<\/p>\n<p>Nehmen wir das Beispiel der Wasserversorgung: Der Weltwasserrat (World Water Council) &#8211; an dem auch die UN beteiligt ist und dem die Konzerne Suez und Veolia (wiederum von Goldman Sachs kontrolliert) vorsitzen &#8211; organisiert das Weltwasserforum, das alle drei Jahre die Leitlinien der weltweiten Politik zur Wasserversorgung und deren Management herausgibt. Nachdem Hillary<\/p>\n<p>Clinton eine Untersuchung der zuk\u00fcnftigen Konflikte \u00fcber Wasser in der Welt in Auftrag geben hatte, gr\u00fcndete Obama das Water Partnership, eine parit\u00e4tisch durch Regierung und multinationale Konzerne gelenkte Organisation, die dazu dient, die Interessen von amerikanischen Unternehmen im Hinblick auf die bevorstehende Wasserknappheit zu sch\u00fctzen. Das CEO Water<\/p>\n<p>Mandate ist eine weitere von der UNO ins Leben gerufene internationale Initiative, der \u00fcber 100 multinationale Unternehmen verschiedenster Produktionsbereiche angeh\u00f6ren (Nestl\u00e9, Coca Cola, General Electric, Monsanto, Walmart, Unilever, Barilla, Carrefour, Levis Strauss etc.) und deren Ziel die Sicherstellung der zuk\u00fcnftigen Wasserressourcen f\u00fcr die jeweilige eigene Produktion ist.<\/p>\n<p>Hinter diesem Abkommen stehen also diese Lobby und Politik. Die USA haben bereits gut 600 von multinationalen Konzernen ernannte Experten delegiert, die die amerikanische Interessen bei den bilateralen TTIP-Verhandlungen mit der EU wahren sollen. Diese Kultur wirkt sich auch auf die Gesellschaft aus: es ist eine Umkehrung der Rolle der Politik, die nun nicht mehr universale<\/p>\n<p>Richtlinien f\u00fcr alle ausgibt, um dann zwischen verschiedenen Interessen zu vermitteln, sondern die f\u00fcr die Privatwirtschaft nach deren eigenen Ma\u00dfgaben Gesetze erl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Ein Beispiel ist das Unternehmen Barilla, das im Zuge der Weltausstellung EXPO 2015 Leitlinien f\u00fcr das Milan Protocol (internationales Protokoll zu Ern\u00e4hrung und Wasser) entwirft und von der Politik erwartet, dass sie diese befolgt und gesetzlich umsetzt. Erstaunlich ist allerdings, dass heute eine solche Vorgehensweise bei NGOs und Vereinigungen, die sich f\u00fcr die zivile Gesellschaft engagieren, nicht mehr wirklich Widerstand hervorruft.<\/p>\n<p>Dieser Pragmatismus l\u00e4sst leicht vergessen, dass mit dem TTIP und dem R\u00fcckzug der Politik aus der eigenen Verantwortung gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit ein epochaler Wandel vom \u00dcbergang der Souver\u00e4nit\u00e4t der Institutionen auf die Governance der Finanzwelt bevorsteht. Es werden sich<\/p>\n<p>immer st\u00e4rker Strukturen bilden, deren Auswirkungen schon heute in Form von Ausbeutung und Aufk\u00e4ufen der gemeinschaftlichen und lebensnotwendigen G\u00fcter wie Wasser, Boden und Energie zu sp\u00fcren sind (das sogenannte \u201eLand Grabbing\u201c und \u201eWater Grabbing\u201c).<\/p>\n<p>Beispiele:<br \/>\nBereits heute ist in Afrika ein Gebiet der Gr\u00f6\u00dfe Englands gekauft und f\u00fcr die privatwirtschaftliche Nutzung freigegeben worden, mit dem Ergebnis, dass allein die Menge an Wasser, die ben\u00f6tigt wird, um das in 2009 erworbene Gebiet zu bewirtschaften, gut doppelt so gro\u00df ist wie das Gesamtvolumen dessen, was f\u00fcr die gesamte afrikanische Landwirtschaft in den letzten 4 Jahren ben\u00f6tigt wurde.<\/p>\n<p><strong>Wasser und TTIP<\/strong><\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes muss gesagt werden, dass mit dem TTIP sowie auch mit dem TISA (Trade in Services Agreement), einem parallelen Abkommen zur Privatisierung von Dienstleistungen, die Gefahr besteht, dass Vereinbarungen getroffen werden, die zur Privatisierung s\u00e4mtlicher bislang<\/p>\n<p>\u00f6ffentlicher Dienstleistungen, einschlie\u00dflich der kommunaler Wasserversorgung, des Abwassermanagements und der Kl\u00e4ranlagenbetriebe f\u00fchren.<\/p>\n<p>Um die Tragweite einer solchen Entwicklung zu erfassen, muss man sie in Hinblick auf ein zuk\u00fcnftiges Szenario im Jahr 2030 betrachten:<\/p>\n<ul>\n<li>Ausweitung der wirtschaftlichen Krise und der damit verbundenen Verarmung<\/li>\n<li>Ausweitung des weltweiten Konflikts um Wasser (ab 2022, wie aus einem Dokument der CIA hervorgeht), um Nahrung und um Energie<\/li>\n<li>wachsender Strom an Fl\u00fcchtlingen aus Krisengebieten und Klimafl\u00fcchtlingen. Jedes Jahr fl\u00fcchten 15 Millionen Menschen aufgrund der immer leichter werdenden Ausbeutung von Gebieten durch Staud\u00e4mme, Bergwerke etc.<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung des weltweiten Bedarfs an Wasser, der laut UN zu 40 % nicht mehr zu decken sein wird<\/li>\n<li>70% der Weltbev\u00f6lkerung wird in St\u00e4dten leben und mehr als die H\u00e4lfte der Bewohner der urbanen Ballungszentren in Slums, wo Zugang zu Trinkwasser und sanit\u00e4ren Einrichtungen, Abfallentsorgung und Energieversorgung nur sehr schwer m\u00f6glich sein wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der klassischen Privatisierung des Trinkwassers aus dem Wasserhahn durch die Gro\u00dfen der Branche wie Suez, Veolia, RWE etc. wird durch das TTIP eine Differenzierung der Wasserpreise gem\u00e4\u00df seiner Qualit\u00e4t und Verwendung folgen, also zum Waschen, zum Trinken etc. sowie die kommerzielle und konkurrierende Gegen\u00fcberstellung von Trinkwasser aus dem Wasserhahn und dem in Flaschen (Mineral- oder Tafelwasser), die von den gro\u00dfen multinationalen Unternehmen angeboten werden: Nestl\u00e9, Coca Cola, Danone, S. Benedetto etc.<\/p>\n<p>Um zu verstehen wie weit die Einflussnahme bereits vorangeschritten ist, betrachte man die Wahl des \u201eoffiziellen\u201c Wassers f\u00fcr die EXPO 2015: Das qualitativ gute und \u00f6ffentliche Wasser der Stadt Mailand und Provinz (MM und AMIACQUE) hat gegen Nestl\u00e9 als offiziellen Wasser-Partner verloren, und Coca Cola wurde der offizielle Soft Drink Partner der Messe, zur gro\u00dfen und erkl\u00e4rten Befriedigung dessen Pr\u00e4sidenten Sala.<\/p>\n<p>Weitere Auswirkungen in Bezug auf Wasser, auf dessen Konsum, Zugang und Qualit\u00e4t werden auftreten:<\/p>\n<p>1 \u2013 Das TTIP wird zu einer Ausweitung der Differenzierung f\u00fcr den Gebrauch von Wasser f\u00fchren, wobei der Wasserqualit\u00e4t f\u00fcr den h\u00e4uslichen Gebrauch immer weniger Priorit\u00e4t einger\u00e4umt werden wird zugunsten Formen der Energieproduktion, die eine hohe Belastung f\u00fcr Wasser darstellen: Fracking von Gas nach dem amerikanischen und kanadischen Modell, europ\u00e4ische \u00d6ffnung f\u00fcr den Abbau von Kohle und anderen Bodensch\u00e4tzen, Angleichung der Normen f\u00fcr Biokraftstoffe an die der USA, etc.. Auch der Anbau von sogenannten genetisch ver\u00e4nderten Organismen, also transgenen Nutzpflanzen, wird negative Auswirkungen auf das Wasser haben.<\/p>\n<p>2 \u2013 Es wird zu einer Aufweichung der Umweltbestimmungen hinsichtlich des Verbots von Pestiziden durch EU-Regulierungen f\u00fchren (schon jetzt sind 57 % der Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser und 28% der unterirdischen Wasservorkommen in der EU erheblich durch Pestizide belastet); der Wegfall des Vorsorgeprinzips, wie in den USA, wird ebenfalls Auswirkungen haben.<\/p>\n<p>3 \u2013 Die Anwendung des Prinzips der \u201efull recovery\u201c (Umw\u00e4lzung von Kosten und h\u00f6heren Gewinnmargen auf die Verbraucherpreise) bei der Wasserversorgung und den sanit\u00e4ren Dienstleistungen wird dazu f\u00fchren, dass derjenige, der nicht zahlt, keinen Zugang mehr zu Wasser hat.<\/p>\n<p>In der Stadt Detroit, die sich seit der Automobilkrise im Verfall befindet, sind gut 90.000 Personen ohne Zugang zu Wasser.<\/p>\n<p><strong>Der Wassermarkt<\/strong><\/p>\n<p>Aber was durch das TTIP tats\u00e4chlich auf dem Spiel steht, ist die Privatisierung der \u00f6ffentlichen Einrichtungen und die globale Kommerzialisierung des Wassers, nicht nur dessen Versorgungseinrichtungen, sondern des Wassers an sich. Es wird nicht mehr als nat\u00fcrliches Element und Symbol des Lebens gelten, sondern als Rohstoff und Industrieprodukt: produziert, behandelt, verkauft, gekauft, transportiert \u00fcber den halben Erdball. Ein Produkt vertrieben von Marktf\u00fchrern im Bereich Wasseraufbereitung, Transport, Gro\u00dfprojekte, Entsalzung und Rationalisierung.<\/p>\n<p>Sauberes und trinkbares Wasser als Mangelware? Na ja, die Technologie wird es reproduzieren, behandeln, transportieren, Meerwasser entsalzen, Fl\u00fcsse umleiten und kanalisieren.<\/p>\n<p>Oder es wird sogar wieder aufbereitet ins Wassersystem eingespeist: In Los Angeles und Singapur kommt das gereinigte Wasser der Kl\u00e4ranlagen wieder in Umlauf und aus dem Wasserhahn.<\/p>\n<p>So erkl\u00e4rt sich auch das Interesse der multinationalen Unternehmen, einen globalen Wasserpreis je nach Qualit\u00e4t und Gebrauch festzulegen, eine Wasserb\u00f6rse einzurichten und einen weltweiten Wassermarkt zu schaffen.<\/p>\n<p><strong>Die Rechte an der Nutzung von Wasser<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr diesen Wassermarkt ergibt sich die Notwendigkeit, den Handel an Nutzungsrechten einzuf\u00fchren, so wie es bereits in L\u00e4ndern wie den USA, Australien, Chile und Spanien der Fall ist: Rechte zur energetischen, landwirtschaftlichen und industriellen Nutzung, f\u00fcr die Herstellung von Lebensmitteln, f\u00fcr den Bergbau, zur Abf\u00fcllung in Flaschen.<\/p>\n<p>Mit dem TTIP wird sich diese totale Vermarktung von Gemeing\u00fctern wie Wasser auch auf Europa ausdehnen. Da Kanada durch das NAFTA-Abkommen mit den USA diesem Regime der Nutzungsrechte bereits unterliegt, und Europa dem Abkommen CETA mit Kanada zugestimmt hat, k\u00f6nnten kanadische Unternehmen und gro\u00dfe Magnaten solche Konditionen bereits einfordern.<\/p>\n<p>Um eine Vorstellung das Handels mit Nutzungsrechten zu erhalten, gen\u00fcgt es, sich an den texanischen Magnaten Boone Pickens zu erinnern (auch der ehemalige Pr\u00e4sident Bush vertritt diese Sichtweise), der in Alaska einen ganzen See erworben hat und nun das Wasser nach Saudi-Arabien und China verkauft, oder an Chile, wo das Wasser der Fl\u00fcsse in Parzellen aufgeteilt und an den H\u00f6chstbietenden ver\u00e4u\u00dfert wird. Wer die Konzession erwirbt, braucht auf die Grundbed\u00fcrfnisse der \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung keine R\u00fccksicht mehr zu nehmen.<\/p>\n<p><strong>Wasser-Kredite<\/strong><\/p>\n<p>Wasser-Kredite sind Finanzinstrumente, die sich aus diesem Handel mit Nutzungsrechten ableiten, sie lehnen sich an die sogenannten CO2-Kredite an. Eine sehr \u201eschmutzige\u201c Perspektive f\u00fcr die Umwelt, denn das Motto lautet \u201ewer verschmutzt, zahlt\u201c, was jedoch weder die Umweltverschmutzung noch den Wasserraubbau aufh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Banken dieses Planeten r\u00fcsten dementsprechend auf. Laut der New York Times kauften Goldman Sachs, Morgan Stanley, Credit Suisse, Carlyle Group etc. bereits Wasserrechte im Wert von 250 Milliarden Dollar auf.<\/p>\n<p><strong>Das TTIP Abkommen stoppen<\/strong><\/p>\n<p>Die weltweite &#8222;Wasser-Bewegung&#8220; hat sich ein Stopp des TTIP zum Ziel erkl\u00e4rt. Ein Fehlschlag w\u00fcrde das Aus der eigenen Mission bedeuten, das Aus des durch Petitionen und Referendi errungenen Sieges sowie der M\u00f6glichkeit, diesen gr\u00f6\u00dften Erfolges der Bewegung jemals zu konkretisieren: 2011 hatte die Generalversammlung der UNO Wasser und sanit\u00e4re Dienstleistungen zum Grundrecht erkl\u00e4rt. Deshalb ist ein Stopp des TTIP und der Kampf gegen das Abkommen f\u00fcr die Wasser-Bewegung ein absolut unverzichtbares Ziel.<\/p>\n<p>Wir brauchen eine starke und ambitionierte Alternative f\u00fcr ein Abkommen zwischen den USA und der EU, die das Grundrecht auf Zugang zu Wasser und sanit\u00e4re Versorgung konkretisiert. Ein Grundrecht auf ausreichend trinkbares Wasser, um eine Grundversorgung zu gew\u00e4hrleisten und ein eigenes St\u00fcck Land zu bewirtschaften. Diese Haltung muss Eingang in die K\u00f6pfe finden, in die Institutionen und die Gesellschaft, angefangen bei den Kommunen und Universit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Der Kampf gegen das TTIP muss mit Inhalten gef\u00fcllt werden; nur so ist es m\u00f6glich, starke globale Bewegungen zu schaffen, die auch der Herausforderung gewachsen sind, die Institutionen wieder in den Dienst der \u00d6ffentlichkeit zu stellen. Wir m\u00fcssen von der Basis aus unbeirrt und furchtlos \u00fcber Abkommen und weltweite Protokolle sprechen, die solche Grundrechte und Gemeing\u00fcter spezifizieren und in feste Strukturen einbinden, sowie \u00fcber globale, politische und \u00f6ffentliche Beh\u00f6rden, die all dies umsetzen, bis hin zu Gerichten, die Verst\u00f6\u00dfe dagegen ahnden.<\/p>\n<p>Eine langfristige Aufgabe, die von Regierungen unterst\u00fctzt werden kann und soll, angefangen bei denen, die die Resolution der UNO initiiert haben (Bolivien, Ecuador, Uruguay etc&#8230;), \u00fcber Gemeindeverwaltungen, Universit\u00e4ten, K\u00fcnstler, die kulturelle und kirchliche Gemeinschaft bis hin zu den gro\u00dfen sich noch verwehrenden Institutionen und der Politik.<\/p>\n<p><strong>Ein Horizont f\u00fcr die Bewegung gegen das Abkommen, die sich gegenw\u00e4rtig formiert<\/strong><\/p>\n<p>Eine Aufgabe mit langfristigem Ziel. Dies ist aber heute f\u00fcr unsere Stadt Mailand &#8211; deren EXPO 2015 zu Recht diskreditiert wurde, weil sie ihre urspr\u00fcngliche Ziele verraten hat &#8211; eine einmalige Gelegenheit, die sie nutzen sollte: die Gelegenheit, dass gerade aus der Stadt Mailand ein Gegenvorschlag erw\u00e4chst sowie die Bereitschaft, einer Stimme in der internationalen Auseinandersetzung Geh\u00f6r zu verschaffen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df wohl, dass dieser Vorschlag auch auf Widerstand im linken Fl\u00fcgel der Bewegung sto\u00dfen wird. Viele sind der Meinung, es sei besser, die EXPO und die Mail\u00e4nder Beh\u00f6rden w\u00fcrden ein f\u00fcr alle Mal &#8222;in ihrem eigenen Sumpf versinken&#8220;, und dass wir uns alle zu einer einzigen Front f\u00fcr ein klares NEIN zusammenschlie\u00dfen sollten, ohne Dialog und Auseinandersetzung.<\/p>\n<p>Ich hingegen denke, dass Tsipras und die Bewegung, die ich versucht habe, mitzuformen, es anstreben sollten, dass unsere Stadt Mailand als der Ort angesehen wird, von dem aus die Botschaft f\u00fcr das Grundrecht auf Wasserzugang, auf grundlegende Gesundheitsversorgung, auf ausreichende und gesunde Nahrung und W\u00e4rme in die ganze Welt getragen wurde.<\/p>\n<p>Und all das aber ohne irgend jemandem seine S\u00fcnden zu verzeihen.<\/p>\n<p>Emilio Molinari<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir ver\u00f6ffentlichen den Vortrag von Emilio Molinari anl\u00e4sslich des Seminars \u00fcber das TTIP vom 13. 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